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Was man im Onlinemarketing eines Buchverlags macht

StartseitePodcast › Liesa, wie ist es, in einem Buchverlag zu arbeiten?

Podcast · Folge 102

Was man im Onlinemarketing eines Buchverlags macht

Liesa Rebbig über Blogger*innen-Mails, Content mit Autor*innen – und einen Weg in die Buchbranche, der über ein abgebrochenes Jurastudium führte

10. April 2025 · 51 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Der Einstieg ist bei uns immer eine gedankliche Reise: Wo sitzen wir gerade zusammen, und welches Getränk hast du uns mitgebracht? Liesa Rebbig setzt uns zurück auf die Frankfurter Buchmesse, mit Cappuccino mit Hafermilch in der Hand – an den Ort, an dem wir uns ein halbes Jahr zuvor zum ersten Mal getroffen haben. Aufgenommen haben wir digital.

Porträt von Liesa Rebbig

Liesa Rebbig

Onlinemarketing beim DuMont Buchverlag, Buchbloggerin

Liesa Rebbig betreut beim DuMont Buchverlag die Social-Media-Kanäle, die Blogger*innen-Arbeit und alles, was sonst im Online-Bereich passiert. Zur Buchbranche kam sie über einen Umweg: Sie brach ihr Jurastudium ab, machte eine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print und arbeitete danach vier Jahre bei Dussmann das KulturKaufhaus in Berlin, zuletzt als Social-Media-Managerin. Ende 2022 wechselte sie zu DuMont nach Köln; inzwischen lebt und arbeitet sie wieder in Berlin. Nebenher bloggt sie seit Jahren über Bücher – und war für den Young Excellence Award nominiert, den Nachwuchspreis des Börsenblatts.

»Am Ende des Tages macht man echt viel Mails«

Auf die Frage nach ihrem Alltag antwortet Liesa Rebbig zuerst mit einem Stöhnen: Diese Frage hasse sie, weil man acht Stunden dasitze und sich hinterher frage, was man eigentlich gemacht habe. Dann zählt sie es doch auf – und es ist un­spektakulärer, als der Beruf klingt.

Der größte Block sind Mails. Pro Tag kommen zahlreiche Anfragen von Buchblogger*innen herein; sie teilt sie sich mit einer Kollegin, weil es sonst nicht zu schaffen wäre. Der Anspruch dahinter ist ausdrücklich: Sie wollen mit allen im Austausch bleiben und jede Mail beantworten.

Dazu kommt die Arbeit, die man von außen gar nicht sieht: Strategie und Konzeption – Kampagnen rund um einzelne Bücher, aber auch die Frage, wohin sich die Kanäle insgesamt entwickeln. Ob man einen neuen Kanal ausprobiert, zum Beispiel. TikTok stand zum Zeitpunkt der Aufnahme ganz oben auf der Liste der Dinge, die sie nicht machen; stattdessen hatten sie gerade eine kleine Pinterest-Phase eingeläutet.

Der Teil, der am meisten Spaß macht

Was sie am liebsten tut, ist der Teil, der sie aus dem Büro holt: Content mit Autor*innen. Sie trifft sie, nimmt Frage-Antwort-Formate auf, organisiert Blogger*innen-Events. Seit sie wieder in Berlin lebt, geht davon einiges persönlich – viele DuMont-Autor*innen sitzen dort, und statt alles digital zu klären, trifft man sich auf einen Kaffee.

Bemerkenswert daran ist, was sie im selben Atemzug zugibt: Vor jedem dieser Termine ist sie nervös. Autor*innen hätten es geschafft, sagt sie – ein Buch geschrieben, eine Agentur gefunden, einen Verlag überzeugt. Der Rat einer Freundin, das seien doch auch nur Menschen, hilft ihr dabei überhaupt nicht.

Vom Jurastudium zum Buchblog

Ihr Weg in die Buchbranche beginnt mit einem Studium, das nicht funktioniert hat. Sie hat mit Anfang 20 Jura studiert – nicht erfolglos, wie sie betont, sie sei sogar gut gewesen. Aber es hat sie zermürbt.

Der Fluchtweg war das Lesen. Auf Instagram entdeckte sie, dass es Menschen gibt, die ausschließlich über Bücher schreiben, und dachte sich: Das kann ich auch. Der Blog wurde der Ausgleich zum Studium – und irgendwann die Erkenntnis, dass sie das Studium unter keinen Umständen zu Ende bringen würde.

Dass ausgerechnet dieser Ausgleich später der Türöffner in den Verlag sein würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen.

Ausbildung statt zweitem Studium

Nach dem Abbruch war für sie eines klar: kein zweites Studium. Die Vorstellung, sich noch einmal drei Jahre in Vorlesungen zu setzen, kam nicht in Frage – sie wollte ins Machen kommen.

Zuerst wollte sie Buchhändlerin werden und bewarb sich auf Ausbildungsplätze. Bei der Recherche stieß sie auf einen Beruf, den sie vorher nicht kannte: Medienkauffrau Digital und Print. Man durchläuft dabei einen ganzen Verlag, Abteilung für Abteilung, und lernt so, wie ein Verlag funktioniert. Der Schwerpunkt liegt auf Vertrieb und Marketing.

Sie beschreibt auch die Kehrseite ehrlich: Danach ist man in nichts Konkretem ausgebildet, und eigentlich wird einem geraten, noch ein Studium oder einen Fachwirt dranzuhängen. Genau das kam für sie nicht in Frage – sie war Mitte 20 und wollte Geld verdienen.

Vier Jahre Dussmann – und ein bisschen Glück

Die Bewerbungen bei Verlagen liefen ins Leere: In Berlin gibt es nicht viele, und die wollten Leute mit Berufserfahrung. Dann schrieb Dussmann das KulturKaufhaus eine Junior-Stelle im Marketing aus, sie bewarb sich – und bekam sie, nahtlos im Anschluss an die Ausbildung.

Ein halbes Jahr später kündigte dort die Social-Media-Managerin. Sie bewarb sich intern, mit dem Gedanken: Social Media ist ohnehin das, was ich den ganzen Tag mache. Auch das klappte.

Was sie an dieser Stelle anfügt, ist der ehrlichste Satz des Gesprächs über Bewerbungen: Ohne die Pandemie wäre es vermutlich nicht so einfach gewesen, weil sie auf dem Papier nicht die qualifizierteste Person für so eine Stelle sei. Es werde eben oft der Lebenslauf angeschaut – und nicht das, was jemand sich in der Freizeit beigebracht hat.

Es nützt nichts, auf Krampf alles mögen zu wollen, nur weil es im Verlag erscheint, wo man arbeitet.Liesa Rebbig

Der Anruf, der alles änderte

Nach vier Jahren bei Dussmann kam Ende 2022 die Anfrage von DuMont: ob sie sich vorstellen könne, nach Köln zu ziehen und das Onlinemarketing-Team zu verstärken. Sie sagte zu – in einem Jahr, in dem ohnehin vieles im Umbruch war.

Wie es dazu kam, ist für alle interessant, die sich fragen, wozu das Bloggen eigentlich gut sein soll: Der Kontakt bestand schon, weil sie selbst Bloggerin ist. Dazu kam die Nominierung für den Young Excellence Award, den Nachwuchspreis des Börsenblatts. Gewonnen hat sie ihn nicht – aber die Aufmerksamkeit, die er auf sie lenkte, war nach ihrer Einschätzung der letzte Anstoß.

Ihre eigene Einordnung dazu ist unaufgeregt: Ihr Weg sei eher die Ausnahme. Der übliche führe über zahlreiche Praktika und ein Volontariat. Was am Ende zähle, sei Leidenschaft – und, so blöd das klinge, die Fähigkeit, sich selbst gut zu verkaufen.

Von Köln zurück nach Berlin

Der Umzug nach Köln hielt nicht ewig. Kurz vor der Frankfurter Buchmesse zog sie zurück nach Berlin – und rechnete fest damit, dass sie damit auch kündigen würde, weil das Büroleben auf drei Präsenztage pro Woche ausgelegt ist.

Es kam anders: Der Verlag wollte nicht, dass sie geht, und machte es möglich. Sie fährt weiter regelmäßig nach Köln, nimmt die wichtigen Termine mit, sieht die Kolleg*innen auf Messen. Was ihr auffällt: Ein normaler Bürotag laugt sie inzwischen mehr aus als früher – und gibt ihr gleichzeitig mehr, weil man sich vor Ort ganz anders unterhält.

Muss man alles lesen, was der Verlag macht?

Das ist die Frage, die Helen am meisten umtrieb: Wenn Lesen zum Beruf wird – verliert man dann die Lust daran? Liesa Rebbigs Antwort ist beruhigend und ehrlich zugleich.

Sie muss nicht alles lesen, was bei DuMont erscheint. Das wäre selbst bei einem überschaubaren Programm zu viel, und für Privates bliebe nichts. Und sie hat, wie sie es nennt, das Glück, dass sie geschätzt 85 Prozent der DuMont-Bücher ohnehin interessieren – die würde sie auch so lesen. Meistens freut sie sich sogar, sie früher lesen zu dürfen als alle anderen.

Trotzdem gefällt ihr nicht jedes Buch. Ihr Umgang damit ist eine Haltung, die man auf jeden Job übertragen kann: nicht auf Krampf alles mögen wollen, sondern schauen, wem es gefallen könnte – und warum der Verlag es eingekauft hat.

Was Querlesen bei ihr heißt

Der praktische Trick dahinter hat einen Namen, den viele anders verstehen. Querlesen bedeutet bei ihr: Wenn eine Passage sie nicht interessiert, blättert sie fünf Seiten weiter und liest dort weiter – und es ist ihr egal, dass sie etwas verpasst hat. Oder sie liest 50 bis 80 Seiten und dazu das Ende.

Entscheidend ist der Nachsatz: Als gelesenes Buch zählt sie das dann nicht. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Arbeitstechnik und einer Statistik, die man sich schönrechnet. Wie schwer das Loslassen umgekehrt fällt, haben wir in einer anderen Folge ausführlich besprochen.

Der eigene Account neben dem Verlagsjob

Dass sie als Verlagsmitarbeiterin privat über Bücher anderer Verlage schreibt, war nie ein Problem – sie hat es vorher abgeklärt, auch für bezahlte Kooperationen. Die Grenze liegt dort, wo etwas nicht zu den Werten des Verlags passt.

Interessanter ist die Grenze, die sie sich selbst zieht. Zum Zeitpunkt der Aufnahme zeigte sie längere Zeit gar keine DuMont-Bücher – nicht, weil keine dabei gewesen wären, die sie begeistert hätten, sondern aus Sorge vor dem Vorwurf, sie zeige die ja nur, weil sie dort arbeitet. Ihre Regel dagegen: Bücher, die sie umhauen, kommen auf ihren Kanal – egal aus welchem Verlag.

Das führte zu einem Thema, das auch Helen beschäftigt: der Druck, der mit zugeschickten Büchern kommt. Beide beschreiben denselben Mechanismus – sobald ein Buch da ist, fühlt es sich nach Verpflichtung an, und genau dann macht Lesen keinen Spaß mehr. Helens Lösung ist, sich Bücher lieber selbst zu kaufen; Liesa Rebbigs, sich von der Erwartungshaltung zu lösen.

Das Buch aus dieser Folge

Nie, nie, nie

Während der Aufnahme lag das Buch mitten in unserer Leserunde – und Liesa Rebbig hatte es Helen ein halbes Jahr zuvor auf der Buchmesse selbst empfohlen. Auf der Buchseite steht, wie wir es im März und April 2025 gelesen haben: mit 166 Mädels, mit der Erzählerin als Lieblingsfigur und mit der Bewertung der Community. Du kannst die Leserunde dort auch nachholen.

Zur Buchseite · Alle Bücher, die wir bisher gelesen haben

Buchcover »Nie, nie, nie« von Linn Strømsborg

Worauf sie sich freut

Zum Schluss die Frage, die eine Community vorab eingereicht hatte: Auf welche Bücher freust du dich am meisten? Ihre Antwort fällt ehrlich aus – sie sei bei anderen Verlagen inzwischen ein bisschen raus, weil die Zeit fehlt, sich in fremde Programme einzuarbeiten.

Zwei Titel nennt sie trotzdem. Der eine ist ein Debüt aus dem eigenen Haus: »Botanik des Wahnsinns« von Leon Engler, autofiktional, über eine Familie voller psychischer Erkrankungen und die Frage, wie man darin selbst normal bleibt – und trotz des Themas, sagt sie, unfassbar amüsant geschrieben. Der andere ist »Bestie« von Joana June, damals noch unveröffentlicht, geschrieben von einer Freundin: eine toxische Freundschaft, poetisch und trotzdem mitten ins Leben.

Und weil Helen kurz zuvor »No Hard Feelings« gelesen hatte, das ebenfalls bei Pola erschienen ist, kommt die Runde dort zusammen, wo sie angefangen hat: bei zwei Leserinnen, die sich gegenseitig Bücher empfehlen.

Die Bücher aus dem Gespräch

Vier Titel – das Buch, das wir gerade lasen, Helens jüngste Entdeckung und die beiden, auf die sich Liesa Rebbig damals am meisten freute.

Buchcover »Nie, nie, nie« von Linn Strømsborg

Nie, nie, nie

Linn Strømsborg

Das Buch, das die Community während der Aufnahme gerade las – und das Liesa Rebbig eines ihrer absoluten Lieblingsbücher nennt. Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »No Hard Feelings« von Genevieve Novak

No Hard Feelings

Genevieve Novak

Helens jüngste Entdeckung aus dem Pola Verlag – und der Grund für ihren Satz, sie brauche mehr Romane am Puls der Zeit.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Botanik des Wahnsinns« von Leon Engler

Botanik des Wahnsinns

Leon Engler

Der Titel, auf den sich Liesa Rebbig im Gespräch am meisten freut: ein autofiktionales Debüt über eine Familie voller psychischer Erkrankungen – und die Frage, wie man darin normal bleibt.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Bestie« von Joana June

Bestie

Joana June

Ihr zweiter Tipp, damals noch unveröffentlicht: eine toxische Freundschaft, geschrieben von einer Freundin. Inzwischen ist das Buch erschienen.

Bei Thalia ansehen *

*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Wie es sich anfühlt, ein Buch ohne Verlag zu veröffentlichen, erzählt Anika Kreimeier in der Folge davor.

Wenn du dich fragst, ob man in der Buchbranche landen kann, ohne den geraden Weg gegangen zu sein: In dieser Folge erzählt Liesa Rebbig, wie ihrer aussah – und was ihr an jeder Abzweigung geholfen hat.

Die ganze Folge hören

Häufige Fragen

Wie kommt man in einen Buchverlag?

Der übliche Weg führt über zahlreiche Praktika und ein Volontariat, oft nach einem Studium. Liesa Rebbigs Weg war ein anderer: abgebrochenes Jurastudium, Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print, vier Jahre im Marketing einer großen Buchhandlung – und ein Buchblog, über den der Kontakt zum Verlag ohnehin schon bestand. Sie selbst nennt ihren Weg die Ausnahme.

Was macht das Onlinemarketing in einem Verlag?

Bei DuMont gehören dazu: die Social-Media-Kanäle, die Zusammenarbeit mit Buchblogger*innen, Kampagnen rund um einzelne Titel, Blogger*innen-Events und Content mit Autor*innen. Der größte Zeitfresser sind Mails – die Anfragen von Blogger*innen werden auf zwei Personen aufgeteilt, weil sie sonst nicht zu beantworten wären.

Braucht man ein Studium für die Buchbranche?

Nicht zwingend. Die Ausbildung zur Medienkauffrau oder zum Medienkaufmann Digital und Print führt durch alle Abteilungen eines Verlags und hat einen Schwerpunkt auf Vertrieb und Marketing. Danach ist man in nichts Konkretem ausgebildet, und oft wird geraten, ein Studium oder einen Fachwirt anzuschließen. Liesa Rebbig hat darauf verzichtet.

Muss man im Verlag alles lesen, was dort erscheint?

Nein, jedenfalls nicht im Onlinemarketing. Das wäre selbst bei einem überschaubaren Programm zu viel. Liesa Rebbig schätzt, dass sie rund 85 Prozent der DuMont-Bücher ohnehin interessieren. Was ihr nicht gefällt, liest sie quer – und zählt es dann auch nicht als gelesenes Buch.

Darf man als Verlagsmitarbeiterin privat über andere Verlage posten?

Bei ihr ja – sie hat es vor dem Wechsel abgeklärt, auch für bezahlte Kooperationen. Die Grenze liegt dort, wo etwas nicht zu den Werten des Verlags passt. Sie hält die Mischung sogar für glaubwürdiger, als nur Bücher des eigenen Hauses zu zeigen.

Was ist der Young Excellence Award?

Ein Nachwuchspreis der Buchbranche, den das Börsenblatt auslädt. Liesa Rebbig war dafür nominiert und hat ihn nicht gewonnen – sagt aber, dass allein die Nominierung eine Aufmerksamkeit erzeugt hat, die ihr Türen geöffnet hat.

Mehr von Liesa Rebbig

Die ganze Folge zum Nachlesen

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, auch bei der Zuordnung, wer gerade spricht. Maßgeblich ist die Aufnahme.

Helen
Herzlich willkommen Liesa. Ich freue mich sehr heute mit dir über deinen Job und deine Buchbloggerinnen-Tätigkeit zu sprechen. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?

Liesa Rebbig
Wir beide befinden uns gerade auf der Frankfurter Buchmesse. Es ist ganz viel Trubel um uns herum. Aber wir sitzen da zusammen mit unserem Kaffee in der Hand, Cappuccino mit Hafermilch, um genau zu sein. Stoßen an und darauf, dass wir uns gerade kennengelernt haben.

Helen
Yes, das war echt, also es war wirklich trubelig, aber es war auch sehr, sehr schön, zwar irgendwie sehr magisch fand ich. Bevor ich das vergesse, stoßen wir vielleicht einmal an und dann gehen wir noch kurz darauf ein. Sehr gerne. Weil ich fand das irgendwie echt richtig verrückt. Also ich hab das manchmal, aber so häufig finde ich, erlebte man das auch nicht, dass man jemanden zum ersten Mal trifft und einfach so einen krassen Deep Dive macht. Und wir hatten ja auch nicht so viel Zeit. Also ich weiß nicht, wie lang saß man da zusammen, maximal eine halbe Stunde. Aber so direkt irgendwie, als würden wir uns seit Jahren kennen und über Gott und die Welt gesprochen, ich fand es irgendwie mega cool. Und fand es ein bisschen schade, dass wir uns danach nicht mehr gesprochen haben, weil die Frankfurter Buchmesse jetzt auch schon wieder ein halbes Jahr her ist. Das stimmt, das fand ich auch sehr traurig. Ich denke auch wirklich sehr, sehr oft an dich, weil ich hin und wieder in Bonn bin. Und jedes Mal, wenn ich da bin, denke ich, boy, hätte ich mal Helen Bescheid gesagt und hätten uns jetzt vielleicht nochmal auf den Kaffee treffen können. Wir müssen das unbedingt nochmal nachholen. Also das war wirklich zu kurz. Ich sehe die Stories immer und denke dann, ach, sag doch mal Bescheid. Aber ich denke, hier ist mal, nein, wie schade, du bist in der Gegend. Ja, das ist immer so, wenn die Zeit so begrenzt ist, ne? Aber nächstes Mal nicht eine Zeit für dich. Ich mein, ehrlich gesagt, ich war dieses Jahr auch schon… Und das Jahr ist noch nicht so eines Ende März. Ich war schon dreimal in Berlin und hab dir auch nicht bescheidig gesagt. Schrechheit. Jetzt kommt ja alles raus. Okay, wir enden die Aufnahme dann hier. Aber was ich auf jeden Fall direkt danach umgesetzt habe, ist diese App. Jetzt habe ich schon wieder vergessen, wie die heißt. Aber ich habe sie auf dem Start. Ich kann mich noch genau daran erinnern an unser Gespräch. Es ging um Coaster, unsere Sternenzeichen, unsere Ascendenten. Ich glaube auch Human Design hat nur irgendwie mit drin. Ja. Das ist nämlich für die Podcastaufnahme, die ich heute Morgen aufgenommen habe. Da ging es dann darum. Und eigentlich rede ich sonst nicht so häufig darüber. Aber die hatte ich mir dann direkt runtergeladen. Ich hatte auch bei dem Visionboard Retreat das Kartenspiel, das du mir gegeben hast mitgenommen. Also, gefühlt begleitest du mich auch seit der Buchmesse. Das ist voll schön. Warum wir da überhaupt saßen, das müsst ihr mir vielleicht erklären. Also, ich war, wir hatten uns vorher wahrscheinlich verabredet. Und du bist auf jeden Fall im Social Media Team von DuMont. Genau, vielleicht kann ich ganz kurz erzählen, in welchem Kontext wir uns getroffen haben. Ich arbeite beim DuMont, und zwar im Online-Marketing und betreut vor allen Dingen die Social Media-Kanäle und auch die Blogger*innen-Aktivitäten und generell alles, was im Online-Bereich passiert. Bei dir passiert ja einiges im Online-Bereich. Deswegen haben wir gedacht, wir setzen uns mal zusammen. Ich schenk dir einen Einblick in unser Frühjahrsprogramm. Wir haben wenig übers Programm geredet und viel über Anderes, Obwohl das Programm so wie schon auch durchgegangen. Da war viel dabei, wo du auch gesagt hast, das könnte ich mir irgendwie vorstellen. Und die Bücher fand ich auch spannend. Und in dem Zusammenhang hast du mir witzigerweise auch das neue Buch von … Jetzt habe ich wieder vergessen, wie man es ausgespricht. Strømsborg. Ja. Geschickt. Und jetzt lesen wir aber gerade das Ältere von ihr. Ich weiß gar nicht, ob du das mitbekommen hattest. Ja, das freut mich total, dass ihr auf nie, nie gestoßen seid. Ich finde es viel ficken lieber als das Neue, weil ich das Thema Kinderlosigkeit für mich persönlich spannender finde als das Thema, wo man schon Kind irgendwie. Seid ihr gerade noch mittendrin? Wir sind gerade noch mittendrin. Wenn die Folge rauskommt, sind wir glaube ich durch. Überlege ich gerade, wann die Folge eigentlich rauskommt. Aber jetzt, gerade wo wir das Aufnahmen nehmen, heute Abend bespreche ich mir den zweiten Leserabschnitt. Also wirklich noch recht am Anfang. Gestern dazu gekocht sind quasi kulinarisch noch vor wegen gereist ich habe auch mit der autorin ausgemacht dass wir ihr fragen per email stellen können also leider keine zeit für den live stream aber die ist glaube ich gerade auch sehr viel unterwegs aber zumindest können wir per mail fragen stellen und wir malen noch wir machen so medici malen ich weiß nicht ob das schon mal mitbekommen hat aber wir malen das cover. Hey wie cool. Vor allem das cover ist voll schön zu malen weil es dass er so relativ geometrisch einfach ist. Ich glaube, da kommen ganz schöne Sachen bei raus am Ende. Ja, das kann ich dir gerne mal schicken. Ja, bitte. Aber irgendwie find ich es eigentlich… Also, so bist du ein bisschen full circle moment, dass du mir das da empfohlen hast. Und jetzt, wo wir uns hier treffen, lesen wir das Buch. Aber Messa, auch gerade eingefallen, ich glaube, dass ich… Also, vielleicht hatte ich euch eine Kooperation vorgeschlagen. Ich weiß nicht mehr so genau. Und dann habe ich, glaube ich, gesagt, wir können ja mal einen Kaffee trinken, weil ich irgendwie im Kopf hatte. Du arbeitest in Köln bei Dumont und ich dachte auch, dass du dahin umgezogen bist. Und dann war aber gerade bei dir der Umzug wieder zurück irgendwie und deswegen haben wir das auf der Buchmesse ausgemacht. Irgendwie so.

Liesa Rebbig
Ja genau, ich bin kurz vor der Frankfurter Messe zurück nach Berlin gezogen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe in NRW. Weil Spaß so schlimm war es nicht.

Helen
Also Köln vor allen Dingen ist ja eigentlich super schön, aber ich verstehe das schon. Vor allem, wenn du da herkommst. Und wie cool auch, dass das möglich ist.

Liesa Rebbig
Das ist wirklich ein Wunder, dass das geklappt hat. Ich hab fest damit gerechnet, dass wenn ich verkünde, dass ich umziehe, dass ich dann auch kündigen muss. Weil eigentlich schon das Büroleben so gestaltet ist, dass auch die Leute an drei Tagen die Woche vor Ort sind. Aber irgendwie scheinen … Auf einmal die Tür … Also … Du bist so toll einfach. Ja, ich will das nicht so aussprechen. Es hat mich so eingebildet. Aber die wollten nicht, dass ich kündige. Und deswegen haben sie es möglich gemacht. Wir haben jetzt auch so ausgehandelt. Es ist nicht so, dass ich nur in Berlin bin. Ich fahr trotzdem regelmäßig nach Köln. Ich nehme alle wichtigen Termine. Wir sehen uns auf Messen usw. Ich bin ja auch im Homeoffice total erreichbar für alle. Aber es ist schon immer was anderes, wenn man im Verlag ist. Ich merke dann immer so richtig, so ein normaler Büro-Tag, laugt mich jetzt ein bisschen mehr aus als sonst, weil ich gar nicht mehr so doll gewohnt bin. Aber er schenkt mir auch immer so ganz viel, wenn man sich ganz anders noch mal mit den Kollegen unterhält. Ja, wie sieht …

Helen
Hast du so einen Alltag im Büro oder auch im Homeoffice? Also, was machst du dann so?

Liesa Rebbig
Ja, ich hasse diese Frage, weil ich mir immer so denke, boah, man sitzt so acht Stunden da, was macht man eigentlich in der Zeit? Ein paar süße Fotos für Instagram. Nein, also es ist tatsächlich sehr viel Mails beantworten. Also es kommen echt viele Blogger*innen-Anfragen pro Tag rein. Die teile ich mir Gott sei Dank mit meiner Kollegin auf, weil das sonst gar nicht so bewältigen wäre. Und wir schon den Anspruch haben, auch mit allen Blogger*innen irgendwie in einem positiven Austausch zu sein und auch die Mails zu beantworten. Dann ist es tatsächlich viel Strategie und Konzeption, sei es jetzt irgendwelche Kampagnen rund um unsere Bücher Oder aber auch den generell im Blick auf den Social Media Kanal. Auch immer wieder die Überlegung, ob man mal neue Social Media Kanäle ausprobiert. Da ist natürlich TikTok immer ganz weit oben, da werdet ihr uns aber erst mal nicht finden. Wir haben jetzt gerade irgendwie so eine kleine Pinterest-Phase eingeläutet und überlegen, ob wir… Wir haben einen Starmer, vielleicht ein bisschen Austoomen. Mal schauen. Dann hat man noch ein paar Meetings hier und da, organisierten ein paar Blogger in Events hin und wieder mit Autor*innen. Auch mit den Autor*innen bin ich in stetigem Austausch. Das ist auch irgendwie ein bisschen das Glück, dadurch, dass ich jetzt wieder nach Berlin gezogen bin. Hier sitzen so viele DuMont-Autor*innen. Und dann kann man ganz viel auch mal nicht digital klären, sondern man trifft sich auf den Kaffee, um die Autor*innen auch persönlich kennenzulernen. Ja. Ja, ich würde sagen, dass das schon so der Großteil meiner Arbeit ist. Also am Ende des Tages macht man echt viel Mails. Das klingt leider sehr langweilig und unspektakulär, aber ist, glaube ich, die Wahrheit trauriger.

Helen
Ja, ich glaube ganz oft auch generell bei Social Media stellt man sich das immer super spektakulär irgendwie vor. Aber ist das dann auch so, machst du auch den Content für Social Media?

Liesa Rebbig
Ja, das teile ich mir auch mit meiner Kollegin gerade auf. Das ist natürlich auch durch mein Wegzug eher schwieriger als einfacher geworden. Also da muss man jetzt echt gut planet organisieren. Und wir sind da echt noch in so einer Findungsphase gerade. Muss ich auch ganz ehrlich zugeben. Aber es passiert ja auch Content mit Autor*innen zum Beispiel. Und der ist dann schon meistens von mir. Also ich treff dann Autor*innen und nehme den Frage Antwort oder irgendwas anderes in der Art auf. Das macht mir auch echt immer am meisten Spaß, muss ich sagen. Ich bin immer hyper nervös, bevor ich Autor einen treffe. Das ist unnormal, wirklich. Ich hab da neulich mit einer Freundin drüber gesprochen, die meinte, hey, wieso? Das sind doch auch nur Menschen. Aber für mich sind Autor einen, die haben es geschafft, die haben einfach ein Buch geschrieben, es an eine Agentur gebracht, und einen Verlag gefunden, so einen guten Verlag wie DuMont auch noch. Die müssen richtig was drauf haben. Das ist echt immer so endlos hoch, wenn ich auch traurig war.

Helen
Ja, verstehe ich. Das verstehe ich voll. Ich finde auch manchmal … Also, bei mir ist das super unterschiedlich. Aber ich hab halt so ein paar Leute, die das ein bisschen schlimm, die himmelig fast so ein bisschen an. Und da hilft mir halt auch kein Ratschlag, dass das nur Menschen sind. Irgendwie kann ich das gar nicht gut lösen. Da bin ich dann eher so … Da bin ich dann wirklich Fan … Jetzt bei dieser Preis, ich weiß nicht ob das gesehen ist, bei der Preisverleihung vom Lesepreis habe ich extra Melanie Raabe und Mona gefragt, ob die mit mir ein Foto machen. Und haben sie auch gemacht, war super lieb und keine Ahnung und ich war so voll, oh mein Gott, so extrem dankbar und ich konnte mein Glück nicht fassen und keine Ahnung, ich kenne beide eigentlich auch schon aus anderen Kontexten und so und beide haben da ewig lange in der Schlange gewartet, um mit mir in dieses Foto zu machen und so, aber ich hatte so das Gefühl, dass das unnormal nett von denen ist, dass sie so was für mich machen. Und mein Freund meinte nachher halt auch, ich glaube ehrlich gesagt, die finden das schon auch toll, was du machst. Also ich glaub, du musst dich auch gar nicht so krass unter Wert verkaufen und irgendwie so meinen, dass die irgendwie so auf so einem Podest sind. Aber das kann ich da nicht. Für mich sind die halt auf dem Podest.

Liesa Rebbig
Ich verstehe das so zu 1000 Prozent wirklich. Ich bin genauso wie du, was das denken. Es gibt halt einfach so Leute in diesem Buchbranche, wo ich so krass aufschau. Dazu gehören halt vor allen Dingen Outdoors. Aber auch wirklich so namhafte Moderatorinnen, wie zum Beispiel die Mona. Die macht das schon so lange, so wahnsinnig professionell und toll. Wenn ich die Treffe kriege, schweißausbrüche, weil ich denk, ich will auch so cool sein wie du. Aber echt? Ich weiß nicht. Es gibt einfach ein paar Leute, da kann ich gar nicht cool bleiben. Und helfen mir nicht zu denken, dass die auch nur Menschen sind. Für mich sind die irgendwie anders tolle Menschen.

Helen
Ja, voll. Aber mit manchen geht's dann überraschend einfach so mit dir. Da war ich auch aufgeregt, bevor ich dich getroffen habe. Sagt mir das ehrlich. Doch. Und dann habe ich aber sofort gemerkt, wir schwingen so auf einer Welle. Wir schwingen so total gleich. Ich konnte mich irgendwie sofort richtig öffnen und fallen lassen.

Liesa Rebbig
Ja, für mich war das halt auch verkürmlich. Ich weiß, ich denke, so müssen die sich wahrscheinlich fühlen. Ich denke, warum sollte man aufgeregt sein, wenn man mich trifft, mich kleines Licht? Und so geht das vielleicht auch. Dass das vielleicht auch ein bisschen befremdend ist, wenn jemand sagt, ich bin voll aufgeregt, wenn ich dich sehe. Aber am Ende auch voll schön, dass in der Buchbranche alle immer so unfassbar, so zugewandt und nett und aufmerksam und lieb sind. Ich hatte bis jetzt noch nie eine Situation, wo ich sagen würde, die Person hat sich aber richtig daneben genommen. Sondern es ist irgendwie immer so auf Augenhöhe. Das ist voll schön. Ich glaube, das hat man nicht in jeder Branche. Nee, das könnte ich mir auch vorstellen.

Helen
Ich glaube auch so, weil es so schon irgendwie… Also es verbindet natürlich, dass man so dieses gemeinsame irgendwie Hobby auch hat. Also und vor allem vielleicht auch, dass es für die meisten ja trotzdem auch noch ein Hobby ist, selbst wenn es der Beruf ist. Das ist vielleicht auch anders in vielleicht so anderen Branchen. Aber dass man auch so ein bisschen vielleicht ein gemeinsames Ziel verfolgt irgendwie.

Liesa Rebbig
Ja. Also ich finde es auf jeden Fall auch jedes Mal, auch so, ich stieg wieder Buchmesser bevor. Und ich denke wieder so ein bisschen, ah, was soll ich da so genau? Ich verstehe nicht so ganz wie, was machen die anderen da? Das habe ich die glaube ich auch schon in Frankfurt gesagt. Aber wenn ich dann da bin und dann Leute treffe, dann finde ich das halt auch voll toll. Weil ich kann mit anderen auch einfach sprechen und sind alles sehr, sehr nette Menschen. Das muss man wirklich sagen.

Helen
So neben deiner Arbeit bei DuMont, ich weiß, ich finde es schon sehr spannend, weil das ist ja auch ein Berufswert, da konnte man wahrscheinlich in der Schule jetzt nicht denken, das will ich mal werden, also das hat sich ja wahrscheinlich auch später erst ergeben. Aber du bist ja auch schon ziemlich lange Buchbloggerin selbst, also im Grunde das mit denen du ja auch zusammen Arbeit ist. Ja. War das so was? Also wie ist das entstanden? Hast du früher schon gedacht, ich will was mit Büchern machen oder also wie ist das alles gekommen?

Liesa Rebbig
Letztlich glaube ich, dass die Tatsache, dass ich Buchbloggerin war, so ein bisschen mein Türöffner für DuMont damals war, aber entstanden, dass das auch so einen ganz anderen Grund. Ich habe Jura studiert mit Anfang 20. Sehr, Ja, erfolglos würde ich nicht sagen. Ich war schon echt gut, aber es hat mich wirklich so sehr zermürbt. Hat dieses Studium gehasst, wirklich gehasst. Und dann war das für mich so der Fluchtweg, irgendwie mich über Bücher auszutauschen, weil ich schon immer gern gelesen habe. Und dann auf Instagram gesehen habe, dass da noch mehr Leute sind, die wirklich ausschließlich über Bücher schreiben. Und dann dachte ich so her, das kann ich ja auch. Und habe dann so voll schnell gemerkt, dass mir das so den Ausgleich zum Studium verschafft. Und hab dann auch gemerkt, dass ich dieses Studium unter keinen Umständen beenden kann, weil es halt wirklich … Es hat mich einfach krass unglücklich gemacht. Und hab dann abgebrochen und hatte dann die Überlegung, okay, ich muss jetzt irgendwie was machen, wo ich auch wirklich für Brenne, wo ich Lust drauf habe. Und dachte dann, ich werde Buchhändlerin. Und hatte mich beworben auf Ausbildung zur Buchhändlerin, weil für mich war auch gleich, wenn ich noch mal studieren. Ich weiß, viele loben und lieben studieren. Es hat mir nicht gefallen, das kann natürlich auch am Studiengang gelegen haben. Aber die Vorstellung, mich noch mal drei Jahre in irgendwelche Vorlesungen zu setzen und mit Leuten so … Wo alles irgendwie so … Es hat ja alles schon irgendwie so … So ein Beigeschmack, ich weiß nicht, ich will es jetzt auch gar nicht so schlecht reden. Aber für mich war einfach klar, ich muss jetzt irgendwie eine Ausbildung, ich muss jetzt irgendwie so ins Machen kommen. Und hab dann bei meiner Recherche zu Ausbildungsplätzen, zur Buchhändlerin gesehen, dass es auch den Ausbildungsberuf Medienkauffrau Digital und Print gibt, was man in einem Verlag machen kann. Medienkauffrau Digital und Print nennt sich das. Und da kurz Fassung geht man einmal durch den Verlag und ist in jeder Abteilung für einen bestimmten Zeitraum und lernt dann quasi so die Funktionsweise eines Verlages kennen. Man ist danach irgendwie noch nicht so richtig ausgebildet in irgendwas Konkretem. Also, man müsste da eigentlich auch noch mal ein Studium ranhängen. Es hat vor allem so ein Vertriebs- und Marketing-Schwerpunkt tatsächlich, die Ausbildung. Aber eigentlich wird einem schon geraten, dass man im Anschluss noch mal ein Studium oder einen Fachwirt dran hängt. Das kam für mich nicht in Frage. Ich habe diese Ausbildung gemacht und dachte, ich bin jetzt Mitte 20. Ich bin fertig. Ich muss jetzt auch langsam mal Geld verdienen. Das kann doch nicht wahr sein. Und hatte dann voll Glück damals. Ich weiß auch gar nicht, warum erzähle ich jetzt so lange über mein Lebensweg. Es geht noch eigentlich nur darum, warum ich bude. Ich hab dich schon erfreit, wie du da hier gekommen bist. Ja. Jedenfalls hab ich mich dann beworben, nach der Ausbildung auf gut Glück erst mal bei anderen Verlagen. Da war es ein bisschen schwieriger. In Berlin gibt es auch einfach nicht so super viele, muss man auch dazu sagen. Und die wollten dann schon immer Leute mit Berufserfahrung und so weiter. Und dann hat aber Dussmann an der Stelle ausgeschrieben gehabt. Dussmann ist das KulturKaufhaus in Berlin. Hat aber auch Schallplattenfilme und Papeteriekram. Und dann hatte ich mich da begonnen. Das war eine Junior-Marketing-Stelle. Und hatte Glück, dass ich den Job bekommen hab. Das war ein Nabdußerübergang von der Ausbildung in diesem Job. Und dann hab ich vier Jahre bei Dussmann gearbeitet. Am Anfang, das erste halbe Jahr noch in dieser Junior-Stelle, hatte die Social-Media-Managerin gekündigt. Und ich dachte, Social-Media, das ist das, was ich eh den ganzen Tag mache. Ich bewerte mich einfach mal drauf. Und ich hatte dann echt Glück. Ich will niemanden falsche Worte in den Mund legen, aber ich glaube, wäre die Pandemie nicht gewesen, wäre es nicht so einfach, für mich zu bekommen, weil ich jetzt auf dem Papier nicht die qualifizierteste Person für eine solche Stelle bin. Es ist ja manchmal doch so bürokratisch, dass der Lebenslauf angeguckt wird und nicht das, was man vielleicht schon so … Ich habe mich auch in der Freizeit gemacht. Bei Social Media? Vielleicht findet da langsam ein Wandel statt. Aber auch da hört man immer wieder, Kommunikationswissenschaft, Marketingstudium, keine Ahnung. Es ist schon gar nicht so leicht, da den Fuß reinzubekommen. Aber ich hatte Glück und habe es geschafft. Ich habe bei Dussmann gearbeitet und wurde dann aber Ende 2022 von DuMont abgeworben. Mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, nach Köln zu ziehen und da das Online-Marketing-Team zu unterstützen. Und weil das so ein komisches Jahr war, da war irgendwie so viel im Wandel und viel im Bruch, dachte ich so, das ist jetzt das, was das Universum mir gibt. Und wieder auf eine Astrologik schnee mit so ein Kind. Was sonst? Und wenn ich dazu nein sage, wäre es das Dümste, was ich je gemacht habe. Und deswegen bin ich danach Köln gezogen und habe bei DuMont angefangen.

Helen
Voll spannend, weil solche Sachen erfährt man ja auch. Als ich ein bisschen Buchclub habe, habe ich mittlerweile über deinen Stories mitbekommen, als du in Paris warst und so. Aber es ist ja schon schwieriger, so zusammen zu bekommen. Das finde ich total interessant. Vielleicht für andere, die einen Einstieg in die Buchbranche haben.

Liesa Rebbig
Ja, aber ich wollte gerade sagen, ich glaube, mein Weg ist schon eher ungewöhnlicher, normalerweise, wenn man im Verlag arbeiten möchte, da gehören echt zahlreiche Praktika dazu, da gehörten Volontariat dazu. Ich glaube, bei mir ist es schon eher die Ausnahme, dass es jetzt über diesen ausgetretenen Fußpart irgendwie geklappt hat, dass ich mich da irgendwie reingeschmuggelt habe. Andererseits, man weiß nie, also ich glaube, am Ende des Tages ist einfach nur wichtig, dass man eine Leidenschaft mitbringt und also blöd das jetzt auch klingt, sich selbst gut verkaufen kann, gerade wenn man halt irgendwie…

Helen
Ja, das ist, glaube ich, generell so wichtig, oder? Voll. Also das… Das ist das größte Learning auf Menschen. Ich habe auch das Schwere. Ich drücke es immer noch rum, wenn mich jemand fragt, was ich mache und ich versuche, mir jetzt die Lesen zu erklären. Also… Dabei einfach so was Großes und so was Tolles, irgendwie voll schade, dass man sich dann irgendwie nicht traut, dass so… Ja, aber ich finde es auch schwer zu erklären. Teilweise. Ja gut, ich meine wenn ich sage Buchclub, aber ehrlich gesagt das schalten halt auch viele ab. Es ist auch viel mehr als ein Buchclub. Ja, ich finde Buchclub macht es auch fast ein bisschen zu klein und Buchclubs. Es ist total schön zu sehen. Aber was ist es dann? Es ist eine Online-Community. Aber da kann sich halt auch keiner was drunter vorstellen. Ja, ich weiß nicht, wir können uns halt was drunter vorstellen, aber ja du hast recht. Das ist schwierig. Das ist schon schwer. Ja, das stimmt. Also da, ich stracke immer so ein bisschen mit und ich merke auch so, wenn die Augen so abschweifen und du versuchst die Aufmerksamkeit zu halten, aber du hast die Person eigentlich längst verloren. Oh Mann! Voll schade! Jetzt halt gerade, glaube ich, wenn jemand nicht aus der Buchbranche kommt, dann ist, glaube ich, so ein bisschen so, okay, keine Ahnung, was sie tut. Ja und dann ist es auch wirklich schwer zu erklären, wenn jemand so gar keinen Zugang dazu hat. Schon irgendwie, finde ich.

Liesa Rebbig
Ja, weil dann glaube ich halt bei dem Wortbuchclub Denken einfach viele an was ganz anderes. Und was ich auch dann oft höre, ist so ein bisschen so, hä und wie verdienst du damit Geld? Mhm. Nur weil du das in Buchclub hast. Also ja, selbst verkaufen … Auf jeden Fall nicht so easy. Aber ich finde, es wird ein bisschen leichter, je öfter man das auch macht. Und vor allem, wenn man so kleine Erfolgsmomente hat.

Helen
Wahrscheinlich hat dir das auch so ein bisschen einen Push gegeben, dass es geklappt hat, dass du bei Dussmann anfangen konntest.

Liesa Rebbig
Ja, man wächst da dran auf jeden Fall. Und als dann wirklich dieses Angebot von DuMont kam, also mein Ego ist explodiert, weil ich dachte, oh mein Gott, ich werde gesehen. Das ist aber auch richtig cool.

Helen
Ich mein, wie entsteht so was? Die kannten die deinen Social Media-Account oder hattest du Kontakt?

Liesa Rebbig
Dadurch, dass ich selber Bloggerin bin, war der Kontakt eh schon da. Und dann war es so, dass ich in dem Jahr … Für den Young Excellence Award nominiert war. Ah, ja. Das war für Türen öffnen. Und ich habe den zwar nicht gewonnen damals, … … Aber trotzdem hat man irgendwie noch mal … … So eine komplett neue Aufmerksamkeit … … Auf eine eigene Person lenken können. Und ich glaube, das war dann so bis in der letzte Anstoß.

Helen
Ja, das stimmt irgendwie. Das habe ich auch von vielen, … … Weil die anderen haben ja auch irgendwie gefühlt … … So typischere Buchbranche-Jobs. Und da habe ich das reihenweise mitbekommen, … … Dass die Angebote bekommen haben. Bin mal gespannt, ob ich irgendwas höre. Aber… Als ich habe… Als ich habe schon… Nee, als ich habe irgendwie mehr Aufmerksamkeit natürlich genervt für Mädels, die lesen bekommen, aber als ich habe… Ich wüsste nicht, dass ich das innehre. Ich habe keinen Job an den Geboten bekommen. Und der Kai, also der war wahrscheinlich bei dir auch der Ansprechpartner, der hatte auch noch zu mir bei so manchen Sachen gesagt, ich soll das so ein bisschen strategischer nutzen. Und wenn ich nach einem Zitat gefragt wurde, irgendwie sagen, was ich mir so vorstelle für die Zucke, schwer, weil ich immer dachte, ich weiß ja gar nicht, was man in der Buchbranche so machen kann. Vielleicht war das auch Fehler. Vielleicht habe ich mich nicht gut genug verkauft.

Liesa Rebbig
Aber könntest du dir grundsätzlich vorstellen, zum Beispiel, deine so in einem Verlag mal zu arbeiten oder generell vielleicht auch selber mal was zu schreiben in der Agentur oder so?

Helen
Das ist tatsächlich was, was jetzt letztens kam, aber da habe ich das Gefühl, das war nicht über den Young Excellence Award, ob ich was schreiben will. Ja, glaube ich schon irgendwann. Aber ich glaube, jetzt, ich hab mich ja zum ersten, ersten Vollzeit selbstständig gemacht und ich glaube, jetzt könnte ich mir nicht mehr vorstellen, angeschätzt und sagen, egal wo. Ich glaube, damit sind die jetzt ehrlich gesagt, vielleicht, weiß ich, ich weiß ja nicht, was man im Verlag alles machen kann, Aber vom Gefühl her, würde ich sagen, ich hab grad keine Lust mehr auf eine Festanstellung.

Liesa Rebbig
Ja, das kann ich irgendwie auch. So sehr ich das bei mir liebe und schätze, und nicht darauf verzichten wollen, wurde versteht, auch wenn man darauf verzichtet. Ich glaub, das ist auch ein bisschen Typssache am Ende. Und früher hätte ich mir das nie vorstellen können.

Helen
Ich war so voll der Sicherheitsmensch. Aber ich glaube, es ist auch dieses Burnout. Irgendwie hat sich mein gesamtes Sicherheitsdenken dass sicher ist, war dann weg, nur weil ich nicht mehr konnte im Grunde. Deswegen irgendwie fühlt sich mittlerweile gar nicht mehr so unsicher an, selbstständig zu sein.

Liesa Rebbig
Das voll schön. Und ich finde auch, es ist immer so ein bisschen gefährlich, seinen Hobby zum Beruf zu machen. Wir haben es jetzt beide auf unterschiedliche Art, aber wir haben es beide irgendwie gemacht. Ich bereue es kein Stück, ich liebe das, dass es so ist. Ich glaube, ich könnte mich anderenfalls auch nicht motivieren. Irgendwie 40 Stunden die Woche was zu arbeiten. Aber es ist halt echt so ein schmaler Grad auch zwischen Beruf und Freizeit, der sich dadurch dann ergibt.

Helen
Das finde ich ein sehr spannendes Thema. Gut, dass du das ansprichst. Weil sehe ich irgendwie auch voll. Also ich habe das auch schon ein paar Mal, also auch hier schon so thematisiert, dass ich irgendwie manchmal halt auch wenn ich weiß, dass es nicht so ist. Ich müsste nicht bei uns selber mitlesen. Ich meine, wer verpflichtet mich dazu? Aber irgendwie ist das so mein eigener Anspruch. Ich will das ja auch, es macht mir auch Spaß. Aber dadurch entwickelt es sich manchmal, dass ich das Gefühl habe, ich muss die lesen und dadurch habe ich nicht mehr so Lust drauf. Und das fände ich zum Beispiel. Also das ist immer meine Vorstellung, weil man ja immer mit der eigenen Brille auf alles schaut. Aber manchmal denke ich so, wenn ich jetzt im Verlag irgendwelche Bücher lesen müsste, weil die demnächst erscheinen. Ich weiß nicht, ob ich das so gut könnte oder ob man da Strategien für entwickelt.

Liesa Rebbig
Ja, soll ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern? Ich würde dann plaudern mal ein bisschen. Also erst mal ist es ja so, zumindest in meinem Bereich ist es so, dass ich nicht alles lesen muss, was bei DuMont erscheint. Das ist schon mal sehr erleichternd, weil es wäre sonst auch zu viel. Selbst bei DuMont, der ja noch ein relativ überschaubarer Verlag ist mit einem überschaubaren Programm, es wäre einfach zu viel. Ich würde ja gar nicht mehr schaffen, irgendwas in der Freizeit zu lesen. Und ich muss wirklich sagen, ich hab das Glück, dass mich die meisten, DuMont, ich würde sagen 85 Prozent interessieren mich tatsächlich. Ich würde auch so lesen tatsächlich. Also es gibt ganz selten Bücher, wo ich warge, boah ey. Na ja, Augen zu und durch oder so. Oder es ist wirklich so, dass ich meistens mich eher freue, dass ich das Privileg habe, die auch früher schon lesen zu dürfen als der Rest der Welt. Aber natürlich ist es trotzdem so, dass mir nicht jedes Buch gefällt. Und ich glaube, das ist was, was man dann auch irgendwie akzeptieren muss. Und für mich ist es dann immer am einfachsten, die Bücher nur so quer zu lesen und nicht ganz zu lesen. Mir die schönsten Momente und Quotes und keine Ahnung, was rauszusuchen. Und dann zu überlegen, okay, es gefällt mir zwar vielleicht nicht, aber wem könnte es dann wiederum gefallen? Weil Geschmäcker sind einfach verschieden. Und es nützt nichts auf Krampf alles mögen zu wollen, nur weil es im Verlag erscheint, wo man arbeitet. Das Wichtig ist, dass man dann trotzdem irgendwie das Gute an den Büchern sieht, oder das, warum wir das eingekauft haben und damit man es dann auch gut weitervermitteln kann.

Helen
Aber wie liest du quer? Also ich glaube, ich glaube, da kommt mein innerer Monk durch. Ich habe schon so oft hier auch gesagt, dass ich einfach auch ganz schlecht nur abbrechen kann. Darüber hatten wir hier schon öfter mal gesprochen. Aber Querlesen, ich frag mich wie…

Liesa Rebbig
Ja, also abgleichen kann ich richtig gut. Ja, ich glaube, das muss man bestimmen, wenn man in der Lage arbeitet. Ich glaube, da muss man wirklich gut können. Querlesen heißt für mich einfach, ich närke, mich interessiert gerade in der Sequenz nicht so und dann blätter ich einfach fünf Seiten weiter und lese da weiter. Und dann ist es mir egal, dass ich Infos verpasse. Oder, was ich auch unter Querlesen zusammenfassen würde, ich lese nur 50 bis 80 Seiten und lasse das Ende dazwischen liegen. Das zähle ich dann aber auch nicht als gelesenes Buch. Also so verbin ich dann.

Helen
Also ich mein irgendwie überlege ich grad wahrscheinlich, wenn ich jetzt eh denke, ach das ist nicht so meins und ich hab's ja auch nicht gekauft, so ne. Man hat's dann, weiß ich nicht, wahrscheinlich kriegst du's irgendwie im Verlag dann oder so. Vielleicht könnte ich das auch, weil… Ich glaube, total oft würde mir mein innerer Monk in die Quere kommen. Also das ist zum Beispiel auch der Grund, warum ich halt keine Rezensionenzexemplare annehme, weil ich das Gefühl hab, also das geht ja schon einfach mit Erwartungen einher und mich stresst das so. Sobald es hier ist, denke ich, scheiße, ich muss zuhören.

Liesa Rebbig
Ich hab mich so davon gelöst. Jetzt sag ich was, was wahrscheinlich … Boah. Vielleicht müssen wir das gleich rausschneiden. Aber wenn mir den Verlag inzwischen was zuschickt, denke ich mir, danke, mal gucken, ob ich was dazu mache. Ja, aber ist ja auch. Aber … Also … Es klingt so mega-arrogant, aber ich denke, meine Zeit ist ja auch nur begrenzt. Und auch nicht zu jedem Buch, was man zugeschickt bekommt, Ich denke, wenn es eh negativ wäre, ist es eh besser, gar nichts zu sagen. Seit dann ist es problematisch, dann würde ich das Thema T-Sign auf meinem Kanal, wenn mir das schon wichtig ist. Aber wenn ich alles rezensieren würde, was ich zugeschickt bekomme, da müsste ich dreimal am Tag … Also nee, das ist übertrieben. Dreimal am Tag müsste ich jetzt nicht posten. Aber dreiviermal die Woche bestimmt. Das ist echt viel, was man auch … Ich frage manchmal auch explizit Sachen an. Und auch da überleg ich es mir dann immer dreimal wie und ob ich das tatsächlich einbinde. Aber man muss sich, glaube ich, ganz davon dieser Erwartungshaltung lösen, weil sonst macht man sich so einen krassen Druck und dann macht das Lesen gar keinen Spaß mehr.

Helen
Ja, und das merke ich nämlich dann bei mir. Und deswegen denke ich immer so, ich habe die Mitte mir die Bücher selber zu kaufen und dann kaufe ich es mir lieb. Also auch wenn das vielleicht eigentlich bescheuert ist, weil ich sie gerade bekommen könnte. Ja, aber es macht mir dann einfach Druck. Irgendwie.

Liesa Rebbig
Ich glaub, so eine gute Balance ist ganz wichtig. Ich lass mir nicht alles zu schicken. Ich geh super gerne. Wer mir meine Stories verfolgt, der sieht, wie oft ich Bücher kaufen gehe. Ich frag mich auch immer, wann liest sie die?

Helen
Ja, weiß ich auch. Aber ich hab auch immer Phasen, da denk ich so auch. Ich hab zwar letzte Woche so zehn Bücher bestellt, aber was soll's? Irgendwann kommt die Zeit, ich seh das schon. Wird der Moment kommen? Hat man den Moment, freut man sich, dass man vor drei Jahren, als man es gekauft hatte, schon wahnsinnig Lust hatte.

Liesa Rebbig
Ja und ehrlich gesagt, also bei mir im Hintergrund sind das halt auch alles Bücher, also es sehen jetzt die Hörer in mich, aber du, alles Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, außer die, die hier oben sind. Und ich finde das schon ein cooles Gefühl, sowieso eine eigene Bibliothek zu haben, wo ich dann, wenn ich dann, oder so eine eigene Buchhandlung im Grunde, da sich dann denke ich, mich interessiert, jetzt ein Buch, das kann ich mir einfach daraus greifen. Ich liebe das. Also ich finde, ja, ich finde es irgendwie auch ein cooles Gefühl. Absolut.

Helen
Aber es kam im Vorfeld eine Frage, die ich denke, die passt vielleicht jetzt ganz gut. Auf welche Bücher freust du dich 2025 am meisten? Ist das eine Frage, die du beantworten kannst? Weil du beim Fragebogen meintest, man kann auf gar keinen Fall nur ein Buch nennen. Jetzt hast du die Option, mehrere zu nennen.

Liesa Rebbig
Ja, supertolle Frage. Die ist perfekt für Leute, die sich mit Verlagsvorschauen beschäftigen. Ich bin da irgendwie so ein bisschen raus, was bei anderen Verlagen erscheint, muss ich gestehen. Also ich hab da schon so einen sehr krassen DuMont-Fokus, weil ich krieg's zeitlich auch gar nicht mehr unter mich so intensiv mit anderen Verlagsprogrammen zu beschäftigen. Es gibt unfassbar tolle DuMont-Bücher, die jetzt im Herbst erscheinen und über die ich jetzt dann diese Woche auf der Messe auch sprechen darf. Eines davon ist ein Debüt von einem ziemlich coolen Typen. Leon Engler heißt er. Und die Botanik des Wahnsinns ist das Buch, ist autofiktsional und arbeitet so ein bisschen seine Familiengeschichte auf, in der lauter wirklich psychisch kranke Personen sind. Krass. Ja, und so ein bisschen stellt der Protagonist sich die Frage, boah, wie bleibe ich eigentlich normal? Wie schaff ich es, dass ich nicht diesem Wahnsinn der Familie verfalle? Und das alles ist aber so unfassbar amüsant und leicht hüßig geschrieben, obwohl es sich ja schon um sehr schwierige Themen handelt, dass ich echt hoffe und darauf wette, dass dieses Buch viele Leser empfinden wird. Ist auch ein tolles Cover wieder natürlich. Also, das könnt ihr euch auf jeden Fall schon mal vormerken. Und dann freue ich mich auch super, super doll auf einem Buch von einer Freundin, was im Herbst erscheinen wird. Bestie heißt das Buch, ist von Joana June. Und wird bei Pola erscheinen. Und da gibt's um eine toxische Freundin in Schaft. Und ich durfte das jetzt schon vorablesen. Und ich war wahnsinnig begeistert. Joana schreibt, so krass, poetisch. Und trotzdem nicht so zart. Also es ist so eine Mischung aus poetisch. Und trotzdem irgendwie so mitn Reihen ins Leben. Also es hat mir richtig, richtig gut gefallen. Und da freue ich mich schon sehr, sehr drauf. Auch zu beobachten, wie eine Freundin einfach ein Buch geschrieben und veröffentlicht hat. Das ist so aufregend und besonders.

Helen
Das ist echt cool und es klingt irgendwie auch sehr gut. Und Pola, finde ich, die machen halt auch irgendwie coole Sachen. Also ich verfolgs jetzt nicht so superintensiv, aber irgendwie habe ich das Gefühl, man kann dem auch gar nicht so entgehen, weil die… Die bringen mal so einen neuen Schwung irgendwie rein, so eine neue Perspektive und Blickwinkel. Das gefällt mir echt total gut. Nicht jedes Buch ist etwas, was ich so zu 1000 Prozent lesen wollen würde. Muss ich auch ganz ehrlich zugeben. Aber die machen schon echt viele starke Bücher. Ich hab jetzt zuletzt auch eins gelesen. No Hard Feelings hieß das. Ich weiß grad gar nicht mehr die Autorin. Da war ich so positiv überrascht, wie gut mir das letztendlich gefallen hat. Das sind richtig Romane am Puls der Zeit. Das find ich top. Brauche ich mehr. Ja, cool. Brauche ich mehr davon. Ja. Richtig gut. War das auch Thema bei … Bei Dussmann wahrscheinlich nicht so sehr, als du zu DuMont gewechselt hast, dass du als Buchbloggerin Bücher von anderen Verlagen zeigst. Ist das … Musst du das ausdiskutiert werden? Mhm.

Liesa Rebbig
Das war den Person, die mich eingestellt haben. Den war es ja klar, dass ich auch selber auf Instagram aktiv bin. Ich gehe auch hin und wieder so bezahlte Kooperationen ein. Das hab ich aber im Vorfeld abgeklärt. Hab ich einfach quasi meinen Arbeitgeber gefragt, wie das ist und wie es aussieht und ob das in Ordnung ist. Und die sehen da kein Problem. So lange es jetzt nicht irgendwie Sachen sind, die mit den Werten von DuMont nicht im Einklang sind, aber machen wir uns nichts vor. Also ich bin in Begriff von DuMont Werten. Also, das ist ja…

Helen
Naja, und irgendwie wüsste ich jetzt auch mich so was… Ich fände es, glaube ich, eher komisch. Also ich glaube es wäre vielleicht ein Account schädlicher, wenn du nur noch DuMont-Bücher zeigen würdest, weil man dann vielleicht auch denken würde, das machst du ja nur, weil du da arbeitest und dadurch, dass aber eine Mischung da ist. Weil ich finde es viel authentischer auch.

Liesa Rebbig
Ja, letzter Zeit zeige ich sogar gar nichts mehr von DuMont. Habe ich das Gefühl, ich könnte mal wieder… Ich habe das so ein bisschen unter dem Radar jetzt gehalten. Nicht, weil jetzt keine Bücher da waren, die mich irgendwie begeistert haben. Einfach, weil ich ein bisschen Angst vor diesen Vorwurf habe, den du gerade so geäußert hast.

Helen
Ich glaube nicht, dass er kommen würde. Nein, aber das… Nee, nee, der war auch schon vorher in mir drin. Ja, sorry. Nein, gar nicht schlimm. Die tiefsten Ängste ausgesprochen. Aber also ich denke halt eigentlich eher, das ist ja von Vorteil so, wie du es jetzt gerade machst. Weiß du, weil dann ist eine gute Mischung.

Liesa Rebbig
Die Bücher, die mich richtig durchflaschen und umhauen, die müssen auf jeden Fall auf hej.liesa stattfinden. Weil da geht es um meine Lieblingsbücher, egal aus welchem Verlag. Ja.

Helen
Ah, voll gut. Also irgendwie, finde ich das … Ich mag deinen Account auch einfach so gerne, weil der so … Ich mag dieses sepiamäßige, wie so, Vintage Vibes. Und irgendwie … Ich mag auch deine Wochenrückblicke total gerne. Weil das so … Also, gestern hab ich einen gesehen, Ja, so Zitaten oder was das dann so ist. Memes irgendwie. Musste halt auch so verlachen. Ja, das sind immer so und seri-latable. Voll. Also richtig, richtig gut. Und irgendwie habe ich auch das Gefühl, mit dir zusammen dann so ein bisschen Berlin zu erkunden. Oh schön. Ja letztens auch fast gescreenshotet, wo du in so einem richtig coolen Lokal warst. Ich habe das erstmal meinem Freund gestickt, meinst du, müssen wir beim nächsten Mal auch hin. Ich weiß gerade nicht mehr, was das war. Irgendwie so ein Italienisches.

Liesa Rebbig
Kokodrillo. Kann sein, es hat irgendwie total Fancy aus. Ja, da war es auch Fancy. Ihr müsst auf jeden Fall reservieren. Okay. Aber da war es sehr, sehr schön. Ich bin glaube ich im Juni wieder da. Schlegst du den Sand? Ja, sagt auf jeden Fall Bescheid.

Helen
Ja, aber vorliebt, dass du das so sagst. Also irgendwie, für mich ist mein Account, ich weiß, viele Leute machen sich immer so über die Platte, wie sieht mein Feed aus, passt alles zusammen. Ich habe gemerkt, mit den Jahren bin ich da voll nachlässig geworden, aber trotzdem… Ja, aber es passt doch voll. Ja, weil ich immer den selben fehlt habe benutzt. Dadurch hab das nachher … Wahrscheinlich, weil irgendwie finde ich, ich geh grad drauf. Ich find's super. Früher kannst du nicht vorstellen, was ich mir dafür Gedanken gemacht hab. Ich hab vorher in meinem Album, in meinem Fotoalbum angeordnet, wie ich die Fotos damit's deinem Feed süß aussieht. Ich habe das geschafft und lade einfach hoch.

Liesa Rebbig
Am Ende des Tages muss ich sagen, diese Wochenrückblicke machen wahnsinnig viel Spaß. Ich gucke mir die so gerne auch im Nacht. Ja, ich denke, für dich, genau. Du hast einfach selber für dich auch so eine Erinnerung. Das ist echt cool.

Helen
Ich hatte eigentlich angefangen, so Monatsrückblicke zu teilen in der letzten Jahrhundert. Dann pass es glaube ich vom Contentplan nicht mehr. Dann habe ich es gelassen. Aber was ich jetzt schon drei Jahre, glaube ich, mache, ist so zumindest ein Jahresrückblick. Oh, toll. Und die gucke ich mir tatsächlich öfter mal an, weil ich das total liebe. Weil dann kriegt man selber ja auch so ein bisschen Eindruck davon, was habe ich eigentlich in… Gar so ein Jahr, ne? Das ist irgendwie gefühlt so lang. Und du hast vor allem wahrscheinlich die Sachen, die zuletzt passiert sind im Kopf und die großen Sachen, weil so viel, was noch so dazwischen passiert ist. Ja. Weil die schönen Erinnerungen vielleicht sollte ich auch anfangen. Aber doch Wochenrückblick.

Liesa Rebbig
Ja oder zumindest macht die Monatsrückblicke wieder. Ich finde Wochen, also ich hab das jetzt schon öfter gehört, dass Leute sich irgendwie inspiriert gefühlt haben von meinem Wochenbruch. Ich bin jetzt auch nicht die Person, die es erfunden hat, aber irgendwie so in der Bubble, dann vielleicht doch auf eine Art, keine Ahnung. Und viele sagen aber, boah, Wochenrückblick ist mir zu stressig. Oder ich hab das Gefühl, in meiner Woche passiert gar nicht genug. Aber dann denke ich mir so, mach Monatsrückblick, weil ich glaube, das ist wirklich total schön, so retrospectiv nochmal drauf zu schauen. Und das war in dem Monat so das, was mich am meisten bewegt, gefreut, beschäftigt oder vielleicht auch traurig gemacht hat. Ich finde es auch wichtig, dass man durchaus auch mal so bisher traurigere Momente teilt, wenn man so möchte. Aber das denke ich sowieso. Also das finde ich auch total toll.

Helen
Also ich würde generell sagen, dein Account ist super authentisch, weil du, also so gut kenne ich dich ja auch nicht, keine Ahnung, aber so, es wirkt sehr authentisch, weil du eben auch dann die schwierigen Momente teilst, auch in den Stories und Also wie gesagt, auch mit Paris fand ich total inspirieren. Ich glaube, was mir da jetzt wieder so ein bisschen in den Kopf kommt, ist, ich denke, das kann ich irgendwie nicht machen, weil es nicht mein persönlicher Account ist. Vielleicht müsste ich das bei Lady Daughter machen, aber irgendwie bin ich da gerade inaktiv. Aber ich behalte es beim Hinterkopf. Ich bin das auch für… Ich fände es auch schön, wenn das machen würde. Ah, Schauen. Gefühlt erlebe ich auch nicht so viel. Ach, das glaubt man immer. Dann sieht man sich die Fotos an und denkt, wow, war ja doch viel los. Ja, das stimmt.

Liesa Rebbig
Ich find, es ist schon immer total spannend und schön zu sehen, was für ein Leben die Personen hinter den Buchaccounts zu finden. Also was sind so … Das mag ich auch echt am liebsten eigentlich, ehrlich gesagt. Also nur Bücher finde ich gar nicht so spannend. Ich find immer eher interessant. Was ist das für ein Mensch?

Helen
Ja, geht mir inzwischen auf so tatsächlich. Ich weiß noch gar nicht, wie geht's dir. Das ist ein ganz anderes Thema. Aber früher, als Instagram noch so neu war, ist man so vielen Influencern gefolgt. Also wirklich so diesen ganzen Reichweiten, starken Menschen. Ich vergar nicht mehr solchen Menschen. Ich verwirke nur noch so normallos, die so ein ähnliches Leben fühlen wie ich, wo ich mich aber trotzdem inspirierter fühle, als von jemandem, der die dritte Reise in fünf Monaten macht.

Liesa Rebbig
Ich folge, glaube ich, schon relativ vielen, die jetzt nicht so die klassischen Influencer sind. Also die haben nicht so eine Ries, so ein Wahnsitz. Obwohl jetzt vor kurzem bin ich hier Mary … Und Jake Snow irgendwie Mary Faye und Jake Snow. Keine Ahnung, wie die heißen. Die haben, glaub ich, einen Riesen-Account, aber das sind wahrscheinlich die einzigen. Aber ich hab schon Accounts, die sind größer und für mich so inspirierend. Und ich weiß gar nicht so genau, was die so gemeinsam haben. Aber ich glaub, dass die schon Sachen wahrscheinlich erreichen, die ich mir auch vorstelle.

Helen
Und vor allem für mich ist es schon auch wichtig, dass es was ganz anderes ist, als was ich mache. Also ich merke schon oft, dass ich auch schnell dazu neige, mich schlecht zu fühlen, wenn ich, also wenn, keine Ahnung, also ich folge zum Beispiel auch sehr ungern an deinen Buchclubs, weil ich habe dann immer direkt das Gefühl, wir werden irrelevant. Ich weiß auch nicht, also da fühle ich mich meistens nicht gut. Du wirst grad nicht, ob wir überhaupt irgendeine im anderen Buchclub folgen.

Liesa Rebbig
Ich finde das immer ganz bewundernswert, wenn die uns folgen, weil ich immer so denke, ich glaube, ich möchte nicht zurückfolgen. So, gar nichts gegen euch, aber da, das kann ich nicht gut ab, weil dann vergleich ich mich direkt und keine Ahnung.

Helen
Aber ich folge halt ja auch zum Beispiel allen aus der Schmökerrunde, und dadurch hab ich irgendwie auch das Gefühl, das sind ja alles, ganz normale Leute, das sind nur noch nicht mal alles Buchblogger, Manche teilen ihre Bücher, aber manche auch ihr Leben. Das finde ich voll angenehm. Aber ich glaube, wenn ich so aktiv an einen Account folge, dann haben die schon tendenziell eine größere Reichweite, aber die machen was ganz anderes als ich.

Liesa Rebbig
Hast du einen Lieblingsaccount? So ein absoluter …

Helen
Ich habe ein paar, wo ich immer reinschaue. Kate Spiers, zum Beispiel, die ist ja schon eigentlich recht groß. Ich habe das Gefühl, die kennt man noch sofort früher vielleicht.

Liesa Rebbig
Ja, voll, die sagt mir was, da klingelt was bei mir.

Helen
Ich überlege grad, wie die vorher hieß. Weil die hat jetzt quasi den Namen ihres Mannes vor ein paar Jahren angenommen. Aber ich komm grad nicht mehr drauf auf jeden Fall. Die hatte früher auch ein YouTube-Account. Ich glaub, sie hat den vielleicht wieder eingeführt. Aber da guck ich mir immer die Stories an. Weil das ist so ein bisschen, weiß ich nicht, irgendwie Lifestyle. Ich hab keine Ahnung, wo man das einkategorisieren wird. Obwohl, ehrlich gesagt, könnte dir gefallen.

Liesa Rebbig
Ja, sofort gefolgt. Das ist genau das, was ich brauche in meinem Leben.

Helen
Und sonst gibt es so ein paar, die so auch in, ich habe irgendwie recht viele, die in Australien leben. Also Jess Williams, die hatte ich vor einer Weile im Podcast der Folge, zum Beispiel, da gucke ich irgendwie immer, was die macht. Und das ist eigentlich, es hat halt nichts mit dem zu tun, was ich so mache. Aber ich finde es interessant. Sehr schön. Galadaling von der von sich das Buch so toll und die ist halt super verrückt irgendwie einfach. Da denke ich jedes Mal wie space ist, wie wenn ich in die Story gucke. Ja, weiß ich, wie es bei dir.

Liesa Rebbig
Boah, voll schwer zu sagen. Also ich folge schon extrem vielen Buchblogger*innen. Also das ist irgendwie Fluch und Segen meines Jobs. Und ich folge den auch sehr. Ich habe das Gefühl, aktiv folge ich nur dir als Buchbloggerin. Ich wüsste grad gar nicht. Jetzt ja mal auch hier. Also, ich wüsste grad gar nicht, wo ich halt auch … Oder halt Mona gucke ich auch immer die Stories. Mona mag ich auch gern. Sowieso die zwei Monas aus Köln, Mona, finde ich auch immer super spannend, die bei Kiwi arbeitet. Die finde ich da folge ich auch sehr gerne.

Helen
Ich weiß gar nicht, ob ich so was wie in die Blinks-Account habe. Ich glaub, das wechselt bei mir auch immer.

Liesa Rebbig
Ja, oder? Ich mag die alle gerne, denen ich folge. Machst du es auch, dass du Entfolgswänden mehr gibt? Ja, oder stumm schalten. Es kommt immer so recent drauf an. Ja, hab ich auch schon.

Helen
Ich glaube, meine All-Time-Alltime-Lieblings-Account, also einer von denen ist auf jeden Fall Daria Daria. Ich glaube, das ist auch so die einzige ursprüngliche Influencerin, der ich noch so wirklich folge. Ja. Das finde ich schon immer so schön und spannend zu sehen, wie sie sich entwickelt hat und was so ihre Themen und ich finde es auch cool, dass sie wieder mit YouTube angefangen hat.

Liesa Rebbig
Ja, ich finde es manchmal so verrückt, wie man sich auch identifiziert mit den Personen. Also ich war ein bisschen geschockt, als Kate Spiers Kind bekommen hat, weil ich dachte, sie hat doch immer gesagt, sie möchte kann. Also als hätte man so irgendwie Ahnung von deren Leben, nur weil man die wirklich in ihren Stories anschaut. Also ich weiß, manche das in Termin macht so ein bisschen crazy. Ja, voll, absolut.

Helen
Ich fand das irgendwie, also das finde ich ein wunderschön random Gespräch. Ja, oder? Wir hätten wahrscheinlich auch noch irgendwie zehn Stunden über ganz verrückte andere Themen sprechen können. Irgendwann eine Frage hat einfach schreiben, vielleicht nehmen wir den Faden dann nochmal auf. Aber wo findet man dich so im Internet? Wo kann man Kontakt mit dir aufnehmen?

Liesa Rebbig
Also zum einen immer über DuMont. Also da auf der Website ist auch meine Email-Adresse hinterlegt, da bin ich auf jeden Fall erreichbar. Und sonst auch privat unter hej.liesa. H-e-j-Punkt-l-i-e-s-a. Ich wollte das extra-special irgendwie, warum auch immer.

Helen
Sehr gut. Verlinken wir natürlich auch noch mal in den Show-Notes. Aber ja, ich fand das voll schön. Ich würde sagen, wir trinken unseren Cappuccino mit Hafermilch zu Ende. Ja. Ignorieren den Trubel um uns herum. Das haben wir richtig gut hinbekommen. Danke dir für das tolle Gespräch. Ich hatte wirklich das Gefühl, um uns herum war so. Wir waren einfach im Moment. Es war wirklich besonders. Das war, glaube ich, meine besonderste Messebegegnung. Oh nein. Doch. Ja, ich fand es auch wirklich schön. Vor allem fand ich es cool, dass wir über alles mögliche direkt gesprochen haben. Wirklich, ich kann auch zehn Stunden mit dir quatschen. Wir müssen unbedingt Teil zwei machen. Bitte stell ganz viele Fragen. Vor allen Dingen mal deine Leipzig-Termine. Das mach ich sofort im Anschluss.

Liesa Rebbig
Danke dir, dass ich hier sein durfte.

Helen
Danke, dass du da warst und uns mal ein Einblick gegeben hast. Immer wieder spannend. Sehr gerne.

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