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Podcast · Folge 54
Jahresrückblick 2023: Zwölf Monate zwischen rotem Teppich und Neuanfang
Podcast-Comeback, Abschied von Steady, die erste Buchmesse, ein Bühnenauftritt beim Seriencamp – und die Entscheidung, radikal etwas zu ändern statt aufzugeben. Helen geht Monat für Monat durch das Jahr
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Diese Folge ist eine von drei Folgen, die genialokal im Winter 2023/24 gesponsert hat – mit einem Werbespot in der Folge, Links in den Show Notes und einem Gutschein-Gewinnspiel, das inzwischen abgelaufen ist. Auf den Inhalt der Folge hatte der Sponsor keinen Einfluss; diese Seite gibt wieder, was in der Folge gesagt wurde.
Stand heute
Aufgenommen am 18. Dezember 2023 – alles auf dieser Seite ist der Stand von damals. Der Rabattcode für das Wallpaper-Bundle, den Helen am Ende nennt, ist seit dem 31. Dezember 2023 abgelaufen. Und zu den drei Absagen von Gründerinnenprogrammen, von denen sie erzählt, gibt es einen Nachtrag: 2024 hat Helen den Young Excellence Award des Börsenblatts gewonnen – mehr dazu auf unserer Presseseite.
Ein bisschen habe sie sich geweigert, diese Folge aufzunehmen, sagt Helen – weil sie noch gar nicht so weit ist, dass schon wieder ein Jahr endet. Trotzdem findet sie den Rückblick eine gute Übung, und ihre Methode ist einfach: die Fotos auf dem Handy durchgehen, Monat für Monat. So sucht sie auch jedes Jahr ihre Top-Momente für das Team-Meeting aus; 2023 waren es zwei. Herausgekommen ist ein Jahr mit vielen Pinch-me-Momenten und einem, das sie selbst als super herausfordernd beschreibt. Diese Seite geht den Weg mit – von einem Livestream am 3. Januar bis zu einem Abschied im Dezember.
Januar bis März: ein Cover, ein Gutschein und ein Festival
Das Jahr begann am 3. Januar mit dem Livestream mit der Übersetzerin Marieke Heimburger, der als Folge 53 im Podcast zu hören ist. Am 18. Januar wurde Mädels, die lesen drei Jahre alt, am 27. Januar war Helen im Podcast Self You Up zu Gast, und am Tag darauf registrierte sie den Podcast bei Spotify for Podcasters – nach zwei Jahren Podcast, ohne vorher zu wissen, dass es das gibt. Der Lohn war ein eigenes Spotify Wrapped, aus dem sie erfuhr, dass die Folge zur Frankfurter Buchmesse 2023 die beliebteste war. Aus dem Januar stammt außerdem ein Post, auf den sie stolz ist und mit dem sie dann nichts weiter gemacht hat: eine Grafik dazu, was der Community zum Lesen fehlt und was sie vom Lesen abhält. Den Link findest du unten.
Im Februar folgte das Shooting für das neue Podcast-Cover – und das Eingeständnis, dass das Comeback länger gedauert hat als versprochen: Im Juni 2022 hatte sie angekündigt, im September zurück zu sein, am Ende wurde ein Jahr daraus. Bei Apple Podcasts war Ende 2023 übrigens immer noch das alte Cover zu sehen; die Änderung setzte sie sich für 2024 auf die Liste. Im März, ihrem Geburtstagsmonat, interviewte sie eine Lehramtsstudentin für eine Zulassungsarbeit über Lesen in der Mediengesellschaft, sie nahm mit ihrer Kollegin, die den Podcast schneidet, einen Abend lang die Anstoßgeräusche für den Podcast auf, und am 24. März war sie mit ein paar Schmöker-Mädels beim Leseclub Festival in Bonn, wo Lisa Roy Fragen zu ihrem Debüt »Keine gute Geschichte« beantwortete – ein Buch, das Helen nachhaltig beeindruckt hat.
Und dann war da der Gutschein. Frei wählbarer Betrag, digital sofort verfügbar, das ideale Last-Minute-Geschenk – nur hat er den gesamten Onlineshop lahmgelegt. Wer bestellen wollte, bekam einen Timeout. Schweren Herzens hat Helen ihn wieder herausgenommen; die digitalen Tickets für Buchclub-Treffen, Film- und Kochabende, mit denen man ohne Mitgliedschaft in die Schmökerrunde hineinschnuppern kann, blieben im Shop.
April und Mai: die Buchseitenwand und eine Entscheidung im Urlaub
An Ostern setzte Helen ihre Buchseitenwand-Idee um: ein voller Tag von früh morgens bis spät abends, tagelanger Muskelkater, und seitdem sitzt sie bei jedem Livestream vor dieser Wand in ihrem Arbeitszimmer. Das Vorher-Nachher-Reel ist unten verlinkt. Zum 25. April wurde Wonder abgeschaltet, die Plattform, auf der die Schmökerrunde einen jederzeit offenen digitalen Raum hatte; die digitalen Buchclub-Treffen laufen seitdem wieder über Zoom, aber der Treffpunkt, an dem man sich auch ohne Helen verabreden konnte, fehlt ihr bis heute. Im April stellte außerdem eine Studentin für eine Hausarbeit über Literaturkritik im Internet Fragen zum Buchclub, und Helen bewarb sich mit Mädels, die lesen um ein Programm für Gründerinnen – im Mai kam die Absage, im Juli eine zweite für ein anderes Programm. Frustrierend, sagt sie, aber jede Bewerbung habe sie weitergebracht, weil sie sich dabei intensiver damit auseinandersetzt, wohin sie mit dem Buchclub will.
Der wichtigste Moment des Jahres liegt Ende April. Zum ersten Mal seit der Gründung fuhr Helen anderthalb Wochen richtig in den Urlaub – mit der Konsequenz, dass auch der Buchclub anderthalb Wochen Pause machen musste. Sie war zu dem Zeitpunkt nach eigenen Worten gefährlich nah dran auszubrennen, und genau dieser Punkt, dass ohne sie nichts weiterläuft, hat sie wahnsinnig frustriert. Im Urlaub, einem Roadtrip über die Niederlande und Belgien nach England, spürte sie, dass sie entweder etwas radikal ändern oder aufgeben muss. Noch unterwegs meldete sie sich für ein dreimonatiges Coaching an – eine große Entscheidung, sagt sie, und rückblickend eine der wichtigsten des Jahres.
Ich hatte mich ja im Grunde für die radikale Veränderung und gegen das Aufgeben entschieden und damit bin ich super happy.Helen
Aus dem Urlaub brachte sie Mitbringsel mit: die Blind Dates with a Book, die sofort ausverkauft waren, und die Wallpaper, die seitdem ihr Handy zieren. Im Mai überraschte das Börsenblatt sie mit einer Interviewanfrage für die Sonntagsfrage – die Frage lautete, ob sich mit Mädels, die lesen Geld verdienen lässt, etwas, worüber sie bis dahin nirgends gesprochen hatte, weil sie niemand gefragt hatte. Ende Mai wollte sie beim Young Storyteller Award mitmachen und ihr erstes Buch schreiben, mit Accountability-Partnerin und Zeitplan; sie merkte aber schnell, dass ihr das Thema zu nahe ging und sie lieber den Sommer genießen wollte. Vertagt, nicht verworfen.
Juni: alles auf einmal
Im Juni überschlugen sich die Ereignisse. Der Podcast kam zurück, seitdem mit drei Folgen im Monat, immer am 3., 11. und 22. Die Buchclub-Post wurde ins Leben gerufen, der sonntägliche digitale Liebesbrief. Beides, sagt Helen, hätte sie nicht geschafft, wenn sie nicht einen großen Teil der Social-Media-Aufgaben an ihre Kollegin abgegeben hätte. Vorlagen gab es schon lange, trotzdem schob sie das Posten jeden Tag bis zur letzten Minute vor sich her und verurteilte sich gleichzeitig dafür. Der Satz ihrer Kollegin, sie sei einfach schon ein Stück weiter und bereit für neue Aufgaben, hat ihr gutgetan – und sie hat es keine Sekunde bereut. Auch die Anfragen für Rezensionsexemplare, bis dahin drei bis vier Bücher pro Leserunde, übernahm eine Kollegin. Und Mädels, die lesen wurde bei Google eingetragen, sodass der Buchclub dort öffentlich bewertet werden kann; die Bewertungen sind auf der Webseite eingebettet.
Das Krasseste, Verrückteste und Nervenaufreibendste war das Seriencamp Festival: Am 17. Juni stand Helen in Köln als Gründerin von Mädels, die lesen auf der Bühne und moderierte den Seriencamp Bookclub zur Premiere der ZDFneo-Serie »Der Schatten« – mit der Filmcrew und Melanie Raabe, der Autorin der Buchvorlage, die schon in Folge 37 zu Gast war. Das Bild von ihr auf dem roten Teppich, Moderationskarten in der Hand, hat es in ihre Top 2 des Jahres geschafft. Es fühlt sich für sie so an wie damals das Wort Dozentin im VHS-Programmheft: Sie kann Angst haben und es trotzdem tun. Die Angst galt weniger dem Teppich als dem Moderieren danach.
Im selben Monat nahm das Team das Tempo aus den Leserunden: kein striktes Buch pro Monat mehr, sondern rund zehn Seiten am Tag und ein Buch in Ruhe beenden, bevor das nächste gewählt wird – das hätte sie, sagt sie, auch ein Jahr früher entscheiden können. Ende Juni stand fest, dass ein langjähriges Teammitglied ab Herbst ein Praktikum bei Mädels, die lesen macht, von der Uni genehmigt. Zusammen mit dem Geschäftskonto, das sie im Sommer auf Rat einer Steuerberaterin eröffnete, fühlte sich das zum ersten Mal nach einem richtigen Unternehmen an. Am 28. Juni war sie im Podcast The Founders Kitchen zu Gast. Und am letzten Junitag nahm sie an einem Gewinnspiel teil, von dem sie im Juli erfuhr, dass sie es gewonnen hatte: ein Jahr lang einen festen monatlichen Betrag. Das nahm von einem Tag auf den anderen Druck heraus – ein eigener Laptop, ein professionelles E-Mail-Programm, Visitenkarten, Plugins für die Webseite wurden plötzlich möglich.
Juli und August: Wandern, Steady, Ferienlager
Ende Juli gab es in Kooperation mit dem Merrell Hiking Club die erste Wanderung mit Lesung: Helen las aus »Wie rote Erde« von Tara June Winch, ein Kollege steuerte wie bei den Leserunden die Infos zur Autorin bei, eine Kollegin fotografierte. Zum 1. August folgte ein großer Schritt: Nach fast drei Jahren verabschiedete sich Mädels, die lesen von Steady, und die Schmökerrunde zog auf die eigene Webseite um – ein Kraftakt, Ende 2023 noch nicht ganz abgeschlossen, aber richtig. Seit Ende August gibt es dort einen eigenen Mitgliederbereich mit Chatgruppe, abonnierbarem Kalender und Zugangsdaten, den ihre Kollegin aus dem Boden gestampft hat. Im August fand auch das erste Mal-Event statt, das ein Mitglied seitdem für die Schmökerrunde anbietet, obwohl Helen selbst gar nicht malt. Mit ihrer Kollegin, die den Podcast schneidet, überarbeitete sie im Haus der Geschichte in Bonn das Media-Kit für Sponsoren – und während sie daran saß, schrieb die Kollegin beim Young Storyteller Award ihr erstes Buch. Mitte August knackte maedelsdielesen.de die Marke von 50.000 Aufrufen.
Und im August entstand die Idee, die 2024 prägen sollte. Ein Mitglied aus der Community, Helens Freund und sie wollten in Bonn eine Location für ein Ferienlager im echten Leben besichtigen; vor Ort war eine geschlossene Gesellschaft, also brainstormten die drei stattdessen, wie das ursprünglich als Festival gedachte Ferienlager aussehen könnte, und gingen mit einer Idee heraus, auf die Helen richtig Lust hat. Das Angebot einzufordern, schob sie lange vor sich her, aus Angst vor der Summe; als es kam, war die Summe hoch, und trotzdem glaubt sie, dass es zu schaffen ist. Der Termin stand mit dieser Folge offiziell in der Welt: 13. bis 15. September 2024.
September und Oktober: Teatimes und die erste Buchmesse
Im September war es ruhiger. Ende des Monats waren die Schmöker-Mädels in der Josephine-Baker-Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn und rutschten danach die Rutsche an der Fassade hinunter. Helen bewarb sich ein drittes Mal um ein Gründerinnenprogramm, für das sie noch im selben Jahr nach Berlin hätte ziehen müssen – die Absage traf sie deshalb nicht so sehr, auch wenn sie sicher ist, irgendwann in Berlin zu wohnen. Vom Merrell Hiking Club bekam sie Wanderschuhe gestellt, niedriger, als sie sie selbst gewählt hätte, und seitdem ständig an den Füßen. Und sie überarbeitete die Willkommens-Mails für neue Schmökerrunden-Mitglieder und führte die Teatimes ein, Einzelgespräche, die ihr gefehlt hatten. Über hundert Menschen bekamen die Einladung; nicht alle nehmen sie wahr, aber sie geht in diesen Gesprächen auf.
Der Oktober war Buchmessenmonat, ihr erster Besuch in Frankfurt, und die Nervosität nahm den ganzen Monat ein: Am Wochenende davor fuhr sie hin, um die Wege abzulaufen. Am Mittwoch war sie mit Fachbesucherinnen-Ticket auf dem fast leeren Gelände und abends auf ihrem ersten Blogger-Event. Am Freitag hatte der Fischer Verlag sie zur Veröffentlichung von »Yoga Town« von Daniel Speck eingeladen, mit einer Begleitung aus der Community, die per Gewinnspiel ausgelost wurde – abgeholt mit einem alten Bulli direkt am Messegelände, Mangolassi und Snacks im Verlagsgebäude, Bilder und Hintergründe zum Buch vom Autor selbst, der in Folge 52 zu Gast ist. Sie habe stundenlang nur gelacht und gleichzeitig gewusst, dass sie für dieses Event und den Content darum herum bezahlt wird: surreal. Dazu ein Fangirl-Moment mit Deborah Feldman, mit der sie vor drei Jahren ihren allerersten Livestream gemacht hatte – sie winkte ihr in der Schlange zu und erinnerte sich an sie. Am Samstag kam das Buchclub-Treffen auf der Messe, größer als geplant, und es war so voll, dass Helen ohne das Treffen wieder gegangen wäre. Ihr pinker Hosenanzug war dabei nützlich: Man sah sie von Weitem, und jemand erkannte sie daran vom Seriencamp wieder.
November und Dezember: Borkum, Hamburg und ein Abschied
Im November gaben ein Mitglied der Schmökerrunde und Helen das gemeinsame Borkum-Retreat für März 2024 bekannt – alle zehn Plätze waren in unter 48 Stunden weg, zwei nachgelegte ebenfalls. Sie hatten bewusst früh angefangen, um notfalls bis Januar ohne Kosten absagen zu können, und mit dem Andrang nicht gerechnet. Instagram knackte die 6.666 Mädels, gefeiert mit neuen GIFs von der Praktikantin. In Leipzig war Helen dienstlich und kurzfristig zu einem Buchclub-Treffen, bei dem sie die Einzige war, die kam – ein Déjà-vu zum allerersten Treffen. Die Visitenkarten kamen, im Design der Stofftasche, komplett von ihrer Kollegin abgewickelt. Und weil sie vielen australischen Accounts folgt, landete das Wallpaper-Bundle in einem australischen Gift Guide; verkauft hat es kein einziges, stolz war sie trotzdem. Ende November wurde wie jedes Jahr gewichtelt, diesmal mit 250 Teilnehmerinnen, ein neuer Rekord. Am 15. November führte die zweite Wanderung mit dem Merrell Hiking Club bei kaltem Wetter durch die Eifel, mit Lagerfeuer, Kakao, Stockbrot und einer Lesung aus »Der große Trip« von Cheryl Strayed.
Am 2. Dezember fand das Buchclub-Treffen in der Buchhandlung Lüders in Hamburg statt, zwei Jahre in the making. Am Freitag darauf besuchten die Schmöker-Mädels die Ausstellung »Modische Raubzüge« in Euskirchen, abends war Team-Weihnachtsfeier, sonntags die der Schmökerrunde. Und am Samstag dazwischen hielt Helen den letzten Termin ihres englischen Buchclubs an der VHS Bonn. Über diesen Abschied hatte sie mindestens ein Jahr nachgedacht, weil sie so an der Gruppe hing – viele waren seit zweieinhalb Jahren dabei. Aber das zusätzliche Buch pro Monat wurde zu viel, sie will mit Freude lesen, nicht unter Druck. Jetzt fühlt sie vor allem Erleichterung, und die Tür bleibt offen. Wie der VHS-Buchclub überhaupt entstanden ist, erzählt sie in Folge 58.
Zum Schluss noch etwas, das das ganze Jahr betrifft: Für die gelesenen Bücher entstehen nach und nach Buchseiten mit allen geteilten Inhalten – Posts, Links, Interviews, Rezepte –, zu finden unter Was wir lesen. Und seit Kurzem steht auf einigen davon unten „Wenn dir dieses Buch gefallen hat, gefällt dir vielleicht auch dieses“ mit bis zu drei Empfehlungen. Die Webseite werde immer runder, sagt Helen, und sie liebt es. Wie es weitergeht, erzählt sie in Folge 55: ihre Pläne für 2024.
Die Bücher aus dieser Folge
Vier Titel, die in diesem Jahresrückblick eine Rolle spielen – vom Leseclub Festival bis zum Lagerfeuer in der Eifel.
Keine gute Geschichte
Lisa Roy · Rowohlt Hundert Augen · 240 Seiten
Das Debüt, über das Helen im März beim Leseclub Festival in Bonn mit der Autorin gesprochen hat. Es hat sie nachhaltig beeindruckt – eine ihrer klarsten Empfehlungen des Jahres.
Wie rote Erde
Tara June Winch · Haymon · 400 Seiten
Daraus hat Helen bei der ersten Wanderung mit Lesung Ende Juli vorgelesen. Aus dem Englischen übersetzt von Juliane Lochner.
Leserunde nachholenMit 74 Mädels gelesen
Yoga Town
Daniel Speck · Fischer · 480 Seiten
Zur Veröffentlichung lud der Fischer Verlag Helen während der Frankfurter Buchmesse ins Verlagsgebäude ein – mit Bulli, Mangolassi und dem Autor, der in Folge 52 zu Gast ist.
Der große Trip
Cheryl Strayed · Goldmann · 448 Seiten
Die Lesung am Lagerfeuer bei der Eifel-Wanderung im November. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Reiner Pfleiderer.
Die mit Sternchen markierten Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Links aus der Folge
Was euch zum Lesen fehlt / Was euch vom Lesen abhält – der Post auf Instagram
Die Buchseiten-Wand: das Vorher-Nachher-Reel
Presseseite mit dem Börsenblatt-Interview und den Podcast-Auftritten
Die Schmökerrunde
Wie es klingt, wenn Helen am 18. Dezember durch ihre Handyfotos scrollt und dabei ein ganzes Jahr sortiert – mit allem, was sie nervös macht, und allem, worauf sie stolz ist –, hörst du in dieser Folge.
Die ganze Folge hören
Häufige Fragen
Was war 2023 der wichtigste Moment für Mädels, die lesen?
Für Helen war es die Entscheidung im Urlaub Ende April: Sie war nach eigenen Worten gefährlich nah dran auszubrennen, und dass der Buchclub ohne sie stillstand, hat sie frustriert. Sie hat sich für eine radikale Veränderung und gegen das Aufgeben entschieden – mit einem dreimonatigen Coaching, dem Podcast-Comeback im Juni, der Buchclub-Post und Aufgaben, die sie ans Team abgegeben hat.
Was hat sich 2023 an den Leserunden geändert?
Seit Juni gibt es kein festes Buch pro Monat mehr. Die Leserunde passt sich dem Buch an: rund zehn Seiten am Tag, und ein Buch wird in Ruhe beendet, bevor das nächste gewählt wird. Vorher wurde manchmal Mitte des Monats schon das nächste Buch ausgesucht, was sich für Helen nur noch wie Hetzen anfühlte. Außerdem fragt seit 2023 eine Kollegin die Rezensionsexemplare bei den Verlagen an.
Warum ist die Schmökerrunde von Steady weggezogen?
Zum 1. August 2023 hat Mädels, die lesen nach fast drei Jahren Steady verlassen und die Schmökerrunde auf die eigene Webseite geholt. Ein Kraftakt, sagt Helen, und Ende 2023 noch nicht zu hundert Prozent abgeschlossen – aber er habe sich gelohnt und fühle sich richtig an. Seit Ende August gibt es dort einen eigenen Mitgliederbereich mit Chatgruppe, Kalender und Zugangsdaten.
Was war das Seriencamp Festival?
Am 17. Juni 2023 hat Helen beim Seriencamp Festival in Köln den Seriencamp Bookclub zur Premiere der ZDFneo-Serie »Der Schatten« moderiert – auf der Bühne mit der Filmcrew und Melanie Raabe, der Autorin der Buchvorlage. Für sie einer der zwei größten Momente des Jahres, weil er zeigt, dass sie Angst haben und es trotzdem tun kann.
Was ist mit dem Gutschein im Onlineshop passiert?
Der frei wählbare digitale Gutschein, den es ab Frühjahr 2023 gab, hat den gesamten Onlineshop lahmgelegt – wer bestellen wollte, bekam einen Timeout. Helen hat ihn deshalb schweren Herzens wieder herausgenommen. Wer einen möchte, kann ihr schreiben; digitale Tickets für Buchclub-Treffen, Film- und Kochabende gibt es im Shop weiterhin.
Die ganze Folge zum Nachlesen
Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist die Aufnahme. In dieser Solofolge spricht durchgehend Helen. Intro, Outro, der Werbespot von genialokal und der eingesprochene Hinweis auf die Schmökerrunde sind nicht Teil der Folge selbst und stehen deshalb nicht hier; die Namen von Teammitgliedern, Community-Mitgliedern und Studentinnen sind durch die Rolle ersetzt.
Helen
Halli, hallo. Ich merke, dass ich mich ein bisschen geweigert habe, diese Folge aufzunehmen, weil ich irgendwie noch gar nicht so weit bin, dass ein weiteres Jahr endet. Aber grundsätzlich finde ich es eine super Gelegenheit immer, das Jahr Revue passieren zu lassen und wirklich mal zu schauen, was war denn dieses Jahr so los, was habe ich gemacht, Wo war ich? Was habe ich erreicht? Was war schwer? Was war auch schön? Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Vielleicht hättest du ja auch jetzt zum Beispiel zwischen den Jahren die Zeit dafür.
Helen
Für mich ist das eigentlich immer am einfachsten, dafür die Fotos auf meinem Handy durchzugehen, weil ich jetzt kein Tagebuch oder irgendwie was ähnliches führe. So wähle ich dann zum Beispiel auch immer die Top 3 bzw. in diesem Jahr die Top 2 für das Mädels-die-lesen-Team-Meeting aus und weil wir das jetzt vor kurzem hatten, habe ich das hier, also ich nehme das hier jetzt am 18. Dezember auf, ich habe das als Gelegenheit genutzt, um gemeinsam mit dir mal anzuschauen, was 2023 im Buchclub so los war. Okay, Januar.
Helen
Tatsächlich hatten wir direkt am 3. Januar den Livestream mit Marieke Heimburger, den du in der letzten Podcast-Folge gehört hast. Also falls nicht, hör da direkt mal rein, das war ein super spannendes Gespräch. Und für mich halt auch einfach immer wieder toll und unglaublich, dass mir Mädels, die lesen die Gelegenheit gibt, mit so spannenden Menschen zu sprechen. Also auf jeden Fall ein guter Start. Ich sehe auch gerade, dass ich einen Post geteilt hatte, auf den ich ziemlich stolz war, zu dem ich dann aber eigentlich nicht viel mehr gemacht habe, was ich vielleicht nochmal aufgreifen sollte.
Helen
Ich hatte nämlich noch in 2022 abgefragt, was euch zum Lesen fehlt und was euch vom Lesen abhält und das in eine süße Grafik verpackt, wenn ich das selber so sagen kann. Ich pack den Post mal in die Folgenbeschreibung, weil der wahrscheinlich immer noch genauso aktuell ist wie vor 11 Monaten. Ich nehme einfach auch mal direkt vor, das zu im kommenden Jahr mehr zu teilen. Am 18. Januar haben wir bereits den dritten Mädels-die-lesen-Geburtstag gefeiert. Super crazy, aber auch wunderschön natürlich.
Helen
Am 27. Januar war ich zu Gast im Podcast Self You Up, in der ich mit der Gastgeberin über das Lesen, Gedankenkarusselle, kurze Auszeiten und Vertrauen in sich selbst gesprochen habe. Podcastfolgen, in denen ich zu Gast war, haben wir ja auch auf der Presseseite von maedelsdielesen.de verlinkt. Falls du da mal reinhören möchtest, findest du die da. Und irgendwie witzig, beim Durchgehen der Fotos sehe ich gerade auch, dass ich Mädels, die lesen am 28.1. Spotify for Podcasters registriert habe. Nach zwei Jahren Podcast.
Helen
Ich wusste vorher nicht mal, dass es das gibt und jetzt bin ich mega happy darüber, weil ich zum Beispiel ein eigenes Spotify Wrapped für meinen Podcast bekommen habe und dabei unter anderem gesehen habe, dass die Folge mit Anne zur Frankfurter Buchmesse dieses Jahr die beliebteste war und auch die Folge über die die meisten auf den Podcast aufmerksam wurden. Also super Sache. Dann Februar. Da sind wir direkt mit dem Shooting vom neuen Podcast Cover gestartet, das ich immer noch so liebe. Und gut, ich sage jetzt direkt, aber natürlich war es nicht direkt. Ich hatte im Juni 2022 gesagt, ich wäre im September zurück.
Helen
Letztlich hat es ein Jahr gedauert. Naja, und im Februar habe ich eigentlich erst richtig wieder mit dem Gedankenspiel zurückzukehren, dann aber auch ein bisschen mehr Gas gegeben. Es war auf jeden Fall ein richtig toller Tag. Ich bin super, super happy mit dem Ergebnis. Dazu muss ich aber auch sagen, falls du den Podcast bei Apple Podcasts hörst, siehst du das neue Cover gar nicht. Aber ich Technik Profi hab leider auch gar keine Ahnung, wie ich das ändern kann. Setz ich hiermit aber dann direkt mal auf die To-Do-Liste für 2024. Zukunfts-Helen wird das schon irgendwie lösen. März, mein Geburtstagsmonat.
Helen
Am 19.3. hat mich eine Studentin, die Gymnasiallehramt studiert oder zumindest zu dem Zeitpunkt studiert hat, für ihre Zulassungsarbeit im Fach Deutsch interviewt. Das Thema war Lesen in der Mediengesellschaft und mediale Zugänge zu Literatur. Wir haben über eine Stunde darüber gesprochen, wie man jungen Menschen den Zugang zu Büchern erleichtern und wie man ihnen Lesen schmackhaft machen kann und was es medial für Möglichkeiten gibt. Das war echt super spannend für mich. Ich habe im März auch ein Bild von unserem Gutschein in meiner Galerie.
Helen
Ich habe aber jetzt nicht verifiziert, ob wir den seit März im Online-Shop haben, also beziehungsweise hatten, muss ich leider schon wieder sagen. Aber das war so etwas, dass ich mir 2022 auf die Wunschliste gesetzt hatte und mir hiermit auch für 2024 wieder auf die Wunschliste setze. Ich selbst finde Gutscheine nämlich eine ziemlich tolle Sache und wollte das unbedingt auch für Mädels, die lesen anbieten. Das Tolle war halt auch, dass du den Betrag komplett frei wählen konntest und da digitalen sofort verfügbar ist, war, wäre das natürlich auch ein super ideales Last-Minute-Geschenk gewesen.
Helen
Leider hat dieser Gutschein aber unseren gesamten Online-Shop lahmgelegt. Also wenn du in letzter Zeit versucht hast, was im Mädels-die-lesen-Online-Shop zu kaufen, weißt du wahrscheinlich was ich meine. Also da stand dann immer so Timeout oder irgendwie so. Deswegen muss mir schweren Herzensentscheiden den Gutschein vor, erst wieder rauszunehmen. Falls du aber Interesse hast an einem, schreib mir, das bekommen wir auf jeden Fall hin. Ich finde es auf jeden Fall ein echt cooles Last-Minute-Weihnachtsgeschenk. Auch einfach an dich selbst.
Helen
Genauso kamen dann die digitalen Tickets in den Online-Shop, also für die Film- und Kochabende sowie die Buchclub-Treffen und die sind auch noch verfügbar. Nur immer halt davon abhängig, ob das jeweilige Event in nächster Zeit geplant ist. Und ich lieb das total, dass wir die Option für alle anbieten, die vielleicht erstmal in die Schmökerrunde reinschnuppern möchten. Also, weil für die Schmökerrunde sind diese Events alle kostenlos, aber so kann man eben auch als nicht-Schmökerrunden-Mitglied, als noch nicht-Schmökerrunden-Mitglied da reinschnuppern.
Helen
Am 21.3. haben meine Kollegin, die den Podcast schneidet, und ich auch einen Abend lang die Anstoßgeräusche für diesen Podcast aufgenommen. Da wurde es also auch schon ein bisschen konkreter an Sachen Podcast Comeback und auch so war es einfach ein super lustiger Abend. Am 24.3. war ich mit ein paar Mädels aus der Schmökerrunde beim Leseclub Festival in Bonn. Das war super cool. Wir haben dort über »Keine gute Geschichte« von Lisa Roy gesprochen, die selbst halt auch anwesend war und unsere Fragen beantwortet hat. Das Buch hat mich irgendwie auch echt nachhaltig beeindruckt.
Helen
Lisa Roy sowieso, aber ich kann eben auch ihr Buch sehr, sehr empfehlen. Habe ich dir mal in den Show Notes verlinkt. Anfang April war ich für einige Tage in Berlin und habe das mal getestet, mich ein bisschen so zu fühlen, als würde ich dort leben. Das könnte ich mir in Zukunft nämlich ganz gut vorstellen und bei der Gelegenheit habe ich dann auch mit zwei Mädels aus der Schmökerrunde zu Abend gegessen, was super schön war. An Ostern habe ich meine Buchseitenwand-Idee finally umgesetzt und ich sage mal so, also ich bin echt mega mega happy mit dieser Wand, wirklich ohne Witz, ich liebe, liebe, liebe sie.
Helen
Aber das war so viel aufwendiger, als ich gedacht hatte. Ich habe einen vollen Tag gebraucht. Also wirklich so von irgendwie früh morgens bis spät abends. War auf jeden Fall sinnvoll, dass auch so ein verlängertes Feiertagswochenende zu legen. Und ich hatte noch Tage später richtig schlimmen Muskelkater. Sprich vielleicht nicht so viel mein Sportlevel. Falls ihr übrigens nicht weiß, was ich meine, schau mal in die Show Notes. Ich habe die mal ein Reel verlinkt, in dem ich die Wand vorher und nachher zeige. Seitdem sitze ich jedenfalls bei jedem Livestream vor dieser wunderschönen Wand in meinem Arbeitszimmer.
Helen
Zum 25.04. wurde Wonder offline geschaltet, womit auch der immer offene digitale Raum für die Schmökerrunde, der jetzt dann wegfiel, was ich echt immer noch mega schade finde. Wir nutzen jetzt wieder Zoom für die digitalen Buchklub-Treffen und das ist auch super. Aber mir fehlt halt die Möglichkeit, den Schmöker-Mädels so wie vorher mit Wonder einen jederzeit offenen digitalen Treffpunkt bieten zu können. Also wo man sich dann auch unabhängig von mir verabreden kann. Ich habe jetzt vor kurzem auf der Arbeit von HyHyve gehört. Das scheint mir ähnlich zu funktionieren wie Wonder. Das werde ich mir also mal bei Gelegenheit anschauen.
Helen
Außerdem hat mir eine Studentin im April im Rahmen ihrer Hausarbeit über Literaturkritik bzw. Buchrezension im Internet Fragen zum Buchclub gestellt und ich finde die Vorstellung richtig verrückt, dass Mädels, die lesen jetzt einfach mehrfach Teil von so Hausarbeiten und Co. wurde. Ich habe im April mich auch für oder mit Mädels, die lesen für ein Programm für Gründerinnen beworben. Im Mai dann aber auch leider schon die Absage bekommen. Also ich sage jetzt leider, aber im Grunde denke ich immer, dass ja alles schon so auch gut ist, wie es eben kommt.
Helen
Klar in dem Moment sind so Absagen immer frustrierend vor allem, weil bei Bewerbungen dieser Art immer viel Zeit reinfließt, aber gerade eben auch bei diesen Bewerbungen habe ich in der Vergangenheit immer gemerkt, dass mich das auch ohne Zusage weiterbringt, weil ich dann mich einfach noch mal intensiver mit dem Buchclub und auch wo ich damit hin möchte auseinandersetze. Also alles gut. Ich habe dieses Jahr übrigens auch mehrfach die Verifizierung vom Mädels-die-lesen-Instagram-Account beantragt und wurde auch da immer wieder abgelehnt.
Helen
Seit dann das ganze Verifizierungsmodell bei Instagram geändert wurde, habe ich das auf Eis gelegt und denke jetzt, dass der blaue Haken ja so auch relativ schnell den Wert verloren hätte. Also ja, kommt immer irgendwie wie es soll. Ende April bin ich für anderthalb Wochen das erste Mal seit der Gründung von Mädels, die lesen so richtig in den Urlaub gefahren. Also so, dass ich auch mal gar nichts für den Buchclub gemacht habe. Es hatte aber leider eben auch die Konsequenz, dass der Buchclub quasi anderthalb Wochen Urlaub nehmen musste.
Helen
Ja, ich war zu dem Zeitpunkt schon wieder echt gefährlich nahe dran auszubrennen und gerade eben dieser Punkt, dass wenn ich nicht weitermache, der Buchclub nicht weiterläuft, hat mich echt wahnsinnig frustriert. Ich habe in im Urlaub, dann spürt, dass ich entweder etwas radikal ändern muss oder ich aufgeben muss und ich habe mich dann noch im Urlaub für so ein Coaching über drei Monate angemeldet. Das war zu dem Zeitpunkt besonders finanziell echt eine große Entscheidung, aber rückblickend so eine wichtige und gute Entscheidung. Dadurch hat sich super vieles verändert.
Helen
Ich hatte mich ja im Grunde für die radikale Veränderung und gegen das Aufgeben entschieden und damit bin ich super happy. Also auch wenn die drei Monate extrem fordernd waren, not gonna lie, aber ja bin definitiv happy, dass ich das gewagt habe und damit irgendwie auch an mich selbst geglaubt hab. Und insgesamt war das auch einfach so ein toller Urlaub. Wir haben einen Roadtrip nach England gemacht, sind vorher aber auch noch in die Niederlande und nach Belgien gefahren. Also war wild, aber genau das, was ich in dem Moment brauchte und ich habe übrigens, wie man das ja so macht, Urlaubsmitbringsel für dich mitgebracht aus dem Urlaub.
Helen
Es waren einerseits die Blind Dates with a book, die direkt ausverkauft waren. Vielleicht machen wir da im neuen Jahr noch mal eine Neuauflage. Und die wallpaper, die du immer noch im online shop bekommst und die seitdem auch mein Handy hintergrundsieren. Hab ich dir auch mal verlinkt. Im Mai wurde ich mit einer Interviewanfrage vom Börsenblatt überrascht für das Format die Sonntagsfrage und das sind ehrlicherweise so Pinch Me Moments. Das Interview haben wir auch auf der Presse-Seite von Mädels, die lesen verlinkt, also wenn du das mal nachlesen möchtest. Die Frage war, lässt sich mit Mädels, die lesen Geld verdienen?
Helen
Etwas, worüber ich bis dahin, glaube ich, noch nirgends wirklich gesprochen hatte. Also auch jetzt nicht, weil ich nicht gewollt hätte, sondern einfach, weil mich niemand gefragt hat. Aber es war auf jeden Fall ein sehr kurzes, aber sehr spannendes Interview für mich. Ende Mai hatte ich eigentlich entschieden, beim Young Storyteller Award mitzumachen und mein erstes Buch zu schreiben. Krass, wie sich das einfach anhört. Ich hatte eine Accountability-Partnerin, einen Zeitplan, ich wusste auch, worüber ich schreiben wollte.
Helen
Aber ich habe irgendwie relativ schnell gemerkt, dass mir das Thema geradezu nahe geht und ich insgesamt so mental noch recht angeschlagen war und einfach ehrlicherweise lieber den Sommer genießen wollte. Ich glaube die Frist wäre im August oder so Ende August gewesen. Das habe ich also vertagt, aber vielleicht hole ich die Idee 2024 wieder aus der Schublade. Und wenn nicht nächstes Jahr, dann bestimmt irgendwann anders in der Zukunft.
Helen
Im Juni haben sich für mich gefühlt die Ereignisse so ein bisschen überschlagen, weil wir mit dem Podcast zurückgekommen sind und seit dem dreimal im Monat eine neue Folge veröffentlichen, also immer am 3., 11. und 22. eines Monats. Und wir haben die Buchklubpost ins Leben gerufen, mit der ich dir immer sonntags einen digitalen Liebesbrief schicke. Und es waren halt schon zwei größere Entscheidungen, weil sie jeweils natürlich mit Aufwand verbunden sind.
Helen
Ich denke auch, es ist safe to say, dass ich das nicht geschafft und auch nicht gemacht hätte, wenn ich nicht einen großen Teil der Social-Media-Aufgaben an meine Kollegin aus dem Mädels-die-lesen-Team abgegeben hätte. Also wir hatten zwar schon vorher Grafik und Textvorlagen für eigentlich so gut wie alle Posts. Ich habe mich aber trotzdem immer schwerer damit getan, das vorzubereiten. Also meistens war es eher so, dass ich morgens dachte, also und dann halt den ganzen Tag dachte, ich muss das und das heute Abend posten und habe es dann echt bis zur letzten Minute meistens vor mir her geschoben.
Helen
Und gleichzeitig habe ich mich dafür aber auch total verurteilt, weil ich immer so dachte, ey komm, so schwer ist es doch nicht. Da hat mir total gut getan, dass sie so sinngemäß meinte, du bist jetzt einfach schon ein Stück weiter und bereit für neue Aufgaben. Und ich habe das wirklich auch keine Sekunde bereut, diese Aufgaben an sie abzugeben. Ganz im Gegenteil, es tut total gut zu wissen, dass ich jetzt halt auf Instagram posten kann, aber eben nicht muss und dass der normale Buchklubablauf so gesichert ist. Also ich kann jetzt quasi was einstreuen, wenn mir danach ist, aber das, was ihr von Mädels, die lesen kennt, ist einfach gesichert.
Helen
Das war auf jeden Fall ein echter Gamechanger dieses Jahr. Eine andere Sache, die ich dieses Jahr abgegeben habe, wo ich nicht mal genau weiß zeitlich jetzt wann, aber auch so in dem Zeitraum. Und die mir auch echt nach wie vor so voll den Rücken frei hält, waren die Rezensionsexemplare Anfragen an die Verlage. Also für dich zum Hintergrund für jede Leserunde haben wir früher immer, also bis vor kurzem eigentlich immer vier Bücher angefragt. Mittlerweile sind es dann in Anführungsstrichen nur noch drei, aber das ist ja auch nicht wenig.
Helen
Und mittlerweile fragt eine Kollegin aus dem Mädels-die-lesen-Team diese Rezensionsexemplare bei den Verlagen an und ist halt auch so deren Hauptansprechpartnerin in der Sache. Das ist ehrlich himmlisch, weil das seitdem so reibungslos klappt, macht mich echt mega happy. Also sonst hab ich oft beim Livestream da gesessen und mir hat dann doch noch ein Buch gefehlt und ich hab so gefühlt einen Tag vorher gemerkt, dass da wieder ein Buch weht und es war immer irgendwas. Im Juni haben wir auch Mädels, die lesen bei Google eintragen lassen, also sodass man, sodass das wie so ein Geschäft, sag ich mal, auf Google jetzt zu finden ist.
Helen
Also kannst du mal, wenn du nach Mädels, die lesen googlest, wird dir das eigentlich direkt angezeigt, im Idealfall. Aber sodass man jetzt eben den Buchclub dort öffentlich bewerten kann. Diese Bewertungen sind auch auf der Webseite eingebettet mit so einem Plug-in. Voll cool. Und wir hatten das in der Art auch schon vorher, aber quasi so selbst geschrieben. Und theoretisch kann man sowas ja immer faken, deswegen bin ich jetzt einfach mega happy mit dieser offizielleren Version. Ja und ich denke, das krasseste kommt jetzt auch schon.
Helen
Das krasseste, verrückteste und nervenaufreibendste war für mich im Juni das Seriencamp Festival, bei dem ich als Mädels-die-lesen-Gründerin auf der Bühne stand und ein Event mit Melanie Raabe und der Filmcrew zur Buchverfilmung von »Der Schatten« moderiert habe. Wir haben auch davor ein paar Fotos, davon ein paar Fotos, auf der Presse-Seite auf Mädels, die lesen hinterlegt und noch mehr Eindrücke bekommst du auch in der Podcast-Folge mit Melanie Raabe, die ist schon ein bisschen länger her, ich glaube, die kam im Sommer raus. Wenn du da noch nicht reingehört hast, mach das gerne mal.
Helen
Aber so dieses Bild von mir auf dem roten Teppich, also auf dieser rote Teppichwand dahinter sind so die ganzen Sponsoren. Also so typische rote Teppichbilder gefühlt. Also da hatte ich auch so die Moderationskarten in der Hand und so. Das war richtig krass. Das hat es in meine Top 2 geschafft. Weil es sich für mich ähnlich anfühlt, wie als ich das erste Mal im Programmheft der VHS neben meinem Namen das Wort Dozentin gelesen habe. Und weil es für mich halt auch voll dafür steht, dass ich Angst haben und trotzdem etwas tun kann. Also ich hatte wirklich sehr viel Angst vor diesem Moment.
Helen
Also weniger auf diesem roten Teppich zu stehen, als nachher auf der Bühne zu moderieren. Darüber hinaus haben wir im Juni das Tempo aus den Leserunden genommen und bekannt gegeben, dass wir jetzt nicht mehr streng ein Buch pro Monat lesen, egal wie umfangreich das Buch ist, sondern dass wir quasi die Leserunde an das Buch anpassen und jetzt circa zehn Seiten pro Tag lesen. Und ein Buch auch erst mal in Ruhe beenden, bevor wir das nächste auswählen. Sonst war das teilweise so, dass wir Mitte des Monats schon das nächste Buch ausgewählt haben und für mich hat sich das echt nur noch wie Hetzen angefühlt.
Helen
Und darüber, also dass wir das geändert haben, bin ich nach wie vor so happy und ehrlicherweise hätte ich das wahrscheinlich auch einfach schon ein Jahr vor entscheiden können. Aber gut, kommt Zeit, kommt Rat. Ende Juni stand dann außerdem fest, dass ein Teammitglied, das schon lange Teil des Mädels-die-lesen-Teams ist, ab Herbst, ich glaube im Oktober oder Ende September, ein Praktikum bei uns machen würde. Und das finde ich immer noch voll krass, weil sich das wirklich so richtig so anfühlt. Das werden wir jetzt ein richtiges Unternehmen.
Helen
Und ich versuche das zu verinnerlichen, aber ich finde das immer noch schwer. Und wenn ich dann immer so Praktikum bei Mädels, die lesen höre, denke ich so wow, das fühlt sich nach was Echtem an. Also ich bin mega mega happy, dass sie sich getraut hat zu fragen und dass die Uni das auch genehmigt hat. Und mit dem Thema fühlt sich jetzt wie ein richtiges Unternehmen an, auch noch der Punkt. Irgendwann im Sommer, meine ich, habe ich ein Geschäftskonto für Mädels, die lesen eingerichtet. Das war ein richtig guter Rat von einer Steuerberaterin, mit der ich gesprochen hatte. Also ja, wir sind jetzt irgendwie wie so ein richtiges Unternehmen.
Helen
Am 28.06. war ich auch noch im Podcast The Founders Kitchen zu Gast und habe mit der Gastgeberin darüber gesprochen, wie ich es geschafft habe, online eben diese Community bei Mädels, die lesen aufzubauen. Also hör da auch gerne mal rein. Und am letzten Juni-Tag, also ich meine es ist eigentlich nicht am letzten Juni-Tag passiert, Tag passiert, aber es ist sowas krasses gewesen. Ich habe am letzten Juni Tag an einem Gewinnspiel teilgenommen und dann im Juli erfahren, dass ich gewonnen habe. Ich finde es aber immer noch mega heftig, weil ich ein Jahr lang jeden Monat 1000 Euro gewonnen habe.
Helen
Also ich habe gewonnen, dass ich ein Jahr lang jeden Monat 1000 Euro bekomme. Ein bisschen wie so dieses bedingungslose Grundeinkommen, aber es war nicht das bedingungslose Grundeinkommen.
Helen
Und das hat vom ein auf den anderen Tag so viel Druck für mich rausgenommen, also ich konnte mir dann zum Beispiel einen eigenen Laptop kaufen, was ich vorher, ich weiß gar nicht ob ich, also ich hatte glaube ich immer irgendwann vor ganz vielen Jahren einen eigenen Laptop, aber seitdem nicht und es hat halt einfach alles immer nur so halb gut funktioniert und jetzt weiß ich, es hat alles so erleichtert, weil es jetzt funktioniert hat alles total reibungslos. Ich meine, manchen sind es echt so die kleinen Dinge. Nicht unbedingt der Laptop, da war wirklich keine Kleinigkeit.
Helen
Aber so dieses Gefühl, dass das jetzt einfach funktioniert, boah, mega. Aber ja, das gibt mir natürlich auch die Möglichkeit, Geld in Mädels, die lesen zu investieren, was man vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle auch so merkt. Also zum Beispiel, dass wir jetzt ein professionelles E-Mail-Programm nutzen oder ich Visitenkarten kaufen kann, aber auch so Dinge, die man vielleicht nicht direkt sieht. Also wir haben jede Menge Plugins auch für die Webseite gekauft.
Helen
Das waren immer 1-Sale-Plugins, die dann installiert werden mussten, die dann auch was gekostet haben und solche Sachen waren dann eben vom einen auf den anderen Tag möglich. Also das war krass. Dafür hatte dann aber im Juli eine weitere Absage auf eine Bewerbung für so ein Gründerinnenprogramm bekommen. Also I guess it’s called Balance. Ende Juli haben wir in Kooperation mit der Merrell Hiking Club die erste Wanderung mit Lesung durchgeführt und das war so ein wunderschöner Tag. War auch mega schön, weil da zwei Teammitglieder dabei waren.
Helen
Die eine hat auch wie immer super schöne Fotos vom Event gemacht und der andere hat wie auch bei den Leserunden die Infos zur Autorin beigesteuert. Also ich habe dann vorgelesen und er hat ein bisschen was zur Autorin Tara June Winch erzählt, weil wir aus »Wie rote Erde« vorgelesen haben. Oder ich aus »Wie rote Erde« vorgelesen habe. Übrigens, die beiden waren schon mal im Podcast, wenn du sie näher kennenlernen möchtest – wie einige andere aus dem Team auch. Zum 1. August haben wir einen weiteren, sehr großen Schritt getan. Also für uns zumindest. Wir haben uns nämlich nach fast drei Jahren von Steady verabschiedet.
Helen
Also da kann man so Abos abschließen, ein bisschen wie Patreon, falls ihr das was sagt. Und sind mit der Schmökerrunde auf unsere eigene Webseite umgezogen. Es war echt ein ziemlicher Kraftakt, ist auch noch nicht zu 100% abgeschlossen, aber hat sich voll gelohnt und fühlt sich absolut richtig an. Im August, ich weiß nicht mehr genau wann, hatten wir auch das erste Mal-Event und ich bin voll happy, dass ein Mitglied das jetzt auch für die Schmökerrunde anbietet. Es waren nämlich bisher jedes Mal richtig schöne Abende und dazu muss man vielleicht auch sagen, dass ich jetzt selber gar nicht male.
Helen
Also ich würde auch nicht behaupten, dass das kann. Aber sie leitet das total schön an und so wird es dann eben auch einfach zu einem entspannten Ausgleich zum Alltag. Ich habe im August auch das erste Mal mit meiner Kollegin, die den Podcast hier auch schneidet, im Haus der Geschichte hier in Bonn gearbeitet. Da gibt es so einen schönen Bereich, den man kostenlos nutzen und wo man dann auch arbeiten kann. Da habe ich auch das Media Kit für Mädels, die lesen erstellt oder also zumindest überarbeitet und erweitert. Ich glaube erstellt hat sich das dann vielleicht schon.
Helen
Aber das war echt besonders schön, dass wir uns dann gemeinsam anschauen zu können und zu überlegen, was wir in Sachen Podcast reinpacken. Also falls dir das jetzt nicht sagt, so ein Media-Kit schickt man mit, wenn man bei Unternehmen oder so pitcht. Und ja, also wir hatten davor schon erste Sponsoren für diesen Podcast. Also in diesem Jahr, das ist eine Neuerung aus diesem Jahr, war eben da mir das Media Kit noch mal ein bisschen optimiert, sag ich mal. Aber ja, Sponsoren für den Podcast zu haben, war natürlich auch mega aufregend, aber auch mega schön. Also ich finde, das passt voll gut hier rein.
Helen
Und genau, während ich mich um das Media Kit gekümmert hat, hat sie sich um ihr erstes Buch gekümmert, weil sie tatsächlich bei diesem Young Storyteller Award mitgemacht hat und sie ist jetzt einfach Autorin. Richtig krass. Ach, und noch was potentiell sehr aufregendes ist im August passiert. Ein Mitglied aus der Community, das schon mal im Podcast war, mein Freund und ich hatten, also zumindest vor, eine Location hier in Bonn zu besichtigen, die sich nämlich für das Real-Life Ferienlager eignen würde. Aber ja, ich hatte das nicht nochmal bestätigen lassen und an dem Tag war dann natürlich eine geschlossene Gesellschaft da.
Helen
Aber wir haben trotzdem die Gelegenheit genutzt und gemeinsam gebrainstormt, wie dieses ursprünglich noch als Festival geplante Ferienlager aussehen könnte. Und sind am Ende mit einer unglaublich tollen Idee da rausgegangen, auch die ich so richtig, richtig Lust habe. Ich habe danach dann noch ziemlich lange prokrastiniert ein Angebot einzufordern, weil ich volle Angst hatte vor dieser hohen Summe, die in diesem Angebot stehen würde. Und dann hat es noch ewig gedauert, bis das Angebot kam. Und natürlich stand da am Ende eine ewig hohe Summe drin. Aber ich habe mittlerweile trotzdem eigentlich das Gefühl, dass wir es schaffen können.
Helen
Also mark your calendars! Vom 13. bis 15. September 2024 fahren wir nicht mehr wie die letzten Jahre digital, sondern ganz und gar im echten Leben ins Ferienlager. Ich erzähle dazu natürlich auch nochmal mehr, aber zumindest ist jetzt schon mal offiziell raus in der Welt. Ich kann mich nicht mehr davor drücken. Mitte August haben wir auch die 50.000 Marke geknackt mit maedelsdielesen.de. Also unsere Webseite wurde insgesamt über 50.000 mal aufgerufen. Finde ich schon so eine Hausnummer.
Helen
Und seit Ende August gibt es auf besagter Webseite auch einen eigenen Mitgliederbereich für die Schmöker-Mädels. Also wo der Link zur Chatgruppe, der abonnierbare Kalender und alle Zugangsdaten hinterlegt sind. Den werden wir Stück für Stück weiter auf- und ausbauen, aber ja, es ist mega cool, was meine Kollegin da aus dem Boden gestampft hat. Im September war es laut meiner Fotogalerie, werde es Mädels-die-lesen-technisch wohl ein bisschen ruhiger. Dafür gab es dann mehr private Abenteuer, aber Ende September waren wir Schmöker-Mädels in der Josephine-Baker-Ausstellung in Bonn. Es war echt cool, weil wir sowas auch noch nie gemacht haben.
Helen
Und ich vielleicht allein mich nicht so aufgerafft hätte. Und weil wir danach sogar noch vom Dach der Bundeskunsthalle gerutscht sind. Also da gibt es so eine riesige Rutsche. Es war echt ein lustiger Ausflug. Ich habe mich außerdem am letzten Tag noch für ein weiteres Gründerinnenprogramm beworben. Ich hatte eigentlich so im Kopf, dass ich das dieses Jahr gar nicht so viel gemacht habe, aber das war jetzt glaube ich schon das dritte. Und hierfür hätte ich sogar noch Ende des Jahres nach Berlin ziehen müssen.
Helen
Deswegen war ich da jetzt auch gar nicht mal so traurig, als da die Absage kam, weil mir der Umzug so kurzfristig wahrscheinlich einfach zu viel gewesen wäre. Irgendwann werde ich aber in Berlin wohnen, bestimmt. In der Zeit kamen auch meine neuen Wanderschuhe an, die ich von Merrell zur Verfügung gestellt bekommen habe. Und das war schon so ein verrücktes Gefühl, Kleidungsstücke gestellt zu bekommen. Also ich hatte ein T-Shirt, einen Pulli und diese Wanderschuhe von Merrell bekommen.
Helen
Und ich bin jetzt mal ganz ehrlich, ich hätte die jetzt vielleicht gar nicht selber so ausgewählt. Ich hab die nicht selber ausgewählt, sondern die wurden mir halt zuschickt. Also ich hätte nicht so niedrige ausgewählt, weil ich irgendwie dachte bei Wanderschuhen muss es auf jeden Fall über den Knöchel gehen und so. Aber ich hab die seitdem ständig an. Die sind so bequem, die sehen auch einfach eher aus wie so Turnschuhe. Also wie so, ich glaube es sind irgendwie Trail. Ich hab gar keine Ahnung, kenne mich ja nicht so aus. Aber sind super bequem und ich hatte die bei der letzten Wanderungen im November dann auch an.
Helen
Also in Kooperation mit dem Merrell Hiking Club hatten wir noch eine Wanderung und da hat sich dann auch gezeigt, dass die wirklich wasserfest sind. Also ich fand es so krass. Ich war die einzige glaube ich am Ende, die keine kalten, nassen Füße hatte. Richtig cool. Genau. Also ich meine, das finde ich jetzt vielleicht weniger spannend, aber ich finde das schon. Also es sind so Momente, wo ich denke, wie krass einfach. Da ändert sich dann irgendwie doch so viel. Ende September hatte ich auch nochmal die Willkommens-E-Mails für neue Schmökerrunden-Mitglieder komplett überarbeitet.
Helen
Also zumindest waren die dann glaube ich Ende September fertig, sodass man jetzt ein bisschen mehr eingeführt wird in die Schmökerrunden-Welt. Ich habe da dann auch die Teatimes eingeführt, weil mir die Einzelgespräche mit euch gefehlt haben. Ich habe da ehrlicherweise auch ziemlich lange hin und her überlegt, ob ich das machen soll, weil ich natürlich schon ein bisschen Sorge hatte, ob mir das dann zu viel wird. Also dazu sollte ich vielleicht auch sagen, dass ich halt auch alle alten Hasen, sag ich mal, einmal durch dieses Onboarding geschickt habe, sodass dann über 100 Personen Zeit die Einladung für die Teatime bekommen haben.
Helen
Aber es ist ja wie so oft, es nehmen dann gar nicht alle wahr und nicht alle auf einmal und ja, ich habe einfach gemerkt, dass ich da voll drin aufgehe. Also ich liebe es, mit jemandem zu quatschen. Deswegen ist das voll die gute Entscheidung für mich und auch alle mit denen ich die Teatime hatte, waren total happy. Also Win-Win. Oktober war Buchmessenmonat. Zwar erst ab dem 18., aber weil ich war mein erster Besuch, ich war so nervös, dass mich das auf jeden Fall auch schon davor den Monat komplett eingenommen hat.
Helen
Ich bin sogar mit am Wochenende davor schon mal nach Frankfurt gefahren, um die Wege abzulaufen und mir alles schon mal in Ruhe anzuschauen. Ich konnte mir auch ehrlich gesagt nicht so ganz erklären, warum ich eigentlich so nervös war, aber ich habe das häufig bei neuen Sachen. Also auch wenn ich im Grunde weiß, dass ich das alles schaffe und es auch echt überhaupt nicht wild ist, aber ja. Ich bin Mittwoch das erste Mal hin, weil ich ein Fachbesucherinnen-Ticket hatte und da war dann auch noch so gut wie nichts los. Da konnte ich mich mit den Hallen und dem Gelände und so vertraut machen und ganz in Ruhe stöbern.
Helen
Ich bin auch erst nachmittags hin. Ich hatte nämlich so ein Wochen-Ticket, glaube ich hieß das für die Bahn. Also ich habe gar nicht in Frankfurt übernachtet. Ich war da an dem Mittwoch am späten Nachmittag auf meinem allerersten Blogger-Event. Das war echt nett. Donnerstag habe ich ausgelassen, weil ich da noch einen Terminen auf der Arbeit wahrgenommen habe. Am Freitag bin ich wieder hin, weil ich da vom Fischerverlag zu einem unglaublich coolen Event eingeladen worden war, zu dem ich auch eine weitere Person aus der Community mitnehmen durfte. Das hat mir als Gewinnspiel gemacht.
Helen
Anlass war die Veröffentlichung von »Yoga Town« von Daniel Speck. Dazu gab es auch gerade erst eine Podcast-Folge. Wenn du die verpasst hast, hör unbedingt mal rein. Super spannend, was Daniel nicht nur zum Buch, sondern generell zu verschiedenen Themen erzählt. Wir sind jedenfalls mit so einem ultrasüßen alten Bulli, ich glaube in hellblau oder in so einem Grünton, es war voll schön, bei der Frankfurter Buchmesse, also direkt am Gelände abgeholt worden und dann zum Verlagsgebäude vom Fischer Verlag gefahren.
Helen
Da gab es Mangolassi und Snacks und Daniel hat uns Bilder zum Buch gezeigt und dazu auch ein bisschen was zu den Hintergründen zum Buch erzählt. Wir waren auch einfach eine richtig tolle Truppe. Ich habe auch besonders Daniel und auch die Marketing-Managerin vom Fischer Verlag, so ins Herz geschlossen. Also ich habe im Grunde gefühlt, stundenlang nur gelacht, hatte das Gefühl die Zeit meines Lebens zu haben und wusste halt gleichzeitig, dass ich für dieses Event und das, was ich rundherum so an Content-Erstelle bezahlt wäre. Und es war ein absolut surreales und tolles Gefühl.
Helen
Toll war auch, dass ich einige von euch an den, also über den Tag dann verteilt, als wir wieder zurück waren, getroffen habe. Und ich hatte auch noch so einen totalen Fangirl-Moment mit Deborah Feldman. Also ich hatte vor drei Jahren mit ihr den allerersten Livestream, also wo ich wirklich damals noch dachte, ich werde entweder ohnmächtig oder muss mich übergeben in dem Moment, wo ich so auf live gehen gedrückt habe. Und sie hatte da so eine Art, es war keine Lesung, aber so eine Veranstaltung zu ihrem neuen Buch.
Helen
Und ich habe mich in so, also nachdem es vorbei war, habe ich mich in eine Schlange gestellt, weil ich ihr kurz halt Hallo sagen wollte. Und es war so crazy, weil sie mir einfach schon so vor ein bisschen, also ich glaube da waren noch ein, zwei Leute vor mir zugewinkt, zugewunken Und dann meinte, ja klar, erinnere ich mich noch an dich. Also sie hat gesagt, sie. Klar, erinnere ich mich noch an sie. Ja und also du kannst ja vielleicht vorstellen, dass ich danach auf Wolken geschwebt bin. Hab mich auf jeden Fall sehr darüber gefreut. Samstag bin ich ja noch mal hin, weil wir ein kleines Buchclub treffen dort hatten.
Helen
Also so klein war es am Ende gar nicht. Ich weiß gar nicht, wie viele wir waren. War auf jeden Fall mega schön, so viele von euch da zu treffen. Zu treffen. Es war nur für meinen Geschmack furchtbar voll und Ich glaube, hätten wir das Treffen nicht gehabt, hätte ich mich wahrscheinlich direkt da oben gedreht und wäre gegangen. Das war mir echt zu viel. Ich habe mich außerdem sehr exposed gefühlt, weil ich zur Feier des Tages meinen pinken Hosenanzug anhatte. Aber hat auf jeden Fall was gebracht, weil so konnte man mich dann ganz gut sehen, schon von weitem. Und das war bei den Menschenmassen ganz praktisch.
Helen
Und mich hat sogar jemand wegen diesem Anzug wiedererkannt, der nämlich beim Seriencamp Festival im Publikum saß und da hatte ich auch diese Hose an. Im November haben ein Mitglied der Schmökerrunde und ich, unser gemeinsames Borkum Retreat bekannt gegeben und wurden ehrlich gesagt ziemlich davon überrascht, dass alle zehn Plätze innerhalb von nicht mal irgendwie 48 Stunden weg waren, weil es ziemliche Probleme mit dem Online-Shop gab und dadurch einige nicht so einwandfrei buchen konnten, haben wir noch mal zwei Plätze drauf gepackt und die waren dann auch direkt weg.
Helen
Es hat uns mega gefreut, aber ehrlicherweise hatten wir damit überhaupt nicht gerechnet. Wir haben halt extra so früh im November angefangen, weil wir ja noch bis Anfang Januar irgendwann die Möglichkeit gehabt hätten, das Ganze komplett abzusagen, wenn sich jetzt niemand angemeldet hätte, ohne dann auf irgendwelchen Kosten hängen zu bleiben und deswegen haben wir mit extra viel Vorlaufzeit geplant, weil wir dachten, dann haben wir wenigstens eine Chance. Aber ja, war mega schön zu sehen, dass ihr da genauso Lust darauf habt wie wir und ich freue mich jetzt schon mega auf den März.
Helen
Wir haben im November auch 6.666 Mädels auf Instagram geknackt und das dann mit neuen GIFs gefeiert. Vielen Dank an der Stelle an unsere Praktikantin. Mitte November war ich auch für die Arbeit in Leipzig und hatte da recht kurzfristig, also ich wusste zwar, dass ich nach Leipzig fahren werde, aber ich hatte glaube ich erst maximal eine Woche vorher das Programm bekommen. Deswegen sehr kurzfristig zu einem Buchklub treffen eingeladen, bei dem ich dann so ein kleines Mini-Déjà-vu hatte, weil ich die Einzige war, die gekommen ist.
Helen
Also, aber das wusste ich vorher, so mir hatten alle Bescheid gesagt und ich fand’s jetzt auch überhaupt nicht schlimm. Ich musste ja sowieso was essen gehen, aber ja, aber mich hat es ein bisschen an das allererste Treffen bei Mädels, die lesen erinnert. Kurz danach habe ich meine Visitenkarten bekommen. Die waren eigentlich für die Frankfurter Buchmesse geplant, aber gut, das hat nicht so geklappt. Meine Kollegin hat sich da komplett um alles gekümmert. Danke an dich! Die sind so ein bisschen im Design der Stofftasche. Und das Design hat ein Teammitglied designt. Ja, genau.
Helen
Und meine Kollegin hat die Visitenkarten in dem Stil dann designt und sich komplett um die Abwicklung gekümmert. Und ich lieb die total. Richtig schön. Würde jetzt am liebsten jedem eine geben, weil jetzt habe ich ja gerade nicht so viele Anlässe, die Leipziger Buchmesse kommt, ja, vielleicht kann ich sie da verteilen. Also und dann sehe ich hier gerade noch was random Witziges. Ich folge vielen australischen Personen auf Instagram und YouTube und eine von denen hat er dazu aufgerufen, dass man sich mit einem Produkt für ihren Giftguide meldet.
Helen
Im ersten Moment dachte ich, da kann ich nicht mitmachen, weil viele, die den Giftguide sehen, wahrscheinlich nicht aus Deutschland kommen. Und dann ist mir aber das Wallpaper-Bundle eingefallen und dass das ja super als Visual Reminder für alle ist, die sich fürs neue Jahr vornehmen mehr zu lesen. Und ich wurde dann tatsächlich in den Gift Guide aufgenommen. Also aber kein einziges Wallpaper-Bundle verkauft.
Helen
Ich glaube bei der Weg vom Produkt bis zum abgeschlossenen Verkauf doch relativ schwierig für jemanden ist, der kein Deutsch spricht und weil wir zu der Zeit halt auch immer noch diese Probleme mit dem Online-Shop hatten und ich halt auch gar nicht weiß, wie viele sich den Guide wirklich angeschaut haben. Aber ich war einfach stolz, dass ich da meinen Hut in den Ring geworfen habe. Ach so, übrigens, der Code ist noch bis zum 31.12. gültig. Also wenn du schon länger ein Auge auf das Wallpaper-Bundle geworfen hast, ist das der perfekte Zeitpunkt zum Zuschlagen.
Helen
Mit dem Code jessgiftguide, alles klein und zusammengeschrieben, bekommst du bis zum 31.12.23 11% auf das Wallpaper-Bundle. Ich schreibe den Code auch nochmal in die Show Notes. Wir haben Ende November auch wie jedes Jahr gewichtelt und waren diesmal 250, was ein neuer Rekord war. Ich freue mich, dass das jedes Jahr so gut bei euch ankommt. Falls du die Aktionen verpasst hast und nächstes Jahr unbedingt dabei sein möchtest, schau mal in die Show Notes, da kannst du dich eintragen und nächstes Jahr dran erinnern lassen.
Helen
Am 15.11. haben wir die zweite Wanderung mit der Merrell Hiking Club durchgeführt und sind dabei so richtig moody, kaltem Wetter durch die Eifel gestapft. Ich habe am Ende dann am Lagerfeuer aus »Der große Trip« vorgelesen. Wir haben dann auch Kakao getrunken und Stockbrot gegessen. Es war echt wieder ein richtig toller Tag. Ich hoffe, dass wir davon auch nächstes Jahr noch welche durchführen können. Direkt das Wochenende drauf, am 2.12. war das Buchklubtreffen in Hamburg in der Buchhandlung Lüders, was auch mega schön war.
Helen
Vor allem war es jetzt zwei Jahre in the making, deswegen war ich total froh, dass das jetzt geklappt hat, nichts mehr dazwischen gekommen ist. Am Freitag da drauf waren die Schmöker-Mädels und ich noch mal in einer Ausstellung. Wir waren in modische Raubzüge in Euskirchen und es war auch wieder super spannend. Direkt im Anschluss, also noch am selben Abend, hatten wir die Mädels-die-lesen-Team-Weihnachtsfeier. Samstags hatte ich den letzten Termin meines englischen Buchclubs bei der VHS Bonn und am Sonntag dann die Schmökerrunden-Weihnachtsfeier, vollgepacktes Wochenende.
Helen
Und es war für mich auch echt überhaupt nicht leicht, diesen Kurs bei der VHS Bonn zu beenden. Auch darüber hatte ich schon mindestens ein Jahr lang nachgedacht, weil ich einfach so an dieser Gruppe hing. Viele von den Teilnehmerinnen waren von Anfang an dabei und haben sich echt über zweieinhalb Jahre immer wieder angemeldet, also weil das dann immer pro Semester läuft. Und teilweise hatten wir auch Kurse so über die Sommerferien. Aber das zusätzliche Buch pro Monat wurde mir einfach echt ein bisschen zu viel und ich möchte ich möchte halt so mehr mit Freude lesen und nicht so einen Druck dabei spüren.
Helen
Deswegen war ich eigentlich in den Momenten, in denen ich wieder auf den letzten Drücker versucht habe ein Buch zu beenden, sicher, dass ich den Kurs nicht mehr weiterführen möchte. Wenn ich aber dann den Termin mit dieser tollen Truppe hatte, konnte ich es dann irgendwie doch nicht durchziehen. Also ich habe echt Schwierigkeiten mit Abschieden und das hat es mir auch hier sehr schwer gemacht. Aber wie so oft bei mir, wenn ich ewig brauche um so eine Entscheidung zu treffen, ja ist es dann am Ende meistens gar nicht mehr so schlimm.
Helen
Also ich fühle jetzt im Moment eigentlich vor allem Erleichterung, dass ich ohne diesen Kurs ins neue Jahr starte. Also auch wenn mir die Personen natürlich fehlen werden, aber da hilft mir auf jeden Fall, dass ich bei einem Paar weiß, dass ich sie nicht komplett verliere, weil das ist schon ein länger Teil von Mädels, die lesen sind oder auch teilweise von der Schmökerrunde sind. Ja und ich habe mir halt auch offen gehalten, den Kurs wieder anzubieten, wenn es mir jetzt wirklich zu sehr fehlt. Deswegen, das hat die Entscheidung dann auch leichter gemacht. Eine Sache fällt mir noch generell zu diesem Jahr ein.
Helen
Wir haben angefangen, für alle Bücher, die bisher bei Mädels, die lesen und auch noch in dieser alten Schmökerrunde gelesen wurden, Zusammenfassungen mit allen geteilten Inhalten zu erstellen. Das sind zum Beispiel die Posts, aber auch Links oder Interviews, Rezepte und mehr. Wir haben das noch lange nicht bei allen Büchern, aber doch bei einigen mittlerweile. Wenn du dich also für ein Buch interessierst, das bei Mädels, die lesen gelesen wurde – eine Übersicht über alle Bücher findest du im Reiter »Was wir lesen« auf der Webseite –, dann schau mal auf maedelsdielesen.de vorbei, ob es für das Buch da nicht schon eine Zusammenfassung gibt.
Helen
Und wenn es keine gibt, dann schreibt mir, dann schaue ich, dass wir das schnellstmöglich nachholen. Und vor kurzem ist noch eine weitere Neuerung dazu gekommen, die ich total liebe. Auch hier noch nicht bei allen Büchern, aber bei einigen. Und zwar findest du dann auf der Seite des Buchs unten auch den Punkt, wenn dir dieses Buch gefallen hat, gefällt dir vielleicht auch dieses. Und dann bis zu drei Buchempfehlungen, mit denen du weitermachen kannst. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass unsere Webseite immer runder wird und ich lieb’s. Das war jetzt der nicht so schnelle Durchlauf.
Helen
War irgendwie echt ein Jahr mit vielen Highlights und so Pinch-Me-Momenten, aber auch ein Jahr, was super herausfordernd für mich war. Ich wollte dir so einen möglichst realistischen Überblick geben, auch wenn es mich bei manchen Punkten nervös macht, das mit dir zu teilen. Und ich habe auch versucht, alles mit rein zu packen, obwohl mir da bestimmt das eine oder andere durchgerutscht ist, aber ich denke, es ist nah dran an vollständig. Und auch für mich wollte ich eine kleine Erinnerung an dieses Jahr haben. Ich hoffe also, dass es dir gefallen hat.
Helen
Jetzt kann ich eigentlich nur noch sagen, vielen vielen Dank für weiteres tolles, unglaubliches Mädels-die-lesen-Jahr. Vielen Dank für den schönen Austausch, ob digital oder im Real Life. Danke für tolle Bücher und damit eben auch tolle Geschichten zum Abtauchen. Es ist wunderschön, dass du dabei bist und ich freue mich, wenn du auch nächstes Jahr die Reise mitbegleitest. Jetzt wünsche ich dir erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.




