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Auf den Spuren von Lennarts Literadtour

StartseitePodcast › Die Literadtour mit Lennart Schaefer

Podcast · Folge 115

10.000 Kilometer für das Lesen

Lennart Schaefer ist sieben Monate mit dem Lastenrad durch alle 16 Bundesländer unterwegs – über Planung, 60.000 Euro Kosten, Angst vor dem Scheitern und das perfekte Reisetempo

17. Juli 2025 · 58 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Der Einstieg ist bei uns immer eine gedankliche Reise: Wo sitzen wir gerade zusammen, und welches Getränk hast du uns mitgebracht? Lennart Schaefer wählt passend zum Thema eine Pause im Wald – warm genug fürs T-Shirt, schattig, es riecht nach Kiefern, Vögel zwitschern, irgendwo knackt ein Ast. Im Gepäck: ein eisgekühltes alkoholfreies Bier und eine Fritz-Kola. Aufgenommen haben wir digital, mitten in seiner Tour.

Porträt von Lennart Schaefer mit seinem Lastenrad

Lennart Schaefer

Buchbotschafter, unterwegs mit der Literadtour

Aufgewachsen in Hamburg, mit 14 schon eigener Buchblog. Nach dem Abitur eine dreimonatige Fahrradreise durch elf Länder, danach der Weg in die Buchbranche: Ausbildung bei Bastei Lübbe, anschließend die Verlagsgruppe Oetinger, wo er unter anderem Schulbesuche organisierte – rund 20 Schulklassen. Seit Ende März 2025 ist er als Buchbotschafter mit dem Lastenrad unterwegs: sieben Monate, über 10.000 Kilometer, alle 16 Bundesländer. Er besucht Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen, Autor*innen, Illustrator*innen und Übersetzer*innen und erzählt davon auf Instagram und YouTube. Dafür musste er ein eigenes Unternehmen gründen.

Eine Idee, die zehn Jahre gewartet hat

Die Frage »Wie kommst du auf so etwas?« bekommt er oft – und je nachdem, wer fragt, erzählt er eine andere Geschichte. Die älteste Version geht zehn Jahre zurück: Mit 14 hatte er einen Buchblog mit eigenen Specials, mit 17 besuchte er eine Woche lang seine Tante in Berlin und machte daraus das große Berlin-Special – Interviews mit Autor*innen und einem Illustrator, zwei Verlagsbesuche. Danach dachte er: Eigentlich müsste man das durch ganz Deutschland machen.

Damals stellte er sich das mit der Bahn vor. Dass es am Ende das Rad wurde, kam von der Reise nach dem Abitur: drei Monate, elf Länder, ohne E-Antrieb, mit Satteltaschen. Dabei hat er gemerkt, dass das für ihn das perfekte Reisetempo ist – man sieht wirklich etwas, kann aber trotzdem Strecke machen. Und man sieht nicht nur die Highlights, sondern auch, wie sich die Landschaft langsam verändert.

Der dritte Strang kam aus den Jahren in der Buchbranche. An vielen Ecken hat er bemerkt, dass das Buch nicht immer das beste Image hat – und dass es der Branche mitunter schwerfällt, optimistisch und positiv damit aufzutreten.

Es braucht auch diese positiven, schönen Geschichten.Lennart Schaefer

Was er unterwegs eigentlich macht

Von außen klingt »Werbung fürs Buch« erst mal so, als würde jemand irgendwo hinfahren und ein paar Bücher hochhalten. Es ist etwas anderes. Drei Dinge laufen parallel:

  • Der Flyer mit acht Buchempfehlungen. Die Titel hat er physisch im Lastenrad dabei, sodass Leute reinlesen können. Ausgesucht sind sie für verschiedene Zielgruppen und für einen guten Einstieg – kein Goethe, keine tausend Seiten. Auf dem Flyer stehen außerdem fünf Tipps, wie man mehr liest.
  • Der Instagram-Kanal. Dort stellt er bewusst den Reiseaspekt in den Vordergrund. Seine Besonderheit ist die Verbindung von Reise und Literatur – über Bücher allein, sagt er, gebe es schon sehr viele, die das sehr gut machen.
  • Die Begegnungen. Aus seiner Sicht sind die Menschen in der Buchbranche die beste Werbung fürs Buch: Kaum jemand geht dorthin, um viel Geld zu verdienen – es ist eine gemeinsame Leidenschaft, und daraus entstehen Verbindungen. Genau das will er zeigen.

Dazu kommen Orte, die man sonst nie sieht. In einem Zwischenbuchhändler-Lager mit Millionen Büchern durfte er in 40 Metern Höhe durchs Hochregallager fahren. Eine aus unserer Leserunde arbeitet dort und hat noch am selben Abend in der WhatsApp-Community davon geschwärmt.

Und es geht ihm auch um die Schlagzeilen: Dass Kinder nach der Grundschule nicht richtig lesen können oder dass weniger gekauft wird, hat seine Berechtigung. Aber daneben braucht es aus seiner Sicht die freundlichen Geschichten, über die Presse und Podcasts genauso berichten können.

Wie man sieben Monate plant

Ende Oktober gekündigt, ab Anfang November geplant: fünf Monate, in denen er die Route gebaut, Geld zusammengesammelt und Termine abgestimmt hat. Im Januar stand die Strecke, danach begann das Befüllen – und das schwankte täglich zwischen »viel zu wenig« und »viel zu viel«.

Die Route ist bewusst nicht der kürzeste Weg durch 16 Bundesländer. Er war zweimal in Berlin, zweimal in Hamburg und zweimal in Köln, weil unterwegs Termine lagen, zu denen er unbedingt wollte – etwa der Kongress des Börsenvereins zum 200-jährigen Bestehen Anfang Juni in Berlin. Zwischen dem Start in Leipzig Ende März und diesem Termin lag ein Schlenker durch NRW.

In Berlin waren es zweieinhalb Wochen mit täglich bis zu drei Terminen. Abends fängt dann die zweite Schicht an: Videos, Mails, Nachbereitung. In Chemnitz wollte er einen Pausentag einlegen – nachdem eine Regionalzeitung berichtet hatte, saß er stattdessen auf einer Podiumsdiskussion, besuchte einen Verein und ging abends zu einer Lesung.

Inzwischen sagt er ab, um Kräfte zu sparen, und legt die Anfragen in einem Ordner ab – für den Fall, dass sich das Ganze irgendwann fortsetzt.

Was das kostet – und wer es bezahlt

Beim ersten Durchrechnen kam er auf 80.000 Euro. Nach genauerem Rechnen und mit dem Gründungszuschuss landete er bei knapp 60.000 Euro. Der größte Posten sind die Übernachtungen: rund 220 während der Tour, davon etwa 90 bei Familie, Bekannten und Freund*innen oder von Buchhandlungen bezahlt. Bleiben über 130, die er selbst trägt.

Dazu kommen Kamera und Stativ fürs Filmen, eine Agentur für die Pressearbeit, eine Grafikerin, der Druck der Flyer, ein professionell produziertes Auftaktvideo – und der Gründungsprozess selbst samt Steuerberatung.

Finanziert ist das aus mehreren Quellen: Sponsoring, Verlagskooperationen und weitere Partner aus der Buchbranche, ein Crowdfunding über Startnext, das inzwischen abgeschlossen ist, laufende Spendenmöglichkeiten über die Website – und der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit, für den er ein richtiges Unternehmen gründen musste. Der deckt Lebenshaltungskosten und Krankenkasse, schließt aber ein Gehalt aus. Davor lagen fünf Monate Planung mit Arbeitslosengeld.

Wichtig war ihm die Unabhängigkeit. Kein Verlag und keine Buchhandlung hat ihm vorgegeben, wen er besucht; er hat sich seine Kooperationspartner selbst ausgesucht, und der größte Teil der Besuche läuft ganz ohne Kooperation.

Ich hätte jetzt wahrscheinlich das erste Mal ein fünfstelliges Erspartes gehabt. Und jetzt habe ich am Ende der Reise null Erspartes.Lennart Schaefer

Dem stellt er gegenüber, was er dafür bekommt: Unterstützung, Begegnungen, und die schlichte Tatsache, dass er monatelang draußen unterwegs ist und über Bücher spricht. Oder, wie er sagt: Für einen Traum ist das ein Schnäppchen.

Die Angst, dass es nicht klappt

Am Anfang war der Berg groß und der Gedanke naheliegend, dass es nicht funktioniert. Nicht nur finanziell – sondern auch, dass man mit einer solchen Idee sichtbar draußen steht und danach allen erklären muss, dass daraus nichts geworden ist. Genau dieses Netzwerk, das ihn trägt, war zuerst der Grund für den Druck.

Geholfen hat ihm ein Satz von jemandem, mit dem er darüber gesprochen hat – ganz entspannt gesagt, als sei es selbstverständlich: Sie wollen das machen, Sie haben die Kontakte, es macht Ihnen Spaß, also schaffen Sie das auch. Diese Haltung, sagt er, überträgt sich. Und deshalb wünscht er sich, dass man Menschen, die von einem Vorhaben erzählen, viel öfter einfach sagt: Das schaffst du.

Sein eigener Befund unterwegs: Es macht Möglichkeiten auf. Man merkt körperlich, was alles geht, wenn man es einfach macht.

Zeitmanagement, ehrlich

Statt zu lesen hört er gerade sehr viel – und ein Hörbuch hat ihn besonders getroffen: 4000 Wochen von Oliver Burkeman. Der Gedanke, der ihn befreit hat: Es kommt nie der Punkt, an dem alles abgearbeitet ist. Je mehr Mails du beantwortest, desto mehr kommen zurück – wer möglichst viel schafft, um Ruhe zu haben, schafft sich vor allem mehr Arbeit.

Sein Thema gerade ist nicht Erschöpfung, sondern People-Pleasing: allen gerecht werden wollen, zu spät auf Mails antworten, der Stapel im Postfach. In der Abwesenheitsnotiz steht deshalb, dass man anrufen soll, wenn es wirklich dringend ist.

Helen ist bei einem verwandten Buch gelandet: Do The Hard Things First – und bei der Erkenntnis, dass sie sich am besten eine Sache pro Tag vornimmt, und die als Erstes. An diesem Tag waren es die Steuerunterlagen für drei Jahre.

Beide Titel tauchen auch in Folge 117 mit Svenja Hirsch auf.

Wie es nach der Tour weitergeht

Klar ist: Nach der Frankfurter Buchmesse fährt er in einer Woche zurück nach Hamburg, ohne Termine, danach eine Woche Urlaub mit seiner Freundin – die Fernbeziehung läuft während der Tour über Telefonate, Sprachnachrichten und ein Wiedersehen pro Monat.

Alles andere ist offen. Komplett allein zu arbeiten ist auf Dauer nichts für ihn; er könnte sich gut wieder eine größere Struktur vorstellen, gern einen Verlag, mit eigenen Projekten nebenher. Sicher ist, dass aus der Tour noch etwas entsteht: Er filmt für eine Doku, die auch der Frage nachgeht, wie es in der deutschen Buchlandschaft eigentlich aussieht, und schreibt an einem Buch. Parallel erscheinen Kolumnen im Börsenblatt und ein Tour-Tagebuch im Büchermagazin.

Die Bücher aus der Folge

Buchcover »Malte & Oßkar und das Glück, Pech zu haben«

Malte & Oßkar und das Glück, Pech zu haben

Malte Zierden und Amia von Arenberg

Das Bilderbuch auf seinem Flyer: eine Geschichte über Angst, vor allem aber über Mut – philosophisch, atmosphärisch illustriert und auch für Erwachsene ein Gewinn.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Diebe im Olymp« von Rick Riordan

Diebe im Olymp – Percy Jackson, Band 1

Rick Riordan

Sein Jugendbuch-Tipp und ein Klassiker: Es macht Spaß, es ist witzig – und wer einmal drin ist, hat sechs Folgebände und gefühlt zwanzig Spin-offs vor sich.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Mama, bitte lern Deutsch« von Tahsim Durgun

»Mama, bitte lern Deutsch«

Tahsim Durgun

Sein Sachbuch auf dem Flyer, seit Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste: eine Migrationsgeschichte – ein Buch, das aus seiner Sicht auch Friedrich Merz mal lesen sollte.

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Buchcover »Was man von hier aus sehen kann« von Mariana Leky

Was man von hier aus sehen kann

Mariana Leky

Auch dabei – inzwischen selbst ein Klassiker.

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Buchcover »Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben« von Anika Decker

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben

Anika Decker

Von der Drehbuchautorin, die Keinohrhasen und Zweiohrküken mitgeschrieben hat – und seinem Lieblingsgenre: eine Liebesgeschichte im Kern, die nebenbei Machtmissbrauch und MeToo verhandelt.

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Buchcover »Das Leben fing im Sommer an« von Christoph Kramer

Das Leben fing im Sommer an

Christoph Kramer

Der Sommerroman auf dem Flyer.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Gewässer im Ziplock« von Dana Vowinckel

Gewässer im Ziplock

Dana Vowinckel

Sein anspruchsvoller Titel – und einer, den wir in der Leserunde gemeinsam gelesen haben. Lebendige Charaktere, man ist sofort bei der Protagonistin.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »25 letzte Sommer« von Stephan Schäfer

25 letzte Sommer

Stephan Schäfer

Der kürzeste Titel auf dem Flyer: rund 160 groß gesetzte Seiten, an einem Wochenende zu schaffen – auch für alle, die sich nicht als Leser*innen sehen. Erfolgserlebnis inklusive.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »4000 Wochen« von Oliver Burkeman

4000 Wochen

Oliver Burkeman

Sein Hörbuch zur Folge und eine große Empfehlung: ein realistischer Ratgeber zum Zeitmanagement, der nichts verspricht, sondern zum Aushalten rät. Auf dem Cover verrotten Bananen.

Bei Thalia ansehen *

*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Wenn du eine Idee mit dir herumträgst, die zu groß wirkt: In dieser Folge hörst du, wie jemand sie in Zahlen übersetzt, finanziert – und dann losfährt.

Die ganze Folge hören

Häufige Fragen

Was ist die Literadtour?

Lennart Schaefer fährt als Buchbotschafter mit dem Lastenrad durch alle 16 Bundesländer und besucht dabei Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen, Autor*innen, Illustrator*innen und Übersetzer*innen. Ziel ist es, positive Geschichten rund ums Buch zu erzählen und Menschen fürs Lesen zu begeistern. Er berichtet auf Instagram und YouTube davon.

Wie lange und wie weit ist er unterwegs?

Sieben Monate, von Ende März bis Oktober 2025. Gestartet ist er in Hamburg und direkt zur Leipziger Buchmesse gefahren. Ursprünglich waren über 8.000 Kilometer geplant; zum Zeitpunkt der Aufnahme rechnete er mit gut 10.000.

Was kostet so eine Tour?

Knapp 60.000 Euro – beim ersten Durchrechnen waren es sogar 80.000. Der größte Posten sind rund 220 Übernachtungen, von denen etwa 90 privat oder von Buchhandlungen übernommen werden. Dazu kommen Technik, Pressearbeit, Grafik, Druck und der Gründungsprozess.

Wie ist die Tour finanziert?

Aus einer Mischung: Sponsoring, Verlagskooperationen und weitere Partner aus der Buchbranche, ein abgeschlossenes Crowdfunding über Startnext, laufende Spenden über die Website und der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit. Der deckt Lebenshaltungskosten und Krankenkasse, schließt ein eigenes Gehalt aber aus.

Welche Bücher hat er dabei?

Acht Titel auf einem Flyer, die er auch physisch im Lastenrad mitführt – ausgesucht für verschiedene Zielgruppen und für einen guten Einstieg. Vom Bilderbuch bis zum kurzen Roman, unterhaltsam statt schwer, mit einem anspruchsvolleren Titel dazwischen. Alle neun Bücher aus der Folge findest du weiter oben.

Wie kann man ihn unterstützen?

Über die Website gibt es Infos zum Spenden, Spendenbescheinigungen kann er ausstellen. Die größte Hilfe ist aus seiner Sicht aber online dabei zu sein: folgen, teilen, kommentieren.

Die ganze Folge zum Nachlesen

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, auch bei der Zuordnung, wer gerade spricht. Maßgeblich ist die Aufnahme.

Helen
Herzlich willkommen, Lennart. Ich freue mich sehr heute mit dir über deine Literadtour zu sprechen. Aber bevor wir damit starten, nämlich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?

Lennart Schaefer
Ja, so passend zum Thema zu meiner Radtour sind wir gerade mit dem Rad unterwegs und machen gerade im Wald. So ein bisschen Pause, das ist sehr warm. Wir sind im T-Shirt unterwegs. Man braucht nichts Langärmiges und es ist aber schattig und es riecht so ein bisschen nach Kiefern. Und man hört so die Vögel zwitschern und so ein bisschen Äste knacken. Irgendwas bewegt sich da. Es klingt ein bisschen zu bedrohlich, merke ich gerade. Wenn bedrohliches Äste knacken, ist es alles sehr angenehm und ruhig. Und wir haben trotz dieser Wärme irgendwie ein eisgekühltes alkoholfreies Bier dabei und eine Fritz-Kola. Vielleicht auch mehrere, je nachdem was du trinken möchtest und warum ich da mehr Lust habe.

Helen
Können wir uns dann aussuchen. Genau, damit stoßen wir an. Das klingt richtig gut. Vor allem, weil ich auch so ein bisschen durch die Wärme zu dieser Aufnahme gerade gelaufen bin und dachte, also jetzt so eine Fritz-Kola wäre gar nicht mal so verkehrt. Und ich habe Wasser hier.

Lennart Schaefer
Sehr gut, ich habe auch nur Wasser dabei. Aber es ist gekühlt, wie durch ein Wunder. Trotz der Wärme.

Helen
Ja, trotz der Wärme. Dann würde ich sagen, stoßen wir einmal damit an. Du bist ja jetzt wirklich gerade auch noch unterwegs. Du bist zur Leipziger Buchmesse gestartet mit deiner Literadtour. Also vor drei Monaten ist das drei Monate.

Lennart Schaefer
Genau, ich bin aus Hamburg gestartet und bin dann nach Leipzig direkt gefahren. Und das sind jetzt knapp drei Monate.

Helen
Ja. Und du fährst noch. Auch noch mal drei Monate.

Lennart Schaefer
Nee, sogar so. Ja, sogar sogar vier.

Helen
Ja, krass.

Lennart Schaefer
Insgesamt sieben Monate. Und ich habe am Anfang immer gesagt, über 8000 Kilometer. Und jetzt wären es wahrscheinlich sogar 10.000. Und ich finde, das klingt irgendwie auch cooler. Also, notfalls dreh ich dann vor Hamburg noch so ein paar Runden im Kreisel oder so.

Helen
Hast du so ein irgendwie so ein Ding, was das mitzählt bei dir am Rad?

Lennart Schaefer
Ja, so ein … Genau, ich hab so ein E-Lastenrad tatsächlich. Das geht auch gar nicht anders mit dem ganzen Gepäck, dass ich dabei hab und so. Ein paar Mal ist der Akku dann alle gewesen und dann musste ich irgendwie noch ein paar Hundert Meter so fahren. Das kriege ich auf längeren Strecken auf jeden Fall nicht hin. Aber da gibt es immer so ein Bordcomputer und der trackt das genau, wo ich wie lange hinfahre.

Helen
Verrückt auf jeden Fall schon mal irgendwie cool. Ich meine, ich habe ja bei dir bei Startnext, heißt ja, glaube ich, die Seite auch gesehen, so was du so… Also ich meine, es geht dir irgendwie darum, das Buch und das Lesen und so zu bewerben. Aber erzähl mal so ein bisschen, wie ist die Idee entstanden und was also was genau machst du?

Lennart Schaefer
Ja, das ist ein Podcast, das heißt ich kann auch mal länger antworten.

Helen
Auf jeden Fall, lass die Zeit.

Lennart Schaefer
Genau, weil dieses wie kommst du auf diese Idee, das wurde ich jetzt schon ein paar mal gefragt und irgendwie je nachdem wer mich das fragt, erzähle ich auch viel andere Geschichten, aber tatsächlich kam die Idee vor zehn Jahren das erste Mal, das habe ich jetzt irgendwann gemerkt, als ich in Berlin war, weil die Idee nämlich auch in Berlin kam. Ich komme eigentlich aus Hamburg und ich hatte dann irgendwie mit 14 schon so einen Buchblog und hatte da auch immer so Specials gemacht, dann, als der Hobbit rauskam zum Thema Fantasy und so. Und meine Tante lebt in Berlin und dann habe ich mit 17 eben meine Tante besucht für eine Woche und habe gesagt, ich mache jetzt hier das große Berlin Special auf meinem Blog und führte dann wie Interviews mit Autoren und einem Illustrator und habe irgendwie zwei Verlage besucht. Und das war irgendwie total cool für mich damals, das natürlich aufregend war. Und dann habe ich aber gedacht, das macht so viel Spaß. Und eigentlich würde ich das mal durch ganz Deutschland machen und in jeder Stadt mal so gucken, was gibt es da so für Verlage und Autoren, Illustratoren und so weiter, Bibliotheken, Museen und was es noch so gibt. Und dachte damals aber noch, ich mache das mit der Bahn, weil dann kann ich halt währenddessen arbeiten und so ein bisschen das verarbeiten und Blog einfach darüber schreiben. Und dann habe ich nach dem Abitur eine Fahrradreise durch Europa gemacht, um einfach mal so ein bisschen rauszukommen und so ein bisschen so eine Abenteuer zu haben. Da habe ich drei Monate unterwegs gewesen, da eben noch ohne E-Antrieb und einfach mit Satteltaschen. Und das hat so viel Spaß gemacht. Ich habe einfach gemerkt, das ist so das perfekte Reisetempo, weil man eben wirklich was sieht, aber trotzdem Strecke machen kann. Also es waren dann 11 Länder, durch die ich gefahren bin. Und ich konnte eben, ja, da so die … Auch so ein bisschen wahrnehmen, was zwischen den Großstädten ist. Und man sieht nicht nur die Highlights, sondern auch, wie sich die Landschaft so langsam verändert. Das war irgendwie schön. Und so kam ich dann aufs Thema Fahrrad fahren. Und dann kam eben so zu dem ganz persönlichen Interesse, sich das alles anzugucken. Auch mit den Jahren, die ich dann in der Buchbranche gearbeitet habe, also Ausbildung bei Bastei Lübbe. Und dann bin ich zur Verlagsgruppe Oetinger. Da kam so ein bisschen dazu, auch dadurch, dass der Börsenverein so ein bisschen engagiert war, dass ich an vielen Enden und Ecken bemerkt hab, dass die Buchbranche oder das Buch manchmal nicht so das perfekte Image hat oder dass manchmal der Buchbranche auch so ein bisschen schwer fällt, so optimistisch und positiv aufzutreten mit dem Buch. Und dann dachte ich, eigentlich müssen wir doch irgendwie, ja, so wie du es jetzt quasi auch mit Mädels, die lesen, machst, positive schöne Geschichten erzählen die mit dem Buch zusammenhängen. Das heißt, das rückte so ein bisschen mehr in Vordergrund und ich hab für Oetinger auch so Schulbesuche organisiert. Also da kamen dann Schulklassen zu uns, zu Oetinger und ich hab mit denen im Gespräch erarbeitet, wie entsteht eigentlich ein Buch und mit denen über Bücher gesprochen. Ja, das hat viel Spaß gemacht, hab ich irgendwie 20 Schulklassen da gehabt und das ist natürlich irgendwie für die nochmal was anderes, wenn da ein junger Mensch, der ihn jetzt nicht so weit entfernt ist, technisch da irgendwas über Bücher erzählt. Das hat irgendwie Spaß gemacht und denen auch. Die Lehrerinnen waren auch begeistert. Da hab ich gesagt, das will ich auch mehr machen. Und plan das jetzt auch eben so ein bisschen mit der Literadtour. Genau, so kam das alles zusammen. Und das, was ich mache, ist eben wirklich, dass ich nämlich als Buchbotschafter mit dem Lastenrad durch ganz Deutschland fahre, also durch alle 16 Bundesländer Illustratorinnen, Übersetzerinnen, Museen, Bibliotheken. Und was es da sonst auch so alles gibt. Ich war jetzt auch schon in einem großen Lager, so ein Zwischenbuchhändler-Lager, wo dann wirklich palettenweise da insgesamt Millionen Bücher sind und durfte da wie auf 40 Meter Höhe in so einen Hochregallager fahren. Also sowas gucke ich mir alles an und berichte immer auf Instagram darüber unter @Literadtour. So und für Interviews, und die kommen jetzt auch so langsam online, dass das große Problem der Tour, dass einfach die Zeit fehlt, weil ich natürlich viel Strecken mache und fahre per E-Mail nicht abstimmen muss und dann diese Termine habe und dass dann auch noch irgendwie verarbeiten muss in Videos.

Helen
Ich glaube, das mit dem Lager finde ich total irre, aber wir haben eine in der Schmökerrunde, die da arbeitet und dann direkt am Abend noch in unserer, wir haben so eine WhatsApp-Community, da in der einen Gruppe geschrieben hat hier, der Lennart Schaefer war hier, das ist mega spannend, sollte ihr euch unbedingt mal angucken. Dann meinte ich so, ja, den habe ich ja auch dem nächsten Podcast, so, das klingt echt cool. Deswegen, ja, das habe ich mitbekommen. Ich weiß nicht, wo sie wohnt, in Werther, aber ist das in Werther?

Lennart Schaefer
Bin ich wahrscheinlich nicht sicher, aber da in der Gegend wahrscheinlich. Das ist bei Gütersloh. Ich habe leider und ganz schnell in Orientierung sind, aber… Ja, frag mich bloß nicht. Aber ich denke so in der Gegend, das war das…

Helen
Also, wir haben uns total begeistert, hat noch mal von dem Projekt geschwärmt. Deswegen sind alle gespannt drauf, was du berichten wirst. Ich finde es total… Ich habe bei so vielen Sachen gedacht, das ist mega spannend. Ich reise immer schon gerne und liebe vor allem auch Reise-Dokus und Reisepfilme. Sachen und man sieht es ja häufiger mal, dass Leute auch mit dem Fahrrad um die Welt reisen und da habe ich immer so gedacht, finde ich richtig cool für euch. Wäre gar nichts für mich, obwohl ich richtig gerne Fahrrad fahre. Das ist nicht so meine Traumvorstellung von einer langfristigen Reise. Aber ich kann das total nachvollziehen, dass du sagst, das ist voll das gute Reisetempo. Weil zu Fuß denke ich auch manchmal so, ich komme nicht so richtig vom Fleck und beim Auto verpasst du echt viel einfach und ich meine beim Flugzeug sowieso, du hast ja gar keine Chance, dich anzupassen an das neue irgendwie. Deswegen das kann ich total gut nachvollziehen. Ich frag mich nur, hast du jetzt so ein entspanntes Reisetempo, weil gefühlt egal wo ich gerade irgendwie in der Buchbranche auf irgendwelchen Events bin, bist du auch immer da und die sind ja irgendwie auch schwer durch Deutschland. Und ich frag mich, kannst du das gerade genießen, dein Reisetempo?

Lennart Schaefer
Ja, das ist also genau das Reise. Sie fragen, was nimmt man als Reisetempo, wenn ich jetzt wirklich so unterwegs bin, dann sind es einfach diese 26 kmh oder dann besteht vielleicht 22 kmh, das ist schon ein schönes Reisetempo, aber klar bin ich viel unterwegs und dadurch ist sozusagen das andere Reisetempo dann ein bisschen stressiger. Also tatsächlich rettet mich aber das Fahrradfahren da so ein bisschen, weil es eben ein toller Ausgleich ist, dass man so diese Anstrengung hat und im Kopf ganz viel tun und so. Und dann fährt man einfach 100 Kilometer da, fünf, sechs Stunden durch die Gegend in der Natur. Und im besten Fall in der Natur, manchmal ist man auch oder auf einer Bundesstraße und die Autos zischnen an einem vorbei, das ist dann nicht so entspannt. Aber es ist trotzdem diese körperliche Betätigung, das ist echt ein richtig toller Ausgleich dafür. Aber das stimmt schon, es sind einfach viele Termine. Ich bin jetzt nicht so, dass ich sozusagen die geringstmögliche Strecke fahre, um durch ganz Deutschland oder durch alle 16 Bundesländer zu fahren, sondern das ist schon ein bisschen ein Hin und Her. Ich bin auch zweimal in Berlin und irgendwie auch zweidahm in Hamburg und zweimal in Köln insgesamt, weil ich eben so ein paar Termine auf dem Weg hatte, zu denen ich unbedingt wollte.

Helen
Also genau, wir haben uns das jetzt nicht direkt gesehen, so ein bisschen verpasst. Ich hab dich auf der Bühne gesehen beim Börsenverein, beim Kongress 200 Jahre.

Lennart Schaefer
Und der stand von Anfang an fest, das war zum Beispiel so ein Ding, dass ich gesagt hab, ich starte in Leipzig Ende März. Anfang Juni ist dieser Kongress in Berlin. Das heißt, was mach ich in der Zeit, dass es für von Leipzig nach Berlin fahren ist zu wenig. Das heißt, da hab ich eben so einen Schlenker über NRW gemacht und da auf dem Weg ganz viel besucht. Also, das sind so ein paar Eckdaten, mich entlang krangel, ja, so ein paar Veranstaltungen.

Helen
Ja irgendwie sehr, sehr spannend. Ich habe zwischendurch auch gedacht, also wahrscheinlich bräuchte ich eigentlich gerade jemanden, der dich so auch unterstützen, diese Videos schneidet und hochleitet und keine Ahnung oder auch irgendwie allein schon jemanden, der das koordiniert und die ganzen E-Mails beantwortet. Ja. Mit mir hast du ja auch ein paar Einungen geschrieben, damit ich so ein Video geklappt habe. Aber wie Wie kann ich mir das vorstellen? Wahrscheinlich bei so manchen Sachen hast du diese Termine wie den Kongress im Kopf. Du hast vielleicht auch bestimmte Verlage oder Ansprechpartner innen im Kopf und machst mit denen was aus. Aber wenn ich jetzt weiß ich nicht, Illustrator in, in keine Ahnung wo bin, kann ich dann auch einfach sagen, hey Leina, komm doch mal hier vorbei und wir treffen uns auf den Kaffee oder wie funktioniert, wie planst du deine Reiseroute?

Lennart Schaefer
Also das war wirklich eine der großen Herausforderungen, vor allen Dingen auch diese Terminenabsprachen, weil ich im Januar hatte die Route fertig, also ich wusste eben so ein paar Städte, in die ich unbedingt will und wo ich auch weiß, dass viel passiert. Und dann habe ich die Route fertig gemacht und dann eben angefangen, das zu befüllen. Und da schwankte das irgendwie täglich von, oh Gott, ich habe eigentlich gar nicht genug, so, was mache ich dann da, dann sitze ich da und habe nichts zu tun zu, dann irgendwann, Oh Gott, jetzt ist eigentlich viel zu viel geworden irgendwie. Und ich brauche auch Pausen dazwischen. Und ja, vor allem kommen dann eben spontan einfach ein paar Sachen dazu. So, und das ist auch ein bisschen unterschiedlich. Jetzt in Berlin zum Beispiel war ich jetzt gerade relativ lange, also 2,5 Wochen ungefähr. Und da hatte ich wirklich täglich Termine und auch mal 3 Termine. So was dann, das klingt jetzt nicht so an sich viel, aber ich war halt immer dahin.

Helen
Ja, mit deinem Lastenrad, oder?

Lennart Schaefer
Genau, mit dem Lastenrad. Und muss das dann am Ende des Abends auch irgendwie wieder verarbeiten und irgendwie noch Mail schreiben. So, dass wir dann den ganzen Tag beschäftigt mit fahren und Leute besuchen und Interviews führen. Und dann geht abends die Arbeit noch mal los zum zweiten Mal so. Aber es gibt eben auch andere Städte, wo ich einfach nicht so viele Termine habe. Und ich war zum Beispiel in Chemnitz und hatte dann am Freitag irgendwie zwei Besuche eingeplant. Und den Samstag hatte ich mir dann so als Pausentag eingeplant. Und dann hat aber irgendwie eine Regionalzeitung berichtet und am Ende war ich am Samstag dann bei drei verschiedenen Veranstaltungen noch irgendwie bei so einer Podiumsdiskussion, saß ich dann auf einmal mit auf der Bühne quasi, dann habe ich noch so einen Verein besucht, die so sein Bücherschrank organisieren und so ein paar Veranstaltungen machen und abends hat mich eine Buchhandlung eingeladen, um zu der Lesung einfach ein bisschen zuzuhören. Ja, und so ist es jetzt mittlerweile eher so, dass der Plan eigentlich voll ist und trotzdem immer noch Anfragen kommen und ich jetzt langsam auch um so meine Kräfte zu schonen irgendwie echt absagen muss. Leider was total schade und total doof ist und ich speiche mir jetzt diese Anfragen aber immer in so einem Ordnerabwürf, halt sich das irgendwann in irgendeiner Form fortsetze oder so, dass es nicht verloren geht. Ja aber irgendwie, ja bin ich immer so hin und hergerissen. Ich denke manchmal ach, das ist eigentlich viel zu viel so und dann denke ich aber wieder ich verpass so viel und auch in jedem Ort, an dem ich bin, sagen die Leute, du musst ja eigentlich noch das angucken und das und das. Also ich sehe wahrscheinlich viel mehr als jetzt sonst andere Leute irgendwie in der Branche sehen können überhaupt. Ist ja nicht vereinbar mit irgendeinem Beruf eigentlich so was. Muss man sich an Auszeit nehmen. Aber trotzdem wird einem durch das Wiederreisen viel mehr klar, was man auch verpasst.

Helen
Ja, voll spannend. Ich glaube, das kann wahrscheinlich auch jeder irgendwie nachvollziehen, selbst wenn man nicht so eine Tour gemacht hat. Wenn man halt selten alles unterbekommen. Aber ich, also keine Ahnung, ich finde es irgendwie einfach eine wahnsinnig spannende Idee und das ist ja wahrscheinlich auch der Grund einfach, warum das auch so gefragt ist, weil du mal was anderes machst. Aber ich Ich hab am Anfang gar nicht so richtig verstanden, was du tust, ne? Weil du sagst, du machst irgendwie halt … Im Grunde machst du Werbung fürs Buch. Dann dachte ich, am Anfang, du gehst irgendwo hin und zeigst ein paar Bücher und sagst, guck mal hier, könnte man lesen. Das ist es aber ja nicht so ganz. Also du bist vor Ort, um mit Leuten zu sprechen, die was mit Büchern zu tun haben. Und das teilst du bei Instagram, oder?

Lennart Schaefer
Genau. Also, das … Es gibt so ein paar Sachen, die ich mache. Und ein bisschen was davon ist auch, dass du am Anfang vermutet hast. Also ich hab zum Beispiel Flyer drucken lassen, in denen ich persönliche Bucherempfehlungen gebe. Das sind acht Bücher, die hab ich auch physisch im Lastenrat dabei. Wenn ich mit Leuten ins Gespräch komme, kann ich dir auch so zeigen und dass Leute reinlesen können. Die werden aber in diesem Flyer noch mal kurz vorgestellt. Es geht darum, für verschiedene Zielgruppen da Leseangebote zu schaffen und auch einen guten Einstieg zu schaffen. Also das sind jetzt keine Bücher, Das ist jetzt nicht Goethe oder Thomas Mann oder so. Es sind auch keine tausend Seitenbücher. Es geht einfach darum, dass die unterhaltsam sind und ja, einfach Lesespaß wecken, so ohne dass es jetzt direkt so wahnsinnig anspruchsvoll sein muss. Es ist auch ein anspruchsvolles Buch dabei, was aber eben auch sehr, sehr unterhaltsam ist. Also ich versuche eben schon darüber Leute fürs Lesen zu begeistern. Großteil ist natürlich dieser Instagram-Kanal, wo ich eben auch eher diesen Reiseaspekt in den Fokus stelle. Weil es einfach wahnsinnig viele gibt, die über Bücher, Blogger und bei Instagram Beiträge machen und da auf hier auf China sind, das ist besser als ich. Und das sozusagen dann meine Besonderheit, dass ich eben dieses Thema Reise und Literatur verbinde. Aber das, was so die beste Werbung fürs Buch ist, finde ich, sind ja so die Menschen, die in der Buchbranche arbeiten. Weil das Klischee ist ja so ein bisschen das Lesen, was ganz Einsames ist, was die dafür sich alleine macht. Und das wirst du und wenn deine Hörer in Westen wissen, dass das etwas sehr verbindendes sein kann und ist auch. Und wenn man in dieser Community ist oder in der Buchbranche, dass man dadurch ganz, ganz viele Leute kennenlernt und dass auch ganz viele spannende Leute sind, denn die wenigsten gehen ja irgendwie in die Buchbranche, um da das große Geld zu verdienen. Das heißt, da ist irgendwie eine gemeinsame Leidenschaft. Das schafft tolle menschliche Verbindungen. Das will ich zeigen, was für spannende Persönlichkeiten. Ich versuche, über diese Reise, dass das so was Ungewöhnliches ist, auch Interesse zu wecken bei der Presse. Dass da nicht die Schlagzeile ist, wie der A-weniger Buchkäuferin oder Eltern lesen, den Kinder weniger vor. Kinder können nicht lesen nach Beendigung der Grundschule. Oder hier das vierte Kind kann nach Beendigung der Grundschule nicht richtig lesen. Das hat ja alles seine Berechtigung und ist total wichtig, darauf aufmerksam zu machen. Aber zeitgleich braucht es, glaube ich, auch diese positiven schönen Geschichten. Und da, glaube ich, ist das so eine Geschichte, wo dann eben einfach witzige Anekdoten entstehen oder ich da ein bisschen was erzählen kann von diesen Begegnungen und versuche eben darüber dann neu zu motivieren fürs Lesen. Dass ich dann Tageszeitungen oder Podcasts oder Fernsehsendern Interviews gebe. Ja,

Helen
Verrätst du uns deine Buchtipps? Ich habe gerade gedacht, wahrscheinlich denken sich jetzt alle so was hin. Was steht auf diesem Flyer? Oder kann ich denn irgendwo mir angucken?

Lennart Schaefer
Ja, stimmt. Eigentlich muss ich den wirklich mal online auch hochladen, wenn ich den immer nur analog dabei habe.

Helen
Also wenn du das total schlau machen willst, kannst du den natürlich als Freebie gegen die E-Mail-Adresse anbieten. Aber du hast ja gar keine Website.

Lennart Schaefer
Doch eine Website habe ich, genau du hattest Startnext gesagt, da war das Crowdfunding, aber ich habe tatsächlich literadtour.net. Dann kann ich das auch.

Helen
Ja, dann verlinken wir das. Ja, dann guck mal, da kannst du es hochladen.

Lennart Schaefer
Dann lad ich das da hoch. Aber ich kann zu kurz ein bisschen was erzählen. Also es geht eben darum für verschiedene Zielgruppen, das heißt, das ist vom Bilderbuch Malte & Oßkar und das Glück, Pech zu haben, über eben Malte Zierden. Den kennt ihr vielleicht als Influencer, aber der hat da eben zusammen mit Amia von Arenberg ein Buch geschrieben und sie hat das dann auch illustriert. Das ist wirklich wunderbar. Es ist einfach eine tolle Geschichte über Angst, aber eben vor allem über Mut und sehr philosophisch und das können Kinder lesen, aber es können auch Erwachsene sehr gut lesen, sehr atmosphärisch illustriert auch. Ich habe dann einen Jugendbuch, Percy Jackson, also wirklich ja Klassiker, aber der große Vorteil ist ja, das macht Spaß, es ist witzig und wenn man da erstmal dran ist oder drin ist in dieser Reihe, dann findet man danach ja Folgebände, ich glaube, es gibt jetzt sechs Folgebände von Percy Jackson und dann auch gefühlt 20 Spin-offs. Das heißt, Da kriegt man auf jeden Fall die Leute ans Lesen, die jungen Leute. Dann ein Sachbuch jetzt auch gerade neu erschienen oder relativ neu, aber ist seit Wochen und wieder auf der Spiegel-Bestsellerliste. Ist dieses »Mama, bitte lern Deutsch« von Tahsim Durgun. Eine Migrationsgeschichte, ein Buch, das ich irgendwie Friedrich Merz mal lesen sollte. Aber es ist zum Beispiel auch von Mariana Leky, Was man von hier aus sehen kann dabei. Also auch so ein Klassiker. Aber ich habe eben im Vorgespräch auch schon erzählt von meiner Begegnung mit Anika Decker, die Drehbuchautorin, die eben ja Zweiohrküken und Keinohrhasen mitgeschrieben hat und die hat jetzt gerade ein neues Buch draußen, Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben. Eine klassische Romantic Comedy und das ist eigentlich so mein Lieblingsgenre. Tatsächlich, ich liebe, dass wenn das wirklich gut geschrieben ist und das das in dem Fall sehr gut geschrieben geht, noch um Machtmissbrauch, um MeToo, also hat noch so ein paar ernste Themen dabei, ist aber trotzdem leicht und erzählt eine Liebesgeschichte im Kern. Genau, was habe ich, was habe ich noch dabei? Ich habe also Sommerroman von Christoph Kramer, sein Buch, Das Leben fing im Sommer an. Genau, ich hätte schon gesagt, ein bisschen was Anspruchsvolles: Das hab ich Gewässer im Ziplock von Dana Vowinckel.

Helen
Das haben wir auch zusammen gelesen.

Lennart Schaefer
Ja. Und ich meine, das ist ein Buch, das ist anspruchsvoll. Aber das hat so lebendige Charaktere. Das macht so Spaß zu lesen.

Helen
Ja. Find ich auch echt gut lesbar.

Lennart Schaefer
Aber klar, wahrscheinlich bei Mädels, die lesen, wahrscheinlich schon tendenziell, ein bisschen anspruchsvollere Sachen. Aber ich würd auf jeden Fall sagen, dass man das sehr gut lesen kann. Man ist sofort bei der Protagonistin und fühlt mit ihr. Ja, und ich glaube, 25 letzte Sommer von Stephan Schäfer ist das letzte. Das ist ja so ein, man kann fast sagen, eine Novelle. Das sind so 160 Seiten, aber sehr groß geschrieben und so. Das kann man wirklich in einem Wochenende auch als Nichtleserin sehr gut durchlesen. Und hat dann direkt auch so ein Erfolgserlebnis. Also auf diesen Flyern gebe ich zum Beispiel auch so fünf Tipps, wie man mehr lesen kann.

Helen
Ah, voll gut. Ja, das ist echt cool. Ja, also jetzt du hast gesagt, dass ich auf deiner Webseite war, vor allen Dingen wegen auch einfach um es ein bisschen besser zu verstehen. Ich war eben nochmal auf deinem Instagram-Account da. Ich glaube, ich werde nur Startnext verlinkt, kann das sein?

Lennart Schaefer
Echt? Ich habe das eigentlich jetzt geändert, dass es Startnext runter ist, weil als Crowdfunding muss man gar keine Werbung mehr für machen. Das ist schon durch.

Helen
Ach du, du sammelst gar keine Spenden mehr?

Lennart Schaefer
Nee.

Helen
Ah, okay. Also du hast dein Ziel erreicht, das durch?

Lennart Schaefer
Genau, das Ziel habe ich nicht ganz erreicht, aber ich bin durch und es sieht jetzt finanziell auch genau das. Also ich setze hier zusammen aus ein bisschen Sponsoring, Verlagskooperation, andere Buchbranchenpartner, dann eben dieses Crowdfunding. Aber auch, man kann auch allgemein so, kann man auch immer noch gerne spenden, … Findet man auch die Infos auf der Website. Genau, unseren Gründungszuschuss … … Von Agentur für Arbeit bekomme ich auch, … … Wofür ich ein richtiges Unternehmen gründen musste. Ja. Und dann habe ich das beantragt und bekommen. Genau, so lässt sich das finanzieren, … … Aber genau, das Crowdfunding ist jetzt … … Seit ein paar Wochen zu Ende. Und genau, ich habe gerade nachgeguckt, … … Ich habe das jetzt tatsächlich geändert. Jetzt findet man in den Links eben … … Nicht mehr Startnext, sondern … … Auch den Link zu meiner Website. Und … Ich habe BookBeat. Ja. Und zu BookBeat, auch ein Partner.

Helen
Ja, gut. Weil das hab ich eben nämlich auch überlegt, ob das nicht sonst auch was gewesen wäre, so ein… Wie so ein Sponsor dafür zu finden. Aber du wolltest wahrscheinlich das auch unabhängig davon machen können, ne?

Lennart Schaefer
Genau, also das war so ein bisschen das Ding, dass ich auf der einen Seite wirklich unabhängig sein wollte und das selbst gestalten wollte, aber auf der anderen Seite eben einfach Geld brauchte. Also das kostet irgendwie… Jetzt so knapp 60.000 Euro das Ganze. Das ist natürlich echt viel Geld und das geht ohne Kooperation mit Verlagen und Buchhandlungen gar nicht. Aber da habe ich mir eben auch ausgesucht, mit wem möchte ich kooperieren, den finde ich sowieso schon toll. Und so hat das dann echt gut funktioniert, dass ich das Gefühl habe oder nicht nur das Gefühl habe, sondern dass ich mache, was ich irgendwie möchte und trotzdem auch die Kooperationspartner da irgendwie zufrieden sind, dass die da mit mit stattfinden und dass das irgendwie organisch kommt und jetzt nicht so aussieht wie Werbung, weil es eben auch keine Werbung ist, sondern ich bin zum Beispiel auch bei den Autoren, die ich besuche, das auch ganz persönlich aussuchen durfte. Also da hat nie ein Verlag gesagt, hier den musst du besuchen oder eine Buchhandlung hier, da musst du hin, sondern so eher ich will bei euch vorbeikommen und ich besuche auch Verlage, mit denen ich keine Kooperation habe und Buchhandlung, mit denen ich keine Kooperation habe und von denen ich kein Geld bekomme. Das ist eigentlich der Großteil. Das ist eigentlich eine ganz schöne Mischung. Ja.

Helen
Magst du mal erzählen, wofür, also was kostet da so viel Geld? Wahrscheinlich das Rad einerseits. Deine Lebenskosten, Übernachtungen, solche Sachen. Und wofür gibst du so Geld aus? Also verteilst du Bücher unterwegs?

Lennart Schaefer
Also tatsächlich ist so das Teuerste der Übernachtungsposten. Also ich bin viel auch in Hotels, das sind jetzt so 220 Übernachtungen ungefähr während der Tour und davon sind so 90 bei Familie, Bekannten, Freundinnen oder auch mal Buchhandlungen, die mir eine Hotelübernachtung zahlen.

Helen
Also ich dachte schon, du darfst dann so in den Buchhandlungen übernachten. Wie geil wäre das?

Lennart Schaefer
Nee, das bisher noch nicht passiert.

Helen
Ne, ja? Musste ich eigentlich mal… Wär auch richtig gut, oder?

Lennart Schaefer
Wenn das Geld dann doch ausgeht, dann mach ich das. Ja. Nee, aber eben genauso ein paar Buchhandel, die das bezahlen. Oder es gibt zum Beispiel auch ein Autor, der mir jetzt eine Übernachtung irgendwie gezahlt hat. Ja, also, es bleiben dann, wenn man rechnet, immer noch über 130 Übernachtungen übrig. Das ist natürlich sehr, sehr teuer. Und ich film das ganze Jahr und schneide das und mache da Aufnahmen beim Fahren und so weiter. Führe eben Interviews und diese Interviews, die kommen jetzt auch demnächst bei YouTube. Das heißt, da habe ich auch eine richtige Kamera für ein Stativ und so weiter. Das heißt, das musste ich alles bezahlen. Ich habe dann eine Agentur, die Pressearbeit macht tatsächlich. Ich habe eine Grafikerin, die das alles gestaltet. Du musst eben die Flyer auch drucken. Ich habe so zum Anfang ein Video erstellen lassen. Das ist auch so ein Reel, das ist angepinnt bei mir am Kanal, was eben richtig ein Videograph professionell geschnitten und gefilmt hat. So, aber das kostet alles und tatsächlich auch eben dieser ganze Gründungsprozess, der kostet viel Geld und Steuerberatung sind die langweiligen Sachen. Und klar, muss ich auch so ein bisschen was essen und trinken. Aber…

Helen
Und ich meine, was wahrscheinlich nicht wahnsinnig viel am Ende bei … Für übrig bleibt es ja auch deine ganze Zeit, die du …

Lennart Schaefer
Ja, genau. Die kriege ich quasi ja gar nicht bezahlt gerade, weil ich … Es bekommt eben diesen Gründungszuschuss.

Helen
Und da kommt der interessante Agentur-für-Arbeit-Talk hier. Wie funktioniert das mit dem Gründungszuschuss?

Lennart Schaefer
Da geht es ja wirklich darum, dass man die Lebenserhaltungskosten und Krankenkasse deckt mit dem Geld und sich dann aber in der Zeit auch kein Gehalt auszahlen darf. Das heißt, dann kriege ich das jetzt und das deckt auch im Lebenshaltungskosten und Krankenkasse gerade, aber ich verdiene da. Ich habe in der Zeit kein Geld und ich habe tatsächlich auch mit den ganzen Infomaterialien, die ich vorher erstellt habe, fünf Monate Planungszeit, die ich eben auch nur Arbeitslosengeld bekommen habe, was ich jetzt auch nicht ausgereicht hat. Genau, grafisch die ich vorher habe erstellen lassen und so was wie ein Office-Paket, die Websites, Squarespace und so weiter, Abo.

Helen
Das ist so verrückt oder wo überall Geld so durch die Hände ist.

Lennart Schaefer
Ja, genau, mittlerweile bin ich da auch echt so ein bisschen pragmatisch geworden Ich hätte jetzt, wenn ich weiter ganz normal gearbeitet, hätte ich irgendwie so wahrscheinlich das erste Mal so fünfstellig Erspartes gehabt. So. Und jetzt hab ich am Ende der Reise null Erspartes. Also, das ist halt alles weg irgendwie. Aber auf der anderen Seite hab ich ja auch wahnsinnig viel Geld und Unterstützung bekommen und hab jetzt hier so Begegnungen. Die kann man sich sonst für Geld nicht kaufen. Was ich für Leute kennengelernt habe. Und ich muss mir das auch manchmal vor Augen halten, wenn ich so auf dem Rad sitze. Das ist jetzt gerade, das ist, was ich einfach jetzt monatelang mache, um in den Gegend rumfahren, draußen sein, sich bewegen und dann spannende Leute kennenlernen und über Bücher sprechen. Und das, was mir am meisten Spaß macht. Also es ist ja ein Traum, dafür ist es ein Schnapper.

Helen
Ja voll. Also ich kann mir schon vorstellen, dass du dann vielleicht zwischendurch, auch gerade wenn das so anstrengend auch mit den Termin ist, dann auch zwischendurch denkst, was habe ich getan?

Lennart Schaefer
Ja, gibt es auch Horror-Regentage oder so.

Helen
Aber ja, stimmt. Das kann ich mir schon vorstellen. Baustellen, schlamm. Ich habe mich so ein bisschen gefragt, so als dir klar, wahrscheinlich hast du es ja irgendwann mal so durchgerechnet, also am Anfang gab es die Idee und dann hast du es durchgerechnet, hast du gesehen, ach du Schande, 60.000. Hast du auch mal kurz gedacht, das pack ich nicht, wo soll ich die herbekommen oder bist du so pragmatisch und Und denkst so, da such ich mir jetzt irgendwie Partner, da mach ich eine Crowdfunding-Aktion. Also wie war das?

Lennart Schaefer
Also, als ich es das erste Mal durchgerechnet habe, kam ich bei 80.000 raus. Dann habe ich aber so ein bisschen ein paar Sachen genauer gerechnet, bzw. Was brauche ich wirklich und so weiter. Und ich dachte auch am Anfang, ich muss mir sozusagen Gehalt auszahlen. Und davon geht da ja auch Steuer ab und so weiter. Das ist natürlich jetzt mit Gründungszuschuss einfacher. Ich dachte auch noch, ich muss mehr Übernachtungen bezahlen und hab dann noch mal mehr geguckt, ah wo kenn ich eigentlich Leute und so weiter. Aber das war natürlich ein riesen Berg auf einmal. Und tatsächlich war das am Anfang auch so, dass ich noch dachte, ich muss es jetzt irgendwie versuchen, aber wahrscheinlich klappt es nicht. Und dann wird es ja super unangenehm, das allen sagen zu müssen und damit auch so draußen zu sein mit dieser Idee und dann funktioniert es nicht. Dann sage ich, ich kann nicht losfahren. Und dann muss ich mir wieder einen Job suchen. Was erzähl ich da, was ich in der Zeit gemacht hab.

Helen
Aber tatsächlich, du erzielt es ja auch sehr offen darüber, dass du auch dazu gekommen bist, durch einen Burnout, kann man so sagen.

Lennart Schaefer
Ja, genau. Und ich mach jetzt auch seit zwei Jahren Therapie. Und hab das da mit meinem Therapeuten besprochen. Bei mir ist es, ich hab einfach eine Angststörung. Vor Krankwerden und so. Das heißt immer so mit vielen Leuten und so. Das ist dann irgendwie eigentlich nicht so super. Genau, Stressfaktor. Auch gerade Buchmessen und so. Es kam auch erst durch Corona tatsächlich. Also hatte ich vorher nie, aber dann habe ich mich nie ohne die ersten drei Buchmessen, nicht ohne Maske auf die Buchmesse getraut und so. Naja, und dann so eine Idee, das versetzt eine große Unsicherheit irgendwie. Und wenn man das Leuten erzählt, dann kommt auch immer eher, oh, wie willst du das finanzieren? Zahlt es dann und der Buchbranche hat jetzt auch niemand so viel Geld. Und wie soll das denn funktionieren und so? Naja, und dann, was mein Therapeut gesagt hat so, na, es liegt ihnen, sie wollen das machen und sie haben da Kontakte und das macht ihnen Spaß so. Und sie können das, dann schaffen sie das auch so. Und das war halt super, jemand zu haben, der das einfach so ganz entspannt, als wäre es so, dass das einfach so der Welt sagt. Und das überträgt sich natürlich. Und ich denke mir, dass ganz oft, dass wenn Leute so was erzählen, was sie gerne machen wollen, da muss man eigentlich viel öfter sagen, ja, das schaffst du, so klar, was du so… Ja, auch nicht. Das will ich dann genau, ja. Aber es ist irgendwie so drin in so vielen Leuten, dass man immer sagt, naja, ein bisschen dir sicher und deswegen und so. Und auch jetzt auf der Tour treffe ich auf Leute, die sagen, also irgendwie so ältere Leute, die haben dann so veteilig oder mittelig ihr Radstück gegeben wollen und sagen, wir müssen aber auch passen, mit dem Geld und so, das ist… Und auch im Lebenslauf und so und jetzt hier und der man irgendwie ja muss man eigentlich alle alle immer ermutigen so was zu tun und ich merke auch selbst während ich das jetzt tue das natürlich ganz viele Möglichkeiten aufmacht dass man auf einmal merkt was geht denn alles wenn man das einfach macht also dass man so körperlich zu erfahren quasi was alles möglich ist das ist so toll und da kommen also tatsächlich ist bei mir auch keine Erschöpfung oder so da, sondern eher, dass ich so denke, oh, eigentlich will ich noch das machen und das machen und das machen, will ich zurück in Hamburg bin, muss ich das machen und die Idee habe ich und das will ich hier umsetzen irgendwie. Also, das ist total belebend, wenn man dann ja erstmal da so drin ist. Ja. Ja, aber die Planungsphase, die war schon genau so fünf Monate, ich hatte dann zu Ende Oktober gekündigt und dann ab Anfang November das geplant, nur Geld zusammengesammelt und so weiter und fünf Monate dachte ich, es ist ja super viel Zeit, aber das war eine irre Zeit, irgendwie wirklich mit nur arbeiten quasi. Ja, aber auch da denke ich jetzt im Nachhinein, ja, hätte ich auch sanfter mit mir sein können, irgendwie, aber das, ja, aber irgendwie, wie das immer so ist, das wirst du wahrscheinlich auch erlebt haben. Aber ja, Ja, nee, aber jetzt bin ich mir von November bis Ende März sehr dankbar, was ich da sozusagen vorher geplant und gemacht habe. Und das jetzt ein bisschen ernten kann.

Helen
Also, weißt du, ich denke also, das ist dir wahrscheinlich, oder hoffentlich auch selber bewusst, aber manchmal schaut es ja vielleicht auch nicht, wenn man das noch mal hört. Gerade, wenn du auch viele Sorgenträger dann irgendwie um dich rum hast. Weil ich denke, dass, also alleine mit einer Angststörung so was zu machen, empowert dich auch selber, dass du merkst, ich kann Dinge auch mit Angst machen. Also ich habe mir das selber hier erschaffen, diese Option. Du hast selber eine Lösung gefunden für einen 60.000 Euro Berg. Also ich meine, alleine so, ich merke ganz oft, bei mir ist auch das Thema Geld ganz oft so, weil ich denke, das geht doch gar nicht. Also jetzt hat mir eine … Ich hab die Idee, dass ich eine App entwickeln will für Mädels, die lesen, dass wir wechseln können von Instagram zu einer App. Und dann hatte mir eine jetzt geschrieben, die sich ganz überraschend aufgetan hat und mir da helfen wollte. Und die meinte, ich hab das so durchgerechnet mit meinem Entwickler. Ich denke, du brauchst 80.000 Euro. Deswegen fand ich ganz spannend, dass du dieselbe immer sagst. Und ich dachte so, ja, Böden. Woher so, ne? Aber irgendwie finde ich es noch mal einen guten Reminder auch so für mich, dass man das irgendwie schon schaffen wird. Und eigentlich glaube ich das im Grunde meines Herzens auch. Aber weißt du, was ich denke, es ist überhaupt keine Lücke im Leben zu laufen, sondern die krasseste Investition in deine, auch ins Berufssehre, was auch immer. Weil du ja auch total krass gerade Netzwerkst. Also du lernst ja, also und du machst Werbung für dich. Also die Leute erfahren von dir mit etwas, was dir ja auch noch Spaß macht. So, also und werde dich in Erinnerung behalten. Also ich weiß nicht, ich finde es eigentlich, also ich finde es krass gut investiertes Geld und Zeit.

Lennart Schaefer
Ja, ne, finde ich auch. Und also mit diesem Netzwerk war tatsächlich auch eher meine Befürchtung, dass ich dachte, ja eben diese Angst vom Scheitern auch so, wenn es dann nicht klappt und dann wissen das alle. Das war eher was, was mir am Anfang so ein Druck gemacht hat. Aber jetzt ist es total schön, auch dann so bei diesem Kongress zu sein Leute davon wissen, das ist ja total abstrakt, wenn Leute das auf Instagram sehen oder so, hat man ja keine Ahnung, wie sehen die das gerade, gucken die sich das an und verfolgen das wirklich oder probt den das Feed auf und dann scrollen sie weiter. Das ist schon schön. Und das mit den Ängsten ist echt ganz interessant, weil ich höre jetzt natürlich sehr, sehr viel Hörbücher gerade und komme eigentlich gar nicht zum Lesen.

Helen
Das wäre noch meine Frage

Lennart Schaefer
Ja, nee, fast gar nicht. Aber höre eben unglaublich viel Hörbücher, und das ist total schön. Und dann wird dann das ja bei BookBeat auch vorgeschlagen, was man da sonst noch so hören könnte. Und dann dachte ich, da kann ich nochmal hier Sachbücher irgendwie so Themen über Angst und so. Ich habe gemerkt, im Moment habe ich das gar nicht. Es ist wirklich irre, es ist viel weniger geworden. Aber das ist eine andere Stresssituation. Da dachte ich, ich sehe, wie ich darauf reagiere in der Selbstbeobachtung. Aber es ist kein Thema im Moment. Es sind andere Themen, wie People-Pleasing, allen gerecht werden. Also bei einigen viel zu spät auf E-Mails antworten oder da liegen E-Mails im Postfach, die ich jetzt wochenlang nicht beantwortet habe, so, dass dann natürlich…

Helen
Das habe ich auch, ohne unterwegs zu sein.

Lennart Schaefer
Ja, und das Ding ist, da habe ich jetzt auch gerade ein Hörbuch zugehört, wo es eben ging um Zeitmanagement und so. Das war ein total befreiender Gedanke für mich, dass du ja nie an dem Punkt kommst, wo du alles abgearbeitet hast. Das heißt, je mehr du dem hinterher rennst, desto mehr E-Mails arbeitest du ab. Je mehr E-Mails kommen, auch zurück. Das heißt, in dem Ziel, dass du eigentlich möglichst viel schaffen möchtest und je möglichst viel Freiheit schaffen möchtest und Ruhe, schaffst du dir nur noch mehr Arbeit. Das heißt, ich merke, gerade wenn ich wie ein Berg von E-Mails unbeantwortet hab, kommen gar nicht so viele rein. Ganz entspannt. Ich schreibe immer, da rein in die Abwesenheitsnotiz, dass die anrufen sollen, wenn es was Ernstes ist. Ich arbeite das von ein paar Monaten langsam ab. Aber das ist im Moment eher mein Thema, wo ich so ein bisschen dran arbeiten muss, da entspannter mit zu werden und das einfach auszuhalten, weil genau 4000 Wochen heißt das von Oliver Burkeman das Buch.

Helen
Oh, das habe ich noch in meiner BookBeat-Liste. Würdest du es empfehlen?

Lennart Schaefer
Ja, das ist ein riesengroßes Empfehlen und das ist so toll, weil es ist eben wirklich ein realistischer Ratgeber zum Thema Zeitmanagement. Der Mensch, der jetzt nicht verspricht, dann geht es sehr gut und so, sondern der Rat ist wirklich viel aushalten. Also du wirst einfach nicht all deine Träume in deinem Leben bewirklichen können, weil es einfach 4000 Wochen nur sind. Das ist einfach sehr wenig Zeit. Also du wirst einfach nicht alle schaffen und du wirst auch diesen E-Mailberg nie weg haben. Der wird immer da sein und das musst du einfach so hinnehmen. Das ist einfach so.

Helen
Das ist auch richtig schwer, aber ich glaube ganz oft denke ich muss das alles schaffen. Und dann wird es besser. Aber das kommt nur mehr. Aber das kommt mit den Bananen auf dem Cover, oder?

Lennart Schaefer
Genau richtig, ja. Die so langsam verrotten.

Helen
Das werde ich mir auf jeden Fall nochmal anhören.

Lennart Schaefer
So wie wir Menschen auch langsam verrotten. So innerhalb dieser 4000 Wochen.

Helen
Ich hab mir erst irgendwie vor einer Woche oder so, Do The Hard Things First, angehört. Also so heißt auch der deutsche Titel quasi. Und es ist auf dem Cover aber auch easy so durchgestrichen. Weil ich wieder gemerkt hab, dass ich, ich kann total oft Dinge machen, die mir auch Angst machen oder so. Also weil ich hab auch, ich hab vor allem im Leben eigentlich Angst. Aber es gibt einfach so manche Dinge, die, ich bin so gut im Prokrastinieren. Also ich bin nicht hau, sondern ich mache halt 30.000 Dinge, die nicht wichtig sind. Ich bin immer eher so der Art von Prokrastiniererin. Und das fand ich auch noch mal total gut als Reminder so, dass ich mir im Grunde, ich brauche mir nur eine Sache für den Tag vornehmen, die manchmal auch als erstes. Und dann ist es auch egal, wie der Rest des Tages läuft. Ich war schon mal so weit und ich hatte das aber so ein bisschen aus dem Blick verloren. Und heute habe ich endlich mal meine Steuerunterlagen für 22, 23 und 24 raus. So gut bin ich im Prokrastinieren, dass irgendwie Juni 2025 ist und ich das immer noch nicht erledigt habe. Also fühl dich nicht schlecht wegen dieser E-Mails.

Lennart Schaefer
Ja, aber fühle ich mich tatsächlich nicht mehr, auch weil ich ja genug arbeite. Also es ist ja nicht so, aber ich habe das auch ein ähnliches Problem immer gehabt, dass ich immer so diese Sachen, die man so schnell wegschaffen kann, die habe ich dann weggeschafft großen Sachen liegen. Darüber gibt es auch ein Kapitel in dem Buch, wo er eben beschreibt, dass einfach nie der Zeitpunkt kommen wird, wo du die Ruhe hast und die Zeit, das wirklich so zu machen, dass du da komplett zufrieden bist. Du musst es einfach jetzt machen und dann damit leben, dass so diese ganzen kleinen To-dos unruhig im Hinterkopf schwirren. Das auch da wieder so, das ist einfach so. Und ich finde es immer, ja, das war so ein guter Ratgeber zu sagen, immer all das, was man so auf morgen verschiebt oder das mache ich dann, wenn das passiert, einfach nicht. Und auch wenn man Sachen macht für einen in der Zukunft, kommt das auch nicht. Das hat man ja in dem langen irgendwie, dass man in der Schulzeit denkt, wenn ich mit dem Abi erstmal durch bin, dann und dann geht es so weiter, bis man da irgendwann, ja, die schrumpelige Banane da sozusagen auf dem Cover ist. Und dann merkt man, Jetzt gibt es ja gar nichts mehr, wo hin ich denken und arbeiten und leben kann.

Helen
Ja, aber deswegen, also ich weiß nicht, ich finde es einfach super inspirierend auch, dass du diese Idee, selbst wenn du die schon vor langer Zeit mal hattest, aber du hast sie ja jetzt wirklich wahrgemacht. Und das, also ich meine, ich finde schon, dass man sich einfach mal diese 60.000 Euro vor Augen führen kann, weil das wäre der natürliche Punkt, natürlich auch aus dem Zeitpunkt und was weiß ich, wo einfach ganz viele sagen würden, ja, das geht, wie das gar nicht machen, dass du das jetzt möglich gemacht hast für dich. Und vor allem ist es ja dein Traum. Also ich würde gar nicht davon träumen mit dem Lastenrad.

Lennart Schaefer
Nein, deswegen nicht.

Helen
So du nimmst ja niemandem was damit weg, dass du das umsetzt. Das ist einfach total cool so, ne? Ich finde es super inspirierend, dass du das wahrgemacht hast und dass du das jetzt gerade, dass du gerade mitten drinsteckst. Wie sieht es jetzt für dich aus? Jetzt ist ja noch nicht ganz Halbzeit.

Lennart Schaefer
Nee, noch nicht.

Helen
Hast du das Gefühl, ich will eigentlich, dass das nie wieder ändert? Oder freust du dich auch schon, dass es irgendwann ein Endpunkt ist? Wie sieht das gerade für dich aus?

Lennart Schaefer
Das ist auch echt immer unterschiedlich, also tagsformabhängig. Manchmal denke ich, Es ist schon auch eine schöne Vorstellung, das so geschafft zu haben. Und es hat alles funktioniert. Ich hab uns mit meiner Freundin schon Urlaub gebucht für direkt nach der Tour. Also ich war dann wirklich nach der Buchmesse. Nee, genau, ne, ich fahr nach der Buchmesse eine Woche aus Frankfurt nach Hamburg zurück, hab da auf dem Weg auch gar keine Termine. Und dann eine Woche Urlaub eben. Und irgendwie, wenn ich daran denke, freu ich mich total drauf. Und denke dann auch wieder, eigentlich muss ich mich und das tue ich aber auch währenddessen immer wieder. Also ich habe da irre Glücksmomente, wie irgendwie… Also doch, die hatte ich in den Jahren vorher auch solche Glücksmomente, aber nicht in dieser Anhäufung. Das ist natürlich so irre, dass irgendwie jede Woche so super besonders ist und das ist ein totales Geschenk und das genieße ich total und da freue ich mich auch auf ganz viel, was jetzt noch kommt und ich habe zwischendurch auch immer wieder gedacht, ich muss das irgendwann fortsetzen. Und da bin ich gerade noch so ein bisschen, ja auch mich selbst überprüfen ist das jetzt so ein Ding, dass ich denke, ich irgendwie so was zwanghaftes von ich muss jetzt alles oder ist es wirklich so, dass ich da richtig Lust zu habe. Aber dann gucke ich auch einfach, wie geht es mir dann nach der Tour so, wie bin ich dann drauf?

Helen
Ja, verstehe ich gut. Also generell ist es noch nicht klar, wie es auch für dich einfach weitergeht. Aber ich meine, du hast es auch noch mal vier Monate Zeit darüber nachzudenken, was du als nächstes machen willst.

Lennart Schaefer
Also ich merke schon, dass so dieses komplett etwas alleine machen, so das ist es nicht für eine lange Zeit. Also ich wäre jetzt schon wieder gerne auch irgendwie in so einer, also sei es jetzt ein Verlag oder wo immer, aber ich gerne verlage irgendwie eine größere Struktur und ich glaube es gibt ja auch einfach Möglichkeiten nebenbei noch eigene Projekte zu verfolgen. Also ich wollte früher auch immer Schauspieler werden und jetzt mache ich nebenbei so Spielchen zwei Amateur Theatergruppen mit. Also das geht ja schon so, dass man das irgendwo anders dann verwirklicht und vielleicht kann man dann dann noch mal irgendwie vier Wochen Urlaub oder so ein unbezahlten Monat, Urlaub oder irgendwie sowas und dann noch mal so ein bisschen rumfahren. Ich werde auf dem Buch schreiben über die Reise und dann kann ich damit ja noch mal so ein bisschen turen quasi. Also, ja, da bin ich noch unentschlossen, wo genau das wie hingehen wird, aber gerne wieder in dem Team mit Leuten.

Helen
Ja. Gerade per Beziehungstechnisch, Du bist wahrscheinlich auch echt fertig zu erreichen, oder? Also so du, obwohl du hast wahrscheinlich immer so diese Abende oder so, wo du zumindest wieder ins zu der Übernachtungsstätte, wo auch immer sie ist, zurückkehrst. Aber es ist wahrscheinlich gerade auch nicht so ganz easy.

Lennart Schaefer
In der Fernbeziehung jetzt, also ja, das stimmt, obwohl wir, meine Freundin und ich beide sehr eigenständig sind und ich jetzt so wahnsinnig viel um die Ohren in Hamburg und ich ja sowieso jetzt auch gerade und wir haben irgendwie nach einem Monat so das erste Mal gemerkt, oh, wir vermissen uns ja sogar. Ja. So. Aber genau, sie hat mich jetzt über Himmelfahrt besucht in Brandenburg und zwar ich irgendwie ein Wochenende gerade in Hamburg, weil er da noch Hochzeit war von der Freundin. Und jetzt bin ich nächste Woche innerhalb der Route auch wieder in Hamburg so und dann kommt sie mich noch mal besuchen und so. Also wir sehen uns jetzt tatsächlich so monatlich. Ja. Und das geht dann tatsächlich in so mit Telefonieren und Sprachnachrichten machen und so. Das geht tatsächlich schon irgendwie. Aber ich glaube, es geht auch nur, weil klar ist, dass es jetzt für den ganzen Zeitraum ist.

Helen
Ja, das ist richtig gut. Gibt es die Möglichkeit, dass wenn man das jetzt hier hört, ich müsste ehrlich nach gucken, wann überhaupt der Veröffentlichungstermin ist, aber wenn man das jetzt hört, tendenziell bist du ja dann wahrscheinlich noch ein bisschen unterwegs, gibt es die Möglichkeit, dich irgendwo zu sehen oder wirklich am besten über online?

Lennart Schaefer
Ja, über online ist tatsächlich so am am besten. Ich bin tatsächlich beim Zukunftsparlament da von Börsenverein.

Helen
Oh, da sehen wir uns. Die sind mal vielleicht wirklich.

Lennart Schaefer
Ja, wirklich. Aber da bin ich nur am Sonntag, am 20. Juli. Genau. Und je sonst teile ich das schon auf Instagram mit. Also ich bin zum Beispiel in Freiburg bei der Buchhandlung Rombach. Da machen wir wahrscheinlich eine Veranstaltung im 28. Juli und in Kempten am 30. Juli. Das ist auch eine öffentliche Veranstaltung, aber das werde ich dann nochmal teilen. Genau, in Gröbenzell bin ich am 1.8. In der Bibliothek. Genau, da gibt es eine Veranstaltung. Also so ein bisschen, was kommt jetzt noch, wo man mich auch sehen kann. Und ich bin eben auf der Buchmesse alle fünf Tage da, auch mit dem Lastenrad. Da schauen wir gerade noch wo man das am besten hinstellt. Ja, aber da bin ich alle fünf Tage da, das heißt da können wir mich auf jeden Fall finden. Ja.

Helen
Dann erzähle ich mal, wo man dich online am besten findet. Wir verlinken natürlich auch nochmal alles in den Show Notes.

Lennart Schaefer
Ja, also gerne auf der Website eben literadtour.net und auf Instagram @Literadtour, also eben nicht nur Literatur, sondern Radtour, das ist immer ein bisschen kompliziert zu schreiben und sprechen. Und dann jetzt demnächst auch mehr auf YouTube, genau unter dem gleichen Namen. Da findet man mich.

Helen
Wird's eine Doku dann am Ende mit dem gesamten Zusammenschnitt eigentlich geben?

Lennart Schaefer
Ja, das mache ich auch. Ich schreibe es ein bisschen mit für ein Buch und filme mit für eine Doku und für auch längere Interviews und auch teilweise Interviews wirklich nur für diese Doku. Das ist ein bisschen auch darum geht, sondern wie sieht es eigentlich in der Buchlandschaft Deutschland aus quasi? Also da wird auch filmisch was entstehen.

Helen
Also da kann man sich noch auf einiges freuen und das Coole ist ja vor allem auch zwischendurch schon begleiten. Das hat man ja auch nicht so häufig, dass man das im Grunde so ein bisschen live mitverfolgen kann und am Ende so ein ganz großen wie so ein Fazit nochmal.

Lennart Schaefer
Ja, genau, so eine Zusammenfassung. Genau, auch so um nochmal so größere Zusammenhänge irgendwie da klar zu machen. Genau und ich schreibe nochmal im Börsenblatt ein paar Mal so kolumnenartig quasi, bisschen was über die Tour und im Büchermagazin. Also dann der Printausgabe. Genau, mein Tour-Tagebuch in den drei Ausgaben, die jetzt in der Tour liegen. Genau, das erste Büchermagazin mit dem Tour-Tagebuch ist tatsächlich auch schon draußen. Genau, und jetzt muss ich heute noch den Beitrag für das zweite Tour-Tagebuch abliefern. Ja, ich glaube, es wird so 23.59 Uhr oder so, schicke ich die Mail ab wahrscheinlich.

Helen
Was, also kann man dich da jetzt irgendwie in irgendeiner Form noch unterstützen oder läuft das jetzt einfach so?

Lennart Schaefer
Also genau, man findet auf der Website Infos zum Spenden. Ich kann auch Spendenbescheinigungen ausstellen, obwohl das ja auch erst, glaube ich, ab 300 Euro notwendig ist quasi. Und ansonsten ist die größte Unterstützung online dabei sein, folgen, teilen, liken, kommentieren, Engagement, all das über das sich der Instagram Algorithmus freut, den niemand so wirklich durchblicken kann. Ja. Genau, das ist die größte Hilfe.

Helen
Das kriegen wir hin. Freust du dich auch über Hörbuchtipps oder sind da genug auf der Merkliste?

Lennart Schaefer
Es sind natürlich genug auf der Merkliste und da, also wenn es nach der Hörbuchmerkliste und auch den gedownloadeten Hörbüchern geht, dann könnte ich jetzt noch bis 2027 locker unterwegs sein. Aber nein, ich bin natürlich noch auf der Suche nach Tipps. Ich habe jetzt ein paar Leute, junge Leute, junge Frauen, jetzt auch kein Geheimtipp, … Oder Fourth Wing doch noch mal nahe gelegt, … … Dass sich das mal an diesen hören sollte jetzt. Immer noch nicht. Ja, und ich dachte eigentlich, es ist auch super lang, … … Das höre ich aber eigentlich, … … Ist jetzt die Gelegenheit. Ich glaube, sonst werde ich das nicht tun. Also ich glaube, da werde ich mich noch mal ran wagen. Und ihr werdet sonst gerne Tipps. Und gerne, das ist auch eine Entdeckung, … … Eine Wiederentdeckung für mich, … … Sind drei Fragezeichen folgen, … … Weil die ja so kurz und snackable sind. Kann ich auch mal zwischendurch hören. Das heißt, wenn da so die Lieblingsdreifagezeichen … … Folgen oder so, … … Bin ich gespannt oder auch so kurze Hörbücher, … Mal für kurze Wege. Ja, sehr, sehr gerne.

Helen
Ja. Voll gut. Also, man, jetzt der Auftrag ist klar. Wahrscheinlich am besten in den Kommentaren unter dem Reel zu dieser Folge teilen oder direkt an Lennart schicken. Obwohl ehrlich gesagt besser noch in den Kommentaren, weil ich glaube alle freuen sich immer über weitere Tipps.

Lennart Schaefer
Ja, absolut.

Helen
Deswegen richtig Gut, also vor allen Dingen Folgen, Kommentieren, Zuschauen und das Ganze auch weiter tragen. Also ich denke aufmerksam, dass ja und vor allen Dingen das, was dir da hilft bei dem Projekt. Deswegen echt cool. Also ich finde es voll spannend, dass du uns da so ein bisschen mitgenommen hast und auch sehr ehrlich geteilt hast. Ich bin immer so ein bisschen nosy und ich finde so etwas einfach spannender noch. So ein bisschen die Sachen, die man vielleicht nicht direkt auf der Website sieht.

Lennart Schaefer
Ja, ich habe auch ganz ein wenig das Gesprächs gedacht. Ich habe da jetzt irgendwie, es war ein ganz anderes Interview als sonst.

Helen
Hast du gedacht, so meh ist es, soll ich kurz sagen, das schneiden wir raus?

Lennart Schaefer
Nee, überhaupt nicht. Nein, gar nicht. Nee, ich finde das total schön, andere Fragen gestellt zu bekommen. Und er hat, also fand ich super.

Helen
Ja, also mir hat es echt viel Spaß gemacht. Ich finde auch, du hast uns den perfekten Platz hier im Wald nicht bedrohlich im Schatten.

Lennart Schaefer
Ja, stimmt.

Helen
Du brauchst die Cola und das alkoholfreie Bier.

Lennart Schaefer
Ist leider jetzt leer.

Helen
Genau, wir stoßen ein bisschen auf, Leise. Ja, genau. Wir sollten mal ein bisschen weiter wieder fahren. Und an der Stelle von den Mädels verabschieden. Aber es hat sehr, sehr, sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank, dass du dabei warst.

Lennart Schaefer
Vielen Dank dir für die Einladung.

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