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Podcast · Folge 95
Erfolgsjahr 2024 – und trotzdem am Limit
Ein Jahr, in dem ein Branchenpreis, eine Nominierung und die eigene Kündigung zusammenfielen – und in dem irgendwann nur noch der Energiesparmodus half
Diese Folge ist ein Jahresrückblick, aufgenommen im Februar – und Helen sagt gleich zu Beginn, warum: Ende 2024 hatte sie schlicht keine Energie mehr dafür. Sie geht ohne Skript Monat für Monat durch, mit der Fotogalerie ihres Handys als Gedächtnisstütze. Herausgekommen ist die ehrlichste Bestandsaufnahme, die es von diesem Jahr gibt: 2024 war das Jahr, in dem sie den Young Excellence Award gewonnen hat, für den Deutschen Lesepreis nominiert wurde und ihren Job gekündigt hat – und zugleich das Jahr, an dessen Ende sie nur noch das Allernötigste geschafft hat.
Januar: ein ruhiger Start, der keiner blieb
Ins Jahr gestartet ist sie in Lulworth Cove an der englischen Südküste – einer fast geschlossenen Bucht, die sie zum ersten Mal auf einem Roadtrip mit ihrer Mutter und ihrer Schwester gesehen hatte und die sie seitdem immer wieder ansteuert. Sie ist zur Hälfte Britin; England ist für sie kein Urlaubsziel, sondern ein Ort mit Vorgeschichte. Der Jahreswechsel dort war bewusst als ruhiger Start geplant: schlechtes Wetter, Spaziergänge, sonst wenig.
Und ein Erstversuch im Eisbaden – ganz hineingeschafft hat sie es nicht, aber ausprobiert hat sie es. Der Anstoß kam aus einem Buch: »Überwintern« von Katherine May, das wir gemeinsam gelesen hatten und in dem es unter anderem ums Eisbaden geht. Ohne diese Leserunde, sagt sie, hätte sie das nie gemacht.
Zurück in Bonn ging es dann schnell in die andere Richtung. Ein Sturz mit dem Mietfahrrad auf Glatteis, geprelltes Steißbein – und kurz darauf der vierte Geburtstag von Mädels, die lesen., den sie groß digital gefeiert hat, ohne wirklich fit zu sein. Ausgerechnet an diesem Tag fiel in Bonn Schnee, was hier fast nie passiert. Im selben Monat stand sie das erste Mal auf einer großen Demo gegen die AfD; statt der erwarteten tausend Menschen kamen nach ihrer Erinnerung zehntausend.
Dass der Jahresanfang sich anders anfühlte als geplant, führt sie rückblickend auch darauf zurück, dass sie den Absprung in die Selbstständigkeit eigentlich schon für Ende 2023 vorgehabt und sich nicht getraut hatte.
Frühjahr: Borkum, Leipzig und lauter Menschen ansprechen
Der März war der Monat, in dem vieles zusammenkam. Zuerst die Podcastaufnahme mit Mareike Fallwickl – ein Termin, der bis zuletzt wackelte und den sie fast verloren hätte, weil am Aufnahmetag im Haus gebohrt wurde. Eine Stunde vorher rief sie in der Nachbarschaft herum und durfte am Ende bei einer Arbeitskollegin ihres Freundes aufnehmen.
Dann das erste Leseretreat auf Borkum, zusammen mit Sarah Weber, deren Roman »Zwischen den Zeilen passiert das Leben« auf der Insel spielt und die selbst seit Langem Teil der Community ist. Es gab eine kleine Führung zu den Orten aus dem Buch. Helen beschreibt, was sie bei fast allen unseren Veranstaltungen erlebt: Sie sind weniger anstrengend als gedacht, weil alle ohnehin dasselbe wollen – sich kennenlernen, lesen, zur Ruhe kommen.
Auf der Leipziger Buchmesse, ihrer ersten, war sie hin- und hergerissen: als Besucherin toll, als Gründerin schwer in Gegenwert umzurechnen. Geblieben ist ein Moment, der viel über dieses Jahr erzählt. Zum Community-Treffen kam genau eine Person – und ausgerechnet die machte ihr Mut, nach einer Veranstaltung mit Stefanie de Velasco die Autorin einfach anzusprechen. Stefanie de Velasco sagte zu.
Ich bin auch nur ein Mensch und ein Work in Progress.Helen
Dieselbe Methode probierte sie im April noch einmal, diesmal deutlich teurer: Sie fuhr allein wegen Dörte Hansen zum F.A.Z.-Kongress nach Frankfurt, einem Wirtschaftskongress, auf dem sie sich den ganzen Tag fehl am Platz fühlte. Dörte Hansen lehnte am Abend freundlich ab – Podcasts macht sie grundsätzlich nicht. Angesprochen hat sie an dem Tag trotzdem noch eine zweite Frau: Katarzyna Mol-Wolf, die das Magazin EMOTION herausgibt. Die sagte zu, Helen solle ihr schreiben. Geschrieben hat sie erst Wochen später, und daraus wurde nichts. Sie benennt das selbst als Selbstsabotage.
Ein Jahr später war Mädels, die lesen. dann doch mit dem EMOTION Award verbunden – als Nominierung in der Kategorie Gründerinnen.
Mai: die Nominierung, die alles ins Rutschen brachte
Im Mai kam der Anruf, mit dem sie nicht gerechnet hatte: Nominierung für den Börsenblatt Young Excellence Award. Sie erzählt es als Wendepunkt – und zwar in beide Richtungen. Es war der Anfang von allem, was danach passierte, und zugleich der Punkt, an dem das Jahr aus dem Ruder lief.
Im selben Monat legte sie ihr Profil bei speakerin.org an. Bis zur Aufnahme kam darauf keine einzige Anfrage – und trotzdem beschreibt sie es als wichtigen Schritt, weil sie sich damit zum ersten Mal eingestanden hat, dass sie Bühnenangst hat und trotzdem auf Bühnen will.
Juli: 6.936 Stimmen
Der Preis wurde per Publikumswahl entschieden. Zwei Wochen Abstimmung, zehn Nominierte – und für Helen zwei Wochen, in denen sie ständig um Stimmen bat und irgendwann anfing, den ganzen Preis in Frage zu stellen. Am Tag nach dem Treffen der Nominierten kam der Anruf, dass sie gewonnen hat. Mit 6.936 abgegebenen Stimmen war es die höchste Beteiligung, die es bei dieser Wahl bis dahin gegeben hatte.
Vergeben wird der Preis vom Börsenblatt gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Frankfurter Buchmesse, dem mediacampus frankfurt und der MVB. Ausgezeichnet werden junge Menschen aus allen Bereichen der Buchbranche.
Herbst: zwei Nachrichten an einem Abend – und dann Energiesparmodus
Verliehen wurde der Preis am 17. Oktober 2024 auf der Frankfurter Buchmesse. Zwei Stunden vor der Verleihung kam die E-Mail, dass Mädels, die lesen. für den Deutschen Lesepreis nominiert ist – in der Kategorie Herausragendes individuelles Engagement. Sie beschreibt den Abend als Auf und Ab: Sie musste auf der Bühne etwas sagen, war aufgeregt, und mittendrin kam diese zweite Nachricht. Nach der Verleihung ist sie früh nach Hause gefahren, während andere weiterzogen.
Ab Oktober beschreibt sie sich im Energiesparmodus: nur noch das tun, was unbedingt sein muss, alles andere wartet. Zwei Gründerinnenprogramme liefen parallel; eines hat sie Ende Oktober für sich pausiert, weil es nicht mehr ging. Der hohe Leidensdruck hatte allerdings auch eine Wirkung: Im November hat sie ihren Teilzeitjob gekündigt – ein Schritt, vor dem sie zwei Monate lang Angst hatte und der sich, als die Entscheidung einmal gefallen war, kaum noch schwer anfühlte.
Dazwischen lagen trotzdem die schönen Dinge: die erste Lesung, die sie moderiert hat, am 1. Oktober mit Melanie Raabe bei Bücher Bartz in Bonn. Die fertigen Lesezeichen für die Schmökerrunde, an denen sie lange gescheitert war, bis eine Kollegin die Herstellung übernahm. Ein Besuch bei Radio Bonn/Rhein-Sieg. Und die Milli-Bau-Ausstellung in Darmstadt, die ihr ein neues Vorbild verschafft hat: eine Reisejournalistin und Fotografin aus Darmstadt, die 1906 geboren wurde, ab 1956 vier Jahre lang allein im umgebauten VW-Bus um die Welt fuhr und noch mit 88 durch Sibirien reiste.
Warum ein umgebauter Bus für Helen mehr ist als eine Anekdote, hört man in ihrem Ausblick auf das Folgejahr – ihr eigener Van ist Teil eines größeren Plans.
Dezember: letzter Arbeitstag, erstes eigenes Retreat allein
Der Dezember war noch einmal voll, aber mit absehbarem Ende. Ein Vision-Board-Retreat auf einem Hausboot in Holland – das erste, das sie ganz allein veranstaltet hat, und nach eigener Aussage das Einzige, wodurch sie sich in diesem Jahr überhaupt Zeit für ein eigenes Vision Board genommen hat. Ein Lego-Serious-Play-Workshop. Der Keller voller Pakete für die Goodie-Bags des Geburtstags im Januar. Und, worauf sie sichtlich stolz ist: Die Weihnachtspakete für das Team hat sie diesmal allein verschickt bekommen.
Am 20. Dezember 2024 war ihr letzter Arbeitstag. Am selben Tag hat sie sich ein Piercing stechen lassen – das letzte, was sie sich für dieses Jahr vorgenommen hatte, und ausdrücklich als Mutmoment gemeint.
Was sie am Ende selbst daraus zieht
Der Schluss der Folge ist der ehrlichste Teil. Sie sagt, sie sei dankbar – und dass es ihr unangenehm ist, im selben Atemzug zu sagen, dass sie dieses Jahr an ihre Grenze gebracht hat. Verlage hätten sie nach der Nominierung und erst recht nach dem Gewinn ganz anders wahrgenommen. Gleichzeitig gilt: In den Jahren davor hat sie sich oft beworben und wurde nie genommen; 2024 wurde sie für fast alles genommen, und damit hatte sie nicht gerechnet.
Was in ihrer eigenen Aufzählung übrigens gar nicht vorkommt, sagt sie zum Schluss selbst: Neben allem lief die ganze Zeit noch ein Teilzeitjob mit 19,5 Stunden pro Woche. Alles für Mädels, die lesen. musste in Vormittage, Abende und Wochenenden passen. Seit dem letzten Arbeitstag merkt sie eine Veränderung.
Wie es weiterging, erzählt sie ein Jahr später im Rückblick auf 2025 – und was aus der Lesepreis-Nominierung wurde, in der Folge über den Deutschen Lesepreis.
Wenn du gerade selbst ein Jahr hinter dir hast, in dem von außen alles gut aussah und du trotzdem leer warst, hörst du in dieser Folge, wie sich das von innen anfühlt – ohne Skript und ohne Schleife.
Die Bücher aus dem Jahr
Sechs Bücher kommen in der Folge vor – als Anstifter, als Reisegrund, als gemeinsame Leserunde. Wo wir gemeinsam gelesen haben, kommst du über die Buchseite zur ganzen Leserunde und kannst sie in deinem Tempo nachholen.
»Überwintern. Wenn das Leben innehält«
Katherine May
Das Buch, wegen dem Helen im Januar in England ins kalte Wasser gestiegen ist. Wir haben es in der Hüttengaudi 2022/23 gemeinsam gelesen. Aus dem Englischen von Marieke Heimburger, im Original »Wintering«.
Leserunde nachholenHüttengaudi 2022/23
»Zwischen den Zeilen passiert das Leben«
Sarah Weber
Der Borkum-Roman, zu dem wir im März 2024 unser erstes Leseretreat auf der Insel gemacht haben – mit der Autorin, die selbst Teil der Community ist.
»Das Gras auf unserer Seite«
Stefanie de Velasco
Auf der Leipziger Buchmesse hat Helen die Veranstaltung zu diesem Roman besucht – und die Autorin danach zum ersten Mal angesprochen. Bis heute eine ihrer großen Empfehlungen.
»Unerhörte Stimmen«
Elif Shafak
Unser gemeinsames Buch im Frühjahr 2024 – inklusive Schmökern & Schmausen dazu. Aus dem Englischen von Michaela Grabinger, im Original »10 Minutes 38 Seconds in this Strange World«.
Leserunde nachholenMärz bis Mai 2024
»Wilde Minze«
Nina LaCour
Das Sommerbuch 2024, zu dem wir auch einen Abend bei Mädels, die malen. gemacht haben. Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer, im Original »Yerba Buena«.
Leserunde nachholenJuli bis August 2024
*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Das sechste Buch aus der Folge ist »Sanfte Einführung ins Chaos« von Marta Orriols, das Helen im Februar 2024 in einer Kooperation mit genialokal empfohlen hat – aus dem Katalanischen von Ursula Bachhausen, im Original »Dolça introducció al caos«. Die gedruckte Ausgabe ist bei Thalia derzeit nicht gelistet; dort gibt es nur die Hörbuchfassung *. Gebraucht bekommst du den Roman aber weiterhin, zum Beispiel bei medimops *.
Häufige Fragen zu dieser Folge
Was ist der Young Excellence Award?
Ein Preis des Börsenblatts, den es gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Frankfurter Buchmesse, dem mediacampus frankfurt und der MVB gibt. Ausgezeichnet werden junge Menschen aus der Buchbranche. Über die zehn Nominierten entscheidet eine öffentliche Abstimmung; 2024 wurden dabei 6.936 Stimmen abgegeben, so viele wie nie zuvor. Verliehen wurde der Preis am 17. Oktober 2024 auf der Frankfurter Buchmesse an Helen Daughtrey.
Seit wann ist Helen hauptberuflich selbstständig?
Sie hat im November 2024 ihre Teilzeitstelle gekündigt, ihr letzter Arbeitstag war der 20. Dezember 2024. In der Folge erzählt sie, wie lange sie sich das nicht getraut hat – der Plan stand schon Ende 2023.
Welche Bücher kommen in dieser Folge vor?
Sechs: »Überwintern« von Katherine May, »Sanfte Einführung ins Chaos« von Marta Orriols, »Zwischen den Zeilen passiert das Leben« von Sarah Weber, »Das Gras auf unserer Seite« von Stefanie de Velasco, »Unerhörte Stimmen« von Elif Shafak und »Wilde Minze« von Nina LaCour.
Kann ich die Leserunden von 2024 noch nachholen?
Ja. Zu »Unerhörte Stimmen« und »Wilde Minze« gibt es hier eigene Buchseiten mit allem, was damals dazu entstanden ist – du kannst sie in deinem Tempo nachlesen, auch ohne Mitgliedschaft. Dasselbe gilt für »Überwintern« aus der Hüttengaudi 2022/23.
Gibt es auch einen Rückblick auf 2025?
Ja, ein Jahr später ist die nächste Rückblicksfolge erschienen. Sie fällt deutlich anders aus als diese hier – du findest sie unter Rückblick 2025.
Was wurde aus der Nominierung für den Deutschen Lesepreis?
Die Nominierung kam im Oktober 2024, in der Kategorie Herausragendes individuelles Engagement. Verliehen wurde der Preis im Februar 2025 in Berlin. Was daraus geworden ist und wie es sich angefühlt hat, erzählt die Folge über den Deutschen Lesepreis.
Transkript der Folge
Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten. In dieser Solofolge spricht durchgehend Helen. Maßgeblich ist die Aufnahme.
Helen
Ich habe mich gefragt, ist es jetzt zu spät ein Jahresrückblick aufzunehmen, wenn schon Februar ist? Aber ich dachte mir, Ende des Jahres hatte ich einfach 0,0 Energie dafür und weil das letzte Jahr aber so aufregend war, verdient es auch einen Rückblick. Ich habe das letztes Jahr übrigens auch gemacht, also wo du da mal reinhören möchtest. Ich gehe jetzt einfach mal gemeinsam mit dir durch die einzelnen Monate in 2024 und schaue mir zusammen mit dir an, was bei Mädels, die lesen und bei mir los war. Fangen wir einfach mal im Januar an, ich bin in meine Fotogalerie durchgegangen und habe gehofft, dass ich da alles finde. Ich Ich bin so ein Mensch, ich mache ziemlich viele Fotos von allem Möglichen.
Helen
Kann natürlich aber trotzdem sein, dass da nicht alles abgewildet ist, aber wahrscheinlich zumindest die die auffälligsten Sachen. Also ich bin tatsächlich ins Jahr gestartet in, also ins Jahr 2024 in Lulworth Cove. Quasi, also ich würde fast echt sagen mein Lieblingsout auf dieser Welt, ich finde es so schön da. Ich habe Christian mein Freund damit auch so ein bisschen angesteckt. Ich war vor, ich weiß das gar nicht, zehn Jahren gefühlt. Ist wahrscheinlich gar nicht mal so unrealistisch das erste Mal dort. Ich habe mit meiner Mama und meiner einen Schwester so ein Roadtrip gemacht, weil meine Cousine England geheiratet hat und wir haben dann das erste Mal wirklich ein bisschen was von England gesehen.
Helen
Also ich bin halb Britin, mein Vater war Engländer und wir sind eigentlich auch so… Das heißt gar nicht jedes Jahr, aber bestimmt zu alle zwei, drei Jahre sind wir eigentlich schon nach England gefahren. Aber immer dahin halt, wo meine Familie war und haben dann maximal was auf dem Weg dahin angeschaut. Weil einfach auch immer das Geld gefehlt hat. Also wir haben eher so Camping-Urlaub dann auch gemacht. Und das war damals dann das erste Mal, dass wir so ein bisschen mehr gesehen haben, auch mal in so Bed and Breakfasts übernachtet haben. Und so. Es war also eine ganz besondere Reise und das Ziel war eben der Ort, wo dann eine Kursine geheiratet hat.
Helen
Und damals, also ich bin immer schon ein großer Fan von Lonely Planet gewesen und damals hatte ich auf jeden Fall auch für England oder für Großbritannien, keine Ahnung, im Lonely Planet und wir haben ganz viele Sachen abgeklappert, die der Lonely Planet für wichtig hielt und echt, also es waren auch viele ganz tolle Tipps dabei. Ich glaube Einigstige, was mir nicht so gefallen hatte, war das Eden Project in Cornwall. Aber auf der anderen Seite. Vielleicht finde ich das heute auch total toll. Jedenfalls. Gott, ich schreife jetzt schon ab. Auf jeden Fall. Wir waren damit auch in Lulworth Cove. Das ist so eine fast geschlossene Bucht an der englischen Küste.
Helen
Und wirklich, da ist nur so eine kleine Öffnung zum Meer hinaus. Und das ist irgendwie magisch. Ich habe damals schon gedacht, das ist eigentlich so vor der coole Ort für so… Wie heißt das? Honeymoon, so komme ich gerade nicht drauf. Egal, Honeymoon wird euch hoffentlich was sagen. Und es ist eigentlich witzig, weil es wirklich nur so drei Häuser, das ist eigentlich nur eine Straße runter. Da ist nicht viel, also kann man jetzt auch nicht wahnsinnig viel machen, aber es ist irgendwie so schön. Und glaube ich, ganz, ganz schlimm, im Sommer weiter sich dann ganz viele Touristen durch diese eine Straße quetschen. Aber wir waren halt irgendwie nicht im Sommer da, es war einfach toll und dann waren wir vor drei Jahren oder so nochmal da und ich habe es Christian gezeigt und Christian fand es auch direkt toll und jetzt ist er, wir sind seitdem irgendwie noch zwei weitere Male oder so da gewesen.
Helen
Jedenfalls oh Gott. Also das war eigentlich nur die Einleitung dazu, dass wir denn Jahreswechsel in Lulworth Cove verbracht haben. Es hatten wir im Mai davor festgelegt, als wir da waren. Ich habe mich irgendwie total danach gesehen, dass wir so ein ganz, ganz, ganz ruhigen Start ins Jahr haben und dafür war es wirklich eigentlich auch perfekt, weil man kann eh schon nicht viel in Lulworth Cove machen. Aber im Januar ist da halt auch ganz schlimmes Wetter. Also wir hatten richtig auch über Flutungen und so, was nicht so unüblich im Winter in England ist. Und ja, weiß nicht, war einfach super entspannt. Man konnte manchmal halt rausgehen, da war es zum Teil sehr, sehr windig und natürlich kalt.
Helen
Man konnte ein bisschen an den Klippen entlanggehen. Ansonsten waren wir halt was essen und auch ein, zweimal irgendwie in der Gegend in einem Ort, aber man musste halt immer erst mal hinfahren. Es war wirklich einfach nur entspannt und hat mega gut getan. Ich war da auch tatsächlich Eisbaden das erste Mal. Das hätte ich glaube ich sonst auch nie gemacht, wenn wir nicht »Überwintern« gelesen hätten. Im Jahr davor hatten wir »Überwintern« gelesen, da ging es ums Eisbaden und dann habe ich gedacht, ach komm, okay, ich probiere das jetzt hier mal.
Helen
Es war wirklich kalt. Ich habe es auch nicht ganz reingeschafft. Ich hatte mich vorhin ein bisschen eingelesen und hatte ein bisschen Angst vor Herz-Kreislauf-Problemen und zwischendurch wurde mir dann so ein bisschen schön leg und ich dachte, okay, das ist bestimmt das Anzeichen. Ich gehe lieber wieder raus und es hat sich halt voll cool angefühlt. Also ja, war auf jeden Fall eine schöne Woche und hat voll gut getan und ich hatte eigentlich auch das Gefühl, es ist genau der richtige Start ins neue Jahr. Was mir aber jetzt zurückblickend erst aufgefallen ist, ich hatte schon, also ich auch auf die Gefahren ist jetzt ein bisschen vorweg greif, aber ich denke die meisten haben es mitbekommen, dass ich zum Ende, also zum Ende des Jahres 24, mein Job gekündigt habe, um in die Vollzeit-Selbstständigkeit starten und den Plan hatte ich eigentlich schon zu Ende 23 und habe mich nicht getraut aus diversen Gründen.
Helen
Es war auch diesmal gar nicht leicht. Es war echt ein Kraftakt diesen Mut irgendwie aufzubringen. Und ich glaube rückblickend, also dadurch war natürlich der Jahrhautstart ein bisschen anders. Also ich habe dann Urlaub zwar gehabt, aber ich wusste ja danach, arbeite ich weiter in meinem Job. Es war halt so ein bisschen anders, glaube ich, als ich mir das ursprünglich ausgemalt hatte und ich glaube rückblickend, dass mir das echt ein bisschen auch so den Wind aus den Segel genommen hat. Weil ja, ich weiß nicht, es fühlt sich halt irgendwie nie so richtig cool an, wenn man nicht das verfolgt, was man eigentlich möchte, wenn man nicht so auf sich selbst setzt.
Helen
Ich glaube nur da habe ich es vielleicht nicht so ganz gemerkt oder hatte dann, hab mir irgendwie das für mich so zurechtgelegt, dass ich okay angefühlt hatte, aber ich hab das dann im Nachhinein gemerkt, dass ja, dass er einfach ein anderer Start war, als ich das vielleicht mehr ausgemalt hatte. Und dann bin ich auch noch irgendwann zwischen dieser ersten Woche in Lulworth Cove, ich weiß nicht mehr so genau wann wir zurückgekommen sind, und im 18. Januar. Ich glaube, es war sogar vielleicht einen Tag vor dem 18. Januar. bin ich richtig fies gestürzt. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs auf dem Weg zur Arbeit und es war krass, leicht denn nicht von mir.
Helen
Ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe. Auf jeden Fall, es war glatteis. Ich habe noch kurz vorher gedacht, oh, das sieht glatt aus. Hoffentlich rutsche ich hier nicht, aber ich glaube manchmal habe ich so das Gefühl mir kann nichts passieren. Ich bin so unkaputtbar und bin dann richtig überrascht, dass ich doch kaputtbar bin. Ich wollte auf jeden Fall abbiegen, habe unnötigerweise weiter gar nichts los, weil, keine Ahnung, habe ich auch noch die Hand ausgestreckt und dadurch, ich hatte keine Chance, ich bin einfach nur weggerutscht und richtig krass aufgeprallt, hatte natürlich keinen Helm an und also ich meine ich sage natürlich, weil eigentlich bin ich so voll der, also eigentlich bin ich voll der, man muss immer einen Helm tragen, aber das ist ein Mietfahrrad gewesen und ich habe schon Ewigkeit überlegt, kaufe ich mir jetzt noch zusätzlichen Helm oder gebe ich das Fahrrad doch jetzt auch langsam mal ab, weil ich es nicht mehr so oft genutzt habe.
Helen
Ach, keine Ahnung. Ich labere dich hier voll. Auf jeden Fall, ich bin auf Steißbein gefallen und das war echt fies. Also, keine Ahnung. Ich war mir sicher. Ich habe es mir nicht gebrochen, zum Glück nur geprellt. Aber oh mein Gott, wie wenig man sich bewegen kann, wenn man auf Steißbein fällt. Jedenfalls irgendwie am Tag danach oder zwei Tage danach war der Geburtstag von Mädels, die lesen, der vierte. Und wir haben den eigentlich auch groß digital gefeiert, aber ich war gar nicht fit. Ich habe da noch so ein paar Sachen an dem Tag auch Videos gemacht und so, aber ich war gar nicht fit, kann ich dir sagen. Und das war zusätzlich noch der einzige Tag, wo hier in Bonn mal Schnee gefallen ist und richtig viel Schnee gefallen ist, in der auch noch liegen geblieben ist.
Helen
Das passiert einfach nie hier. Also auf jeden Fall nicht, wo ich hier wohne. Und so den ganzen Tag waren alle unterwegs und im Schlitten fahren und keine Ahnung. Und ich bin dann abends auch noch mal mit Christian raus und in so einen Schneespaziergang gemacht. Das voll magisch war und voll toll. Weil ich ja irgendwie so krass traurig war. Ich dachte, darf schon echt nicht wahr sein, dass ich ausgerechnet das hier so total verpasst. Ich konnte mich nicht mal wirklich bücken um… Als ich mein, es war auch ein bisschen witzig, aber ich konnte mich halt nicht mal bücken um so einen Schnee… Wie heißt das? So einen Schneeball zu formen. Es war eh so pulver Schnee, konnte man auch nicht formen.
Helen
Aber, ah, keine Ahnung. Ich war so, das darf doch echt nicht wahrsehen, dass das so mein Jahresstart ist. Es wurde dann irgendwie auch alles besser, aber ich glaube, all das hat mir so ein bisschen Dämpfer gegeben, irgendwie. Ich guck mal gerade immer in den Notizen, ich hatte im Januar auch, weil ich das erste Mal so richtig auf so einer Demo gegen AfD, Nazis, alles Mögliche. Da waren in der Zeit ja super viele auch und ich fand es voll schön irgendwie zu sehen, dass in Bonn irgendwie statt der Erwarteten, ich weiß gar nicht mehr was die erwartet hatten, 1000 und es kam aber 10.000. Es war super krass beeindruckend und schön zu sehen, dass wir da irgendwie nicht alleine sind.
Helen
Ich erinnere mich aber auch noch daran, dass ich das auch sehr beängstigend fand, weil ich schon auch so ein bisschen, also man nennt es ja eigentlich nicht Platzangst, das ist im Grunde das Gegenteil davon. Aber ich hatte auf jeden Fall Angst vor der Masse an Menschen. Aber es war irgendwie ein tolles Gefühl, so zu sehen. Wir lassen es nicht einfach passieren. Ich hätte jetzt ehrlich gesagt, ohne in die Fotos zu schauen, auch gar nicht gewusst, dass das im Januar war, dass das auch schon wieder so lange her ist. Ich war auch in Mülheim an der Ruhr. Ich habe eine Schlossführung im Dunkeln gemacht. Ist ein bisschen witzig war, weil ich eigentlich dachte, naja im Dunkeln, so ein bisschen nicht, wenn die schon anmachen, das war wirklich einfach der, der Clue an der Sache war, dass die kein Licht hatten, nirgends, man hatte nur Taschenlampen, dadurch sieht man halt natürlich auch ehrlich gesagt wenig von so einem Schloss, aber ne, war irgendwie eine witzige Erfahrung.
Helen
Ich glaube, dass ich mich da irgendwie angesteckt habe, also ehrlich gesagt weiß ich, dass ich mich da angesteckt habe, Und dann war ich auch das erste Mal so richtig krank und auch keine Ahnung, irgendwie war der Jahresstart so ein bisschen holprig. Aber ich habe da auch noch gesehen, dass ich eine Kooperation mit genialokal hatte und da habe ich »Sanfte Einführung ins Chaos« empfohlen. Das würde ich auch immer noch empfehlen, ein tolles Buch. Ich weiß gar nicht, ob ich das gelesen hatte, weil ich krank war. Keine Ahnung. Das könnte ich dir an der Stelle aber auf jeden Fall auch noch mal empfehlen. So ein bisschen unfit war ich dann auch bei der Tea Time im Café Nimmersatt, die aber trotzdem mega schön war.
Helen
Die beiden vom Café Nimmersatt in Köln haben sich voll ins Zeug gelegt und richtig Scones selber gebacken, clotted cream selber gemacht. Und wir waren, weiß ich nicht, so 15 würde ich vielleicht sagen. Und haben einen richtig schönen Nachmittag verbracht. Also das war echt toll. Ich war dann auch noch in Berlin und weiß nicht mehr so genau warum wahrscheinlich, weil Christian da gearbeitet hat und ich habe glaube ich einfach im Hotel dann gearbeitet. Aber woran ich mich noch erinnere, weil das irgendwie auch schon so oft so gewesen ist, wenn ich selber so keine Anwichte. Ich habe dann irgendwie auch Sorgen, solche Sachen auszusprechen, aber ich habe schon manchmal so Zweifel, das klick jetzt mal, aber ich habe schon manchmal, glaube ich, so Zweifel in Mädels, die lesen oder an dem, was ich so tue.
Helen
Ich glaube, dass das bei mir ganz oft an einer bestimmten Zyklusphase liegt. Und ich glaube, es war so ein Moment, wo ich dachte, nicht funktioniert, alles läuft schief, keine Ahnung. Und dann guck ich in die E-Mails und sehe eine Anfrage von der Bild der Frau und ich fand es wieder so verrückt, weil mir solche Minisachen, das sind ganz oft auch Nachrichten von euch, die irgendwie gefühlt im richtigen Moment kommen, jedes Mal wieder so neue Energie geben und wo ich denke, okay, vielleicht gebe ich heute doch noch nicht auf. Ich meine, das klingt jetzt dramatischer, als es ist, aber vielleicht könnt ihr das ja nachvollziehen, vielleicht kennt ihr diese Phasen.
Helen
Naja, war irgendwie wild. Dann waren wir da auf dem Rückweg noch in den Beelitz-Heilstätten, ich weiß gar nicht, ob das der offizielle Name ist, aber auf jeden Fall ein ganz tolles Gelände. Meine Freundin hatte Ende des Jahres 23 auch ein Kind bekommen, den habe ich dann da kennengelernt im Februar. Also war irgendwie gar nicht so viel los. Ich glaube dadurch, dass ich krank war, aber ein paar ganz schöne Sachen. März war dann ehrlich gesagt super aufregend. Erst mal habe ich meinen Geburtstag gefeiert. Im Van auf, also Erpeler Ley heißt das, das ist so eine Aussichtsplattform hier in der Nähe, wo irgendwie immer gar nicht so viel los ist, aber wo man gut mit dem Van hinfahren kann und dann war da auch schönes Wetter und wir haben mit alkoholfreiem Sekt angestossen, den wir glaube ich auch in dem Nüchtern-Kiosk da in Berlin gekauft haben.
Helen
Also war ganz toll. Ich glaube, mich zu erinnern, dass ich wenig Lust auf irgendwie viel Action hatte, aber das war irgendwie richtig schön. Ich war da auch im März bei dem eat.READ.sleep in in Köln, es war im Ramleilit Golon. Und ich war hauptsächlich hingegangen, weil Melanie Raabe da auch zu Gast war. Und das war voll die coole Erfahrung. Also erst mal habe ich da auch ein paar von euch getroffen, was schön war. Aber ich fand es irgendwie auch so cool, weil ich noch nie bei einem Live-Podcast war. Und so dachte ich, will ich mir mal anschauen, vielleicht wäre das ja auch mal was für uns. Und ich meine, haben wir ja gerade auch erst durchgeführt jetzt im Januar.
Helen
Und irgendwie war das eine ganz tolle Energie da auch im Saal. Wir haben Christian's Papa dann auch besucht, weil der hat kurz nach mir Geburtstag und wir hatten die, glaube ich, zu Weihnachten nicht gesehen. Und dann kam das Riesen-Event, also für mich so gefühlt, weil wir sowas noch nie gemacht haben, dann hatten wir unser Leseretreat auf Borkum, was irgendwie so schön und so magisch war. Ich finde es so verrückt, weil eigentlich sind oft so Veranstaltungen ja auch gar nicht mal so unanstrengend wegen Vorbereitung, Durchführung und alles. Aber ich merke das oft, dass die Events, die ich so viel Mädels, die lesen gemacht habe, oft gar nicht so anstrengend sind, weil irgendwie es braucht oft gar nicht so wahnsinnig viel.
Helen
Alle wollen sich einfach kennenlernen. Hier bei dem Retreat war auch von Vorteil, dass natürlich auch alle einfach Lust hätten sich zu entspannen und zu lesen und keine Ahnung und es war auch total cool, das mit Sarah zusammen zu machen, gerade auch weil sie schon so lange Teil von Mädels, die lesen und auch Teil von der Schmökerrunde ist und sie uns hier quasi ihre Insel zeigen konnte, also vielleicht, falls du es nicht mitbekommen hast, wir haben das Retreat zu dieser Buchveröffentlichung durchgeführt: »Zwischen den Zeilen passiert das Leben«. Und das spielt auf Borkum zu einem großen Teil und Sarah ist selbst total der Borkum-Fan.
Helen
Ich war noch nie da, aber es war total cool, weil, ja, weiß ich nicht, wir haben dann so eine kleine Führung, sag ich mal, an die beliebsten, an die Orte aus dem Buch gemacht und ja, Es war einfach entspannt. Irgendwie hat man einfach eine gute Zeit. Es war ganz toll. Als ich zurückkam, war das Wohnzimmer quasi neu eingerichtet. Christian hatte auf dem… Also als ich auf dem Weg war nach Borkum so ein Sideboard neu aufgebaut und dann gemerkt, der Rest passt gar nicht mehr und dann gefühlt haben wir kurz danach alles verändert bei uns in der Wohnung. Aber vor allen Dingen war in der gesamten Wohnung die Bild der Frau versteckt, weil die war erschienen mit unserem Artikel, während ich auf Borkum war.
Helen
Also ich hatte in Borkum dann gibt's so einen kleinen Edeka, da hatte ich mir auch eine gekauft, aber als ich zurückkam, war die wirklich in der gesamten Wohnung von Christian versteckt worden. Habe ich quasi nur Schublade geöffnet und wieder einen entdeckt. Das war irgendwie für die schöne süße Überraschung. Das ist natürlich auch schon krass in der Bild der Frau. zu erscheinen, obwohl ich dazu sagen muss, das hatte gar nicht so den wahnsinnigen Effekt. Das ist jetzt auch nicht ganz unsere Zielgruppe, aber man würde ja vielleicht meinen, dass so ein großes Magazin, dass es mehr Auswirkungen auf uns hat, dass da mehr Leute dann kommen.
Helen
Aber das war irgendwie gar nicht so. Also ich glaube beim alverde Magazin zum Beispiel von DM, da waren viel viel viel mehr Menschen auf uns aufmerksam geworden. Ja, März. Ich hatte März auf jeden Fall auch noch die Podcastaufnahme mit Mareike Fallwickl. Und das war auch so eine Sache. Also ich war halt auch super nervös und zwar auch stand bis zuletzt ein bisschen auf der Kippe, ob wir den Termin bekommen. Es war von der anderen Seite relativ deutlich durchblicken gelassen worden: Wenn sich etwas anderes ergibt, sind wir raus. Deswegen, ich wusste, ich werde jetzt nicht noch eine Chance bekommen für diese Aufnahme.
Helen
Und dann war es so: Ich wohne in der stillsten Wohnsiedlung aller Zeiten, hier ist wirklich alles sehr leise. Und an dem Tag wurde so krass gebohrt, dass ich dachte die bohren mir hier durch die Decke, ist halt irgendwie so laut, dass ich dachte ich kann hier die Aufnahme nicht machen und dann hatte ich noch eine Zeit lang gedacht, naja vielleicht hört es auf, ich weiß gar nicht mehr was da eigentlich los war, also es muss irgendwie eine riesen Renovierungsarbeit hier irgendwo am Haus gewähren sein. Auf jeden Fall habe ich dann so eine Stunde vorher leichte Panik bekommen, weil ich nicht wusste was ich jetzt machen soll.
Helen
Ich kann sowas ja auch schlecht im Auto oder so aufnehmen, ist ja nicht so als wäre es da so viel stiller dann. Und dann hatte ich bei einigen so hier, die in der Umgebung wohnen, Panik-Anruf gestartet oder in ihre Nachrichten geschrieben und durfte dann netterweise, also ich glaube, da musste ich richtig schon fast hinrennen, weil es dann so knapp wurde und irgendwie gerade noch schnell aufbauen. Ich habe quasi bei einer Arbeitskollegin von Christian, die nur ein paar Straßen weiter wohnt, dann die Aufnahme machen dürfen. Das war sehr, sehr gut. Und also irgendwie alles sehr aufregend. Ich wäre eh schon aufgeregt gewesen, wenn ich mit ihr gesprochen hätte.
Helen
Aber so war nochmal ein Next Level. Es war übrigens auch lange Zeit, glaube ich, die Nummer 1 Folge nachdem die raus kamen. Die hatten sich viele von euch angehört. Aber es Es kommt noch eine Folge, die das getoppt hat. Kurz danach war ich auf jeden Fall auf der Leipziger Buchmesse. Was irgendwie auch eine witzige Erfahrung war, es war meine erste Leipziger Buchmesse, war irgendwie ganz schön teuer. Also ich bin so ein… Ich bin selber so ein bisschen unsicher, wie viel… Also was mir das bringt, so eine Buchmesse. Klar, als Besucher ist das irgendwie cool. So ganz viele Bücher auf einen Haufen und irgendwie eine tolle Atmosphäre und ganz viele Stände sind total verrückt und cool.
Helen
Aber jetzt so aus, ja, keine Ahnung, Buchklub, Grunderin, Sicht und so Business-Sicht habe ich irgendwie immer das Gefühl, es bringt mir jetzt auch nicht so wahnsinnig viel. Es ist einfach recht teuer, zu Buchmisse zu fahren. Aber der Gegenwert ist irgendwie nicht so groß. Aber das war irgendwie eine tolle Zeit, weil ich hatte eine Wohnung rausgesucht. Einfach günstig, sehr ehrlich gesagt. Aber ich hatte versucht, was zu finden, wo Christian dann arbeiten kann. Das hat semi-gut geklappt. Aber es ist wirklich krass. Also ich meine, das hat trotzdem 800 Euro oder so gekostet für die vier Tage oder fünf oder wie lange wir da waren.
Helen
Aber es war so von der Straße aus, hat man die Tür geöffnet und war… Es ist im Grunde in unser Bett gefallen, also es war so verrückt. Aber gut, hat auf jeden Fall es funktioniert, aber was ich dadurch kennengelernt habe, weil es war im Grunde so ein einfach Wohnviertel, da war sonst gar nichts. Aber das Café Backmeise war da direkt gegenüber und das haben wir dadurch dann entdeckt und uns auch so ein bisschen direkt verliebt und ich freue mich Ich freu mich, dass wir jetzt zur Leipziger Buchmesse dieses Jahr dann auch eine Veranstaltung zusammen machen. Ich habe auf der Buchmesse ganz viele tolle Menschen auch getroffen. Wir hatten da auch theoretisch ein Community-Treffen.
Helen
Da ist allerdings nur eine Person gekommen. Also wir hatten einen tollen Nachmittag dann, das war voll schön. Und vor allen Dingen hat Bernadette, die da gekommen ist, mich so ein bisschen ermuntert hat, Mona Ameziane anzusprechen, weil wir sind dann reingegangen, hatten uns eine Veranstaltung mit Stefanie de Velasco zu ihrem damals neuen Buch »Das Gras auf unserer Seite« angesehen. Übrigens auch eine ganz, ganz große Empfehlung. Und danach meinte ich, eigentlich müsste ich sie ansprechen, die Mädels, die lesen haben sich sie für den Podcast gewünscht und Bernadette hat mir Mut zugesprochen, hat auch Fotos von mir dann gemacht.
Helen
Also danke Bernadette, an der Stelle, es hat sehr gut getan. Auf jeden Fall habe ich sie dafür den Podcast dann gewinnen können, was ganz aufregend war. Ja, ich habe sonst, glaube ich, auch, also ich mein, ich habe ja dann noch bei meinem Arbeitgeber gearbeitet, ich habe mittags Pausen spaziergegen, mit Kollegen gemacht, ich bin nach Geburtstag nachgefeiert mit der Family, also jetzt auch nichts Großes, aber es war echt nett. Ich glaube, ich habe Vorgekocht, wenn ich mich recht darin mache. Der März war irgendwie vollgepackt. Ja, Im April habe ich zum Beispiel Secondhand-Shopping mit Jenny. Das war ganz toll.
Helen
Ich habe mich voll gefreut. Jenny hatte sich das, glaube ich, gewünscht oder mich irgendwie gefragt, ob wir so was mal zusammen machen können. Und ich habe hier in Bad Godesberg quasi meinen Lieblingsladen für Gebrauchtes, wo es auch Kleidung gibt, für Kleidung ist es vielleicht nicht der tollste Secondhandladen, aber ich mag ihn insgesamt sehr gerne. Und dann haben wir so einen Nachmittag zusammen verbracht, es war voll schön. Ich war Gondelfahren in Boppard, das ich auch jedes Mal wieder sehr empfehlen kann. Vor allen Dingen finde ich es krass zu sehen, dass ich da dann so ein T-Shirt getragen habe in der Gondel.
Helen
Es muss abends also schon recht warm gewesen sein. Macht mir Hoffnung auf jeden Fall für dieses Jahr, weil ich doch langsam es ein bisschen leid bin zu frieren. Ich habe da zum Beispiel auch auf dem Balkon in auch glaube ich wieder T-Shirt mit meiner Freundin digital zusammen Papierblumen gebastelt. Also sie war bei sich da und ich bei mir und das Set für die Papierblumen hatte sie mir geschenkt, was irgendwie mega cool war. Also das Ergebnis, da bin ich immer noch so beeindruckt von. Irgendwie ein richtig cooles Geschenk auf jeden Fall. Wir haben gekocht, Schmökern & Schmausen zu »Unerhörte Stimmen«, das war super lecker. Ich war im Hallerbos, das war ein ganz großes Highlight.
Helen
Dazu hatte ich glaube ich irgendwo auch schon mal ein bisschen mehr erzählt, aber ich war davor, ich habe ja kein Zeitgefühl, vielleicht fünf Jahre. Und ich habe dazu eine sehr emotionale Verbindung. Es gibt kleine Blümchen, die heißen Bluebells und hier in Deutschland sehe ich die mittlerweile auch häufiger mal, aber eigentlich, ich kenne die eigentlich aus England, also mein Vater, wenn wir in England waren und wir waren zur richtigen Zeit in England, dann ist er erstmal mit seiner Kamera in den Wald verschwunden, weil es dann da wirklich Wälder gibt, wo der gesamte Boden blau ist, weil diese Bluebells wachsen und das duftet dann auch total krass.
Helen
Und als Kind fand ich es saukomisch, dass mein Vater, also sowieso, dass mein Vater immer Blumen fotografiert hat. Und mittlerweile bin ich einfach eins zu eins genau so. Auf jeden Fall Bluebells. Ich glaube, ich habe dieses Interesse einfach übernommen. Das ist wahrscheinlich gar nicht mein ureigenes Interesse, aber keine Ahnung. Als so sentimentale Erinnerung. Ich finde die einfach toll mittlerweile. Ich liebe den Duft und ich finde das irgendwie schön, dass es ausgerechnet in Belgien, was ja dann doch ein bisschen leichter zu erreichen ist, als englern auch so einen Wald gibt. Der leider auch echt sehr touristisch ist.
Helen
Wahrscheinlich gibt es mehr davon, aber ich habe den ja auch nur entdeckt, weil das irgendwo auf irgendeiner Seite erschien. Und da waren wir vor fünf Jahren schon mal und zwar total toll und ich wollte aber auf jeden Fall auch mal ganz nah am Wald wohnen, weil da gab es so ein Dorf. Ich hatte ja schon alles gesehen, weil ich schon mal da war. Und irgendwann bei Airbnb so eine, ja so etwas wie ein Waldnest. Ich glaube, es war ein Försterhaus, weil es wirklich direkt am Wald ist. Und das haben wir dann letztes Jahr gemacht. Das ist ja auch volles Glücksspiel, man muss ja auch einfach zur richtigen Zeit dann da sein, das kann man gar nicht richtig planen.
Helen
Auf jeden Fall. War es voll toll und voll magisch und auch ein bisschen creepy in diesem Waldhaus, da wäre ich auf gar keinen Fall alleine. Also hätte ich nicht bleiben wollen, aber so voll schön auf jeden Fall. Im April habe ich auch Elizabeth Gilbert live in Köln gesehen, was ich mega fand. Das war auch so… Ich habe einfach gedacht, das klingt interessant. Das war im Grunde klar, dass es keine Lesung ist, sondern so ein Vortrag. Im Grunde wie so ein… Ich weiß gar nicht, wie man so etwas nennt, aber wirklich einfach ein Vortrag. Und sie hat einfach die ganze Zeit so Geschichten aus ihrem Leben erzählt. Aber ich fand es ganz, ganz toll. Und ich fand es auch beeindruckend zu sehen, dass sie damit…
Helen
Ich überlege gerade wieder die Veranstaltungssaal heiß. Es gibt einen recht bekannten Veranstaltungssaal in Köln, den sie komplett gefüllt hat, aber es ist mir entfallen, wie der gerade heißt. Aber ich fand es auf jeden Fall cool zu sehen, das ist ja im Grunde, also sie ist ja hauptsächlich, denke ich mal, als Autoren bekannt und dass sie damit aber so eine Riesenhalle füllt. Ich fand es voll inspirierend. In dem Monat hatte auch meine Arbeitskollegin ihren Abschied auf der Arbeit, obviously. Und ich glaube, das war auch noch mal so ein bisschen so ein Dämpfer, weil sie eigentlich voll, so gar nicht der Typ dafür war, zu kündigen und so ins Ungewisse zu springen.
Helen
Aber irgendwie war es, glaube ich, so ein bisschen so, wenn sie sich das jetzt sogar vor mir traut, dann muss ich jetzt auch mal langsam auf die Reihe bekommen. Ich habe es ihr natürlich gegönnt. Also oh Gott, warum traue ich mich das nicht? Sie ist doch eigentlich auch ängstlich, was so was angeht. Ich glaube, das habe ich so ein bisschen in Krise gestürzt. Ich hatte im April auch meine erste Pole-Dance-Stunde. Also im Grunde nicht die erste. Ich habe das mal vor hundert Jahren in Schottland ausprobiert und wusste eigentlich, dass mir es Spaß macht, habe mich aber glaube ich jahrelang für diesen Wunsch noch mal Pole Dance auszuprobieren verurteilt.
Helen
Ich kann es rückblickend überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Auf jeden Fall war es toll, das auszuprobieren. Und dieses Jahr, also heute Abend, gehe ich zu meinem zweiten Training, glaube ich, gehe ich nämlich mit zwei Freundin hin und das ist echt cool, das jetzt gemeinsam zu machen. Ich finde es ein krass tolles Hobby, um für so Selbstbewusstsein und auch für Kraft. Das macht mir auf jeden Fall einen Moment viel Spaß. Wir haben ohnehin zustimmen auch Mädels, die malen. Gemacht. Das war nicht unser erstes Mal, aber es war auf jeden Fall echt schön. Ich mag irgendwie diese Termine immer total gern. Ich male sonst überhaupt nicht, aber einfach so ein bisschen zur Ruhe kommen und ja, mir Zeit irgendwie dafür zu nehmen und wir quatschen dann auch immer so nett.
Helen
Also, auf jeden Fall schön. Was ich auch krass finde eigentlich, rückblickend. Ich war extra in Frankfurt auf dem F.A.Z.-Kongress. Was ich auf jeden Fall festgestellt habe, gar nicht meine Welt, überhaupt gar nicht meine Welt. Also so thematisch, es ging den ganzen Tag nur um alles, was in dieser Welt schlecht läuft und natürlich weiß ich, es läuft auch vieles schlecht, ich fand es ganz schlimm und vor allen Dingen habe ich den ganzen Tag das Gefühl gehabt, ich bin zu dumm, um hier irgendetwas zu verstehen. Es hat mich krass genervt, dass es waren immer alles eigentlich recht große Räume, vollgepackt mit Menschen und man durfte Fragen stellen und es haben sich immer nur Männer gemeldet und ich dachte, ich find's so cool, wenn ich auch mal Frauen gebe, die eine Frage stellen.
Helen
Aber ich dachte halt so, ich verstehe gar nicht, worüber die reden. Und ich glaube, seit der Schulzeit hatte ich nicht mehr so was, dass ich die ganze Zeit denke, ich bin zu blöd, um das zu verstehen. Also ich fand es irgendwie eine ganz… Es war gar nicht meine Welt. Könnte man sich jetzt fragen, so was hast du da überhaupt getan? Denn günstig war es auch nicht. Aber ich habe das alles im Dienste von Mädels, die lesen gemacht denn Dörte Hansen war auch als Podcast-Gästin gewünscht worden und ich glaube ich hatte sie dann irgendwie ge- googelt, hatte versucht rauszufinden, wo ich sie vielleicht abpassen kann, weil ich hatte das Gefühl das hat ja ganz gut funktioniert.
Helen
Mona Ameziane einfach nach diesem Termin auf der Leipziger Buchmesse anzusprechen und dachte dann mache ich das vielleicht bei ihr auch so. Und ich hatte witzigerweise gesehen, dass sie auf diesem F.A.Z.-Kongress ist. Und ich glaube es war auch vielleicht der einzige Termin, wo sie überhaupt mal war. Ich dachte, okay, ich mein, wie schlimm kann es sein, fahre ich da halt hin. Naja, auf jeden Fall. Ich bin nur wegen Dörte Hansen dahin. Habe auf jeden Fall festgestellt, nicht mein Ding würde ich jetzt nicht nochmal machen. Und Dörte Hansen war der letzte Programmpunkt, glaube ich, an dem Tag. Tag. Und dann war ich den ganzen Tag natürlich aufgeregt, weil ich dachte so, hoffentlich klappt das, hoffentlich habe ich überhaupt die Gelegenheit, sich sehr anzusprechen, wie wird sie reagieren und so, keine Ahnung.
Helen
Und ich quäle mich den ganzen Tag dadurch, spreche Dörte Hansen dann am Ende des Tages an. Sie war sehr freundlich. Aber sie sagt einfach, macht sie Grundsätzlich nicht. Und da habe ich dann gedacht: Naja, dann hätte ich auch einfach eine E-Mail schreiben können. Aber auf der anderen Seite, wer wagt, gewinnt, ne? Das war hinterher super frustrierend, weil es einfach so viel Geld gekostet hat da hinzufahren. Wen ich noch angesprochen habe, war Katarzyna Mol-Wolf, die vor allen Dingen das EMOTION-Magazin herausgibt und auch ein Buch und ich finde sie einfach inspirierend und das haben sehr viel überwindung gekostet, weil sie da in einer Gruppe von Frauen stand und sie hat am Ende sogar eingewilligt, also ich glaube sie fand es ein bisschen schräg, aber gut, egal.
Helen
Sie hat auf jeden Fall eingewilligt und meine ich soll ihr einfach schreiben. Das habe ich dann auch gemacht, aber halt erst, glaube ich, wochend später. Ich habe so prokrastiniert, weil ich so dachte, oh mein Gott, ich weiß gar nicht worüber ich mit ihr reden soll und ich war so aufgeregt. Also da habe ich es selber sabotiert, es hat nicht geklappt, sie ist ja nicht im Podcast gewesen und ich glaube es wirklich nur daran liegt dass ich mich nicht getraut habe und nicht direkt gehandelt habe. Es ist manchmal so schlimm wie man sich selber da irgendwie im Weg steht. Egal, war irgendwie nicht so mein Tag dieser F.A.Z.-Kongress, aber zumindest habe ich mich getraut, gleich zwei Frauen anzusprechen.
Helen
Ja, der Mai. Der Mai war dann, ich glaube ab dem Mai ist das Jahr so ein bisschen, glaube ich, ein bisschen aus dem Ruder gelaufen, wenn ich behaupte. Aber ich greife vor. Also ich war auf jeden Fall noch so in Sommerstimmung und Freizeitstimmung und Privatlebenstimmung, denn wir waren in Köln, waren Açaí essen, da hatte dieser Açaí-Laden aufgemacht. Ich hatte ein Kleid an, es muss warm gewesen sein. Also so voll toll. Ich habe in der Zeit auch angefangen am Van zu arbeiten, einfach um mich so ein bisschen darauf zu konzentrieren, wo ich eigentlich hin will, mein Ziel, mein großes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Helen
Ich habe mich in der Zeit auch bei speakerin.org angemeldet – das war, glaube ich, ein wichtiger Schritt für mich und da mein Profil eingerichtet, was mich auch viel Überwindung gekostet hat und wo ich glaube ich auch, wahrscheinlich mir vorgestellt habe, ich bekäme ab Tag eins Anfragen, vor denen ich dann Angst hatte. Ich habe bis heute nicht eine Anfrage bekommen, ich hätte mir also gar nicht so ins Hemd machen müssen. Aber ich glaube, es war ganz wichtig, mir das einzugestehen, dass ich zwar krasse Angst davor habe, vor Leuten zu sprechen, aber mir das irgendwie auch wünsche. Ich glaube, dass ich mich dafür bis dahin verurteilt habe und ja, keine Ahnung.
Helen
Ich Ich habe auf jeden Fall dieses Profil eingerichtet, ich glaube das hat echt was verändert, also einfach zu akzeptieren, dass das koexistieren kann. War glaube ich wichtig und ich weiß noch genau wie ich da so im Van saß und das alles eingerichtet habe. Also irgendwie cool. Ich war in der Zeit auch viel wandern. Also ich habe auf jeden Fall eine Fotos von einer Wanderung mit meiner Freundin um die Wahnbachtalsperre. Ich war auch mit Christian auf einem Wanderweg, den wir öfter gehen wandern. Aber irgendwo dazwischen habe ich auch von der Nominierung für den Young Excellence Award erfahren. Und ich meine, es klingt echt ein bisschen verkehrt.
Helen
Aber ich glaube, dadurch ist mein Jahr wirklich aus dem Tritt geraten. Also ein bisschen schleichend. Das hat nicht direkt angefangen, aber das war halt auf jeden Fall der Anfang. Dadurch ist so viel passiert, was ich nicht vorhersehen konnte und was ich überhaupt nicht ändern wollen würde. Aber es war viel und das habe ich überhaupt nicht kommen sehen. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich da auf der Arbeit war, also auch richtig im Büro und den Anruf von Kai bekommen habe und es gar nicht fassen konnte, weil ich so dachte, wer ist diese Buchbranchen-Jury, die mich ausgewählt hat und wie krass, weil ich habe das auch schon ein Jahr davor versucht und hatte keine Antwort bekommen.
Helen
Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet. Es war super verrückt. Kurz danach war ich mit meiner ganzen Family auf dem den Kanalinseln. Das war so der Geburtstagstrip für meine Mama. Wir hatten ihr das eigentlich schon vor fünf Jahren geschenkt, aber dann kam Corona dazwischen. Wir wollten es glaube ich vor fünf Jahren machen. Es war mega teuer, also wir waren wirklich meine Mama, meine Schwestern, unsere jeweiligen Partner. Und Mamas Hund. Wir waren alle zusammen auf den Kanalinseln, das war ganz, ganz toll. Ich hab mich total in Herm verliebt. Auch ein bisschen in Sark, aber noch mehr in Hörn. Es war ganz ganz toll. Will ich auf jeden Fall noch mal hin.
Helen
Und zwar irgendwie, also ich weiß nicht überhaupt, dass wir so ein Trip alle zusammen machen, war toll. Aber ich mochte auch da total gerne, dass sowohl Christian als auch ich, Manchmal ein paar Tagen so vormen Tags so ein bisschen gearbeitet haben und dann danach ja mit die Gegend erkundet haben. Weil ich sowas immer ganz schön finde zu sehen, dass das funktioniert. Also dass so vielleicht auch unsere Zukunft aussehen könnte, dass wir arbeiten und reisen. Das hat auf jeden Fall irgendwie gut geklappt und ich weiß, dass ich da an so einer E-Mail gebastelt habe für den Bonner General-Anzeiger und die dann da im Urlaub auch abgeschickt habe. Genau, aber sonst war es einfach sehr magisch, sehr besonders richtig toll, so mit der gesamten Familie die Zeit verbringen zu können.
Helen
Auf der Rückfahrt waren wir sogar noch, also Christian und ich mussten ein bisschen früher zurückfahren. Auf dem Rückweg waren wir noch in Frankreich. So ein Ort, den ich halt so null auf dem Schirm hatte, aber der echt süß war. Und wir waren im Mai auch noch im Arp Museum, was ich richtig gerne mochte. Also ich habe das schon öfter gedacht, das müssten wir eigentlich macht es nicht so weit von hier. Für alle die hier aus der Ging kommen. Also das hat mir echt voll gut gefallen. Im Juni waren wir in Weimar in der Bauhaus-Ausstellung und tatsächlich dann auch noch mal in Leipzig wegen so einem Keramikmarkt, weil ich in der Backmeise einen ganz besonderen Teller entdeckt hatte.
Helen
In der Zwischenzeit mit der Töpferin hin und her geschrieben und hatte mir Teller… Es klingt irgendwie witzig, aber ich hatte mir auf jeden Fall mehrere so Mini Teller. Das sind so ganz kleine Kuchenteller bestellt, weil da Rotkehlchen drauf sind und hab die dieses Jahr auch da letztes Jahr dann auch an Weihnachten an meine ganze Familie verschenkt. Also hinter Hintergrund: Mein Vater hieß Robin, und das ist auf Englisch das Rotkehlchen – wir haben alle eine besondere Verbindung zu Rotkehlchen. Auf jeden Fall da haben wir auch noch mal die Backmeise besucht. Also sehr schön. Wir haben eine Bekannte in Jena überrascht. Ich glaube Für sie ist immer so ein bisschen nur halb cool, weil wir machen das ganz oft, dass wir sie da halt wirklich überraschen.
Helen
Sie das vorher nicht so weiß und sie dann ganz oft da Stress hat bei ihrem Job. Aber ich will es auch nicht so frei ankündigen, weil ich dann immer nicht weiß, ob es wirklich machen, aber sie arbeitet in so einen tollen Biergartenartig und da kann man irgendwie echt schön einkehren. Ich hatte im Juni auch die Podcastaufnahme mit Mona Ameziane. Ich habe ein Video, wo ich danach richtig heule, weil ich so gerührt war, weil es mir so viel bedeutet hat, mit ihr zu sprechen, weil sie auch so nett ist und keine Ahnung, es war ganz besonders für mich. Und das ist tatsächlich die Folge, die am Ende am beliebtesten war. Und ich glaube auch immer noch einfach auf Platz 1 steht.
Helen
Sie kam sehr gut bei euch an. Auch irgendwie finde ich ein ganz tolles Gespräch mit ihr, aber vor allen Dingen auch so das, was wir nach der Aufnahme noch so haben wir auch gar nicht mehr ewig gesprochen, aber es war irgendwie total schön, weil ich dann wieder gemerkt habe, was für ein krass Privileg das ist, dass ich hier mit so vielen tollen Menschen sprechen darf, mit denen ich ja so tatsächlich einfach nie einen Kontakt käme. Im Juni ist auch der Artikel im Bonner General-Anzeiger erschienen. An dem Tag, also ich glaube an dem Tag ist erst weiß man nur der digitale Artikel erschienen, aber da war ich auf jeden Fall mit meiner Mama auf so einer kulinarischen Weltreise durch Bonn unterwegs, was voll Spaß gemacht hat.
Helen
Das war mein Geschenk gewesen zum Geburtstag von denen drehen. Ich habe für diesen Artikel ja auch ein Reel vor dem Bundesbüdchen gemacht und mich ganz arg blamiert, würde ich sagen. Also es hat sich so angefühlt für mich. Das war einfach, dass da überall Menschen waren und mir hatte das schon länger vorgeschwebt. Ich bin froh, dass ich es durchgezogen habe, aber ja, es war unangenehm. Wir hatten da auch noch mal ein Schmökern & Schmausen, eins zu »Stolz und Vorurteil«. Da haben wir, glaube ich, so ein Dessert gemacht. Das war auch richtig gut. Ich war aber auch mit einer Freundin Kaffee trinken und spazieren. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, der Privatleben-Anteil war teilweise echt gering, aber deswegen klammere ich mich an diese Sachen.
Helen
Ich habe auch ein Video gedreht, weil ich mich für die Rowohlt-Villa beworben hatte. Da war ich aber letztendlich nicht genommen worden. Das wäre so eine Villa vom Rowohlt Verlag auf der Buchmesse gewesen. Aber ich meine, die Buchmesse war auch so schon hektisch genug. Also vielleicht alles ganz gut, dass ich da nicht genommen worden war. Im Juli, der Juli fing an mit einem langen, also mit so einem Wochenende für die Arbeit, wir hatten da unser jährliches Botschaftertreffen. Das war intensiv, aber auch wieder echt cool. Ich habe dann ein Gewinnspiel für eat.READ.sleep, weil ich mit Katharina Mahrenholtz im letzten Jahr eine Folge aufgenommen habe.
Helen
Also auf jeden Fall habe ich da so ein Gewinnspiel-Reel gedreht. Und zum Teil auch vor Ort, weil wir dann mit einem Nominierten vom Young Excellence Award in Treffen hatten. Das muss also auf jeden Fall das Ende der Abstimmungsphase gewesen sein. Es gab zwei Wochen, wo man abstimmen konnte. Zu dem Zeitpunkt war ich glaube ich schon sehr erschöpft, weil diese zwei Wochen Abstimmungszeit irgendwie echt viel abverlangt haben. Ich habe ganz oft in diesen zwei Wochen in Frage gestellt, wie sehr ich das überhaupt will. Ob ich diesen Preis überhaupt haben möchte, ob ich weitermachen will. Ich glaube, da hatte ich mich etwas übernommen. Wir haben dann am nächsten Tag nach dem Treffen mit den Nominierten haben wir für die Community auch noch ein Picknick gemacht, zwar ultra toll, auch ganz toll, also vom Wetter voll schön, war richtig schön.
Helen
Und am Tag danach, als ich quasi bevor ich wieder nach Hause gefahren bin, habe ich dann Anruf bekommen, dass ich den Young Excellence Award gewonnen habe und das war super verrückt weil ich einfach auch bis zu letzt nicht sicher war ob das reichen würde ob und dann fühlte ich das auch so doof und wenn du nicht weiß hast du genug getan aber auf der anderen seite ich glaube ich hätte auch nicht noch mehr machen können und ich war dann so froh dass das geklappt hat zwar viel mehr stimmen als sonst in den jahren abgegeben worden die haben nicht verraten, wie viel quasi um welchem Abstand oder so ich gewonnen habe. Aber ich denke, das zeigt schon, dass ihr euch ganz schön ins Zeug gelegt habt und an der Stelle auch nochmal danke.
Helen
Danke fürs Abstimmen, ich glaube, wir waren alle erschöpft. Ich war im Juli auf jeden Fall auch noch in der Milli-Bau-Ausstellung in Darmstadt. Ich fand Darmstadt auch ganz schön, aber ich habe vor allen Dingen ein neues Vorbild dazu gewonnen, weil ich Milli Bau total cool fand. Sie war jetzt eine der… Ich hab so die erste Frau, ich hab keine Ahnung. Mit dem… In den 50er Jahren oder so, in Afghanistan und Co. Mit ihrem Bus unterwegs. Also, ich hatte, glaub ich, als eine der ersten, sich ein Bus als zu Hause umgebaut. Und ich fand es ganz toll. Wann dann so ihre Fotos und so. Und ganz viele Zitate von ihr. Ich fand es super inspirierend. Und ich war beim Kunstrasen in Bonn das erste Mal.
Helen
Das ist so eine Veranstaltungsreihe für Konzerte. Und das wirklich auch nicht weit weg von mir entfernt. Ich habe immer gesagt, das müsste ich eigentlich mal machen. Und vor allen Dingen war Mika da. So ein Künstler, den ich während meiner Au-pair-Zeit in Schottland kennengelernt habe. Und Wo ich auch niemanden irgendwie erst finden konnte der Lust hatte mit mir hinzugehen, weil es natürlich auch so ein bisschen verrückte Musik ist. Und deswegen war ich mega mega dankbar, dass Christian mit mir hingegangen ist und es war so toll einfach, weil wir so… Der Typ ist halt krass verrückt, der hüpft da die ganze Zeit auf der Bühne rum. Ich weiß überhaupt nicht wie er das macht, parallel noch zu singen.
Helen
Und es hat mir so viel Energie gegeben. Und zwar auch einfach lustig, weil wir so mit dem Roller hingefahren sind und wieder zurück und war irgendwie toll. August, ich habe das Gefühl langsam, mir geht auch selber die Puste aus, ich hoffe du hast noch Energie zuzuhören. Also im August haben wir nochmal Mädels, die malen. zu »Wilde Minze« gemacht und ich erinnere mich, dass ich das Buch echt toll fand. Dass ich irgendwie mal ein bisschen verkehrt und fühlt, weil das ein bisschen krasses Thema war, aber es hat mir echt gut gefallen und halt war auch wieder ein sehr schöner Abend. Wir waren auch nochmal mit Osci, also unserem Van, auf diesem Erpeler Ley, auf dieser Aussichtsplattform haben gepicknickt.
Helen
Richtig schön war das. Im August sind auch die Flyer von Mädels, die lesen und Poster angekommen. Es war alles für das Schaufenster, was wir später im Jahr dann das erste Mal haben würden und eigentlich müssten wahrscheinlich in der Zeit auch die Sticker gekommen sein, aber irgendwie habe ich die auf jeden Fall übersehen. Im August war ich auch in Brüssel beim Blumenteppich. Vielleicht erinnerst du dich, das war eines der 34 Dinge, die ich mit 34 machen möchte, das ist schon ein bisschen her, im März 24, als die Folge rausgekommen ist und ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich… Ich würde sogar sagen, dass man es gar nicht gemacht haben muss.
Helen
Man sieht es viel besser, wenn man sich einfach drohende Aufnahmen anguckt. Aber es war ein schönes Erlebnis und ein toller Ausflug. Es war spontan. Im August war ich eine Woche weg. Meine Mama hat ein Ferienhaus in der Eifel gemietet. Um ihren Geburtstag und meine Schwestern und ich und auch der Freund von meiner einen Schwestern haben dann da vor Ort gewohnt zusammen, aber vor allen Dingen haben wir drei da zumindest auch gearbeitet und für mich war das so ein Erlebnis, das ich gemerkt habe. Wenn ich Zeit habe, mich zum zum Beispiel so eine Kooperation zu kümmern, dann kriege ich da auch einiges umgesetzt und dann kriege ich das auch finanziell alles hin.
Helen
Das war für mich, glaube ich, in dem Moment eine wichtige Erkenntnis, dass ich vielleicht den Sprung in die Vollzeit-Selbstständigkeit wagen kann. Ich habe da zum Beispiel auch, also die Events, die ich zum Teil jetzt genannt hatte, waren auch gesponsert von Bioderma und ich weiß auf jeden Fall, dass ich da in der Eifel vor allen anderen aufgewacht bin und also ich bin dann so ein bisschen hochgewandert und habe dann auch nochmal ein Reel für Bioderma gedreht und ich hatte noch so gedacht, oh jetzt muss ich aber langsam zurück, ich glaube es war vielleicht sogar der Geburtstag von meiner Mutter und als ich zurückkam, war immer noch niemand wach und ich habe es richtig gemerkt, Ich hatte einen ganz anderen Rhythmus.
Helen
Also, war glaube ich Wochenende und nicht unter der Woche, wo alle gearbeitet haben. Ich bin im August dann auch noch für meinen ersten Speakerauftritt nach Hamburg gefahren. Das war ganz aufregend, habe ich über meine eher ungewöhnliche Gründung gesprochen. Reingekommen war ich aber nicht über speakerin.org. Im September hat das erste Gründerinnenprogramm, bei dem ich angenommen worden war, angefangen. Und ich würde sagen, dass spätestens da der Punkt erreicht war, wo ich gemerkt habe, ich kann nicht mehr, das ist zu viel. Also ich denke im September hat sich es angedeutet und spätestens im Oktober habe ich gemerkt, es geht gar nicht mehr.
Helen
Ich habe da auf jeden Fall auch ein Reel-Fib-Bookbot gedreht. Da ging es darum, Bücher einzukaufen. Ich glaube, die hatte ich zum Teil auch mit in die Eifel genommen. Achso, nee, die habe ich vor allen Dingen gekauft für den Urlaub, den ich dann im Oktober gemacht habe. Aber das war irgendwie auf jeden Fall ein lustiger Dreh. Weil es gibt so eine Szene, da krieg ich das Paket zugeworfen. Und es haben wir so aufgedreht und irgendwann wurde Christian aber so ein bisschen überschwenklich und hat fast umgehauen. Ich habe da auch nach ganz ganz langer Zeit mal wieder Blut gespendet, weil das von der Arbeit aus organisiert worden war. Da war ich irgendwie voll stolz auf mich, weil ich so aufgeregt war.
Helen
Ich habe immer Angst beim Blutspenden. Ich habe schon ein bisschen auch Angst, dass mir schwindelig oder schlecht wird. Ich habe ja so Angst vor Übelkeit. Aber ich habe eigentlich immer eher Angst davor, dass es anderen so geht. Und witzigerweise war es an dem Tag sogar so, dass es mir eigentlich noch nie so passiert, dass relativ viele Probleme mit dem Kreislauf hatten und um mich herum sind Leute nach hinten gekippt. Aber ich war erstaunlich ruhig eigentlich und war danach wieder total stolz auf mich, dass ich mich getraut habe. Also bei mir geht es oft einfach auch um dieses nicht Trauen.
Helen
Im September haben wir auch ein Lebkuchenkurs in Nürnberg gemacht und am nächsten Tag, war das am nächsten Tag, ich glaube schon, oder vielleicht war ein paar, ein paar Pause dazwischen, hatten wir ein Treffen in der Buchhandlung Lesezeichen in Kempten – beides von Bioderma gesponserte Events. Der Lebkuchenkurs stand, glaube ich, auch auf meiner 34-Dinge-Liste, es hat auf jeden Fall voll viel Spaß gemacht und war irgendwie eine schöne Zeit. Vor allem, weil wir da in so einem richtig schönen Hotel in Nürnberg waren, die hatte ich nämlich auch angefragt für eine Kooperation.
Helen
Wir haben das dann nicht kostenlos bekommen, aber zumindest reduziert und Ach irgendwie war das, das hat sich ganz fancy angefühlt. Im September haben wir auch das Schaufenster dann bei der Buchhandlung aufgebaut. Ich glaube so Mitte September und dann lief das bis Anfang Oktober. Es ist auch ein Artikel in der Allgäuer Zeitung erschienen. Das war so entstanden, als wir das Treffen in der Buchhandlung hatten. Ich habe einen Gewinnspiel-Reel für so ein Survival Kit für die Frankfurter Buchmesse in Kooperation mit der Buchmesse aufgenommen. Das fand ich irgendwie auch, das fand ich vorallt, dass die tolle Kooperation hat voll Spaß gemacht. Im September sind auch die, ist der Probedruck für die Lesezeichen bei Lisa angekommen.
Helen
Wir hatten, eigentlich hatte ich schon vor ganz langer Zeit, eine geeignete Werkstatt dafür gefunden, weil normale Druckereien nur das Lesezeichen selbst drucken, aber wir wollten eins mit Bändchen und ich hatte dafür eigentlich dann quasi schon einen Ort gefunden, aber irgendwie einfach alleine nicht auf die Reihe bekommen und dann hatte Lisa das in die Hand genommen und ja im September kam da der Probedruck an, zwar voll cool, ich hatte im September, ich glaube es hat da zumindest angefangen, ich weiß gar nicht wie oft ich im September da war, aber bis zum Ende des Jahres war ich öfter bei meiner Frauenärztin dafür musste ich immer recht weit fahren.
Helen
Es war alles irgendwie so anstrengend, am Ende des Jahres. Weil ich so eine ganz bestimmte Untersuchung in einem ganz mini, klitzekleinen Zeitfenster machen musste und das irgendwie so fünfmal oder so nicht geklappt hat und ich musste dafür jedes Mal pro Strecke eine dreiviertel Stunde fahren. Ich habe auch jedes Mal gedacht, ich wollte doch längst schon meine Praxis gewechselt haben. Warum habe ich das nicht vorher gemacht? Naja, Aber ich glaube in der Zeit hat sich einfach alles anstrengend angefühlt. Wir hatten auf der Arbeit auch noch eine Weinwanderung, so ein Betriebsausflug und da erinnere ich mich auch, dass ich da die Gelegenheit genutzt habe und eine, die aus der Personalabteilung dabei war nochmal ein paar Sachen dazu gefragt habe, so was wäre, wenn ich jetzt kündigen würde?
Helen
Ich glaube zu dem Zeitpunkt war ich mir eigentlich schon recht sicher, aber ich hatte immer noch große Angst davor. Aber so da, da war der Prozess schon deutlich konkreter. Der Oktober ging dann damit los. Am 1. Oktober habe ich meine allererste Lesung moderiert und zwar mit Melanie Raabe hier in Bonn. Es war ganz, ganz toll bei Bücher Bartz. Das war voll der coole Abend, also ich mein mit Melanie Raabe finde ich es irgendwie immer toll und ja es hat einmal Spaß gemacht. Wir sind kurz danach, vielleicht ein, zwei Tage danach nach England über Christians Geburtstag gefahren, was bei mir auch immer so alle, alle Gefühle auslöst.
Helen
Also ich habe es ganz oft, ich merke es richtig, wenn ich jetzt schon nur darüber spreche, dass ich da sind, also so emotional werde. Ich habe das auch am Anfang, wenn wir nach England fahren, dass ich, weil wir so eine bestimmte Strecke langfahren, irgendwie löst das bei mir immer so ganz viele Erinnerungen aus, dass ich dann erstmal anfange zu heulen und auch mich im ersten Moment vielleicht noch nicht mal so super glücklich fühle, sondern eher ist auch traurige Erinnerungen hervorruft. Okay, wo? Ich hatte gar nicht vor euch jetzt hier immer zu tun, auf jeden Fall. Nach diesem ersten Moment, wo es dann irgendwie auch ein bisschen schwer ist, wenn ich jetzt mal einfach so glücklich dann in irgendwer zu sein und es hat auch da wieder total gut getan, weil wir richtig abgeschaltet haben.
Helen
Wir waren zwar nicht lange da, aber wir hatten so einen Caravan auf so einem Campingplatz in Dartmoor und das war irgendwie toll einfach. Also da habe ich auch so gedacht, das wäre der perfekte Ort, um sich mal so ein Monat einzuschließen, wenn man ein Buch schreiben will oder so. Es war irgendwie voll schön auf jeden Fall hat richtig gut getan war glaube ich auch so ein bisschen das Durchatmen was ich noch mal gebraucht habe. Ich habe da in auf dem Rückweg im Hotel auf jeden Fall auch noch mal ein Reel für Bioderma gedreht. Es ist auch schon so ein bisschen verknüpft auch mit Arbeit weil ich vor Ort auch ja Bücher und nicht Bücher Fotos und Videos vom Buch gemacht hatte, was wir da gelesen haben, aber es war zumindest zum Großteil viel Entspannung.
Helen
Ehrlich gesagt weiß ich nicht sogar nicht das letzte Mal so einen richtigen Urlaub hatte, wo ich gar nichts gemacht habe. Es steht auf jeden Fall auch mal wieder an. Aber es war zumindest so weit entspannend, wie es eben sein konnte. Als ich zurückgekommen bin, fing das zweite Gründerinnenprogramm an, wo ich angenommen war. Und ich habe das im Oktober noch versucht, komplett so durchzuziehen. Aber das hat mich fast umgebracht. Das habe ich komplett unterschätzt. Das war zu viel. War viel, viel zu viel. Ich weiß gar nicht, wie ich das überhaupt im Oktober hinbekommen habe. Und ich glaube, da war das erste Mal, wo ich gemerkt habe, dass ich das nicht mehr so viel
Helen
Es geht mir wie vor fünf Jahren. Ich glaube, da ist bei mir so eine Wand hochgefahren: Ich wollte auf keinen Fall noch mal einen Burnout haben, es war so schwer, da wieder herauszukommen. Aber ich war zu dem Zeitpunkt schon so erschöpft. Ich wusste, es war nicht so verkehrt, weil dadurch war der Leidensdruck hoch genug, um dann tatsächlich zu kündigen. Aber es hat mir auch ein bisschen Angst gemacht. Und ich glaube ab Oktober war es dann so, dass ich wie so in den Energiesparmodus verfallen bin und wirklich jeden Tag nur noch das machen konnte, was absolut notwendig ist. Alles andere musste einfach warten. Bisschen so wie überlebensmodus, glaube ich.
Helen
Ich war dann auch noch auf der Frankfurter Buchmesse. Da war natürlich einiges los. Ich war hauptsächlich natürlich da, weil ich da ja auch den Preis verliehen bekommen habe für den Young Excellence Award. Und was ich noch sehr stark in Erinnerung habe, ist, dass ich irgendwie zwei Stunden vor dieser Preisverleihung die E-Mail bekommen habe, dass wir für den deutschen Lesepreis nominiert sind. Das war so ein Auf und Ab der Gefühle, weil ich wusste, ich musste abends ja auch was sagen bei dem Young Excellence Award. Ich bin die Preisträgerin und so. Also ich war auch da wieder so aufgeregt und so gestresst und dann kommt aber irgendwie so dieser höhen Moment, wo du denkst, wow krass, okay.
Helen
Also ich weiß nicht, ich glaube es war einfach mehr, als ich tatsächlich irgendwie verarbeiten konnte in dem Jahr. Es war auf jeden Fall ein schöner Abend, aber ich bin dann auch relativ früh nach Hause, die manche sind dann noch weitergezogen und Ich hatte gar keine Energie mehr dafür. In dem Monat wurden aber auch die Lesezeichen fertig. Das war… Also ich weiß nicht, dass die endlich tatsächlich da waren und so aussahen wie ich mir die vorgestellt haben. Es war total cool. Ich war auch beim Radio Bonn/Rhein-Sieg zu Gast. Das war auch aufregend, weil ich richtig in so einem Radiostudio war. Also ich glaube November sieht man so, ich habe versucht ein bisschen runterzufahren.
Helen
Am 1. November war ich, glaube ich, im Kino, ich glaube das ist der einzige Mal in diesem Jahr, also im letzten Jahr. Aber ich habe so eine lange Liste an Filmen, die ich gucken möchte und schaue sonst immer, wo ich sie streamen kann. Aber dadurch hatte ich übersehen, dass der Film über Peggy Guggenheim in der Nähe, also nicht wirklich in der Nähe, aber nicht so weit weg gezeigt wird und war dann in so einen Mini-Kino und im Preis war, glaube ich, auch ein Sekt und eine Praline drin, so irgendwie ganz witziges Konzept und auf jeden Fall ein interessanter Film, aber wir waren glaube ich nicht so die Zielgruppe Christian und ich irgendwie waren da sonst nur Senioren, aber toll.
Helen
Hat richtig Spaß gemacht, mal wieder ins Kino zu gehen. Ich habe da auch noch mal ein Reel für Bookbot gedreht, wo es um den Fairkauf von Büchern ging und habe das zum Anlass genommen, bei mir noch mal das ganze Regal auszumisten. Das war, glaube ich, wieder fast ein Jahr her, dass ich das zuletzt gemacht hatte. Das hat auf jeden Fall gut getan und ich finde, es hilft, einmal Tabula rasa zu machen. Ich war bei der Lesung von Anjana Gill im Kuppelsaal, zusammen mit ein paar Frauen, weil ich Freikarten bekommen hatte und das war ganz gut nochmal, weil ich mir dann den Kuppelsaal nochmal anschauen konnte und schauen konnte, was ich beim nächsten Gespräch mit Thalia noch besprechen muss und solche Sachen und ich glaube da habe ich auch das erste Mal begriffen, oh mein Gott wir werden hier wirklich in zwei Monaten unseren Geburtstag feiern, Das war auf jeden Fall cool.
Helen
Ich habe im November gekündigt, zur Mitte des Monats. Das war dann tatsächlich gar nicht mehr so aufregend. Ich glaube, die zwei Monate davor hatte ich halt viel Angst davor von diesem Schritt. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich die Entscheidung ja schon getroffen und dann fiel mir das gar nicht mehr so schwer. Aber ich glaube, es war ein wichtiger Schritt auf jeden Fall. Da war ich auch noch mal bei der Frauenärztin. Ich glaube, wir haben es dann irgendwie monatlich versucht und im Monat davor hatte das nicht geklappt wegen der Preisverleihung oder so was. Ich glaube, ich bin da sogar zwei, drei Mal hintereinander hingefahren, bis es mit dieser Untersuchung endlich geklappt hat.
Helen
Da war ich echt ein bisschen durch mit den Nerven. Aber dann war zumindest klar, dass sie eine Entscheidung treffen konnten. Ja, im Dezember war noch mal relativ viel los, aber ich glaube, das habe ich dann auch nur geschafft, weil ich wusste, es ist jetzt Endspurt, bald ist es vorbei. Ich hatte zum Beispiel einen Lego-Serious-Play-Workshop, sag ich mal, und das hat voll Spaß gemacht, ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt schon mal davon gehört hatte, gemacht hatte ich es jedenfalls noch nie und es hat viel Spaß gemacht. Es war vielleicht der vorletzte Termin von diesem einen Gründerinnenprogramm.
Helen
Es war dann nämlich auch im Dezember fertig. Wo ich sehr erleichtert darüber war, das andere Gründerinnenprogramm hatte ich Ende Oktober für mich erst mal pausiert, weil ich gemerkt habe, ich schaffe es gerade nicht. Da kann ich mich frühestens ab Januar wieder drum kümmern. Und dadurch hatte ich zumindest ein bisschen das Gefühl, dass wieder ein bisschen Druck raus ist. Spotify Wrapped kam und ich habe irgendwie erfahren, dass ich 39.000 Minuten Podcast im vergangenen Jahr gehört habe und dachte so, kein Wunder, hast du das Gefühl, hast du ein bisschen viel los? Aber ja, soll ich sagen, ich höre etwas sehr gerne Podcast.
Helen
Und da habe ich dann auch gesehen, irgendwie, die Folge mit Mona Ameziane hatte so eine ganz absurde Zahl, 638 Prozent mehr Streams als die anderen Folgen, super crazy. Ich hatte das Vision-Board-Retreat auf einem Hausboot in Holland durchgeführt, was auch nochmal irgendwie aufregend war, weil ich das alleine ja dann veranstaltet habe, aber es war also sehr schön, ich glaube nicht, dass ich mir sonst letztes Jahr überhaupt Zeit für das Vision Board genommen hätte. Ich glaube, obwohl es sich natürlich vorher so angeführt hat, als wäre das jetzt das letzte, was ich noch bräuchte, eine eigene Veranstaltung, hat es einfach gut getan, weil ich dann auch ja selber mal vier Tage aus meinem Trubel rauskam.
Helen
In der Zeit kam auf jeden Fall auch mega viele, sehr große, sehr schwere Pakete für die Goodie-Bags im Januar an. Der Keller wurde auch immer voller. Ich habe da auch noch ein Video für die Standard Chartered Bank gedreht. Das war im Zusammenhang mit dem einen Gründerinnenprogramm und rückblickend denke ich: Boah, dass ich das auch noch gemacht habe. Aber ich hatte die schon so lange vertröstet und ich glaube einfach das Gefühl, das muss ich jetzt echt auch noch machen. Ich habe auch es geschafft. Also ich mein es vielleicht nicht angemessen ist, dass ich so stolz auf bin, aber im Jahr davor hat mir jemand geholfen um Weihnachtspakete an das ganze Team zu verschicken.
Helen
Und obwohl so viel los war, hab ich das sogar alleine auf die Reihe bekommen letztes Jahr. Ich bin da immer noch ganz froh drüber, weil ich, ich würde das ja alles gar nicht schaffen, wenn ich kein Team hätte und ich möchte an der Stelle auf jeden Fall Danke sagen. Ja, kurz vor Weihnachten hatte ich meinen letzten Arbeitstag. Danach wurde es ja sowieso dann alles auch etwas ruhiger. Ich glaube, es einfach auch oft so, wenn man einen Job aufhört, wird es erst mal schlimmer. Ich habe das zwar nicht so kommen sehen, aber es war vorher noch mal sehr, sehr stressig. Einfach, weil man auch so viel organisieren muss, weil natürlich auch Sachen übergeben werden müssen und so.
Helen
Auf jeden Fall das war gut, war der letzte Arbeitstag. Ich habe mir an dem Tag tatsächlich auch noch ein piercing stechen lassen, quasi das Letzte, was ich mir für das Jahr vorgenommen hatte. Das ist so ein Mutmoment, da hat mich Christian auch begleitet. Ich bin echt froh, ich hätte es sonst bereut, ich hatte auch wieder ganz dolle Angst davor. Aber jetzt ist ja schon wieder zwei Monate her länger, ich weiß gar nicht, aber auf jeden Fall zwei. Und ja, jetzt ist schon wieder gar nicht mehr so ein Ding. Das hat eigentlich ganz gut geklappt mit dem Abheilen. Ich war vor Weihnachten dann noch mit meiner Familie im Varieté.
Helen
Ich finde es immer toll, wenn man solche Momente hat, wo man erstens mal rauskommt und mal so was ganz anderes erlebt. Ich glaube, das brauche ich eigentlich, ehrlich gesagt, viel mehr, wo man wirklich einfach nicht über den Job so nachdenkt. Wir haben auch noch die Lesezeichen vor Weihnachten verschickt, so dass die bei vielen noch angekommen waren. Also die Lesezeichen hatten wir quasi als Geschenk für die Mädels aus der Schmökerrunde herstellen lassen. Die haben nämlich dann alle bekommen, die mindestens ein halbes Jahr schon Teil der Schmökerrunde sind. Und jetzt machen wir jetzt so einmal ein Monat, dass wir gucken. Wer ein halbes Jahr dabei ist, bekommt eins.
Helen
Es war voll schön, dass das auch so gut ankam. Dann war Weihnachten. Eigentlich recht unspektakulär. Christian und ich haben am 24. zu zweit gefeiert. Mir war ehrlich gesagt überhaupt nicht nach Weihnachten. Ich wollte einfach nur meine Ruhe haben. Manchmal ist es so, ich glaube, ich habe mich da schon relativ gut von Erwartungshaltung gelöst. Aber es ist halt trotzdem Weihnachten und alle Welt hat eine Erwartungshaltung daran. Und ich glaube, wenn das nicht gewesen wäre, hätte ich sogar einfach gesagt, so Leute, dieses Jahr einfach ohne mich, hab gar keinen Bock. Aber wir wandern am 25. Ist bei mir in der Familie der wichtigere Tag noch bei meiner Mama und meiner Schwestern und Partnerwander.
Helen
Wir haben Raclette gemacht, wir waren spazieren, es war wieder mal sehr, sehr schön – da war ich natürlich froh, dass wir da waren. Dann sind wir noch nach Berlin gefahren, ich glaube am 30. Dezember, waren am 31. Auch noch im Zoo, was echt schön war und haben da ins neue Jahr gefeiert und und haben da – daran merkt man, glaube ich, ganz gut, dass es im letzten Jahr eigentlich keinen Moment gab, in dem ich einfach nur frei hatte – noch auf Vorrat Videos für die Kooperation mit Libby gedreht. Aber es war für mich ganz gut, weil ich hatte das vorher super doll prokrastiniert, ich glaube weil mir alles zu viel wurde und dann für den Videodreh Christians Unterstützung zu haben, war echt gut.
Helen
Aber so ist das Jahr dann auch arbeitstechnisch ausgeklungen und ja ich glaube ich merke dass selber jetzt auch gerade so wo ich das alles noch mal so rekapituliere es war ein volles Jahr ich habe versucht auch ganz viel was ich mir eigentlich ursprünglich auch gewünscht hatte ganz viel privat leben auch rein zu packen aber ich glaube trotzdem hat letztlich eigentlich mein privat leben eher wieder also musste so ein bisschen zurückstecken, was ich mir anders erhofft hatte, aber ich glaube, ich habe auch einfach nicht damit gerechnet, was für eine Welle zum Beispiel der Young Excellence Award auslöst und ich habe richtig Schwierigkeiten damit, mir ist das unangenehm, das auch laut zu sagen, weil ich komme mir so undankbar damit vor, wenn ich das sage, weil ich bin natürlich dankbar dafür, was alles passiert ist letztes Jahr.
Helen
Aber ich glaube es geht halt einfach auch dann mit dem Gefühl einher, dass mich das echt an meine Grenze gebracht hat. Und jetzt, wo ich das alles hier noch mal so erzähle, denke ich auch so, ja okay, es war auch echt viel letztes Jahr und es ist okay auch, dass ich gerade so einen Bedürfnis danach habe, dass es ein bisschen ruhiger wird. Ja, es war sehr aufregend. Es war von allem irgendwie was dabei. Es war so viele Hochgefühle und ganz viele auch Momente, wo ich dachte, ich schaffte das alles nicht. Ich kann nicht mehr. Was mir auch Angst gemacht hat, weil da wollte ich eigentlich nie wieder hin. Und ich glaube auch, es frustriert mich manchmal, weil ich denke, ich müsste es doch eigentlich besser wissen.
Helen
Ich müsste doch wissen, wie es anders geht. Aber ja, ich bin auch nur ein Mensch und ein Work in Progress. Ja, vielleicht an der Stelle einfach nochmal. Ich bin wirklich dankbar für das, was letzt Jahr passiert ist. Es hat uns krass weitergebracht auch. Ich habe zum Beispiel das Gefühl, Verlage haben uns nach der Nominierung ganz anders wahrgenommen, schon aber besonders auch nach dem Gewinnen. Aber ja, es geht eben auch mit dem Gefühl einher, dass es dadurch sehr sehr viel wurde und ich glaube letztes Jahr war einfach verrückt. Ich habe mich in all den Jahren davor auch immer viel auf Sachen beworben, aber ich wurde halt nie genommen und letztes Jahr wurde ich halt irgendwie für sehr sehr viele Sachen genommen und damit habe ich aber nicht gerechnet und ich hatte das glaube ich auch nicht einkalkuliert eigentlich, wenn ich so ganz ehrlich bin.
Helen
Und ich denke, dieses Jahr dürfte hoffentlich ein bisschen anders werden, dadurch, dass ich jetzt zumindest schon mal den Teilzeitjob nicht mehr habe, denn das taucht hier ja gar nicht auf: dass ich pro Woche 19,5 Stunden für meine Teilzeitstelle gearbeitet habe und immer alles für Mädels, die lesen in den Vormittag packen musste, damit ich es irgendwie hinbekomme und in die Wochenende und Freie Abend und so. Und das merke ich auch schon seit dem 20.12. wo ich meinen letzten Arbeitstag hatte, dass es sich entspannt hat. Ein bisschen ist es noch nicht so 100% angekommen, weil jetzt auch noch der Geburtstag war. Aber ich merke schon eine Veränderung und deswegen.
Helen
Ich bin total gespannt auf dieses Jahr. Ich wollte aber einmal die Gelegenheit nutzen, weil man hier vieles auch gar nicht so mitbekommt natürlich. Vieles hat ja jetzt vielleicht auch nicht direkt so mit Mädels, die lesen zu tun, was ich so mache. Aber ich wollte einfach mal versuchen, einen halbwegs umfassenden Überblick über das letzte Jahr zu geben. Vielleicht ergibt das dadurch mehr Sinn, wenn ich dann auch manchmal sage, es war hart. Ich bin da an meine Grenze gekommen. Aber ja, lass mich auf jeden Fall gerne mal wissen, ob das für dich überhaupt interessant ist und ob das auch okay ist, wenn ich das so ohne Skript mache.
Helen
Aber ich glaube ehrlich gesagt, wenn ich versucht hätte, den Skript zu schreiben, dann wäre das wahrscheinlich doppelt so lang geworden, Ich bin ja auf viele Sachen überhaupt nicht lange eingegangen. Gefühlt bin ich nur so durchgerattert. Ich hoffe, du konntest auf jeden Fall was dadurch mitnehmen. Und vielleicht an der Stelle auch nochmal, weil ich das nur, glaube ich, bei Instagram und im Newsletter geteilt habe, danke für das letzte Jahr. Es war ein wilder Ritt und ich weiß, dass ich das euch in der Community zu verdanken habe. Danke fürs Begleiten und es ist einfach cool zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt und ich freue mich total auf dieses bereits angebrochene Jahr 2025 mit dir und euch.
Helen
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.




