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Podcast · Folge 125
Die erste Lesung: was man tun kann, wenn man Angst davor hat
Tina Herz hat ein halbes Jahr vor ihrem Debüt angefangen zu üben – mit Stimmtraining, einem Seminar und einem Moderator an ihrer Seite. Ein Jahr später stand sie allein auf einer Bühne
Der Einstieg ist bei uns immer eine gedankliche Reise: Wo sitzen wir gerade zusammen, und welches Getränk hast du uns mitgebracht? Tina Herz setzt uns in eine Bar in Düsseldorf, die es wirklich gibt und die in ihrem Debüt vorkommt – mit einem Drink, den es vorher auch nur im Manuskript gab.
Tina Herz
Autorin · PR-Beraterin
Sie hat in Münster Politikwissenschaft, Germanistik und Kultur/Kommunikation/Management studiert, war im Lokaljournalismus und führt seit 2008 ihre eigene PR-Agentur. Im Februar 2025 erschien ihr Debütroman »Das Glück in allen Farben« bei Heyne, der zweite Roman folgt im Frühjahr 2026. Sie lebt mit Mann und Zwillingstöchtern in Düsseldorf.
Ein Drink, den es nur im Manuskript gab
Im Roman geht die Protagonistin nach harten Agenturtagen mit ihrer Kollegin in eine Bar. Als die Lektorin vorschlug, das Rezept des Drinks hinten ins Buch zu nehmen, gab es ein Problem: Den Drink gab es gar nicht. Er stand nur im Text – mit roter Bete, die Tina Herz selbst nicht mag.
Also rief sie den einzigen Barkeeper an, den sie kennt: den Inhaber der Bar, dessen Kinder mit ihren in dieselbe Kita gingen. Aus dem Anruf wurde ein Abend mit Freundinnen und viel Ausprobieren – wobei er die rote Bete vergessen hatte und stattdessen Şalgam da war, ein türkischer Rübensaft. Dazu kamen Limette, Minze, Basilikum, Ingwer und etwas Orange. Der Drink heißt Girls Glow, steht im Buch und ist auf der Karte. Die Bar im Roman hat sie danach umbenannt.
Man wird nicht gefragt, ob man auf eine Bühne will
Was an dieser Folge hängen bleibt, ist eine Beobachtung, die selten ausgesprochen wird: Schreiben passiert allein, am Schreibtisch oder im Café. Eine Lesung ist das genaue Gegenteil. Und trotzdem wird stillschweigend vorausgesetzt, dass man sie machen will.
Es fragt ja keiner: Würdest du dir das eigentlich zutrauen? Möchtest du das überhaupt?Tina Herz
Bei ihr kam dazu, dass ihr Umfeld es kaum glauben konnte – sie kommt aus der PR und hat oft vor Leuten gesprochen. Nur ging es da um Kunden und deren Produkte. Jetzt ging es um sie und ihr eigenes Buch, und das war etwas anderes. Wie anders, merkte sie, als Freunde bei einem Kaffee den Klappentext sahen und sie baten, kurz vorzulesen: ein paar Zeilen, und trotzdem war die Aufregung sofort da.
Ein halbes Jahr vorher anfangen
Sie hat sich deshalb Monate vor dem Erscheinungstermin Hilfe geholt, und zwar zweimal. Bei einer Coachin in Köln, Schauspielerin von Haus aus, ging es um die Stimme: Pausen, Höhen und Tiefen – das, was Vorlesen überhaupt erst unterhaltsam macht. Alle zwei Wochen, teils mit Atemübungen auf der Matte, am Ende eine komplette Lesung im Coaching.
Parallel wollte sie ins Speaker-Seminar von Tanja Peters – die aber erst nach dem Erscheinungstermin einen Termin hatte. Auf Tina Herz’ Bitte hin hat sie einen vorgezogen und eine Gruppe zusammenbekommen, die den früheren Termin genauso brauchte.
Der eigentliche Effekt kam schon vor dem ersten Üben: »Ich mache jetzt einmal was. Ab jetzt wird es besser, weil ich jetzt was tue.« Und im Seminar erlebte sie, was viele erleben – die anderen sahen ihr die Aufregung nicht an, auch nicht beim ersten Vortrag, bei dem sie selbst das Gefühl hatte, zu stottern und keine Luft zu bekommen.
Wie Tanja Peters selbst zum Thema Mut gekommen ist, erzählt sie in Folge 128.
Stufe für Stufe: Buchhandlung, Buchmesse, Bühne allein
Ihre Lesungen kamen in Stufen, und das war so gewollt. Zuerst eine Vorpremiere in einer kleinen Buchhandlung in ihrer Heimat, mit früheren Schulfreundinnen im Publikum – und mit einem Moderator an ihrer Seite, den sie zufällig an dem Abend in der Bar kennengelernt hatte. Dann eine Aktion bei Thalia in Düsseldorf mit dreißig Minuten Instagram-Live. Dann die Premiere in Düsseldorf. Dann Leipzig.
Auf der Leipziger Buchmesse hatte sie zwei Formate: ein Interview in einem Café-Setting mitten in der Halle und eine gemeinsame Lesung mit anderen Autorinnen. Was von dieser Reise blieb, merkte sie erst danach: Beim Umsteigen in Frankfurt lief sie das Gleis entlang und musste weinen – erschöpft und glücklich zugleich.
Allein auf dem Schiff, und dann kam Susanne Fröhlich
Die größte Stufe kam auf einer Lesereise an Bord eines Kreuzfahrtschiffs. Dort stand sie zum ersten Mal wirklich allein: dreißig bis sechzig Minuten, ohne Moderation. Immerhin konnte sie erreichen, dass jemand sie anmoderiert und zwei, drei Fragen zum Warmwerden stellt.
Dann sah sie das Programm. Vor ihr las Susanne Fröhlich im Theater des Schiffs – fast 900 Plätze über zwei Decks – und endete eine halbe Stunde vor ihrem eigenen Termin auf der kleineren Bühne. Am Abend zuvor saßen sie beim Essen nebeneinander, und Tina Herz sagte ihr, sie werde danach vor leeren Reihen sitzen.
Am nächsten Tag war ihr Raum schon zwanzig Minuten vorher gut gefüllt. Auf Nachfrage sagte eine Frau: Uns schickt Susanne Fröhlich. Die hatte im vollen Theater gebeten, nicht sofort zum Mittagessen zu gehen, sondern noch bei der Kollegin vorbeizuschauen. Ihre eigene Vorbereitung an dem Tag: vorher schwimmen gehen.
Wie viel von der Autorin in der Figur steckt
Eine Frage, die sie seit dem Erscheinen ständig bekommt: Ist das autobiografisch? Ihre Antwort ist ehrlich abgestuft – die Geschichte nicht, aber die Art der Figur schon, und das Setting sowieso. Eine Freundin, die mit ihr in derselben Agentur gearbeitet hat, tat sich beim Lesen schwer, weil sie die Zeit von damals darin wiedererkannte.
Ihr Umgang damit: Beim Schreiben darf das keine Rolle spielen. »Es muss so geschrieben werden, wie es für die Geschichte gut ist.« Was Leser*innen danach über sie vermuten, kann sie ohnehin nicht steuern.
Geholfen hat ihr dabei ein Satz aus dem Seminar: Du bist die Form, und es werden Leute reinpassen und andere nicht. Das nehme den permanenten Blick nach außen – die Frage, was das Gegenüber gerade denkt. Es sei einfacher, bei sich zu bleiben und das zu erzählen, was man zu sagen hat.
Wenn du selbst vor etwas stehst, das dir zu groß erscheint – ein Vortrag, eine Lesung, eine Bühne –, ist das eine gute Folge dafür. Sie beschreibt keinen Mutsprung, sondern eine Vorbereitung mit Stufen.
Die ganze Folge hören
Das Buch aus der Folge
Ihr Debüt – das Buch, um das es in der Folge geht.
Das Glück in allen Farben
Tina Herz
Valerie hat ein Leben, das von außen stimmig aussieht: Werbeagentur in Düsseldorf, schöne Wohnung, netter Mann. Nur das Thema Kind stellt sich nicht ein. Als sie merkt, dass ihr Mann ihr etwas verschwiegen hat, zieht sie sich in ihre Heimat im Münsterland zurück. Erschienen im Februar 2025 bei Heyne.
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Häufige Fragen
Was hilft gegen Angst vor der ersten Lesung?
Tina Herz hat rund ein halbes Jahr vor dem Erscheinungstermin angefangen: Stimmtraining bei einer Coachin mit Schauspielhintergrund – Pausen, Höhen und Tiefen, Atemübungen – und ein Speaker-Seminar, das mit einem echten Vortrag endet. Wichtig war auch die Reihenfolge der Auftritte: erst eine kleine Buchhandlung, dann größere Bühnen.
Muss man als Autorin Lesungen machen?
Gefragt wird man selten. In der Folge beschreibt sie, dass stillschweigend vorausgesetzt wird, dass man sein Buch vermarkten will – obwohl Schreiben und Auftreten fast gegensätzliche Tätigkeiten sind. Ein Moderator an der Seite nimmt viel Druck: Frage und Antwort auf der Bühne ist leichter, als eine Stunde allein zu füllen.
Worum geht es in »Das Glück in allen Farben«?
Um Valerie, die in einer Düsseldorfer Werbeagentur arbeitet und sich seit über zwei Jahren ein Kind wünscht. Als sie erfährt, dass ihr Mann ihr etwas verschwiegen hat, zieht sie sich ins Münsterland zurück, kommt runter, trifft eine frühere Liebe wieder und stürzt sich in ein Kreativprojekt. Eine Fortsetzung ist geplant.
Gibt es den Drink aus dem Buch wirklich?
Ja, aber erst seit dem Buch. Der »Girls Glow« wurde eigens in der Düsseldorfer Bar entwickelt, die im Roman vorkommt – mit Şalgam, Limette, Minze, Basilikum, Ingwer und Orange. Das Rezept steht hinten im Buch.
Darf man in einem Roman echte Orte und Songtexte nennen?
Bei dem Lokal in ihrem Buch war es kein Thema – sie kennt den Inhaber und hatte seine Zustimmung, wenn auch nicht schriftlich. Anders bei Musik: Bei den vielen erwähnten Liedern und Interpreten schrieb das Lektorat regelmäßig an den Rand, dass das noch geklärt werden muss.
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Helen
Herzlich willkommen Tina. Ich freue mich sehr heute mit dir wahrscheinlich viel über Lesungen, Bühnenangst, dein Buch oder deine Bücher zu sprechen. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?
Tina Herz
Wir sind in einer Bar in Düsseldorf. Das ist eine Bar, die bei mir im Buch vorkommt, also in meinem Debüt, das Glück in allen Farben. Die Bar gibt es aber tatsächlich und ich selbst gehe auch sehr gerne hin und wenn du mal hier in Düsseldorf bist, dann müssen wir unbedingt zusammen dort anstoßen. Nämlich mit dem Drink zum Buch, das ist der sogenannte Girls Glow. Den haben wir da entwickelt, weil da ein Rezept fürs Buch brauchten.
Helen
Das ist ja richtig cool. Die sind wahrscheinlich auch nicht böse drum oder dass sie jetzt durch das Buch irgendwie ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommen haben oder?
Tina Herz
Nee gar nicht. Also es hat sich tatsächlich einfach zu ergeben. Die Bar hieß ursprünglich mal Pablo in meinem Roman. Und das ist die Bar, in die meine Protagonistin gerne mit ihrer Kollegin nach Feierabend geht, noch so harten Agentur-Tagen, die sie hat und da trinken die beiden halt gerne nochmal ein. Also den Drink gibt es alkoholfrei und alkoholhaltig, muss ich dazu sagen. Die entscheiden dann immer so nach aktueller Lage, wie sie ihn dann zu sich nehmen. Und ich hatte den ursprünglich angelegt mit rote Bete. Was kann ich für ein Strohfisch krammen? Und irgendwann schrieb meine Lektorin im Verlag dann dran, hey das ist ja super mit diesem Drink und mit der rote Bete klingt total spannend. Können wir nicht das Rezept ins Buch bringen? Und ich dachte ja, das ist eine total gute Idee. Aber den Drink gibt es gar nicht. Also das war ja nur in meinem Kopf. Also ich hatte den ja auch nie getrunken und eigentlich bin ich auch ehrlich gesagt gerne so der rote Bete-Fans. Und dann stand ich so ein bisschen vor einem Problem und dachte irgendwo muss jetzt ein Drink her. Und der einzige Barkeeper, den ich persönlich kenne, ist halt der Inhaber der Bar. Also unsere Kinder sind in dieselbe Kita gegangen. Da erkennt man es schon seit Jahren. Ja und ich rief ihn dann an und sagte, du ich habe hier gerade ein Thema. Ich brauche ein Drink fürs Buch. Können wir den bei dir in der Bar entwickeln? Und dann haben wir in der Tat auch ein Happening draus gemacht. Also ich durfte dann mit mehreren Freundinnen kommen und er hat eingekauft und wir haben dann rumprobiert. Der Witz war aber halt nur, dass er an den Tag der rote Bete vergessen hat. Ah egal. Und dann hat er sich gesagt, okay was hast du denn? Ja er hätte so was ganz ähnliches. Er hätte so ein türkischen Gemüsesaft. Da heißt Şalgam. Aha okay. Da war keine rote Bete drin. Aber ich glaube eine Steckrübe oder so verschiedene Rüben. Aber das schmeckte total super. Also wir haben dann damit ganz viel rumprobiert und haben echt was Gutes kreiert. Hände ich zumindest.
Helen
Hast du das danach eigentlich im Buch geändert?
Tina Herz
Ja ich habe das dann geändert. Wir waren ja noch mitten in der Überarbeitung. Und ich habe das dann geändert. Genau. Also auch mehrfach. Anfangs war dann noch mit Chili und dann hatte ich aber dann schon den Titel des Buches und auch das Cover und dachte, das passt jetzt irgendwie eigentlich gar nicht so gut mit der Chili. Das war mir alles zu hart. Dann mussten wir noch mal ran und haben noch mal ein bisschen verfeinert und verändert und schlussendlich ist es dann was ganz anderes geworden. Der Şalgam ist geblieben, aber da ist dann Limette dazu gekommen und Minze und Basilikum und Ingwer. Ich mache dir jetzt richtig den Mund wässrig.
Helen
Ja wirklich. Ich wünschte, wie wird wirklich da jetzt.
Tina Herz
Ja und dann haben wir noch ein bisschen Orange zu gegeben und dann passt das. Also ich finde den sehr, dass er uns sehr lecker.
Helen
Das ist ja echt cool. Ich merke das ja sowieso immer, wenn man Bücher so bisschen erlebbar macht. Das ist im Grunde alles, was wir bei Medizin aufmachen. Was ich mich noch frage, das habe ich so ein bisschen mitbekommen, seit ich jetzt ein bisschen mehr auch mit Autor*innen und so zu tun habe. Das ist das mancher echten Problem. Also gerade Orte, ich glaube das hatte uns mal Judith Pinot im Livestream gesagt, dass man Orte gar nicht so konkret nennen darf irgendwie. Auch Litex und so darf man ja nicht ohne weit was irgendwie, also irgendwie Gefühl, dass man sehr wenig einfach so in einem Buch unterbringt. Ja. Ist das dann ein Problem gewesen oder brauchst du es nur eine Zustimmung?
Tina Herz
Also tatsächlich war es bei der Bar jetzt gar kein Thema. Also die Zustimmung von SIRT hatte ich ohnehin, also wir waren uns ja so gut, aber ich habe es mir jetzt auch nicht schriftlich geben lassen, zum Beispiel, so weil wir uns einfach seit Jahren kennen, aber ein Thema war es bei den Songtexten. Also ich hatte wirklich viele viele Lieder und auch Interpreten im Buch erwähnt und da weiß ich noch, dass die Lektoren immer dran schrieb, müssen wir klären, müssen wir abstimmen und so. Also da scheint es tatsächlich ein Thema gewesen zu sein, aber weiter war es nicht. Das nicht, nee. Neva,
Helen
ich erinnere mich noch, dass also wir hatten von Ihren Buch gelesen und hatten dann am Ende ein Livestream und alle hatten, alle wollten irgendwie wissen, wo der, also weil irgendwie die Protagonistin ist immer irgendwo Cheesecake oder so. Ja. Also ich erinnere mich jetzt richtig und sie durfte das dann nicht sagen, wahrscheinlich war es irgendwie nicht die Zustimmung gab und es war also es war irgendwie so, dass jemand in die Kommentare das Richtige geschrieben hatte und dann durfte sie zumindest ja sagen oder so, aber also seitdem habe ich das so in Erinnerung, dass irgendwie wohl nicht immer so easy war.
Tina Herz
Ja, vielleicht musst du tatsächlich, dass sie es nicht durfte, ne? Kann mir sein. Ja, aber war auf jeden Fall kein Thema, also ich, dass der Verlag wird da jetzt auch nichts geklärt haben ohne, dass ich weiß, dass er jetzt traumt. Also das scheint unproblematisch gewesen zu sein und also ich habe die Bar dann natürlich umbenannt, ne? Weil jetzt wo, wo er dann so nett war und das mit mir gemacht hat und so, habe ich gedacht, jetzt kann ich unmöglich die Bar Pablo nennen. Also benenne ich sie jetzt natürlich auch um und dann haben wir das Rezept hinten rein gegeben und ja, das war dann echt ganz schön. Also man findet das Rezept wirklich auch jetzt im, cool. Genau, das ist im Buch hier, ich hab's hier liegen, guck mal. Richtig cool. Gell, Schraub, richtig gut.
Helen
Ich hab, ich hab dir geschrieben, nachdem ich jetzt im Juni bei Tanja Peters im Speaker Seminar war und Tanja irgendwie da erzählt, sie hätte irgendwie dich als Beispiel, vielleicht hat sie das Beispiel auch genannt, weil sie wusste, dass ich mit Büchern zu tun habe, ich weiß nicht mehr so genau, wie das überhaupt kam, aber sie hatte erzählt, dass du, ich glaube, vor einem Jahr oder Anfang diesen Jahres in diesem Seminar war, weil deine erste Lesung bevorstand und du da Angst vor hattest und ich wusste parallel, bist du gerade quasi vom Schiff gestiegen und hast da so eine Riesenlesung gerockt und ich dachte so, wie cool ist das, weil ich halt auch immer vor allem wirklich eine Angst hab. Ich fand das so super inspirierend zu sehen, was das anscheinend für eine Wandelung bei dir war. Magst du da mal so ein bisschen erzählen?
Tina Herz
Ja, also das war tatsächlich Anfang diesen Jahres, also ganz grundsamer im E.T. das Buch kam ja in Februar raus und ich hatte aber zu Tanja schon Monate vorher Kontakt aufgenommen und sie hätte eigentlich gar keinen Seminar gehabt in diesem Zeitraum, sondern erst später und dann habe ich zu ihr gesagt, das geht nicht. Das Buch kommt raus, im Februar und ich merkte auch in diesem ersten Gespräch gleich, dass ich so einen Flow mit ihr hatte und ich wollte das unbedingt mit ihr machen und dann hat sie tatsächlich für mich sozusagen einen Termin vorgezogen. und eine ganz, ganz tolle Gruppe an Frauen noch zusammen bekommen, auch für diese Termine, die auch alle ganz dankbar waren, weil es für sie auch sonst zu spät gewesen wäre, weil die auch alle große Sachen vorhatten, wo sie sprechen mussten und ich war so dankbar dafür, weil ich ja wirklich richtig, richtig moff hatte.
Helen
Ja voll krass irgendwie und ich glaube, dass man, ich weiß gar nicht, ob man so als Leser*in da immer so dran denkt, dass das ja für Autor*innen total die untypische Situation im Grunde eigentlich ist, ne? Weil während du schreitst, ist das ja ein ganz anderer Alltag und eine ganz andere Situation, da bist du ja meistens wahrscheinlich für dich alleine.
Tina Herz
Genau, also das habe ich dann nämlich auch gedacht, dass das ja eigentlich genau das Gegenteil von dem ist, was Autor*innen üblicherweise wahrscheinlich gut finden, also für mich ist das hier mit halt so, im stillen Kämmerchen oder auch im Café oder so, ist ja jetzt egal, aber für mich eben an einem Text zu schreiben und nicht unbedingt einer großen Masse davon zu erzählen. Aber das Überraschende ist ja, dass trotzdem ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird. Also ohne es zum Thema zu machen, ne? Also es fragt ja keiner, also ich wurde nie befragt, würdest du dir das eigentlich zutrauen, eine Lesung zu machen oder? Möchtest du das überhaupt? So möchtest du, also du wirst ja nicht gefragt, es wird einfach so, ja, stillschweigen, glaube ich, angenommen, dass du natürlich auch ein Interesse daran hast, dein Buch zu vermarkten und das ist ja auch so. Ja, das ist ja auch so, ja. Also das ist nicht, war das echt herausfordernd und mein näheres Umfeld konnte das, glaube ich, gar nicht so wirklich glauben, weil ich ja vom Job her, also ich komme ja aus der PR, ich habe meine eigene Agentur, es ist ja jetzt nicht so, dass ich noch nie vor Leuten gesprochen hätte. Aber ich habe halt gemerkt, dass das was komplett anderes für mich jetzt war, weil es um mich und das Buch ging und nicht um den Kunden und das Produkt vom Kunden, das fällt mir irgendwie nicht so schwer. Ich bin da jetzt auch keine, die hier schreit und sich irgendwie drum bemüht, die Rolle auf der Bühne zu bekommen. Aber wenn es sein muss, mache ich das so, ne? Aber jetzt ging es ja um mich und mein eigenes Buch, da habe ich mich unheimlich schwer getan. Also das war schon richtig belasten, muss ich sagen.
Helen
Das kommt mir gut vorstellen. Also ich hatte teilweise sogar so Phasen, dass ich das selbst stressig fand, wenn ich zum Beispiel jetzt, also das jetzt wirklich schon ein paar Jahre her, aber dass ich das selbst stressig fand, wenn ich vor einer Gruppe Freundin oder so gesprochen habe, ich habe die zum Geburtstag eingeladen und will nur Danke sagen und finde das schon unangenehm.
Tina Herz
Ja, kann ich aber nachvollziehen. Es ist irgendwie dieses Angesehen werden und im Mittelpunkt, auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist, das hat mich, das hat mich erst gestresst. Ja, ich erinnere mich auch, dass Freunde mal zu Besuch waren und da gab es schon den Klappentext und dann sagte der Freund so völlig, uns vermittelt ihr ließ mal vor. Nein. Und dann habe ich das auch gemacht und das ist ja wirklich ein kurzer Text. Und dann habe ich schon gemerkt, wie das kam, diese diese diese Aufregung, dieses Oh Gott, jetzt habe ich gleich keine Luft mehr. Aber das ist jetzt völlig absurd hier beim Kaffee trinken mit meinen Freunden. Aber irgendwo gibst du ja dann was preis in dem Moment. Also die kannten das Buch ja noch nicht und das war dann so eine erste Sneak Peek und hat mich total aufgewühlt in dem Moment. Und ja, das Ganze ist ja auch so ein Prozess. Erst schreibst du ja für dich und ich ja noch nicht mal in der Annahme, dass daraus jemals ein Buch würde, das ernsthaft in Regal steht. Also ich habe ja einfach mal angefangen, um zu gucken, ob ich das überhaupt kann. Dann kommt irgendwann die Erkenntnis, ja läuft ganz gut. Und da ist auch eine Agentin, die großartige Monika Kempf, die ja an meiner Seite ist, die dann auch sagt, mir gefällt, ich würde gerne mit dir weiter dran arbeiten. Dann gewinnst du ja Mut und machst weiter. Und wenn du dann den Verlagsdeal hast, ist das großartig und das kann man auch toll erzählen. Das sind dann alles so Freudenmomente und dann wird es gedruckt. Und dann denkst du mit einem, oh, jetzt wird es aber aufregt, weil jetzt geht das raus. Und da habe ich Monate vorher schon gedacht, ich muss echt was machen, weil ich kann mich jetzt nicht einfach dahin stellen. Also das war so mein Gefühl. Vielleicht hätte ich es gekonnt, vielleicht hätte ich es irgendwie geschafft. Aber vor mir Gefühl her dachte ich, nee, das ist mir jetzt zu groß. Es waren einfach auch zu wichtig, als dass ich mich da einfach hingestellt hätte. Und deswegen habe ich wirklich Monate vorher auch schon auch noch mit einer anderen Coachin, nennt man das so. In Köln mit der Englid-Milmisch-Stein von Magdburg Coaching auch angefangen zu üben. Die ist nämlich Schauspielerin von Haus aus und die kann so an der Stimme noch mal mit dir arbeiten und an sich ganzen Feinheiten, die das dann auch interessant machen, das Lesen. Also so was wie Außen und Höhen und Tiefen und das braucht es einfach, um es auch unterhaltsam zu machen, dann lese. Und das habe ich mit der angefangen zu trainieren. Also bestimmt schon ein gutes halbes Jahr vor dem Erscheinungstermin.
Helen
Wow. Und ich meine, das ist ja schon total bewundernswert, weil weiß ich gar nicht, wie viel. Also ob das auch so üblich ist, dass man so viel Arbeit auch da rein steckt. Also das ist ja total cool auch.
Tina Herz
Ja, es hat auch total Spaß gemacht. Also das fand ich dann total schön daran. Also erstens, die beiden jetzt als Person, also so Multania als auch Noemi, total liebeinteressante Menschen und dann eben einfach so ein Thema anzugehen. Also ich habe gemerkt, das war schon der erste riesige Schritt, es überhaupt anzufangen. Das hat in mir schon so viel Druck genommen, dass ich so das Gefühl hatte, hey, ich mache jetzt einmal was. Ab jetzt wird es besser, weil ich jetzt was tue. Und das hat dann auch total Spaß gemacht. Also ich bin da alle zwei Wochen bestimmt zu ihr gegangen und wir haben dann geübt. Atemübungen gemacht, teilweise lag ich auch auf der Matte. Das war total spannend und eine echt schöne Reise. Ja und ganz am Ende habe ich ihr dann eine komplette Lesung behalten im Coaching und bei Tanja ja genauso. Weil Tanja ist das Coaching ja auch so aufgebaut gewesen. Das hast du ja dann auch mitgemacht, dass man auch am Ende dann einen Vortrag hält und das übt natürlich. Dann fühlt man sich schon mal ein bisschen gestärkter.
Helen
Voll, aber ich fand es auch, also bei mir war das irgendwie total spannend, dass ich die ganze Zeit aufgeregt war. Die ersten 200 Tage, weil sie fragte dann auch immer so, wie hat sich das jetzt angefühlt. Also mir wurde immer schon gespiegelt, dass man das nicht merkt, aber es ist ja irgendwie trotzdem egal, weil es sich für dich halt nicht so anfühlt. Und am Abend vorher hatten wir irgendwie so Einzelunterhaltung quasi mit ihr und da hatte sie noch mal zu mir gesagt, hey, ich glaube, dass du da ein bisschen wie so an so einer alten Version von dir feststellst, ich glaube, du bist eigentlich nicht mehr ängstlich, aber das ist so, du hast dich irgendwie so da dran gewöhnt. Also ich seitdem achte ich auch ein bisschen mehr darauf, weil ich das irgendwie auch echt einfach immer sage, dass ich aufgeregt bin. Und das habe ich so ein bisschen dann einfach den Abend und die Nacht und so wahrscheinlich irgendwie auch darüber nachgedacht. Und am nächsten Tag, bei mir war das dann halt so eine Keynote, die ich gehalten habe, also die ich die Tage davor erarbeitet habe, wo ich wirklich auch das Gefühl hatte, ich habe keine Angst mehr. Also das war total verrückt aus dieser Entwicklung in drei Tagen.
Tina Herz
Ich meine, es ist ja wirklich auch nicht lang zu sehen. Also so weit war ich noch nicht nach den drei Tagen. Also ich war immer noch total aufgeregt und wie du auch sagst, das war echt interessant, dass die anderen Mädels in dem Kurs das ja gar nicht wahrgenommen haben. Also auch am allerersten Vortrag, der aus meiner Sicht wirklich noch ganz schlimm gewesen war, wo ich selber wirklich das Gefühl hatte, oh mein Gott, ich habe Schnappatmung, ich stottere, also mir kam es ganz schrecklich vor und alle guckten mich an und sagten, ne, wieso? Was war jetzt? Also das war schon sehr irritierend irgendwie schon fast. Und nach drei Tagen war das dann zwar weg, aber ich war immer noch sehr aufgeregt gewesen und wir haben das ja auch per Video aufgenommen, ihr wahrscheinlich auch, ne? Ja, ja, stimmt. Ja, genau. Und das habe ich mir dann auch noch mal angesehen. Also ich selbst habe es dann schon gemerkt und habe jetzt auch eine Entwicklung gemerkt, so nach den nächsten paar Mal mehr gemacht habe, so von den Gesichtszügen her und so, dass ich mich jetzt noch wirklich mehr entspannen kann als damals noch in dem, in den Kurs. Aber also kurz vorher ist es immer noch, immer noch herausfordernd.
Helen
Weil dann ist man irgendwie ein bisschen waffer und konzentriert auch so, wenn man das vielleicht auch mal ein bisschen mehr annimmt. Aber ich finde es irgendwie witzig, weil wir werden fast dann im selben Kurs gewesen, weil ich habe Tanja über so ein gründerem Programm im Oktober kennengelernt und ich war so direkt voll on fire, ich fand sie irgendwie so witzig auch einfach. Wenn ich online geguckt habe, so was bietet sie an, mir ist es eigentlich fast egal was. Und dann habe ich die Speaker Seminar gesehen und dachte, okay, das will ich irgendwie voll gerne machen. Hab gesehen, der nächste Termin ist im Januar und ich wäre am liebsten dahin gekommen. Aber ich weiß noch, wie ich Tanja geschrieben habe. Ich werge… beim nächsten Mal dabei, weil im Januar stehe ich schon an dem Tag auf einer Bühne, weil also es ging ja irgendwie bis zum 18. Januar und da haben wir unseren fünften Geburtstag bei Mädels, die lesen gefeiert. Also für mich wäre das eigentlich auch nicht schlecht gewesen, da kurz davor was zu haben, aber es hat halt leider nicht hingehauen. Aber witzig, dann hätten wir uns schon im Januar kennengelernt.
Tina Herz
Das war ja echt total witzig gewesen. Aber so haben wir es trotzdem doch hinbekommen.
Helen
Ich meine auch, dass sie damals auch schon von dir erzählt hätte. Lustig. Den Seminar.
Tina Herz
Ja, aber sie hat mich schon sehr geholfen, muss ich sagen. Also ja, indem sie einfach noch mal so vor Augen geführt hat, was ich alles schon geschafft hatte. Also komischerweise neigt man ja eher dazu, auf das zu schauen, was man noch nicht geschafft hat.
Helen
Das ist so schlimm, oder? Oder? Also warum ist das so?
Tina Herz
Ich weiß es auch nicht. Und wir hatten da ja jetzt alle gegenseitig unsere Geschichte erzählt und dann sagt dann ja, ich verstehe jetzt gar nicht, wie du jetzt ein Thema damit haben kannst, dich hinzustellen. Du hast so viel zu erzählen und du hast schon so viel gemacht. Und das tat irgendwie gut, dass anders noch mal jemand sagt. So.
Helen
Ja, voll. Nee, finde ich auch. Also das hat sie total irgendwie auch drauf. Was ich jetzt lustig fand, weil dann war ich auf deiner Webseite und hab ja auch gesehen, dass du auch, das hast du auch gerade gesagt bei Monika Kempf in der Legislaturagentur. Also Moni kommt auch bald in den Podcast, aber ich finde vor allem. Ja, das hab ich dir mal erzählt. Ist irgendwie alles so eine kleine Welt, weil ich glaube, ja gut, ich hatte Moni auf jeden Fall auf dem Schirm, weil sie auch glaub ich mal für den Young Excellence Award nominierbar, aber vor allen Dingen jetzt eben auch, weil ich mit Chris Warner zusammen das Retreat im November hoch. Ja. Und dann hab ich gesehen, dass wir irgendwie alle auch connectet seid und ich jetzt, euch jetzt erst so entdecke. Aber ja, ich weiß es nicht. Also das liebe ich jetzt auch so daran.
Tina Herz
Also das finde ich, das ist eigentlich fast das beste überhaupt am Bücher schreiben. Also, dass man so tolle Menschen kennenlernt und so schöne Momente und so wirklich coole Erlebnisse, auf die man immer zurückschauen wird. Also das ist die beste überhaupt daran. Also, das genies ich total. Ja, klar, über Moni, ja, hast du natürlich Kontakt zu den weiteren Autoren von ihr und so auch mit Chris. Und ich finde das so spannend, dann auch mitzuerleben, wie die Bücher rauskommen oder wenn jetzt eine Cover kommt und so, dass das macht total Freude. Das ist richtig schön.
Helen
Konntet ihr euch dann auch irgendwie auch, also gehen das anderen genauso wie dir mit der Sorge vor der ersten Lesung oder den Lesungen überhaupt?
Tina Herz
Ja, doch. Also wenn man es mal anpiegt, dann kommt er. Dann trauen sich alle. Ja, wirklich, das ist echt interessant. Also das hab ich auch in Leipzig erlebt. Ich war ja auf der Leipziger Buchmesse. Das war ja für mich so Aufregungsendstufe. Also das ja dann extra für mich so in Stufen angelegt, dass ich so langsam reinkomme und hatte dann meine allererste Lesung, also so als Vorpremiere bei mir in der Heimat gemacht. So eine Kleinbuchhandlung, wo auch so frühere Schulfreundinnen kam und so. Und da dachte ich, ja, das ist gut zum Üben, obwohl ich sagen muss, dass ich vor bekannten Gesichtern ja fast nachtlimmer finde. Aber trotzdem dachte ich, naja, es ist so auf dem Dorf und wenn ich da jetzt irgendwie komplett n Blödsinn erzähle, ist nicht so schlimm. Habe ich aber nicht. Glücklicherweise. Dann habe ich mir übrigens aber auch noch einen Moderator an die Seite geholt. Das war ja auch noch so ein Fallback. Das war auch so ein Zufall übrigens. Der hatte uns nämlich angesprochen an dem Abend in der Bar, von dem ich dir gerade erzählte, als wir das Tasting gemacht haben für den Drink. Da war er da, Jan-Karl Wellnitz. Und ich kannte ihn, weil er in der Bar immer die Comedy Night moderiert. Ja, und dann fragte er, was wir da machen. Und das hatte ich zum Andersen genommen zu sagen, und wenn ich irgendwann mal eine Lesung halten wollte, kommst du mit, weil ich brauche einen Moderator an meiner Seite. Es ist natürlich wirklich gut, wenn du nochmal jemanden an der Seite hast, wenn du nicht ganz so erfahren wirst. Und ich finde das auch schön. Ich finde, das er gesagt hat bei Profis schön, wenn moderiert wird und so ein bisschen Frage-Antwort auf der Bühne stattfindet. Und das war so das erste. Da war Jan auch dabei. Dann kam der Promotion bei Thalia in Düsseldorf. Das war auch sehr, sehr aufregend, weil 30 Minuten Insta live, also da hättest du meine Pullover auch danach ausbringen können. Ich hab auch hintergegelt, wie konnte ich jetzt ein Voll-Pullover anziehen? Ja, also das fand ich auch wirklich sehr aufregend. Und dann kam die Premiere in Düsseldorf und dann kam Leipzig. Und Leipzig war natürlich jetzt nochmal so wirklich raus, raus in die großeweite Buchwelt. Und da hatte ich zwei Formate, einmal ja die Buchbar. Ich weiß nicht, was dazu fände ich als was auch in Leipzig, oder? Wie ihr, ich war in Leipzig. Aber es war so ein total schönes Format, so in einer dieser Welt dristik halt nochmal so ein weißer Q, wo so eine Kaffeepaar drin aufgebaut war und dann ein langer Tisch für die Autor*innen. Und rundherum so Tischen für die Leute zum Kaffee trinken und zuhaaren. Und dann wurde man interviewt. Und das andere war eine Lesung im Gohliser Schlösschen zusammen mit anderen Autor*innen, was auch super toll war. Mit Katja Keveritsch und Tankrit Leipz zusammen. Also wir hatten dann auch so ein Klassenfahrtfeeling. Z.B. ja, weil wir auch in seinem Hotel waren und so. Aber das war also so aufregend für mich. Und ich habe auch hinterher gemerkt, also welche Bedeutung das für mich hatte, als ich auf der Rückreise war. Also erst mal war ich im Zug sowas von erschöpft, aber so glücklich erschöpft. Und als ich dann umgestiegen bin in Frankfurt, dann lief ich so dieses lange Gleis so lang. Und dann kamen wir echt die Tränen. Also so völlig ohne, dass es hätte erwarten können, lief wirklich die Tränen runter. Klingt jetzt auch echt so. Aber ja, so mega emotional. Aber das war es auch. Und da habe ich erst mal gemerkt, welche Bedeutung das für mich hatte und wie wichtig mir das alles war. Und wie schön ich das dann auch fand, das erlebt zu haben. Also überhaupt da sein zu dürfen und mit diesen ganzen tollen Leuten, die ich da kennengelernt habe. Also ja, das war schon richtig, richtig cool.
Helen
Voll cool. Ich kann mir das auch vorstellen, weil damit hast du ja auch irgendwie dir selber so eine, also du hast dir ja auf dieses Erlebnis ermöglicht, in dem du deine Angst, also da dran gegangen bist, weil sonst hättest du vielleicht abgesagt und das nie erlebt irgendwie.
Tina Herz
Ja, stelle ich vorher. Man weiß das ja vorher immer, das ist so gar nicht. Ist ja nicht so, dass du Monate vorher erfährst, dass du noch Leipzig fährst und dann. Nein, also das hat relativ lange gedauert. Ich wusste, ob ich überhaupt noch Leipzig fahre. Also jetzt weiß ich, dass ich im nächsten Jahr wiederfahren werde. Also jetzt bin ich eher dran. Aber da habe ich das relativ spät erfahren und war dann echt richtig happy, dass ich das Thema angegangen war. Weil das war ja schon noch mein größerer Rahmen, in so einer Messehalle zu stehen oder Artistik in Schlichtsehmbrüllen verschloss. Es war dann moderiert von Annexcholain, vom NDR und so. Also das war halt, für mich war das halt groß. Und das war schon gut, dass ich da gewappnet war.
Helen
Voll cool. Und bei welcher Stufe war das Schiff, wo du jetzt so hast?
Tina Herz
Ja, tatsächlich hat es mich da echt nochmal richtig gekriegt, muss ich sagen. Also, weil das war jetzt im Sofern nochmal anders, als dass ich da wirklich alleine dann auf der Bühne zurück blieb. Also wirklich so eine dreiviertel Stunde bis eine Stunde hatte ich auf dieser Bühne und auch ohne Moderation. Ja, ich hatte dann noch erwirken können, dass mich zumindest jemand anmoderiert. Also eigentlich war, glaube ich, die Erwartungshaltung schon. Ich gehe einfach auf die Bühne und erzähle eine Stunde was. Aber ich tue mich da immer noch schwer mit, so, dieses mich hinstellen und einfach anfangen, über mich zu reden. Und dann habe ich gefragt, ob es denn möglich wäre, dass mich vielleicht zumindest jemand anmoderiert und so zwei, drei Fragen stellt, zum Warmwerden. Und das war dann auch gar kein Problem. Und das war total nett. Aber sie ging dann halt und dann blieb ich zurück. Und das war ja der allererste Tag, also der Tag nach dem Anreisetag. Und da waren ja mehrere Autor*innen an Bord und wir waren am Vorabend essen und unter anderem war ja auch Susanne Fröhlich mit dabei. Und ich hatte dann im Programm gesehen, dass sie vor mir dran war in diesem riesigen Theater. Es gab unterschiedliche Bühnen. Und das Theater, das ging über zwei Decks und fast 900 Leute. Und sie endete eine halbe Stunde vor mir und dann war ich dann auf der kleineren Schaubühne, die so 200 Leute faste, um 13 Uhr. Und dann dachte ich natürlich, ich kann einpacken. Also, wer kommt denn nach, also am allerersten Tag der Reise nach der Lesung von Susanne Fröhlich zum Mittagszeit, zu mir in die Lesung, keiner kennt. Und das hatte ich dann am Vorabend mit ihr so geteilt, weil wir saßen nebeneinander oder am selben Tisch beim Essen. Ich sage, das ist Sanna. Also, ich wünsche dir viel Spaß morgen im Theater. Aber mir ist völlig klar, ich werde danach in der leeren Schaubühne sitzen. Ja. Und dann war ich wieder voll aufgeregt am nächsten Tag, bin aber übrigens noch schwimmen gegangen. Das war sehr gut. Also, wann immer ein Schwimmbad in der Nähe ist, sollte ich das demnächst machen. Also, das hat noch richtig ausgepowered vorher. Das war richtig gut. Und war dann 20 Minuten vorher da und dann war der Raum schon relativ voll. Das ist dann jetzt hier los. Dann habe ich die Leute so begrüßt und dachte, das ist ja toll, dass sie schon da sind. Da habe ich Freu mich und dann sagte eine Frau, ja uns schickt ja Susanne Fröhlich. Oh nein, wie nett. Das war so nett, ne? Also, da hat sie dann wirklich in diesem vollen Theater gesagt, so, jetzt können Sie mal bitte nicht zum Mittag essen. Ich habe noch eine neue Kollegin mit dabei, die würde sich sehr freuen, wenn sie da jetzt noch in die Schaubühne kommen. Ja, und dann war es tatsächlich relativ voll. Was richtig, richtig gut war. Und was für mich so ein schönes Erlebnis war, weil ich dachte, wie toll das ist, dass so Umstände, von denen du denkst, dass sie jetzt super ungünstig sind, sich total ins positive Verkehr, weil du einfach mit tollen Leuten zu tun hast. Ja, voll. Wie dann einfach so… Ja, schön. Aber also… Soll dich einfach ein bisschen die Werbetrommel rühren, das war richtig nett. Schön, ja.
Helen
Aber wie kann man sich das vorstellen? Also, was ist das für eine Reise? Also, erzähl mal so ein bisschen. Irgendwie verstehe ich das noch nicht so.
Tina Herz
Ja, das ist uns nannentlicher die Lesereise. Also interessant war, dass glaube ich manche Passagiere an Wortes gar nicht mitbekommen hatten. Also, weil… Also, die buchen jetzt nicht unbedingt die Reise, weil das jetzt die Lesereise ist und da auch die Autor*innen an Bord sind, sondern weil es halt zum Nordrück geht, also viele, aber andere waren auch dabei, die gesagt haben, ja, wir sind jetzt hier, weil Autorin X, Y an Bord ist. Ich war ja jetzt eher so der Underdog bei der Reise. Mich kannte glaube ich jetzt noch nicht so viele. Aber es ist dann halt total schön, weil du hast ja aus so einem Schiff sowieso sehr, sehr viel Programm. Aber jetzt hatte man halt sehr, sehr viele Lesungen im Programm. Und ja, weil du hast ja auch Seetage, wo du jetzt gar nicht an Land kommst. Und dann ist es natürlich toll für die Leute. Dann können sie sich aussuchen, wo sie hingehen. Und da waren ja auch wirklich ganz interessante Sachen dabei. Wir hatten jetzt zum Beispiel auch eine Polarforscherin an Bord. Super spannend, die dann auch ein Buch geschrieben hatte, aber auch Fortwege dann heilt zu ihren Expeditionen und so. Und ja, das ist eigentlich ein Weg von dieser Flotte einfach nochmal ein anderes Programm, den Passagieren zu bieten. Ich finde das eigentlich eine total coole Geschichte. Also es waren dann auch andere Autorinnen an Bord, die jetzt da keine Lesung gehalten haben, sondern das einfach spannend fanden, die Lesung dann zu hören. Also das war schon echt cool. Also man ist dann über die Tage auch mit vielen spannenden Persönlichkeiten in Kontakt bekommen. Und Influencerinnen, die an Bord waren zum Beispiel auch, mit denen man sich ausgetauscht hat. Jetzt in meinem Fall auch zum Thema Kinderwunsch. Da geht es ja darum, bei mir am Buch. Und da war dann auch eine Influencerin an Bord, die auch mit dem Thema zu tun hatte. Und das war total schön. Super spannend.
Helen
Und du bleibst die gesamte Zeit auch mit dann an Bord wahrscheinlich, ne?
Tina Herz
Ja, man macht die komplette Reise mit.
Helen
Ja, vor die coole Gelegenheit auch. Voll, oder?
Tina Herz
Ja. Das war ja auch so lustig, dass es genau in diese Zeit fehlt, wo ihr dann das Seminar hatte. Weil Tanja schlägt mir dann irgendwann so, hey, total wutzig, hab die Helen hier auch gerade im Seminar und dann drüber gesprochen, weil sie natürlich auch die Posts sagt, die ich mache. Und da fand ich irgendwie total die lustige Verquickung wieder in dem Moment. Ja.
Helen
Und was ich dir noch gar nicht erzählt habe, das habe ich so ein bisschen in meinen Notizen wiedergefunden. Ich hatte, wahrscheinlich, ich weiß gar nicht, ob ich das hier dabei stehen habe, irgendwie letztes Jahr, wahrscheinlich nicht vorletzter, ne? Ich denke mal letztes Jahr mit jemandem von Heyne Kontakt, weil eigentlich es um einen Übersetzer ging, wo ich gehofft hatte, dass er in den Podcast kommen kann, aber der war irgendwie schwer zu erreichen, der Autor gar nicht zu erreichen. Und also, sie hat sich da total reingehangen. Und ich habe ehrlich gesagt ein richtig schlechtes Gewissen, weil, also ich habe so ein bisschen das Gefühl, jetzt kann ich mich da gar keinen Fall mehr melden, weil das ist bei mir so ein Sandverlaufen. Aber irgendwo in die ich habe richtig schlechtes Gewissen. Auf jeden Fall, da hatte da die Ansprechpartnerin gesagt, dass du, also sie hatte dich vorgeschlagen, du sicher viel zu erzählen hattest, was auch nichts mit der Buchstätzung hat, weil ich halt gesagt habe, wir wollen auch nicht immer nur Bücher promoten, sondern eher die Personen dahinter kennenlernen. Und so meinte sie zum einen das Thema Kinderwunsch, aber vielleicht auch zu dem Thema, wie es ist, mit einer besteller Autorin als Mutter aufzuwachsen. Und ich dachte so, eigentlich mega spannend, aber irgendwie ist es in den Un… Also ich strengle bis jetzt auch immer noch damit, meine Emails wirklich Zeit nach oder überhaupt zu beantworten. Ich finde es richtig schwierig, hol mir aber auch Hilfe jetzt mittlerweile. Ich bin da dran. Aber ich weiß natürlich, damals dachte ich ja voll spannend. Und dann ist es einfach im Sandverlaufen bis Tanja meinte, lad doch mal China ein. Dann können wir heute noch darüber sprechen.
Tina Herz
Das ist natürlich ein Thema, weil meine Mutter natürlich die absolute Rampensau ist. Ja, aber im positivsten Sinne. Also die hat das natürlich seit Jahrzehnten gemacht und liebt das ja auch und macht es ja auch absolut grandios. Und wir machen ja jetzt auch viele Sachen zusammen, also auch auf meinen Schiff waren wir jetzt zusammen. An Bord sehen. Als ich gesagt war, ich war ja an Bord, weil sie an Bord war. Also machen wir uns nichts vorne. Also meine Mutter war ja gebucht und hat mich dann als Begleitung mitgenommen. Hatte aber erzählt, dass ich auch ein Buch geschrieben habe. Und dann war das aber schön. Und das fand ich wirklich nett. Da ist dann die Veranstaltungsverantwortliche von Mein Schiff, die ist dann zu einer unserer Lesungen gekommen, unangekündigt, und dann kam sie nachher zu uns und sagte, hey, ich bin Jana von Mein Schiff. Und ich wollte mir jetzt mal anschauen, wie ihr das zusammenmacht. Und da hat sie mir dann an dem Abend gesagt, ich dürfte dann auch am Bord lesen. Genau, so ist das entstanden. Ja, so. Und meiner Mutter macht das natürlich gar nichts aus, sich vor die Leute zu stellen und aus ihrer langjährigen Erfahrung zu berichten. Und ja, das ist natürlich für mich dann auch irgendwie lustig, mit ihr zusammen auf der Bühne zu sein. Aber auch schön. Also ich finde, das ist für uns jetzt eine total schöne Phase, weil wir uns jetzt auch ganz andererweise auch nochmal kennenlernen. Also sie hat ja witzigerweise auch in meinem Alter angefangen zu schreiben. Cool. Ja, das ist irgendwie echt ganz interessant. Da war ich halt Teenager und seitdem begleitet mich das ja. Das ist meine Mutter ein Bestseller, nachdem anderen in den Markt schießt.
Helen
Hat das für dich irgendwie Druck gemacht jetzt beim Schreiben auf, dass du dachtest, das muss irgendwie auch total performen?
Tina Herz
Okay, ehrlich gesagt, mich. Also es werde ich oft gefragt. Aber also der Erfolg von meiner Mutter, der ist einfach so out of space für mich. Und man weiß ja auch, dass sie ja sozusagen so, das winzigen Anteil an Autor*innen gehört, die wirklich davon leben könnten, obwohl sie es ja noch nicht mehr müsste. Ich meine, meine Mutter ist ja 78, erstaunlicherweise. Das glaubt man ja auch immer nicht. Aber sie liebt das ja und sie wird nie aufhören zu schreiben. Und nee, das hat auf mich eigentlich gesagt keinen Druck ausgeübt. Weil ich für mich war das einfach so ein persönliches Erfolgserlebnis, das überhaupt geschafft zu haben, auch in dieser Lebenssituation, mit Zwillingen, mit der Agentur, die ich hatte, dass ich das dann überhaupt geschafft hatte, dieses Buch zu schreiben. Das war für mich so ein persönlicher Erfolg. Und alles, was dann kam, war eigentlich ein Geschenk so für mich. Und jetzt ist es so daran, dieses Gefühl aufrecht zu halten. Weil natürlich, irgendwann bist du gefragt, ja, und wie läuft's denn? Und also diese ganze Außenwirkung und das Eigenmarketing, also natürlich macht das auch Freude, Erfolg zu haben, keine Frage. Ja klar. Ich versuche mir das einfach zu bewahren, also dass ich so den Sinn das Ganzen erstmal vor allem in den persönlichen Erfahrungen sehe und in den Begegnungen und in den Momenten und Menschen, die man dadurch trifft. Weil das ist so schön. Und ich habe jetzt richtig Lunte gerochen. Ich möchte das jetzt nicht mehr hergeben. Deswegen freue ich mich auch so, dass ich also das zweite schreiben darf. Das wird dann im Frühjahr nächstes Jahr erscheinen. Also da weiß ich ja schon mal, dass ich im nächsten Jahr wieder damit beschäftigt sein werde. Das ist schon mal sehr schön.
Helen
Ja, das ist echt cool, dass er eben auch bevor wir aufgenommen haben, gesagt, dass du es jetzt gerade wahrscheinlich dann ans Lektorat geschickt hast oder wie?
Tina Herz
Noch nicht, nee. Ich habe jetzt tatsächlich vor zwei, drei Tagen das Wort Ende drunter gesetzt, weil ich so dachte, so, das war echt lieb. gutes Ende und jetzt nehme ich mir die restlichen Tage im Juli noch es auch einmal von vorne durchzugehen, was sich auch lohnt, merke ich schon, also weil wenn es in der Einde rutscht, noch mal so liest am Ende, dann fallen dir schon nochmal Unstimmigkeiten oder Kleinigkeiten auf, aber das schaffe ich jetzt locker und also weil ich hatte die Frist tatsächlich als Ende Juli, die ich jetzt voll ausgereizt habe. Aber meine Lekturen ist derzeit eh noch im Urlaub und dann passt es genau, sie kriegt es dann auf den Tisch, wenn sie zurück kommt und dann gehe ich in den Urlaub.
Helen
Genau, einen wohlverdienten. Wie lange hast du jetzt am 2. geschrieben, weil das 2. hast du doch dann während der Lesereise auch geschrieben oder nicht?
Tina Herz
Ja, genau, also das waren so ein bisschen die Crooks jetzt ehrlich gesagt auch für mich, also Rückblickend hätte ich einfach noch viel eher anfangen sollen, aber ich war dann schon so beschäftigt mit den ganzen Aktivitäten rund um den ETH, also das unterschätzt man auch ehrlich gesagt so ein bisschen oder habe ich unterschätzt, was man da alles so selber in die Hand nehmen kann, wenn man möchte und ich komme ja jetzt aus der PR und habe dann schon gemerkt, wird vielleicht nicht schaden, wenn ich hier ein bisschen mitwirke und somit habe ich immer viel dafür schon gearbeitet, obwohl ich den Vertrag schon hatte und hatte dann so vor Weihnachten um die 100 Seiten geschrieben, hätte eigentlich schon mehr haben wollen, weil ich dann dachte, wenn jetzt das Buch rauskommt, dann passiert so viel, ob ich dann parallel so zum Schreiben komme, das war mir nicht so klar und hat sich dann auch bestätigt, dass das eher nicht der Fall ist, sodass ich dann schon so im Januar, Februar das Projekt fast brach liegen hatte und im März dann so richtig wieder eingestiegen bin. Also den Großteil hatte ich jetzt eigentlich seit März bis Ende Juli geschrieben, aber es war ja auch so, dass wir dann die Reise gemacht haben, die im Buch ja eine Rolle spielen wird mit dem Camper von Düsseldorf nach Lissabon und die fand in den Osterferien statt. Also insofern war das ja auch gut, dass ich dann diese Erfahrungen noch mal wirklich dann gemacht habe. Ich habe danach auch alles noch mal dramatisiert, was ich schon beschrieben habe, weil es so viert im September, das ist schon herausfordernd auf Dauer.
Helen
Das kann ich mir vorstellen. Ja, aber das ist ja cool. Ich habe auch so ein Band mit meinem Partner zusammen schon eine andere Art aufzureisen. Ja, total. Wir hatten denn jetzt geliehen und fanden das aber auch richtig cool. Also es hat Höhen und Tiefen und man muss halt reinkommen. Wir hatten jetzt halt nicht so die Zeit zum Reinkommen, weil die Reise ja jetzt nur in den Osterferien stattfand und wir ja echt Strecke gemacht haben. Also ich glaube, man eignet sich, dass dann auch alles so ein bisschen an auf Dauer, so was man so dabei haben muss und wie man sich gut organisiert und so. Ich finde vor allen Dingen, was ich am Anfang auch unterschätzt habe, ist wie lang man für alles braucht. Es ist ja nicht so, also zumindest gegen mir da, nicht so wie jetzt irgendwie hier zu Hause, wenn ich Frühstück mache oder mich im Bad fertig mache oder so. Natürlich macht man auch nicht alles identisch wie zu Hause, aber irgendwie hat das Gefühl, bis wir mal wirklich los kamen, hat es eh nicht gedauert.
Tina Herz
Ja, weil man ja auch alles sucht. Ja, genau. Also das hat bei mir schon mal Tage gedauert, dass ich irgendwie so ein System hatte, wo überhaupt die Sachen jetzt am besten liegen können und ja, wie du schon sagst, so die ganzen Handgriffe und so, dass das muss man alles ein bisschen üben.
Helen
Ja, aber ich würde sagen, dass du gleich vielleicht auch mal erzählst, worauf man sich bei Buch 12 folgen kann, aber vielleicht erzählst du noch mal so dieses Thema Kinderwunsch, was mir ja von Verlag kommt, angefriesen wurde. Ja. Also was erwartet uns in Buch 1? Weil das kann man ja jetzt schon bekommen und ich habe auch gesehen, dass man dich damit sogar noch, ich überlegte, wenn die Folge rauskommt, kann man dich glaube ich trotzdem noch erleben.
Tina Herz
Das war Ende, nee, im Oktober sogar erst. Ja, das kommt noch was in Dormagen, habe ich noch eine Lesung dann. Ja. Aber also es kommt auch noch was dazu. Warte mal, wann kommen wir jetzt noch mal raus?
Helen
Ende September.
Tina Herz
Ja, okay, am 10. September habe ich noch was in Düsseldorf, aber das ist dann schon vorbei. Ja, aber wer weiß, muss das übrigens mal, genau, alles wieder aktualisieren. Wir verlinken meine Veranstaltungsseite von der Webseite, in den Show Notes, dann kann man mal nachschauen.
Helen
Ja, das ist super.
Tina Herz
Ja, also im 1. also das Blick in einen Farben, da geht es ja um meine Protagonistin Valerie, die ja eigentlich würde man mein ganz cooles Leben hat in Düsseldorf, die arbeitet in einer großen Werbergentur, hat eine schöne Wohnung, einen ganz netten Mann und eigentlich ist alles so ganz in Ordnung, aber das Thema Kind stellt sich partout nicht ein. Also die versuchen es schon lange, also schon über zwei Jahre und es klappt einfach nicht und sie hat sich untersuchen lassen und schickt auch ihren Mann dann irgendwann mal los und er hat ihr gegenüber gesagt, es sei alles in Ordnung, sie findet dann aber heraus, dass das leider nicht der Fall ist. Also er hat es so ein bisschen darauf ankommen lassen, so nach dem Motto, hey, wir versuchen es einfach weiter und irgendwann wird es schon klappen und als sie das raus findet, ist sie natürlich sehr enttäuscht und fühlt sich hintergangen und verletzt und lüftet sich dann erstmal in ihre Heimat ins Münsterland für ihren Eltern und also sie arbeitet so sehr am Limit, sie ist so nah am Burnout unterwegs, das ist ja auch ein Thema, wo wir beide uns auch drüber unterhalten könnten, also aus Agenturzeiten, er erinnere ich mich auch zurück, wie verrückt man manchmal am Limit gearbeitet hat und so geht sie auch und deswegen lässt sie sich krankschreiben und zieht sich zurück in ihre Heimat, kommt erst mal runter und da wir retten sie so ein bisschen auch abwege, weil sie auch auf eine frühere platonische Liebe stößt, der sie ein bisschen durcheinander bringt und auch an einem Projekt arbeitet, das sie sehr spannend findet. Ein Kreativprojekt, da geht es ums Münsterrana Schloss, das in Europa bekannt gemacht werden soll und da überlegt sie, ob sie sich da vielleicht einer kreativen Gruppe anschließen sollte, die dann auf Reisen geht, was in Buch 2 der Fall sein wird, haben wir dann gleich die Brücke geschlagen. Also dann trifft man da Valerie wieder. Genau, das wird eine Fortsetzung.
Helen
Ich habe mal Sorge, dass das irgendwie immer nur mir so geht, aber das kannst du ja jetzt vielleicht ein Stück weit beantworten, weil mir fällt das immer auf, dass ich, wenn ich Buch lese ganz oft, mich bei Kleinigkeiten frage, ob das die Autorin oder der Autor genauso sieht oder denkt oder was weiß ich, wie oft wird die Valerie verwechselt?
Tina Herz
Ja, ich werde das die ganze Zeit gefragt und es ist aber in dem Fall jetzt tatsächlich auch so, dass verdammt viel von mir drin steckt. Ich habe ja dieses Buch angefangen zu schreiben, ohne die Erwartung zu haben, dass das gekauft wird und ich habe mich da schon sehr nah erstmal so an meinen eigenen Erfahrungen aus der Agenturzeit und so aus meinem Leben aus dieser Zeit damals, so mit Mitte 30 orientiert. Das heißt, es ist jetzt nicht autobiografisch, aber so ihre Art, wie sie so ist, da steckt schon viel von mir drin. Und eine Freundin zum Beispiel, die auch mit mir in der Agentur gearbeitet hat, die hat sich richtig schwer getan, das Buch zu lesen. Also die sagte irgendwann so, das ist so komisch für mich. Also ich tauche so eine, diese Zeit von damals, weil eben auch diese Agentur und so, das war schon alles so sehr am Gebäude auch orientiert, wo wir gearbeitet haben und auch die Wohnung und so weiter und sie meinte, das ist irgendwie total komisch für mich, das habe ich jetzt so noch nie erlebt und in so Fällen, ja, da ist schon viel Tina drin.
Helen
Ja, hattest du denn bei manchen Sachen, die vielleicht auch so eigentlich totaler Nebensächlichkeiten sind, aber hattest du dann manchmal Sorge, dass gerade Leute, die dich kennen vielleicht auch denken, oh, sieht sie das wirklich so? Weil dann eben so eine Vermischung von dir irgendwie mit der Protagonistin passiert?
Tina Herz
Also ich glaube damals noch nicht, als es geschrieben hat, mir geht es jetzt von zweit und komischerweise manchmal so. Also dadurch, dass ich jetzt diese Erfahrung gemacht habe, dass die Leute das schon die ganze Zeit hinterfragen, was ist echt, was ist nicht echt, was ich natürlich auch total verstehen kann, weil das bucht natürlich total im Setting hier in Düsseldorf spielt und so. Denke ich das jetzt manchmal, aber ich muss mich davon jetzt irgendwie frei machen, weil natürlich macht sie auch ganz viele Sachen, die ich nicht machen würde und ich auch total idiotisch finden würde, wenn ich sie machen würde, aber im Endeffekt wird irgendwer da draußen jetzt denken, das hätte die Tina genauso gemacht und dann ist es so, ich kann das jetzt nicht ändern. Also das muss ich jetzt glaube ich abschütteln, so werde ich verrückt.
Helen
Aber das kann ich irgendwie vorstellen, dass das auch so ein bisschen vielleicht ablenkt beim Schreiben. Was sind das? So denke ich, schreib ich das jetzt so oder denken Leute x, y, y irgendwie.
Tina Herz
Ja, aber das geht nicht. Also ich muss schon einfach so wie es für die Geschichte gut ist, muss es geschrieben werden. Da kann ich mir jetzt keine Gedanken machen, was irgendwie eventuell annehmen könnte, was ich da jetzt jetzt zu tun habe. Auch so was mein Mann betrefft und so. Das waren natürlich viele werden jetzt wahrscheinlich auch denken, mein Mann wäre unfruchtbar, was auch nicht der Fall war. Bei uns war ich das Problem. Ich war die sogenannte Verursacherin. Also das ist ja die… ist ja daraus abgeleitet, dass wir tatsächlich auch uns sehr schwer getan haben, Kinder zu bekommen und bei uns war der Fall einfach medizinisch anders gelagert und natürlich werden jetzt manche Leute denken bei uns was genauso wie im Buch, aber auch mein Mann ist da total entspannt. Also, ist ja auch total egal. Also, ich hab ja auch wirklich keine Rolle, insofern, ja, ist das dann so.
Helen
Das kannst du eh nicht lenken, was die Leute jetzt alles über dich denken und vermuten. Voll. Ach Gott, aber das finde ich ganz schwer. Ich denke immer so, ich muss unbedingt mal dieses Buch lesen, du kannst nicht von allen gemocht werden, dann denke ich, so vielleicht löst sich das dann endlich mal für mich.
Tina Herz
Ja, das ist aber auch total schwierig. Also, da hat man aber Tanja auch übrigens sehr geholfen, um nochmal zu unserem Seminar zu kommen, ja, auch gesagt hat, du bist die Form und es werden Leute reinpassen und andere nicht. Und das ist total, ist total okay, weil es gibt so viele Bücher und kein Buch kann von allen gemocht werden und muss es ja auch nicht. Und du ja auch nicht. Also, mir hat das total geholfen, was sie gesagt hat, weil das nimmt dir halt diese permanente Außenperspektive, also, dass du dich die ganze Zeit fragst, was denkt denn jetzt mein Gegenüber? Weil wenn du in so einem Raum dann stehst und musst da jetzt was erzählen, dann wirst du eh nicht allen gerecht. Also, es ist eigentlich auch viel einfacher, als bei dir zu bleiben und einfach das mitzuteilen, was du zu sagen hast und den einen wird es interessieren und den anderen nicht. Das klingt jetzt einfacher, als es ist, ich weiß.
Helen
Nee, aber ich verstehe auch, dass du meinst, gerade auch bei so einer Lesung, wenn da halt viele sitzen, da werden ja bestimmt auch viele dabei sein, die zum Beispiel nur so plus one sind, die das sich selber vielleicht gar nicht auslösen haben oder so.
Tina Herz
Ja, absolut, genau.
Helen
Und im Zweifel sind die vielleicht total begeistert danach, aber vielleicht halt auch nicht alle, weil die einfach nur denken, ich mach das nur meiner Partnerin oder mein Partner zu lieb, hier zu sitzen.
Tina Herz
Ja, genau. Das ist ja ein Grunde wie ein Produkt in Regale, eine nimmt sich der andere nicht. Also du hast ein Angebot gepackt, das bringst du mit und also ja, so versuche ich das zu sehen und einfach das Gute für mich rauszuziehen. Ja.
Helen
Aber hast du jetzt dann Blut geleckt, was so die Lesungen angeht? Also denkst du dir so, das war es früher, da bin ich aber überall.
Tina Herz
Ja, man hat schon Blut geleckt, weil es natürlich jedes Mal auch erstens ein kleines Erfolgserlebnis für einen selber ist, wenn man es wieder geschafft hat und man natürlich jedes Mal echt diese schönen Momente hat. Also nach jeder Lesung kommen ja Frauen zu, also überwiegend sind es ja Frauen in meinem Fall, zu dir, die ihre Geschichte mit dir teilen oder noch eine Frage haben aus der Zeit und da sind schon so schöne Sachen daraus entstanden, die ich verpasst hätte, wenn ich meine Komfortzone da jetzt nicht verlassen hätte, so dass ich natürlich denke, hey, möchte ich eigentlich schon mehr von haben. Also ja, gerne, also ich werde mich schon im nächsten Jahr wieder drum bemühen, dass man mich dann hier und da auch live treffen kann, auch wenn ich so Angst davor hatte.
Helen
Ja, aber ich finde, das ist ja total inspirierend, weil mit dieser Angst, dass ich super viele identifizieren kann, aber dann zu sehen, dass du das einer, der es trotzdem macht, aber ich finde auch vor allen Dingen inspirierend, dass du dich proaktiv auch darum gekümmert hast und gesagt hast, ich möchte da irgendwie, ja, ich möchte da auch nicht einfach nur so Augenzonen durch, ich möchte das auch so ein Stück weit vielleicht genießen können. Und was ja jetzt schon feststellt, was du eben gesagt hast, dass man dich in Leipzig sehen kann, oder?
Tina Herz
Ja, genau, ich habe jetzt mal keine konkreten Veranstaltungen oder Termine, aber ich weiß, dass ich auf jeden Fall mit dem neuen Buch dann wieder kommen soll. Da freue ich mich total.
Helen
Da bist du auch wieder da, können wir uns dann da vielleicht auch treffen? Also mittlerweile ist mein Freund so, dass er sagt, wir buchen das jetzt einfach Stonnierebau, weil ich immer vorher sage, ich will eigentlich nicht hin und dann kurz vorher kommen wir mal nicht, wie ich alle mögen, Anfragen oder nichts. Okay, komm, dann fahren wir halt hin. Wir haben das jetzt dreimal quasi so auf die Tour gemacht mit Frankfurt und Leipzig und jetzt meint er, ich buch jetzt einfach schon mal. Am Ende bin ich wahrscheinlich wieder da.
Tina Herz
Also ich hatte auch gedacht, also selbst wenn ich jetzt nicht hingemust, hätte ich schon vom Verlag, hätte ich auch hingefahren, weil ich es so toll fand. Also es hat so Spaß gemacht.
Helen
Ich fremdle immer total damit. Ich habe das hier auch schon ein paar Mal erzählt, weil ich irgendwie immer nicht so genau weiß, was ich da machen soll. Jetzt, ich glaube so langsam hat sich das ja auch verändert, da jetzt kenne ich irgendwie Leute, jetzt weiß ich irgendwie auch so, ich kann mich da irgendwie verabreden und so. Aber ich fand es am Anfang halt immer so voll schräg, weil keine Ahnung, irgendwie haben da alle so Termine und ich dachte so, was besprechen.
Tina Herz
Wir können ja dann auch einen Termin machen. Ja, lass uns einen Termin ausmachen und bin ich da nicht ganz so lost. Dann haben wir schon mal einen.
Helen
Bei dieser, also jetzt bei der letzten Leipziger Buchmesse, habe ich tatsächlich, ich glaube da hatte mir aber auch jemand abgesagt oder so und ich hatte relativ viel so Luft vor mir und mich hat es irgendwie eher gestresst und mir war das auch zu voll alles. Und dann habe ich tatsächlich Chris geschrieben, ob sie mich adoptierten, dann bin ich einfach bei ihren Terminen nicht gekommen.
Tina Herz
Das ist doch auch eine super Lösung. Ja, es war wahnsinnig voll. Also das fand ich auch irre. Also wirklich irre. Ich hatte im Hotel so eine Lunchbox irgendwie mitbekommen, also eigentlich zum Frühstück und hatte dann diese naive Vorstellung, ich würde in der Bahn setzen und dieses Frühstück essen. Stand ich aber eher auf eine Sardine in der Büchse und kam noch nicht mal in die Hand, meine Tasche ran. Also es war wahnsinnig voll. Ich hatte samstern noch so einen Termin, wo ich was moderiert habe im Grunde. Und es war in diesem, ich weiß gar nicht mehr wie das heißt, irgendwie Congress Center. Also das ist auch jetzt glaube ich ganz so der attraktive Teil, sage ich mal von der Messe, das ist schon eher glaube ich so ein bisschen Fachprogramm. Aber es war morgens um 10 glaube ich und da macht die Messe auf. Und weil die anderen Tage war ich ja auch schon da, deswegen hatte ich das Gefühl, so ich habe einen Eindruck davon bekommen. Aber vielleicht war ich die anderen Tage auch nie morgens zur Öffnung da, ich habe keine Ahnung und es war zusätzlich Samstag. Und mein Freund hatte mich dann immer irgendwie morgens da so auch zum Pressebereich gebracht. Also da bist du so ein bisschen oberhalb und kannst du runter gucken auf dem Bereich, wo man zum Haupteingang kommt. Und das war irgendwie die anderen Tage halt recht leer gewesen. Und ich weiß noch wie ich dann am Samstag dahin kam. Und unten war alles voll mit Menschen. Und ich musste auf dieser andere Seite, weil dieses Congress Center auf der wirklich gegenüberlöser war. Und ich dachte so, ich weiß nicht mal wie ich da durchkommen soll. Und die standen ja alle in Schlangen. Und also ich hatte es unglaublich gestresst. Das war heftig. Ja, ich bin aus so wahnsinnig orientierungslos. Und ich hatte dann mich dann genau an diesem Congress Center da irgendwo mein Koffer stehen gelassen. Und war irgendwie der Annahme, wir würden alles zusammen wieder dahin gehen und hatte mir deswegen auch überhaupt nicht den Weg gemerkt. Oh nein, dann auch so ein Gott. Hoffentlich finde ich den wieder. Aber es hat geklappt, aber deswegen weiß ich wie voll das da war.
Helen
Ja, also ja, weiß ich nicht. Aber ich glaube ich muss es einfach vielleicht ein bisschen besser planen. Und nicht irgendwie, weiß aber, weil ich das dann so lange vor mir her schiebe und erst kurz vorher irgendwie sage okay, gut, dann fahre ich jetzt halt hin. Es wäre vielleicht einfach schlauer, wenn ich jetzt schon davon ausgehen würde. Ich bin da und dann plan ich.
Tina Herz
Genau, und stornieren kannst du ja immer noch. Ja, genau.
Helen
Also ja, lass uns auf den Kaffee treffen. Das finde ich super.
Tina Herz
Ich muss auch aufpassen, dass ich das Hotel fürs richtige Jahr bohre, weil es war dann so, dass der Verlag eine Nacht für mich gebucht hatte. Aber ich wollte halt schon früher kommen und mich ein bisschen umzuschauen und hatte mir dann auch noch ein Hotel gebucht. Und dann suchte ich irgendwie am Tag vorher so die Unterlagen zusammen und fand aber auch irgendwie gar nichts zu dieser Buchung. Und dann habe ich das Hotel angerufen und sie gewähnt mal nachzuschauen, wann ich das jetzt eigentlich gebucht hätte. Und dann sagt er ja, nächsten Jahr. Nee, das war am Tag vorher. Also kannst du dir vorstellen, was mein Hotelzimmer dann gekostet hat? Also, aber man kriegt noch welche. Man kriegt welche, ist halt immer echt die Frage so zu welchen Freil. Das ist schon, also, Messe ist irgendwie krass.
Helen
Wirst du denn in Frankfurt?
Tina Herz
Einen Tag. Ich kann nur Mittwoch. Okay. Ich wurde schon im März angefragt für so ein Panel in München zum Thema Gemeinschaften für den Donnerstag. Und dann meinte ich auch so, weil die haben schon so entfernt, ein bisschen mit Literatur zu tun gehabt. Aber ich habe auf der Webseite gesehen, da meinte ich so, ob die auf dem Schirm hätten, dass das Buchmesse so sei. Und dann meinten sie so, oh nee, irgendwie, sie haben nur geguckt, was in München ist. Und dann mit dem Zeitraum. Deswegen, also, ich komme dann nur Mittwoch und fahre dann Donnerstag nach München. Und dann bleibe ich nämlich auch, ich habe erst überlegt, ob ich zurückfahre, aber da habe ich dann gedacht, nee, ich glaube für mein Seelein. Das ist besser, wenn ich einfach da bleibe. Das ist besser auf jeden Fall.
Helen
Ich weiß nicht, ich werde das bestimmt irgendwann ablegen mit diesem Buchmesse so, irgendwie, dass ich mich so fremd da fühle.
Tina Herz
Ich fühle mich auch wie auf einem anderen Stern. Also ich kann das total nachvollziehen. Also beim ersten Buch ist das total außergewöhnlich, sich erst mal irgendwie in dieser Rolle zurechtzufinden. Das war wirklich gewöhnungsbedürftig. Aber es gibt Schlimmeres. Es gibt Schlimmeres und man trifft natürlich super viele Gleichgesinnte. Das ist super schön. Und auf das Stöbern finde ich mega. Also das hast du ja in keiner Buchhandlung, dass du so viel unterschiedliches auf einen Haufen siehst. Also ich finde schon, dass es sich total lohnt.
Helen
Ich glaube ich habe irgendwie, ich weiß auch nicht, ich weiß nicht genau, woran es liegt. Irgendwas, wahrscheinlich, dass ich mir in meinem Kopf erzähle. Was vielleicht, aber schon gar nicht mehr so irgendwie so ist.
Tina Herz
Ich bin bei beiden dabei.
Helen
Super. Das haben wir jetzt hier manifestiert.
Tina Herz
Genau. Ich nehme mir vor, ich werde beides total genießen. Ja, genau.
Helen
Bevor wir uns jetzt verabschieden und unseren Girls Glow zu Ende trinken, würde ich sagen, lass uns nochmal wissen, wofür findet man dich online und vielleicht dann auch offline. Wo kann man noch mehr von Tina Herz erfahren?
Tina Herz
Ja, also man findet mich oft in der Bar, aber natürlich nicht immer. Auf Instagram findet ihr mich unter @tinaherz.autorin und online unter tinaherz.com. Und ja, im echten Leben müssen wir halt einen Ort finden. Da kann man mich immer gerne anschreiben und dann schauen wir mal, wo wir uns begegnen. Ich habe ja kurz dich auch mal eine Wohnzimmerlesung gemacht. Hast du das gesehen? Das war auch toll.
Helen
Nein, das ist ja total cool.
Tina Herz
Das war richtig schön. Hat sich auf Insta verlust.
Helen
Das ist ja eine richtig coole Idee.
Tina Herz
Das war so schön.
Helen
Da merkt man so ein bisschen, dass du PR-Ahnung hast. Ich klingt ja wirklich richtig cool.
Tina Herz
Ja, aber ich hatte gesagt, ich komme überall hin. Es muss irgendwo in Deutschland sein. Das war das Ende des Eifel.
Helen
Irgendwer hat mir letztens so was in der Richtung für mich vorgeschlagen, dass ich irgendwelche Wohnzimmer-Events machen soll. Aber jetzt habe ich, das ist wieder so ein Moment, wo ich dann in dem Moment dachte, das merke ich mir auf jeden Fall. Und jetzt merke ich gerade, dass es irgendwie weg war. Ich kann nicht mehr so genau, was ich in diesen Wohnzimmern machen wollte. Aber das finde ich toll. Die coole Idee, weil das ja direkt in einem ganz intimer Rahmen auch ist.
Tina Herz
Das war so herzlich, so schön, auch so ein toller Tag. Also das möchte ich vom zweiten auf jeden Fall wieder machen. Das ist eine tolle Idee. Ja, es ist ganz anderes. Weil es macht jemand für dich die Tour aus, von seinem Zuhause. Also das ist total die tolle Erfahrung gewesen. War eine ganz liebe Truppe. Hat richtig Glück.
Helen
Okay, also da müsste er auf jeden Fall dann mal bei Tina, wahrscheinlich bei Instagram, irgendwie Ausschau halten. Das klingt richtig cool. Ich darf danke, dass du uns so viele Einblicke gegeben hast.
Tina Herz
Ja, sehr, sehr gerne. Danke dir, dass ich dabei sein durfte. Immer gerne.




