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Handgeschriebene Empfehlungen statt Algorithmus

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Podcast · Folge 74

Handgeschriebene Empfehlungen statt Algorithmus

Valerie Hentschel hat mit ihrem Vater eine App gebaut, in der unabhängige Buchhandlungen selbst empfehlen – und 2023 den Young Excellence Award gewonnen

3. Juli 2024 · 61 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Stand heute

Diese Folge ist vom Juli 2024 – die App gibt es nicht mehr. Ende Februar 2025 hat das Team auf Instagram angekündigt, buchpicker zum 31. März 2025 einzustellen: Die Finanzierung der Plattform ließ sich langfristig nicht sichern. Wir lassen das Gespräch trotzdem stehen, weil das, was Valerie Hentschel über Gründen, den unabhängigen Buchhandel und einen Branchenpreis erzählt, davon unabhängig ist.

Wir sitzen an diesem Nachmittag auf Balkonien – auf einem Stadtbalkon zwischen ganz vielen Tomatenpflanzen, weil Valerie Hentschel Tomaten liebt. Im Glas: Aperol Spritz, alkoholfrei ginge auch eine Rhabarber- oder Johannisbeerschorle. Bei Helen ist es an dem Tag grau, sie schlägt Aperol mit Maracujasaft vor, und dann geht es los.

Valerie Hentschel

Gründerin der App buchpicker · Young Excellence Award 2023

Valerie Hentschel ist in einer Buchhandlung groß geworden: Ihrem Vater Lutz gehört eine Buchhandlung in einem Vorort von München. Bücher waren, sagt sie, das Einzige, wofür es bei ihr als Kind kein Geldlimit gab. Studiert hat sie etwas ganz anderes – Medieninformatik im Bachelor, User Experience Design im Master, dazwischen ein Gap Year in San Francisco. Während Corona entstand daraus mit ihrem Vater die Idee zu buchpicker: eine App, in der unabhängige Buchhandlungen ihre Empfehlungen selbst einstellen. 2023 gewann sie damit den Young Excellence Award des Börsenvereins.

Wie aus einem Brainstorming mit dem Vater eine App wurde

Der Ausgangspunkt war eine Frage, die die beiden sich während Corona gestellt haben: Was können wir für den unabhängigen Buchhandel tun? Die Zahlen gingen zurück, und für einzelne Buchhandlungen wird es schwerer, sich in der digitalen Welt gegen die großen Konkurrenzprodukte durchzusetzen.

Die Antwort war ein Zusammenschluss: Partnerbuchhandlungen machen mit und empfehlen Bücher direkt in der App. Bestellt wird nicht bei einem Grossisten, sondern bei der Buchhandlung selbst – buchpicker leitet weiter. »Wir sind sozusagen die Mittelsfrau«, sagt sie.

Bezahlt wurde die Entwicklung über »Neustart Kultur«, ein Förderprogramm, für das sich die beiden beworben und das sie bekommen haben. Programmiert hat zunächst ein selbstständiger Entwickler, den sie aus einem früheren Job kannte.

Warum die Empfehlungen von Hand geschrieben sind

Das ist der Punkt, an dem sich buchpicker bewusst gegen einen Branchentrend gestellt hat. Empfehlungen auf Basis von Bewertungen aus dem Internet, von Nutzerverhalten, von künstlicher Intelligenz – genau das wollten sie nicht. Stattdessen: persönliche, handgeschriebene Empfehlungen der Buchhandlungen, damit das, was eine unabhängige Buchhandlung ausmacht, auch in einer App vorkommt.

Wir haben uns aktiv in eine andere Richtung gestellt.Valerie Hentschel

Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs lagen über 1200 Buchempfehlungen in der Datenbank – genug, um sinnvoll zu filtern. Die Filter sind allerdings keine Genre-Filter, jedenfalls waren sie es am Anfang bewusst nicht. Grundlage sind die Lesemotive, die der Börsenverein in einer Studie herausgearbeitet hat: neun Beweggründe, warum Menschen Bücher kaufen – zum Entspannen, um etwas zu lernen und so weiter. Daraus haben sie eigene Kategorien gebaut, gemeinsam mit Buchhändler*innen noch einmal angepasst: literarisch, spannend, anspruchsvoll, humorvoll, unterhaltend.

Die Idee dahinter: Vielleicht schadet es nicht, mal ein anderes Genre zu lesen. Es sei ja oft die Art und Weise, wie ein Buch geschrieben ist, die den Ausschlag gibt, nicht die Schublade. Gefordert wurde der Genre-Filter trotzdem so oft, dass er kommen sollte – zusammen mit Filtern nach Buchtyp und Preis.

Was die App kostet – und wer daran verdient

Die Teilnahme war für die Buchhandlungen kostenlos. Verdient wurde nur, wenn tatsächlich gekauft wird: fünf Prozent Provision, bei einem 20-Euro-Buch also knapp ein Euro. Das war die Entscheidung, die sich für sie am fairsten anfühlte – erst wenn die Buchhandlung etwas verdient, verdient buchpicker mit.

Ein einmaliger Aufwand war es für die Buchhandlung ohnehin: Die Empfehlung wurde einmal eingetragen und stand dann.

Der Effekt, mit dem niemand gerechnet hat

Der schönste Nebeneffekt war keiner, den sie geplant hatten: Die Buchhändler*innen empfehlen sich gegenseitig Bücher. Und das hat einen sehr praktischen Grund. Eine unabhängige Buchhandlung hat meist eine Filiale und ein Team von fünf bis zehn Leuten. Bei rund 70.000 Neuerscheinungen im Jahr kann dieses Team unmöglich jedes Genre, jede Nische, jede Altersgruppe abdecken – was große Ketten über ihre Größe schaffen.

Inzwischen, erzählt sie, entsteht so etwas wie eine Community innerhalb der teilnehmenden Buchhandlungen, die indirekt zusammenarbeiten.

Wie es sich anfühlt, jung im Buchhandel anzufangen, erzählt auch diese Folge über eine Buchhandlungsübernahme mit 23.

Vom Nebenprojekt zur eigenen Firma

Gründen war nie der Plan. Am Anfang war es ein Nebenprojekt, um dem Vater mit seiner Buchhandlung zu helfen – ein abgeschlossenes Vorhaben, finanziert über das Fördergeld: Buchhändler*innen empfehlen, wir leiten die Bestellungen weiter, fertig.

Dann kam der Punkt, an dem es umschwang. Sie beschreibt es als Sog: Man arbeitet daran, man redet mit Leuten, es macht Spaß, es erfüllt – und irgendwann sagt man nicht mehr »mein Projekt«, sondern »meine Firma«. Das verändere auch, wie man selbst arbeitet.

Ausgelöst hat das kurz zuvor ein Förderprogramm für Gründerinnen, das von der EU kam. Dort hat sie viele Frauen kennengelernt, die ebenfalls gründen – und dort kam auch der Rat, sich selbst sichtbar zu machen und nicht nur den Firmen-Account zu bespielen. Genau daraus entstand der Gedanke, sich beim Young Excellence Award zu bewerben.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme war das Team zu dritt: ein weiterer Mitgründer war neu dazugekommen und übernahm die Programmierung. Alle drei hatten einen Job nebenbei, weil sich das Leben über die App noch nicht finanzieren ließ.

Auch ohne Branchenausbildung anzufangen – davon handelt die Folge über ein Büchercafé ohne Buchhandelsvergangenheit.

Die Nominierung hat mehr verändert als der Gewinn

Beworben hat sie sich selbst. Ihr Vater meinte, das sei eher etwas für Leute aus der Branche – sie hat es trotzdem probiert, es war ja nur eine E-Mail.

Was danach kam, beschreibt sie sehr klar: Die Nominierung hat mehr bewegt als der Gewinn. Mit ihr kam das erste Porträt, der erste Artikel über sie – und damit ein großer Sprung bei Sichtbarkeit und Netzwerk. Der Gewinn selbst war noch einmal ein kleiner Peak, den man auch an den Download-Zahlen sieht. Aber was bis heute nachwirkt, ist die Plattform, die die Nominierung ihr in der Branche gegeben hat.

Den Anruf bekam sie im Zug. Kai vom Börsenverein am Telefon, »du hast gewonnen«, Herzklopfen, und gleich hinterher die Frage, ob sie noch ein paar Fragen für die Pressemitteilung beantworten könne. Danach saß sie weiter im Zug und wusste nicht, wohin mit den Emotionen – unter der Woche, während der Arbeitszeit, erreicht man niemanden.

Die Preisverleihung selbst war im Haus des Buches, nicht auf dem Messegelände. Die Vorsitzende Karin überreichte den Preis und hielt eine kleine Rede – und nahm dabei so viel vorweg, dass Valerie Hentschel sich in dem Moment etwas Neues überlegen musste. Es waren ein paar Minuten, bewusst kurz. Die anderen meinten hinterher, es habe lockerflockig aus dem Ärmel geschüttelt gewirkt.

Auf der Buchmesse war ihr Terminkalender danach voll: Verlage, Fulfillment-Dienstleister, andere Anbieter, viele Kennenlern-Gespräche. Super spannend, sagt sie – und wirklich anstrengend.

»Du bist neu, du bist jung, du bist eine Frau unter 30«

Vor dem Award war es schwierig, überhaupt ins Gespräch zu kommen. Man kannte weder buchpicker noch sie, und die Skepsis lief immer nach demselben Muster.

Du bist neu, du bist jung, du bist eine Frau unter 30 – und hast eine eigene Firma. Wie kann das denn sein?Valerie Hentschel

Dazu die Frage nach den Kompetenzen: IT studiert? User Experience Design – was ist das überhaupt? Sie ist keine Buchwissenschaftlerin und keine Journalistin. Nach dem Award war es anders: Die Leute hatten schon einmal von ihr gehört, und man spricht auf Augenhöhe.

Helen kennt das von der anderen Seite. Sie war einen Monat vor dieser Aufnahme selbst für den Young Excellence Award nominiert worden – die Abstimmung lief zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gerade. Auch sie hatte oft das Gefühl, in der Buchbranche belächelt zu werden: »bei uns ist ja alles rosa«, und das Wort Mädels habe für viel Diskussion gesorgt. Genau deshalb war die Nominierung für sie das Größere: eine Jury aus der Buchbranche zu überzeugen, deren Kriterien man nicht kennt.

Was sich am eigenen Lesen verändert hat

Weil sie in der eigenen App nicht nach Genre filtert, hat sich ihr Lesen zwangsläufig verschoben. Man schaut sich Empfehlungen einfach aus Interesse an – mal ist es das Cover, mal der Titel, mal die Person, die empfiehlt – und liest dann etwas, das man sonst nie in die Hand genommen hätte.

Früher war das Fantasy, und zwar reichlich; die Klassiker hat sie nach eigener Aussage alle gelesen. Heute sind es Gesellschaftsromane, Politik, Kolonialismus – auch anspruchsvolle Literatur, die sie sich vorher nicht zugetraut hätte. Wenn das Thema stimmt und es gut erzählt ist, macht auch das Spaß.

Wenn du wissen willst, wie sich eine Gründung anfühlt, die als Familienidee anfängt und irgendwann eine eigene Firma ist – und was ein Branchenpreis wirklich verändert –, ist diese Folge für dich.

Die ganze Folge hören

Das Buch aus der Folge

Ein Buch nennt sie am Ende – das letzte, das sie richtig getroffen hat.

Buchcover »Prima facie« von Suzie Miller

Prima facie

Suzie Miller, aus dem Englischen von Katharina Martl

Ein Roman aus der Perspektive einer Strafverteidigerin, die zunächst Männer verteidigt, denen sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden – und im Lauf des Buches ihre Sicht auf das Thema vollständig ändert. Valerie Hentschel nennt es ein superschweres Buch, das sie zum Weinen gebracht und danach zum Reden gezwungen hat. Genau das sei für sie das Zeichen, dass ein Buch eine Empfehlung wert ist.

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Häufige Fragen

Was ist buchpicker?

Eine App, in der unabhängige Buchhandlungen ihre eigenen Buchempfehlungen einstellen. Wer über die App bestellt, bestellt bei der Buchhandlung – buchpicker leitet die Bestellung weiter. Gegründet haben sie Valerie Hentschel und ihr Vater Lutz, der selbst eine Buchhandlung bei München hat. Die App wurde Ende März 2025 eingestellt.

Warum arbeitet buchpicker nicht mit künstlicher Intelligenz?

Weil genau das der Gegenentwurf war. Buchempfehlungen auf Basis von Bewertungen, Nutzerverhalten oder KI gibt es viele; buchpicker setzt bewusst auf handgeschriebene, persönliche Empfehlungen von Buchhändler*innen – also auf das, was eine unabhängige Buchhandlung ausmacht.

Wie finden sich Bücher in der App, wenn nicht über Genres?

Über Lesemotive. Grundlage ist eine Studie des Börsenvereins mit neun Beweggründen, warum Menschen Bücher kaufen. Daraus entstanden Kategorien wie literarisch, spannend, anspruchsvoll oder humorvoll, die die Buchhändler*innen beim Einstellen auswählen. Genre-Filter waren am Anfang bewusst nicht vorgesehen, wurden aber so oft gewünscht, dass sie dazukommen sollten.

Was kostet die Teilnahme für Buchhandlungen?

Nichts. buchpicker verdient nur an tatsächlichen Buchkäufen – fünf Prozent Provision, bei einem 20-Euro-Buch also knapp ein Euro. Der Aufwand für die Buchhandlung ist einmalig: Die Empfehlung wird eingetragen und bleibt stehen.

Was hat der Young Excellence Award verändert?

Nach ihrer eigenen Einschätzung hat die Nominierung mehr bewirkt als der Gewinn: Mit ihr kam das erste Porträt und damit Sichtbarkeit in der Branche. Der Gewinn war noch einmal ein kleiner Ausschlag, auch bei den Download-Zahlen. Vor allem aber wurde es leichter, auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen.

Wie hat sich ihr eigenes Leseverhalten verändert?

Deutlich. Weil sie in der App nicht nach Genre filtert, liest sie heute viel mehr Gesellschaftsromane und anspruchsvolle Literatur – Themen wie Politik oder Kolonialismus. Früher war es fast ausschließlich Fantasy.

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Die ganze Folge zum Nachlesen

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, auch bei der Zuordnung, wer gerade spricht. Maßgeblich ist die Aufnahme.

Helen
Herzlich willkommen Valerie. Ich freue mich sehr heute mit dir über die buchpicker App, deine buchpicker App zu sprechen, auch über den Young Excellence Award, den du letztes Jahr gewonnen hast. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?

Valerie Hentschel
Ja, gerne. Hallo Helen, danke für die Einladung. Wir sind heute auf Balkonien und zwar auf dem Balkon in der Stadt umgeben von ganz vielen Tomatenpflanzen. Ich liebe nämlich Tomaten und ich habe dabei einen Aperol Spritz oder für alle, die kein Alkohol mögen, vielleicht eine Rhabarberschorle, Johannisbeerschorle und wir lassen uns hier gut gehen in der Sonne natürlich.

Helen
Oh ja, das wollte ich grad fragen, weil hier ist es gerade leider noch ein bisschen grau, aber das klingt richtig gut. Und Aperol Spritz bin ich auch auf jeden Fall immer dabei und ich habe gerade gedacht, weil du die Rhabarberschorle noch einwirfst. Ich habe auch schon öfter mal Aperol Spritz so mit Maracujasaft zum Beispiel getrunken. Das kann ich auch sehr empfehlen und dann hat man so ein bisschen, hat man natürlich leider keine alkoholfreie Variante, aber schmeckt auch sehr, sehr gut.

Valerie Hentschel
Ja, alle Spritzgetränke sind tatsächlich empfehlenswert.

Helen
Ja voll. Dann würde ich sagen, stoßen wir einmal an und legen dann los. Ich habe dich ja so ein bisschen überfallen. Das hast du auch gar nicht direkt gesehen, weil es so überfallartig kam. Ich habe gedacht, voll ist ja irgendwie voll cool, einfach mal mit jemandem zu sprechen, der diesen Award gewonnen hat. Weil ich habe vor – jetzt ist es einen Monat her – diesen Anruf bekommen vom Börsenverein, wo es dann hieß, ich wäre eine von den zehn Nominierten. Und ich dachte so, wie krass. Aber ich hab's auch im Jahr davor schon probiert, da hab ich gar nichts gehört. Ich hab nicht so richtig damit gerechnet. Ja, genau. Ich hab fast geheult. Ich bin manchmal auch nah am Wasser gebaut, aber ich hab so, oh mein Gott, wie krass ist das denn? Und dann fängt man natürlich an, bisschen durch die, also einfach durchzuschauen. Wer war da alles schon dabei? Und ich selber war auch aufmerksam auf den Award geworden durch Anna Sauer, die den im Jahr noch davor quasi gewonnen hat. Genau, 2021, ja. Genau. Und ich fand es einfach mega spannend zu sehen, weil ich kannte tatsächlich die App noch überhaupt nicht. Und ich dachte so, da müssen wir unbedingt drüber sprechen. Und ich war vor allen Dingen auch einfach gespannt, von dir zu hören. Was hat das auch vielleicht bei dir dann verändert und wie war das so letztes Jahr? Aber vielleicht fangen wir wirklich dann am besten da an, was ist buchpicker? Weil für die im Grunde dafür warst du dann auch nominiert, glaube ich, also das war irgendwie so der Anlass. Also was ist das und wie bist du auf die Idee gekommen, eine eigene App zu entwickeln?

Valerie Hentschel
Ja, voll gerne. Erst mal noch Gratulation zur Nominierung übrigens. Ich drücke dir die Daumen. Genau und zwar die buchpicker App. Das war eine Idee damals. Mein Vater ist Buchhändler hier in der Nähe von München im Vorort. Dem gehört eine Buchhandlung. Das heißt, dadurch bin ich dem unabhängigen Buchhandel eh schon verbunden und großer Fan und ich schätze das auch total und habe dadurch auch immer viel gelesen und habe auch Bücher, sage ich jetzt mal, im Überfluss bekommen. Ich glaube, das war das Einzige, wo es kein Geldlimit bei mir gab damals als Kind. Bücher durfte ich mal kaufen.

Helen
Das ist ja eine coole Regel auch.

Valerie Hentschel
Genau, das heißt, dadurch habe ich super viel gelesen. Und ja, dann vor, ich sag jetzt mal Corona-Zeiten, dann bin ich gerade mit dem Master fertig geworden. Ich habe im Bachelor Medieninformatik studiert und im Master User Experience Design studiert. Das heißt, ich bin auch in der IT-Szene, sage ich jetzt mal, verwurzelt, hatte auch ein Gap Year in San Francisco, wo natürlich die ganzen Start-ups unterwegs sind, ne? Und bin da so ein bisschen in diese Szene gerutscht. Und dann, während Corona, haben wir so ein bisschen gebrainstormt, mein Vater und ich. Und haben uns überlegt, was können wir denn für den unabhängigen Buchhandel tun? Weil die Zahlen gehen zurück. Es wird immer schwieriger für unabhängige Buchhandlungen, sich in der digitalen Welt vor allem auch durchzusetzen und mit den ganzen Konkurrenzprodukten, die es mittlerweile gibt. Und da sind wir dann auf buchpicker gekommen. Und zwar ist die Idee, dass es einen Zusammenschluss von unabhängigen Buchhandlungen eben gibt. Und wir praktisch haben Partnerbuchhandlungen, die bei uns mitmachen, und diese Partnerbuchhandlungen empfehlen Bücher in der App. Das heißt, die Buchempfehlungen, die man bei uns findet, sind handgeschriebene, persönliche Empfehlungen, die unsere Buchhandlungen selber einstellen und somit wollen wir diese Sortimentskompetenz, die ja auch der große Vorteil von so einer Buchhandlung ist, in die digitale Welt bringen, aber gleichzeitig eben den unabhängigen Buchhandel unterstützen und nicht bei einem anderen Grossisten oder bei wem auch immer bestellen, sondern bei uns bestellt man eigentlich bei der Buchhandlung direkt. Wir leiten das sozusagen nur weiter. Wir sind sozusagen die Mittelsfrau.

Helen
Ja, mega spannend. Und mit den Empfehlungen läuft das so, dass… Also wie bekomme ich überhaupt eine Empfehlung? Kann ich dann sagen, ich interessiere mich zum Beispiel für dieses Genre oder mir hat dieses eine Buch gefallen und ich hätte gern was, was ähnlich ist oder so. Wie bekomme ich eine passende Empfehlung für mich?

Valerie Hentschel
Genau, also da sind wir tatsächlich gerade dran, das noch zu verbessern, dass es mehr Filtermöglichkeiten gibt. Jetzt haben wir ja auch schon eine Basis. Wir haben über 1200 Buchempfehlungen mittlerweile in unserer Datenbank. Das heißt, jetzt kann man wirklich suchen und filtern und jetzt macht das alles Sinn. Damals, wo wir gestartet haben, weißt du, da kommen ein paar Empfehlungen rein, das dauert ja auch, bis sich diese Datenbank aufbaut. Das heißt Filter haben nicht von Anfang an Sinn gemacht. Wir haben aber Filter schon auch implementiert und die basieren auf den Lesemotiven vom Börsenverein, die der 2018 herausgefunden hat, glaube ich. Das ist diese Studie, warum, da gab es eine große Studie und da wurde herausgefunden, ich glaube, neun Beweggründe sind es insgesamt. Warum Leute Bücher kaufen? Also für welchen Zweck? Zum Beispiel zum Entspannen. Oder um etwas zu lernen, irgendwie über die Vergangenheit, über heute, über sonstiges. Und darauf basierend haben wir uns Kategorien überlegt. Wir haben das aber tatsächlich abgeändert, weil wir mit Buchhändler*innen gesprochen haben und die haben sich noch ein bisschen was anderes vorgestellt, teilweise andere Begrifflichkeiten oder in verschiedene Lesemotive nochmal aufgeteilt, in zwei verschiedene, weil sie meinten, für sie ist es sozusagen wichtig, dass da nochmal eine Unterscheidung getroffen wird. Wir waren da so ein bisschen flexibel und haben gesagt, wir probieren das einfach mal aus. Deswegen haben wir zum Beispiel eine Kategorie wie literarisch oder spannend oder auch anspruchsvoll oder humorvoll oder unterhalten, haben wir drinnen und unsere Buchhändler*innen entscheiden, in welche Kategorie die Buchempfehlung fällt, wenn sie sie einstellen. Das heißt, sie können das einfach auswählen und basierend darauf kann man aktuell filtern. Und jetzt kommt, da sind wir gerade tatsächlich dabei, noch mehr Filter wie zum Beispiel, wie du meintest, Genre kommen dazu, aber auch so was wie Buchtyp wurde uns gesagt, dass Leute nach gebundenen Büchern oder Taschenbüchern filtern wollen. Auch nach Preis ist natürlich was, was oft gefragt wird. Aber vor allem tatsächlich Genre ist das, was den Leuten fehlt, wo wir am Anfang tatsächlich bewusst weggegangen sind, weil wir gesagt haben, na ja, vielleicht schadet es ja nicht, wenn man mal ein anderes Genre liest, ob leicht lesbare, unterhaltende Bücher, ob Krimis, Thriller, Fantasy und das ist egal, welches Genre das ist. Das könnte dir trotzdem gefallen. Es ist ja immer die Art und Weise, wie es geschrieben ist auch, die es dann am Ende ausmacht. Und deswegen wollten wir uns davon bewusst am Anfang lösen. Das wird jetzt aber immer wieder gefordert, deswegen kommt es jetzt auch.

Helen
Also das klingt irgendwie richtig spannend. Vor allen Dingen, ja, ich meine gerade so diese Empfehlung oder so das, was man vielleicht, ich weiß nicht, ich hab das eben, glaube ich, auch bei eurem buchpicker-Account gesehen. Da ging es auch darum, wenn du das liest, was alle lesen, dann denkst du auch das, was alle denken oder irgendwie sowas. Und ich muss halt dann, wenn ich ein Buch sehr, sehr häufig sehe, wenn es so gehypt wird, ich weiß nicht, warum, aber bei mir löst das eher aus. Ich habe keine Lust, das zu lesen. Irgendwie scheint es bei mir genau die falsche Richtung zu funktionieren. Und dann vielleicht lieber mal irgendwie eine so… Ich weiß nicht, so ein Überraschungstipp, wo ich vielleicht noch nie von gehört habe. Ich glaube, bei mir zumindest funktioniert das besser. Und ich finde es halt cool, wenn ich auch das Gefühl habe, das ist auf meinen Geschmack irgendwie abgestimmt. Und dafür geht man ja vielleicht auch in eine Buchhandlung, um sich was Besonderes empfehlen zu lassen. Und dass man das dann aber auch in der Hosentasche dabei hat, ist natürlich cool.

Valerie Hentschel
Ja, genau. Das ist auch die Idee, dass man eben unabhängig von den Öffnungszeiten immer in der Lieblingsbuchhandlung sozusagen stöbern kann. Und da halt auch personenbezogene Empfehlungen kriegt. Also wir haben uns auch aktiv gegen den Trend künstliche Intelligenz gestellt, was seit ein paar Jahren auch in der Buchbranche sehr in ist. Im Sinne von man kriegt Buchempfehlungen basierend auf Bewertungen aus dem Internet, Nutzerverhalten oder sonstiges. Wir sind aktiv in eine andere Richtung gegangen, um eben dieses Persönliche, was eine unabhängige Buchhandlung total ausmacht, in einer App abzubilden.

Helen
Mega. Richtig cool. Und ich finde es einfach cool, wenn man sich das traut. Du hast jetzt natürlich ein bisschen Erfahrung in dem Bereich, aber trotzdem – es ist ja etwas Neues und ein neuer Weg. Habt ihr das zu zweit gegründet oder hast du das allein gemacht?

Valerie Hentschel
Wir haben es dann zu zweit gegründet, das hat sich ja auch angeboten, sozusagen die Kompetenz des Buchhandels gehört ja auch dem Lutz und er hat sozusagen, also mein Vater heißt Lutz, er hat ja auch die Kompetenz des Buchhandels, er hat die Connections, was natürlich auch super wichtig ist am Anfang und du hast da einfach jemanden, der sich in der Branche schon auskennt, weil ich ich war ja dann doch noch neu, ich lese zwar viel, aber ich bin neu in der Branche. Und das hat sich dann angeboten. Wir haben dann Neustart Kultur, das war damals ein Förderprogramm. Dafür haben wir uns beworben und das haben wir bekommen. Und davon haben wir dann sozusagen auch die letzten paar Jahre die Entwicklung gezahlt, sozusagen. Das war dann ein alter Arbeitskollege oder Freelancer, ein Selbstständiger, den ich über einen alten Job von früher kannte. Den habe ich gefragt, ob er es nicht mit uns entwickelt. Aber neu ist: Wir haben jetzt einen dritten Mitgründer aufgenommen und der programmiert jetzt bei uns im Team, als Teil des Gründungsteams, Teil der Firma und er übernimmt jetzt den programmatischen Part sozusagen. Wir haben aber immer noch alle drei auch einen Job nebenbei, weil aktuell können wir unser Leben nicht über die App finanzieren. Also wir sind gerade noch in der Phase, wo wir die Kosten auch erst mal decken müssen, die wir überhaupt da alle ausgeben. Geschweige denn die Stunden, die wir reinstecken. Das dauert wahrscheinlich noch ein bisschen, bis es sich dann finanziert, aber wir sind hoffnungsvoll.

Helen
Ja, das ist ja immer die Hauptsache. Wie finanziert sich denn die App dann überhaupt?

Valerie Hentschel
Genau, aktuell funktioniert es so, wenn es zu einem Buchkauf kommt, dann verdienen wir fünf Prozent Provision. Das heißt, es ist bei 20 Euro knapp ein Euro, den wir dann verdienen. Dafür ist die Teilnahme für die Buchhandlungen komplett kostenlos. Das kostet die nichts. Aber irgendwie müssen wir es ja finanzieren und dann haben wir uns für das Provisionsmodell entschieden, weil das für uns das Fairste war, hey erst wenn die Buchhandlungen selber was verdienen, erst dann muss man sozusagen was abtreten sozusagen an uns und deswegen haben wir uns fürs Provisionsmodell entschieden und damit sind wir eigentlich von der Fairness her bisher ganz gut gefahren. Die Buchhandlungen finden das okay.

Helen
Ja, ich meine für die Buchhandlung ist es ja eigentlich auch ein einmaliger Aufwand, man trägt das einmal ein und dann steht die Empfehlung ja weiterhin.

Valerie Hentschel
Ja, genau. Außerdem ist es tatsächlich ganz interessant zu sehen, vor allem am Anfang, wo wir auch noch nicht so viele Nutzer*innen hatten, ging es auch viel darum, dass die Buchhändler*innen sich gegenseitig Bücher empfehlen. Das war nämlich auch tatsächlich ein Motivationsgrund, weil als unabhängige Buchhandlung, du hast ja oft eine Filiale und ich meine große Ketten, da kann jeder was lesen und es gibt Buchempfehlungen für alle Genre und jede Altersgruppe. Für alles, für jede Nische gibt es eine Buchempfehlung. Das kannst du als einzelner Laden nicht stemmen. Das funktioniert nicht. Bei 70.000 Neuerscheinungen im Jahr kommst du mit einem Team von fünf bis zehn Leuten nicht hinterher. Und das war auch die Idee, dass sich die Buchhändler*innen tatsächlich gegenseitig auch Bücher empfehlen. Und das ist auch der Fall. Es ist auch ganz lustig zu sehen, wie dann bei uns auch so eine Art Community innerhalb der Buchhandlungen entstehen, die bei uns mitmachen und die indirekt zusammenarbeiten. Das ist auch ein schöner positiver Effekt, mit dem wir am Anfang gar nicht so gerechnet haben, was total überraschend kam.

Helen
Ja, das ist ja echt nachvollziehbar, weil dann, ich meine, man hat ja trotzdem als Buchhändler*in auch persönliche Interessen und dann wird vielleicht immer nach Krimis gefragt, aber du hast selber gar nicht so Lust, das zu lesen. Und dann kannst du darauf zurückgreifen. Das ist richtig gut. Ich finde es voll cool, wenn man auch so, wenn man auch kreativ einfach sich überlegt, was könnten wir auch anders machen, weil wir gerade in bestimmten Bereichen, ja, ist es halt so schon, ich will nicht sagen festgefahren, aber ja, so ein bisschen Wir haben das immer so gemacht und wenn man dann einfach überlegt. Oder auch wenn du jetzt sagst, es ist ein Trend mit KI zu arbeiten und ihr sagt aber, nee, wir probieren es aber anders. Das ist ja auch ein gewisses Risiko, sag ich mal, aber ich find's irgendwie so cool, wenn man's einfach wagt und sagt, nee, so finden wir es aber gerade besser.

Valerie Hentschel
Auf jeden Fall. Ich muss aber auch sagen, ich hätte nie, ich hab nie geplant, eine Firma zu gründen oder so. Für mich war das am Anfang auch, nee, das war am Anfang auch so ein Nebenprojekt, das man macht, um seinem Vater, der eine Buchhandlung hat, zu helfen. Und es hat so als Idee gestartet. Und es war so ein abgeschlossenes Projekt im Sinne von, wir wollen eigentlich nur ermöglichen, dass Buchhändler*innen Bücher empfehlen können über die App und wir leiten die Bestellungen weiter, fertig. Und dieses abgeschlossene Projekt, was wir finanziert haben mit dem Fördergeld, das ist es. Aber dann fängst du an, da zu arbeiten. Dann redest du mit den Leuten, dann rutschst du rein in so einen Sog, macht ja auch Spaß, das ist auch erfüllend und dann war ich plötzlich an dem Punkt, wo ich gesagt habe und das war letztes Jahr ungefähr tatsächlich, dass es umgeschwungen ist, wo ich dann tatsächlich auch gesagt habe, es ist nicht mehr nur ein Projekt für mich, es ist tatsächlich mein Start-up in Anführungszeichen, es ist meine eigene Firma und jetzt erzähle ich das den Leuten auch so und es ist was ganz anderes, wenn wenn man über seine eigene Firma redet, als wenn man über sein Hobby oder sein Projekt redet. Das ändert auch voll viel in einem selber auch. Auch wenn man sich strukturiert, wie man arbeitet. Das hat sich im letzten Jahr bei mir komplett geändert.

Helen
Das kann ich auch total nachvollziehen. Ich habe auch lange Mädels, die lesen. als Hobby betrachtet. Manchmal habe ich auch das Gefühl, ich rutsche da auch wieder so ein bisschen rein. Gerade wenn es vielleicht schwierig wird, wenn ich denke, naja gut, ich habe ja auch noch Nebenjobs noch. Aber ich finde, das verändert total viel, wie ernst man es eben auch selber nimmt. Und welchen Aufgaben man sich widmet und wo man dann vielleicht sagt, naja gut, das macht jetzt grad vielleicht keinen Sinn, meine Zeit so zu verbringen. Das finde ich auch total spannend. Und ich hatte das bei mir, ich weiß nicht, ob das dir auch so ging. Es gab irgendwie mal so einen Punkt, ich weiß aber nicht mehr, was das ausgelöst hat. Ich hatte, glaube ich, irgendwie irgendwas erzählt. Vielleicht hatte ich auch darüber gesprochen, dass irgendwas schwierig war. Da hatten mir dann ganz viele Leute wohlwollend geschrieben, das war auch nett gemeint. Aber manche meinten so, naja, es ist ja auch okay, es war ja auch wirklich ein nettes Corona-Projekt mit Mädels, die lesen. Und ich war echt so, hey, ich habe überhaupt nicht vor aufzuhören. Ja, ja. Also, ich habe ja auch gar nicht wegen Corona angefangen, das war überhaupt nicht mein Antrieb, das war nur Zufall. Aber ich weiß nicht, ob dir das ähnlich ging, dass dann Leute irgendwie dachten, naja, habt ihr jetzt irgendwie schön überbrückt, aber so, ne, braucht ihr jetzt nicht weitermachen und dass ihr dann gemerkt habt, ne, aber wollen wir gerne.

Valerie Hentschel
Ja, ja, ja. Ich merke das vor allem, wenn ich mit Freundinnen spreche, die ja auch wissen zum Beispiel, dass ich noch einen anderen Job habe, mit dem ich mein eigentliches Geld verdiene, die nehmen das teilweise gar nicht ernst in Anführungszeichen. Wenn ich jetzt sage, an dem Tag mache ich was für buchpicker, ich fahre irgendwie auf eine Veranstaltung oder bin auf eine Konferenz, kann deswegen irgendwo nicht hinkommen, sei es auch eine Geburtstagsfeier, dann ist das teilweise unverständlich, warum ich das mache, weil warum mache ich das? Was bringt mir das? Und dann ist man auch so total angegriffen gleich und denkt sich: Ist doch klar, warum ich das mache. Das ist meine Leidenschaft, ich mache das gerne, das macht mir Spaß, das erfüllt mich. Auch wenn es viele Momente gibt, die schwierig sind. Ich hatte auch Phasen, wo ich mir dachte, das ist einfach nur hart und anstrengend. Man fragt sich auch, was ich davon habe. Ich habe beschlossen: Solange die Freude überwiegt und die Leidenschaft und ich Lust darauf habe und es mir Spaß macht, will ich es weitermachen. Und wenn es 10 Prozent der Zeit dann mal blöd ist oder 20 Prozent, aber es muss über die Hälfte der Zeit mindestens mir Spaß machen und ich kann auch, ich lerne so viel, also das erfüllt mich auch.

Helen
Ja, das verstehe ich voll. Ich hatte, also ich habe auch jetzt auch noch andauernd Momente, wo ich zweifle. Ich glaube, es geht vielleicht einfach nicht weg. Was mir aber voll geholfen hat, war mich mit anderen auszutauschen, die auch irgendwas gründen oder irgendwas so machen. Weil man dann so ein bisschen merkt, da ist man gar nicht alleine mit. Das ist normal, diese Achterbahnfahrt, so der Gefühle. Weil ich fand das halt teilweise krass, habe ich gedacht irgendwie, ich werde noch verrückt, weil ich so wirklich gefühlt im Sekundentakt dachte, wow, läuft bei mir – und im nächsten läuft gar nichts. Ich dachte, das ist doch nicht normal, weil irgendwie hat man das im Berufsleben ja nicht so krass. Also mir ging das zumindest noch nie so. Und das fand ich total angenehm, einfach mich mit anderen auszutauschen, dass das anderen eben auch so geht. Und was ich auch immer merke, also ich hatte letztes Jahr so einen Punkt, wo ich überlegt habe, ob ich aufgebe, weil es echt hart wurde und ich hab nicht so richtig das Gefühl gehabt, dass es sich so wirklich weiterentwickelt. Ich habe dann aber gemerkt: Was ist denn die Alternative, wenn ich jetzt aufgebe? Weil mein Chef würde sich freuen, er sagt, wenn ihr aufschicken will, sagt Bescheid, weil ich mach halt 50 Prozent. Und ich habe gedacht: Ich liebe diesen Job, aber nee. Also, das würde mich gar nicht erfüllen. Ich will Mädels, die lesen. machen. Und solange ich mich dann zurückbesinnen kann und sagen kann: Im Großen und Ganzen mache ich das viel lieber als alles andere, auch wenn es manchmal hart wird – solange mache ich auch weiter. Aber ich glaube, es ist so normal, zwischendurch einfach … Oh Gott, ich will auch einfach nur einen normalen Job. Ja, genau.

Valerie Hentschel
Ja, auf jeden Fall. Ja, es ist wie ein Kind oder ein Haustier. Also eigentlich echt eher wie ein Kind. Ich finde das schon sehr intensiv, was man mit diesem Projekt oder wie gesagt mit der eigenen Firma fühlt. Es ist wirklich interessant zu erfahren, auf jeden Fall. Voll.

Helen
Und wenn du sagst, dass sich das letztes Jahr dann verändert hat, war das, also hing das auch mit dem Young Excellence Award zusammen oder war das zum Beispiel so, ich weiß ja gar nicht, ob du dich selber beworben hast. Hast du zum Beispiel gesagt, ich nehme es jetzt ernst, ich bewirb mich da oder weil du vielleicht vorgeschlagen und nominiert wurdest, dass du dachtest, okay, jetzt nehme ich es ernst.

Valerie Hentschel
Also tatsächlich war der Punkt kurz vorher. Ich habe nämlich die Monate vor dem Young Excellence Award bei einem Accelerator beziehungsweise einem Förderprogramm für Gründerinnen teilgenommen, das von der EU kommt.

Helen
Ich hatte das in deinem, wie heißt das, in deinem Porträt gelesen, direkt gegoogelt, aber es wird irgendwie grad nicht ausgeschrieben.

Valerie Hentschel
Ja, ich glaube, da war der letzte Batch letztes Jahr im Herbst, also sie haben vier Runden sozusagen gemacht. Es gab das, glaube ich, viermal insgesamt, immer ein halbes Jahr ungefähr, ja ein halbjähriger Zeitraum. Aber sie sagen sozusagen, irgendwann ist das Netzwerk voll. Also ich glaube, wir sind jetzt bei 600 Leuten, die da insgesamt mitgemacht haben oder 500. Ja, wir waren richtig viele, das hat mich selber überrascht. Als ich dort war in Spanien vor Ort, sie haben mich nämlich auch eingeladen, dass man alle trifft und so weiter. Und ja, der Batch war irgendwann voll und dann ist der Fördertopf sozusagen aus, sag ich jetzt mal. Und jetzt gibt es sozusagen immer noch dieses Netzwerk, dieses Alumnienetzwerk, das sozusagen aufrecht erhalten wird und es ist so ein bisschen offen, ob da nochmal was kommen kann oder nicht, weil man eben auf diesen Fördergeldern auch auf die Fördergelder angewiesen ist. Und da habe ich eben super viele Frauen kennengelernt, die auch in der Firmengründung sind, die auch super spannende Projekte machen und da wurde mir auch viel, zum Beispiel über dieses Selbstmarketing, was wir vorhin schon kurz angesprochen hatten, dass ich meinen eigenen Instagram-Account habe, also nicht nur den Firmen-Account für buchpicker, sondern was über mich, wo die Leute auch mich kennenlernen und dass ich mich selber sozusagen auch sichtbar machen soll, sag ich jetzt mal. Und dann habe ich geguckt, naja, wie kann man das dann machen? Und bin auf den Young Excellence Award gekommen und ich habe mich dann selber beworben, weil du das auch gefragt hast. Ich dachte, hm, warum nicht? Ich probiere es mal. Ich hatte das zum Beispiel auch meinem Vater geschrieben, lustige Story und er meinte, ah nee, das ist eher was für branchenintere Menschen. Und dann war ich schon so, okay, ja gut, naja, ich probiere es halt mal. Ich meine, es ist ja eine E-Mail gewesen. Ja genau, man hat ja nichts zu verlieren eigentlich. Ja, man muss es einfach mal probiert haben. Das habe ich auch gelernt bei dem Förderprogramm. Bei dem davor dachte ich auch nicht, dass ich genommen werde. Da waren noch Bewerbungsgespräche und alles Mögliche. Das war wirklich eine Aufnahmeprozedur, wo du denkst, Puh, genau, hat aber ja geklappt und das mit dem Young Excellence Award hat dann auch geklappt, die Nominierung. Und das tatsächlich hat bei mir die Nominierung viel mehr verändert und viel mehr gebracht als am Ende das Gewinnen, weil das war dann der erste Artikel, das Porträt – das war das erste Mal, dass über mich berichtet wurde und auch indirekt über dann eben buchpicker. Und das hat vom Netzwerken, von der Sichtbarkeit da hat es einen großen Sprung gemacht und der Gewinn selber, das war dann natürlich auch nochmal ein kleiner Peak, was man zum Beispiel auch immer an den Download-Zahlen sieht, worüber ich mich immer freue über einen kleinen Peak, aber die Nominierung war insgesamt das, was mich jetzt auch immer noch positiv beeinflusst und nicht der Gewinn sozusagen, einfach innerhalb der Branche da mal eine Plattform zu bekommen, wo einen die Leute kennenlernen.

Helen
Das finde ich voll spannend – bei mir ging es genauso. Über den Gewinn kann ich ja nichts sagen, aber das mit der Nominierung ging mir genauso, weil ich das so krass fand. Weil ich wusste, da steckte irgendeine Jury hinter aus der Buchbranche. Und ich fand das eigentlich die unglaubliche Hürde. Also, das, weil ich habe mich schon oft auf viele Dinge mit Mädels, die lesen. beworben, gar nicht jetzt unbedingt, weiß ich gar nicht, ob irgendwas in der Buchbranche, aber auf verschiedene Förderprogramme oder sowas. Und ich hab oft das Gefühl, dass die nicht wirklich verstehen, was ich eigentlich mache. Und ich mein, je öfter du dich bewirbst, desto besser kannst du es dann vielleicht auch erklären und so. Also ich denke, es hat auf jeden Fall trotzdem auch einen Mehrwert, auch wenn es nicht klappt. Aber gerade in der Buchbranche hatte ich auch das Gefühl, es wird… Also ich weiß gar nicht, ob das stimmt. Aber es war immer so mein Eindruck, dass das halt auch viel belächelt wird – bei uns ist ja alles rosa. Und das Wort Mädels hat für viel Diskussion gesorgt. Und ich fand das in dem Moment halt so krass, weil ich dachte, das habe ich mir eigentlich als die schwierigere Hürde vorgestellt, so eine Jury aus der Buchbranche zu überzeugen, dass meine Idee cool ist. Und also für mich hat das voll viel verändert, weil ich dann plötzlich dachte, ich kann es ja jetzt schlecht beurteilen, aber ich dachte halt, aber auf diesen Teil habe ich eher Einfluss, da kann ich versuchen, ganz vielen Menschen davon zu erzählen. Aber diese vorige Hürde, eine Jury zu überzeugen, wo ich auch nicht genau weiß, was deren Kriterien sind. Das fand ich voll krass. Es hat mir richtig Motivation gegeben. Ich gucke mal, was mir an Ideen einfällt, um Stimmen zu bekommen. Ach so, vielleicht an der Stelle: Am 30.6. Ging es los, dann ist die Folge ja schon online. Bis zum 14. Kann abgestimmt werden. Der Link ist in den Show Notes.

Valerie Hentschel
Sehr gut, unbedingt abstimmen, genau. Ja und das sind genau diese Momente, diese kleinen Momente der Wertschätzung. Für mich ist es dann diese Wertschätzung. Hey, jemand sieht, was ich mache und meinetwegen auch eine Dankes-E-Mail bringt auch extrem viel oder eine nette Nachricht ist auch so was Schönes und diese wertschätzende Momente dafür macht man es ja dann auch. Ja. Und Leute erzählen einem, ich meine Feedback geben ja viele Leute, aber oft ist es was man besser machen kann und nicht was man schon macht und gerade diese kleinen Momente sind deswegen echt einfach, ja, warum man es macht am Ende. Das ist toll, oder?

Helen
Ja, ich glaube, es ist natürlich super wichtig, dass so eine innere Motivation kommt, weil sonst glaube ich funktioniert wahrscheinlich nicht lang, aber es ist schon einfach gerade an so einem Tag, der einfach irgendwie hart war, wo alles nicht geklappt hat. Es tut so gut, wenn jemand sagt, hey, aber irgendwie das, was du schon gemacht hast, das hat mir total viel bedeutet oder das hat mich irgendwie … Ich habe mich heute glücklich gemacht oder ich konnte über irgendwas lachen, was du irgendwo erzählt hast. Es ist nicht alles für die Katz gewesen. Auch heute nicht. Auch wenn heute alles schief gelaufen ist. Im Grunde bewegst du dich ja immer weiter vor. Weil alles hat einen Sinn, was man so tut. Ich finde schon, dass das extrem viel bewirkt, wenn man so Nachrichten bekommt. Es ist natürlich nicht alles und man kann sich nicht nur darauf irgendwie verlassen, aber es ist schon schön. Ja. Doch, man badet darin schon ein bisschen. Ich speicher mir solche Nachrichten halt auch für schlechte Tage.

Valerie Hentschel
Das ist eine gute Idee, ja, auf jeden Fall.

Helen
Ja und ich meine, das lief wahrscheinlich ähnlich ab, irgendwie du erfährst von der Nominierung, dann erfährt's die Außenwelt, dann werden diese Porträts gemacht, die Livestreams oder den Livestream habe ich auch dann in drei Wochen oder so. Das war ja dann vielleicht für dich auch der erste Livestream, wenn du sagst, das ist die erste Podcast-Aufnahme und wie war das so?

Valerie Hentschel
Ah, das war entspannt. Also ich mein, mit dem Kai, der ist eh total nett und auch mit den anderen, also man versteht sich ja auch gut, alle sind in der gleichen Position, deswegen ist man da ganz verständnisvoll. Ich habe mich danach auch total gefreut im Sinne von, hey, dann hat man auch mal so ein Video, das man irgendwie verschicken kann zum Beispiel auch, bei mir hat die Aufnahme aber nicht richtig geklappt, es sind irgendwie nur die ersten acht Minuten aufgenommen worden. Aber trotzdem hat es Spaß gemacht und es war eine gute Erfahrung, die man mal, also kann man mitnehmen, auf jeden Fall. Das war wie gesagt, brauchst du dir keine Gedanken machen, das ist easy. Man weiß ja auch was man macht. Ich meine, du beschäftigst dich jeden Tag mit deinem Mädels, die lesen.-Block, also ich bin mir ziemlich sicher, dass du dich jeden Tag damit beschäftigst, und sei es nur gedanklich. Das heißt, man ist ja genauso wie der Podcast jetzt. Ich habe mich nicht darauf vorbereitet, weil ich dachte, es soll wahrscheinlich möglichst spontan klingen, alles. Und ich arbeite an dem Projekt ja schon eine lange Zeit. Ich kenne alles. Ich kann alle Fragen beantworten dazu. Ich muss mir gar nicht mehr so viele Gedanken machen. Damit bin ich jetzt natürlich auch ein bisschen entspannter geworden im letzten Jahr, wo dann auch mal ein Zeitungsartikel hier oder da kam, tatsächlich wurde auch mal ein kleiner Werbespot gedreht und so. Genau, da waren überall Kameras um mich herum und ich war auch total aufgeregt. Aber wenn man das dann mal mitgemacht hat, denkt man sich, ich kann ja eigentlich immer was sagen, wenn mich jemand was fragt, dann weiß ich, was ich sagen soll. Ich mach das ja auch alles tatsächlich selbst. Du musst dir ja nichts zusammenlügen, es ist nichts wie in anderen Bereichen, wo man manchmal Sachen schön redet. Da ist es ja nicht so. Also, genau.

Helen
Ich fand das auch bei dem Porträt, das war so ein einstündiges Telefonat und da hatte ich mich vorher auch nicht vorbereitet. Ich sollte meine Vita schicken und ich war so, okay, ich hab so meinen Lebenslauf geschickt, aber ich dachte so, das sagt ja eigentlich gar nichts irgendwie aus. Dann habe ich noch so ein paar Stichpunkte zu Mädels, die lesen. mitgeschickt. Ich hab mich halt auch nicht vorbereitet, weil ich dachte, wenn die mich zu Mädels, die lesen. fragen, weiß ich das ziemlich sicher. Aber am Anfang ging es dann wirklich viel um die einzelnen Punkte in meinem Leben. Ich meinte irgendwann so, ich glaube, man wird keinen roten Faden erkennen, der mich unwillkürlich zu Mädels, die lesen. geführt hat, weil ich was komplett anderes gemacht habe und auch viel verschiedene Sachen gemacht habe.

Valerie Hentschel
Aber ja, ich denke auch, also das Thema kennt man ja, man braucht sich ja so im Grunde wahrscheinlich nicht vorbereiten.

Helen
Aber du kannst natürlich jetzt die Podcast-Aufnahme gerne immer verschicken, wenn dich jemand nach buchpicker fragt.

Valerie Hentschel
Auf jeden Fall mache ich. Auf jeden Fall. Wie zufrieden bist du mit deinem Porträt, erkennst du selbst den roten Faden jetzt im Nachhinein?

Helen
Ich habe es leider immer noch nicht bekommen.

Valerie Hentschel
Stimmt, das ist noch nicht veröffentlicht bei dir.

Helen
Stimmt. Ich habe anscheinend zu viel erzählt.

Valerie Hentschel
War bei dir auch die Veronika?

Helen
Nein, Christina war es bei mir.

Valerie Hentschel
Okay, die Christina kenne ich nicht, bei mir war es damals die Veronika, und die war super.

Helen
Christina Busse war es bei mir. Also einfach ein extrem nettes Gespräch. Es hat irgendwie voll Spaß gemacht. Sie meinte am Ende, sie schickt es noch mal, damit ich gucken kann, ob das, was ich gesagt habe, ob ich wirklich möchte, dass es im Internet steht. Und das sind immer erst die Momente, wo ich merke, manchmal bin ich vielleicht auch so ein bisschen so ein Oversharer, also vielleicht gar nicht so verkehrt, wenn sie es noch mal schickt.

Valerie Hentschel
Aber grundsätzlich eigentlich immer so, naja, gut. Das Interview geht ja auch um dich, dann ist es ja okay zu oversharen.

Helen
Ich bin mal gespannt, ob ich dann das Gefühl habe, oh mein Gott, was habe ich da gesagt.

Valerie Hentschel
Ja, das ist immer spannend, wenn man das danach dann liest. Aber man hat es ja normalerweise nicht das erste Mal gemacht, und dann klingt das doch immer ganz gut. Ja.

Helen
Aber quasi dann war der Livestream, dann war die Abstimmung – wahrscheinlich lief die Abstimmung schon, während diese Livestreams liefen.

Valerie Hentschel
Das weiß ich nicht mehr genau. Es war auf jeden Fall nacheinander. Das weiß ich noch. Also vielleicht hat es sich überschnitten. Ich glaube, es war auch, bei ein paar Leuten hat es sich wahrscheinlich überschnitten und bei ein paar nicht. Ich meine, wir sind ja auch immerhin fünf Livestreams insgesamt und die sind jetzt nicht jeden Tag in der Woche. Ich glaube, es waren zwei die Woche immer ungefähr. Ja, ich glaube, es kommt hin auch. Und das war so ein bisschen überlappend mit der Abstimmung vielleicht noch. Aber die in der zweiten Woche von der Abstimmung waren ziemlich sicher keine Livestreams mehr zum Beispiel, sondern da, ja, es war auch ganz interessant, weil wir während der Abstimmung hatten wir, glaube ich, noch einen Call, eine Woche bevor es vorbei war, und dann war es so: Ja, Kai, wie ist es denn, wie läuft es? Das kann er ja natürlich nicht sagen. Und danach war ich total nervös und habe nochmal krasser die Werbetrommel gerührt – auch durch das Gründerinnen-Netzwerk von vorher hatte man natürlich noch mehr Connections. Und dann hat es geklappt und ich war echt, ich weiß noch, ich saß im Zug, als der Kai mich angerufen hat und ich war ganz alleine. Ja, ich war ganz alleine, ich saß im Zug und dann ruft mich der Kai an, und ich habe mir erstmal nicht so viel dabei gedacht und gesagt, ja, hallo Valerie, hallo Kai, ja, du hast gewonnen – und dann war ich echt so: Was? Und mein Herz hat angefangen – so wie wenn du plötzlich krass Adrenalin ausschüttest, ne? Das Herz schlägt richtig, du fängst an zu schwitzen. Und ich war nur so, oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott. Und er so: Ja, genau, und wir machen da jetzt die Pressemitteilung. Kannst du mir noch ein paar Fragen beantworten? Und ich war echt so, okay, okay, ja, ich sitze im Zug. Vielleicht kann ich reden. Vielleicht ist gleich die Verbindung weg. Und ich war echt auch nur total überfordert. Hab aber irgendwie die Fragen dann noch so beantwortet und er meinte, ja, er schickt mir dann die Pressemitteilung. Du kannst es dann nochmal durchlesen. Ich war dann so, ja, ja, das passt schon. Und dann saß ich nach diesem Telefonat immer noch in diesem Zug und ich wusste nicht, wohin mit meinen Emotionen, weil ich ja auch nicht anfangen kann, irgendwie laut zu rufen oder was machst du da in so einer Situation? Und dann, keine Ahnung, habe ich erst mal ein paar Nachrichten verschickt und versucht, mit jemandem zu telefonieren, aber unter der Woche, während der Arbeitszeit, ist das auch total schwierig. Ich bin total aufgeregt. Ich kann mich nicht konzentrieren. Aber dann hat es doch wieder abgeebbt. Am nächsten oder übernächsten Tag ist die Pressemitteilung rausgekommen. Du wirst mit Glückwünschen überhäuft. Das sind genau diese Momente, wo wir gesagt haben, in denen man badet und die total schön sind und auch so ein Erfolgserlebnis, was man dann also in der Form hatte ich so etwas noch nie. Das war auch spannend, und wenn ich zurückblicke, sehr, sehr schön und das waren viel mehr Emotionen für mich als dann zum Beispiel bei der Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse. Es war dann super schön, die Leute zu sehen, aber dieser Moment war echt von den Emotionen her komplette Überforderung. Man weiß es ja einfach dazwischen gar nicht. Man weiß ja nicht, wie man dasteht.

Helen
Also zum Beispiel – ich weiß nicht, ob du die Kultur- und Kreativpiloten kennst. Vielleicht wäre das auch etwas für buchpicker, frage ich mich gerade.

Valerie Hentschel
Ja. Das ist auch gerade wieder die Bewerbungsphase.

Helen
Und da siehst du aber ja immerhin –

Valerie Hentschel
Ah, sehr gut.

Helen
Da siehst du aber ja immerhin, wie du da stehst, sage ich mal, ne?

Valerie Hentschel
Und hier weiß man ja überhaupt nicht: Habe ich überhaupt noch eine Chance oder bin ich schon längst abgehängt?

Helen
Ja, krass vor allem.

Valerie Hentschel
Vor allem haben so viele Leute auch so viele Follower gehabt, also da, wir waren ja noch nicht so bekannt. Deswegen habe ich damit auch überhaupt nicht gerechnet und es war echt schön, dass die Leute das da wertschätzen. Es war echt super. Schöner Moment.

Helen
Das glaube ich voll cool. Und bist du dann aber trotzdem auf der Arbeit geblieben oder bist du nach Hause gefahren?

Valerie Hentschel
Ja, mir blieb ja nichts anderes übrig. Es hat mich dann in dem Fall auch abgelenkt irgendwo und nach der Arbeit habe ich dann mit meinem Freund angestoßen und noch ein paar Freunde getroffen. Das war super cool und voll schön, dann konnte man es ein bisschen genießen. Tagsüber musste ich es fast unterdrücken, abends kam es dann umso mehr raus.

Helen
Ja, und bei der Preisverleihung, da weiß ich gar nicht so ganz genau, wie das abläuft, aber da sprichst du da dann auch auf einer Bühne, glaube ich sogar.

Valerie Hentschel
Ja, genau in dem Fall war es in dem Haus des Buches, nicht auf dem Messegelände, sondern im Haus des Buches, wo der Börsenverein sitzt oder zumindest ein paar von denen. Und da hat mir dann die Vorsitzende Karin den Preis überreicht und eine kleine Rede gehalten. Ich hatte mir davor auch was überlegt und sie hat so viel vorweggenommen und dann konnte ich ja nicht mehr das sagen, was ich mir überlegt hatte. Und dann stand ich da und war schon so, Mist, was mache ich jetzt? Wenn ich jetzt den Preis entgegennehme, was sage ich dann noch? Wiederhole ich dann das, was sie gesagt hat?

Helen
Nein, das ist doch ein leichter Stressmoment.

Valerie Hentschel
Leichter Stressmoment, aber da habe ich mir dann irgendwas überlegt – die anderen meinten hinterher, es hätte lockerflockig aus dem Ärmel geschüttelt gewirkt und ja und dann hat es scheinbar gepasst. Die Leute meinten danach, schöne Rede – oder was heißt Rede, es waren nur ein paar Minuten, ich hatte mich für ein paar Minuten entschieden. In den Jahren davor haben sich die Leute teilweise etwas Krasseres überlegt, was Längeres. Ich habe es relativ kurz gehalten, weil das vielleicht auch eher meinem Typ entspricht. Aber es war nett und viele Leute waren da vor allem aus dem Börsenverein oder aus dem Nachwuchsnetzwerk bzw. Zukunftsparlament, wie es jetzt heißt, waren ein paar Leute da. Das war total schön, auch jüngere Leute in der Branche kennenzulernen. Wenn man über das Messegelände läuft, da ist es ja schon eher schwierig mit Gleichaltrigen in Kontakt zu treten. Und da war dann eher die Plattform für den Austausch. Und das fand ich super. Also da habe ich echt nochmal Leute kennengelernt, mit denen ich auch jetzt noch Kontakt habe. Was super schön war. Wie gesagt vor allem Gleichaltrige und durch den Young Excellence Award war tatsächlich auch mein Terminkalender auf der Buchmesse voll. Also ich bin nur von einem Termin zum nächsten Termin gegangen, weil voll viele Leute mich angefragt haben – tatsächlich viele Kennenlern-Gespräche mit allen möglichen Leuten aus der Branche. Da war alles dabei, Verlage, aber auch Fulfillment-Dienstleister, andere Web-Anbieter wie zum Beispiel Libri oder so. Mit den verschiedensten Leuten habe ich da gesprochen und einfach besprochen, was wir machen, was die machen, kann man vielleicht zusammen was machen oder nicht. Oder ja, sich einfach mal kennengelernt, um zu schauen, ob es Möglichkeiten gibt in der Zukunft. Das war auch super spannend für mich, aber auch wirklich total anstrengend. Anstrengend. Das war echt, ja, ich war ausgelaugt. Das war echt anstrengend, ja.

Helen
Ja, das ist auch schön. Was mir eben auch schon durch den Kopf gegangen ist und weil du das jetzt gerade ja auch ansprichst, weil wir hatten im Podcast auch schon Angelika Siebrand von genialokal und da geht es ja auch um unabhängige Buchhandlungen. Gab es da auch mal Überlegungen, sich irgendwie zusammenzutun? Oder habt ihr zwischendurch überlegt, ob ihr jemandem vielleicht eine Idee vorschlagt und sie gar nicht selber umsetzt? Oder war von vornherein klar: Wir machen was Eigenes?

Valerie Hentschel
Tatsächlich haben wir mit denen schon mal einen Austausch gehabt darüber, was man eventuell machen kann, und es ist auch noch nicht ganz ausgeschlossen. Aber im Moment passt die Mentalität, glaube ich, auch noch nicht so ganz zusammen. Zu dem Zeitpunkt, wo wir mit ihnen gesprochen haben – ich würde behaupten, das ist sogar schon zwei oder eineinhalb Jahre her, also relativ am Anfang – da waren wir noch mehr in dieser Experimentierphase, im Sinne von: Was kann man denn alles mit einer App überhaupt machen? Man kannte uns wie gesagt auch nicht in der Branche, vor allem mich kannte man nicht, und dadurch waren viele am Anfang auch total skeptisch, weil sie gesagt haben: Valerie, wer ist das überhaupt? Und das hat der Young Excellence Award auch verändert.

Helen
Das kann ich mir echt vorstellen.

Valerie Hentschel
Zumindest haben sie schon mal davon gehört, das heißt, du sprichst ganz anders mit den Leuten, auch mehr auf Augenhöhe. Weil davor ist es so: Na ja, du bist neu, du bist jung, du bist eine Frau, eine junge Frau unter 30, und hast eine eigene Firma – wie kann das denn sein? Und was hast du überhaupt für Kompetenzen, du hast IT studiert? Ja okay, das hat aber nichts zu sagen. User Experience Design – was ist das überhaupt? Das war am Anfang ganz schwierig.

Helen
Du hast nicht Buch studiert.

Valerie Hentschel
Genau. Ich bin keine Buchwissenschaftlerin. Ich bin auch keine Journalistin. Komisch. Was kann ich dann überhaupt für sie machen? Das war am Anfang die große Frage, was man für die Leute machen kann. Und mittlerweile haben sie es, glaube ich, eher verstanden. Aber zu dem Zeitpunkt war das noch nicht so. Und jetzt sind wir gerade aber an dem Punkt, dass wir sagen, diese Unabhängigkeit, die wir jetzt zu dritt haben und genießen, das ist auch was, was man dann nicht mehr so schnell erst mal aufgeben will, glaube ich.

Helen
Ja, das verstehe ich voll.

Valerie Hentschel
Wir ergänzen uns gerade ganz gut im Team, wobei wir da auch gerne noch jemanden aufnehmen wollen in Zukunft, weil es gibt so viele Aufgaben, wir kommen einfach nicht hinterher und wir wollen auch super gerne, dass das Team weiter wächst und da verschiedene Kompetenzen noch mit reinholen ins Team. Aber das ist uns aktuell lieber als eine große Kooperation oder sogar aufgekauft zu werden – da sind wir noch nicht an dem Punkt, weil es uns einfach noch so viel Spaß macht und aktuell die Motivation bei uns Dreien so liegt, dass wir es lieber selber machen wollen.

Helen
Ich kann das voll nachvollziehen. Ich hab da irgendwie auch schon öfter darüber nachgedacht, weil ich finde, wenn man einmal so in dieser Start-up-Welt sich so ein bisschen bewegt, dann geht's ja oft auch um diesen Exit. Aber es gibt ja schon auch Leute, die extra starten, um ihre Idee zu verkaufen und dann dachte ich immer so, das kann ich mir einfach gar nicht vorstellen. Ich frage mich, ob ich je eine Idee hätte, die ich gut finde, und dann denke: Die baue ich jetzt auf, ziehe sie ganz groß auf, nur um sie dann wegzugeben. Weiß ich nicht, ob ich da überhaupt der Typ für wäre, aber gerade bei Mädels, die lesen. könnte ich es mir überhaupt nicht vorstellen. Deswegen kann ich das schon nachvollziehen.

Valerie Hentschel
Also ich wurde in meinem Porträt zum Beispiel gefragt, ob ich gut abgeben kann. Das ist überhaupt kein Problem. Damit habe ich gar kein Problem. Aber ich würde nicht das Ganze weggeben. Das ist auf jeden Fall etwas anderes. Wie du meintest, man will ja auch gerade etwas Neues ausprobieren. Man will ja dann nicht wieder in die alten Strukturen zurück. Das behindert dann auch irgendwo wieder. Zumindest nicht am Anfang. Wie gesagt, es war nie als Start-up gedacht. Das heißt, ich hatte nie im Kopf eine Exit-Strategie und ich muss auch sagen jetzt im Nachhinein, glaube ich auch nicht, dass das übertragbar wäre – das gibt es in der Buchbranche, wo du wirklich mit dem Buchhandel was machst, nicht wirklich, weil die Margen sind nicht so groß und bei einer Exit-Strategie, da geht es um Millionen von Euro. Da musst du erst mal hinkommen. Es ist schwieriger im Buchhandel. Genau, da ist es eher beim automatisierten Fahren. Da geht es eher gut, weil es dann auch viel um Hardware geht, um Ingenieurskunst, wo du wirklich was komplett Neues entwickelst und dann wirklich auch Patente verkaufst. Da funktioniert das super.

Helen
Ja, trotzdem frag ich mich irgendwie, also ob ich so diese Begeisterung auch für etwas aufbringen könnte, was ich dann, was ich plane wegzugeben, weil irgendwie, glaube ich, vielleicht auch Typ-Sache. Ja. Aber was ich halt auch besonders liebe ist so, dieses mich kreativ austoben zu können. Das kann ich schon ein Stückchen auch in meinem Job, in meinem Teilzeitjob, aber eben halt auch nur sehr bedingt. Da muss ich mich immer mit anderen Leuten absprechen. Natürlich spreche ich mich auch ab – ich frage vielleicht die Community, was sie davon hält oder ich frage mein Team, was sie davon halten. Aber im Grunde kann ich schon, wenn ich eine Idee habe, es einfach ausprobieren. Und das liebe ich halt total. Und ich finde, das hat man ja oft vielleicht im Berufsleben jetzt nicht so. Deswegen wäre ich, glaube ich, einfach nicht bereit, das aufzugeben, jetzt, wo man einmal reingeschnuppert hat.

Valerie Hentschel
Ja, das sind die Vorzüge, die man kennenlernt und schätzen lernt und die man nicht mehr missen will. So geht es mir auch. Aber ich würde auch sagen: Das ist Typsache, und es gibt verschiedene Gründe, warum Leute überhaupt eine Firma haben.

Helen
Hast du das Gefühl, dass sich so dein Leseverhalten verändert hat, seit es buchpicker gibt?

Valerie Hentschel
Auf jeden Fall ja. Also eben vor allem dadurch, dass ich nicht nach Genre filtere, musste es sich zwangsläufig ändern, weil man sich auch mal Buchempfehlungen angeschaut hat, einfach nur aus Interesse, egal was einen da packt – ob es das Cover ist, der Titel, die Buchhändlerin oder der Buchhändler, die das empfehlen oder der Verlag oder so, immer unterschiedliche Dinge, die einen da ansprechen und dann liest man die Buchempfehlungen einfach mal und denkt sich, warum nicht? Und ich bin jetzt auch viel mehr gerade bei, ich sag jetzt mal, diese klassischen Romane, so Gesellschaftsromane oder sowas les ich zur Zeit super viel, habe ich davor nie gelesen. Ich war eher im Bereich Fantasy und unterhaltende, leichte Sachen, ja ganz viel Fantasy. Ich habe, glaube ich, alle gelesen. Damals – es gibt ja mittlerweile tausend neue Fantasy-Bücher, die ich alle nicht gelesen habe, aber ich sage jetzt mal die ganzen Klassiker von früher habe ich alle gelesen und auch geliebt und davon bin ich durch buchpicker dann ein bisschen weggekommen, auch wenn ich schon mal wieder ein oder zwei Fantasy-Bücher gelesen habe, einfach weil ich es auch gerne mag, aber ich lese jetzt auch mehr gesellschaftskritische Themen, auch über Politik oder Kolonialismus oder ganz viele verschiedene Themen und auch anspruchsvolle Literatur, die ich mir davor auch nicht zugetraut hätte tatsächlich. Aber wenn man dann mal ein Thema findet, das einen interessiert, dann liest man das auch einfach gerne und dann macht es mir nichts aus, dass es ein anspruchsvolles Thema ist, aber es ist einfach gut rübergebracht und dann macht es auch Spaß.

Helen
Ja cool. Du hattest, glaube ich, »Prima Facie«. Spreche ich das überhaupt richtig aus?

Valerie Hentschel
Nee, weiß ich gar nicht. Ich wollte noch nachschauen, wie man das ausspricht. Ich habe es jetzt immer »Prima Facie« genannt, aber das ist halt so eine super deutsche Aussprache, ne, weil das Original Englisch ist, aber ich glaube, es ist lateinisch.

Helen
Ah, okay.

Valerie Hentschel
Deswegen hätte ich jetzt »Prima Facie« gesagt, aber ich bin auch keine Lateinerin. Dieses eine Buch? Genau. Wir verlinken es einfach nochmal.

Helen
Aber das hattest du, glaube ich, im Fragebogen angegeben. Es hätte dich so begeistert, dass du es allen empfiehlst. Was hat es mit diesem Buch auf sich? Warum war das so gut?

Valerie Hentschel
Also es ist ein superschweres Buch. Es hat mich wirklich total berührt. Ich habe auch geweint, als ich es gelesen habe und das war jetzt eben das letzte Buch, das mich total geflasht hat, einfach weil es mich so sehr angesprochen hat oder so berührt hat und ja, es geht um sexuelle Übergriffe auf Frauen und das Buch ist aber geschrieben aus der Perspektive einer Anwältin, die am Anfang, also eine Strafverteidigerin glaube ich sogar, die am Anfang praktisch Leute verteidigt, die angeklagt wurden wegen sexuellen Übergriffen, aber die dann im Laufe des Buches ihre Perspektive auf das Thema komplett ändert. Diesen Perspektivwechsel fand ich stark. Das heißt, du machst in dem Buch einen kompletten Perspektivwechsel mit und es geht um dieses Thema, aber ich fand alles so gut nachvollziehbar und diese Hypothesen, die während des Lesens aufgestellt wurden, da habe ich echt darüber nachgedacht und ich hatte auch das Bedürfnis, danach darüber reden zu müssen über das Buch oder über die Gedankenanstöße, die ich bekommen habe, einfach um das so ein bisschen auch loszuwerden und mit den Leuten in meinem Umfeld darüber zu sprechen und allein, dass es mich so bewegt und angesprochen hat und ich darüber reden musste – das ist für mich schon ein Zeichen, dass es eine Buchempfehlung wert ist. Wenn ich jetzt Freund*innen sage: Lies es – weil mich das wirklich geflasht hat. Außerdem hat mich der Verlag, bei dem es erschienen ist, tatsächlich angesprochen, und das Cover. Deswegen habe ich die Buchempfehlung gelesen und dachte, hey, ich meine: hartes Thema, aber wichtiges Thema. Ich probiere es mal aus. Es ist ja auch jetzt kein Sachbuch zu dem Thema, wo du nur Statistiken hingeknallt bekommst, was für mich ein bisschen schwieriger ist zum Lesen, sondern ja wirklich eine persönliche Geschichte aus der Sicht der Protagonistin und super spannend. Also ich kann es nur empfehlen.

Helen
Es hört sich krass an, aber ich bin intrigued nach deiner Beschreibung. Ich finde halt vor allen Dingen, wenn man so bei jemandem raushört, da ist ja jetzt natürlich Begeisterung das falsche Wort, aber man merkt ja, es hat was mit dir gemacht und du warst so voll drin. Deswegen, ich werde es mir noch mal notieren.

Valerie Hentschel
Auf jeden Fall. Ich hoffe, ich habe jetzt auch nichts gespoilert. Also ich wollte jetzt auch nicht zu viel erzählen von der Handlung, weil ich es immer schade finde, wenn danach zu viel vorweggenommen ist.

Helen
Aber super spannend. Richtig cool. Also ich finde es irgendwie total cool, einfach mal ein bisschen auch bei sowas die Person dahinter kennenzulernen. Deswegen vielen, vielen Dank, dass du dir auch die Zeit genommen hast. Vor allem, weil ich dich ja ein bisschen kurzfristig angefragt habe. Ich würde sagen, wir trinken unseren Aperol Spritz – meinen mit Maracujasaft – jetzt aus und verabschieden uns an der Stelle von den Mädels, die lesen. Aber vielleicht sagst du nochmal kurz, wo man dich überall findet und wo man mehr über buchpicker erfährt.

Valerie Hentschel
Gerne, ja. Ihr findet mich auf Instagram selbstverständlich, at buchpicker oder at valerie.hentschel, einfach den Namen eingeben. Und ich bin auch auf LinkedIn, einfach Valerie Hentschel. Wir haben natürlich eine Website, und in der App findet ihr auch alle Infos und auch eine Feedback-Seite, wo ihr direkt auf unsere Email verwiesen werdet. Unsere Emailadresse findet ihr aber auch auf der Webseite. Ja, ihr könnt mich gerne jederzeit kontaktieren, wenn ihr noch irgendwie Feedback zur App habt, Ideen, Wünsche, Anregungen, gerne einfach schreiben. Wir wollen uns ja auch verbessern. Und gerade bin ich wirklich super motiviert, was wir alles Tolles geplant haben. Also es lohnt sich, up to date zu bleiben und einfach mal reinzuschauen und zu gucken, ob man ein bisschen was entdeckt. Ich freue mich auch über jede Unterstützung, wirklich jede Bestellung, die bei uns eintrudelt, das ist zum Beispiel so ein kleiner Wertschätzungsmoment, über die wir geredet haben, über den man sich jeden Tag freuen kann. Wenn ihr da was seht, schreibt mir gerne. Es hat mich sehr gefreut.

Helen
Hat mich auch sehr, sehr gefreut. Vielen Dank dir und viel Erfolg weiterhin mit buchpicker.

Valerie Hentschel
Vielen, vielen Dank.

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