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Dürfen Bücher Leserillen haben?

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Podcast · Folge 94

Dürfen Bücher Leserillen haben?

Live-Podcast zum fünften Geburtstag: 150 Leser*innen über geknickte Buchrücken, abgebrochene Bücher und die acht bestbewerteten Titel aus fünf Jahren

6. Februar 2025 · 66 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Diese Folge ist die einzige, die vor Publikum entstanden ist: ein Live-Mitschnitt vom 18. Januar 2025 aus dem Kuppelsaal des Thalia in Bonn, wo wir mit 150 Gästen den fünften Geburtstag von Mädels, die lesen. gefeiert haben. Zwei Mikrofone wanderten durch die Reihen, Helen stellte Fragen, und am Ende hat sich ausgerechnet die Frage, ob man den Buchrücken knicken darf, zur hitzigsten Debatte des Abends entwickelt. Das Ergebnis: eine sehr ehrliche Bestandsaufnahme, wie in dieser Community wirklich gelesen wird.

Wer eigentlich im Saal saß

Der Einstieg war eine Reihe von Handzeichen. Die jüngsten Gäste waren unter 18, die älteste Person über 65 – es war Helens Mutter, die vorher besorgt gefragt hatte, ob sie die Älteste sein würde. War sie nicht. Die größte Gruppe kam aus Nordrhein-Westfalen, etwa fünfzehn direkt aus Bonn, eine Gästin war aus Luxemburg angereist, die weiteste Anreise lag bei rund 560 Kilometern.

Interessant fand Helen dabei den Abgleich mit den Instagram-Zahlen: Dort steht die Hauptgruppe zwischen 25 und 34 – im Saal war die größere Hälfte älter. Ein guter Hinweis darauf, dass die Statistik einer Plattform nicht dasselbe ist wie die Community dahinter.

68 Bücher in fünf Jahren – und die acht bestbewerteten

Zum Zeitpunkt der Aufnahme hatten wir 68 Bücher gemeinsam gelesen. Alle 68 hat niemand im Saal geschafft, auch Helen nicht: Zwei oder drei fehlen ihr, vor allem Klassiker. »Anna Karenina« hat sie durchgezogen und sagt, ohne die Community hätte sie das nie geschafft; dass sie »Stolz und Vorurteil« ausgelassen hat, ärgert sie bis heute, weil ihr so viele sagen, es hätte sich gelohnt.

Auf dem Büchertisch lagen an diesem Abend die acht bestbewerteten Titel aus fünf Jahren, ermittelt über die Bewertungen der Community. Sie stehen unten in der Galerie – und weil wir sie alle gemeinsam gelesen haben, kommst du über jede Kachel auch zur Leserunde.

Bei den Lieblingsbüchern aus dem Publikum fiel als Erstes »Marschlande« von Jarka Kubsova. Anja erzählt, dass sie den Titel vorher nicht kannte, bei der Auswahl sogar ein anderes Buch lieber gelesen hätte – und es danach in der ganzen Familie weitergereicht hat. Laura nennt »Dunkelgrün fast schwarz« von Mareike Fallwickl, vor allem wegen der Buchbesprechung: Die sei so intensiv gewesen, dass sie ihr bis heute im Kopf ist.

Was passiert, wenn ein Buch nicht gefällt

Auf die Frage einer Gästin, wie man damit umgeht, wenn ein gemeinsames Buch nicht gefällt, kamen sehr verschiedene Antworten. Kim liest zu Ende, egal wie lange es dauert – aus Trotz und weil sie findet, eine fundierte Meinung setze das voraus. Alex hat sich nach einer Podcastfolge mit einer Lektorin eine Grenze gesetzt: Wenn ein Buch sie nach 100 Seiten nicht überzeugt hat, legt sie es weg. Eine andere Gästin verschenkt Bücher weiter, statt sie zu behalten. Christine wiederum bricht nie ab, weil sie Bücher, die sie nicht überzeugen, gar nicht erst anfängt.

Helen selbst sagt, in fünf Jahren habe sie genau ein gemeinsames Buch wirklich nicht gemocht – welches, sagt sie an diesem Abend dann doch: »Die Erfindung der Sprache« von Anja Baumheier. Und sie sagt im selben Atemzug, dass sie die Autorin toll findet und dass es an ihr lag, nicht am Buch. Genau das ist ihre Haltung dazu: Ein Buch, das dir nicht gefällt, kann für jemand anderen genau das richtige sein – oder für dich selbst, ein paar Jahre später.

Wie sich das Abbrechen anfühlt, wenn man es sich wirklich erlaubt, ist ein eigenes Thema geworden: in der Folge Bücher abbrechen lernen.

Die Frage, mit der niemand gerechnet hat

Gegen Ende stellt eine Gästin die Frage, die den Abend kippen lässt: Wie viele hier brechen eigentlich ihren Buchrücken? Es gehen sofort Hände hoch – und ebenso schnell Gegenstimmen. Nicht mal die Hälfte knickt so, dass man es hinterher sieht. Dagegen steht das Argument, dass man ein Taschenbuch sonst gar nicht richtig lesen könne.

Ich hätte niemals vermutet, dass das hier so ein Thema ist.Helen

Was in den Wortmeldungen deutlich wird: Es geht selten um das Buch an sich, sondern darum, was es für einen ist. Die einen kaufen bewusst gebrauchte Exemplare und freuen sich über vorhandene Leserillen, weil sie dann selbst nichts kaputt machen können. Die anderen haben Reihen im Regal stehen, die nach Jahren noch unangefasst sind. Eine Gästin macht die Ausnahme bei Büchern mit Farbschnitt und bei ihrer Lieblingsautorin. Eine andere hat ihrer Mutter eine ganze Reihe überlassen, weil Leserillen darin waren, und sich die Bücher neu gekauft.

Helen selbst gehört zu denen, die knicken. Sie erzählt aber auch von einem gebraucht gekauften Buch, in dem auf den ersten dreißig Seiten jede Zeile unterstrichen war – da war es ihr dann doch zu viel. Am Ende steht der Satz, dass daraus mal eine eigene Folge werden müsste.

Was die Community aus fünf Jahren mitgenommen hat

Auf die Frage nach dem schönsten Moment kommen fast nur Begegnungen: die Lesung mit Melanie Raabe, der Livestream zu »Die Kunst des Verschwindens«, die Tea Time in Köln, die Malabende, das Leseretreat auf Borkum. Eine Gästin erzählt, dass sie sich nach dem gemeinsamen Lesen getraut hat, an der Bundeskunsthalle die Rutsche herunterzurutschen – ohne die Community hätte sie das nie gemacht. Eine andere hat inzwischen selbst mehrere Lesekreise und dort ebenfalls Sarah Webers Roman gelesen; am Ende gab es Kontakt zur Autorin.

Und Lisa aus dem Team erklärt an diesem Abend noch einmal, warum die Leserunden so getaktet sind, wie sie es sind: zehn Seiten am Tag, mehr braucht es nicht. Wer unter der Woche nicht dazukommt, holt es am Wochenende in gut einer halben Stunde am Tag nach. Der Gedanke dahinter ist, dass Lesen Selbstfürsorge bleibt und nicht noch eine Aufgabe wird.

Wie das Jahr aussah, in dem dieser Geburtstag geplant wurde, erzählt der Rückblick auf 2024 – darin kommt auch der Moment vor, in dem Helen sich den Kuppelsaal zum ersten Mal angesehen hat.

Wenn du wissen willst, wie eine Leser*innen-Community wirklich tickt – und ob du mit deinem geknickten Taschenbuch allein bist –, hör dir diese Folge an: Hier reden 150 Menschen über das, was sie beim Lesen wirklich tun.

Die acht bestbewerteten Bücher aus fünf Jahren

Diese acht Titel lagen an dem Abend auf dem Büchertisch – ermittelt über die Bewertungen der Community. Alle acht haben wir gemeinsam gelesen: Über die Buchseite kommst du zur ganzen Leserunde und kannst sie in deinem Tempo nachholen.

Cover von Die Kunst des Verschwindens von Melanie Raabe

»Die Kunst des Verschwindens«

Melanie Raabe

Taucht im Gespräch gleich zweimal als schönster Moment auf – einmal als Livestream, einmal als Lesung in Bonn.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenMonatsbuch Februar 2023

Cover von Im Wasser sind wir schwerelos von Tomasz Jedrowski

»Im Wasser sind wir schwerelos«

Tomasz Jedrowski

Von Helen im Gespräch als »sehr underrated« bezeichnet. Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit, im Original »Swimming in the Dark«.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenMonatsbuch Juli 2022

Cover von Kukolka von Lana Lux

»Kukolka«

Lana Lux

Eine große Empfehlung – aber, wie im Gespräch gesagt wird, nur, wenn man gerade in der Verfassung dafür ist.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenMonatsbuch April 2022

Cover von So wie du mich kennst von Anika Landsteiner

»So wie du mich kennst«

Anika Landsteiner

Eins der acht bestbewerteten Bücher aus fünf Jahren gemeinsamem Lesen.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenMonatsbuch Februar 2022

Cover von Niemehrzeit von Christian Dittloff

»Niemehrzeit«

Christian Dittloff

Der Livestream dazu ist Helen bis heute der nächste gegangen – es geht um Trauer.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenSchmökerbuch November 2021

Cover von Such a Fun Age von Kiley Reid

»Such a Fun Age«

Kiley Reid

Aus dem Englischen von Corinna Vierkant. Der deutsche Titel ist derselbe geblieben.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenMonatsbuch Juli 2021

Cover von Am Ende bleiben die Zedern von Pierre Jarawan

»Am Ende bleiben die Zedern«

Pierre Jarawan

Eins der frühen gemeinsamen Bücher – und bis heute unter den acht bestbewerteten.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenMonatsbuch April 2021

Cover von Die Sommer von Ronya Othmann

»Die Sommer«

Ronya Othmann

Das älteste Buch in der Bestenliste – gelesen im Februar 2021.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenMonatsbuch Februar 2021

Die Lieblingsbücher aus dem Publikum

Drei Titel, zu denen an diesem Abend eine eigene Geschichte erzählt wurde.

Cover von Marschlande von Jarka Kubsova

»Marschlande«

Jarka Kubsova

Anjas Lieblingsbuch: Sie hatte vorher nie davon gehört, war bei der Auswahl nicht begeistert – und hat es danach in der Familie herumgereicht.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenFebruar bis März 2024

Cover von Dunkelgrün fast schwarz von Mareike Fallwickl

»Dunkelgrün fast schwarz«

Mareike Fallwickl

Lauras Lieblingsbuch. Die Buchbesprechung dazu ist vielen im Kopf geblieben, weil so intensiv diskutiert wurde.

Bei Thalia ansehen *

Leserunde nachholenMonatsbuch November 2020

Cover von Zwischen den Zeilen passiert das Leben von Sarah Weber

»Zwischen den Zeilen passiert das Leben«

Sarah Weber

Das Buch zum Leseretreat auf Borkum – die Autorin saß an diesem Abend selbst im Publikum.

Bei Thalia ansehen *

*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Ebenfalls im Gespräch erwähnt und bei uns gemeinsam gelesen: »Das Flüstern der Bäume« von Michael Christie und »Die Erfindung der Sprache« von Anja Baumheier.

Häufige Fragen zu dieser Folge

Wo wurde diese Folge aufgenommen?

Im Kuppelsaal des Thalia in Bonn, am 18. Januar 2025, vor rund 150 Gästen. Es ist der einzige Live-Mitschnitt in unserem Podcast – alle anderen Folgen entstehen digital.

Wie viele Bücher hat die Community bis dahin gelesen?

68 Bücher in fünf Jahren. Alle mitgelesen hat niemand im Saal, auch Helen nicht – ihr fehlen vor allem Klassiker.

Welche Bücher waren am besten bewertet?

Acht Titel: »Die Kunst des Verschwindens« von Melanie Raabe, »Im Wasser sind wir schwerelos« von Tomasz Jedrowski, »Kukolka« von Lana Lux, »So wie du mich kennst« von Anika Landsteiner, »Niemehrzeit« von Christian Dittloff, »Such a Fun Age« von Kiley Reid, »Am Ende bleiben die Zedern« von Pierre Jarawan und »Die Sommer« von Ronya Othmann.

Darf man Bücher knicken?

Im Saal war das die kontroverseste Frage des Abends. Nicht einmal die Hälfte knickt den Rücken so, dass man es hinterher sieht; andere finden, sonst lasse sich ein Taschenbuch gar nicht richtig lesen. Eine richtige Antwort gibt es also nicht – du darfst mit deinem Buch machen, was dir guttut.

Muss ich ein gemeinsames Buch zu Ende lesen?

Nein. Von unserer Seite besteht kein Zwang – das sagt Helen in dieser Folge ausdrücklich. Manche im Saal lesen aus Prinzip zu Ende, andere legen nach 30, 50 oder 100 Seiten weg.

Kann ich die alten Leserunden noch nachholen?

Ja. Zu jedem gemeinsam gelesenen Buch gibt es hier eine eigene Buchseite mit allem, was damals dazu entstanden ist – du kannst sie in deinem Tempo nachlesen. Die acht bestbewerteten findest du oben in der Galerie.

Transkript der Folge

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten. An diesem Abend haben viele Menschen gesprochen; wer genau, lässt sich aus der Aufnahme nicht durchgängig zuordnen. Wortmeldungen aus dem Saal stehen deshalb gesammelt unter »Aus dem Publikum«. Maßgeblich ist die Aufnahme.

Helen
Am 18. Januar haben wir im Kuppelsaal des Thalia Bonn mit 150 Gästen unseren fünften Geburtstag gefeiert, was einfach ein unglaublich schöner Tag war. Und zwar wirklich fast ein ganzer Tag. Die ersten Mädels kamen um 14 Uhr und ab 15 Uhr haben wir offiziell mit dem Programm gestartet und uns erst um 20 Uhr wieder voneinander verabschiedet. Nach dem Begrüßungsteil, den wir live gestreamt haben, und vor der Happy Hour, bei der die Mädels eine Etage tiefer im Thalia Café geschlemmt und gequatscht haben, stand ein Live-Podcast auf dem Programm. Das war ziemlich aufregend, weil wir sowas ja noch nie gemacht haben. Aber wir dachten, wenn wir schon mal mit so vielen zusammenkommen, wollen wir das auch nutzen. Und für alle, die nicht live dabei sein konnten, weil wir inzwischen deutlich mehr als 150 Mädels in der Community sind. Oder für alle, die sich noch mal anhören möchten, hat Jenny, die diesen Podcast immer für uns schneidet, alles gegeben. Was du gleich hörst, ist also der Live-Podcast vom 18. Januar 2025 im Thalia Bonn. Viel Spaß. Sind wir bereit? Ja, oder? Irgendwie ist es jetzt auch ein bisschen gemütlicher hier so zu sitzen. Größte Aufregung erstmal vorbei. Ich hatte vor allem Angst vor dem Moment, wo ich da alleine auf der Bühne stehe und längere Zeit am Stück spreche. Aber jetzt kommt ja der Teil, wo ich mich immer recht wohl fühle, wo ich mit anderen spreche. Wir haben hier schon mal, es ist nicht so eins zu eins das Podcast Cover, aber quasi das Podcast Cover eingeblendet. Ich werde mal kurz für die, die den Podcast nicht kennen, wir haben einen gleichnamigen Podcast von Mädels, die lesen und im Grunde spreche ich mit Buchclubmitgliedern, mit Communitymitgliedern und anderen spannenden Menschen darüber welche Rolle Lesen und Bücher in ihrem Leben spielen. Schweife super gerne ab, deswegen geht es auch um ganz viele andere Sachen, aber das ist im Grunde der Kern. Und wir haben uns gedacht, wenn jetzt heute, wenn heute so viele hier sind, machen wir eine Community-Edition, wo einfach ganz viele dann mal zu Wort kommen und wir lernen uns so ein bisschen kennen. So und die Idee war so ein bisschen, also ich stelle euch fragen, ihr könnt aber natürlich nachher auch Fragen stellen, falls ihr welche habt. Ihr könnt ja auch nicht nur an mich stellen, könnt ihr auch ans Team stellen oder wen hier sonst noch entdeckt habt. Wir machen das ganz spontan. Aber so ein bisschen zum Warmwerden quasi. Ihr könnt einfach die Hand heben. Es gibt aber nachher natürlich auch die Möglichkeit, dass ihr was beitragt. Wir versuchen das wirklich hier heute auch aufzunehmen. Und wir haben zwei Menschen, die einen Mikro haben. Deswegen ist es ganz, ganz wichtig, dass wenn ihr auch sagt, dass ihr das ins Mikro sagt, damit man es nachher auch gut hören kann. Einmal von mir aus rechts, von euch aus links, mit einem Mikro – und Sarah auf der anderen Seite. Deswegen einfach die Hand heben und signalisieren, dass ihr was sagen wollt und dann auf das Mikro bitte warten. Ja, also wir machen es vielleicht einfach wirklich mal kurz mit melden. Dann ist es noch nicht so gruselig – bei der Buchbesprechung ist es auch so. Am Anfang will dann immer noch gar keiner was sagen und dann nachher ist es nicht mehr zu stoppen im Grunde. Vielleicht, weil die Frage auch im Vorfeld so ein bisschen kam, so wer bin ich dann die älteste Person da? Finden wir vielleicht einfach mal raus, wie alt wir sind. Das ist jetzt leicht. Wer ist unter 100? Ja, das kriegen wir auf jeden Fall schon mal sehr gut hin. Ich bin zuversichtlich. Wer ist über 60? Wer ist über 65? Mama. Tut mir ein bisschen leid – ich hatte im Vorfeld gesagt, du bist auf gar keinen Fall die älteste Person. Freut mich auf jeden Fall, dass ihr alle da seid. Freut mich auch, dass du dabei bist, Mama. Wer ist unter 25? Ich kann immer gar nicht schätzen, aber zehn vielleicht? So, ein bisschen weniger vielleicht. Unter 20? Ist das ein… Nee, doch, zwei Hände sehe ich, oder? Krass, unter 18. Herzlich willkommen. Ich glaube nämlich irgendwie so bei Instagram steht über zumindest, dass die Hauptgruppe zwischen 25 und 34 ist, also in zwei Monaten falle ich da selber raus und dann ist aber glaube ich irgendwie so, dass also Instagram unterteilt, dass einfach nur aber im Grunde ist die größte Gruppe dann älter als 34. Ich finde ich das immer ganz spannend, weil irgendwie, weiß ich oft, spiegelt es dann vielleicht auch nicht ganz zu die Realität wieder. Wo kommen wir her? Wer ist aus Bonn direkt? Auch einige. Ich weiß nicht, Audio-Kommentar, wie viele sind das? 20? Nee, kann ganz schlecht schätzen. Das muss vielleicht jemand alles übernehmen. Wie viele sind das? Vielleicht 15 würde ich so sagen. Wer ist aus NRW? Okay, das ist quasi der ganze Saal. Ist auch jemand außerhalb Deutschlands angereist? Ach krass. Magst du mal kurz sagen, woher?

Aus dem Publikum
Aus Luxemburg.

Helen
Hallo! Das ist ja voll cool. Voll schön. Das ist echt cool. Ist das denn dann die weiteste Anreise? Nee, ne? Wer denkt von sich am weitesten angereist zu sein? Okay. Also, warte mal, wo fangen wir an? Elisa, willst du als erstes mal sagen, wo du hergekommen bist? Dann könnt sie vielleicht einschätzen.

Aus dem Publikum
Ja, wir kommen aus der Nähe von Berlin, aber eben noch vor Berlin. Also ich schätze, wenn niemand aus Berlin hier ist, kommt die Person von Weiterwelt. Und wir haben vorhin geschaut, München und da, wo wir wohnen, sind genau gleich weit entfernt von Bonn. Also gut 560 Kilometer. Ach krass. Ja krass. Und München haben wir hier, glaube ich, ein paar. Oh, war krass. Nur für heute. War schön. Und Berlin war, glaube ich, hier, ne? Genau. Und ich habe da drüben noch eine Hand gesehen. Marajke, denkst du, ist es noch weiter? Google es gerade, ne? Kann ich nämlich auch gar nicht sagen. Nee, Bremen ist 325 Kilometer. Krass. Gar nicht so weit. Aber ich bin lange fahren, weil wir sind mit einem deutschen Ticket gefahren. Ja, also wie stehe ich die Frage? Wer ist quasi seit heute dabei? Also wer hat vorher noch nie von Mezlidn gehört und dachte sich auch so, wer ist die da auf der Bühne? Tatsächlich. Muss ich aber schon fragen, wie seid ihr dann darauf gekommen? Also habt ihr es bei Thalia gesehen? Ah, witzig. Herzlich willkommen. Ihr seid jetzt Teil der Community. Voll schön. Okay, also dann würde ich sagen, ihr seid die jüngsten, also so von der Zugehörigkeit die jüngsten Mitglieder. Wer ist denn am längsten dabei? Wer denkt das von sich? Also abgesehen vielleicht von mir. Ja okay, ihr beiden. Okay, aber gut, Christian muss ich ein bisschen sagen. Ich glaube, ich habe dich gezwungen, direkt als zweites nach mir dazu zu kommen, aber dann wart ihr wahrscheinlich direkt dabei, oder? Können wir das Mikro da mal durchgeben? Wann denkt ihr, seid ihr dazu gestoßen? Ich würde sagen, von Anfang an, du hattest mir mal davon erzählt, dass du ein Buchklop gründen möchtest. Seit die Seite online ist, bin ich dabei.

Helen
Ich habe aber nicht alle Bücher mitgelesen. Es geht ja gar nicht. Da muss ich auch direkt gestehen, ne? Ich auch nicht. Ich hatte ein paar Monate, in denen ich mit dem Studium und dem Job völlig überfordert war. Ja, war voll cool. Ich glaube, weil ich das auch damals bei Kleinstadtliebe dann noch geteilt habe, weil ich eigentlich auch dachte, ich starte mit Kleinstadtliebe sofort durch. Das war eigentlich mein Fokus. Voll schön, dass ihr da seid. Ach so, genau: Ich hatte gefragt, wer beim Ticketkauf von uns gehört hat. Ich hätte das ehrlich gesagt gar nicht für möglich gehalten, aber Thalia hatte es ja auch geteilt. Das finde ich richtig lustig. Hat jemand ein Buch von Mädels, die lesen mehr als einmal gelesen? Echt? Welches? Ja, das ist »Das Flüstern der Bäume«. Ich habe es erst beim zweiten, dritten Mal richtig verstanden. von Michael Christie, weil das ist… Ach, ja. Ich glaube, das war mein erster Englischer Livestream. Da war ich sehr aufgeregt. Kann man noch nachgucken. Ähm… Krass. Ich lese irgendwie aus echt selten Bücher noch mal. Wer liest Bücher generell auch noch mal? Also gut die Hälfte, krass. Ich denke, es gibt so viele. Wann soll ich die noch mal lesen? Obwohl ich mir das für dieses Jahr auch vorgenommen habe. Also mal schauen. Hat jemand schon mal eine Leserunde nachgeholt? Da hätte ich auch gedacht, dass wir das mehr machen. Ja, voll cool. Wir versuchen nämlich mal alle Beiträge zusammenzutragen, damit man das eben nochmal nachholen kann. Für die, die später dazugestoßen sind, ist das auch eine gute Gelegenheit, weil wir die beliebtesten hier noch mal zusammengetragen haben und da ist auch ein QR-Code, wie man zu den Leserunden kommt, um die nachzuholen. Hier ist meine Lieblingsfrage. Also ich kann mich da schon mal nicht melden. Hat jemand alle 68 Bücher mitgelesen? Nein. Das sind halt auch einfach krass viele, ne? Selbst in fünf Jahren – man hat ja auch eigenen Lesebedarf, aber da muss ich tatsächlich gestehen, ich habe glaube ich zwei oder drei nicht mit gelesen und ich glaube es waren vor allem die Klassiker. Also »Anna Karenina« habe ich noch durchgezogen, hätte ich ohne euch nie geschafft, aber ich war so ein bisschen danach, dachte ich so, what's the point, so richtig und eigentlich ärgere ich mich ein bisschen, dass ich »Stolz und Vorurteil« nicht mitgelesen habe, weil ganz ganz viele mir auch jetzt noch sagen, das hätte sich voll gelohnt, hätte es immer besser gemacht. Und »Orlando« habe ich nicht mitgelesen. Aber ich weiß nicht, die anderen, die ich verpasst, hat ich zumindest kurz danach gelesen. Aber ich versuche eigentlich immer wirklich bei allen dabei zu sein, damit ich halt mitreden kann, so weil gerade bei der Buchbesprechung, aber alle 68 habe ich leider auch nicht geschafft. Hat jemand ein Lieblingsbuch? Also was war so das Liebste Buch bei Mädels, die lesen. Anja hat kurz gezuckt – da kommt das Mikro. Ich dachte, das melden sich mehr.

Aus dem Publikum
Ich fand Marschlande richtig gut. Das haben wir bisher am allerbesten gefallen, Und da dachte ich so, das würde ich am liebsten lesen. Und ich hatte von Marschlande vorher noch nie was gehört und dachte, es klingt ganz okay. Und ich war erst nicht so begeistert, als es ausgewählt wurde. Aber als wir es dann gelesen haben, fand ich es richtig gut. Und auch dieser zweite Zeitstrang. Und das habe ich dann noch meiner Mama und einer Freundin ausgeliehen und vielen davon erzählt. Und das ist mir so richtig in Erinnerung geblieben. Also das fand ich echt am besten bisher.

Helen
Voll cool. Ich kann ja auch überhaupt keine Bücher mehr so objektiv betrachten, wo ich ein Livestream mit der Autorin oder dem Autor hatte. Und ich fand die so nett. Also die war wirklich… Also und ich fand es auch toll, wirklich, ohne… Also so, ne? Aber danach halt noch toller, weil ich sie so toll fand. Also das hat mir auch echt gut gefallen. Es ist halt auch cool, wenn man aus Hamburg und der Umgebung kommt – dann ist der Bezug noch mal ein anderer. Hat noch jemanden in Lieblingsbuch? Ich muss selber erst mal überlegen. Ja, Laura.

Aus dem Publikum
Das ist schon ein bisschen her, »Dunkelgrün fast schwarz«.

Helen
Oh, das war krass. Das war krass. Also ich fand auch die Buchbesprechung ist mir richtig im Kopf geblieben irgendwie. Weil die sehr intensiv war und wir viel diskutiert haben und ja, weil es ja um toxische Freude geht. Ja, das war krass. Ich glaube, das haben wir sogar hier vorne mit dabei, weil es zu den beliebtesten ja, damit ist ja auch die Liebe zu Mareike Fallwickl entstanden. Ja, wir hatten sogar ja auch ein Livestream mit ihr, aber der funktioniert nicht mehr so richtig. Der hakt so nach zehn Minuten. Voll schade auch. Ich weiß noch, wie ist das vorhin in Erinnerung geblieben. Das war ja auch einer der ersten Livestreams, wahrscheinlich der zweite vielleicht nach Deborah Feldman, ich weiß nicht mehr so genau. Da war ich auf jeden Fall auch super aufgeregt und sie war auch super nett. Aber irgendwie, hatte ich glaube ich gesagt, bei irgendeiner Frage, die mir jemand gestellt hatte und die ich nicht so richtig weitergeben konnte, weil ich das Gefühl hatte, ich verstehe das gar nicht so richtig, da ging es um irgendetwas aus der Buchbranche. Und dann meinte ich das so zu ihr. Ich habe immer das Gefühl, ich kenne mich da gar nicht so aus, aber ich Und dann hatte sie so gesagt, was machst du denn hier? Und das ist mir echt voll in Erinnerung. Ich habe das Gefühl, das belastet mich noch heute. Vielleicht muss ich mal mit ihr darüber reden. Wie ermitteln wir die beliebtesten? Nach der Bewertung, glaube ich. Ja, also es gibt einen Reiter auf der Website, da kann man filtern. Erzähl doch mal von den Kackern, die wir hier haben. Ja, also es gibt einen Reiter auf der Website, da kann man filtern. Erzähl doch mal von den Kategorien auf unserer wunderschönen Website. Ist das an? Ja. Also es gibt Kategorien auf der Website unter medecilesen.com, was wir lesen. Und da kann man filtern. Zum Beispiel, wie ich ja die eine Frau beschrieben habe, das sind die meisten, glaube ich. Dann kann man filtern nach dem Ort. Also zum Beispiel nach dem Kontinent oder auch wirklich nach dem Land, in dem es spielt, ob es ein Hörbuch gibt. Jetzt muss ich überlegen, was noch. Die Stimmung kann man filtern, das finde ich sehr spannend. Also zum Beispiel Mysterios ist ein Punkt, da erinnere ich mich gerade daran. Oder auch inspirierend, motivierend und so was. Das finde ich sehr spannend. Ja und dann gibt es Jean, wobei wir meistens Romale lesen. Länge haben wir das auch? Nein, die Länge haben wir kurz, mittelang. Also ich glaube unter 250 oder 300 Seiten über die Schnittstellen muss ich mir besser merken. Ich glaube über 400 oder 500 ist dann Länge. Also auf jeden Fall kann man da so ein bisschen filtern. Das heißt, wenn ihr nicht alle mitgelesen habt und Lust habt einen Buch nachzuholen und irgendwie Lesernspirationen braucht, könnt ihr einfach auf diese Seite gehen und dann zum Beispiel sagen, ja ich würde gerne als Lesen, dass irgendwie so und so lang ist oder dass an diesem Ort spielt, wenn ihr in den Urlaub fahrt und dann könnt ihr auf der Buchseite die Lese runde nachhauen. Das heißt, wir bekommt dann ein Newsetter mit allen Links zu den Leserabschnitten und so weiter und könnt dann quasi Kommentare nachlesen und das ist einfach so ein richtig cooles Feature finde ich, dass man dann so ein bisschen wie dabei sein kann bei einer Lese runde, die eigentlich schon vor drei Jahren war. Ja und es gibt eben den Reiter am besten bewertet und da fallen alle Bücher drunter, die 4,5 Sterne bekommen haben in der Gesamtbewertung. Und das sind tatsächlich nicht als so viele. Wir fragen ja immer beim Fazit ab, wie fandet ihr das? Und dann könnt ihr abstimmen von 1 bis 5 Sternen. Und ich muss sagen, wir sind sehr kritisch. Also ich glaube, von den 68 Büchern sind es tatsächlich, ich weiß nicht, wie viele da liegen, 8 bis 10. Wir sollten eigentlich 10. Und dann haben wir gefragt, dürfen wir auch 12? Wir hatten auf jeden Fall ein paar mehr. mehr. Aber es gibt schon einige und die fand ich auch wirklich sehr gut. Ich habe gerade noch überlegt, was mein Lieblingsbuch war und das war, glaube ich, die Unschärfe der Welt, wo sehr viele andere Meinungen, glaube ich, auch waren teilweise und das war lustig, weil das haben wir noch damals parallel gelesen. Weil die Schmökerrunde war ja nicht immer so, wie sie jetzt war. Ein Zeitlang haben wir in der Schmökerrunde noch einen Buch zusätzlich gelesen zu der eigentlichen Leserunde und da war eben auch die Uncheffe der Welt eins davon und das macht ich sehr gerne, dass bis heute ein Zeraller wissen, wie ich hier gelesen habe und nur dank mir, dass sie lesen entdeckt. Hey, ich dachte du kannte sie ihr Resort schon. Nein, ich glaube, das habe ich tatsächlich jetzt dadurch entdeckt. Ach, ja. Also große Empfehlung. Ja, vor allen Dingen, wir hatten, ich finde das immer noch krass eigentlich, aber gut, irgendwie war ja zu Corona, die Zeit auch so ein bisschen anders, Aber wir haben eigentlich früher immer gesagt, wir lesen einen Buch pro Monat. Und egal, wie lange es ist, gut an der Karenine haben wir eine Ausnahme gemacht. Aber sonst wirklich einen Buch pro Monat und dann haben wir halt dieses eine Buch noch zusätzlich gelesen. Ich habe echt keine Ahnung, wie wir das eigentlich gemacht haben. Jetzt haben wir es ja so ein bisschen aufgelockert. Aber ich liebe es irgendwie auch, dass wir selber unsere Features so ein bisschen feiern. Wir haben so Kategorien auf der Web. Die gibt es ja auch schon nicht lange. Und das coole ist, wir hatten es halt irgendwann mal umgestellt, dass bis heute natürlich ein bisschen verwirrend, weil viele noch im Kopf haben, ein Buch im Monat und so weiter, aber wir wollten eben gerade, dass man sich wohlfühlen kann bei mir jetzt die Lesen und man sich auch die Zeit dafür nehmen kann und so eine neue Routine entwickeln kann, dass man jeden Tag sich so… Wenn man sich 10 bis 15 Minuten entspannte Zeit nimmt, zurücklehnt und das neue Buch mitließt, und das ist wirklich für alle machbar, egal wie gestresst man ist. Ich denke, die 10 bis 15 Minuten findet jeder am Tag. Und deswegen haben wir eben irgendwann überlegt, okay, wir nehmen jetzt den Stress raus. Wir gehen ganz entspannter ran und gestalten jetzt diese Runden so, dass es 10 Seiten am Tag sind, mehr braucht man nicht. Das heißt, selbst wenn man unter der Woche nicht dazu kommt, sind es am Wochenende 35 Seiten pro Tag, in etwa 35 bis 50 Minuten braucht man dafür und ich finde das ist machbar und deswegen haben wir das dann irgendwann mal so umgestellt auch wenn das nicht alle begeistert hat aber ich finde dadurch haben wir einen großen Schritt in diese Richtung gemacht dass Lesen wirklich Selbstfürsorge ist und entspannen und einen runterbringen soll. Danke Lisa. Was war das schönste was du bisher mit bei Dank Mädels, die lesen erlebt hast. Oder kommt direkt was?

Aus dem Publikum
Ja, das war die Lesung mit Melanie Raabe. Grüße gehen raus nach Venedig. Ich habe Melanie Raabe durch Mädels, die lesen als Autorin entdeckt. »Die Kunst des Verschwindens« war schon toll und »Der längste Schlaf«, einfach ein ganz tolles Buch und du hast die Moderation so klasse gemacht. Das war ein ganz toller Abend. Danke. Danke.

Helen
Ich finde es irgendwie so verrückt, weil ich bin halt auch so voll das Fangirl von Melanie Raabe. Aber sie ist wirklich, ich glaube, so mit der netteste Mensch, den man treffen kann. Und die macht es einem so leicht dann auch. Sie war ja auch beim Seriencamp-Festival die Autorin, die ich interviewt habe. Ich war auch da wieder nervös. Auf jeden Fall meinte sie dann: Mach dir echt keinen Kopf. Und irgendwie hat sie mir damit so jegliche Sorgen genommen. Das war echt toll. Ja bei mir war es der Livestream mit Melanie Raabe zu Die Kunst des Verschwindens. Das war online, da hast du die Fragen gestellt – und viele der Malabende, die wir mit Laura gemacht haben, auch, aber ja, also wirklich mehrere Sachen auch. Ja, Grüße gehen raus an Laura. Das ist schon irgendwie auch besonders, weil ich mag gar nicht so extrem gern, aber irgendwie finde es immer super entspannt und durch die Anleitung kommen am Ende ganz gute Bilder heraus. Und den Livestream, auf jeden Fall, den müsste man noch anschauen können. Also ich glaube,… nur diese ganz alten, die funktionieren irgendwie nicht mehr so richtig. Ach so, ja. Bei mir war es auch, was das hat etwas mit der Lesung in Beutern zu tun gehabt. Ich bin letztes Jahr auch es war nur ein Monat, bevor die Lesung dann stark gefahren hat dazugezogen und das war dann so, ich war dann in der Handbeam, hab gesehen, okay, das ist eine Lesung. War vorher noch nie in einer, bin dann kurzzeitig entschlossen, okay, da will ich jetzt hin. Und das war sauschön irgendwie, ich hab mich dann irgendwie so… Willkommen gefühlt, also genau das Samstag. Oh, das freut mich voll. Weil ich hatte vorher so das Gefühl, ich weiß ja gar nicht wirklich, wie man eine Lesung macht und wie so die Erwartungshaltung ist und so. Das war sehr entspannt, ich fand es sehr schön. Das freut mich voll. Magst du kurz deinen Namen sagen? Das haben wir vorher vergessen – danach machen es dann alle.

Aus dem Publikum
Ja, ich bin die Xena. Hi. Hi.

Helen
Das ist richtig schön irgendwie auch. Bei mir ist es richtig schwer, weil ich meine ich habe auch voll gerne diesen Lebkuchenkurs zum Beispiel gemacht. Aber vielleicht tatsächlich das Retreat auf Borkum, da haben wir Sarahs Buch, die mit dem Mikro da gerade steht, gelesen. Das war irgendwie schon besonders. Das war so entspannt und Also hätte ich auf jeden Fall noch mehr Lust drauf, auch so was zu machen. Aber ich finde es so schwer, es waren so viele besondere Sachen. Wollte noch… Ja.

Aus dem Publikum
Hallo, ich bin Tanja. Und mein schönster Moment bisher, bis heute, war die Tea Time in Köln. Weil für mich war das wirklich eine weite Anreise. Aber das war ein ganz wunderschöner Nachmittag. Und da war Saka auch da. Und ich habe auch eine mehrere Lesekreise mittlerweile dank Inspiration von Helen und wir haben dann in einem meiner Lesekreise dem Buch-Plausch-Saras-Buch gelesen und da hat sich der Kreis irgendwie so geschlossen, wir hatten dann auch nochmal Kontakt zu Sarah und das war bisher mein Highlight.

Helen
Das ist ja richtig schön, es wusste ich auch gar nicht. Also, dass du die Buch-Lubst hast, schon aber vor schön. Ja, und das war ganz schön und die Teilnehmerinnen waren auch alle ganz begeistert vom Buch und wir haben dann nochmal mit Sarah geschrieben und haben dann ja auch noch was geschickt am Schluss. Also das war einfach, ja wie gesagt der Kreis schließt sich dann immer so schön. Genau. Frau Schöne, vielleicht sagen wir einmal kurz wie das Buch heißt. »Zwischen den Zeilen passiert das Leben« von Sarah Weber. Es ist wirklich auch echt ein… also ich habe auch doll geweint. Es ist ein sehr schönes, sehr besonderes Buch. Und es war Herr Kohl, weil es auf Borkum spielt und wir auf Borkum waren mit Sarah, die uns dann vorgelesen hat. Es war toll. Möchte die Sarah was dazu sagen? Nachher! Okay.

Aus dem Publikum
Ich bin von kein Tag ohne Lesen. Also Borkum retreat auch wirklich mein Highlight, aber davor, das erste Mal, dass ich davor gehört habe, da waren wir eine Josephine-Baker-Ausstellung. Da habt ihr, du und Sarah, Clara und mir davon erzählt. Und wir fanden es mega. Und ich habe mich dann getraut, die Rutsche an der Bundeskunsthalle runterzurutschen. Das hätte ich ohne Mädels, die lesen. nie gemacht. Das war ein echter Highlight. Wer morgen erst abreist: Im Sommer lohnt es sich, noch mal wiederzukommen.

Helen
Ich fand das so cool und du hattest da echt, glaube ich, ne Schiss vor. Ich fand es richtig toll, weil man im Grunde vom Dach der Bundeskunsthalle runterrutscht. Es klingt jetzt irgendwie krass so, aber also ist auch nicht so krass spektakulär eigentlich, aber es war voll toll. Und dass wir uns da gemeinsam getraut haben, ja, wie Barbara war es auf jeden Fall spektakulär und es war toll, dass du dich getraut hast. Ja, das stimmt. Stimmt, und da haben wir schon mal so ein bisschen gebrainstormt, wie das sein könnte. Verrückt, was wir irgendwie… Ich find's auch so verrückt, wenn wir so sagen, wir sind ein Buchclub und wir waren in der Josephine Baker Ausstellung. Wir waren auf Borkum und so, also irgendwie… Aber es gibt einen roten Faden irgendwo. War schon mal jemand bei der Buchbesprechung dabei? Oh, doch! Eidige. Möchte jemand erzählen, wie das so ist? Oh, lieber nicht. Weil bei der Buchsprechung ist es immer am Anfang auch erst mal so stille Zita. Ja, sonst werde ich dazu anfangen. Also das ist auch eigentlich einer meiner schönsten Momente, weil es wirklich auch mehrere Sachen sind, die mir dann so in den Kopf gekommen sind, als die Frage kam, was euer schönster Hochklubmoment. Und ja, ich glaube, ich weiß gar nicht mehr. Auch bei die Kunst des Verschwindens fand ich den Austausch toll, aber auch weil ich glaube die Farbe von Milch und Einmal haben wir, ich glaube, vorletztes Jahr oder letztes Jahr im Januar über Winter gelesen. Da fand ich den Austausch auch toll. Also ich habe bei mehreren Büchern jetzt schon teilgenommen bei diesem Austausch und eigentlich trage ich mir dann auch immer sobald das online ist, das in den Kalender ein und weil ich ja doch wirklich merke, dass die anderen, weil man dann hunderte Kilometer voneinander entfernt ist und einer sitzt irgendwie 600 Kilometer entfernt und Bayern, der andere oben in Hamburg und man selber ja so in der Mitte in NRW. Aber dann ist so einfach diese Leidenschaft für Bücher halt so groß oder da hat sich jemand genauso viel Gedanken gemacht oder ein Detail dann irgendwie gesehen, was wenn ich jetzt mit meiner Schwester oder einer Freundin, also dann dieses Detail hätte dann sonst keiner gesehen. Aber dann bei dieser Zoom-Konferenz da hat dann noch jemand sich überlegt, hat denn die Autorin das nicht aufgelöst oder so. Und das ist echt dann schon echt witzig und das ist auch schon ja auch einer meiner schönsten Momente, wenn man dann so diese Leidenschaft einfach rüberkommt oder man dann noch sagt ja und dann habe ich mal Bücher in die Kamera gehalten, dann wenn ihr euch für das Thema interessiert irgendwie was weiß ich, schwarze Autorinnen in Deutschland, dann habe ich noch das mal gelesen oder das und so und dann ja einfach wenn diese Leidenschaft so rüber kommt. Ja das stimmt, ich finde es irgendwie auch immer cool, weil wir eigentlich immer von überall so dazu geschaltet sind. Ich glaube, mir ist da besonders je Solo in Erinnerung geblieben. Ich weiß nicht, ob da jemand aus dem Saal dabei war, weil mich das Buch total mitgenommen hat und ich finde es so krass. Teilweise ist das dann so, dass wir super persönliche, super intime Sachen austauschen und man so das Gefühl hat, okay, das verlässt aber auch nicht in den Raum. Für mich war das auf jeden Fall so ein Abend, wo ich viel auch über meine Ängste, auch irgendwie auch mein Leben gesprochen habe, wo ich das Gefühl hatte, ich hätte genau so ein Leben führen können wie die. Ich weiß nicht, ob wir sonst einmal dazu übergehen sollen, dass ihr Fragen stellt, weil ihr in der Erwartungshaltung besitzt. Hat irgendwer eine Frage? Zum Beispiel auch ans Team, weil das jetzt die perfekte Gelegenheit dafür oder an irgendjemanden sonst im Raum hat irgendwer gesehen und möchte dieser Person eine Frage stellen.

Aus dem Publikum
Hallo, ich bin Anja. Ich habe mich gerade gefragt, wo ihr über die Bücher gesprochen habt, die am besten bewertet waren. Ich glaube, Elisabeth hat gesagt, es wären vier Stück oder so. Welche Bücher das genau sind, das würde mich mal interessieren.

Helen
Elisabeth guckt kurz nach und kriegt in der Zeit ein Mikro. Also, es sind acht Stück. Es ist Melanie Raabe, »Die Kunst des Verschwindens«. Oh Gott, Tomasz Jedrowski, glaube ich. »Im Wasser sind wir schwerelos«. Sehr underrated, ein sehr cooles Buch. Lana Lux, »Kukolka« darüber haben wir gestern Abend auch gesprochen. Eine große Empfehlung, aber nur wenn man wirklich gerade in der Verfassung dafür ist. Anika Landsteiner, »So wie du mich kennst«. Christian Dittloff, »Niemehrzeit«. Das haben wir damals, glaube ich, nur in der alten Schmökerrunde gelesen. Kiley Reid, »Such a Fun Age«. Pierre Jarawan, »Am Ende bleiben die Zedern« am Ende bleiben die Zedern und Ronya Othmann die Sommer und alle acht findet ihr auch auf jeden Fall da auf dem Büchertisch. Ich meine aber, am Ende hatten wir mehr als zehn dabei. Wir haben das ein bisschen aufgeweicht – das aktuelle Buch liegt auf jeden Fall da. Es liegt hier auch noch Deborah Feldman, »Unorthodox«, hattest du es gerade genannt? Ne genau. Dann liegt hier noch »Niemehrzeit«. Und »Unerhörte Stimmen«. Die sind übrigens alle mit Aufklebern markiert. Und »Gewässer im Ziplock« von Dana Vowinckel. Ah ja, genau. Bei »Niemehrzeit«, das weiß ich, das war so ein Livestream, da habe ich fast angefangen heulen, weil er, glaube ich, vorgelesen oder etwas erzählt hat. Da habe ich kurz gedacht, okay das muss ich jetzt hier abbrechen. Es geht ja auch um Trauer und Trauer ist auch so was, was mich viel beschäftigt, woüber ich auch in den Buchbesprechungen zum Teil spreche, weil ich meinen Vater ziemlich früh verloren habe und er also er spricht in dem Buch darüber, dass er seine beiden Elternteile verloren hat und arbeitet das in dem Buch auf und ich glaube er hat entweder vorgelesen oder irgendwas erzählt. Ich dachte, okay, ich kann jetzt nicht mehr. Es war irgendwie echt ein bisschen heftig. Aber dadurch halt irgendwie auch ein krass besonderer Livestream. Ja, also und ich glaube, den Livestream kann man sich auch noch anschauen. Also das war so, glaube ich, der, der mich am meisten mitgenommen hat auch. Und ich dachte: Ich bin jetzt richtig live und weiß nicht, ob ich die Fassung bewahren kann. Genau, wir waren bei euren Fragen.

Aus dem Publikum
Koraline aus Köln. Hallo. Ich komme ursprünglich aus Frankreich, aber heute bin ich nicht von da angereist. Meine Frage ist: Wie ist es für euch und für dich, wenn ihr ein Buch nicht mögt? Oh, das könnten wir auch richtig gut im Publikum beantworten.

Helen
Ich hatte tatsächlich glaube ich erst einmal, dass ich ein Buch gar nicht mochte. In allen Jahren, das ist auch schon ziemlich lange her. Da habe ich richtig gestruggelt, bin dann aufs Hörbuch umgestiegen und fand es auf einmal toll. Also es war wirklich das einzige Mal, wo ich einfach gar nicht damit warm geworden bin. Ich habe es dann glaube ich trotzdem halt irgendwie als Hörbuch oder so beendet und das dann auch in der Buchbesprechung gesagt. Also, weil ehrlich gesagt finde ich das viel spannender, wenn nicht alle das Buch mögen. Aber würde ich mal an euch zurückgeben. Was ist, wenn ihr das Buch nicht mögt? Was macht ihr dann?

Aus dem Publikum
Genau, ich bin Xena aus Bonn jetzt. Genau, bei mir kommt es darauf an, dass ich lese auch sehr viel nicht fiktives. Bei dem lese ich es auf jeden Fall, auch wenn ich es nicht mag. Weil ich finde es immer sehr interessant, verschiedene Perspektiven zu sehen. Geht es aber um einen Roman, also um etwas Fiktives? Ich verschenke das dann gerne an andere Leute, weil ich mir denke, okay, ich habe es jetzt gekauft. So, und dann… Leute in meinem Umfeld, so okay. Und verschenke ich es auch gerne. Ich finde es schade, wenn man es sich gekauft hat – dann gebe ich es einfach weiter.

Helen
Voll. Und ich finde halt auch immer, es ist ja so ein bisschen die Frage, ist es vielleicht einfach gerade für dich der falsche Zeitpunkt. Das kann ja einfach jemand anderen dann mega gut gefallen. Das Buch, das ich nicht mochte – ich sage nicht so gerne, welches das ist –, das mochten echt viele. Also das liegt dann nicht am Buch, das passt dann einfach nicht so. Es tut mir dann so leid für die Autorin. Ich überlege auch gerade, Es war »Die Erfindung der Sprache« von Anja Baumheier. Damit bin ich nicht warm geworden. Aber wir haben ihr noch Fragen per E-Mail gestellt, und ich finde sie eine ganz tolle Autorin. Das Buch war nur nicht so meins. Irgendwer hatte sich, glaube ich, gerade noch gemeldet.

Aus dem Publikum
So, hi, erstmal, ich bin Kim. Und bei mir ist das tatsächlich so, wenn ich das Gefühl habe, mir gefällt ein Buch nicht. erst mal oder pausee ich das. Ich lese auch viele Bücher gleichzeitig, das ist dann nicht so schlimm, weil ich oft auch einfach ein Stimmungsleser bin. Wenn ich aber merke, das Buch mag ich nicht, beende ich es trotzdem, egal wie lange es mich kostet, weil ich irgendwie da so einen inneren Trotz habe und sagen muss, boah nee, ich muss, wenn ich da jetzt eine negative Meinung zu abgeben kann oder dann sage ich mal eine fundierte Meinung abgeben möchte, dann muss ich es auch zu Ende gelesen haben, weil es sonst ja Halbwissen ist und dann Ich muss es einfach beenden.

Helen
Also ich bin auch nicht so gut da drin abzubrechen, aber ich unterbreche ganz oft so auf, unbestimmte Zeit und irgendwann kann ich mich dann besser davon trennen. Aber das würde mich jetzt mal interessieren, weil ich habe ganz oft, dass ich wegen solchen Büchern, wo ich denke, ich sollte die weiterlesen, dann in so eine Lese flaute gerate. Hast du das dann auch? Ich habe da gar keine Lust mehr zu lesen. Und dann denke ich immer so dann lieber unterbrechen. Ja, Mikro kommt zurück. Ja, das kommt so ein bisschen drauf an, ob ich gerade Bücher währenddessen noch lese. Ich hatte auf jeden Fall dann auch Lese-Flauten eher, dann, die kommen auch manchmal ganz spontan, auch wenn mir ein Buch gefällt, dann kann das schon mal passieren, aber ich stresse mich da gar nicht so mit. Dann habe ich meistens in meinem Regal irgendwie Bücher, die ich noch… wenn ich gelesen habe, wo ich weiß, das sind so ja, einfach ein bisschen ein Pallet-Klänzer quasi, wo ich weiß, da kann ich wieder reinkommen und dann ziehe ich das durch. Voll krass. Ich ziehe du den Hut. Aber du liest die dann auch… Sorry, das Mikro noch nicht weggeben. Nein, alles gut. Ach so, ja, oh, da magst du nach vorne kommen. Elisarinn hat viel dran. Du sitzt auch ein bisschen eingekallt, aber kann man… Das ist hier ein bisschen… Wäre diese Kinderbestulung eigentlich zuviel? Ich will auch gar nicht, dass jetzt eigentlich so aufstehen und damit sie mich durchlassen. Ich verstehe. Ja, jetzt bin ich auch durcheinander gekommen. Was wollte ich noch aufmerken? Ob du das dann fängst du schon neues an währenddessen, weil ich brauche das dann, um mich wieder zu motivieren. Oder liehst du das wirklich erst zu Ende, so monatelang und dann… Nee, also ich lese das dann nicht monatelang zu Ende. Ich habe dann wirklich, dass ich währenddessen dann nochmal ein neues starte und ich habe es aber, ich nehme es mir dann vor, dass ich zumindest ein Buch, ich weiß nicht, ich bin da vielleicht auch ein bisschen speziell, aber wenn ich ein neues Buch starte, das kann ich dann beenden, wenn mir das gefällt. Dann muss ich aber dann danach das Buch lesen, was ich unterbrochen habe. Weil dann… Also es ist echt streng mit dir. Ja, ich weiß. Ich weiß. Aber wenn man so viele Bücher kauft, dann muss man das irgendwie begründen können…. den zwei verschiedenen Hobbys. Ja, das stimmt. Das stimmt. Das ist wirklich so. Krass. Danke dir. Also ich ziehe echt den Hut. Oh ja, das ist doch praktisch. Ja, wir sind Freunde. Deswegen Laura aus Bonn tatsächlich. Ich habe dann auch tatsächlich diese Lesen flauten, wenn ich irgendwie ein Buch habe, was mir gar nicht gefällt, was ich aber jetzt vor Weihnachten gemacht habe. Schön die Wohnung dekoriert etc. Und dann habe ich mir einfach mal meine ganzen Bücher, die ich noch nicht gelesen habe… oder wo ich wirklich keine Lust drauf hatte, rausgesucht, mit den Abendzeit genommen, die alle in Geschenkpapier eingepackt. Und die liegen jetzt auch noch unter dem Baum. Ich habe die Weihnachtszige noch stehen. Aber ich habe tatsächlich einfach blind jetzt diese Bücher gezogen, weil ich mir so dachte, du musst diesen Stapel abbauen. Und zwingen mich dann auch, falls jetzt mal ein Buch dabei ist, was ich nicht so toll fand damals. Ich werde jetzt einfach lesen und habe mir das Ziegelsetz bei fünf gelesenen Büchern. Darf ich mir ein neues kaufen? Das wird heute wahrscheinlich nicht klappen, aber gut. Heute ist Cheat Day. Das klingt streng – nicht ganz nach Selbstfürsorge, muss ich gestehen. Ja, das ist deine Selbstsorge. Okay. Dann beantwort ich die Frage auch. Also mir geht es Ende wie Kim. Wenn ihr ein Buch mir nicht gefällt, muss ich es zu Ende lesen, damit ich auch sagen kann oder eventuell selber wenn ich darüber was schreibe, sagen kann, warum ich es scheiße fand. Und die liebe Karina, die mir hier Mädels, die lesen näher beigebracht hat, die Ich habe mir mal ein Buch auch geliehen. Ich wusste, ich habe es geliebt und ich habe so gekämpft. Welches war das? Das war nicht von der Runde. Sophie Passmann. »Pick me Girls«. Es hat mich so getriggert. Ich schicke Karina dann stundenlange Sprachnachrichten, was alles an dem Buch nicht stimmt. Und dann gucke ich bei Goodreads, ob andere es genauso sehen – und schicke Karina die Auszüge, die meine Meinung belegen. Aber inzwischen brich ich auch ab, wenn ich merke, ein paar Seiten. Aber wenn man wie bei Mädels, die lesen. in so einem Prozess ist, dann lese ich es zu Ende. Wie findet Karina das? Ich finde das total interessant, auch wenn wir da die andere Meinung waren. war. Ich habe es in drei Tagen weggelesen und fand alles super spannend. Ich glaube, du hast es auf dich selbst bezogen. Und ich habe das einfach nur so gelesen und ich glaube, was dich an dem Buch gestört hat, war, dass es halb Sachbuch und halb biografisch geschrieben ist und die Ebenen manchmal verschwimmen und mich hat das überhaupt nicht gestört. Mir erschließt sich dadurch auch mehr, warum manche zögern einzusteigen, wenn sie das Gefühl haben, sie müssten durchziehen. Von unserer Seite besteht überhaupt kein Zwang.

Aus dem Publikum
Hallo, ich bin die Alex aus Köln und witzigerweise hatte ich früher auch die Einstellung, dass ich alle Bücher bis zum Ende lesen muss, um einfach zu wissen, was der Autor mir mitteilen möchte. Und dann habe ich deinen Podcast mit der Lektorin gehört – Julia, glaube ich. Sie hat gesagt, dass sie jedem Buch 30 Seiten gibt, um sie zu catchen. Und wenn nicht, dann legt sie es weg – es gibt so viele Bücher auf der Welt und die Zeit ist zu schade. Ich habe meine Grenze auf 100 Seiten hochgeschraubt. Und wenn in 100 Seiten nichts passiert, was mich dazu bringt, das Buch weiterzulesen, dann tut es mir leid, dann kommt es weg. Ja. Ja.

Helen
Ich denke so oft an Julia, wenn ich irgendwie gerade wieder so ein Buch lese, wo ich denke, oh, oh, oh, oh, und dann denke ich so, Julia würde jetzt wahrscheinlich raten, dass ich es abbreche. Aber ich finde es immer noch schwer. Und jetzt gehen direkt ganz viele Hände hoch – offenbar das richtige Thema für uns. Ich wollte nur ganz kurz was sagen, ich war ja auch schon vorne. Mit den 30 Seiten, ich habe es bei 50 Seiten, weil jemand bei Instagram mal gesagt hat, sie liest immer 50 Seiten von einem Buch und entscheidet es dann und seitdem mache ich das auch so. Ich hatte dazu mal eine Diskussion, und jemand hat mir geschrieben: Aber wie ist das mit unterschiedlich langen Büchern? Weil es gibt ja Bücher, die haben nur so 200 Seiten. Eigentlich müsste man das dann ein prozentual berechnen. Aber ich belasse es einfach bei den 50 Seiten. Aber ich würde auch total interessieren, ob jemand schon mal ein Buch von Mädels, die lesen abgebrochen hat und wenn ja warum. Und warum die dann eigentlich nie bei der Buchbesprechung sind. Also wer hat ein Buch von Mädels, die lesen schon mal abgebrochen? Das sind gar nicht so viele. Aber habt ihr schon mal einen mitgelesen? Machen wir das für euch zuerst. Wer hat schon mal ein Buch von Mädels, die lesen mitgelesen? Ja okay, also gut. Und davon abgebrochen? Das sind echt nicht viele – ihr zieht es einfach durch. Ihr müsst das aber nicht. War damit deine Frage beantwortet? Du kannst weiterrufen.

Aus dem Publikum
Also ich bin Christine und ich fang dann einfach die Bücher gar nicht erst an. Also da müssen wir irgendwie ran, denke ich. Und wonach beurteilst du das? Ich gehe nach dem Klappentext, den ihr ja eine Zeit lang immer auch gezeigt habt. Und wenn es dann vielleicht manchmal auch nicht das Buch ist, was ausgewählt wurde, sondern ich hätte gern ein anderes gelesen, lese ich meistens das. Oder ich lese dann zumindest den iBooks-Auszug, so drei Seiten, und dann ist relativ schnell klar, wie es kommt. Aber dass ich eins anfange und dann nicht durchziehe, das passiert halt auch nicht.

Helen
Wer macht das noch so? Nicht anfangen, weil ihr denkt, das könnte was nichts für euch sein. Ich bin ja immer eher so, ich denk so, kommen wir geben dem ganzen eine Chance. Aber es gab auch schon Bücher, wo ich jetzt in der Auswahl gar keinen Favoriten hatte und gedacht habe, na ja. Und dann habe ich es aber angefangen und habe es gerne gelesen und habe dann über den Tellerrand gelesen. Also das gibt es definitiv auch und sogar mehr, als dass ich das Buch nicht anfangen. Ja, weil bei mir ist gewinnt was wie mein Favorit. Und ich bin ganz oft positiv überrascht. Machen wir dazu noch mal eine Abstimmung. Also wer hat schon mal ein Buch gelesen, wo sie anfangs dachte, ah, ne. Und dann war es doch ganz gut. Auch so ein Drittel, würde ich sagen. Okay, jetzt habe ich den Überblick verloren. Ja, ich könnte jetzt noch zu den ganzen Themen irgendwie was sagen. Ich bin so ein bisschen bei Christine und bei Elisabeth dabei. Ich muss das Buch auch von Anfang an eigentlich überzeugen. Wenn ich durch einen Buchladen laufe, bin ich eine klassische Cover-Guckerin. also das sieht schön aus, das kann ich mal gucken was draufsteht. Aber auch wenn mich das Buch nicht von Anfang an vom Cover oder vom Klappentext oder manchmal steht ja noch so ein Auszug drin am Anfang, wenn mich das nicht überzeugt, dann ist es sehr schwer, dass ich das Buch tatsächlich anfange. Und bei der Buchauswahl bin ich dann oft so: Ah nee, dann setze ich aus. Mir fällt es wirklich dann schwer dem Buch eine Chance zu geben und ich bin dann auch so, dass ich so um die 50 Seiten etwa lese und wenn es mich dann nicht überzeugt, dann denke ich, nee, also dann kann ich lieber was anderes lesen. Das muss dann jetzt nicht sein. Manchmal gebe ich den Bücher dann ein paar Jahre später noch mal eine Chance, weil so wie du vorhin mal gesagt hast, Helen, dass es einfach noch nicht die Zeit war. Das hatte ich richtig oft schon, dass ich auch Bücher zu Hause stehen habe, die ich gekauft habe, weil sie mich irgendwie angesprochen haben. Aber dann hat es nicht gepasst, dass ich sie gerade angefangen habe zu lesen. Oder auch Bücher, die ich, das Lieblingsbuch von meinem Mann, habe ich glaube ich drei, vier mal angefangen bisher. Und es hat einfach nie gepasst, dass ich es weiter gelesen habe. Ich mag es einfach nicht. Ne, das war ja nicht das Problem, aber irgendwie bin ich nicht in die Geschichte reingekommen. Jetzt bin ich weiter als bisher. Ich lese es nämlich gerade schon wieder. Und ich merke, dass ich jetzt langsam da drin bin. Also wenn mich ein Buch nicht von Anfang an überzeugt, kriegt es vielleicht ein paar Jahre später noch mal eine Chance. Wenn es dann nicht der Fall ist, dann lasse ich es und denke, ich nehme meine Zeit lieber und des, was mich überzeugen kann. Ich gebe also nicht jedem Buch eine Chance – es gibt ja auch sehr viele. Ein Fantasiebuch. Welches Buch? »Silbermantel«. Das was… das… Guy Gavriel Kay Ich glaube, das kennt fast niemand, aber das ist das Lieblingsbuch von meiner. Bei Romanen muss man mich gar nicht groß überzeugen, weil sie oft kritische oder schwierige Themen behandeln, die dann super spannend sind. Und auch bei allem, was ich mitgelesen habe, habe ich immer was mitgenommen, aber dann tendiere ich dann oft dazu, lieber was Einfaches zu lesen. Also es ist so ein bisschen schwierig bei mir die Mischung zu finden. Und dann denke ich: Momentan habe ich keine Lust darauf – diesmal nicht. Ja. Ich weiß, dass heute auch Autorinnen im Raum sind. Sarah, setzt sich das unter Druck mit diesen ersten 50 Seiten, die sitzen müssen? Überhaupt nicht. Ja, doch natürlich. Vor allem, weil es ja doch oftmals so ist, dass eine Geschichte sich dann erst vielleicht danach nach diesen 50 Seiten etwas entwickelt. Aber da ich ja selbst auch viel Leserin bin, kannst du total nachvollziehen. Ich würde auch sagen, bei mir sind es auch so zwischen 30 und 50. Wenn es dann nicht irgendwann einen Klick macht und man drin ist, dann ist es leider manchmal nicht das Buch zu der Zeit. Und könnt ihr die weggeben? Weil ich finde es immer noch schwer. Ich habe jetzt die Tage, mein Nachtisch sortiert. Ich habe eigentlich so ein Fach, wo die Bücher reinkommen. Und das war voll und auf dem Nachtisch stürmte es sich schon. Und dann dachte ich so, das war so gar nicht gedacht. So viele sollten das nicht sein. Dann habe ich mal aussortiert, aber ich finde es voll schwer. Vielleicht hat da noch jemand Tipps für mich. Ah, ja, sorry. Du meinst eben schon.

Aus dem Publikum
Hi, ich bin Dominik. Ich bin der Ehemann von Elisa. Ich hoffe, ich ziehe mir jetzt nicht den Zorn von 150 Leuten irgendwie zu. Ich habe das früher auch so gemacht. Ich habe tatsächlich Bücher auch durchgezogen, auch wenn mich fürchte, dass ich darüber geärgert habe, weil das Buchteile so granantendämlich war. Hab dann wirklich auch teilweise wirklich vernichtende Kritiken auf unserem Buchblock veröffentlicht. Dann hab ich mir irgendwann gedacht, es ist mir zu toxisch. Ich glaub, einmal ist es sogar so weit gegangen, dass ich das Buch so antifeministisch fand. Es war irgendwie so ein historischer Roman. Ich hab den, glaub ich, sogar verbrannt. Weil ich den so ärgerlich fand. Also schon… Die paar klatsche Beruhigen, nicht? Danke. Und dann hab ich das jetzt tatsächlich auch eingeführt, dass ich wirklich nur noch sage, Ungefähr die Schwelle ist so 50 bis 80 Seiten, wenn dann ein Buch mich irgendwie nicht catcht, dann leg ich tatsächlich weg oder… Ja, wir verschenken es, ne? Also so spart man sich übrigens auch Geld zu Weihnachten. Bücher, die man nicht unbedingt braucht. Auf dem Dachboden aufheben und dann verschenken. Ja, das mochte ich nicht. Viel Spaß.

Helen
Weiß ich, wenn ich von euch ein Buch bekomme, ne? Ich melde mich. Meine Nachbarin.

Aus dem Publikum
Ja, hallo, ich bin Jackie. Und dazu fällt mir gerade ein, dass… Also Helen hat mir von, ich weiß gar nicht, von ein paar Jahren von dem Buchclub erzählt. Ich glaube, da war sie noch nicht so groß. Und da hast du mir immer Bücher runtergebracht, die ihr gelesen hat. Ich würde gesagt, ich glaube, die würden dir voll gut gefallen. Und dann lagen die bei dir. Und dann lagen die bei, und ich habe die auch alle gelesen und die fand die wirklich alle gut. Also das war quasi so Empfehlung von dir. Du hast gesagt, die sind nicht alle, sind nicht alles so meine Favorite Books, aber die, ich hab ein paar, die sind richtig gut. Und die hab ich dann auch so gesuchtet. Ich weiß nicht, irgendwie hab ich, glaub ich, so ein kleines Problem damit. Irgendwas, oder ich mag das gerne, wenn mir jemand was empfiehlt. Also, wenn mir jemand sagt, das ist echt gut, hat bis jetzt auch immer gut funktioniert. Und dann ging das irgendwie so eine Weile, so dass du mir immer die Bücher gegeben hast und ich gar nicht so live mitgelesen hab. Aber ja, mittlerweile ist das lustig, weil teilweise lese ich die Bücher immer noch nach. Also wenn ihr Bücher lest und ich gucke mir das dann auf Instagram an, ich bin eher so die stille Mitleserin. Du warst es dann auch wie es empfiehlt. Ja. Genau, ich warte dann, ob ihr da zu gute Sachen sagt und dann lese ich das nach. Aber ich habe mir jetzt vorgenommen dieses Jahr auf jeden Fall sehr viel mehr zu den Zeitpunkt noch mitzulesen. Aber ich… Ja, ich muss mich das mal trauen. So ein bisschen auch was, was mich im Anfang nicht so catcht. Vielleicht doch mal zu lesen. Es ist mir letztens erst aufgefallen, weil ich war hier im Kino in der Sneak. Und dann dachte ich so, als dann der Filmtitel irgendwie kam, oh Scheiße, das wird richtig langweilig. Aber der Film war so gut. Also der war richtig gut. Und da hab ich gesagt, nee, ich muss mich das mal trauen. Vielleicht doch mal was mitzulesen, wo ich im Anfang denke. Ja, ich weiß nicht.

Helen
Ich kann das wirklich eigentlich nur empfehlen, weil ich habe das sehr häufig. Sehr häufig denke ich, ah Mist, das war jetzt nicht so. Das wollte ich eigentlich nicht lesen. Und dann sind die doch immer eigentlich. Also wirklich eigentlich echt immer, ich mag eigentlich immer alle, bis auf die Seite. Ja und ich fand das gerade auch interessant, dass hier so ein paar gesagt haben, die haben so, weil sie nicht nach 50 Seiten, nach 100 Seiten oder so, weil eigentlich versuche ich das auch immer so durchzulesen, wenn ich dann was hab, aber ich konnte grad, aber ich weiß grad ihren Namen nicht, aber die Fantasy Bücher von ihrem Mann. Ja, genau, vier. Das hab ich nicht auch. Also mein Freund liebt Fantasy und der hat mir auch schon ein paar Sachen gegeben und irgendwie, ich werd damit einfach nicht warm und die musste ich tatsächlich auch abbrechen. Ja, also ich kann nicht fühlen. Das ist unsere stille Hauspost. Hab ich irgendwie schon länger nicht mehr gemacht, aber es liegt nicht darin, dass mir kein Buch gefallen hat, aber irgendwie war ich mir gar nicht so sicher, ob Du, dass du das noch so möchtest oder ob ich dir das so aufdränge irgendwie. Dann bricht demnächst nochmal ein Paket runter. Ich gucke mal ganz unauffällig auf die Uhr. Es ist nämlich nicht mehr so lange. Deswegen vielleicht, wenn noch jemand Fragen hat, machen wir es jetzt und dann sage ich euch, wie es weitergeht. Ich habe eine Frage, die mich unglaublich interessiert. Ein bisschen kontrovers, glaube ich, in Bücher-Communities. Mich würde interessieren, wie viele tatsächlich ihren Buchrücken brechen und wie viele nicht. Das gilt dann hauptsächlich bei Taschenbüchern? Natürlich, bei Taschenbüchern. Ich hoffe nicht bei gebundenen Ausgaben. Ich glaube, da ist ein… Ich habe mich gerade kurz gefragt, geht das dann auch? Ja, weiß ich nicht. Manchmal kommen verliehene Bücher ja in bestimmten Zuständen wieder – aber das lasse ich inzwischen sein. Aber ja, das würde mich unglaublich interessieren, weil man da manchmal so Diskussion hat, ob man Eselsohren oder Knicke in die Seiten macht, statt ein Lesezeichen zu benutzen. Und mich würde es jetzt echt für viele, also interessieren, wie viele Leute brechen ihren Buchrücken. Da tut sich schon was im Publikum. Handzeichen also: Wer knickt so doll, dass es nachher noch sichtbar ist? Ich auch, tatsächlich. Also nicht mal die Hälfte würde ich jetzt sagen. Aber ich finde, sonst kann man es doch gar nicht richtig lesen. Okay, da ist eine Meinung direkt daneben dazu, glaube ich. Die Diskussion hatten wir beide tatsächlich schon öfter. Also tatsächlich bei so teueren Büchern oder jetzt zum Beispiel, ich weiß nicht, einige »Fourth Wing« und »Iron Flame« verfolgen. Da kommt jetzt der dritte Teil – die sollen wirklich schön im Schrank stehen. Ich habe auch eine Reihe, die habe ich mir damals zu einem besonderen Anlass gegönnt. Die habe ich immer noch nicht angefasst, das ist jetzt schon vier Jahre her. Aber ich denke mir halt so ein Buch, ich lese das. Das nutze ich und dann darf es auch mal so aussehen, als hätte ich es wirklich genutzt. Ich habe auch eins, also das, was ich momentan lese, da habe ich auch ein bisschen Angst, wenn sie gleich zu mir nach Hause kommt. Das sieht halt, das sieht halt auch aus wie einmal durch, sonst was, aber ich kann ja nicht jedes Buch immer in einen Umschlag packen und dann wirklich eine extra Tasche mit mir rum schleppen, wenn ich jetzt auf längeren Reisen bin und auf der Arbeit, dann nehme ich mir das aus der Tasche, Lest das in der Pause und schmeißt es wieder in die Tasche rein. Also ich habe das Gefühl, ich habe… Also ich habe mir von doch das Gefehl… Man hat schon… Meine Schwester hat die Näht ganz gerne. Und ich habe mir von ein paar Jahren von ihr zu Weihnachten habe ich mir gewünscht, dass sie mir so kleine Taschen näht, wo ich dann so ein Buch rein tun könnte. Dann hat sie mir einmal ein dickeres Buch gelehnt, einmal ein für ein dünteres Buch. Und wenn ich ein Buch mit unterwegs dabei habe, kommt das immer an diese Tasche rein. Um ist so ein Knopf dran. Weil ich mir mich das ganz oft gehabt habe, Und gerade im Urlaub, wenn man am Strand geht, dann sehen sie Bücher nach dem Urlaub so richtig scheiß aus. Und ich mag das irgendwie nicht. Also ich gehe immer ganz sorgsamer. Und bei mir gibt es auch keine Leserillen nach Möglichkeit. Also manchmal kann man es nicht vermeiden, aber ich versuche immer, dass das nicht passiert. Also, ja. Also da gibt es so viele Handmeldungen. Jetzt irgendwie scheint das das richtige Thema für heute zu sein. Ich glaube, man muss auch unterscheiden zwischen Bücher-Leserinnen und auch Büchersammlerinnen. Weil ich glaube, den Sammlerinnen ist es mega wichtig, dass die Bücher super schön aussehen. Und bei mir, ich unterscheide da zwischen die Bücher, die ich auf jeden Fall behalten will und die dürfen geknickt sein, weil die stehen ja nur bei mir. Und wenn ich Bücher lesen will und ich gar nicht weiß, ob ich die behalten will, dann gehe ich erst in die Bibliothek und guck mal. Und wenn es gar nicht anders geht, dann kaufe ich mir das. Und weil ich weiß, dass das anderen so wichtig ist, lese ich die dann ganz vorsichtig und verkaufe die dann, damit die dann ganz gut aussehen. Aber die Bücher, die bei mir bleiben, die dürfen gelesen aussehen. Das ist irgendwie witzig eigentlich. Hätte ich fast gedacht, vielleicht eher anderswo oder so. Aber sehr fürsorglich auch. Ich habe das Mikrofon gegriffen, habe mich gerade nicht getraut. Aber die Stimme ist hier. Hallo, ich bin Elina. Und ich habe gerade schon mit meinen Begleiterinnen darüber diskutiert. Und ich muss sagen, ich hatte einen Buch mit im Urlaub. Aufsandie war das da richtig schlimm danach aus. aber nur da war es mir tatsächlich einmal egal gewesen, weil ich mir die Special Edition von der Bücherwüchse gekauft habe. Und sonst lese ich jetzt zwischen alles dann sonst auf dem Kindle, weil mir das einfach das Herz bricht, wenn da irgendwie Lesereln drin sind, weil es muss für mich auch schön sein. Es muss gelesen werden, aber es muss irgendwie halt auch ästhetisch Ich wünsche euch einen schönen Tag. Bei mir muss es im Bücherregal perfekt aussehen. Und ich musste tatsächlich meine Mutter auch rügen, weil sie nämlich eine Reihe zurückgegeben hat an mich. Und da waren Leserillen drin – dann durfte sie die behalten, und ich musste sie mir neu kaufen. Ich lese die meistens über Kindle Unlimited und lasse die gedruckten unberührt im Schrank stehen. Nein, ich kauf die, die Kindle Unlimited bietet ganz viele kostenlose an für 9,95 Euro im Monat. Aber du hast die eigentlich auch im Regal? Ja, ich habe sie auch im Regal stehen, wegen des Gefühls. Ich habe aber ganz viele so gebrauchte Bücher, die ich kaufe. Und da genieße ich es auch, wenn die schon Leserillen haben. Und dann knicke ich die auch. Ja, da freue ich mich richtig drauf, wenn die schon so gebraucht sind. Weil nicht ich das gemacht habe – sie sehen ja schon so aus. Dann ist das in Ordnung. Ich hätte niemals vermutet, dass das hier so ein Thema ist. Ich weiß nicht, ob wir alle Meldungen noch schaffen – aber du hast ja schon das Mikro.

Aus dem Publikum
Hi, ich bin die Steffi. Bei mir ist das heute Premiere, dass ich bei euch war. Wir haben euch durch Zufall über Thalia Bonn entdeckt. Vor ein paar Monaten habe ich das bei Instagram entdeckt. Ich habe mit meiner besten Freundin und einer anderen Freundin eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe, wo wir uns auch über Bücher austauschen und wir haben halt auch eine tolino-Familie, wo wir uns dann E-Books immer dann gegenseitig teilen und dann gemeinsam darüber sprechen. Ja, also ich habe aber auch, ich lese beides E-Books und Und die gedruckten dürfen bei mir gebraucht aussehen. Weil ich so häufig lese, sei es jetzt auf dem Weg zur Arbeit oder zu Hause oder im Bett. Und wenn ich schon halb in Schlafposition bin, dann knicke ich die Bücher auch. Mir macht es aber auch nichts aus, gebrauchte Bücher zu kaufen, die dann auch wirklich schon aussehen, als wären sie gelesen worden. Weil mir geht es einfach nur um den Text. Die einzige Ausnahme sind Bücher mit Farbschnitt, da habe ich mich anstecken lassen. Da bin ich ein bisschen vorsichtiger, weil die nachher auch noch so schön aussehen. Oder Bücher von der Lieblingsautorin.

Helen
Ihr müsstet so ein bisschen zum Teil sehen, was bei mir auf dem Nachtisch legt. Ich habe jetzt in letzter Zeit Manchmal habe ich Bücher in der günstigsten gebrauchten Ausgabe gekauft. Und eins war auf den ersten 30 Seiten echt jede Zeile unterstrichen. Das war auch ein bisschen schwer zu lesen, weil auch immer noch Notizen daneben waren. Ich habe am Anfang immer noch die Notizen mitgelesen. Das habe ich aber auch sehr durcheinandergebracht. Also das finde ich dann auch ein bisschen krass. Und ich denke auch so ein bisschen so, warum gibt man das auch noch weiter. Und eins war komplett zerlesen. Ich denke irgendwie immer, es geht um Inhalt, aber ich hatte das schon in der engen Freundes-Story geteilt und ich habe schon mitbekommen, dass das nicht alle so sehen. Also da habe ich schon einige Rückmeldungen zu bekommen. Aber ich würde fast vorschlagen, dass das eher was ist, was wir jetzt unter uns nochmal klären. Ich finde es richtig verrückt, was das für ein Thema ist. Hätte ich nicht gedacht – vielleicht müssen wir dazu mal eine eigene Podcastfolge machen. Vielleicht jetzt mal ganz kurz nochmal, wie es jetzt weitergeht. Ich würde sagen, wir beenden das hier. Bei der Buchbesprechung mache ich das auch so: Wenn jemandem noch etwas ganz doll unter den Nägeln brennt, klären wir das noch. Aber manchmal fängt da nochmal so eine Diskussion von 20 Minuten an. Deswegen gebe ich auch nicht ganz so viel Zeit jetzt vielleicht. Aber ich würde sagen, wir gehen jetzt eine Etage tiefer. Ich weiß nicht, ob ihr das beim Hochgehen schon gesehen habt, wenn ihr mit dem Aufzug hier wart, wahrscheinlich nicht. Ihr werdet aber auch geleitet. Also wenn man durchs Treppenhaus geht, ist es auf jeden Fall easy. Eine Etage tiefer, im Thalia Café. Und da gibt es Snacks und Getränke. Da kommen die Namensschilder ins Spiel. Da könnt ihr dann einfach quatschen. Vielleicht das Thema jetzt nochmal aufgreifen. Machst du Knicke in die Taschenbücher oder nicht? So eine Icebreaker-Frage ganz klassisch. Und einfach ein bisschen quatschen. Ihr könnt natürlich auch super gerne hier oben wieder hinkommen. Wir haben die Bastelecke. Wir haben den Buchtisch, wir haben den ganzen Thalia mit Büchern. Wir haben die Fotoecke, wir haben die Notizwand, also jede Menge Programm. Und es wird so schnell nicht langweilig, denke ich. Und um 18.30 Uhr treffen wir uns wieder hier. Dann erwarten euch die Geschenke. Und um 19.00 Uhr geht es hier auf der Bühne weiter. Aber das ist jetzt eure Gelegenheit, euch untereinander kennenzulernen und das zu nutzen, worauf wir uns so lange gefreut haben.

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