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2025, was hältst du für uns bereit?

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Podcast · Folge 107

Ein Jahresausblick, vier Monate zu spät

Helen über den ersten Jahresstart als Vollzeit-Selbstständige, ein erstes Quartal, das sie gefühlt verpasst hat – und über ein Vorhaben, das sie in dieser Folge zum ersten Mal öffentlich ausspricht

15. Mai 2025 · 32 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Eine Solofolge, die eigentlich im Januar hätte kommen sollen. Helen nimmt sie im Mai auf – mit der Begründung, dass sie erst ab April das Gefühl hatte, jetzt kann das Jahr kommen. Was dabei herauskommt, ist weniger ein Ausblick als eine Bestandsaufnahme: was im ersten Quartal wirklich los war, warum sich das von außen ganz anders angefühlt hat als von innen – und was sie sich für die nächsten Jahre vornimmt.

Der erste Januar als Selbstständige

Zum 1. Januar 2025 hat sie den Schritt gemacht, den sie ein Jahr vorher schon machen wollte: raus aus der Anstellung, vollzeit selbstständig. Gekündigt hatte sie im November davor, kurz vor Fristende, und mit ziemlicher Angst – vor allem vor dem finanziellen Teil, mit dem sie nach eigener Aussage bis heute am meisten ringt. Was ihr die Entscheidung ermöglicht hat, waren die planbaren Einnahmen aus der damaligen Schmökerrunde.

Der Weg dahin war lang. Sie erzählt ihn in dieser Folge einmal am Stück, weil sie ihn kurz zuvor bei einem Alumni-Coaching erzählen sollte: der Start des Instagram-Accounts am 18. Januar 2020, den sie damals gar nicht als Gründung verstanden hat – ein Kleingewerbe gab es nur, weil sie vorher schon einen Blog hatte. Danach über ein Jahr ohne Anstellung, ein Minijob als Corona-Testerin in zwei Altenheimen, den sie den Job nennt, auf den sie am stolzesten ist und den sie nie wieder machen würde. Dann eine Vollzeitstelle, von der aus sie schrittweise reduzierte: erst auf 75, dann auf 50 Prozent – und dort blieb sie zwei Jahre, weil ihr der Sprung von 50 auf null zu groß war.

Wenn du das Gefühl hast, du fühlst dich ausgebrannt: Nimm das ernst. Es dauert einfach, da wieder rauszukommen, wenn du es zu weit treibst.Helen

Was im ersten Quartal im Kalender stand

Dass der Jahresstart anstrengend wurde, lag auch daran, was darin lag. Am 18. Januar der fünfte Geburtstag von »Mädels, die lesen.« im Thalia in Bonn, gefeiert mit 150 Leuten und ihr selbst auf der Bühne. Ende Januar eine Keynote in Berlin bei der future!publish, dem Kongress für die Buchbranche. Am Tag darauf Frankfurt, Finale des Future-Makers-Awards, mit einem Pitch. Und Mitte Februar, fast auf den Tag einen Monat nach dem Geburtstag, die Verleihung des Deutschen Lesepreises in Berlin.

Vorher hatte sie sich gesagt, dass es in Ordnung ist, wenn dazwischen wenig geht. Trotzdem kam der Punkt, an dem sie ungeduldig mit sich selbst wurde und sich fragte, warum es nicht besser wird. Ihr eigener Rückblick darauf ist nüchtern: Diese Termine waren keine normale Situation – man macht so etwas nicht regelmäßig, hat Angst davor, und das zieht Energie. Was geholfen hat, war das, was danach kam: ein leerer Kalender und ein paar Nächte am Meer, an denen sie an einem Tag achtzehn Kilometer am Strand gelaufen ist.

Außen und innen

Der ehrlichste Teil der Folge ist die Lücke dazwischen. Von außen sah das erste Quartal aus wie eine Erfolgsserie: gefeierter Geburtstag, Keynote, Finale, Preis. Von innen kam sie kaum dazu, das zu genießen – sie beschreibt, dass sie eher Überforderung spürte als Dankbarkeit, und dass ihr das selbst nicht angemessen vorkam.

Dazu kam etwas, das sie klar benennt: In diesen Wochen ist sie mit vielen Erwartungen und Vorschlägen in Berührung gekommen – teils tatsächlich ausgesprochen, teils, wie sie selbst sagt, vielleicht auch eingebildet. Sich in solchen Momenten abzugrenzen und zu spüren, was sie eigentlich selbst will, fällt ihr schwer.

Das ist ein großer Unterschied zwischen Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung. Ich hatte das Gefühl, ich habe die letzten Monate viel zu wenig getan und mich viel zu wenig gezeigt.Helen

Ausgelöst hat den Satz eine Begegnung: Jemand sagte ihr, sie lese gar nicht mehr mit – aber sie begegne ihr überall, sobald sie online sei.

Warum es die große Umfrage gab

Aus dieser Phase ist eine Entscheidung entstanden: nach fünf Jahren einmal alles auf den Prüfstand zu stellen. Eine Story-Abfrage reicht dafür nicht – zu wenig Detail, zu wenige Teilnehmende. Also lief die Umfrage einen Monat lang über die Website, mit Aufruf auf allen Kanälen.

Angekündigt hat Helen die Umfrage eine Woche vorher in Folge 106. Was dabei herauskam, wertet Pierre Hofmann in Folge 118 aus.

Das Vorhaben, das sie in dieser Folge ausspricht

Und dann kommt der Teil, wegen dem sich diese Folge im Nachhinein wie ein Anfang liest. Helen erklärt, warum sie es seit Jahren schwierig findet, dass die Community bei Instagram lebt: Man muss in die App, um mitzumachen – und wird ab Sekunde eins von tausend Dingen abgelenkt. Sie kennt das von sich selbst, wenn sie eine Story aufnehmen will und erst zehn andere schaut. Dazu die Frage, wie lange Instagram überhaupt relevant bleibt.

Die Idee einer eigenen App hat sie lange mit sich herumgetragen und immer wieder weggeschoben, weil sie ihr unwahrscheinlich und utopisch vorkam. In dieser Folge macht sie daraus ein Versprechen.

Ich werde es jetzt hier einfach einmal öffentlich claimen: Ich werde mich damit auseinandersetzen, wie wir von Instagram auf lange Sicht zu einer eigenen App wechseln können.Helen

Sie sagt dazu auch, was das bedeutet: Vieles andere, das sie gerne umsetzen würde, muss sich dieser Aufgabe unterordnen – sonst wird nichts daraus. Und sie sagt, dass sie technisch wenig versiert ist, ein Teil von ihr aber glaubt, dass sie es schaffen kann. In der Umfrage steckt deshalb auch die Frage, ob die Community mit umziehen würde.

Wie weit dieses Vorhaben ein Dreivierteljahr später war, steht in Folge 129 über die Pläne für 2026.

Eine Anfrage, die erst einmal liegen blieb

Fast nebenbei erzählt sie noch etwas, das im ersten Quartal passiert ist: Ein Verlag hat sie gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, ein Buch zu schreiben. Sie hat mit der Lektorin telefoniert – und dann gesagt, dass sie dazu gerade nicht in der Verfassung ist, es sich aber durch den Kopf gehen lässt.

Der Rest der Jahresziele dreht sich um Privates, das liegen geblieben ist. Eines davon ist immerhin angefangen: der Ausbau des Vans, den sie seit drei Jahren haben – für sie ein Meilenstein des ersten Quartals.

Eine halbe Stunde Bestandsaufnahme statt Jahresplan: was ein guter erster Jahresstart von außen verdeckt, warum Pausen kein Ausfall sind – und wie ein Vorhaben klingt, das jemand zum ersten Mal laut ausspricht.

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Häufige Fragen

Seit wann ist Helen vollzeit selbstständig?

Seit dem 1. Januar 2025. Davor war sie neben einer Anstellung selbstständig – zuletzt mit einer halben Stelle, auf der sie zwei Jahre blieb, weil ihr der Sprung von 50 auf null Prozent zu groß war. Gekündigt hat sie im November 2024.

Was war im ersten Quartal 2025 los?

Am 18. Januar der fünfte Geburtstag von »Mädels, die lesen.« im Thalia in Bonn mit 150 Gästen, Ende Januar eine Keynote bei der future!publish in Berlin, am Tag darauf das Finale des Future-Makers-Awards in Frankfurt und Mitte Februar die Verleihung des Deutschen Lesepreises in Berlin.

Warum gab es die große Community-Umfrage?

Weil nach fünf Jahren vieles noch so lief, wie es einmal entstanden war, und einmal geprüft werden sollte, ob das noch passt. Eine Story-Abfrage reichte dafür nicht, deshalb lief die Umfrage einen Monat lang über die Website.

Was hat es mit der eigenen App auf sich?

Helen findet es seit Jahren problematisch, dass man für die Community in eine Social-Media-App muss und dort sofort abgelenkt wird – dazu kommt die Frage, wie lange Instagram relevant bleibt. In dieser Folge sagt sie zum ersten Mal öffentlich, dass sie sich damit befassen wird, wie ein Umzug in eine eigene App gehen könnte.

Schreibt Helen ein Buch?

Ein Verlag hat sie im ersten Quartal 2025 angefragt und sie hat mit der Lektorin telefoniert. Ihre Antwort damals: dass sie dazu gerade nicht in der Verfassung sei, es sich aber durch den Kopf gehen lasse.

Die ganze Folge zum Nachlesen

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist die Aufnahme.

Helen
Eine Sache, die ich mir schon eigentlich länger vorgenommen habe, war ein Ausblick auf das neue Jahr zu teilen. Jetzt ist das Jahr schon vier Monate gelaufen und irgendwie hab ich dann halt auch mal das Gefühl, soll ich das überhaupt noch machen. Aber ich glaub, ich hab an der einen oder anderen Stelle schon angedeutet, dass ich den Jahresstadt auch echt herausfordernd fand und ich eigentlich auch erst ab April das Gefühl hatte, jetzt kann das Jahr kommen. Deswegen, ja, ich hatte es in der letzten Podcastfolge auch gesagt, dass ich mal ein bisschen rekapituliere, wie das erste Quartal für mich lief und ich denke, in dem Zusammenhang kann ich vielleicht auch ein bisschen erzählen, was ich vielleicht eigentlich vorhatte für dieses Jahr und was ich jetzt daraus machen werde.

Helen
Wo fange ich an? Also ich meine, was ich ja schon geteilt hatte ist und da bin ich also wirklich bis jetzt super happy drüber auch irgendwie super stolz, dass ich da meine Angst überwunden habe, ist, dass ich mich ja zum 1. Januar dieses Jahres vollzeit selbstständig gemacht habe. Also ich war schon eigentlich quasi immer nebenbei selbstständig mit Mädels, die lesen. Also am Anfang hatte ich das zwar noch nicht als, also ich hatte das lange nicht als Selbstständigkeit geplant, aber ich hatte zumindest immer ein Kleingewerbe, weil ich vorher schon einen Blog hatte. Deswegen, ja, es war irgendwie von Anfang an halt einfach ein Gewerbe da, das ich nutzen konnte und was, ja, was ich dann auch eben immer weiter so entwickelt hat.

Helen
Ich hatte jetzt letztens, da habe ich so ein, das war ein Open Coaching aus dem Programm, was ich letztes Jahr mitgemacht habe und da war ich als Alumni eingeladen und sollte, oder als Alumna eingeladen und sollte von meinem Weg in die Vollzeit-Selbstständigkeit erzählen. Deswegen habe ich das jetzt auch gerade nochmal so präsent. Aber ich meine, ich habe Mädels, die lesen angefangen. Ich hätte damals nicht gesagt, dass ich was gegründet habe, aber angefangen 2020. Am 18. Januar ging dieser erste Post online. Der erste, den wir heute als Geburtstag feiern. Und da hatte ich gerade meinen Job verlassen müssen. Da war ich noch so wirklich komplett drin in diesem Burnout und es hat auch lange gedauert, daraus zu kommen.

Helen
Also ich weiß, dass ich damals dachte, so, gib mir zwei, drei Monate, da bin ich wieder am Start. Es hat deutlich länger gedauert und ich möchte an der Stelle unbedingt auch noch mal sagen, wenn du das Gefühl hast, du bist, du fühlst dich ausgebrannt, nimm das so ernst, es dauert einfach, da wieder rauszukommen, wenn du es zu weit treibst. Das war eine bittere Erkenntnis. Aber so war es halt. Ich habe deutlich länger gebraucht. Ich war über ein Jahr am Ende arbeitslos. Das war ja auch die Zeit mit Corona. Ich hatte so ein bisschen Glück, dass das Arbeitsamt vielleicht auch mit anderen Dingen beschäftigt war. Ich hätte sonst, wenn die jetzt mich zu Bewerbungsgesprächen schicken wollen, wahrscheinlich auch noch mal mit meiner Ärztin sprechen können, dass ich halt dann krank geschrieben bin.

Helen
So war es einfach so, dass ich lange arbeitslos war. In der Zeit habe ich natürlich Mädels, die lesen, gemacht, aber auch nicht in dem Umfang wie jetzt. Und zwar auch nicht mein Fokus und keine Ahnung. Aber ich habe irgendwann in dem Jahr gemerkt, es macht mir wahnsinnig viel Spaß. Und mir haben andere signalisiert, ich sollte für das, was ich da mache, Geld nehmen. Also hatte ich irgendwie schon so ein bisschen Hoffnung, dass das was werden könnte. In diese Rolle reinzuschlüpfen. Nach einem Jahr und weiß ich ein oder zwei Monaten, hab ich dann das erste Mal, wie ich so eine … Ich glaube, es war ein Minijob, den ich angenommen habe. Und hab als Corona-Testerin gearbeitet in zwei Altenheimen.

Helen
So ein Random-Job, der mich krass aus meiner Komfortzone gebracht hat. Ich hab total Angst vor Übelkeit und Erbrechen. Ich hatte die ganze Zeit mit Leuten zu tun, denen übel wurde. Weil wenn man das in den Rachen macht mit diesem Stäbchen. Nee, egal. Das war auf jeden Fall … Ich glaube, der Job, auf den ich am stolzesten bin, weil es so krass für mich war. Aber ich würd's auch, glaub ich, nicht noch mal machen wollen. Danach hatte ich dann … Also, ich hatte in der Zeit mich auf viele Sachen beworben und habe dann zum 1. Mai beim DAAD angefangen. Eigentlich dachte ich, als Aushilfsjob, aber es lief einfach ein bisschen anders. Ich habe dann da Vollzeit angefangen, was natürlich ein krasser Sprung war, von über einem Jahr komplett raus aus dem Job zu sein und mich auf meine Heilung zu konzentrieren, zu Vollzeitstelle.

Helen
Aber ich hatte da von Anfang an auch offen kommuniziert, ich habe da dieses Projekt und ich hoffe irgendwann kann ich das vielleicht auch Vollzeit machen. Also das war die ganze Zeit klar. Und es war auch klar, dass ich nicht Vollzeit bleiben will. Ich glaube, ich habe noch innerhalb diesen Jahres dann, also vielleicht zum Ende des Jahres 21, habe ich auf 75 Prozent reduziert. Das hat dann auch, glaube ich, nur so ein halbes Jahr gedauert, dann habe ich auf 50 Prozent reduziert. Und das war halt das Niedrigste, auf das ich gehen konnte innerhalb der Stelle. Und das habe ich für diese Coaching-Session dann noch mal gesehen. Da bin ich dann zwei Jahre geblieben, weil der Sprung von 50 Prozent auf 0 Prozent war mir anscheinend zu groß und ich hab mich nicht getraut.

Helen
Und … Ich hatte hier ja letzten Sommer erzählt, dass ich das letztes Jahr schon machen wollte, zum 1. Januar mich vollzeit selbstständig zu machen. Aber ich hatte einfach, glaub ich, zu viel Angst. Und dieses Jahr hab ich es dann aber gewagt. Also, viel mehr letztes Jahr hab ich die Kündigung eingereicht, Ich hatte so eine Angst davor. Vor allem der finanzielle Aspekt hat mir Angst gemacht. Ich finde das nach wie vor schwierig. Das ist auch jetzt das, womit ich am meisten so struggle. Aber ich wusste jetzt zumindest, durch die Schmökerrunde habe ich planbare Einnahmen. Ich kann das jetzt wagen. Ich wusste auch, ich werde das bereuen, wenn ich das nicht jetzt einfach mal probiere.

Helen
Ich bin da eher so gestrickt, wenn ich es mache. Und das klappt nicht. Dann habe ich es zumindest probiert. Wenn ich es aber gar nicht mache, fühlt sich das so blöd an. Deswegen habe ich mich irgendwann überwunden. Die Frist war Mitte November, bis dahin musste ich kündigen. Ich habe es dann gemacht. Also, ich habe es gar nicht bereut bisher. Das ist die absolut richtige Entscheidung gewesen. Auch wenn es challenging ist. Ich bin eigentlich die meiste Zeit positiv und optimistisch. Aber so bin ich dann eben ins Jahr gestartet und ich glaube, dass das auf so vielen Ebenen so so wichtig war. Ich habe mich letztes Jahr komplett übernommen. Das habe ich auch in dieser Jahresrückblicksfolge erzählt.

Helen
Ich habe nicht damit gerechnet, dass der Young Excellence Award so viel auslöst. Ich war nicht wirklich vorbereitet auf diese Welle. Ich habe das alles neben den 19,5 Stunden pro Woche, die ich da gearbeitet habe, einfach nicht wirklich hinbekommen und ab September spätestens auch gemerkt. Mist, hier ist eine Grenze erreicht. Deswegen hatte ich auch eine natürliche Deadline, weil im Januar haben wir ja unseren Geburtstag gefeiert. Also ich wusste, das werde ich nicht packen. Das wird super viel Arbeit nochmal, das vorzubereiten und durchzuführen. Ich muss das vorher hinbekommen und ich liebe auch so ein bisschen Jahresanfang und Neustart und so.

Helen
Ich dachte, ich muss es zum 31.12. Abgewickelt haben. Und das war, glaub ich, auch gut, weil der Januar war dann auch … Ja, es war halt einfach viel zu tun und es war herausfordernd. Und ich hab auch von Anfang an so gedacht, ach ne? Also, ich hatte irgendwie noch im Kalender halt so ein paar große Sachen. Ich hatte den Geburtstag am 18. Januar, den wir hier im Thalia in Bonn mit 150 Leuten gefeiert haben. Also davor habe ich mir sowieso kein Stress gemacht, weil ich gedacht habe, naja, ich muss mich ja darum kümmern. Dann hatte ich, ich glaube das war irgendwie dann am 30. Januar, hatte ich eine Keynote in Berlin gehalten bei der future!publish.

Helen
Was für mich halt eine große Sache war, weil ich davor vor vielen Leuten gesprochen habe und mir das ja immer viel Angst macht. Ich bin am nächsten Tag nach Frankfurt gefahren, weil ich im Finale des Future-Makers-Awards war Und habe da gepitcht, also zwar vor weniger Leuten gesprochen, aber da ging's um mehr. Und dann Mitte Februar, ich glaub, genau am 18. Februar, was ganz cool war, genau ein Monat nach unserem Geburtstag, habe ich den Deutschen Lesepreis verliehen bekommen, wieder in Berlin. Es gab so ein paar Sachen, wo ich dann wusste, es ist okay, wenn ich dazwischen, ja, Also, nichts mache natürlich. Es gibt ja immer super viel zu tun.

Helen
Aber wenn ich mich da jetzt auch nicht so super fühle, ist okay. Und trotzdem, also ich hab mich auch echt nicht so super gefühlt. Ich war wirklich ziemlich erschöpft. Aber irgendwann, glaub ich, kam einfach so der Punkt, wo ich dachte, warum hört das nicht auf? Warum hört das jetzt nicht besser? So, ich will doch irgendwie, ich will doch auch weiterkommen und keine Ahnung. Ich glaube, dann wurde ich nicht mehr so nachsichtig mit mir selbst, sondern ungeduldig. Und … Hab dann irgendwann gedacht, kacke, ich glaub, ich rutsche wieder in so eine depressive Phase ab. Weil ich wirklich teilweise … War ich nur bis 12 Uhr vielleicht maximal fit und auch optimistisch.

Helen
Das ist auch so dieses Verrückte. Ab Mittags, dann wurde ich aber müde und krass niedergeschlagen. Also da hab ich auch viel geweint und so, und ich dachte so, dass irgendwie, hab ich Sorge, dass das so wie früher ist. Und habe dann auch noch mal meine Therapeutin kontaktiert. Also, ich find das manchmal auch einfach wahnsinnig wertvoll, weil man da einfach anders ins Gespräch kommt. Ich hab natürlich auch mit Freundinnen und so. Und auch zu Hause über das Ganze gesprochen. Aber ich hab das Gefühl, mit einer Therapeutin bespricht man solche Dinge irgendwie anders und kommt irgendwie, weil sie noch mal anders draufschaut. Sie hat es irgendwie auch noch mal für mich eingeordnet.

Helen
Sie meinte, also erstens, das wusste ich ja, das letzte Jahr war anstrengend und das, Sie müssen sich jetzt auch erst mal wieder erholen. Und zweitens, die Sachen, die in diesen ersten zwei Monaten im Kalender standen, die waren ja auch total krass fordernd, Ich mein, auch bei dem Geburtstag im Thalia habe ich vor 150 Leuten auf der Bühne gestanden und einfach irgendwie auch diese Verantwortung gefühlt. Ich wollte, dass alle einen tollen Tag hatten und so was. Und dann in Berlin zu sprechen, in Frankfurt zu sprechen. Dann nochmal mit dem Lesepreis, wo ich nicht wusste, welchen Platz ich da belegen werde. Da meinte sie, das ist einfach hier keine normale Situation.

Helen
Das ist einfach anstrengend, weil man das erstens nicht regelmäßig macht und zweitens davor Angst hat und das zieht ja Energie. Und irgendwie danach war ich so ein bisschen beruhigt, ich dachte okay, also sie meinte auch, es kann natürlich so einfach eine depressive Phase sein, aber das ist nicht schlimm, also so, das geht auch wieder vorbei. Ich glaube, das brauchte ich in dem Moment. Und ab Mitte, also nach dem Lesepreis war dann auch erst mal nichts mehr so was so an großen Dingen in meinem Kalender stand, was mir dann, glaube ich, auch ein bisschen diese Ruhe gegeben hat. Ich glaube tatsächlich, war für mich auch wichtig, mal rauszukommen.

Helen
Manchmal vergesse ich das auch. Es hört sich vielleicht offensichtlich an, dass man vielleicht auch einfach mal wirklich eine Pause braucht. Aber ich bin dann über meinen Geburtstag, Anfang März, ans Meer gefahren. Es waren auch nur so zwei, drei Nächte. Aber es hat total gut getan. Es war total sonnig. Und ich bin an einem Tag, glaube ich, 18 Kilometer am Strand gelaufen. Und ich glaube, das habe ich einfach gebraucht. Und deswegen ging es mir mental ab März wieder richtig gut. Ich bin da nur halt einfach total krank geworden. Und wurde Ende März auch noch operiert. Deswegen hab ich das Gefühl, ich muss den März auch noch ausklammern, weil ich da einfach immer noch nicht fit war.

Helen
Und dann eben ab April, hat sich das Gefühl, okay, 2025. Du kannst kommen, ich bin so weit. Es war irgendwie echt eine verrückte Situation, weil nach außen hin hat man das, glaub ich, nicht so gemerkt. Manchmal mach ich mich total verrückt und denk, ich zeige mich zu wenig, was die Leute wohl denken. Ich bin gut darin, mich verrückt zu machen. Auf jeden Fall war es schon eine sehr komische Situation. Nach außen hin war alles super. Wir haben den Geburtstag gefeiert, ich habe einen Preis gewonnen. Also all diese Sachen. Ich hatte mich dann auch so schlecht gefühlt, dass ich das gar nicht richtig genießen konnte. Dass ich irgendwie gar nicht so krass diese Dankbarkeit fühle, weil ich mich eher überfordert fühle.

Helen
Ich weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann, aber ich hatte das Gefühl, dass das nicht die angemessene Reaktion ist, sag ich mal, da drauf. Und ich glaube, weil ich dann auch schon so ein bisschen, wie soll ich das sagen, so in einem verletzlichen Zustand war, ich finde es schwer, das auch überhaupt in Worte zu fassen. Aber irgendwie in diesen ganzen Situationen bin ich auch viel damit in Kontakt gekommen, dass ich sehr viele Vorschläge bekommen habe oder sehr viele Erwartungshaltung zumindest gespürt habe. Teilweise wurden die auch tatsächlich formuliert, teilweise habe ich mir das glaube ich eingebildet. Und das ist manchmal gar nicht so leicht für mich, weil ich es eh schwer finde, so mich in dem Moment abzugrenzen und zu spüren, was ich aber möchte und was ich richtig finde.

Helen
Und ich glaube, Dafür war ich dann sehr empfänglich. Das hat mich dann super überfordert. Weil ich, glaub ich, einfach dachte, ich hab gar keine Energie, das alles umzusetzen, was aber irgendwie andere von mir erwarten. Ich weiß nicht, ob irgendwas von dem, was ich hier erzähle, Sinn ergibt, aber vielleicht kannst du es nachvollziehen. Auf jeden Fall, ja, es hat mich alles irgendwie sehr, sehr… Gestresst. Und ich gab auch so dieses Gefühl, du verpasst hier die ersten drei Monate des Jahres, was ist los? Aber ich denke, manchmal sind so Phasen auch einfach … Ja, vielleicht sind sie sogar auch notwendig. Einfach um … Es hat auch dazu geführt, dass ich mich wieder zentriert hab, dass ich mich vor allem um mich gekümmert hab, dass ich mich ein bisschen zurückgezogen hab.

Helen
Aber ja, einfach so ein bisschen als Einordnung, wie das erste Quartal war. Es waren nach außen hin krasse Sachen. Also, und natürlich auch noch innen. Ich hab's ja auch erlebt, es war auch krass. Aber gleichzeitig ging das mit so einem Gefühl einher so … Hey, irgendwie … Ist mir das eigentlich alles irgendwie grad so viel. Ich bin so erschöpft und ich bin irgendwie … Ich will gar nicht so viel … Obwohl, das stimmt irgendwie auch nicht. Ich wollte die Dinge auch machen. Aber es war eine ganz merkwürdige Sache. Ich hatte viel auch Angst, dass ich es wieder übertrieben habe. Weil ich einen Burnout schon hatte. Ich hab, glaub ich, mich verrückt gemacht, dass ich wieder eins habe.

Helen
Und hab das dann vielleicht einfach verwechselt mit so einer normalen Erschöpfungsphase. Genau, aber das war so ein bisschen … Das waren die großen Sachen, die im ersten Quartal los waren. Aber es war zum Beispiel auch so, dass ich von einem Verlag kontaktiert worden war, ob ich mir vorstellen könnte, ein Buch zu schreiben. Und das sind so Momente, wo du denkst, krass, wie krass, also dass die mich anschreiben, dass die mich meinen, dass sie sich nicht vertan haben. Ich habe dann auch mit der Lektorin telefoniert und auch… Ich glaube, gerade bin ich da gar nicht in der Verfassung für, aber ich lasse mir noch mal durch den Kopf gehen. Manchmal ist es auch schwierig, weil wir ganz viele Kleinigkeiten optimieren.

Helen
Und viel auch im Hintergrund, die nicht so sexy sind, weil wir dann irgendwie, also wir haben auch nochmal unser Planungstool gewechselt und solche Sachen. Aber viel ist irgendwie so im Hintergrund passiert, was Mädels, die lesen, auch weitergebracht hat. Aber ich glaube ich war auch viel irgendwie einfach mit mir beschäftigt und mit diesem Gefühl, allem nicht richtig gerecht zu werden. Aber das ist jetzt auf jeden Fall viel, viel besser. Ich hatte für dieses Jahr sehr viele Pläne. Also ich meine, das Jahr ist ja auch noch nicht rum. Ich glaub auch noch daran, dass das alles, vielleicht nicht alles, aber dass ich vieles doch schaffen kann. Aber viele meiner Jahresziele haben sich auch eher darum gedreht, so im privaten Dinge zu erledigen, weil ich das Gefühl hab, da ist viel liegen geblieben.

Helen
Ich hab das schon öfter mal gesagt, dass ich das Gefühl hab, ich hab so Leichen im Keller, um die ich mich jetzt irgendwie mal kümmern will, wie zum Beispiel Steuersachen. Auch so was wie den, das ist jetzt irgendwie nicht unbedingt. Ja, es ist vielleicht schon ein Leiche im Keller, wir haben jetzt seit drei Jahren den Van und wollten ihn endlich mal ausbauen, damit haben wir auch angefangen, also das war auch ein Riesenmeilenstein im ersten Quartal, dass das endlich mal los ging. Genau, solche Sachen habe ich für dieses Jahr vor und auch nach wie vor. Aber es hat sich wie so oft dann auch viel nochmal jetzt verändert und ich manchmal denke ich, also ich kann überhaupt keine Jahresziele setzen, weil was weiß ich denn, wo ich in zwölf Monaten stehe.

Helen
Aber wir haben glaube ich so in dieser Phase gemerkt, wir müssen jetzt eigentlich das mit dieser Umfrage mal angehen. Wir müssen mal von einer größeren Gruppe, also weil wenn ich in der Story eine Abfrage teile, erstens kann ich ja nicht so detailliert solche Sachen abfragen. Das müsste ich dann wahrscheinlich über Monate machen. Zweitens nehmen daran meistens nicht so viele teil, deswegen lassen wir das jetzt wirklich mal einen Monat lang über die Website laufen lassen und auf allen Kanälen dazu aufrufen, teilzunehmen. Also das hat sich so ein bisschen rauskristallisiert, dass wir das jetzt machen müssen, um vielleicht nochmal zu schauen, ob alles passt, was wir so in den letzten fünf Jahren so als Konstrukt für Mädels, die lesen, entwickelt haben.

Helen
Und ja, wie soll ich das sagen? Ich irgendwie, ich glaube, ich habe so zwischendurch gemerkt, was für uns wichtig wäre, auf lange Sicht von Instagram wegzukommen. Also erstens, weil ich will das gar nicht immer so, ich will eigentlich, würde ich euch am liebsten sagen, schalte Social Media aus, geht mal raus, also das ist irgendwie so blöd und und kontraproduktiv, dass man im Grunde in Instagram rein muss, um bei uns mitzumachen. Und dann aber natürlich ab Sekunde eins von 1000 Dingen abgelenkt wird. Ich merke das selber, wenn ich eine Story aufnehme und merke, dass ich mir erst mal zehn andere Stories angeguckt hab, bevor ich mich wieder erinnere, was ich noch mal in der App wollte.

Helen
Ich könnte mir vorstellen, dass das auch vielen von euch geht. Ja, also ich glaub, das ist für mich der größte Faktor, Ich hadere schon seit Jahren damit, dass es bei Instagram ist. Also so gerne ich Instagram sehe und so viel Spaß mir das macht. Find ich es einfach nicht so 100% ideal. Und dann spielt für mich eine immer größere Rolle, dass ich ja gar nicht weiß, wie lange das noch relevant ist. Also wie lange werden überhaupt Leute noch Instagram nutzen und auch mit Freude nutzen. Während dieser reflektierenden ersten Monate habe ich gemerkt, die Idee von einer App habe ich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr lange schon. Aber sie kommt mir so krass unwahrscheinlich und utopisch vor, dass ich sie auch immer wieder einfach so wegschiebe.

Helen
Und ich habe dann gemerkt, ich glaube, aber ich muss das jetzt in so kleine realistische Schritte runterbrechen und mich dem zumindest langsam mal annähern, weil das unsere Zukunft im Grunde sichert. Und es hat für mich zumindest insofern Klarheit gebracht, dass ich wusste, klar, es gibt ganz viele Kleinigkeiten und auch vielleicht größere Sachen, die ich bei Mädels, die lesen gerne umsetzen würde. Aber Ich habe gemerkt, ich muss das im Grunde dieser Aufgabe unterordnen, weil sonst, ich meine, wie unwahrscheinlich ist das, dass ich eine App launche? Sonst, es wird sonst einfach nichts. Ich muss das als Priorität betrachten und zumindest auch, also ich glaube wichtig war für mich auch, den Schalter umzulegen von wegen, du weißt zwar jetzt noch überhaupt nicht, wie sowas gehen soll, aber du musst dich zumindest damit mal auseinandersetzen.

Helen
Das hat sich einfach jetzt erst herausgestellt, weil ich, glaube ich, als ich mir Ziele festgelegt habe, auch einfach noch in so einem ganz anderen Modus war und irgendwie einfach dachte, komm, wir machen weiter, weiter, weiter. Ja, und das war so eine Erkenntnis. Einerseits das mit der Umfrage, dass wir gucken müssen, weil selbst wenn wir jetzt heute eine App hätten, weiß ich gar nicht, ob es überhaupt so sinnvoll ist, alles genau so weiterzuführen in der App. Und also vielleicht gefällt euch ja vieles auch gar nicht mehr und dann können wir das direkt anpassen. Genau und dann mich damit auseinanderzusetzen, wie macht man sowas überhaupt? Wie machen andere das?

Helen
Und wie kann ich das? Wie kann das wirklich sein? Also ich meine auch, dass jetzt hier öffentlich sozusagen, ich finde ich irgendwie auch, ich mein, keine Ahnung. Ich und eine App, so ich kann, ich bin wirklich technisch so wenig versiert, aber ja, keine Ahnung. Ich irgendwie, ein Teil von mir glaubt auch, dass ich das schaffen kann, aber ja, ich muss, muss dem Ich werde dem Priorität einräumen. Und das habe ich jetzt so in diesen letzten Monaten gemerkt. Deswegen, ich glaube, ich werde bestimmt immer wieder mal abschweifen. Ich versuche ein bisschen zu akzeptieren, dass ich so ein Typ Mensch bin, dass ich mich schnell von Ideen mitreißen lasse, mich schnell ablenken lasse.

Helen
Ich glaube, das liegt auch daran, dass ich die Aufgabe so krass groß und unrealistisch finde. Aber ich werde es jetzt hier einfach einmal öffentlich claimen, Ich werde mich damit auseinandersetzen, wie wir von Instagram auf lange Sicht zu einer eigenen App wechseln können. Wir haben in der Umfrage auch die Frage drin, würdest du mit uns umziehen? Ich hoffe total, dass da am Ende nicht steht, so 90 Prozent haben geantwortet, nein. Wenn, ne? Da muss ich da natürlich auch eine Lösung für finden. Aber stand jetzt, werde ich mich einfach mal damit beschäftigen. Und das bestimmt jetzt auch noch eine ganze Weile. Aber ich verspreche mir jetzt selbst, dass ich diesen Gedanken ernst nehme und dass ich da an mich glaube.

Helen
Wenn du noch nicht an der Umfrage teilgenommen hast, macht das super gerne. Wir werden alles, was da rauskommt, auch berücksichtigen. Und ich glaube, ich hatte es auch schon in der letzten Folge gesagt, bestimmt auch hier nochmal in irgendeiner Form über die Ergebnisse zu sprechen. Aber ich verlinke sie noch mal in den Show Notes. Das hilft uns total weiter, um einfach zu schauen, was wir jetzt in den nächsten Monaten und so … Vielleicht auch Jahre nicht, weiß ich nicht, anpassen müssen und können. Und was sich die Mehrheit der Community wünscht. Deswegen, ja, damit hilfst du mir auf jeden Fall auch sehr, sehr weiter. Ich hoffe, dass irgendwas von dem, was ich jetzt erzählt hab, Sinn ergeben hat.

Helen
Mein Ausblick auf das Jahr ist ehrlich gesagt irgendwie so ein bisschen, also es fühlt sich ein bisschen schwammig an, weil ich gerade sehr viel erst mehr herausfinden muss, sehr viel auch abwarten muss, sowas wie die, wie die Umfrage, da werde ich eigentlich auch erst im Juli mehr wissen. Jetzt ist gerade Mai. Aber ja, ich glaube, ich versuche das gerade so ein bisschen einfach mehr, mehr auch zuzulassen, dass solche großen Sachen eben auch ein bisschen mehr Zeit brauchen und dass das auch voll in Ordnung ist. Genau. Also, nimm an der Umfrage Teil, wenn du es noch nicht gemacht hast. Teil die auch gerne, aber wirklich, das macht eigentlich nur Sinn, wenn das mit dass man im Klima im Klinik der Mädels, die lesen kennt.

Helen
Und dass man das ein bisschen einschätzen kann. Ich würde auch sagen, jemand, der gerne liest und vielleicht sich noch nicht an Mädels, die lesen herangetraut hat, auch das kann helfen. Aber einfach nur, um die Umfrage mitzumachen: lieb gemeint, aber das bringt uns nicht so viel. Ansonsten freue ich mich auch über Feedback, wie man eine App launcht. Ich habe so ein paar Ideen im Kopf, wie ich das zumindest, wie ich mal die ersten Schritte gehen kann. Das ist noch sehr weit weg von tatsächlich eine App launchen. Aber zumindest mir hilft das, um überhaupt mal in die Gänge zu kommen und das überhaupt mal anzugehen. Ja, ich dank dir sehr, dass du hier reinhörst, dass du bei Mädels, die lesen dabei bist, auch wenn ich im Hintergrund das Gefühl habe, gerade alles irgendwie falsch zu machen, alles schleifen zu lassen.

Helen
Und also ich weiß, dass das nach außen ist. Ich habe erst neulich jemanden getroffen, die meinte, ich lese gar nicht mehr mit. Aber du begegnest mir, immer wenn ich online bin, begegnest du mir überall. Dann dachte ich, das ist ein großer Unterschied zwischen Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung. Weil ich das Gefühl hab, oh mein Gott, ich hab die letzten Monate viel zu wenig getan und mich viel zu wenig gezeigt. Aber deswegen danke, dass du dann immer noch da bist. Und ja, dass du und ihr alle mir immer noch den Rücken stärkt, das ist unglaublich krass für mich und so wertvoll. Ich nehme das auch nicht, also für mich nicht selbstverständlich.

Helen
Ich wollte einfach, ich hier an der Stelle noch mal sagen, dass das so einen Unterschied macht. Und dass ich … Ich will zwar irgendwie auch gar nicht so darauf angewiesen sein, aber es hilft mir sehr, sehr häufig. Deswegen danke, danke, danke. Und ich bin total gespannt, was dieses Jahr noch so alles für uns bereithält. Und ob wir tatsächlich eines Tages gefühlt in ferner Zukunft eine eigene App haben. Wie verrückt wäre das denn?

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