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Svenja, wie bringt man gute Sachbücher raus?

StartseitePodcast › Ein Sachbuch schreiben mit Svenja Hirsch

Podcast · Folge 117

Es gibt keine Schreibblockade

Svenja Hirsch über den Weg zum eigenen Sachbuch: Struktur vor dem ersten Satz, ein Jahr bis zur Veröffentlichung – und warum ein Nischenthema die besten Chancen hat

24. Juli 2025 · 54 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Der Einstieg ist bei uns immer eine gedankliche Reise: Wo sitzen wir gerade zusammen, und welches Getränk hast du uns mitgebracht? Svenja Hirsch nimmt uns mit in ihr Homeoffice unter dem Dach – im Sommer »immer so eine Sache«, aber gemütlich. Im Gepäck: ein selbst aufgegossener Eistee im, wie sie sagt, fancy Influencer-Becher.

Porträt von Svenja Hirsch

Svenja Hirsch

Businessbuch-Mentorin

Aufgewachsen in Hamburg, heute in Glückstadt. Sie wollte zuerst Journalistin werden, studierte dann Germanistik und arbeitete nach dem Studium als Autorin und Texterin, unter anderem an Unternehmer*innen-Porträts für ein Hamburger Magazin. Nebenher veröffentlichte sie eigene Bücher, zunächst belletristisch und bei einem kleinen Verlag, später einen biografischen Ratgeber und ein Buch zu ihrer heutigen Arbeit. Ihr Buch-Mentoring gibt es seit über fünf Jahren; sie begleitet vor allem Frauen zum eigenen Sachbuch – im Gruppenprogramm und eins zu eins. Auf der Frankfurter Buchmesse steht sie mit eigenem Stand.

Wie man Businessbuch-Mentorin wird

»Das frage ich mich manchmal selber immer noch«, sagt sie auf die Frage nach ihrem Weg. Die kurze Fassung: Bücher waren immer da – Lieblingsplatz auf der Couch oder im Bett, mit Buch. Erst der Plan, Journalistin zu werden, dann Germanistik. Danach schrieb sie redaktionell und durfte für ein Magazin Porträts von Unternehmer*innen in Hamburg verfassen. Genau da, sagt sie, fing es an: zu hören, wie Menschen etwas aufbauen, welche Haltung dahintersteckt.

Zwischendurch war sie einmal im Leben festangestellt, in Teilzeit, zwei Jahre lang, als Texterin. Als der Betrieb aufgegeben wurde, nutzte sie die Zeit, die dadurch entstand, für den vollen Schritt in die Selbstständigkeit – und zwar mit dem Thema, für das ihr Herz schlägt. Das lief dann auch richtig gut.

Aufgebaut hat sie das Geschäft vor allem online, ein großer Teil davon mitten in der Corona-Zeit, weil es gar nicht anders ging. Inzwischen ist ihr das Offline wichtig: Frankfurter Buchmesse, OMR, das Waterkant Festival in Kiel. Auf Messen ist sie ohnehin gern, und mit den Leuten direkt zu sprechen macht ihr sichtlich Spaß.

Der Stand mit dem Glitzervorhang

Kennengelernt haben wir uns auf der Frankfurter Buchmesse – genauer: Helen ist an ihrem Stand hängengeblieben, weil da etwas glitzerte. Der Glitzervorhang ist inzwischen Signature-Move und hängt jedes Jahr.

Der Stand ist klein, aber gut gelegen: direkt neben dem großen Thalia-Stand und inmitten der Sachbuchverlage. Ausgesucht hat sie sich das nicht allein – das Messeteam hat angerufen und eine Idee gehabt, wo sie hinpassen könnte. Seitdem sagt sie jedes Jahr: bitte genau wieder dieser Platz.

Was im Mentoring wirklich passiert

Die meisten, die zu ihr kommen, haben noch nie ein Buch geschrieben und bringen eine Idee mit, oft nur als Richtung. Der erste Schritt ist immer derselbe – und es ist nicht das Schreiben:

  • Die Struktur. Nicht zu verwechseln mit dem Inhaltsverzeichnis, sagt sie: Das ist für die Lesenden. Die Struktur ist detailliert und für die Autorin selbst – Zielgruppe, Fragestellungen, Aufbau, welche Geschichte wohin gehört.
  • Ein fester Rhythmus. Einmal im Monat ein Termin, ein paar Tage vorher schicken die Autorinnen ihre Texte. Der Effekt beginnt vorher: Man weiß, dass etwas geliefert werden muss.
  • Co-Writings. Zwei Stunden gemeinsam schreiben, dreimal 35 Minuten mit kurzen Pausen. Jede sagt zu Beginn, woran sie arbeitet. Klingt banal, funktioniert aber – manche schreiben in einer Sitzung zehn Seiten, nachdem sie eine Woche prokrastiniert haben.
  • Ein Zeitrahmen. Ihr Ziel ist, dass die Leute innerhalb eines Jahres veröffentlichen. Die Frankfurter Buchmesse ist dabei der Anker: Alle wollen im Oktober mit ihrem Buch dort stehen.

Der Vorteil der Struktur zeigt sich beim Schreiben selbst: Wenn im ersten Kapitel nichts kommt, springt man ins dritte und bleibt trotzdem im Fluss. Das spart Zeit.

Warum es keine Schreibblockade gibt

Auf die Frage, was sie macht, wenn jemand nicht weiterweiß, kommt die klarste Antwort der Folge.

Weil ich auch immer sage, es gibt keine Schreibblockaden, das ist Perfektionismus.Svenja Hirsch

Ihre Erklärung: Man hat das Gefühl, dass alles, was man schreibt, nichts taugt – und schreibt deshalb gar nicht. Ihr Gegenmittel ist unspektakulär: erst mal die eigenen Gedanken aufschreiben. Oder in den Garten setzen und notieren, was man sieht, hört, riecht, schmeckt. Dann hat man schon geschrieben.

Dazu kommt ein Satz, den sie oft sagt: Am Anfang hat die Perfektionistin Sendepause. Erst wenn alle Inhalte einmal durchgeschrieben sind, darf sie wieder mitreden – beim Überarbeiten. Vorher wird durchgeschrieben.

Betreutes Arbeiten – und warum das keine Schwäche ist

Der zweite rote Faden der Folge ist Helens: Manches bekommt man allein einfach nicht hin. Sie erzählt, wie sie mit ihrer virtuellen Assistentin zusammensaß und in deren Beisein zweihundert ungelesene E-Mails durchging – nicht, weil sie es nicht könnte, sondern weil sie es sonst nicht tut.

Passend dazu ihr Hörbuch der Woche: In »Do The Hard Things First« steht am Ende genau das – du kannst alle Tipps aufnehmen, und wenn es trotzdem nicht klappt, hol dir Hilfe. Svenja Hirsch sieht das genauso: Beim gemeinsamen Schreiben mit einer Freundin wird gequatscht; wenn es professionell angeleitet ist, wird geschrieben.

Wir haben daraufhin überlegt, so etwas auch für das gemeinsame Lesen anzubieten – eine Silent Reading Party haben wir zur Leipziger Buchmesse schon einmal versucht, damals wurde vor allem geredet.

Nein sagen als Teil der Positionierung

Wer mit einem Roman zu ihr kommt, bekommt eine Absage: Belletristik macht sie nicht. Das würde sonst die Positionierung verwässern, sagt sie – und räumt gleichzeitig ein, dass sie das ganz am Anfang einmal anders gemacht hat, als der Umsatz noch nicht so aussuchen ließ.

Zwei Dinge helfen ihr beim Neinsagen. Erstens klare Gruppenregeln, die sie für sich selbst aufgestellt hat – bei einer Grenzüberschreitung schaut sie dort nach, statt zu diskutieren. Zweitens ein Fragebogen vor dem Erstgespräch, in dem sie unter anderem fragt, wie jemand zu geschlechtergerechter Sprache steht. Sie erwartet die von niemandem, aber sie selbst nutzt sie – und wer damit gar nicht kann, weiß das vorher.

Bei Buchcoaches im Netz sieht sie oft das Gegenteil: Bestsellerversprechen und Bücher, die als Marketing-Gratisgabe gedacht sind und alle gleich aussehen. Davon hält sie nichts – auch aus nüchternem Grund: Die Marge im Buchverkauf ist zu klein, um damit Geld zu verdienen. Ein Sachbuch zahlt sich anders aus, nämlich über die Wahrnehmung als Expertin und das, was daraus folgt.

Das beste Beispiel ist ein Nischenthema

Wer ein großes Standardwerk schreiben will, konkurriert mit allem, was es schon gibt. Ein spitzes Thema dagegen wird gesehen – und von den richtigen Leuten.

Ihr Beispiel dafür ist Aylin Knapp mit »Trocken werden für Schulkinder«, einem Buch für Eltern von Kindern, die bettnässen. Ein Tabuthema, zu dem es kaum etwas gab, selbst veröffentlicht. Schon während der Veröffentlichung kamen Vortragsanfragen; ihre Praxis hat inzwischen eine volle Warteliste, dazu Anfragen für Fortbildungen von Kolleginnen.

Die Bücher aus der Folge

Ihr Beispiel für ein gelungenes Nischenbuch, ihre zwei aktuellen Leseempfehlungen – und die zwei Ratgeber, die in dieser Folge bei Helen auf dem Tisch lagen.

Buchcover »Trocken werden für Schulkinder« von Aylin Knapp

Trocken werden für Schulkinder

Aylin Knapp

Ihr Beispiel dafür, was ein spitzes Thema auslösen kann: selbst veröffentlicht, ein Tabuthema, zu dem es kaum etwas gab – und Anfragen, die bis heute nicht abreißen.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Verbundenheit« von Bettina M. Pause

Verbundenheit

Bettina M. Pause und Shirley Michaela Seul

Ihre erste Empfehlung: Die Geruchsforscherin schreibt darüber, warum wir Kontakt brauchen wie die Luft zum Atmen – und was in der Pandemie schieflief. Ein Buch, in dem man immer wieder ein paar Seiten lesen kann.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Entromantisiert euch!« von Beatrice Frasl

Entromantisiert euch!

Beatrice Frasl

Ihre zweite Empfehlung, gerade erst angefangen – beim Vorwort hat sie sich weggeschmissen vor Lachen. Passt für sie gut zum ersten Titel: weg von der Liebe, hin zur Freundinnenschaft.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Do The Hard Things First« von Scott Allan Bowes

Do The Hard Things First

Scott Allan Bowes, aus dem Englischen von Bettina Spangler

Helens Hörbuch zur Folge – und die Stelle, die hängengeblieben ist: Wenn die guten Tipps trotzdem nicht greifen, hol dir Hilfe.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »The One Thing« von Gary Keller und Jay Papasan

The One Thing

Gary Keller und Jay Papasan

Der Klassiker zur einen Sache, die man sich morgens als Erstes vornimmt. Helen versucht es so – und gibt zu, dass es zuletzt nicht geklappt hat.

Bei Thalia ansehen *

*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Wenn in deinem Kopf schon ein Sachbuch herumliegt, du aber nie anfängst: In dieser Folge hörst du, womit der erste Schritt wirklich beginnt – und warum das, was sich wie eine Blockade anfühlt, keine ist.

Die ganze Folge hören

Häufige Fragen

Womit fange ich an, wenn ich ein Sachbuch schreiben will?

Mit der Struktur, nicht mit dem ersten Satz. Gemeint ist kein Inhaltsverzeichnis – das ist für die Lesenden –, sondern ein detaillierter Plan für dich: Zielgruppe, Fragestellungen, Aufbau und welche Geschichten und Beispiele wohin gehören. Der Vorteil beim Schreiben: Du kannst springen, wenn es an einer Stelle klemmt.

Was hilft gegen eine Schreibblockade?

Svenja Hirsch sagt, es gibt keine – was sich so anfühlt, ist Perfektionismus. Ihr Gegenmittel: einfach die eigenen Gedanken aufschreiben, oder notieren, was du gerade siehst, hörst und riechst. Und die Perfektionistin hat Sendepause, bis alle Inhalte einmal durchgeschrieben sind.

Wie lange dauert es bis zum fertigen Buch?

Ihr Ziel ist ein Jahr bis zur Veröffentlichung. Im Halbjahres-Mentoring lässt sich ein Buch schreiben, wenn man zügig ist – es ist vor allem für alle gedacht, die zu einem Verlag wollen, weil der danach Leistungen wie das Schlusslektorat übernimmt.

Lohnt sich ein Sachbuch finanziell?

Nicht über die Buchverkäufe – dafür ist die Marge zu klein, und man müsste sehr viele Exemplare verkaufen. Der Gewinn liegt darin, über das Buch als Expertin wahrgenommen zu werden und daraus weitere Angebote zu entwickeln.

Braucht mein Buch ein großes Thema?

Im Gegenteil. Zu großen Standardwerken gibt es meist schon alles; mit einem spitzen Thema wirst du eher gesehen – und von den richtigen Leuten. Ihr Beispiel ist ein Ratgeber für Eltern von Schulkindern, die bettnässen.

Die ganze Folge zum Nachlesen

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, auch bei der Zuordnung, wer gerade spricht. Maßgeblich ist die Aufnahme.

Helen
Herzlich willkommen Svenja. Ich freue mich sehr heute mit dir über wahrscheinlich hauptsächlich sachbücher zu sprechen. So ein genre was wir bei Mädels, die lesen zwar ich glaube schon zweimal in der auswahl hatten aber noch nicht ausgewählt haben. Aber ja, bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind sie gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?

Svenja Hirsch
Ja, erstmal vielen Dank nochmal für die Einladung zum Podcast. Ich freu mich gerne auf das Gespräch. Wir sind in der glücklichsten Stadt Deutschlands in meinem Homeoffice unter dem Dach, was im Sommer immer so eine Sache ist, aber es ist sehr gemütlich und ich habe einen selbst aufgegossenen Eistee mitgebracht in einem fancy Influencer Becher wie ich finde. Mit so einem Plastikstruhe, also mit so einem Haltplastikstruhe Helm drin. Genau, aber passt ganz gut zum Wetter finde ich.

Helen
Total gut, also vielleicht vor Referenz, wir nehmen das Mitte Juni auf und es ist echt schön warm, muss man sagen. Also ich weiß gar nicht, hier sind es glaube ich, ich muss mal gucken, 28 Grad oder so.

Svenja Hirsch
Ja, das kommt auch hin, ja vielleicht ein bisschen weniger, so 25. Ja, 26 haben wir hier. 9 bis zu 28 werden.

Helen
Also das klingt sehr, sehr gut. Ich habe meine Wasserflasche eingepackt, dann würde ich sagen, losen wir einmal an. Vielleicht darf ich nachher mal bei deinem ST probieren. Das klingt sehr gut.

Svenja Hirsch
Ja, auf jeden Fall.

Helen
Wir haben uns tatsächlich sogar live getroffen. Ich habe dich dann nochmal gefragt, ob du dich daran erinnerst, weil ich dich da so ein bisschen im Grunde überfallen hab. Aber vielleicht erzähle ich dir die Geschichte einmal. Also es war die Frankfurter Buchmesse. Genau. Ja. Und ich bin da so rumgestromert, ohne zu … Ich glaube, vielleicht war ich auch im Weg zu einem Termin. Ich musste dann, glaube ich, irgendwie los. Aber ich hab irgendwie einfach so ein bisschen alles auf mich wirken lassen, weil es ist ja eine völlig gereist Überflutung. Und komm an deinem Stand vorbei und irgendwie hat das so meine Aufmerksamkeit gekatscht. Ich glaube, da war was, was so geglitzert hat, habe ich so in der Erinnerung.

Svenja Hirsch
Ja, aber ich habe immer einen Glitzervorhang dabei. So eine Elb-Badreng-Frau zu.

Helen
Also es hat was geklitzert, helles hin. Ich fand es halt irgendwie cool, hätte ich dir auch gesagt. Es ist allein schon ja so mega geil, dass du irgendwie direkt neben Thalia, glaube ich, neben diesem riesigen Stand ziemlich präsent deinen Platz hattest. Es war zwar so ein kleiner Stand, aber halt wirklich gute Positionierung. Und es hat mich ja total angesprochen, weil du eben gesagt hast, Also wenn du einen Sachbuch veröffentlicht, zwar so ein bisschen der Slogan, das hast du jetzt nicht direkt zu mir so gesagt, aber so irgendwie wenn du einen Sachbuch veröffentlicht, kannst du, glaube ich, dich nochmal irgendwie positionieren. Und ich glaube, das war aber schon in meinem Kopf auch rum und ich dachte so, hm, das klingt ja irgendwie spannend. Und du machst ja im Grunde Sachbuchmarketing, sagt man so?

Svenja Hirsch
Mentoring.

Helen
Mentoring. Genau.

Svenja Hirsch
Also ich habe, ich nenne mich Businessbuch-Mentorin. Die meisten ist Sachbuch-Mentoren vielleicht ein bisschen einfacher zu verstehen. Ich verknüpfe das halt auch immer mit dem Business der jeweiligen Leute, die da zu mir kommen. Und ich habe ein Gruppenprogramm, aber mache auch 1 zu 1 Mentorings und unterstützt vor allem Frauen. Ja. Dabei ihre Sachbücher zu veröffentlichen, genau.

Helen
Ja, total spannend. Und irgendwie sind wir da halt ins Gespräch gekommen, weil ich das cool fand, was du gemacht hast. Ich fand es, ich glaube, ich fand einfach auch schon cool, dass du einen Stand auf der Buchmesse hast. Und vor allem seitdem folge ich dir bei LinkedIn und hab gesehen, du warst jetzt auch bei der OMR und so. Also du hast nicht nur auf dem Buchmessen deine Stände gehabt, sondern bin ich da auch nochmal halt, ich finde wirklich was getraut von einem ganzen Zeit für Investitionen sind. Aber das ist ja schon, macht man ja nicht mal eben so. Allein das hat mich total beeindruckt, fand ich total cool. Und dann hast du mir glaube ich jetzt, ne? Weil LinkedIn geschrieben hier, sollen wir das nicht mal machen. Und ich dachte so, ja, dann hatte ich eher auf dem Schirm. Und vor allem so das ganze Sachbuchthema. Ich bin ein totaler Fan und ich habe das hier auch schon mal vollgeteilt, dass ich auch so ein bisschen eher fühle für mich käme in Sachbuch in Frage, so für mich zum Schreiben und Veröffentlichen. Und ich habe so deine gesamte Message, hat mich einfach total angesprochen. Aber vielleicht erzählt sie einfach mal so ein bisschen, ja wie ist das, wie ist das von Schatten? Wie wird man eine Business Buchmentorin?

Svenja Hirsch
Das frage ich mich manchmal selber immer noch. Ich finde es einfach so schwierig zu umreißen, weil meistens ist das eine ganz lange Vorgeschichte und so. Aber erstmal freut mich das auf jeden Fall, also auch das wir uns da auf der Frankfurter Buchmesse kennengelernt haben, auch die Freundschaften mit dem Buchmesse zu jenes auch immer ganz, ganz großer Trau von mir gewesen und da zu stehen und ja, also die Lage von dem Stand ist, da sage ich auch jedes Jahr jetzt wieder, bitte genau wieder dieser Stand.

Helen
Ah, hast du da Einfluss drauf? Also konntest du sagen, ich möchte da und da sein?

Svenja Hirsch
Ich konnte so ein bisschen was sagen. Ich versuch manchmal, also jetzt mittlerweile nicht mehr, aber ich hatte versucht, so einen Eckstand eigentlich zu bekommen. Wir sind natürlich alle immer schon besetzt. Da einfach auch ein großes Lob an die Leute, die das auf der Frankfurter Buchmesse organisieren. Die sind wirklich ganz toll, haben mich angerufen, mit mir noch mal gesprochen und sie meinte so, ja, ich habe doch schon eine Idee, wo ich sie hinsetzen kann. Dann sind sie auch inmitten dieser Sachbuch-Verlage und so. Cool. Es ist natürlich ganz supertoll. Und jetzt mit diesem riesen Thalia, ich hoffe, die haben den dieses Jahr wieder. Das war natürlich ein richtiges Highlight. Also, das war ganz toll.

Helen
Ich erinnere mich, dass du, glaube ich, einen Preisverlien bekommen hast, ne? Also, es kann sein, dass das an dem Abend dann war, ne?

Svenja Hirsch
Ja, da war ich sowieso ein bisschen all over the place und irgendwie aufgeregt und keine Ahnung.

Helen
Wahrscheinlich war das der Tag, da war, glaub ich, nicht ganz so viel los. Genau. Das müsste dann wahrscheinlich der Donnerstag gewesen sein.

Svenja Hirsch
Genau, an diesen acht Tagen haben wir uns da, glaub ich, getroffen. Genau. Ja. Aber ich glaube, also, dass mit den Büchern ist bei mir irgendwie schon immer so ein Ding gewesen. Als Kind hab ich immer gerne gelesen und so der Lieblingsplatz auf der Cout oder im Bett mit dem Buch. Das ist irgendwie immer da gewesen und ich hatte aber erst so den Gedanken, ich werd Journalistin. Und dann trotzdem Deutschleistungskurs und hab dann auch Germanistik am Ende studiert. Und irgendwie bin ich da aber nicht so richtig reingekommen aus irgendeinem Grund. Ich hab nach dem Studium dann direkt auch als Autorin und Texterin aber eher eben im redaktionellen gearbeitet. Und da durfte ich für einen Magazin Porträt von Unternehmerinnen und Unternehmerinnen in Hamburg schreiben. Also ich komme ursprünglich aus Hamburg. Und ich glaube, das war so der Anfang, so ein bisschen, dass ich so gemerkt habe, ich finde das so toll. Von denen zu hören, wie sie dazu gekommen sind, wie sie das aufgebaut haben, was die auch für Gedanken haben, Einstellungen, Haltung haben und so. Ich habe nebenbei, ich mach grad so Gänsefüße hier, immer schon Bücher veröffentlicht, aber eher so im belletristischen Bereich. Ich hatte auch beim kleinen Verlag, wo es auch in so eine Richtung ging und dann irgendwann habe ich ein Backbuch mit Geschichte geschrieben, was ja auch schon ein bisschen in so eine Sachbuchrichtung geht. Aber daher hatte ich ganz viele Erfahrungen schon. Und bin dann das erste und einzige Mal in meinem Leben in einer Festanstellung gewesen, in Teilzeit für zwei Jahre oder so, auch als Texterin. Und dann hat mein Chef das Unternehmen aufgegeben, als gesundheitlichen Kunden. Und ich konnte aber Arbeitslosengeld 1 beantragen und habe so gedacht, okay, ich nutze das jetzt, diese Zeit, die ich dadurch habe, um mich wieder selbstständig zu machen komplett. Also ich habe das nicht nebenberuflich gemacht, aber mich komplett selbstständig zu machen und jetzt ist einfach einmal mit dem Thema, dass mein Herz wirklich schlägt, zu versuchen. Weil jetzt habe ich ja Zeit, jetzt habe ich einen Puffer, jetzt kann ich das mal machen und habe gedacht, gut, dann Bücher. Ganz klar, was ich mich vorher nie getraut habe. Und ja, das lief dann auch richtig gut. So ist das gekommen. Ich habe dann meinen ersten biografischen Ratgeber veröffentlicht selber, habe vor zwei Jahren auch noch mal ein Buch zu dem, was ich jetzt eben mache, veröffentlicht und habe so diesen ganzen Bereich. Ich mache das ja hauptsächlich online, aufgebaut und das war auch ein Großteil halt mitten und Corona, deswegen ging es gar nicht anders als online, aber ich habe dann auch gemerkt, okay es braucht auch schon so ein bisschen offline und dass man sich sieht und so weiter und also neben der Tatsache, dass es eh so ein großer Traum von mir gewesen ist auf die Frankfurter Buchmesse zu gehen, bin ich immer schon gerne auf Messen gewesen und ich glaube deswegen war ich auch auf dem OMR und so und bin jetzt, wenn wir sprechen, also morgen fahre ich aufs Waterkant Festival in Kiel und bin da. Ja, also einfach, weil mir das richtig Spaß macht und ich auch merke, ich spreche auch selber gerne mit den Leuten direkt und ich Ich glaube, das geht den anderen auch so. Ja. Also es ist eine gute Kombination. Und so ist das alles passiert.

Helen
Und wie lange machst du das jetzt schon? Also quasi seit wann gibt es deinen Buch Mentoring?

Svenja Hirsch
Das gibt es jetzt seit über fünf Jahren.

Helen
Cool, weil wenn du dir so eine eigene Nische scharfst, weil vielleicht hätte jetzt in der Berufsberatung niemand gesagt, dass es überhaupt so gibt. Und dass du dann zusätzlich sagst, Messen machen wir Spaß, also bin ich dann da, weil es gibt ja auch andere Formen, wie man die eigene Arbeit irgendwie bewerben kann. Aber ich finde es irgendwie so cool, wenn man sich das eigene, wie so ein eigenes kleines Reich schafft und das einfach zu einem selber passt. Und ich finde, das kann man halt in der Selbstständigkeit auch ganz anders natürlich. Und trotzdem ist es, glaube ich so, dass viele immer noch so… Also ich habe merkt das auch bei mir dann halt auch einfach manchmal, dass man so denkt, ich kann das ja nicht irgendwie so machen, weil keine Ahnung, so macht man es nicht. Und das finde ich irgendwie total cool und inspirierend, dass du sagst, nee, dass diese Dienstleistung anzubieten, das macht mir Spaß. Und auf diese Art und Weise auf mich aufmerksam zu machen, macht mir Spaß. Also mache ich so. Das will Ich bin mir auch noch mal so ein bisschen für mich vornehmbar. Ich glaube, ich mach das schon auch, aber ich bin ganz oft so, dass ich denke, ah, ich muss das auch eine bestimmte Art und Weise machen.

Svenja Hirsch
Ja, ich glaube, also das ging mir ganz zu Beginn auch so. Als ich das alles aufgebaut habe, habe ich gedacht, oh, bloß kein Fehler machen, damit das auch läuft und so. Aber irgendwann wird man oder habe ich auch gemerkt, bin ich sicherer geworden dem, was ich mache, wie es funktioniert und wie es halt auch für mich funktioniert? Und dann kann man ausprobieren. Das ist auch das, was ich meinen Autorinnen immer sage. Probiert das mal aus. Ja, mach doch mal. Ja, genau. Das ist mal gut.

Helen
Und wie funktioniert das so, weil man jetzt zu dir kommt? Also hat man dann schon eine konkrete Idee, was man schreiben will? Oder kommt man zu dir und sagt, ich will einfach nur ein Buch schreiben, ob ich weiß gar nicht worüber oder ist das total unterschiedlich?

Svenja Hirsch
Also die meisten haben schon irgendwie eine Idee. Ich glaube, also wenn man so die Lust hat, ein Buch zu schreiben, dann hat man auch, auch wenn das vielleicht noch nicht so konkret ist oder so eine Richtung. Ja. Das ist bei den meisten auch so. Genau. Und die meisten, die zu mir kommen, sind tatsächlich auch Leute, die halt noch nie ein Buch geschrieben haben. So, die ganz am Anfang stehen. Und ja, macht ja auch Sinn. Und genau, und dann kommt es immer so ein bisschen drauf an. Ich meine da gerade, ich habe wie gesagt online-business, ich habe ein Gruppenprogramm, was ich halt auch launche. Ich sag mal, ja, in der Online-Business-Welt. So, dann kommen entweder darüber eben Leute rein. Und ansonsten habe ich auf meiner Webseite einfach einen Link zu einem Gespräch, also mit einem kleinen Fragebogen vorab, so dass ich mich eben auch darauf vorbereiten kann und schon mal sehen kann, aha, in welche Richtung geht das? Und da ist es halt auch eigentlich immer so, die Leute schreiben dann schon der erste und wie viele haben, was sie brauchen und so. Und genau, und dann gehen wir ins Gespräch und dann kommt es halt drauf an, wenn das Programm gerade offen ist, dann empfehle ich das natürlich auch. Ansonsten ist es meistens mein Halbjahres-Mentoring, was ich jetzt zuletzt immer angeboten habe, weil das dann am besten gepasst hat.

Helen
Dann treibt man immer innerhalb von einem halben Jahr das Buch? Oder wie ist das gemeint?

Svenja Hirsch
Also das Halbjahres-Mentoring ist halt gerade für die Leute, die zu einem Verlag wollen. Und ja, du kannst in einem halben Jahr dein Buch in dem halben Jahr was Mentoring schreiben, wenn du fix bist. Das geht. Aber der Gedanke ist zum einen, ich habe auch ein Jahres-Mentoring, Das ist den meisten aber zu viel. Ja. Und mit dem Halbjahres-Mentoring, was ich jetzt zuletzt, wenn du dann Verlag hast, dann übernimmt der Verlag ja auch bestimmte Leistungen, sage ich jetzt mal, Schlusslektorat oder sowas. Das ist dann gar nicht unbedingt nötig, dass ich das mache. Was würdest du dann auch machen? Ja, im Prinzip schon. Also, es kann man… Muss man irgendwie so ein bisschen diesen Prozess… Also, wie sieht das? Ja. Vielleicht kann man es irgendwie …

Helen
Hast du einen Alltag in der bestimmten Form oder zum Beispiel so was, was ich wöchentlich wiederkomme? Also, wie sieht deine Arbeit aus?

Svenja Hirsch
Ja, das ist so gute Frage. Nee, eigentlich habe ich nicht so einen richtigen Alltag, ne? Woran ich mich so arbeitstechnisch orientiere, ist tatsächlich, wenn dann eben dieses Gruppenprogramm, das hat ja einen klaren Ablauf und wann wir was machen und auf die Buchmesse gehen und so weiter, also die Frankfurter Buchmesse ist auch in Anka. Ja. So der Alltag, nee, würde ich jetzt sagen, nee, ich habe so zwei bis drei Tage die Woche, auf die ich immer versuche, meine ganzen Termine zu legen, damit ich an den anderen Tagen halt auch einfach kreativ sein kann und einfach andere Sachen machen kann, sodass die Termine immer so geballt. Genau und ja und dann arbeite ich, also wenn man, und da arbeite ich in diesen Termintagen, an den Termintagen eben vor allem mit den 1 zu 1 Leuten, die mit Mentoring, was ich jetzt zuletzt und so weiter sind. Und da ist es so, wenn die Leute zu mir kommen, ist das erste, was wir machen, die Buchstruktur. Also einige Fragen, dann weiß das das Inhaltsverzeichnis? Dann sage ich immer, nee, das Inhaltsverzeichnis ist für die Leute, die es lesen, die sich orientieren können. Die Struktur ist ganz detailliert für dich. Und da besprechen wir wirklich alles durch von diesen Grundlagen, Zielgruppe, Fragestellungen und so weiter. Und wie ist dann der Aufbau mit, keine Ahnung, Einleitung vor Wort, Kapitel 1, 2, 3, Schlusswort und so weiter. Und was kommt da alles rein? Die Geschichte, die man erzählen möchte, Beispiele und so weiter und so fort und natürlich auch thematisch und das so ein bisschen anordnen zu können und das habe ich einfach, das mache ich immer, das mache ich bei allem immer als erstes, weil das enorm hilft beim Schreiben.

Helen
Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Ja, du hast es halt genau vor Augen, was du schreiben möchtest.

Svenja Hirsch
Das Gute ist auch, du kannst dann auch mal springen. Wenn du dir im ersten Kapitel nichts mehr einfällst, springst du ins dritte und bist trotzdem in diesem Hoch drin und das spart halt echt Zeit. Ja. Ja und dadurch ist es dann auch möglich, das Buch relativ zügig zu schreiben. So, wenn man da noch fokussiert dran bleibt. Ja. So, das ist ja immer so mein Ziel. Also ich möchte gerne, dass die Leute bei mir in einem Jahr veröffentlichen. Genau, die wir meistens kriegen, ist auch her. Das hast du dann auch oft.

Helen
Bei Mädels, die lesen habe ich schon so das Gefühl, dass ganze Jahre Leute dazu kommen, weil es viel so auch so Mund-zu-Mund-Propaganda ist. Aber ich würde schon sagen, dass es immer so ein Peak zum neuen Jahr gibt, weil sich das halt viel vornehmen. Dann sagen ganz viele, dieses Jahr lese ich aber mehr. Und gerade mit dem Versprechen, dass man in einem Jahr veröffentlicht, könnte ich mir vorstellen, dass es bei dir vielleicht ähnlich ist, dass man so zum neuen Jahr zu dir kommt und sagt, so, wie das Jahr. Aber dieses Jahr mache ich das. Also siehst du da irgendwie so eine Tendenz, oder ist das Hauptkontinent?

Svenja Hirsch
Definitiv. Das ist mit meiner Hauptarbeit Zeit, ist so im Winter.

Helen
Ja, das ist mir richtig gut vorgestellt. Alles auf ihrem Visionboard, wie das Jahr scheiben in Buch. Los, ja genau. Jetzt ist es schon wieder, die Zimmer, ich habe es wieder nicht gemacht. Ja, das kann ich mir echt sehr gut vorstellen. Ja und also was gehört so zu deinen Aufgaben? Du hast jetzt gesagt, du machst das, also diese Buchstruktur finde ich irgendwie, das kann ich mir richtig hilfreich vorstellen, gerade weil ich auch so, manchmal brauche ich auch echt wie betreutes Arbeiten. Ich habe das jetzt letzte Woche erst gehabt, dass ich mit meiner virtuellen Assistentin zusammen saß und sie mich einfach nur dabei also ich hatte sie nur dabei zugeschaut wie ich meine e-mails durchgegangen bin bei der 200 e-mails ungelesen waren und ich meine sie so ich glaube ich brauche das jetzt gerade weil ich krieg sie einfach nicht hin und mich stresst das total und ich muss einfach ich weiß dass das eigentlich das meiste muss ich gar nicht beantworten was stresst mich so und ich glaube ich brauche das jetzt gerade dass ich im zweifel auch noch mal fragen kann so was mache ich jetzt damit oder so und ein bisschen teilweise habe ich mir dann auch so völlig unnötig die erlaubnis von ihr geholtes jetzt irgendwie zu löschen oder so. Aber ich glaube manchmal brauche ich so dieses betreute Arbeiten und so ein bisschen stelle ich mir das so vor, weil ich könnte natürlich eine Buchstruktur alleine aufsetzen, wahrscheinlich. Aber mache ich es? Nein. Und ich glaube, ich könnte mir vorstellen, dass das total hilft, wenn da einfach auch jemand sitzt, der die richtigen Fragen stellt und das alles irgendwie in den Sinn von der Form bringt.

Svenja Hirsch
Ja, also ich glaube, gerade bei der Buchstruktur, da machen sich auch viele das Leben selber schwer.

Helen
Oh ja, da bin ich sehr gut.

Svenja Hirsch
Ja, also klar, man könnte das vielleicht selber machen, aber man, also ich sehe das bei vielen, die da viel zu kompliziert denken. Wenn man selber so tief in dem Thema drin steckt, dann siehst du den, den anders.

Helen
Ein voll lauter Bäumen, da merkt man nicht.

Svenja Hirsch
So genau. Also ich mag das auch, diese Klarheit zu schaffen in der Arbeit. Und das zu vereinfachen auch irgendwo. Und ansonsten ist natürlich das Commitment ein ganz großer Punkt. Also nach der Struktur ist es so, dass ich mich immer einmal monatlich mit meinen Autorinnen treffe und die mir ein paar Tage vorher ihre Texte schicken. Das heißt, die wissen schon, was wir mit Texte haben. So, ich muss was schreiben. Und im Groben Programm haben wir sogar auch gemeinsame Co-Writings, zu denen ich die Leute aus dem 1 zu 1 die Frauen auch einlade. Und das klingt so einfach, aber professionell angeleitetes Schreiben. Also wir sitzen zwei Stunden dann da zusammen. Ich habe ein Wecker an. Wir schreiben dreimal 35 Minuten mit einer kleinen Pause. Jene muss am Anfang sagen, wo dran sie arbeitet. Und das ist total fokussiert. Superfokussiertes Schreiben. Und dass die Frauen noch manchmal rausgehen und sagen, ich hab so viel geschafft. Ich hab eine Woche prokrastiniert. Und jetzt bin ich einmal hier und hab zehn Seiten geschrieben. Und so schnell kannst du manchmal gehen. Und das ist halt auch so dieses betreutete Arbeiten, weil man manchmal denkt, das ist doch bescheuert, aber es funktioniert total. Manchmal kann man auch so, hey, das kann doch nicht wahr sein. Du kriegst so viel hin, warum jetzt diese eine Sache z.B. Nicht. Aber ich hab das jetzt auch versucht, ein bisschen zu akzeptieren, dass es einfach manche Aufgaben gibt oder Zeitpunkte im Leben oder was auch immer, da bekomme ich eben nicht alleine hin. So ein Hörbuch gehört Do the hard things first und auf dem Cover ist dann aber easy so durchgestrichen. Und eigentlich bin ich auch so, ich hab dieses The One Thing auch, ich hab auch gehört vielleicht oder gelesen, dass man sich nur eine Sache am Tag vornimmt und die direkt morgens als erstes macht, eigentlich so versuche ich das auch, aber in letzter Zeit hatte ich das irgendwie nicht auf die Reihe bekommen. Und da drin hat er dann auch nochmal gesagt, also du kannst diese ganzen irgendwie super Tipps aufnehmen. Aber wenn es einfach nicht klappt, dann hol die Hilfe. Und ich hab dazu gehört und gedacht, okay, das ist jetzt irgendwie, komme ich mir natürlich ein bisschen blöd vor, diese Emails, mit die man anders durchzugehen, weil ich weiß, dass ich das alleine kann. Aber ich mach's halt nicht. Also, hol ich mir Hilfe. Und ich glaube, es tut doch auch einfach gut. Dann kommt man vorwärts und vielleicht schafft man danach die nächsten zehn Seiten auch alleine. Aber man ist überhaupt mal vom Fleck gekommen. So, ich glaube, wir fragen viel zu wenig auch mal nach Hilfe. Ja, auf jeden Fall. Und ich glaube auch, also jetzt speziell bei den Co-Writings, klar kann ich mich auch mit einer Freundin verabreden zum Schreiben, aber dann wird der gequatscht, der macht man das nicht und so weiter. Und wenn es professionell angeleitet ist, hat man eher auch so dieses Ding, ich mach jetzt was. Man kann halt auch zwischendurch mal Fragen stellen, wenn man irgendwo bleibt oder so. Genau, das ist halt auch noch eine ganz gute Sache. Ist echt gut.

Helen
Hatten wir auch tatsächlich mal überlegt oder überlegen wir gerade, ob wir das für Mädels, die lesen machen, weil es ja auch so viel in so schwer fällt. Also zumindest wenn man gerade auch wieder einsteignet, sich Zeit zu nehmen zum Lesen, wird das irgendwie probieren. Wahrscheinlich ist es dann dazwischen irgendwie stille, weil sonst bringt es ja auch, wenn jetzt denke ich gerade so, wenn jemand eine Frage stellt, komme ich dann beim Schreiben wieder raus oder mache ich das irgendwie alles auf Stumm und ich komme erst nach einem vereinbarten Zeitpunkt wieder zurück.

Svenja Hirsch
Genau. Also wir haben diese 3 x 35 Minuten und machen zwischendurch immer eine kleine Pause, sodass man da dann Fragen stellen kann und ansonsten wird geschrieben. Genau.

Helen
Ich wäre das auch noch was, das wir dann, das wir lesen in so einer Zeit. Ja, ich habe gehört, es gibt doch jetzt auch irgendwie so ein Trend, sich zum Silent Reading in Cafés zu verabschieden. Genau. Ja. Und das haben wir auch beim Mädels, die lesen zur Leipziger Buchmesse gemacht. Also wir haben Silent Reading Party genannt und dann haben wir nämlich auch nur gequatscht, weil ich anscheinend nicht die beste Anleitung dafür bin. Also vielleicht sollte ich mir dann dann noch jemanden versuchen. Also eine Person hat irgendwie so ein bisschen gelesen, aber dafür war das Café dann eigentlich auch zu klein, um sich zurückzuziehen. Also da arbeiten wir noch dran an diesen Silent Reading. Aber ich habe auch gehört, es gibt irgendwie, glaube ich, bei BookTok'n-Trend, dass man wirklich einfach ein Livestream hat, um zu lesen und dann dachte ich, so cool, das können wir doch auch irgendwie umsetzen. Und jetzt, wenn ich das so von dir höre, find ich das eigentlich auch irgendwie sinnvoll. Also ich kann mir das auf jeden Fall für schreiben oder eigentlich ehrlich gesagt für alle Aufgaben freut. Da haben wir einfach manchmal so ein bisschen, keine Ahnung, ich bin so ein Busy Procrastinator. Ich mach, ich lieg nie irgendwie eigentlich mal so rum und mach nichts. Da hab ich fast eher so Schuldgefühle, da arbeite ich auch noch dran. Also ich bin eher so, ich mach tausend Dinge und hab dann das Gefühl, ich komme vorwärts, aber ich weiß nie, die sich jetzt wirklich wichtig werden. Und genau dafür wäre das dann so meine Session. Also ja, okay, das kann ich mir auf jeden Fall schon sehr gut vorstellen. Was liegt sonst so bei dir auf dem Schreibtisch oder irgendwie was kommt so rein, was du dann bearbeitest, weil du auch eben von dieser kreativen Zeit gesprochen hast. Ach so, wahrscheinlich liest du auch die Texte, die drei Tage vorher eingehen.

Svenja Hirsch
Genau, das kommt auch noch hinzu. Im halben Jahr aus Mentoring ist es ja auch so, dass wir eine Verlagsbewerbung auch fertig machen und ich das auch lese und lektoriere. Jetzt haben einige bei mir auch Schlusslektorate gebucht aus dieser Gruppe, die ich dann mache. Dafür ist es immer ganz gut, wenn man jetzt nicht den ganzen Tag vor einer Termine hat, sondern die Urlast zu machen. Na ja und dann ist es halt auch viel Marketing, also ich habe jetzt auch wieder angefangen, Podcast, mein Podcast wieder aufzunehmen und den auch wöchentlich zu veröffentlichen, wobei ich diese ausgerechnet diese Woche eine Pause mache, aber gut. Auch drin. Genau und ja, das dann alles umzuwandeln in den Content und so weiter. Das gehört alles dazu. Ansonsten, was bei mir auf dem Tisch liegt, was demnächst wieder ansteht, ist natürlich auch Organisation und Planung von der Buchmesse. Oder von diesen Festivals. Das muss vorbereitet werden. Solche Sachen liegen auf dem Tisch. Und Buchhaltung natürlich. Das schützt die mal vonein.

Helen
Ja, damit habe ich mich diese Woche dann auch endlich mal beschäftigt. Aber da brauche ich auch, also da habe ich auch eben letzte Woche mit ihr zusammengesessen und gesagt, wie kriegen wir es hin, dass ich diesmal halt wirklich mache. Ich habe schon ein paar mal gesagt, jetzt, ne, so, das ist die Woche. Ja. Und dann braucht sich auch dafür einen Plan. Es gibt einfach, glaube ich, manche Dinge. Wie schiebt man auch? Die sind einfach nicht so leicht zu wuppen, obwohl die nicht unbedingt schwieriger sind, aber einfach, ich weiß nicht, da gibt es glaube ich auch mentale Blockade. Aber das ist eigentlich, finde ich gerade, ein gutes Stichwort, weil ich so denke, das gibt es ja wahrscheinlich schon. Also man hört ja immer so von so einer Schreibblockade und wahrscheinlich passiert das auch im Mentoring. Also so, oder hast du das Gefühl, Das passiert ja irgendwie weniger, weil man dieses Commitment und das gemeinsame hat. Also was machst du, wenn jemand sagt, ich weiß gar nicht mehr weiter?

Svenja Hirsch
Ja, das ist tatsächlich, glaube ich, so noch nicht vorgekommen. Weil ich auch immer sage, es gibt keine Schreiblockaden. Das ist Perfektionismus. Ja. Das ist Perfektionismus, weil du das Gefühl hast, dass alles, was du schreibst, scheiße ist. Und sagst, ich kann gerade nicht und sage dann schreibe einfach gerade erst bei deinen Gedanken auf. Du kannst in Garten gehen, dich da irgendwo hinsetzen und schreiben, was du siehst, was du hörst, was du riechst, was du schmeckst, was du spürst und so. Dann hast du schon was geschrieben. Natürlich kannst du schreiben. Ja, also das ist dann wirklich, das ist immer Perfektionismus und Deswegen ist halt auch so eine Sache, die ich glaube ich auch sehr oft sage. Am Anfang hat die Perfektionistin Sendepause. Bis ich meine ganzen Inhalte einmal durchgeschrieben habe, dann darf die wieder reinkommen und dann überarbeiten will das Ganze. Aber vorher hat die Dicks zu melden. Und da wird einfach durchgeschrieben. Genau.

Helen
Ja, irgendwie. Also das macht für mich total Sinn. Ich glaube, ich habe gerade nur so, ich bin so gedanklich, irgendwie dann schon wieder weitergegangen, weil ich dachte, irgendwie, ich glaube auch fürs Überarbeiten ist wahrscheinlich besser, wenn sie den Raum verlässt. Ich habe das Gefühl, die Perfektionistin hilft eigentlich nie. Voll viele sagen, da ist ein Trang, das ja auch so ein bisschen so vor sich her. Und natürlich denkst du, ja klar, manche Dachern werden bestimmt besser, weil man perfektionistisch ist. Aber wahrscheinlich gibt es die meisten Dinge einfach nicht, weil die Leute perfektionistisch sind. Man kann ja auch 100 Jahre überarbeiten, wenn man das…

Svenja Hirsch
Ja, genau. Das ist wie mit so Bildern, die nie fertig werden. Also, da bin ich auch so eine Freundin davon zu sagen, okay, maximal ein Jahr und dann ist das Buch draußen.

Helen
Ja, das ist, glaube ich, gut. Also das ist auch, ich glaube, da hilft auch tatsächlich sehr, diese Frankfurter Buchmesse so als Zeitpunkt zu haben. Ich merke das, dass die Motivation einfach sehr groß ist, das wirklich fertig zu haben bis Oktober jetzt. Und weil die alle da sein und stehen wollen mit ihrem Buch. Also quasi ist das der Endpunkt oder auch der Startpunkt. Nach der Frankfurter Buchmesse beginnst du das irgendwie und sagst dann zur Frankfurter Buchmesse, dass du stehst?

Svenja Hirsch
Ja, das verstehe ich auch. Aber du sagst dann quasi zur Frankfurter Buchmesse, stehst du da mit deinem Buch, dann ist das fertig. Genau, also das ist so das Ziel, dass das Buch veröffentlicht ist und da steht, verkauft wird, dass da Fotos gemacht werden, also dass das eine große Marketingaktion dann einfach nochmal für die Autorinnen ist. Was halt sonst schwierig ist. Klar, auch wenn man bei einem Verlag veröffentlicht, der nimmt das dann vielleicht mit, aber dass da Fotos gemacht werden oder vielleicht auch eine Lesung. Das sei dann eher bei den prominenten Autoren so. Und das ist auch mit ein Grund, was halbe ich das mache, weil ich einfach finde, die sollen alle auf der Frankfurter Buchmesse stehen mit ihren Themen. Ja. Raumeinnehmen. Ja, die Bühne betreten und so. Es ist auch wirklich so eine Bühne zu schaffen für die Leute.

Helen
Ja, mühlich. Ich mich gerade gefragt habe, wenn jetzt jemand sagt, das klingt total cool, ich hätte gerne mehr Svenja in meinem Leben, ich brauche diese Accountability und so, die Struktur. Ich werde bei einen Roman schreiben und kommt damit zu dir, was sagst du dann? Sagst du dann?

Svenja Hirsch
Wenn du Belletristik mach ich leider nicht.

Helen
Ja. Ich hab mir das fast gedacht, ne? Aber ich dachte so, ich wäre glaube ich in so einem Moment dann doch wieder am Struggle und ich bewundere das ja, du hast ja einen klaren Fokus, wo ich gerade so denke, wahrscheinlich gibt es auch genug Bereiche, wo ich da auch mich klar äußern kann, weil ich finde es manchmal so schwer, wenn jemand was von mir möchte, was ich nicht erfüllen können oder möchte so und dann dachte ich gerade so ich bin total gespannt ob du da streng bleibst

Svenja Hirsch
Ja ich glaube das würde sonst tatsächlich meine ja spitze positionierung auch verwässern also total ich könnte das machen ich habe das auch ganz zu anfangen bei einem hoch gemacht und da habe ich mir das auch ganz genau habe ich mir das aber ganz genau überlegt und habe so gedacht okay ich mag die person einfach ich kann mir vorstellen dass das eine gute zusammenarbeit ist Und zu dem Zeitpunkt hatte ich ja auch noch nicht so den Umsatz, sage ich jetzt ins Dorf, dass ich mir das so groß aussuchen konnte. Das zählt natürlich auch immer rein. Deswegen kann ich das auch verstehen, wenn Leute das gerade zu Anfang machen. Aber ich glaube, ab einem gewissen Punkt ist es auch wichtig, da zu sagen, ja, sorry, da gibt es andere ganz tolle Experten für, dann kannst du da hingehen. Genau. Und irgendwann kommt tatsächlich auch der Punkt und da bin ich sehr dankbar für, dass man auch sagen kann, ja vom Buchprojekt wird es passen, aber ich glaube, wir passen nicht zueinander.

Helen
Ja, aber das ist ja Next Level voll schwer, oder? Ja, ja. Ja. Hast du wieder irgendwie, so weiß ich nicht, Standard-Sätze überlegt, was du sagen kannst? Aber ich finde, so was finde ich die größte Herausforderung, glaube ich.

Svenja Hirsch
Nee, also ich habe, also für meinen Gruppenprogramm habe ich ganz klare Gruppen-Regeln, die ich eigentlich für mich selber aufgestellt habe. Weil ich daran dann auch immer, ich bin da auch so, dass ich mal denke, naja, es war ja jetzt nicht so, wenn sich jemand irgendwie durchreinhält. Aber ich kann mir dann immer meine eigenen Gruppenregeln anschauen und gucken. Ja, erlauben wir hier nicht. Nee, oder nicht? Ja. Und kann das dann halt auch begründen. Und je nachdem, wie stark das jetzt ausfällt, ja, kann man sich dann auch von Leuten verabschieden und sagen, ich glaube, das passt hier nicht. Und wenn sich jetzt wenn sich Leute bei mir fürs Gespräch eintragen, ist ja wie gesagt dieser Fragebogen vorgeschaltet und ich habe da eine kleine Frage eingebaut, die so, die habe ich eingebaut, weil das so meinen Werten entspricht. Also ich frag an einer Stelle, ob man geschlechtergerechte Sprache nutzt. So und dann gibt es schon drei vorgegebene Antworten und wenn eine bestimmte Antwort kommt, dann schicke ich nochmal ein Hinweis raus, dass ich sage, ich nutze geschlechtergerechte ich erwarte das von niemandem, aber ich finde es einfach wichtig, dass du das vorher weißt, dass wenn du sagst, das geht für mich überhaupt nicht, dass du dich dann nochmal umschauen kannst. Ja, so.

Helen
Das finde ich gut. Ich glaube, dass nicht normal als Inspiration und ein Schaussong ein bisschen ruhig da auch vielleicht klarer werden kann, weil ich finde das oft richtig herausfordernd und merke, dass ich auch super viel Zeit eigentlich nur damit verbringe, zu überlegen, wie ich jetzt zu irgendwas stehe oder was ich zu irgendwas sage und so, mein Gott, das ist eigentlich überflüssig. Ich glaube auch, ehrlich gesagt, könnte ich mich wahrscheinlich häufiger noch auf meinen Bauchgefühl verlassen, weil ich glaube, das sagt uns das ja ganz früh, wie wir zu irgendwas stehen. Aber ich glaube, man macht sich das Leben ein bisschen leicht damit. Also, dass du dann kannst, dann guckst du auf diese Regeln und da steht es.

Svenja Hirsch
Ja, genau, da steht es. Zack, zack, zack. Das wussten die auch alle vorher, Die haben das all umbespätigt und gesehen und so weiter. Und dann wird es auch mehr akzeptiert, wenn ich mal zum Beispiel jetzt bei einem Post sage, ne, ich lösche den, weil der mit Gruppenregeln verstößt. Das wird dann viel mehr akzeptiert.

Helen
Ja, ne, kann ich mir auch gut vorstellen. Ja. Ah, voll spannend. Also, ich hab dann wieder so ein bisschen das Gefühl, ja, ich glaube, ich glaube, Jetzt kann ich nicht so weit, aber… Ich bin nicht so weit mit dir, weil ich das fühle. Allein schon, dass es ein Sachbuch wäre, dass auch innerhalb von einem Jahr, keine Ahnung, ich finde, ich spreche mich das sehr an. Was ich total cool finde, ich glaube, was mir total viel Energie gibt, ist mich mit anderen Frauen zu umgeben. Also einfach auch zu sagen, ich könnte das ja auch mit was weiß ich weiß ja gesagt nicht gibt's den also hast du noch andere Business Buch MentorInnen jetzt so mit der Zeit kennengelernt also weil ich habe immer das Gefühl wenn man dann in einer Nische drin ist dann hat man ja plötzlich das Gefühl das machen ganz viele aber also ich kenne niemand und da könnte man sich ja wahrscheinlich auch einen Mann aussuchen aber auf die Idee wird ich ehrlich gesagt selten kommen also auch bei meinen Ärzten und allem. Also ich bin mittlerweile so, ich genieße das auch sehr Frauen in meinem Leben einfach zu haben. Und deswegen, also allein das würde mich schon total ansprechen, aber irgendwie auch so die Art, wie du das jetzt vorgestellt hast, denke ich so, oh ja, fühle ich voll. Ich glaube, es ist einfach jetzt gerade nicht so ganz passend. Aber ich habe da voll Lust drauf. Ich meine, dafür bist du nicht in den Podcast gekommen, weiß ich, um mir das hier zu verkaufen, aber es hat funktioniert. Deswegen war ich wahrscheinlich schon so angezogen von diesem Glitzer vorhanden.

Svenja Hirsch
Ja, du, der hängt ja jedes Jahr. Das scheint mir der Schlaust. Das ist schon so ein Signature-Move, ja. Ja, wirklich. Richtig gut.

Helen
Ich finde es cool. Ich weiß nicht, werdest du vielleicht raten, sich da manchmal zu befassen oder zu überlegen, ob das das Richtige ist. Also ob man ein eigenes Businessbuch, wenn ich guck mal, du hast das auf der Webseite so gut formuliert. Ach nee, jetzt bin ich ein zweiter gegangen. Bei den Writing-Sessions bin ich gerade gewesen. Aber du hattest hier geschrieben, veröffentliche ein sinnvolles Buch für deinen Business. Also wem würdest du das Daten ein sinnvolles Buch für das eigene Business zu schreiben?

Svenja Hirsch
Ja, also weil du gerade auch gesagt hast mit anderen Buchcoaches und gerade männliche Buchcoaches sehe ich sehr oft, die mit diesem Bestsellerversprechen um die Ecke kommen und dann auch mit so was kommen. Wir schreiben deinen Buch und machen es zum Bestseller und so weiter. Da bin ich überhaupt keine Freundin von. So und das sind auch dann die Leute, die zu mir kommen, die sagen, ich will ja da nicht so ein 0815 Buch, was irgendwie für 0 Euro einfach nur als Marketing-Ding verschickt wird. Ganz furchtbar, ich finde das auch einfach überhaupt nicht wertig und die Bücher sehen auch alle sehr ähnlich aus. Also da kann ich schon sehen, wenn das… Ja, also genau. Und zu mir kommen die Leute, die das wirklich gerne selber schreiben möchten und die einfach wirklich ein gutes, fundiertes Buch ausbringen wollen. Auch wenn sie Schiss davor haben. Auch wenn sie sagen, weiß ich jetzt auch nicht, ob ich das hinbekommen, aber wir versuchen das mal. Und ja, wo es auch, die auch verstehen, wenn ich sage, ja, dieser Bestseller-Status, der klingt vielleicht ganz nett. Aber die Buchverkäufe sind halt nicht das, was dich am Ende, wo du am Ende das große Geld mitmachst oder so, weil es einfach zu gering die Marge, die du da hast. Da musst du schon richtig viele verkaufen, das ist eher unwahrscheinlich. Es geht immer darum, in eine weitere Dienstleistung reinzuführen, womit du mehr Geld verdienst als mit eben diesem Buchverkauf. So das ist so das, was dahinter liegt und eben auch über das Buch als Expertin wahrgenommen werden. Ich habe das ganz oft bei den Frauen, die bei mir veröffentlichen, ich habe ja hier die Bücher neben mir liegen. Und ich habe eine, also dir kann ich es jetzt zeigen, weil wir im Video sitzen, die anderen müssen es sonst googeln, beim Nachhören. Schreiben wir die Show notes. Genau, Aylin Knapp, totales Nischenthema, trocken werden für Schulkinder. Also es ist ein totales Tabotthema, sie hat darüber dieses Buch geschrieben und selbst veröffentlicht und das ist abgegangen wie wie eine Rakete, weil es gibt dazu nichts. Und sie hat sich halt auch stark für dieses Thema einfach dann dadurch positioniert. Also schon während der Veröffentlichung ist sie angefragt worden für Vorträge. Sie hat ja auch eine Praxis in Österreich, dass die Warteliste voll. Sie schickt die Leute weiter. Sie hat Anfragen gehabt für Fortbildungen von Kolleginnen und so weiter und sofort und sagt, ich muss eigentlich jetzt nur abarbeiten, was da halt kommt. Also ich mache kaum mehr Marketing oder so, weil, ja, das reicht dicke, was da liegt so. Und das ist, glaube ich, ein sehr schönes Beispiel, was einfach passiert und passieren kann, wenn man das richtig gut macht. Und ja, und dass es darum halt auch geht. So, ja.

Helen
Check nicht so richtig die Strategie auch da hinter mir. Ich finde, man sieht das auch generell in der Business-Welt und in Marketing-Bereichen. Dass es, ehrlich gesagt, vor allen Dingen Männer gibt, die irgendwie einfach nur auf schnellen Ruhmen und schnelles Geld raus sind und dann denk ich so, irgendwie erschließt es sich mir wirklich nicht. Natürlich verstehe ich, dass es da um Geld geht, aber ich denke so, Hey, aber es ist gar nicht nachhaltig. Die Leute sind doch nicht doof. Also keine Ahnung. Aber anscheinend scheint ja irgendwie zu funktionieren. Weiß ich auch nicht. Aber ja, ich finde das super eindeutend und ich könnte mir auch einfach vorstellen, dass sich sehr viel mehr Menschen von angesprochen fühlen. Weil es ist auch total unangenehm. Jetzt stellen wir vor, die spricht an jemand an und sagt, ich habe dein Buch gelesen und du denkst dir so, oh mein Gott, ich gehe lieber. So. Erzähl doch mal drin, erzähl mal. Ja, oder du weißt, da steht nur Blödsinn drin oder so. Also wie er… Keine Ahnung, irgendwie verstehe ich nicht. Deswegen irgendwie echt total cool, auch zu sehen, dass man sich auch mit einem liestem Thema dann vielleicht einen Namen irgendwie machen kann.

Svenja Hirsch
Das sind die besten. Also da kann ich wirklich sagen, das sind die besten.

Helen
Ja, hervorstellend.

Svenja Hirsch
Gerade wenn du so ein großes Standardwerk für alle schreiben möchtest zu dem Thema, gibt es das ja meistens schon. Ja. Es ist halt schwierig da irgendwie durchzukommen, aber wenn du so ein spitzes Thema nimmst, wie das jetzt zum Beispiel, und das mache ich auch immer mit den Leuten in der Struktur-Session, dann kommst du, wirst du eher gesehen und auch von den richtigen Leuten. Ja. Dann funktioniert das. Und da bist du das beste Beispiel, weil du auch eine Spitze Positionierung hast.

Helen
Ja, und keine Bestseller-Masche. Ja, genau. Echt cool. Ist es so, dass du in deiner Freizeit auch eher dann Sachbücher oder Businessbücher liest oder ist das weit gefächert? Oder liest du überhaupt in deiner Freizeit?

Svenja Hirsch
Ja, jetzt wieder ganz viel. Ich bin ganz stolz auf mich. Ich habe seit lang nicht so viel gelesen, weil mir das dann auch zu viel war. Ja. Und ich habe jetzt auch wieder relativ viel belletristischen gelesen, dass ich auch gut finde von mir selbst. Aber natürlich habe ich auch immer mal ein paar Sachbücher dabei. Also ich hätte auch zwei Empfehlungen jetzt von Büchern, die nicht bei mir entstanden sind, aber die ich selber lese und ganz toll finde. Und zwar ist das eine tatsächlich von einer Frau, die hier auch in Glückstadt wohnt. Die ist nämlich, wie sagt man das, Geruchsexpertin. Also die forscht zum Thema Geruch. Ganz spannend. Auch so eine Nische. Ja, total. Aber die ist auch bekannt für das Thema. Also auf irgendwelchen Kongressen und so. Und in Magazin Professor Bettina M. Pause. Also wenn man in Glückstadt ist und ins Glückstadt geht. Das hat sie zusammen mit ihrer Frau aufgebaut und das Buch heißt Verbundenheit. Das starke Gefühl, das uns glücklich und gesund macht und das ist so ein Buch. Da kann man immer mal so ein paar Seiten drin lesen und so und das ist total spannend und schön. Sie beleuchtet auch noch mal so ein bisschen die Corona-Pandemie und warum da gewisse Sachen falsch gelaufen sind, was man hätte anders machen können und so weiter. Aber ansonsten, Ja, die Kraft ist miteinander. Und ja, ich kann nochmal hier, wir sind soziale Wesen und benötigen den Kontakt zu anderen, wie die Luft zum Atmen. Doch ein Drittel der Menschen in den Industrieländern leidet unter Einsamkeit. So, und um dieses Thema dreht sich das. Und es ist wirklich super gut geschrieben, ist auch teilweise witzig, so. Sehr gut gemacht, kann ich sehr empfehlen.

Helen
Cool. Ich habe das Gefühl, man hat ein anderer Tipp irgendwie auch. Cool. Cool. Und du hast noch ein zweites?

Svenja Hirsch
Ja, damit habe ich gerade angefangen. Das ist ein sehr feministisches Hoch. Immer wieder. Ja, und das ist gerade erst erschienen. Entromantisiert euch heißt das. Ein Wegkunft zur Abschaffung der Liebe. Sehr gut. Und da habe ich gerade angefangen zu lesen und schon das vorworden, habe ich mich teilweise weggeschmissen vor Lachen. Das kann ich auch sehr empfehlen. Ich finde es ganz witzig, dass ich ausgerechnet die beiden Bücher ausgewählt habe, weil das eine ist diese Verbundenheit, das andere sagt Bett mit der Liebe, aber sie sagt auch hin zur Freundinenschaft. Von daher ist auch wieder die Verbundenheit drin. Das würde ich noch mal so mitgeben. Es sind zwei ganz schöne Bücher.

Helen
Danke, aber wo findet man nicht?

Svenja Hirsch
Ja, also am liebsten auf LinkedIn. Da haben wir ja auch quasi das Podcast Date ausgemacht. Einfach unter meinem Namen, da findet man mich direkt. Ich geb mir auch sehr Mühe in meiner Link, nicht in der Beiwur, aber in diesem Verlauf, den man hat, immer alle Neuerscheinungen reinzugeben, dass man das auch sehen kann. Ansonsten meine Websites, svenjahirsch.de. Mhm. Und Slash-Referenzen, da sind auch die ganzen Bücher einmal aufgelistet und das versuche ich auch, sehr zu pflegen, dass da immer alles Neue zu sehen ist. Genau. Mhm.

Helen
Ja, dann denken wir auch auf jeden Fall noch mal in den Show-Notes. Ich fand das irgendwie total spannend. Also mir macht das ehrlich gesagt total Lust. Ich bin irgendwie ein bisschen gespannt auch so auf die Reaktion, also ob dann jetzt auch andere denken. Boah, irgendwie ein Sachbuch schreibe ich jetzt, schreibe ich innerhalb von einem Jahr. Also irgendwie ich kann mir das richtig gut vorstellen. Ich glaube, ich brauche nur noch einen Moment. Und ich würde auch sagen, dass es nicht nur am Prokrastinieren liegt, sondern dass ich einfach… … Grad irgendwie so 1000 andere Sachen im Kopf hab. Wahrscheinlich bin ich so eine, die dann sagt, … … So, Svenja, ich bin mir gerade erst aus Vision Bout gepackt, so … … 2015, 2020. Ja, um 6, 3 Jahre später kommst du dann zu mir, … … Wenn du im nächsten Zeitpunkt auch nicht funktionierst.

Svenja Hirsch
Ja, genau.

Helen
Nee, ich glaube ehrlich gesagt, … … Ich weiß gar nicht, ob es jetzt überhaupt so alleine probieren würde. Also ich hätte, glaube ich, viel mehr Lust, das auch in so einer Gruppe zu machen. Vielleicht auch, ich komm grad so vielleicht von so einem Hoch gerade, … … Weil ich hab jetzt ein breitägiges Speakerseminar … Gemacht. Da waren wir in der Gruppe von irgendwie fünf Personen plus halt die Trainerin und noch eine Assistentin. Und innerhalb von drei Tagen sind wir schon so eng zusammengeweckt. Es war so ein besonderes Gefühl, alle so gleichzeitig überwinden irgendwie ihre Bühnenangst und keine Ahnung. Und vielleicht ist es auch aus diesem Gefühl heraus jetzt gerade, dass ich so denke, nee ich würde es auch glaube ich lieber mit einer Gruppe dann machen wollen und das machen auch Das war wirklich Spaß. Kann ich mir echt gut vorstellen. Ja. Also vielen, vielen Dank für die Einblick, auch so für dieses neue Genre, das uns irgendwie so ein bisschen jetzt erschlossen hast. Und ich würde sagen, wir trinken den selbst aufgebrühten Eistee. Ja, noch mal. Jetzt weiter. Und ja, verabschieden uns an der Stelle von Mädels. Ich danke dir sehr, dass du hier warst und dass du alles mit uns geteilt hast. Vielen Dank nochmal. Sehr, sehr gerne.

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