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Podcast · Folge 147
Was im Bücherschrank liegen bleibt
Buchwissenschaftlerin Anke Vogel hat mit Studierenden dreizehn Mainzer Bücherschränke beklebt, gezählt und ausgewertet – und dabei mehr gefunden als Bücher
An einem öffentlichen Bücherschrank kann jede*r sich bedienen, rund um die Uhr, ohne Ausweis und ohne Gebühr. Aber was passiert darin eigentlich, wenn niemand hinschaut? Ein Seminar der Mainzer Buchwissenschaft hat genau das untersucht: mit farbigen Klebepunkten, wochenlangem Zählen und einem Blick auf das, was niemand mitnimmt.
Dr. Anke Vogel
Buchwissenschaftlerin an der Universität Mainz
Seit 2005 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In Forschung und Lehre beschäftigt sie sich mit dem Buch in einer zusammenwachsenden Medienwelt und mit Mediennutzungsforschung. Ihre Dissertation »Der Buchmarkt als Kommunikationsraum« erschien 2011; gemeinsam mit Tobias Kurwinkel und Philipp Schmerheim gab sie den Band »Cornelia Funke intermedial« heraus. Sie bloggt unter vogelan.wordpress.com und ist bei Instagram als flatter__satz unterwegs.
Foto: Peter Pulkowski
Punkte kleben und wiederkommen
Die Untersuchung lief im Seminar »Das Buch in der Gesellschaft« im Bachelorstudiengang Buchwissenschaft. Die Studierenden gingen zunächst hin und schauten nach, ob die Schränke überhaupt dort stehen, wo die Stadt sie verzeichnet hat – und in welchem Zustand. Manche waren aufgeräumt und schön, bei anderen fehlte die Tür und die Öffnung war mit Folie abgehängt.
Dann wurde jedes Buch, das zum Zeitpunkt des Erstbesuchs im Schrank stand, mit einem Klebepunkt markiert. Jeder Schrank bekam eine eigene Farbe. In wechselndem Rhythmus – anfangs häufiger, später in größeren Abständen – kam das Team wieder und zählte, was noch da war und was verschwunden ist.
Die Farben hatten einen zweiten Zweck: Taucht ein grüner Punkt im blauen Schrank auf, ist das Buch gewandert. Solche Wanderbücher gab es tatsächlich.
Von den fünfzehn Bücherschränken im Mainzer Stadtgebiet hat das Seminar dreizehn untersucht. Die Studie fand im Sommersemester 2025 statt und wurde von Anfang an von Medien begleitet – auch der SWR meldete sich.
Man hat halt einen hoch demokratischen Weg der Buchversorgung, der auch noch twenty four seven offen ist. Also man hat keine Öffnungszeiten, man hat keine Gebühren, gar nichts.Anke Vogel
Umgebaute Stromkästen
Das gängige Bild eines Bücherschranks – die Metallvitrine mit Glastüren und Kinderfach – trifft auf Mainz nicht zu. Dort sind die Schränke aus alten Stromverteilerkästen entstanden, die die Stadtwerke umgebaut haben: auf einen Betonsockel gesetzt, mit einer Glasfront versehen. Viele haben unten am Sockel liebevolle Graffiti, zum Teil mit Gutenberg-Motiven.
Wie voll so ein Schrank ist, unterschätzt man leicht. Bis zu rund 250 Bücher können darin stehen – in zweiter Reihe, übereinander gestapelt. Und nicht alles darin ist ein Buch: In einem Schrank fand das Team ein Schminkset. Öffentliche Bücherschränke werden gelegentlich mit Giveboxen verwechselt.
Der Zustand entscheidet weniger, als man denkt
Die vielleicht überraschendste Erkenntnis: Der Zustand des Schranks spielt für die Nutzung kaum eine Rolle. Auch die ziemlich abgerockten Exemplare werden fleißig frequentiert. Der Austausch geht schnell, es wird viel entnommen und viel wieder hineingestellt.
Was schon eine Rolle spielt, ist der Standort: Steht der Schrank dort, wo Menschen ohnehin warten – an einer Bushaltestelle, in der Nähe eines Kindergartens und eines Seniorenwohnheims –, wird er stärker genutzt. Ob das Milieu einer Gegend Einfluss hat, ließ sich dagegen nicht eindeutig sagen: Es sind nicht nur die Studierenden, die dort Bücher entnehmen, das geht quer durch die Bevölkerung.
Auch der Zustand der einzelnen Bücher war seltener ein Problem als vermutet. Das Team hat jedes Buch in die Hand genommen und erhoben, ob es verschimmelt ist, komisch riecht oder böse verknickt ist – all das gab es, aber in geringem Ausmaß. In einem Schrank fielen aus Büchern tote Insekten. »Das war aber dann auch der Gipfel dessen.«
Die Schrankhüter
Und was bleibt nun liegen? Ältere Lexika vor allem – die braucht schlicht niemand mehr. Dazu alte Schulbücher und anderes, dessen Sachinformationen veraltet sind. Ebenfalls schwer vermittelbar: Gedrucktes ohne ISBN, das nicht aus dem üblichen Verlagsbetrieb stammt – Jubiläumsbroschüren etwa, die nach Buch aussehen, aber keines sind. Und veraltete Reiseführer.
Umgekehrt gilt: Je aktueller die Literatur, desto schneller ist sie weg. Bestseller findet man wenig. In einem Schrank stand allerdings hochaktuelle New-Adult-Literatur, sogar mit Farbschnitt. »Mensch, da ist jemand aber wirklich über seinen Schatten gesprungen«, dachte das Team.
Es gibt auch Menschen, die Bücherschränke gezielt nach Verkäuflichem absuchen – für Flohmarktkisten oder mit der Preis-App in der Hand. Anke Vogel findet das am Sinn vorbei: »Da geht es dann nicht um das Lesefutter demokratisch zugänglich machen.«
Wer sich kümmert – und wer nicht
Ein Unterschied zwischen den Städten fiel besonders auf. Die Mainzer Gruppe hat eng mit der Hochschule Hannover kooperiert, wo Jutta Bertram dieselbe Studie wegen des Semesterlaufs ein wenig früher durchgeführt hat; ausgetauscht wurde sich bis hin zu der Frage, welche Klebepunkte am besten halten. Eine Vorläuferstudie kam aus Bonn.
Hannover hat Schrankpaten – Menschen, die dafür sorgen, dass kein Müll im Schrank steht und er nicht überquillt. Mainz hat sie nicht, jedenfalls nicht offiziell. Dort kümmert sich im Wesentlichen eine Person aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit darum, halb ehrenamtlich, und zieht auch mal in der Freizeit mit dem Werkzeugkasten los. Die Hoffnung, Handwerksbetriebe für die Pflege zu gewinnen, hat sich im ersten Anlauf nicht erfüllt.
Die Klebepunkte übrigens sorgten für Gesprächsstoff: Es beschwerten sich Menschen, dass die Bücher beklebt wurden. Das Team ermittelte daraufhin empirisch, dass sich die Punkte mit einem Föhn und heißer Luft schadfrei wieder ablösen lassen.
Was Bücherschränken hilft
Auf die Frage, was man tun kann, damit Bücherschränke erhalten bleiben, nennt Anke Vogel drei Dinge: gute Aufstellplätze im städtischen Raum ausweisen, dort wo Menschen warten. Die Aufstellung ordentlich machen – ein Betonsockel ist nicht ganz billig, und gepflegt werden muss auch. Und beim eigenen Aussortieren maßvoll bleiben: Kistenweise Bücher neben den Schrank zu stellen hilft niemandem, weil der Zugriff dann nicht mehr funktioniert. Über eine Crowdfunding-Kampagne für die Mainzer Schränke hat das Team schon nachgedacht.
Buchwissenschaft – und wo man sie studiert
Nebenbei räumt die Folge mit der Vorstellung auf, das Fach sei angestaubt. Die Mainzer Buchwissenschaft geht von der Produktion über die Distribution bis zur Rezeption: Wie entstehen Bücher, wie kommen sie zu den Lesenden, wer liest heute noch – und wer nicht? Gerade lief ein großes Kolloquium zum Hörbuch; digitale Transformation bis hin zu KI gehört ebenso dazu.
Studieren kann man das Fach in Deutschland an nicht allzu vielen Orten: In Mainz gibt es den Bachelor Buchwissenschaft und zwei Masterstudiengänge, dazu vergleichbare universitäre Studiengänge in München, Erlangen und Leipzig. An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften – der HTWK Leipzig und der HdM Stuttgart – geht es eher Richtung Publishing und Herstellung. In Münster wiederum lehrt Corinna Norrick-Rühl anglophone Book Studies.
Die Bücherschrank-Studie ist damit noch nicht zu Ende. Zu den Ergebnissen soll ein Paper erscheinen. Und die naheliegende Anschlussfrage ist offen: Wer nutzt diese Schränke eigentlich, und warum? »Wir haben jetzt erst mal so die Spitze des Eisbergs angetippt.«
Die ganze Folge hören
Bücher von Anke Vogel
In der Folge selbst kamen keine Buchtitel vor – hier zwei Bände aus ihrer eigenen Arbeit.
Der Buchmarkt als Kommunikationsraum
Anke Vogel
Ihre Dissertation: eine kritische Analyse aus medienwissenschaftlicher Perspektive.
Cornelia Funke intermedial
Kurwinkel, Schmerheim, Vogel (Hg.)
Von ihr mit herausgegeben: Funkes Bücher aus buch-, literatur- und medienwissenschaftlicher Sicht.
*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Häufige Fragen
Was ist ein öffentlicher Bücherschrank?
Ein frei zugänglicher Schrank im öffentlichen Raum, aus dem man Bücher mitnehmen und in den man eigene hineinstellen kann – ohne Anmeldung, ohne Gebühr und rund um die Uhr. In Mainz sind es umgebaute Stromverteilerkästen der Stadtwerke auf Betonsockeln, anderswo Metallvitrinen, umfunktionierte Telefonzellen oder Bücherfächer in Bushaltestellen.
Welche Bücher bleiben im Bücherschrank liegen?
Vor allem ältere Lexika und Schulbücher, veraltete Reiseführer und alles, dessen Sachinformationen überholt sind. Dazu Gedrucktes ohne ISBN, das nicht aus dem regulären Verlagsbetrieb stammt – Jubiläumsbroschüren etwa. Aktuelle Literatur ist dagegen meist schnell weg.
Wie wurde die Mainzer Studie gemacht?
Studierende der Buchwissenschaft haben in einem Seminar jedes Buch, das beim Erstbesuch im Schrank stand, mit einem Klebepunkt markiert – pro Schrank in einer eigenen Farbe. Über mehrere Wochen kamen sie in wechselndem Rhythmus wieder und zählten, was noch da war. An den Farben ließ sich außerdem erkennen, ob ein Buch von einem Schrank in einen anderen gewandert ist.
Spielt der Zustand eines Bücherschranks eine Rolle?
Weniger, als man vermuten würde. Auch sichtlich mitgenommene Schränke werden gut genutzt. Wichtiger ist der Standort: Wo Menschen ohnehin warten oder vorbeikommen, wird mehr entnommen und mehr hineingestellt.
Wo kann man Buchwissenschaft studieren?
An der Universität Mainz gibt es einen Bachelor und zwei Masterstudiengänge; vergleichbare universitäre Studiengänge bestehen in München, Erlangen und Leipzig. An der HTWK Leipzig und der HdM Stuttgart liegt der Schwerpunkt eher auf Publishing und Herstellung, in Münster auf anglophonen Book Studies.
Das ganze Gespräch zum Nachlesen
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Helen
Herzlich willkommen! Ich freue mich sehr, heute mit Dir über eine Studie zu sprechen zu Bücherschränken, die ich total spannend fand, als ich davon gehört habe. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?
Anke
Wir sind an der Uni Mainz und ich habe eine Tasse Kaffee vor mir stehen.
Helen
Aber wir sind richtig in der Uni Mainz auch.
Anke
Oh, genau.
Helen
Sehr cool. Ich glaube, ich habe auch vergessen, deinen Namen zu sagen. Also herzlich willkommen, Anke Vogel. Ich freue mich sehr, mit dir zu sprechen. Ja, Kaffee setze ich vielleicht bei der uhrzeit aus, aber ich stoße gerne mit einem Heißgetränk dann mit dir an und freue mich vor allen Dingen jetzt auf das Gespräch. Ich habe das. Ich hatte dir das erzählt und ich habe das im Börsenblatt Podcast Nachlese heißt er gehört, dass du mit deinen Studierenden in den Mainzer Bücherschränken nachgeschaut hast, was so die Karteileichen quasi sind. Was bleibt liegen oder was geht besonders gut weg? Weiß ich jetzt gar nicht mehr so genau. Auf jeden Fall hast du Bücherschränke erforscht. Was habt ihr da genau gemacht?
Anke
Also wir haben uns auf die Suche nach den Schrankhütern begeben, also nach dem, was liegen bleibt. Und um das feststellen zu können, haben wir uns natürlich die Bücherschränke erst mal angeschaut. Wir, also buchstäblich sind wir hingegangen, haben geguckt, ob die überhaupt da stehen, wo wir vermuten, dass sie stehen oder was die Stadt uns gesagt hat, wo sie sind, haben also einen Erstbesuch gemacht und haben dann schon festgestellt, dass die in total unterschiedlichen Zuständen sind. Manche waren total schön und aufgeräumt, bei manchen hat aber auch die Tür gefehlt und die waren irgendwie mit Folie abgehängt. Also nicht mehr so ansehnlich. Von außen kaum zu erkennen als Bücherschrank. Genau. Und dann haben wir gezählt. Dann haben die Studierenden Punkte auf Bücher geklebt, das wussten, was schon drin stand, als wir sie besucht haben. Und dann haben wir einfach durchgezählt, was stehen geblieben ist in einem bestimmten Zeitraum und was mitgenommen worden ist.
Helen
Das ist ja cool. Und wie lang war der Zeitraum?
Anke
Wir haben über circa vier Wochen hinweg uns das Ganze angeschaut und haben halt immer wieder in unterschiedlichem Rhythmus. Am Anfang war man ein bisschen schneller, da sind wir öfter hingegangen und dann haben wir die Rhythmen ein bisschen größer gezogen.
Helen
Und das sind dann Studierende. So also die Studiengänge sind so Buchwissenschaften und Sachen, die da irgendwie zugehören.
Anke
Also wir haben ja in Mainz den Studiengang Buchwissenschaft als Bachelorstudiengang und noch zwei Masterstudiengänge, einmal die Buchwissenschaft und die Kinder und Jugendliteratur Buchwissenschaft. Und da waren wir jetzt aber im Bachelorstudiengang unterwegs, haben das in einem Seminar gemacht zum Thema Das Buch in der Gesellschaft, weil wir natürlich auch wissen wollten, wie gut werden solche Bücherschränke akzeptiert.
Helen
Und was würdest du sagen? Zu welchem Ergebnis seid ihr gekommen? Werden Bücherschränke gut angenommen?
Anke
Die werden sehr, sehr gut angenommen. Wir hatten ein bisschen eine Idee davon, weil wir zwei Vorläuferstudien hatten, und waren dann überrascht, dass trotz des schlechten Zustands mancher Schränke, die doch sehr, sehr gut angenommen werden, also die der Wechsel, der Austausch der Bücher geht unheimlich schnell vonstatten und da werden ganz, ganz viele Bücher entnommen und auch wieder reingestellt.
Helen
Das ist echt cool. Das macht mich irgendwie voll glücklich, weil ich liebe Bücherschränke. Ich kann irgendwie auch gefühlt an keinem vorbeigehen und ich finde das so ein tolles Angebot. Natürlich kennen wir wahrscheinlich alle auch die Bücherschränke, die eben nicht so super sind, also wohl irgendwie nicht so viel acht darauf gegeben wird. Aber es gibt ja so einen, so wie so ein STANDARD Buch Bücherschrank. Ich weiß auch ich hatte mich dazu mal so ein bisschen eingelesen. Es ist irgendwie auch ich weiß nicht, ob man das Designer nennt, aber irgendwie so ein Bestimmtes Modell, sage ich mal, was man dann als Stadt auch bestellen kann. Und die sind ja eigentlich schon häufig zumindest gut geschützt, die Bücher da drin.
Anke
Genau. Also in Mainz ist es genau dieses Modell nicht. Also es gibt so eine öffentliche Bücherschränke mittlerweile. In Mainz ist das Ganze entstanden im Kontext der Stadt, der Wissenschaft. Und da haben die Stadtwerke alte Stromverteilerschränke umgebaut und haben die Genau, die sind dann auf so einen Betonsockel gekommen und haben eine Glasfront bekommen und sind dann zu Bücherschränken geworden. Und viele haben auch unten am Sockel so ganz liebevolle Graffiti, zum Teil auch zu Gutenberg und so, also wirklich, wirklich schön gemacht. Tatsächlich. Interessanterweise spielt der Zustand der Bücherschränke gar nicht so eine große Rolle. Also selbst die, ich sag mal, ziemlich abgerockt sind. Das heißt nicht, dass da dass die nicht frequentiert und genutzt werden.
Helen
Würdest du denn sagen, dass es auf die Gegend ankommt, wo der steht, Ob die mehr genutzt werden?
Anke
Ja, das hat schon auch einen Einfluss. Ob die an einer belebten Stelle stehen, zum Beispiel. Also ob die an der Bushaltestelle stehen, wo Menschen sowieso sich aufhalten, Wartezeiten haben oder ob die einen haben wir der stand in der Nähe von einem Kindergarten und Seniorenwohnheim, wo einfach viele Menschen sich tummeln. Also die Belebtheit spielt eine Rolle. Und wir haben dann auch so ein bisschen versucht zu überlegen, ob so das Milieu, in dem der Schrank steht, eine Rolle spielt. Das kann man aber so eindeutig gar nicht so sagen. Also es sind jetzt nicht nur die Studierenden, die da Bücher entnehmen oder so. Nee, also das geht schon quer durch die Bevölkerung. Tatsächlich.
Helen
Ich finde das richtig, richtig cool, weil das ja also mehr low Level irgendwie einstieg. Geht ja eigentlich gar nicht, oder? Da kann man ja auch, selbst wenn man das irgendwie vor den Freunden peinlich findet oder so kann man da ja im Grunde auch heimlich hingehen. Man hat nicht so irgendwelche Finanziellen Hürden. Und sonst? Also natürlich. Ich bekomme dann auch oft zu hören, ich finde da halt nichts Gutes oder so, aber ich glaube. Also ich habe immer den Eindruck, da geht es auch eher darum, sich komplett darauf einzulassen und zu gucken, was man findet. Man findet halt ja selten was Konkretes, was man sucht. Aber dafür finde ich, dass ich vielleicht sogar noch cooler als Büchereien, weil in Büchereien muss man sich erstmal reintrauen und Bibliotheken und Bücherschränke, da kann man ja wirklich fast einfach drüber stolpern und mal schauen, ob man da was findet.
Anke
Genau. Also man hat halt einen hoch demokratischen Weg der Buchversorgung, der auch noch twenty four seven offen ist. Also man hat keine Öffnungszeiten, man hat keine Gebühren, gar nichts. Und ich sage es mal so an der Stelle macht auch Gelegenheit. Bücherliebe sozusagen, weil man dann auch vielleicht gerade in so einer Wartezeit sieht man irgendein Buch und es kostet ja nichts. Ich kann das mitnehmen, ich kann das zwei Bushaltestellen weiterschleppen, und wenn ich sage ach nee, es war es doch nicht, vielleicht sogar in den nächsten Schrank stellen. Wir haben tatsächlich auch Wanderbücher gefunden. Wir haben Bücher mit unterschiedlich farbigen Punkten beklebt. Also jeder Schrank hatte seine Farbe.
Helen
Cool.
Anke
Genau so, dass wir auch sehen konnten, wenn ein Buch von einem Schrank in einen anderen gewandert ist. Und das passiert tatsächlich auch woanders.
Helen
So Sachen. Weil du hattest mir ja gesagt, die erste Studie gab es tatsächlich sogar aus Bonn. Das wusste ich auch vorher gar nicht. Du hattest jetzt gerade eben gesagt, es gab zwei Vorgängerstudien. Waren das so Erkenntnisse aus diesen Studien, dass also zum Beispiel das vier pro Bücherschrank eine Farbe verwendet?
Anke
Genau. Wir haben sehr, sehr eng kooperiert mit der Hochschule in Hannover, mit Jutta Bertram, Kollegin von der dortigen Hochschule, die aufgrund des Semesterlaufs haben die im Prinzip die gleiche Studie ein bisschen früher durchgeführt als wir und haben da sehr, sehr schön auch sich mit uns ausgetauscht, bis hin zu der Frage, welche Klebepunkte man denn am besten kauft, damit die dann auch wirklich gut kleben Um diese Klebepunkte hatten wir dann auch ganz interessante Storys, weil sich dann Menschen beschwert haben, tatsächlich, dass wir die Bücher beklebt haben. Und dann haben wir empirisch ermittelt mittels eines Föns mit heißer Luft kann man diese Punkte dann auch wieder schadfrei ablösen und so. Also da haben sich dann auch so ein paar ganz lustige Austauschsituationen mit mit Hardcore Buchschrank Nutzenden ergeben. Also das war schon ganz, ganz putzig cool.
Helen
Wie viele Bücher stehen so in so einem durchschnittlichen Stromkasten Buchschrank?
Anke
Das ist ganz ist ganz unterschiedlich, auch was das für Bücher sind, ob die dann vollgestopft sind, die Schränke oder sehr gut gepflegt, aber das können schon so um die zwei hundert fünfzig oder so sein, die da drin stehen. Ja, man vertut sich. Und tatsächlich haben wir auch Dinge gefunden, die wir jetzt nicht als Bücher eingeschätzt haben. Also klar, andere Medien, dass es da noch naheliegend. Wir haben aber auch mal ein Schminkset drin gefunden usw Also das wird dann auch manchmal mit so allgemeinen Giveboxen bisschen verwechselt, wo dann alles mögliche sich auch drin findet, was man verschenkt.
Helen
Ja, aber witzig. Zwei hundert fünfzig. Ich glaube, das unterschätzt man oft, weil die echt ja auch in zweiter Reihe stehen, irgendwie übereinander gestapelt sind. Aber deswegen ist wahrscheinlich auch häufig die Verweildauer an so einem Bücherschrank. Ein bisschen ist wie so eine Schatzsuche im Grunde. Wie viele Bücherschränke hattet ihr jetzt in dieser Untersuchung? Sage ich mal.
Anke
Wir haben. Insgesamt gab es, ich meine fünfzehn in Mainz und wir haben nicht alle, Wir haben dreizehn untersucht.
Helen
Okay, jetzt sind wir natürlich super gespannt. Was, Was bleibt liegen, Was geht nicht so gut?
Anke
Ja, also was liegen bleibt? Auf jeden Fall. Es sind ältere Lexika. Das braucht halt einfach keiner mehr. Manchmal sind auch ältere Schulbücher eingestellt worden, solche Sachen also wo einfach die Sachinformationen auch veraltet sind. Das möchte dann keiner mehr haben, was sehr, sehr gut. Oder? Oder auch Sachen, die keine keine ISBN haben, die nicht aus dem traditionellen VerlagSlauf sozusagen kommen, sondern die irgendwelche Jubiläumsbroschüren oder so was halt nach Buch aussieht, aber jetzt kein Roman in dem Sinne ist. Man kann so über den Daumen sagen, was aktueller ist an Literatur. Das geht natürlich auch schneller weg. Also Bestseller findet man wenig. Wobei wir in einem Schrank tatsächlich auch hochaktuelle New Adult Literatur sogar mit Farbschnitt hatten, wo wir gedacht haben Mensch, da ist jemand aber wirklich über seinen Schatten gesprungen, Wahrscheinlich hat das da rein geräumt. Also man findet schon schon alles, aber in der Tendenz eben so veraltete Sachinformation, ältere Reiseführer und so, das bleibt natürlich dann eher liegen.
Helen
Ja, ich hatte mal vor Jahren einen Etsyshop, wo ich eben auch zum Beispiel so Lexika und so Sachen gebastelt habe, weil ich das echt teilweise richtig schlimm finde. Es gibt ja immer wieder Sachen, die wieso vergammeln in einem Bücherschrank und ich wusste von dem einen, aber auch da war das im Grunde, ich glaube es oft auch so eine Bürgerstiftung oder so, die sich dann dafür verantwortlich fühlt. Ich wusste, dass die auch regelmäßig ausmisten und wegwerfen und das fand ich noch schlimmer. Und dann dachte ich nämlich die Liebe und mache da noch irgendwas draus, weil irgendwie, das finde ich immer noch richtig schwierig, so die Vorstellung, so ein Buch richtig wegzuwerfen. Ich weiß das. Also es gibt einfach Bücher, was will man damit machen? Aber da habe ich nicht übers Herz gebracht.
Anke
Irgendwie ja, aber, aber das ist ja tatsächlich was, was so allgemein also das Buch ist ja so hat er so eine Aura und Bücher wegschmeißen, das ist ja wirklich so, so ein Frevel, den man begehen kann, tut richtig weh. Genau das geht ja bis dahin. Es gibt ja in der Türkei eine Bibliothek mit Büchern aus dem Müll. Wo die Müll. Wo die Müllmänner irgendwann angefangen haben, das zu sammeln.
Helen
Ja, stimmt auch. Cool eigentlich. Was da dann wohl so zusammenkommt. Also jetzt habt ihr ja nicht dieses klassische Modell, aber da sind häufig ja auch die Schilder dran. Und da ist meistens, glaube ich, immer eine Stiftung, irgendwie eine Bürgerstiftung oder sowas dahinter, die sich dann auch verabreden irgendwie, dass in regelmäßigen Abständen irgendwie mal durchzuschauen. Ich weiß nicht, ob es das da gab, dass da aber jemand verantwortlich ist, weil irgendein Grund wird es doch wahrscheinlich geben, dass manche besser organisiert sind als andere.
Anke
Ja, also das was du jetzt ansprichst, was diese Bürgerstiftung leisten oder auch andere organisatorische Einheiten, das ist die sogenannte Bestattung. Also es gibt häufig Schrankpaten, die dann dafür sorgen, dass da kein Müll drin steht und das die nicht überfüllt sind als sie aufgeräumt sind. Also so, dass man einfach auch Lust hat dran zu gehen. Und das ist tatsächlich etwas, was in Mainz anders ist als zum Beispiel in Hannover. Bei unseren. Bei unseren Projektpartnern. Hannover hat Schrankpaten. Wir haben sie in Mainz nicht oder zumindest nicht offiziell. Es gibt dann immer mal Menschen, die wir auch ausgedeutet bekommen haben, die sich dann um die Schränke kümmern. Aber das ist eben tatsächlich von von Ort zu Ort ganz unterschiedlich, ob solche Paten gibt oder nicht.
Helen
Und wenn, steht das wahrscheinlich am Bücherschrank. Falls jetzt jemand irgendwie zuhört und sich denkt, ich hätte Lust, mich als Schrankpaten oder so einzusetzen.
Anke
Ja in Mainz tatsächlich nicht da ist. Die Kontaktaufnahme muss man dann also auf der Webseite der Stadt kann man das nachschauen, wer dafür verantwortlich ist. Es ist tatsächlich so, dass es mal die Hoffnung gab, dass man für die Pflege der Schränke auch Handwerksbetriebe findet, die sagen Ach komm, ich kann da mal so ein Schräubchen drehen oder mal eine Platte ersetzen oder so. Das hat leider jetzt so auf den ersten Anlauf in Mainz nicht funktioniert, aber das ist natürlich schon was. Also wenn so ein Schrank dann zumindest in der Funktion nicht eingeschränkt ist, die Türen da sind und so, das ist schon was, was wünschenswert ist, auf jeden Fall.
Helen
Ja, das stimmt. Wie oft ist das vorgekommen, dass ihr da als Gruppe aufgeschlagen seid und selber Bücher mitgenommen habt? Bevor ihr sie überhaupt bekleben konntet?
Anke
Das kann ich gar nicht sagen. Ich hoffe gar nicht. Also wir sind tatsächlich ja auch nie als große Gruppe aufgeschlagen, sondern wir sind immer in so Zweier dreiergrüppchen da gewesen und das würde natürlich unser Ergebnis total verfälschen. Also insofern hat da hoffentlich niemand von den Studierenden was rausgenommen. Ich weiß, dass am Ende des Projekts dann Studierende tatsächlich angefangen haben, die Schränke auch intensiver selbst zu nutzen, also Bücher reinzustellen oder dann doch auch mal was rauszunehmen. Aber bei so einer Studie wollen wir das natürlich nicht, sonst können wir unsere eigenen Ergebnisse ja.
Helen
Aber irgendwie war das fände ich richtig schwer dann entdecken, weil man ja auch weiß, das ist so eine, also Once in a lifetime ein bisschen übertrieben, aber es ist ja so eine einmalige Gelegenheit. Wenn du ein gutes Buch in dem Bücherschrank siehst, darfst du ja im Grunde nicht zögern.
Anke
Genau das kann In der nächsten Stunde kann das weg sein. Und tatsächlich gibt es auch immer mal wirklich Schätzchen drunter. Es gibt auch Menschen, das hat sich auch herausgestellt, die wohl wirklich diese Bücherschränke ganz gezielt absuchen nach Dingen, die sich dann verkaufen lassen, die das entweder für Flohmarktkisten holen oder die auch sehr gezielt wissen, dass es ein Buch, was was wert sein könnte. Oder die auch große Schlingel, die mit der App des. Buchmarktes dastehen.
Helen
Und.
Anke
Gucken. Also all das gibt es schon.
Helen
Schade dann irgendwie glaube ich.
Anke
Ja, das ist halt voll am Sinn vorbei. Also da geht es dann nicht um das Lesefutter demokratisch zugänglich machen.
Helen
Ja, okay, konzentrieren wir uns nicht auf die. Die wird es immer geben.
Anke
Genau.
Helen
Aber so, Also neben dem Farbschnittbuch, was ich auch echt bemerkenswert finde. Was hast du so mitbekommen? Was waren so die krassesten Sachen, die so entdeckt wurden? Weil ihr habt ja auch tatsächlich jedes Buch in die Hand genommen. Das ist ja auch noch mal ein Unterschied zu einem normalen Bücherschrank Besuch.
Anke
Ja, wir haben jedes Buch tatsächlich in die Hand genommen, weil wir auch den Zustand der Bücher uns angeschaut haben, weil wir wissen wollten Bleiben denn Bücher stehen, weil sie besonders in einem besonders schlechten Zustand sind? Also die können ja. Wir haben erhoben, Sind die irgendwie verschimmelt oder nicht? Riechen die komisch? Sind die böse verknickt oder so? Das das gab es alles, das gab es alles in ziemlich geringem Ausmaß. Also aus. Ich glaube, in einem Schrank standen Bücher, aus denen tote Tiere gefallen sind, also Insekten. Das war aber dann auch der Gipfel dessen. Ansonsten waren die eigentlich in der Regel ganz in Ordnung. Unterschiedlich ist. Also da kann man gar nicht so pauschal beantworten, weil natürlich jeder unterschiedliche Neigungen hat. Also ich fand die Biografie einer Jazzgröße zum Beispiel ganz interessant, aber das kommt ja darauf an, was man selber für Vorlieben so hat.
Helen
Ja gut, das stimmt auch wieder. Und habt ihr den Eindruck, dass der Zustand ausschlaggebend ist, ob es mitgenommen wird oder ob es wirklich wichtiger ist, dass es zum Beispiel ein aktuelles Buch ist?
Anke
Also in der Regel war der Zustand der Bücher, die wir da vorgefunden haben, tatsächlich so schlecht nicht. Es waren eher wirklich Ausnahmen. Die sind dann natürlich, wenn es schlecht riecht oder so, dann bleibt tatsächlich stehen. Das möchte man sich dann nicht in die Tasche stecken oder ins zu Hause. Aber da würde ich sagen, haben wir so wenig Fälle gehabt, dass man das so pauschal gar nicht sagen kann. Die Bücher waren echt okay oder waren halt dann vielleicht auch schon aussortiert, wenn sie wirklich ganz schlecht waren.
Helen
Ja, ich habe vor ein, zwei Wochen oder so, wir haben hier. Also es ist wie so eine. Ich habe das Gefühl, ich wohne in so einer Ferienhaussiedlung sind auf jeden Fall so größere Häuser, wo es dann so ein Kellerraum gibt. Und in diesem Kellerraum. Waren Bücher ausgelegt, so quasi, dass wenn man da vorbeikommt, das. Ich glaube, so war es gedacht, dass man sich da was mitnimmt. Die lagen auf jeden Fall schon eher so präsentieren da und da hatte ich irgendwie auch so ein bisschen das Bedürfnis, dann da hinzuschreiben, so weil ich meine Sorge ist natürlich, wenn es im Müllraum liegt, dass wenn es jetzt innerhalb von einer Woche keiner nimmt, das der nächste Schritt der Mülleimer ist, hatte ich irgendwie das Bedürfnis dazu zu schreiben. Oder halt in den Bücherschrank stellen, weil das die Wahrscheinlichkeit höher, dass es den passenden Leser oder so trifft. Aber hast du das Gefühl, da bin ich mir nämlich manchmal nicht so sicher, ob ich mich halt einfach auch in so einer Bubble bewege, dass das die breite Öffentlichkeit weiß, dass es die gibt. Also man begegnet den schon ja mittlerweile immer häufiger. Aber du nickst.
Anke
Ja. Ja, also ich glaube, das kann man ziemlich eindeutig bejahen. Es ist natürlich so, dass in unterschiedlichen Gebieten unterschiedlich starke Ballung ist. Also in den großen Städten hat man die ja zum Teil auch vor den Supermärkten stehen oder so, total augenfällig jetzt in Mainz. Wir hatten wirklich unterschiedlich präsente Standorte, wo man leicht daran vorbeikommt und es einem auffällt und auch Standorte, da muss man auch so ein bisschen suchen. Aber ich glaube, im Großen und Ganzen ist den Leuten das schon bewusst, ob das jetzt auch sehr buchfernen Menschen bewusst ist. Aber man kann eigentlich nicht. Man kann eigentlich kaum dran vorbei, wenn die in Hannover sind, die auch wirklich so als große Schränke. Sehr schön, große Bücherschränke mitten mitten im Stadtbild und also da bleibt man schon automatisch hängen. Und das ist natürlich auch was, wenn dann Kinderbücher unten stehen und ein Kind das sieht und dann die Eltern dahin schleift? Also das ist schon auch eine tolle Kontaktchance im öffentlichen Raum, würde ich sagen.
Helen
Ja, das stimmt. Und ja, auch wirklich so komplett altersunabhängig. Und die haben also zumindest die, die dieses Modell, was ich jetzt so vor Augen habe. Also hier gibt es auch noch andere. Es gibt auch so private hier, welche, die sich das in den Vorgarten stellen. Aber ich hoffe, dass irgendwie alle, weil ich weiß nicht, ob es irgendeinen Namen vergibt. Aber es gibt ja dieses so Metallstandardmodell mit Glastüren. Da gibt es ja eigentlich auch immer ein Kinderfach und so, also es ist schon cool. Ich weiß, ich bin wirklich ein großer Fan von von Bücherschränken. Ich finde das so eine tolle Idee und auch toll zu sehen, dass halt immer mehr wird, dass die nicht im Rückgang sind, sondern eher aus dem Boden sprießen.
Anke
Ja, und auch wie du schon sagst, in ganz unterschiedlichen Formen. Es gibt zwar so diese Bücherschrankbauer, die da verschiedene Modelle auch mit Sitzbänkchen und ohne und so anbieten. Feuerfest in der Regel und so, aber es gibt ja auch total kreative Ideen. Es gibt ja auch umfunktionierte Telefonzellen, wo dann Bücher drin stehen. Es gibt hier in rund um Mainz auch einige Bushaltestellen, wo ihn das Haltestellenhäuschen integriert.
Helen
Sind, das nicht flächendeckend gemacht wird. Das ist mir echt schleierhaft irgendwie. Aber wahrscheinlich jemand machen halt und.
Anke
Es muss jemand machen. Es ist auch. Natürlich ist je nachdem Vandalismus auch immer mal ein Thema, ob so was dann auch mal einfach zerstört, in Brand gesteckt oder so wird. Es muss jemand sich drum kümmern. Also der Pflegeaufwand in Mainz ist das eine Person, von der von der Presse und Öffentlichkeitsarbeit sbereich, der das aber auch so halb ehrenamtlich aus Spaß mitmacht und auch zum Teil in seiner Freizeit mit dem mit dem Werkzeugkästchen durch die Gegend geht und die Dinger repariert. Also na klar, kostet auch alles Geld.
Helen
Aber das.
Anke
Lohnt sich ja vielleicht trotzdem.
Helen
Ja, genau so irgendwie. Oder wenn so die Deutsche Bahn oder so in jedem Zugabteil oder was weiß ich in jedem Zug so ein Ding stellen würde. Wie ist das jetzt zum Beispiel in England aufgefallen? Da gibt es ja auch so im öffentlichen Raum, aber ich hatte zumindest den Eindruck jetzt nicht so, dass man andauernd drüber stolpert. Aber wo mir das eher aufgefallen ist, war dann zum Beispiel halt im Supermarkt oder im Cafe und auch in so Kaffeeketten. Also jetzt nicht irgendein Cafebesitzer, der ist eine coole Idee fand, sondern wirklich eine große Kette und die haben das dann einfach fest integriert Und das dachte ich das auch irgendwie toll, dass das so weil ich habe zum Beispiel ich ich habe ich war quasi im Supermarkt einkaufen, bin von der Kasse diesen schmalen Gang entlang zum Ausgang und habe zufällig ein Buch dann gesehen, dass ich eh auf meiner Wunschliste hatte und habe das dann noch auf dem Weg nach draußen so mir mitgenommen. Und das ist halt noch mal näher, glaube ich so halt an deinem Alltag dann auch dran. Also du, dann kannst du ja wirklich eigentlich nicht mehr das nicht bemerken.
Anke
Ja, man hat keine Ausrede. Und tatsächlich, man muss ja auch nichts dafür bezahlen. Das ist ja auch das hat ja auch nicht jeder ehrlicherweise ein unbegrenztes Budget für Bücher. Wir alle kaufen ja viel zu viel Bücher, das ist wahrscheinlich außer Frage. Aber das ist einfach tatsächlich etwas. Und im Supermarkt, wo man den täglichen Bedarf eben deckt Nicht zufällig war ja während Corona auch das Buch quasi gleichgestellt mit dem Lebensmittel.
Helen
Ja, toll. Eigentlich, ne?
Anke
Genau. Und da macht es einfach absolut Sinn, dass man die Nahrung für den Geist neben die Nudeln und die Tomatensoße packt.
Helen
Sozusagen Total. Und das ist mir. Also du hattest jetzt jetzt ja eben auch gesagt, dass es das bei Supermärkten gibt, aber es ist mir zumindest noch nicht so sehr aufgefallen. Aber vielleicht war ich an den falschen Stellen oder so, aber das finde ich eine gute Ergänzung auch. Also einfach überall Bücher einstellen. Ja, was würdest du sagen, was man machen kann, um jetzt sage ich mal so also einfach um dafür zu sorgen, dass Bücherschränke erhalten bleiben.
Anke
Also tatsächlich entsprechende Aufstellplätze dafür schon mal ausweisen, im städtischen Raum überlegen Wo könnte das gut positioniert sein, wo gibt es Wartezeiten, wo ist der aber vielleicht auch so ein bisschen unter Kontrolle? Wir haben uns sehr gewundert einen Ein Schrank stand gegenüber einer Bücherei tatsächlich, wo wir gedacht haben, das ist seltsam, Der war aber auch gut frequentiert. Also also einmal eben für diese, für diese Räume sorgen dann die Aufstellung, wenn das professionell gemacht wird, wenn ein Betonsockel usw ist. Das ist nicht ganz billig, die müssen auch gepflegt werden, damit sie eben ansehnlich bleiben. Wir haben überlegt, tatsächlich oder waren schon kurz davor, dass man so eine Crowdfunding Kampagne anschieben, Weil es braucht wirklich nicht viel Geld, aber es muss eben ein bisschen was investiert werden, damit diese Schränke dann auch ansehnlich bleiben und gut genutzt werden.
Helen
Ja, und vielleicht ist es auch ein ganz guter Ansporn, weil ich weiß, dass viele hier in der Community sich schwer damit tun, Bücher auszusortieren. Aber wenn man damit halt irgendwie auch noch jemand anders glücklich machen kann. Ich stelle super gerne Sachen in Bücherschränke und die siehst du in der Regel ja auch nie wieder. Also ziemlich sicher hat sich das jemand dann rausgenommen und vielleicht noch einen Schatz entdeckt deswegen. Also das könnte ja noch mal so ein Ansporn sein. Oder dann eben auch einfach, wenn man an einem Bücherschrank vorbeigeht, dass vielleicht ein Auge darauf haben, dass das irgendwie jetzt nicht total außer Kontrolle gerät.
Anke
Genau. Und wenn man seine und wenn man seine Büchersammlung zu Hause aussortiert, dass vielleicht auch in homöopathischen Dosen machen? Ja, also wir haben dann immer mal gesehen, da wurden dann kistenweise Bücher neben den Schrank gestellt. Ja, solange die Sonne scheint und es trocken ist, okay. Aber wenn die dann überladen sind, ist halt auch immer schade. Dann kann man, kann man sie auch nicht mehr so gut benutzen am Ende des Tages.
Helen
Ja gut, das ist ein guter Punkt. Das habe ich auch schon öfter gesehen. Wir haben auch tatsächlich hier in Bonn so ein so eine Ecke, die ist super gut frequentiert. Eigentlich wäre es sinnvoll, die Stadt würde da mal was Offizielles hinmachen, aber vielleicht wäre dann der Vibe auch kaputt. Keine Ahnung. Aber das sind da haben irgendwie anscheinend einfach jede Menge Menschen verschiedene so Billyregale und was weiß ich so nebeneinandergestellt. Eigentlich ist da nie ein Buch in einem besonders guten Zustand, weil die wirklich so Wind und Wetter ausgesetzt sind. Aber dieser Bücherschrank geht so extrem gut und da stehen natürlich dann auch immer. Also ich glaube, weil das auch es ist glaube ich ehrlich gesagt, neben so einer Tonne, wo man Altpapier reinmachen kann und irgendwie scheint das dann so zu sein, dass ich dann vielleicht vor Ort. Viele denken aber dann kann ich ja auch erstmal noch rechts probieren und stehst vor dem Bücherschrank. Meine Kiste. Wenn das nicht klappt, kann man sie immer noch links wieder reinwerfen. Aber ja, so in großen Massen ja. Ich meine, ich finde auch bei einem Flohmarkt oder so. Ich fühle mich da auch selten durch so eine Kiste irgendwie durch. Man will ja zumindest noch ein bisschen sehen können, was man da zu erwarten hat.
Anke
Genau. Also es muss ein bisschen übersichtlich sein und dann ist der Zugriff da auch noch mal schöner. Das stimmt schon.
Helen
Ja, wie kam das denn bei deinen Studierenden an das Projekt?
Anke
Sehr gut. Also die haben natürlich ordentlich arbeiten müssen, auch vielleicht ein bisschen mehr, als das sonst in den Seminaren der Fall war. Aber das war natürlich etwas, wo am Ende was bei rausgekommen ist. Wir haben eine Abschlusspräsentation gehabt, wo wir einfach dann auch die Ergebnisse aller Schränke zusammengefasst haben. Wir sind von vornherein ziemlich stark von von Medien begleitet worden. Also hier selbst der SWR und so, die haben sich für das Thema interessiert und das hat natürlich auch noch mal so diese gesellschaftliche Relevanz oder die Relevanz des Themas verdeutlicht. Und jeder hat sofort verstanden, was wir da gemacht haben. Wir haben große Sympathie dafür bekommen und und ich glaube, das hat schon auch so sich durchgeschlagen. Also allein dieses wir machen was Sinnvolles und es sind dann auch viele wirklich zu absoluten Verfechtern des Bücherschranks geworden. Also das war einfach schön. Es hat Spaß gemacht.
Helen
Voll cool. Wahrscheinlich macht es nicht so wahnsinnig Sinn, dasselbe Projekt noch mal irgendwie zu machen. Aber hast du eine Idee, was du. Also, was hast du noch so für Pläne für Projekte, wenn man sich jetzt noch schnell einschreiben möchte?
Anke
Ja, also tatsächlich haben wir jetzt wirklich eher den die Zu und Abgänge uns angeschaut und die Schrankhüter analysiert. Wir sind jetzt gar nicht in Kontakt gegangen mit den Nutzenden. Das könnte man natürlich noch machen. Das ist noch mal eine andere Untersuchung, die auch aufwändiger ist. Wenn wir uns anschauen, wer benutzt das eigentlich? Warum? Man könnte die Paten noch befragen, wenn es welche gibt und so, also da ist schon noch ganz viel, was man tun kann. Wir haben jetzt erst mal so die Spitze des Eisbergs angetippt, sozusagen.
Helen
Ach, voll cool. Irgendwie finde ich das mega cool, weil ich wusste halt auch, bevor ich mir das Lesen angefangen habe, überhaupt nicht, dass es solche Studiengänge gibt. Und ich weiß ich nicht. Ich finde, das klingt nach ziemlich viel Spaß und vor allem. Also ich weiß, natürlich wird wahrscheinlich auch nicht jede Vorlesung oder jedes Seminar so aussehen, aber. Ich weiß nicht. Ich finde es so faszinierend, wie viel man zum Thema Buch auch einfach lernen kann, was es da überhaupt für ein tausend Facetten gibt.
Anke
Ja, also wir machen ja tatsächlich alles von der Produktion über die Distribution bis zur Rezeption. Also wie werden, wie werden, wie entstehen Bücher, Was gibt es für unterschiedliche Bucharten, Wie werden die Bücher zu den Lesenden gebracht? Der ganze Buchhandel zwischen Buchhandel. Wer liest eigentlich heute noch? Oder wer liest auch nicht? Was kann das? Wie wird man zum Lesenden? Also da ist schon schon wirklich alles, alles dabei. Tatsächlich? Und jede Facette für sich genommen kann auch total Spaß machen. Also wenn Buch Materialität über Produktion sprechen, sind wir wieder bei den Farbschnitten zum Beispiel. Oder dabei, was das eigentlich bedeutet, wenn irgendwo eine Stanzung eine Prägung ist. Was ist mit Umweltfreundlichkeit beim Buch? Auch das ist ja übrigens ein Aspekt, der bei den Bücherschränken ganz, ganz interessant ist. Nachhaltigkeit. Und so knüpfen wir alle möglichen Fragen an das Buch, die man sich nur ausdenken kann und und. Ja, insofern macht es Spaß, sich mit dem Buch zu beschäftigen.
Helen
Ja, aber ich finde, das überträgt sich auch total, dass du wahrscheinlich ja auch einfach so einen Spaß daran hast. Auch Neues, Weißt du, weil man könnte ja auch denken, dass das Thema Buch irgendwie ein bisschen angestaubt ist. Oder dass man irgendwie da jedes Semester dasselbe erzählt. Aber da tut sich ja im Buchmarkt schon auch sehr, sehr viel. Gerade mit solchen Sachen wie Book Talk und Co hat sich ja noch mal viel verändert. Und das, ich finde, das überträgt sich so deine Begeisterung, dass du dann auch sagst, ich habe Lust, hier irgendwie was Neues zu erforschen, Weil wahrscheinlich wird es Inhalte geben, die müssen jedes Semester gleich sein. Aber dass man irgendwie das immer wieder so ein bisschen erweitert und guckt, was sich da so tut.
Anke
Klar, es gibt Grundlagen, die muss man einfach draufhaben, damit man versteht, wie diese Branche auch so tickt. Auf der anderen Seite ist es ja aber auch eine Branche, die eigentlich schon immer in Bewegung ist, die unglaublich innovativ ist. Also nicht umsonst Gutenberg hat den Buchdruck erfunden oder den Druck mit beweglichen Lettern. So muss man es sagen. Und wir sind bis heute eine hochinnovative Branche, die sich ganz, ganz stark schon mit allen digitalen Transformationen bis hin zu KI auseinandersetzt und teilweise auseinandersetzen muss. Wir haben jetzt gerade ein großes Kolloquium zum Thema Hörbuch durchgeführt, wo eben auch die anderen medialen Darreichungsformen von Literatur besprochen werden. Wir hatten gerade eine Leseförderin, Lena Stenz, bei uns, die einen kleinen Podcastworkshop gemacht hat, mit Studierenden Bücher in Podcasts umgesetzt hat oder gezeigt hat, wie man damit Leseförderung betreiben kann. Also all das binden wir in das Studium mit ein, weil wir natürlich auch in der Medienumwelt leben heutzutage, die nicht mehr nur auf das gedruckte Buch aus Papier sich bezieht, sondern in eine ganz vielfältige Medienumwelt eingebunden ist.
Helen
Ja voll spannend. Also das finde ich halt cool. Also vielleicht auch zum Hintergrund. Darüber haben wir uns ja im Grunde auch kennengelernt, dass ich in diese Ringvorlesung jung und exzellent, also wo es um den Young Excellence Award und deren Nominierte und was die alles machen, um einfach so wahrscheinlich auch zu zeigen, wie vielfältig auch Berufschancen und solche Sachen sind. Und das finde ich halt auch total cool, dass du dadurch auch die Möglichkeit hast, möglichst viele irgendwie aus der Branche mit dazuzuholen und verschiedene Perspektiven und dadurch aber ja auch irgendwie Meinungen und sonst was mit in dein Studium zu holen. Also das ist irgendwie ich weiß nicht. Als ich euch das erste Mal kennengelernt habe, dachte ich schon so, das ist ja cool. Ich wusste gar nicht, dass es das so gibt. Und wie begeistert ihr halt auch vom vom Buch an sich seid und ähm ja, keine Ahnung. Also irgendwie denke ich so, wenn ich jetzt noch mal die Möglichkeit hätte, ich glaube, ich würde auch Buchwissenschaft studieren wollen.
Anke
Herzlich willkommen.
Helen
Sag noch mal vielleicht so was machst du an der Uni Mainz oder bist du auch noch woanders? was? Wo kann man vielleicht auch Buchwissenschaft überall studieren? Ich weiß gar nicht, ob das so verbreitet ist. In Deutschland geht das nur in Mainz. Genau. Gib uns mal so ein bisschen einen Überblick.
Anke
Ja, also die Stellen, an denen man Buchwissenschaft oder Studiengänge rund ums Buch studieren kann in Deutschland, da gibt es tatsächlich nicht so wahnsinnig viele. Deswegen wundert es mich auch nicht, dass man an dem Studiengang vorbeigekommen ist in For Social Media Zeiten. Mittlerweile hat man da, glaube ich, ganz gute Kontaktchancen. Auch Mainz ist natürlich hervorgegangen aus der Gutenbergforschung, aus der historischen Tradition. Da ist es naheliegend, dass man einen Studiengang hat. Aber wie gesagt, heute sind wir ganz, ganz breit digital auch aufgestellt. Es gibt vergleichbare universitäre Studiengänge in München, Erlangen und Leipzig, da ist es auch jeweils die Buchwissenschaft. Und dann haben wir aber tatsächlich ja auch die die Hochschulen für angewandte Wissenschaft, also die HTWK in Leipzig und die HDM in Stuttgart, wo man dann noch mal eher in Richtung Publishing und Herstellung, aber auch rund ums Buch studieren kann. Und wir sind alle Kolleginnen und Kollegen in sehr, sehr engem Austausch und besprechen auch untereinander Themen und so, also das ist eine, ist eine gute Community und natürlich kann man dann auch im Bachelor und Mastersystem zwischen den Hochschulen auch noch mal wechseln, unter Umständen. Also man kann dann auch verschiedene Standorte kennenlernen.
Helen
Das klingt natürlich irgendwie. Also ich finde es eigentlich ehrlich gesagt verrückt, dass das nicht so viel gibt. Aber ich habe jetzt natürlich auch irgendwie eine eine rosarote Brille im Grunde in dem Sinne auf, aber zumindest gibt es ja Optionen, sich das mal anzuschauen. Und genau, du bist an der Uni Mainz ausschließlich. Oder bist du auch an anderen Unis irgendwie unterwegs und zeigt Ihnen zum Beispiel, wie Sie eine Studie zu Bücherschränken durchführen können.
Anke
Also ich bin. Ich arbeite an der Uni Mainz. Ich bin da angestellt als wissenschaftliche Mitarbeiterin auch schon seit vielen Jahren und bin aber natürlich, ich bin ja so zweigeteilt Einerseits mache ich Lehre an der Uni, auf der anderen Seite sind wir aber natürlich auch alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die forschend sich betätigen. Und im Rahmen dieser Forschungstätigkeit reisen wir natürlich sozusagen auch wirklich um die Welt. Also im letzten Jahr bin ich sehr, sehr viel gereist ins europäische und auch außereuropäische Ausland, nehmen da an Konferenzen teil und halten Vorträge zu unterschiedlichen Themen und haben da natürlich dann auch Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland. Ich war zum Beispiel auf Korfu letztes Jahr bei der Publishing Studies Tagung. By the Book heißt die. Die werden wir jetzt sechs und zwanzig, muss ich nicht so weit reisen, Da haben wir die Tagung nämlich dann in Mainz. Genau. Also da gibt es natürlich auch so einen Austausch und und wir sind in einer internationalen wissenschaftlichen Community. Ach Gott, ich habe einen Studiengang noch vergessen in Deutschland. Den muss ich aber noch erwähnen, weil es auch eine liebe Freundin ist. Corinna Norrick-Rühl an der Uni Münster. Die hat aber keine deutschsprachige Buchwissenschaft, sondern die Books Studies, also die anglophone Buchwissenschaft. Auch das gibt es natürlich in der Landschaft der buchwissenschaftlichen Studiengänge.
Helen
Da habe ich eben auch tatsächlich gedacht, vielleicht muss ich Sie zunächst einladen, weil sie mich ja so. Ich fand es so cool, dass Sie dieses Paper zu Reese Witherspoons Buchclub hat. Da dachte ich dann letztes Jahr schon, das ist ja irgendwie also allein so, dass dass das ein Forschungsgegenstand ist, hat mich total begeistert, weil ja, weiß ich nicht. Es ist mir so jetzt auch noch nicht untergekommen und ich glaube, deswegen fand ich das eben auch in dem Podcast so cool, als ich gehört habe, ihr habt die Studie zu den Bücherschränken gemacht, weil das irgendwie so einerseits aktuell ist, aber auch so halt praxisnah. Es ist nicht nur irgendwie theoretisch überlegen wie entsteht so ein Buch? Sondern ja, ihr geht wirklich raus, geht zu den Bücherschränken, beklebt die und kommt irgendwie ein paar Tage später wieder und guckt, was eigentlich noch davon übrig. Also ich weiß nicht. Vielleicht fange ich einfach noch mal an zu studieren.
Anke
Klingt nach einem Plan.
Helen
Ja, wirklich. Ich habe ja noch nicht genug. Ich danke dir auf jeden Fall sehr für für diese Einblicke. Kann man das irgendwo nachlesen oder so? Wenn jetzt jemand da Interesse dran hätte an dieser Studie?
Anke
Also es gab eine ziemlich breite Presseberichterstattung, die auch auf der Webseite buchwissenschaft.uni-mainz.de. Da findet man unsere Inhalte. Die Website ist gerade neu gelauncht worden, deswegen kann ich die Unterseite jetzt gerade nicht aus dem Kopf sagen, aber da findet man auch auch Pressereaktionen usw darauf. Und sonst im Zweifel, wenn sich jemand interessiert. Wir werden dazu auch noch ein Paper veröffentlichen. Das dauert aber noch ein bisschen, bis alle Ergebnisse dann da entsprechend eingeordnet sind.
Helen
Ja, und ansonsten halt Einschreiben.
Anke
Unbedingt einschreiben, bewerben, einschreiben. Wir freuen uns über alle, die sich am Buch freuen und mit uns da in verschiedene Richtungen forschen wollen. Es gibt auch noch Themen ohne Ende. Also jeden Tag springen einen da zig Ideen an, wo man sagt Mensch, da müsste man noch mal genauer hingucken und und da könnte man eigentlich auch noch ein paar Erkenntnisse brauchen, also da ist noch ganz, ganz viel Spannendes an Themen zu holen.
Helen
Das klingt richtig cool. Ich weiß nicht, ob du irgendwo online vertreten bist. Wo findet man mehr zu dir, wenn man sich mit dir connecten möchte?
Anke
Also so die Basic Information findet man auf meinem Blog vogelan.wordpress.com. Und ansonsten bin ich bei Instagram als flatter__satz unterwegs, also Flattersatz und berichtet da auch ein bisschen von seiner wissenschaftlichen Tätigkeit.
Helen
Ach, das ist ja auch cool. Ich glaube, wir sind bisher nur bei LinkedIn connected. Das wusste ich alles gar nicht. Oh mein Gott, Anschauen.
Anke
Wie konnte das.
Helen
Was ich da noch finde? Also ja, ich. Ich liebe irgendwie diese. Diese Einblicke. Einfach. Ich liebe das selber immer noch so viel über die Buchbranche herauszufinden. Es ist immer noch manchmal. Fühlt sich an wie ein Fass ohne Boden, weil ich so denke. Ich weiß so vieles nicht, aber es ist halt auch das macht ja auch Spaß, das dann zu entdecken. Deswegen danke, dass du uns den Einblick gegeben hast. Ich bin total gespannt, auch zu sehen, was ihr da noch so erforscht. Ja, ich würde wahrscheinlich sagen, dass wir unseren Kaffee zu Ende trinken und uns an der Stelle verabschieden. Außer du hättest noch irgendwas, was du loswerden möchtest.
Anke
Was ich loswerden möchte. Die Buchbranche ist die tollste und schönste Branche, die ich mir so vorstellen kann. Man trifft ganz viele liebe Leute, mit denen es einfach wahnsinnig Spaß macht zu arbeiten. Dass wir das tollste Produkt auf der Erde erforschen, ist sowieso völlig klar. Insofern kann man eigentlich nur dazu raten, sich näher mit dem Buch und mit der Buchwissenschaft zu beschäftigen.
Helen
Das klingt doch nach einem richtig guten Schlusswort. Wer jetzt nicht überzeugt ist, ich weiß auch nicht. Dann ja. Danke dir dafür. Und ich sag einfach mal Bis bald.
Anke
Bis ganz bald. Danke schön.




