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Podcast · Folge 111
Fünf Monate, fünf Orte, eine Frage
Lektorin und Autorin Romy Schneider über ihr Buchprojekt zum Zuhausegefühl – und darüber, warum sie an dem Ort, an dem sie seit über 20 Jahren lebt, nie wirklich angekommen ist
Der Einstieg ist bei uns immer eine gedankliche Reise: Wo sitzen wir gerade zusammen, und welches Getränk hast du uns mitgebracht? Romy Schneider setzt uns in ein kleines rotes Schwedenhäuschen an einem See – und schenkt selbst gemachte Zitronenlimonade mit Minze ein. Kein zufälliger Ort: Als wir aufnehmen, steht genau dieser Monat in Schweden als zweite Etappe ihres Buchprojekts an. Aufgenommen haben wir digital.
Romy Schneider
Freie Lektorin und Autorin aus Dortmund
Sie arbeitete als Kundenberaterin in einer Werbeagentur, kündigte 2018 und reiste vier Monate mit ihrer Familie um die Welt – daraus wurde ihr erstes Buch. Anfang 2021 absolvierte sie den Zertifikatslehrgang Freies Lektorat an der Akademie der Deutschen Medien in München, seit Mai 2021 ist sie Mitglied im Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren, seit Oktober 2021 freie Lektorin bei BoD – Books on Demand. Seit März 2022 gehört sie zum Kopfreisen Verlag, den sie gemeinsam mit ihrem Partner gegründet hat. Ihre Nische sind wahre Lebensgeschichten.
Erst die Weltreise, dann der Berufswechsel
Der Reihenfolge nach war es nicht die Karriere, die den Anfang machte. Romy Schneider hat im Marketing gearbeitet, in Werbeagenturen, und hätte sich damals nicht vorstellen können, selbstständig zu sein – zu riskant. Dann kam die Weltreise mit der Familie, und danach war klar: einmal komplett raus, komplett Neues sehen, wiederkommen – und alles muss neu sein.
Was sie am liebsten tut, wusste sie: sich mit Büchern beschäftigen. Also die Frage, was man damit beruflich anfangen kann – und die Antwort Lektorin, weil sie ohnehin gerne mit Texten arbeitet, selbst schreibt und wahnsinnig viel liest. Hauptberuflich macht sie das seit 2021. Über die Weltreise entstand ihr erstes Buch, Herz schlägt Kopf, erschienen im WNJ Verlag.
Ich könnte niemals wieder angestellt sein. Jemanden zu haben über mir, der mir sagt, was ich tun soll und wann und wie – das ist für mich heute unvorstellbar.Romy Schneider
Dass das planbare Einkommen fehlt, sagt sie offen dazu: Man hat eben nicht jeden Monat die gleiche Höhe, das muss man ein bisschen jonglieren. Die Freiheit, von unterwegs zu arbeiten, würde sie dafür nie wieder hergeben.
Wie aus einer Schwedenreise ein Verlag wurde
Ein paar Jahre später nahmen sie sich noch einmal eine Auszeit und reisten vier Monate mit dem Campervan durch Schweden. Dort kam ihr Partner, der seinen Job bereits gekündigt hatte, auf die Idee: Du bist ja Lektorin – dann gründe ich einfach mal einen Verlag. Anfang 2022, während dieser Reise, entstand der Kopfreisen Verlag.
Dort erschien auch ihr zweites Buch, der Roman Gelegenheiten. Die Idee dazu kam aus einer eigenen Sehnsucht: Von sich selbst hatte sie im ersten Buch schon alles erzählt, also brauchte es eine erfundene Figur – eine Protagonistin, die ihr altes Leben verlässt, in die Provence geht und Schriftstellerin wird. Genau das hatte sie sich selbst immer vorgestellt. Ihre Beschreibung: ein Roman über den Mut, seine Träume zu leben.
Kennengelernt haben wir uns auf der Frankfurter Buchmesse 2023, nach einem kurzen »lass uns mal treffen«.
Das Experiment: fünfmal ein Monat an fünf Orten
Das Buchprojekt, um das sich die Folge dreht, hat einen Arbeitstitel: Auf der Suche nach dem Zuhausegefühl. Der Ausgangspunkt ist eine Frage, die sie seit Jahren umtreibt – warum sie sich an dem Ort, an dem sie seit über 20 Jahren lebt, nicht zu Hause fühlt. Ihre Familie ist ihr Zuhause, die Verbundenheit zum Ort selbst fehlt. Ihr Verdacht, den sie auf ihrer Projektseite formuliert: Vielleicht hat sie gar kein Fernweh, sondern Heimweh.
Der Aufbau ist ein bewusster Kompromiss, damit er familiär funktioniert: nicht ein halbes Jahr am Stück, sondern fünfmal jeweils ein Monat, mit Pausen dazwischen. Ausgesucht hat sie nicht in erster Linie Orte, sondern Rahmenbedingungen – kleine Insel, Natur, Dorf, Festland mit Meer vor der Tür, Metropole. Ausgeschlossen hat sie von vornherein nur eines: in den Bergen wohnen. Sie liebt die Berge zum Wandern, aber leben würde sie dort nicht, das enge sie räumlich zu sehr ein.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme lagen die ersten beiden Etappen an: der Februar 2025 auf La Gomera, danach der Juni in Schweden. Die weiteren Stationen ihres Plans stehen auf der Projektseite – und dort steht auch, wie es inzwischen weitergegangen ist.
Was auf La Gomera passiert ist
Ihre eigene Sorge vorab: dass sie nach ein paar Tagen Hummeln in den Hintern bekommt und weiterwill. Passiert ist das Gegenteil. Sie hatte ein kleines Apartment, hat dort jeden Tag gekocht – so, wie man eben wohnt, nicht wie man Urlaub macht. Ein ganzer Monat an einem Ort war für sie trotz vieler Reisen neu.
Sie war in Valle Gran Rey, wo eine große Community deutscher Auswanderer lebt – Menschen, die seit Jahren immer wieder für Monate kommen, und solche, die seit zwei Jahrzehnten dort wohnen. Aus diesen Begegnungen sind Interviews geworden: Sie hat einen festen Fragenkatalog entwickelt und verteilt ihn, und bekommt regelmäßig zurückgemeldet, dass allein das Nachdenken über diese Fragen etwas auslöst. Ins Buch fließt beides ein: ihre Perspektive und die der anderen.
Ich habe noch niemanden kennengelernt, der nichts zu erzählen hat. Das wirklich nicht.Romy Schneider
Wenn der Wohnort nie eine Entscheidung war
Ein Gedanke, der die Folge trägt: dass viele ihren Wohnort gar nicht bewusst gewählt haben – anders als den Job. Manche suchen sich nach dem Studium gezielt eine Stadt, manche bleiben, wo sie geboren wurden, und fühlen sich dort verwurzelt. Manche eben nicht.
Bei ihr selbst hängt es an einem Bruch: Sie kommt aus Berlin, ihre Familie verließ die Stadt vor dem Mauerfall – nach ihrer Schilderung nicht freiwillig. Von heute auf morgen waren die Wurzeln weg, danach folgten Umzüge. Nach Dortmund kam sie aus privaten Gründen und ist geblieben. Bewusst ausgesucht hat sie diese Stadt nie.
Helen geht es ähnlich, nur anders herum: Sie fühlt sich in Bonn sehr wohl und freut sich, nach Hause zu kommen – kann sich aber nicht vorstellen, dort alt zu werden. Auf ihrem Visionboard sind fast nur Bilder vom Meer.
Astrogeografie, Ayurveda, Human Design
Das Projekt ist größer geworden, als sie gedacht hatte – auch, weil sie das Thema aus mehreren Richtungen beleuchtet. Astrogeografie ist eine davon: Dort gibt es Linien, die für Geborgenheit und Zuhausegefühl stehen. Ihre verläuft durch Vancouver, wo sie noch nie war; eine zweite, die für Wohlfühlen und Lebendigkeit steht, mitten durch die Provence – ihren Sehnsuchtsort, lange bevor sie das wusste.
Dazu kommen Ayurveda und Human Design. Was in allen drei Betrachtungen immer wieder herauskommt, sagt sie selbst: Sie ist jemand, der Veränderung, Abwechslung und Bewegung braucht. Ob am Ende ein fester Ort dabei herauskommt oder die Erkenntnis, dass sie gar nicht ankommen will, weiß sie nicht – und legt sich bewusst nicht fest.
Man sollte sich nicht sagen: Nee, geht nicht, weil – sondern man sollte sich fragen: Okay, wie könnte es gehen?Romy Schneider
Wie es auf der anderen Seite des Schreibtischs aussieht – im großen Verlag statt im eigenen kleinen – erzählt Lektorin Mona Lang in Folge 112.
Die Bücher aus der Folge
Gelegenheiten
Romy Schneider
Ihr zweites Buch und erster Roman, erschienen im Kopfreisen Verlag: Eine Protagonistin verlässt ihr altes Leben und geht in die Provence, um Schriftstellerin zu werden. Ihre eigene Beschreibung: ein Roman über den Mut, seine Träume zu leben.
Zuhause
Daniel Schreiber
Einer von zwei Titeln, die sie zum Thema Zuhausegefühl empfiehlt: ein Essay, in dem sie sehr ähnliche Gedanken wiedergefunden hat wie ihre eigenen.
Heimwärts
Franziska Consolati
Ihre zweite Empfehlung: Eine Reisebloggerin, die viel unterwegs war, beschließt an einem Lagerfeuer, sich ein Häuschen in Schweden zu kaufen – und wandert später tatsächlich dorthin aus.
Außerdem in der Folge erwähnt, aber bei Thalia nicht als Buch gelistet: Herz schlägt Kopf von Romy Schneider (WNJ Verlag) – der Reisebericht über die Weltreise, den sie selbst als ersten Teil zum neuen Projekt sieht.
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Wenn dich die Frage umtreibt, wo du eigentlich hingehörst – oder warum du dich da, wo du wohnst, nie ganz zu Hause gefühlt hast: In dieser Folge macht jemand genau daraus ein Experiment und nimmt uns mit zur ersten Etappe.
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Häufige Fragen
Worum geht es in Romy Schneiders Buchprojekt?
Um die Frage, was Zuhause eigentlich bedeutet und wie man den Ort findet, an dem man sich wirklich zu Hause fühlt. Dafür reist sie fünfmal für jeweils einen Monat an unterschiedliche Orte, wohnt und schreibt dort und führt Interviews mit Menschen, die ihren Ort gefunden haben. Der Arbeitstitel lautet »Auf der Suche nach dem Zuhausegefühl«.
Nach welchen Kriterien hat sie die Orte ausgesucht?
Nicht nach Orten, sondern nach Rahmenbedingungen: kleine Insel, Natur, Dorf, Festland mit Meer vor der Tür und Metropole. Die erste Etappe war der Februar 2025 auf La Gomera, die zweite der Juni in Schweden. Ausgeschlossen hat sie von Anfang an nur, in den Bergen zu wohnen.
Wie lässt sich so ein Projekt mit Familie vereinbaren?
Genau dafür ist der Zuschnitt gemacht: nicht ein halbes Jahr am Stück, sondern fünfmal ein Monat, mit Pausen dazwischen. Ihr Satz dazu: Man sollte sich nicht sagen, geht nicht, weil – sondern fragen, wie könnte es gehen.
Wie ist der Kopfreisen Verlag entstanden?
Während einer viermonatigen Reise mit dem Campervan durch Schweden Anfang 2022. Ihr Partner hatte seinen Job gekündigt und suchte etwas Neues – sie war bereits Lektorin. Seit März 2022 gehört sie zum Verlag, in dem auch ihr Roman »Gelegenheiten« erschienen ist.
Welche Bücher empfiehlt sie zum Thema Zuhause?
Zwei: »Zuhause« von Daniel Schreiber, in dem sie sehr ähnliche Gedanken wiedergefunden hat, und »Heimwärts« von Franziska Consolati über eine Reisebloggerin, die nach Schweden ausgewandert ist.
Wo kann man das Projekt mitverfolgen?
Am ehesten bei Instagram unter kopfreisen, dazu auf ihrer Website kopfreisen-lektorat.de, wo das Buchprojekt eine eigene Seite hat. Wer unterwegs mitlesen will, kann ihren Newsletter abonnieren, in dem sie etwa einmal im Monat Gedanken und Ausschnitte aus dem Entstehen teilt.
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Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, auch bei der Zuordnung, wer gerade spricht. Maßgeblich ist die Aufnahme.
Helen
Herzlich willkommen, Romy. Ich freue mich sehr, heute mit dir über, ja, über deinen Verlag, über dein, deine Bücher, dein neues Buchprojekt, alles möglich über deine Reisen zu sprechen. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?
Romy Schneider
Wir sind jetzt gerade in Schweden, in einem kleinen roten Schwedenhäuschen an einem See und wir trinken selbstgemachte Zitronenlemonade mit Minze.
Helen
Ich finde auch sehr verwirrtlich, dass du die Tastödie sogar mitgebracht hast. Ist sie selbstgemacht?
Romy Schneider
Nein, sie ist nicht selbstgemacht. Alle Illusionen, das dasstört. Das habe ich nicht mehr geschafft.
Helen
Das klingt auf jeden Fall sehr gut. Ich trink es sehr gerne selbst gemacht.
Romy Schneider
Jetzt tronete ich eine Niveau, dann bin ich mit Minte. Da wird es ja ein Schluss mehr einmal an.
Helen
Das Setting ist ja schon mal ideal. Wir sind jetzt gerade in Schweden, weil du im Juni, und das ist nicht mehr so, ich glaube, wenn die Folge veröffentlicht wird, bist du wahrscheinlich tatsächlich gerade in Schweden und bist dafür dein neues Buchprojekt und ich glaube, Das bietet sehr viel Möglichkeit, nach heute darüber zu sprechen. Vielleicht nehmen wir mal kurz alle einmal kurz mit, wie wir uns kennengelernt haben. Jetzt greife ich ein Jahr her, ein bisschen länger vielleicht. Ach nee, bei der Frankfurter, ne? Genau. Frankfurter, wie viel? 2023. War das. Ja, krass. Also, krass. Wir haben uns kennengelernt, weil und ich das Borkum Retreat geplant haben und Sarah bei euch das Buch veröffentlicht hat. Und dann haben wir, glaube ich, gesagt, lasst uns mal auf der Buchmesse treffen, kurz quatschen. Das war super, super schön. Und ich fand es irgendwie einfach auch beeindruckend, was ihr da so aufgebaut habt. Du bist jetzt halt, wie nennt man das, du bist Verlagsinhaberin, Leiterin, aber du bist ja auch Lektorin und Autorin. Was machst du so den ganzen den ganzen Tag und wie ist das alles gekommen?
Romy Schneider
Ja, da kann ich jetzt irgendwie auf stundenlangen erzählen. Ich versuche mich kurz zu fassen. Also ich bin eigentlich hauptberuflich Lektorin. Das bin ich aber auch erst seit 2021. Ich habe im Marketing gearbeitet in Werbeagenturen. Und ich habe mich beruflich nochmal komplett umorientiert. Das kamen ein paar Jahre nach einer Weltreise, die wir gemacht haben. Einmal komplett raus, komplett das Neues sehen und dann wiederkommen und alles muss neu sein und dann habe ich das gemacht, was ich am liebsten tue, mich mit Büchern beschäftigen und dann habe ich gesagt, was kann ich da machen und bin dann quasi darauf gekommen, dass ich ja Lektorin sein kann, weil ich eh gerne mich mit Texten beschäftige, immer schon selber auch gerne schreibe und eben wahnsinnig viel lese und habe dann auch mein erstes eigenes Buch geschrieben über die Weltreise und dann haben wir mehrere späte noch mal eine Auszeit genommen, sind durch Schweden gereist und da ist dann mein Partner, Tobias, auf die Idee gekommen, dass er auch mal was Neues machen möchte und er hatte da seinen Job gekündigt schon und hat sich überlegt, na du bist ja Lektorin, was könnte ich dann machen? Auch da gründ ich einfach mal ein Verlag.
Helen
Und das war dann erst 23 oder was?
Romy Schneider
Begründet haben wir den in 22. Also Anfang 2022 während unserer Reise durch Schweden mit unserer Tochter noch, dass wir wir sind vier Monate durch Schweden gereist mit einem Campervan. Und ja, so kam es mit dem Verlag und ich habe dann ja auch ein Buch, mein zweites Buch veröffentlicht Verlag und dann kamen Saras Buch noch, genau, mit anderen Büchern. Genauso war das alles und da auf dem Weg haben wir uns kennengelernt, die waren dann ja auch 2023 das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse und 2024 haben wir dann noch mal dort und mittlerweile haben das Projekt wieder so ein bisschen zurückgestellt. Aber wer weiß, was noch so kommt. Aber hauptsächlich für private Menschen, sozusagen, nicht für Verlager oder so, sondern privat hauptsächlich. Und ich habe auch immer Geschichten, die ja so lebensverändernde Geschichten ganz oft, so wirklich selbst, also wahre Geschichten, das ist auch so meine Nische. Ich liebe Lebensgeschichten, Das muss noch nicht mal irgendwie was Wahnsinnig Spektakuläres sein. Also ich finde immer jeder hat eine tolle Geschichte zu erzählen.
Helen
Same. Ja, voll. Und wenn man deine Geschichte zum Beispiel ja auch letztendlich nennt, könnt auch man schreiben.
Romy Schneider
Ja, ich spiele irgendwie auch immer so was damit bedanken. Aber ich finde es auch ein riesen Konditionant. Aber gut, vielleicht überzelt es mich heute.
Helen
Aber ich finde halt auch hier im Podcast noch mehr häufig auch im Grunde, ich sag mal, einfach Menschen aus der Community Und häufig sagen die, ich habe ja gar nicht so was Spannendes zu erzählen, aber sehe ich anders.
Romy Schneider
Ja, jeder hat was Spannendes zu erzählen. Oh ja. Wirklich, es muss gar keine, ja wie gesagt es muss kein Reise sein, das muss kein totaler Neuanfang sein und jeder hat irgendwie was zu erzählen und ich habe auch schon so vielen oder mit so vielen Menschen darüber gesprochen und ich habe noch niemanden kennengelernt, der nicht zu erzählen hat, das wirklich nicht. Ja.
Helen
Ja, total interessant. Doch ist das auch auf deiner Webseite so schön geschrieben. Ich gucke halt, ob ich das auf die Schnelle hinterfinde. Also das ist nochmal so ein bisschen in eine andere Richtung. Also mit der Geschichte schreibst du da auch, aber die Schreibste meiner Übersprachung, die Kombination aus Reisen und schreiben ist das stärkste Transformationswerk, der direktste Weg zurück zu uns selbst. Das fand ich total interessant. Weil im Grunde war es ja wahrscheinlich bei dir so, diese Reisen haben bei dir total viel ausgelöst und verändert. Und ich kann das total nachvollziehen. Ich bin auch so super reiseverrückt und auch schon immer gewesen, habe ich immer irgendwo anders hingeträumt. Aber witzigerweise sage ich in den letzten Jahren immer eher was anderes, also gar nicht so gegen das Reisen ausgesprochen. Gesprochen und ich glaube bei Reisen, ich bin eher mittlerweile irgendwie so hier in der Umgebung gefühlt viel unterwegs, also Deutschland und Europa so und das sind deswegen ja nicht weniger krasse Reisen so, aber irgendwie ist das anders als wenn ich so Backpack durch Asien und seit ich Mädels, die lesen, mache sage ich immer eher, ich finde so Selbstständigkeit, so eine krasse Persönlichkeitsentwicklung, was ich irgendwie nie erwartet habe, aber das kannst du wahrscheinlich auch noch verziehen, oder der Verlag war und ist wahrscheinlich auch nicht so ganz ohne?
Romy Schneider
Ja voll, also überhaupt, also früher, als ich noch im Anstellungsverhältnis gearbeitet habe, habe ich immer gesagt, ich mache mich niemals selbstständig, das ist mir viel zu riskant, und ich möchte es willen. Und irgendwann, da kam dann wirklich so dieser Dreh, also das war wirklich seit dieser Weltreise, hat sich total viel verändert und da habe ich gemerkt, dass ich total fremdbestimmt auch gelebt habe und viel mehr selbstbestimmter sein möchte. Und heute ist es genau andersrum, ich könnte niemals wieder angestellt sein. Also jemanden zu haben über mir, der mir sagt, was ich tun soll und wann ich das tun soll und wie ich das tun soll, das ist für mich heute unvorstellbar. Tatsächlich auch diese Freiheit. Ja, ich kann von unterwegs aus arbeiten. Vielen Dank. Auf Reisen arbeiten, was ich unbedingt wollte und wie ich mir dann auch eingerichtet habe. Es ist natürlich auch nicht immer so einfach. Man hat eben nicht so dieses planbare Einkommen jeden Monat, immer die gleiche Höhe und das muss man ein bisschen jonglieren. Aber diese Freiheit, die man auch hat, die wird nie wieder hergeben.
Helen
Ja, total. Also das habe ich jetzt, also ich mache das ja jetzt erst seit dem ersten, ersten, das ist so Vollzeit selbstständig, aber das merke ich auch, dass ich die finanziellen, so also unangenehmen Momente trotzdem, also trotzdem in Kauf nehme, weil ich diese Freiheit irgendwie über meinen Kalender zu bestimmen und das irgendwie auch sagt und von überall machen zu können irgendwie ist das für mich einfach mehr wert. Also da bin ich eher bereit das andere in Kauf zu nehmen. Also kann ich total gut nachvollziehen. Und jetzt machst du das ja eigentlich wahrscheinlich auch nochmal krasser als bei der Weltreise warst du unterwegs und hast das in den Buch verpackt. Ich weiß nicht ob du bei dem, gerade den Buchthilfe vergessen, aber ob du dann der Provence-Bars für dein letztes Buch? Was auch? Provence ist ja so kleiner Sehnsuchtsort von mir,
Romy Schneider
Da ist Sehnsuchtsregion muss man eher sagen und ich habe dann irgendwann also meine Bücher, die ich so schreibe, die haben auch immer dieses Thema Veränderungen neu anfangen, das ist einfach so mein Thema und ich habe mir überlegt, okay, ich muss mir jetzt einen Roman ausdenken, weil ich habe ja von mir selber, habe ich ja schon alles erzählt in meinem ersten Buch und dann ist mir irgendwie so eine Geschichte gekommen von einer Protagonistin, die ihren Traum verwirklicht. Sie wird nämlich Schriftstellerin und geht dafür in die Provence, verlässt ihr altes Leben. Das war auch nochmal so, weil ich auch mir immer schon vorgestellt habe, wie es wäre, mal in ein paar Monate irgendwo hinzugehen und einfach da mal ein Buch zu schreiben. Und Also ich selber habe diesen Wunsch eben auch gehabt und dann schreibe ich doch einfach darüber. Und ja, so ist das zweite Buch entstanden und Gelegenheiten ist das. Und auch wieder so ein Mutmachbuch. Ich sage immer, es ist ein Roman, über den Mut seine Träume zu leben.
Helen
Ja, voll schön. Und dann war es auch tatsächlich mehrere Monate in der Provence? Oder wie? Nein. Und ich das vorstelle.
Romy Schneider
Leider nicht. Also ich habe ja hier noch eine Tochter zu Hause und da kann ich nicht so lange weg sein. Weg sein, aber war natürlich mehrfach in der Provence und auch mal auf der Durchreise und ich kenne mich da gut aus und die ganzen Orte, die in dem Buch spielen, die gibt es auch alle tatsächlich oder war ich auch überall. Warst du schon mal in der Provence eigentlich?
Helen
Nein, ich glaube tatsächlich nicht. Da sind die Lavendelfelder, oder?
Romy Schneider
Ja, auch, genau. Man muss dann aber Juli, August hin, damit der Lavendel dann da auch blüht.
Helen
Aber das war wahrscheinlich auch gut voll, oder?
Romy Schneider
Ja, ja, es ist voll und natürlich auch heiß, aber wir waren auch ohne Juli da und wir waren aber dann auch noch in Oktober da, seit dem Oktober. Und ja, es ist eine ganz tolle Region, ich finde mich da einfach sehr, sehr wohl.
Helen
Ach, verschön. Okay, also dann haben wir die Weltreise und darüber hast du, ich weiß nicht wie man das nennt, aber dann ist das eher wahrscheinlich ein Sachbuch, sowas in der Richtung.
Romy Schneider
In der Reiseberichte, kann man sagen. Ja, eine Reiseberichte. In einer Kategorie auch immer zum Reiseberichten.
Helen
Ja, das ist auch, ehrlich gesagt, eine Kategorie, die ich total gerne mag. Dann hast du einen Roman geschrieben über, und bist da irgendwie mehr so fiktiv irgendwo hingereist. Aber jetzt finde ich irgendwie total spannend. Du hast dir ein Thema ausgesucht. Also du möchtest über das Zuhausegefühl schreiben oder du schreibst über das Zuhausegefühl und hast dir überlegt, du verbringst fünfmal jeweils ein Monat an fünf verschiedenen Orten und ich bin da mit Menschen über das Zuhausegefühl. Und was wird das dann für ein Buch? Wird das ein Roman oder wird das ein Fachbuch wie? Oder weißt du das selber noch nicht genau?
Romy Schneider
Doch, das ist auch ein Sachbuch auf jeden Fall. Ich denke mal, das ist, man könnte das als zweiten Teil sehen von meinem ersten Buch. Das ist ja nicht nur ein Reisebericht, da geht es auch viel so. Das heißt, der Herz schlägt Kopf. Da geht es halt viel so raus aus dem Kopf rein ins Herz, so dass man ja seinem Herzen folgen soll. Da habe ich mich auch schon ein bisschen mit dem Thema beschäftigt. Wie ist das so anders zu leben oder vielleicht sogar auszuwandern? Und jetzt in dem zweiten Teil, sag ich mal. Es gibt dafür noch keinen Titel. Ich nenn's momentan einfach nur auf der Suche nach dem Zuhausegefühl. Es ist eben darum, wie es wäre, wirklich noch mal woanders zu leben. Ich bin darauf gekommen, weil ich reise ja sehr gerne und sehr viel und ich habe immer so eine innere Unruhe, dass ich immer weiter muss und wieder reisen muss. Und ich komme auch ehrlich gesagt nicht so gerne nach Hause. Ich habe so dieses Zuhause-Gefühl, oder ich freue mich jetzt, dass es wieder nach Hause geht. Das habe ich nicht so. Warum das so ist, schreibe ich dann auch in dem Buch alles so ein bisschen, oder warum ich denke, dass es so ist. Und ich hatte dann so die Idee, ja, wie wäre es, mal herauszufinden, ob es nicht doch irgendwie ein Ort gibt, wo ich mich auch richtig Zuhause fühle. Also klar, man fühlt sich ja auch bei seiner Familie zu Hause. Aber ich war jetzt eher wirklich geographisch gesehen. Es gibt ja Menschen, die kommen an einen Ort und auf einmal haben die so ein Gefühl, wo ich hier gehöre, hier oder hier will ich sein und gibt ja auch viele, die eben auswandern. Und ich habe mich immer gefragt, bei Leuten, die jetzt umziehen oder ein anderes Land oder in eine andere Stadt, wie kommen die da drauf? Also wie entscheiden die das? Woher wissen die, dass das jetzt der richtige Ort ist, wo sie hin möchten? Ich habe eine Freundin, die war auch zwei Jahre lang auf Open End Reise und die hat sich jetzt in Norddeutschland ein kleines Grundstück gekauft und lässt sich da ein Haus drauf bauen und ein kleines Häuschen. Und das war so, wo ich gedacht habe, okay, wie kommst du jetzt darauf? Das ist barrenwiederort. Genau, weil wenn ich mich jetzt sagen würde, ich ziehe um, ich wüsste nicht wohin. Absolut nicht. Keine Ahnung und wüsstest du es, wo du hinziehen würdest?
Helen
Ich finde das gerade so spannend, weil das mich auch die letzten Jahre umtreibt irgendwie, weil ich konsumiere relativ viel so Content, das war witzigerweise in der Podcast folge ich hier vor aufgenommen, wo der meinte mein Gegenüber, dass ich besonders gut so groß denken könnte und ich glaube, das ist viel, womit ich mich beschäftige mit Leuten, die groß denken. Weil ich glaube, ich hatte das immer schon in mir, aber früher hieß es dann immer so, die Herrin hatte immer irgendwelche verrückten Ideen. Und ich hab die dann halt nicht so ernst genommen. Und ich glaube, mittlerweile lebe ich das halt mehr aus, aber weil ich auch Beispiele dafür brauchte, dass andere das auch machen. Und ich liebe total diese Vorstellung, dass so im Grunde alles möglich wäre. Und so eigentlich glaube ich das auch. Manchmal finde ich das so ein bisschen verrückt, es so laut auszusprechen, weil dann kommt irgendwie auch direkt, kommt ausgedankt, sodass das ja nicht vernünftig wird. Aber im Grunde denke ich, alles ist möglich. Wenn du dir was vornimmst, so ist es, du kannst das schon, das kann man schon machen. Es kommt natürlich immer mit Konsequenzen, aber du kannst eigentlich alles machen. Und das fand ich total faszinierend, diese Vorstellung. Und hab dann halt auch immer überlegt, wenn jetzt wirklich Geld und alles keine Rolle spielen würde, Wo wird ich dann leben wollen? Und ich bin einfach nie so ein Ergebnis gekommen, weil ich dachte, ich kenne doch gar nicht alle Orte. Woher soll ich das denn wissen? Deswegen ehrlich gesagt, ich finde es total schwer. Also wir haben, ich glaube, es hat sich euch damals auch schon erzählt, dass also mein Freund und ich, wir haben einen Van und wir haben so ein bisschen diesen Traum damit langfristig zu reisen. So irgendwie ist die Fixie-GD damit Richtung Australien zu reisen. Keine Ahnung, ob wir da hier ankommen. Aber das sprechen wir seit Jahren, das finden wir cool. Und in meiner Vorstellung ist es so, ich fand es eigentlich cool, dann wirklich auch hier alle Täter abzubrechen und erstmal loszufahren und mal schauen, was wir dann, ich denke, das wird ja auch lebensverändert sein. Ja, ja, voll. Und er ist meistens eher so, ja, aber es ist eine Sicherer vielleicht, wenn wir die und natürlich uns sicherer so, aber keine Ahnung. Ja, das finde ich ganz schwierig und wir kommen beide nicht aus Bonn Und ich denke immer so, als ob wir, wenn wir wirklich das so was Krasses durchgezogen haben, als ob wir dann noch in Bonn leben wollen. So, ich finde, ich finde Bonn schön, aber irgendwie. Deswegen, also das treibt mich auch total rum. Ich finde es gerade super spannend, dass du das so beschreibst. Weil es im Grunde ist die selbe Frage, die ich mir seit Jahren stelle, obwohl ich mich hier sehr wohl fühle und ich freue mich zum Beispiel immer nach Hause zu kommen. Aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das der ultimative Ort für mich ist.
Romy Schneider
Ja, so geht es halt total viel, seit ich mit diesem Buchprojekt rausgegangen bin, also darüber erzählt habe. Also ich habe noch keinen kennengelernt, der nicht das Thema irgendwie hat. Und wenn ich es nicht hatte, dann ab dem Zeitpunkt, wo ich es erzählt habe.
Helen
Ja, voll. Ja, das ist total wirklich richtig spannend und dieses ganz Projekt wird auch gerade irgendwie immer größer.
Romy Schneider
Ja, weil es… Ich hatte nicht gedacht, dass so viele Leute begeistert sind. Was ich mir vorgenommen habe, ich habe eine Tochter und kann nicht eine halbe Jahr alleine durch die Gegend reisen. Aber ich habe mir überlegt, was ich machen kann, dass es Familienkompatibel ist. Das war der Kompromiss, fünfmal für einen Monat an einem Ort. Diese Monate sind nicht direkt hintereinander, sondern ich habe immer eine Pause dazwischen. Ja und ich habe mir so Rahmenbedingungen gesetzt. Also ich hatte auf einer kleinen Insel wohnen, dann in der Natur wohnen, in einer Metropole wohnen, in einem Dorf wohnen und dann noch mal am Meer wohnen, dann aber auf dem Festland nicht von der Insel. Weil ich alles irgendwie ausprobieren wollte, was ich für mich schon ausschließen konnte, ist das in den Bergen zu wohnen. Ich liebe die Berge. Wir haben ganz viele tolle Wanderurlaube gemacht, aber da weiß ich, wohnen möchte ich, denn nicht es würde mich irgendwie so räumlich zu sehr einengen. Und dann habe ich jetzt in Februar, ja, habe ich angefangen damit. Ich war den ganzen Februar auf La Gomera. Ich wollte auch irgendwo hin, wo es warm ist und lauere ist auch eine kleine Insel und habe dann da ja ein Monat gewohnt und ich war, obwohl ich viel reise, waren wir noch nie so lange an einem Ort. Wir sind dann immer so vielleicht mal eine Woche oder so und dann geht es wieder weiter. Deswegen war ein Monat weit schon viel für mich und erst habe ich gedacht, ob ich dann irgendwann wieder nach ein paar Tagen so Hummeln in den Hintern bekomme, so dass ich jetzt weiter muss. Aber es war gar nicht so. Also ich wusste ja, das sollte sich so anfühlen. Ich hatte ein kleines Apartment, hab auch dort jeden Tag gekocht, also so wie es ist, wenn man jetzt zu Hause wohnt. Und das war eine ganz tolle Erfahrung. Ich hab so viele tolle Menschen da schon kennengelernt. Man muss dazu sagen, ich war in Valle Gran Rey und das ist ein Ort, wo ganz viele deutsche Auswanderer leben. Es ist so eine große Community. Deswegen habe ich auch wahnsinnig viele Deutsche kennengelernt, die eben entweder seit Jahren da immer wieder hinfliegen und für mehrere Monate dort wohnen oder aber auch schon seit 20 Jahren da wohnen. Und da habe ich ganz viele tolle Gespräche geführt und ich möchte ja in dem Buch nicht nur meine Perspektive aufzeigen, sondern eben von ganz vielen anderen Menschen auch und ich habe so Interview-Fragen entwickelt, die ich dann immer schön verteile und mit ganz tollen Fragen, wo ich auch mal das Feedback zurückbekomme, wo ich mich jetzt so mit dem zu Hause Thema beschäftige. Das hat jetzt schon wieder ganz viel in mir so gemacht und verändert. Und ja, und diese ganzen Interviews werden auch mit in das Buch reinfließen und im Juni bin ich in Schweden. Das ist dann die Rahmenbedingung: in der Natur wohnen. Und da habe ich tatsächlich ein winziges kleines Schwedenhäuschen in Südschweden an einem See und in der Nähe von so einem Naturschutzgebiet. Ich bin jetzt nicht total einsam, weil ich habe jetzt, ich bin ohne Auto unterwegs und brauche schon immer irgendwie so einen Anschluss, dass ich auch mich mit Lebensmitteln versorgen kann. Das wäre der nächste Ort, ist drei Kilometer entfernt. Ich habe ein Fahrrad dann dort. Und ja, ich bin sehr gespannt. Ich werde da wahrscheinlich nicht so viele Leute kennenlernen, weil eben die Community nicht so ist wie in La Gomera. Aber wer weiß? Also, ja, wenn unter den Podcast-Hörer in jemandem kennt, der nach Schweden ausgewandert ist, dann gerne Bescheid sagen.
Helen
Ich finde sowieso, weil wir veröffentlichen immer so ein Reel zu jeder Podcastfolge und ich finde, als gesagt alle müssen da auch mal irgendwie einen eigenen Standpunkt drunterschreiben. Entweder, also vielleicht gibt es ja auch welche, die genau wissen, wo sie hingehören irgendwie, aber ich könnte mir eben auch, wie du selbst vorstellst, das ganz vielen, vielleicht auch bei ganz vielen jetzt erst mal so das Anregt darüber nachzudenken. Aber meinst du, also, das geht, wenn jetzt irgendwie direkt hört, geht das um 17 Uhr heute online, schreibt unbedingt mal darunter, wie ihr zu dem Thema zu Hause gefühlt steht. Aber denkst du, dass das vielleicht auch damit zusammenhängt, weil das habe ich gerade so überlegt, dass wir vielleicht ganz häufig gar nicht so bewusst unseren Wohnort auswählen, gerade vielleicht, wenn wir da aufgewachsen sind und einfach da geblieben sind, dass das vielleicht nicht wie bei anderen Dingen wie der Job oder sowas vielleicht nicht so eine ganz bewusste Entscheidung ist, dass es vielleicht auch damit zusammenhängt?
Romy Schneider
Ja, glaube ich schon. Also ich glaube es hängt eben mit ganz ganz vielen Dingen zusammen. Also entweder es gibt ja Menschen, die suchen sich den Ort ganz bewusst aus, nur nach einem Studium zum Beispiel und sagen, okay, ich möchte jetzt das und das, den und den Job machen, wo könnte ich den machen, welche Stadt würde ich gerne gehen. Man guckt in der Stadt. Das zum Beispiel hatte ich nicht. Oder aber klar, viele bleiben auch in dem Ort, wo sie geboren wurden und bleiben da dann eben auch teilweise ihr ganzes Leben und fühlen sich da aber auch wohl und kommen gar nicht auf den Gedanken, woanders sie nicht waren, aber die fühlen sich dann da eben auch verwurzelt und zu Hause. Manche wieder nicht. Also es hat einfach, das ist total individuell, glaube ich auch. Ja. Und ich denke, also bei mir war es zum Beispiel so, ich komme aus Berlin und meine Eltern sind damals mit uns noch vor dem Mauerfall rüber, sie wurden quasi rausgeschmissen, kann man schon sagen. Und da war es schon so, dass ich von heute auf morgen so ein bisschen meine Wurzeln auch verloren habe. Wir sind da immer wieder umgezogen und ich bin nach Dortmund damals gekommen, wegen eines Ex-Freundes sozusagen und da bin ich da geblieben. Also ich habe mir auch diese Stadt nicht bewusst ausgesucht, dass ich jetzt hier in dieser Stadt sein will. Ich könnte jetzt stundenlang darüber reden, was gibt es? Viele, viele, viele Faktoren. Zum Beispiel werde ich auch ein bisschen das vor dem Hintergrund beleuchten, vor dem Hintergrund des Ayurveda. Da gibt es so verschiedene Typen. Da hat auch wieder was damit zu tun. Vor dem Hintergrund von Astrogeografie.
Helen
Das wollte ich dich gerade fragen. Ist das dieses, weil ich kann das nur in Englisch sprechen, Astrocartography oder so, glaube ich, das ist das wahrscheinlich. Hast du dich damit beschäftigt, wie deine Linien verlaufen? Also ich bin gerade
Romy Schneider
Dabei, mich ganz intensiv damit zu beschäftigen und das ist total spannend. Also ich habe da jetzt noch so eine Auswertung vor mir, die ich mir da noch mal anhören muss, aber es hat sich herausgestellt. Es hat schon was damit zu tun mit diesem Umzug damals. Da haben sich dann irgendwelche Achsen verschoben. Also ich bin jetzt da, ach, begrifflich nicht so drin in dem Thema. Ja, und da, also die Planetenstellung sagt so ungefähr, dass ich schon diese Innere Unruhe habe. Und von den Orten ist es so, dass es gibt ja so bestimmte Linien, die so ein bisschen für Geborgenheit stehen und für Zuhause gefühlt und so. Es ist die Mondlinie. Bei mir die Mondlinie in IC heißt das. Und die läuft durch Vancouver. Und Vancouver war ich tatsächlich noch nie. Und ich wollte aber immer mal nach Kanada. Aber ja, das ist viele andere.
Helen
Und steht das jetzt auf deiner Liste statt New York? Weil du hast glaube ich bei der Metropole irgendwie New York überlegt.
Romy Schneider
Ja genau. Nee, noch nicht. Also ich muss so ein bisschen gucken. Wahrscheinlich wird es doch eher New York. Also durch New York läuft tatsächlich auch eine Linie. Das ist eine andere Linie. Ich weiß nicht, wofür die Linie steht. Wenn das alles so klappt und Trump sich nicht wieder irgendwelche Blödsinnigkeiten überlegt, dann wird das eine Linie. Ja und mit Vancouver muss ich mal gucken. Es gibt noch eine andere Linie, die Jupiter-IC-Linie, die steht auch so ein bisschen für Wohlfühlen und für ja auch Lebendigkeit und die läuft, und das wusste ich nicht, die läuft mitten durch die Provence. Und Provence war ja vorher schon so ein Sehnsuchtsort und ich dachte mir, okay, deswegen… Ja, es war schon. Und ich bin im Herbst, bin ich ein Monat in der Provence, genau.
Helen
Das habe ich mich eben auch gefragt, ob du dann so eine Sehnsucht danach hast, zum Beispiel in die Provence auszuwandern oder ob es eher auch so ein Gefühl ist, ich will lieber immer unterwegs sein.
Romy Schneider
Ja, das ist eine gute Frage, die sich irgendwie im Laufe des Buches dann noch klären wird. Also ich habe keine Ahnung, was am Ende rauskommt. Kann sein, dass wirklich… Also ich bin total unterwegs Mensch. Es kann auch wirklich sein, dass am Ende rauskommt, dass ich gar nicht so, mich gar nicht festlegen will, dass ich immer gerne woanders bin und dass wenn ich eine lange Zeit an einem Ort gewesen bin, dass ich dann nur wieder weg möchte, kann aber auch sein, dass ich doch denke, okay ja, die und die Region oder der und der Ort, das könnte was sein, wo ich mich redan. Doch für längere Zeit mal oder Auswandern ist eh die Frage. Ich meine, wie gesagt, ich habe hier Familie. Ich bin auf jeden Fall nicht Auswandern. Deswegen muss man gucken. Zumindest ist man einfach ein Orte, wo man weiß, da gehört man irgendwie hin und dann kann man auch immer wieder dann da hin fahren. Ja, total. Keine Ahnung, was dabei rauskommt. Deswegen mache ich ja so dieses Experiment. Aber was ich halt super spannend finde, wie gesagt, so viele haben das Thema und ich habe auch schon so viele Interviews zusammen. Das ist irgendwie immer wieder das mit dem Astro, mit der Astrogeografie. Das habe ich auch jetzt, hat mir auch jemand empfohlen schon vor, weiß nicht, zwei, drei Monaten. Und dann hat mich das total gepackt und dann habe ich mich mehr mit beschäftigt. Jetzt habe ich aktuell das Thema Human Design. Weiß nicht, ob dir das was sagt? Da kann man vor dem Hintergrund kann man das so ein bisschen betrachten und ja deswegen das wird gerade irgendwie immer größer das Projekt. Ich glaube da kann einfach jeder was für sich mitnehmen dann hinterher.
Helen
Ja total wir hatten das echt vor kurzem ne Folge zum Thema also obwohl wir haben glaube ich gar nicht so wahnsinnig viel über die Design gesprochen, es ging eher um ihr so wie sie self publishing einen Buch veröffentlichen hat, aber Annika von Jungy mit Design Stories auf jeden Fall beschränkt.
Romy Schneider
Ja, das habe ich gehört, die auf den Gillis…
Helen
Ja, genau, die auch ihren Wohlfühlort gefunden hat. Also du schließt für dich aber aus, dass am Ende rauskommt, wir müssen in die Kurve ausziehen. Oder nach Vancouver.
Romy Schneider
Ich schließ gar nichts aus. Ich weiß es nicht. Ich kann alles sein. Also ich will auch… Also ich halte mir eh gerne immer das offen. Also ich will mich gar nicht festlegen, wenn ich so treiben lassen. Und ich will mich gar nicht selber begrenzen. Also einfach gucken, was so kommt. Ja, dass sich so daraus ergibt. Genau.
Helen
Und was ich mich gefragt habe, weil es jetzt auch immer größer wird. Also hast du dir diesen Fixen… Also nee, okay, du hast wahrscheinlich keinen Fixen. Aber im Moment sagst du fünf Orte. Also willst du dabei bleiben oder sagst du dann vielleicht auch, komm, wir machen zehn Orte?
Romy Schneider
Kann auch noch passieren. Ist eine gute Idee. Da wird noch gar nichts noch bekommen, ehrlich gesagt. Ja, ich habe es mir zeitlich so ein bisschen eingegrenzt dann doch, weil ich irgendwann noch mal fertig werden möchte, dann mit dem Buch. Und ich habe einfach Lust, wieder ein Buch zu schreiben, das rauszubringen. Und das war jetzt irgendwie nicht fünf Jahre dauern. Deswegen hatte ich diese fünf Monate, ich habe die jetzt aufgeteilt, es geht bis nächstes Jahr April und dann wollte ich das Buch eigentlich beenden, aber wer weiß, vielleicht kommt noch dann vielleicht, als ich dann doch noch ein Benken war. Da habe ich den jetzt im Floh schon. Dann so ein Bonuskapitel, weißt du, keine Ahnung. Wie weiß ich, kann alles sein. Also wirklich.
Helen
Also ich finde es auf jeden Fall irgendwie auch total die coole Idee und auch da würden ja vielleicht viele sagen, ah, kann man nicht machen mit Kind zu Hause irgendwie fünf Monate. Also ich habe stück aber fünf mal einen Monat im Ausland zu verbringen. Das finde ich, ich finde es ein super spannendes Projekt und also du hast ja auch diesen Buch Newsletter, Also bei Instagram lernst du so ein bisschen mit, aber du hast auf den Buch Newsletter, wo man ein bisschen auf einen Blick bekommt. Haltest du da auch manchmal irgendwie, weil du schreibst ja auch jetzt schon, oder?
Romy Schneider
Ja, also ich habe das auch geteilt. Also ich schreibe vor allem, wenn ich unterwegs bin, dann das wird so eine Art Tagebuchform, würde ich sagen. Ich schreibe aber auch dazwischen. Ich nenn es momentan die Zwischenkapitel, weil da passiert halt auch ganz, ganz viel. Ich telefoniere ja ganz viel noch mit Leuten und stelle auch meine Interviewfragen und so weiter. Oder überhaupt, wie ich bin, ich bin nicht auf die Orte gekommen, nicht auf die Unterkünfte gekommen und so. Das schreib ich auch alles. Worauf wollte ich jetzt hinaus?
Helen
Also ich hab, glaube ich, so in die Richtung gefragt, was steht in dem Newsletter?
Romy Schneider
Ja, genau. Und da nehme ich dann natürlich dann auch die Menschen mit in den Newsletter. Das ist tatsächlich so ein bisschen auch so eine Reihenfolge. Also ich habe jetzt zwei Ausgaben bisher und ich haue jetzt auch nicht ständig Newsletter raus. Es ist wirklich so, ja einmal im Monat mache ich das maximal, weil ich mir auch immer gut überlege, also welche Gedanken möchte ich teilen. Und ich habe als letzten Newsletter zum Beispiel, da habe ich auch schon Ausschnitt aus dem Buch geteilt. Da habe ich jemanden, wo ich schon in der Provence war, und der ist eben dahin ausgewandert. Und der hat mir so ein bisschen seine Sichtweise erzählt und das fand ich einfach total berührt. Und das habe ich zum Beispiel dann in den Newsletter dann schon geteilt. Und das wird auch immer mal wieder so sein. Und im ersten Newsletter ging es mehr so darum nochmal, wie kam es dann auch alles zustande und so weiter. Im nächsten Newsletter, der wird jetzt am Sonntag erscheinen. Also wenn der Podcast ausgestrahlt wird, dann ist das schon erschienen. Da geht es mehr wieder so ein bisschen um meine Gedanken, um das Thema, also viele, oder ich bekomme auch oft den Satz gesagt, naja, man kann ja das zu Hause auch in sich selbst finden. Das stimmt auf jeden Fall auch. Und da kenne ich so ein bisschen meine Gedanken dann zu dem Thema. Also es ist immer wieder abwechslungsreich, würde ich sagen. Und am Ende möchte ich auch so ein bisschen teilhaben lassen, also auch wie die Struktur letztendlich dann auch sein soll vom Buch. Und auch wie der Titel sein soll, da dürfen dann alle mit abstimmen und auch mit dem Cover. Und so, das sind so Sachen, die kommen dann am Schluss.
Helen
Ja, cool. Genau. Wir verlinken einfach mal zu der Sache, wo man sich zum Newsletter anmelden kann. Aber was habe ich mich nämlich auch gefragt, weil ich sehe das manchmal im englischsprachigen Raum habe ich eher das Gefühl, dass, ich glaube das ist auch wahrscheinlich um das Schreiben zu finanzieren, also weil ich gar nicht so ganz genau, aber das wäre jetzt meine dass dann schon die Kapitel so gedroppt werden während des Schreibens und man zahlt dafür, dass man das schon so mittelebt und kriegt am Ende das Buch. Mir dachte ich, das wäre ja auch eine spannende Idee, aber ich weiß nicht, ob es mich nicht auch unter Druck setzen würde, Kapitel tatsächlich fertig zu haben.
Romy Schneider
Ja, das wäre glaube ich nichts für mich, aber ich wusste gar nicht, dass man das machen kann.
Helen
Das ist mir irgendwie bei so ein paar aus Tendenzil würde ich sagen so aus Amerika. Nein, generell im englischsprachigen Raum würde ich das einfach schon gesehen. Ich finde es irgendwie eine spannende Idee. Aber Tendenzil würde ich sagen, ich glaube mich setzt das unter Druck.
Romy Schneider
Ja, ich glaube es setzt mich.
Helen
Aber was ich mich noch gefragt habe, wäre das nicht auch noch ein Kapitel, weil du ja noch uns sicher weißt, ob es ein fester Ort ist oder ob es eine Dauerreise-Situation ist, sprichst du auch mit Dauerreisenden, die immer unterwegs und immer woanders?
Romy Schneider
Ja, auch. Also ich bin da, ich hab momentan sehr viele, die erstmal das Thema haben, die zu dem Thema viel zu sagen haben und ich hab ganz viele, die haben auch diesen Ort noch nicht gefunden. Und dann habe ich aber auch einige, die haben ihren Ort gefunden, die habe ich dann auf La Gomera kennengelernt oder aber auch nicht über Instagram, habe ich auch ganz einige, die mich dann angeschrieben haben und mir quasi ihre Story erzählt haben. Aber klar, Dauerreisende ist auf jeden Fall auch ein Thema, genau. Natürlich als Interviewpartner, definitiv habe ich jetzt noch gar nicht, aber es auf jeden Fall auch soll auch ein paar mit drin sein.
Helen
Ja, voll spannend. Ja, dann auch vermutlich. Also ich hatte tatsächlich jetzt ein Gespräch mit einer Frau vor ein paar Wochen, die war zumindest Dauerreisende und die ist jetzt aber wieder sesshaft geworden und Und diese Akte mir zum Beispiel, sie war dauerreisende, weil sie einfach so ein bisschen süchtig danach war, sich selbst zu finden.
Romy Schneider
Bei deinem Reisen ist es ja auch immer so, dass man einfach, ja, es ist auch immer eine Reise zu sich selbst. Also da, wenn man jetzt irgendwie zwei Wochen irgendwo am Pool liegt, sondern wirklich ja unterwegs ist, verschiedene Kulturen auch kennenlernt und einfach ein bisschen seine Komfortzone halt auch verlässt. Und das ist natürlich immer auch eine Weise zum Gefällt.
Helen
Deshalb war sie der Leben lang Dauerreisende, weil sie so eine Sucht danach entwickelt hat, fand ich auch sehr spannend.
Romy Schneider
Ja, ich fand das auch total spannend. Ich, bei dem Thema musste ich grad auch so lachen, weil mein Ex-Freund hatte mir mal irgendwann vor Augen geführt, dass ich Ich immer vom Reisen spreche und er vom Urlaub machen. Aber ich habe auch gar keine Lust auf Urlaub. Ich will immer nur reisen und ich finde schon, dass es ein riesiger Unterschied ist.
Helen
Ja, schon. Auf jeden Fall. Ja, Urlaub ist eher so Entspannung. Das ist dann wirklich am Pool liegen, sich um nichts kümmern. Ja. Beim Reisen ist ja einfach so, es muss nicht, aber so ist es halt ein bisschen unbequemer auch, ne? Ja, und irgendwie, eigentlich denke ich grad, dass wäre ja wahrscheinlich auch mal ein Buchthema, weil ich mich gerade tatsächlich so ein bisschen frage, was ist der Unterschied. Aber ja, ich glaube, es ist so mehr auf dieses Entdecken und irgendwie, ja, also auf jeden Fall nicht am Pool liegen. Ja, genau. Unterwegs sein, so auch. Ja, stimmt.
Romy Schneider
Das Land, in dem man ist, richtig komplett aufnehmen mit den Menschen, mit der Sprache, mit dem Essen. Was ich immer liebe, wenn ich irgendwo in fremden Ländern bin, ich liebe es durch die Supermärkte zu gehen und zu gucken, was es da so gibt. Das will ich total krass. Vor allen Dingen dann wirklich in Ländern, die ganz weit weglegen. Also jetzt irgendwo in Südostasien oder auch, weiß ich nicht, Südamerika. Da bin ich total spannend zu gucken, was die so in ihr Supermärkten haben.
Helen
Ja, und vor allen Dingen, wenn du so ein A-Industin, das ist ja nicht halt auch spannend, weil du eigentlich irgendwie keine Supermärkte mehr hast. Also das sind ja einfach so andere Läden.
Romy Schneider
Deine Mini-Märkte eher. Ja. Ich finde das irgendwie cool.
Helen
Also ich finde es auch total schön zu sehen, dass du dir halt so ein Thema überlegt hast und das jetzt auch einfach umsetzt. Also ich glaube, das auch für mich ist sowas immer total inspirierend. Ich könnte mir auch vorstellen, für einige, die zuhören. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was bei dem Reel rauskommt, ob dann, ja, wie andere da so zu stehen. Also ich hab nicht das Gefühl, also ich fühle mich sehr, sehr wohl in Bonn. Und ich freue mich immer, wenn ich nach Hause komme, aber ich bin nicht der Meinung, dass ich hier alt werde. Ich will das jetzt auch nicht ausschließen, aber eigentlich kann ich mir nicht vorstellen. Ja. Und da bin ich gespannt, wie die anderen da drückzustellen.
Romy Schneider
Ja, das ist wirklich, ich hatte auch schon mal so eine Frage gestellt, glaube ich, uns sagen wir mal so. Es ist so unterschiedlich, da hat jeder, also alle haben irgendwie das Thema, aber jeder auf eine andere Art und Weise. Ich habe auch mal gefragt, was ist denn dein Ort, wo du gerne hinziehen würdest und da hat auch natürlich jeder irgendwie was anderes gesagt, Wobei ganz oft kam dabei Mexico City raus. Das muss nicht tolles Stadt sein.
Helen
Ja, da war ich… So war es, Robin. Nee, nee. Vielleicht muss das noch… Mach mir doch zehn Orte. Ja. Werden guckt, man muss noch mit drauf und Mexico City. Ja, genau. Ja, wobei bei den… Also, mir ging es nicht…
Romy Schneider
Also, mir geht es nicht so sehr um die Orte, sondern also um die Rahmenbedingungen geht es mir mehr so. Also, es gibt ja so viele Möglichkeiten. Ich weiß ja auch gar nicht, ich weiß noch gar nicht, also lebe ich lieber am Meer oder lebe ich lieber an einem See oder muss gar kein Wasser in der Nähe sein. Lebe ich lieber in der Bussenstadt oder lebe ich lieber in einem kleinen Dorf. Also das sind so diese Grundbedingungen, sag ich mal, die ging es mir jetzt mehr und danach habe ich dann eben die Orte ausgesucht. Aber natürlich schon auch so Orte, wo ich mich auch inwiegend so fühle. Ja voll.
Helen
Ich finde es total spannend, ich baste seit ein paar Jahren immer ein Visionboard und ich habe immer so ein digitales Visionboard bei Pinterest, wo ich dann immer neue Sachen aufpünften werde. Wenn ich da durchgehe, denke ich ganz oft, hey, das ist überhaupt nicht dein Leben. Das ist echt schon noch ziemlich was weg von dem, was du gerade lebst. Und es sind ganz oft, also fast alles, so Bilder am Meer. Oh, gut, ich lebe am Rhein so, ne? Aber… Nein, ne? Ein bisschen anders. Und ich bin auch gar nicht so häufig am Meer. Und ich würde mich auch nicht als die krasseste Wasserratte beteiligen, aber ich denke ganz oft, ob da sich irgendwie was mit schwingt, dass ich vielleicht schon ans Meer gehöre. Ja. Ja, ich bin auf jeden Fall irgendwie echt gespannt, auch sowas für dich bei dem Experiment rauskommt.
Romy Schneider
Ja, also Wasser ist ja auch ein Thema. Ich mag es auch gerne am Wasser. Ich frag mich immer, wenn man wirklich am Meer wohnt, ob man das, wenn man da jetzt zwei Jahre gewohnt hat, ob man das überhaupt noch so schätzt, dass man am Meer wohnt. Weißt du, wie ich meine? Ja. Das ist dann auch schon so normal geworden. Es wird ja ganz viel, wird ja ganz schnell so normal in den Alten. Ja. Ja, auch wenn du am wunderschönsten Ort wohnst, wohnst du die Schönheit noch so, siehst du? Na, die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Aber gut, das werde ich jetzt nicht herausfinden können. Da müsste ich dann wirklich zwei, drei Jahre irgendwo wohnen. Ja, bis er… Ja, wahrscheinlich… Das ist auch total interessant, ne?
Helen
Oh, ja, also ich glaube, es könnte mir vorstellen, dass das bei einigen jetzt auch so ein bisschen…
Romy Schneider
Man kann ja sein, die Umgebung, die man sich wohlfühlt, kann man ja auch ein bisschen durch das Human Design herausfinden. Da gibt es ja so einen Punkt. Ach, das weiß ich gar nicht mehr. Ja, und da gibt es so 6 verschiedene Umgebungen. Und bei mir ist das, habe ich schon geschaut, bei mir ist das Ufer, und Ufer bedeutet eigentlich, wenn ich das richtig verstanden habe, ich bin ja keine Expertin, aber Ufer bedeutet, dass ich eine Umgebung brauche, die sich auch wieder abwechselt. Also, wenn du ein Ufer hast, dann hast du halt Land und dann eben auch Wasser. Ist ja so was völlig angesetzt. So, und dass das so ineinander übergeht. Das bedeutet eben ja, Umgebungen, die sich irgendwie abwechseln. Wo nicht immer alles gleich ist. Ich bin auch vom Typ her, egal ob es jetzt Human Design, Ayurveda oder Astrogeografie ist. Ich bin vom Typ her jemand, der diese Veränderung braucht. Und im Abwechslung und Bewegung und lebendig fühlen und so und es kommt immer und immer wieder vor, egal, welcher Perspektive ich das betrachte. Aber da kannst du vielleicht noch mal nachschauen. Was für Bewegungstyp du bist, dann hast du schon mal so eine Ahnung.
Helen
Ich habe mal so ein, zwei Tage pro Beabo von Tina, ich komme aber erst trau oder irgendwie so was. Ich bin nicht mal 100% sicher. Aber da war ich in so einem krassen Rabbit Hole. Also ich dachte auch so, ich kann mir die, auf keinen Fall hole ich mir die kostenpflichtige Version, weil es hat voll süchtig gemacht. Das war im Grunde eine ChatGPT-Version, aber so astromäßig. Da musste man irgendwie auch an der Anfang, weil ich weiß nicht mehr, irgendwas halt wahrscheinlich wie deinem jungen Design oder so eingeben. Und dann habe ich nämlich witzige Werte, als fährt mir jetzt erst wieder ein über das Thema Wohnort gesprochen, Weil die, also kannst du quasi bei ChatGPT eingeben, so wo sollte ich am besten irgendwie wohnen oder so was. Und ich war, ich war, ich konnte mich auf gar nichts anderes mehr konzentrieren. Ich hab das, ich hab solche Gespräche auch mit ChatGPT recht viel und bin dann noch völlig in the Zone irgendwie. Aber das war nochmal ein Next Level, weil ich einfach, ich war einfach das mega Interessern. Hab mich sonst wohingeträumt. Ich glaube, ich war am Ende bei Byron Bay in Australien. Ich war noch nie da, aber ich war mir plötzlich sehr sicher. Da bin ich. Ja, cool.
Romy Schneider
Jetzt müssen wir da mal hinfliegen oder nicht?
Helen
Ja, aber echt. Also ich finde es irgendwie super spannend und cool. Ich bin so gespannt zu sehen, wie es bei dir da weitergeht. Es hilft vielleicht mal, wo kann man jetzt mehr über das Pukprojekt erfahren? Also weil es ist ja halt auch schon cool, dass man live irgendwie so ein bisschen dabei sein kann. Wo geht man am besten hin?
Romy Schneider
Also am allerbesten kann man das auf Instagram verfolgen. Dann mache ich ab und zu mal ein Post, wenn ich jetzt zu Hause bin und wenn ich unterwegs bin, dann mache ich eigentlich auch fast die Internet-Story unter Kopfreisen. Genau. Und meine Website ist www.kopfreisen-lektorat.de und da findet man auch mein Projekt.
Helen
Kopfreisen ist sehr cool.
Romy Schneider
Das passt halt einfach so. Das ist halt die Reise im Aus-Reise im Innen-Ren.
Helen
Ja voll. Also das finde ich irgendwie das, also euer so Konzept, sag ich mal, auch für den Verlag, das hatte mich auch direkt angesprochen, weil ich denke, das passt irgendwie richtig gut.
Romy Schneider
Ja, genau, das macht er auch gut.
Helen
Genau. Vielleicht, ich weiß nicht, ob du Buchtipps parat fasst, aber irgendwie dachte ich grad, wahrscheinlich hast du, könnte ich mir vorstellen, nochmal andere Buchtipps vielleicht als andere, was ich, ob du zum Beispiel Reiseberichte liest oder Persönlichkeitsentwicklung oder was auch immer. Du darfst sagen, was du willst, auch wenn es was ganz anderes ist. Aber das wäre vielleicht noch ganz gut zum Abschluss. Hast du irgendwas, was dich in letzter Zeit begeistert hat?
Romy Schneider
Ja, ich überlege gerade mal. Also ich habe zwei Bücher, die mich jetzt zum Thema Zuhause-Gefühl sehr gepackt haben. Das eine, das ist schon ein paar Jahre alt, aber das kennt man bestimmt. Das ist von Daniel Schreiber zu Hause, heißt das? Ja.
Helen
Schreibt immer so Essays. Ja. Und habe ich das glaube ich nicht gelesen.
Romy Schneider
Ja, kann ich dir voll empfehlen. Der schreibt mir gut und das hat mich total, also der hat so die ähnliche Gedanken wie ich. Das hat mich total gefragt. Und ein zweites Buch zum Thema Zuhause. Gefühl, was ich auch super spannend fand, ist, das heißt, Heimwärts von Franziska Consolati, die, das ist eine Reisebloggerin, die ganz viel gereist ist und die auch sich immer überlegt hat, irgendwie ja, dass sie immer irgendwo ankommen möchte. Und hat sie mit ihrem Freund zusammen eines Abends, saßen sie irgendwo am Lagerfeuer auf dem afrikanischen Kontinent und und sie beschlossen sie. Wir kaufen sich ein Häuschen in Schweden. Mittlerweile sind sie auch echt nach Schweden ausgewandert und haben da auch eine Airbnb-Vermietung. Das ist auch noch mal … Also wie beide Bücher zum Thema Zuhause haben mich total mitgenommen. Zum Thema Persönlichkeitsentwicklung, da kann ich dir 50 Bücher nennen. Deswegen lasst uns das mal jetzt mal. Da kommt ja auch mit so einem Erzbarken. Weil ich hab auch mal so viele Sachen und dann denk ich mal so, wo pack ich das hin? Weil eigentlich hast du es nicht so richtig zu meldet für Lesen, aber ich hab auch mal als Bedürfnis, dass so jeder davon weiß. Ja, was vielleicht zu Mädels, die lesen, passt, sind alle Bücher wie ich finde von John Strelecky, den kennst du vielleicht?
Helen
Ja, und mich hat er nicht abgeholt. Hätte er nicht abgeholt, ja. Er ist dann wieder so oder so. Also auch nicht gar nicht, also das Konzept konnte ich schon irgendwie nachbeziehen, aber irgendwie, ich glaube das Herzdübe war sogar nicht meins. Aber so an sich finde ich natürlich schon sinnvoll, wenn man sich damit auseinandersetzt, was man eigentlich schon so im eigenen Leben so erwartet.
Romy Schneider
Ja, aber an dem ich mag, da gibt es auch so viele andere Bücher. Also Lars Amend zum Beispiel, den mag ich auch gerne. Ist ja nicht so, ob du die… Nee. Ah, verspannt. Ja, dann…
Helen
Wir brauchen einen Buch-Chat irgendwie.
Romy Schneider
Ja, es gibt so viele tolle Bücher zu dem Thema, aber es gibt ja auch Romane zu dem Thema, die das verpackt haben. Dann finde ich auch… Ja. Ja.
Helen
Voll cool. Also, es hat echt sehr, sehr viel Spaß gemerkt. Und nicht auch. Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast.
Romy Schneider
Ja, und wo dir auch. Ich könnte jetzt auch noch wirklich schon lang… Der Meistgefühl, der könnte mir jetzt echt total abschreiben.
Helen
Und vielleicht auch so zu jeder Etappe würde uns dann was einfallen. Denn weil ich finde es halt schon spannend, jetzt hast du halt auch, sag ich mal, nur La Gomera gemacht. Und jede Etappe, die dir noch bevorsteht, wird ja auch so anders nochmal sein. Also…
Romy Schneider
Ja, total.
Helen
Ich wünsche dir auch jeden Fall sehr, sehr viel Spaß und bin einfach irgendwie gespannt auf deine Erkenntnisse.
Romy Schneider
Ja, und ich auch. Nur es ist am Ende, dass wir dich so rauskommen.
Helen
Und ich finde es einfach inspirierend, dass du es machst. Das ist auch nicht so selbstverständlich. Man etwas machen möchte, dann sollte man es auch einfach machen. Das ist ein guter Appell nochmal. Ja, das ist so. Ich habe auf dem Aufgehörten, du hast eine Idee gehabt und du machst das einfach.
Romy Schneider
Ja, aber warum denn nicht? Es gibt ja immer Wenns und Abers und ich muss dir auch gucken, dass es irgendwie kompatibel ist. Mein Tochter ist mittlerweile 13, also die ist in der Pubertät, die brauche ich jetzt auch nicht mehr so jeden Tag. Aber man kann immer gucken, wie es dann doch irgendwie möglich ist. Man sollte sich nicht sagen, Nee, geht nicht weil, sondern man sollte sich fragen, okay, wie könnte es gehen?
Helen
Oh, das sage ich so oft. Oh Gott, ja. Voll, oder? Und ich finde auch, es eröffnet sich viel mehr Möglichkeiten, wenn du die Frage stellst.
Romy Schneider
Ja, das gelingt direkt ganz anders darüber nach, wenn man diese Frage stellt.
Helen
Bumi, wir brauchen irgendwie so ein… So ein Zettgruppe. Ja, genau. Das finde ich richtig cool. Also super inspirieren. Danke auf jeden Fall fürs Teilen. Teil. Ich würde sagen, wir trinken die Zitronenlimonade vor deinem Schwedenhäusern zu Ende und verabschieden wir uns an der Stelle von Mädels, aber ich bin so gespannt, was bei dem Reel an Kommentaren stehen wird. Vielleicht findest du darüber auch nochmal Interviewpartner in.
Romy Schneider
Ja, vielleicht. Also wenn da jemand Interesse hat, sehr gerne.
Helen
Voll cool. Danke dir.
Romy Schneider
Ja, danke dir.




