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Warum der Podcast pausiert

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Podcast · Folge 154

Warum der Podcast pausiert

Nach über 150 Folgen in fünf Jahren macht der Podcast eine Pause. Helen erzählt offen, warum die Entscheidung so lange gedauert hat – und lässt bewusst offen, ob und wann er zurückkommt

23. April 2026 · 13 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Es ist keine Folge, in der etwas Dramatisches passiert ist. Eher das Gegenteil: Fünf Jahre lang lief der Podcast, das Feedback war gut, die Gespräche liebte Helen – und trotzdem gab es seit mindestens einem Jahr das Gefühl, dass etwas nicht passt. Diese Folge ist der Versuch, das ehrlich zu benennen, statt den Podcast einfach auslaufen zu lassen.

Was nicht der Grund ist

Nicht die Hörer*innen: Die Rückmeldungen waren über die Jahre so gut, dass Helen sich in der Folge ausdrücklich bedankt. In fünf Jahren gab es eine einzige negative Bewertung mit Text – die Frage, ob hier eigentlich noch über Bücher geredet werde.

Nicht die Gespräche: Was der Podcast ihr ermöglicht hat – mit welchen Menschen sie sprechen konnte – nennt sie unglaublich.

Und nicht die Menge: Über 150 Folgen sind zusammengekommen, meist länger als 45 Minuten, obwohl sie sich einmal das Gegenteil vorgenommen hatten. Die meisten Podcasts, sagt Helen, kommen nicht über die zehnte Folge hinaus.

Was der Grund ist

Der Podcast passt nicht in den Gesamtkosmos von »Mädels, die lesen.« – und niemand im Team konnte je den Finger darauf legen, was sich ändern müsste, damit es sich richtig anfühlt. Ausprobiert wurde vieles; zusammengesessen wurde oft, im ganzen Team und zu zweit. Zu einer Entscheidung, die sich wie eine Lösung anfühlt, kamen sie nie.

Zuletzt hatte sich der Podcast in eine Richtung entwickelt, die Helen selbst spannend fand, weil sie nicht aus der Buchbranche kommt: gemeinsam die Buchbranche kennenlernen. Interessant, findet sie – aber eben auch nicht so richtig das, wofür »Mädels, die lesen.« steht.

Dahinter steckt eine Haltung, die sie schon lange hat: Reine Buchanalysen wollte sie nie machen. Davon gebe es genug, andere könnten das besser, und ihr selbst mache es keinen Spaß. Was ein Podcast von »Mädels, die lesen.« stattdessen erfüllen müsste, weiß sie nach fünf Jahren immer noch nicht genau.

Ich sage das extra pausieren, weil ich glaube, ich immer noch nicht richtig loslassen kann.Helen

Pause, nicht Ende

Dass sie von Pause spricht und nicht vom Aufhören, ist Absicht – und Helen sagt gleichzeitig ehrlich dazu, dass sie nicht sicher ist, ob der Podcast zurückkommt. Sie will keine Panik schüren und keine falschen Versprechungen machen. Ihr Weg damit ist, es offen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass sich irgendwann zeigt, wie es weitergeht.

Fünf Jahre, in denen Helen gesprochen und Jenny im Hintergrund geschnitten hat – erst beim Abschiedsgespräch ist den beiden aufgefallen, wie lange das eigentlich schon läuft.

Wo man sich weiterhin trifft

Der Podcast pausiert, alles andere läuft weiter: Instagram, die Sonntagszeitung, die Leserunden, das Retreat. Und die über 150 Folgen bleiben da, wo es Podcasts gibt – im Archiv lässt sich stöbern.

Was Helen sich wünscht, ist Rückmeldung: ob der Schritt nachvollziehbar ist oder ob der Podcast für andere sehr wohl gepasst hat. Genau dieses Auseinandergehen der Empfindungen findet sie interessant. Erreichbar ist das Team über Instagram, über die Bewertungen bei den Podcast-Anbietern – und per Mail an podcast@maedelsdielesen.de.

Die ganze Folge hören

Häufige Fragen

Ist der Podcast beendet?

Er pausiert. Helen benutzt das Wort bewusst – sagt aber offen dazu, dass sie nicht sicher ist, ob er zurückkommt. Ein Datum gibt es nicht.

Warum hört er auf, obwohl das Feedback gut war?

Weil der Podcast aus Sicht des Teams nicht in den Gesamtkosmos von »Mädels, die lesen.« passte – und nie klar wurde, was sich ändern müsste, damit er es tut. Am Zuspruch der Hörer*innen lag es nicht.

Kann ich die alten Folgen noch hören?

Ja, alle bleiben verfügbar – überall dort, wo es Podcasts gibt, und im Archiv auf dieser Website.

Wo findet man Mädels, die lesen. jetzt?

Bei Instagram, in der wöchentlichen Sonntagszeitung, in den Leserunden und bei den Retreats.

Die ganze Folge zum Nachlesen

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, maßgeblich ist die Aufnahme. Intro und Abspann sind herausgenommen; es spricht durchgehend Helen.

Hallo, Mädels. Ich denke gerade wahrscheinlich sollte ich zumindest einen kurzen Soundcheck machen, um das für Jenny nicht unnötig schwer zu machen. Aber gerade merke ich auch, ich brauche einfach diesen Anstoß, das jetzt anzugehen, sonst schiebe ich das wieder ewig vor mir her und ich habe jetzt entschieden, ich bin jemand, der die Dinge angeht. Weil ich weiß auch nicht warum, aber ich kann richtig gut prokrastinieren. Keine Ahnung, mich überfordern manchmal die kleinsten Kleinigkeiten und dann türmt sich alles auf und dann wird alles schwieriger. Aber gut, das ist überhaupt nicht das Thema der Folge. Ich vielleicht hast du es schon an dem Titel erkannt. Ich vermute, dass der schon einiges preisgibt.

Aber ich wollte zumindest das nicht einfach so auslaufen lassen. Das hier wird die zumindest vorerst letzte Folge sein. Das ist etwas, was mir ultra schwer gefallen ist, was ich letztlich recht kurzfristig entschieden habe. Was ich aber eigentlich seit zwei Jahren mit mir rum trage. Also ein Jahr auf jeden Fall, ich habe irgendwie die ganze Zeit das Gefühl, es sind schon zwei Jahre, aber ich habe ja auch immer so gar kein Zeitgefühl. Wir sind jetzt einfach schon sehr, sehr lange, mindestens ein Jahr, vielleicht zwei Jahre, nicht mehr so richtig, richtig happy mit dem Podcast. Haben aber immer weitergemacht, weil ich die Gespräche halt voll liebe und weil wir auch immer tolles Feedback bekommen.

Also euch gefällt es auch. Das einzige, was uns so im Team dabei im Weg steht, ist, dass es irgendwie nicht zu 100 Prozent in den Mädels, die lesen. Gesamtkosmos zu passen scheint. Also irgendwie konnten wir aber auch nie so richtig den Finger drauflegen. Was müsste es sein, damit es sich richtig anfühlt? Wie müsste das Ganze aussehen? Was müsste man anders machen? Wir haben alles Mögliche auch ausprobiert. Haben uns wirklich oft zusammengesetzt. Teilweise auch mit dem gesamten Team, sehr oft aber auch einfach Jenny und ich und haben gebrainstormt, wie könnte das aussehen? Und irgendwie sind wir einfach nie so richtig zu einer Entscheidung gekommen, die so zu einer richtigen Lösung. Und jetzt haben wir entschieden, wir werden vorerst pausieren.

Ich sage das extra pausieren, weil ich glaube ich immer noch nicht richtig loslassen kann. Und weil ich irgendwie denke, wer weiß, vielleicht komme ich ja zu einer Lösung. Aber ich bin ganz ehrlich, ich bin nicht so sicher, ob wir zurückkommen. Und das fällt mir ultra schwer, weil ich das wirklich liebe. Und weil ich auch denke, Boah, krass, was ich auch für Möglichkeiten durch den Podcast hatte, also was ich für Menschen hier sprechen konnte, ist unglaublich. Und wie viel diese Gespräche mir auch immer wieder gegeben haben. Deswegen, ja, also ich glaube, ich kann noch nicht richtig loslassen und sagen, wir beenden den Podcast, weil in mir noch so ein bisschen die Hoffnung schimmert, dass wir, ja, dass wir irgendwie rausfinden, wie das richtig passen könnte.

Ich meine, die, die hier regelmäßig zuhören, also erst mal, tausend Dank an euch, voll schön irgendwie, dass ihr jede Woche einschaltet. Vielleicht denkt ihr euch, dass ihr das nicht nachvollziehen könnt. Kann ich gar nicht so einschätzen, fände ich auch mal total spannend als Rückmeldung. Bei uns im Team ist es wirklich schon eine ganze Weile, so dass wir irgendwie denken, das ist nicht zu 100 Prozent Mädels, die lesen.. Ich finde vor allem in letzter Zeit hat es sich auch viel in die Richtung entwickelt, was ich halt auch voll spannend fand, weil ich ja nicht aus der Buchbranche komme. Und an den Rückmeldungen merke ich auch, ihr findet es auch spannend. Es hat sich irgendwie ein bisschen zu, wir lernen gemeinsam die Buchbranche kennen entwickelt, was ich, wie gesagt, auch interessant finde, wo ich aber jetzt irgendwie immer mehr dachte.

Ja, aber eigentlich ist es jetzt auch nicht so, nicht so richtig Mädels, die lesen., keine Ahnung. Und ja, ich glaube, es ist lohnt sich, auf jeden Fall nochmal in uns zu gehen und zu überlegen, was müsste ein Mädels, die lesen. Podcast wirklich erfüllen. Wir hatten mal irgendwann, ich glaube, es ist die einzige negative Bewertung in all den Jahren. Und Jenny und ich haben jetzt in unserem quasi Abschiedsgespräch festgestellt, dass das fünf Jahre sind, die wir hier in dem Podcast machen. Also ich als die, die hier spricht und Jenny als die, die im Hintergrund das alles schneidet und sich irgendwie darum kümmert, dass der Podcast rund wird. Fünf Jahre einfach Mädels, die lesen.

Podcast. Und ich glaube, wir haben sogar schon vor sechs Jahren überlegt, dass wir das machen wollen. Damals hatte ich aber irgendwie tausend, ja, wie immer, Ängste, Einwände. Es gab schon einen Podcast, der wohl zu zweit über Bücher gesprochen wurde. Ähm, ich glaube deswegen, weil keine, eigentlich gibt es ja immer alles in ganz vielerlei Ausführungen. Aber ja, damals hat mich das irgendwie abgehalten. Also ich glaube, es ist in all den Jahren, die wir das hier machen, die einzige negative Bewertung gewesen. Zumindest auch, wo jemand was dazu geschrieben hat, weil bei Spotify kann man hier nur Sterne vergeben, aber das war bei Apple Podcast. Hatte jemand irgendwie gesagt, redet ihr überhaupt noch über Bücher?

Weil wir irgendwie abgeschweift waren. Falls ich ein bisschen finde, es müsste mein Markenzeichen sein, weil jetzt habe ich es gerade schon wieder gemacht. Auf jeden Fall habe ich damals so instinktiv gemerkt. Ich habe aber halt auch gar keine Lust, nur über Bücher zu reden. Also zumindest keine so Buchanalyse zu machen, was ich denke, was die meisten Buch-Podcasts erfüllen. Und da habe ich einfach das Gefühl, davon gibt es genug. Das können andere viel besser und mir macht das auch nicht so viel Spaß. Ja, und ich glaube, ich habe einfach nicht so richtig. Noch nicht so ein richtiges Gefühl. Auch nicht jetzt nach sechs Jahren, fünf Jahren, wie auch immer, was ein Mädels, die lesen. Podcast für mich, fürs Team, für uns alle irgendwie erfüllen müsste, damit das richtig Sinn macht.

Ja, vielleicht komme ich da zu einer Lösung, vielleicht auch nicht. Also, ich will nicht unnötig irgendwie Panik schüren, weil ich weiß, dass sich ganz viele jede Woche auf diese Folgen freuen. Aber ich will auch keine falschen Versprechungen machen. Ich gehe da jetzt ganz offen rein, und lasse es offen, zu überlegen, ob wir weitermachen oder nicht. Und vor allem, wann wir weitermachen, wie wir weitermachen. Ich vertraue einfach darauf, dass sich das irgendwie ergeben wird und ich da irgendwie irgendwann spüren werde, wie ich dazustehe. Ich könnte mir vorstellen, dass ich es ziemlich schnell vermisse. Genau, was ich so denke, was vielleicht ja eine kleine Entscheidung sein könnte. Es gibt echt viele Folgen bisher.

Ich glaube, wir haben über 150 Folgen veröffentlicht. Wenn man bedenkt, ich glaube, es gibt irgendwie so Ich werde hier gleich klingen, als würde ich Studien zitieren, ein bisschen hochgestochen, aber es gibt irgendwelche Auswertungen oder so, dass die meisten Podcasts nicht mal zehn Folgen oder sowas schaffen. Also super viele Podcasts werden gestartet und nicht zu Ende geführt werden – wann ist so etwas eigentlich zu Ende? Aber also irgendwann halt aufgehört und meistens noch bevor die zehnte Folge irgendwie veröffentlicht wurde. Deswegen 150 Folgen, die auch, obwohl wir uns das mal vorgenommen hatten, meistens länger als 45 Minuten sind. Ja, schon auch ganz cool. Und da glaube ich, kann man einfach auch noch mal vielleicht die Zeit überbrücken, wer weiß, bis wir wiederkommen und einfach mal in die vergangenen Folgen rein hören.

Lass mich auch super gerne wissen, ob ihr den Schritt nachvollziehbar findet oder ob ihr denkt, das hat doch total gut wie die Faust aufs Auge gepasst, finde ich irgendwie auch witzig, wenn da unsere Empfindungen so ganz auseinandergehen. Ja, lasst gerne einfach eure Gedanken da. Also ich glaube, also bei Spotify kann man auf jeden Fall Kommentare hinterlassen. Ihr könnt natürlich euch immer einfach bei Instagram, bei Mädels, die lesen. melden. Ihr könnt auch super gerne in die E-Mail schreiben. Es gibt sogar die E-Mail-Adresse podcast at maedelsdielesen.de. Ich glaube, die haben wir nie irgendwo kommuniziert, aber die gibt’s. Und sonst natürlich auch super gerne über eine Bewertung. Auch da kann man Text hinterlassen, zumindest bei Apple Podcast.

Ja, ich hoffe, dass wir uns auf einem anderen Kommunikationsweg wieder treffen. Bei Instagram sind wir auf jeden Fall. Der Newsletter gibt’s weiterhin in unserer Sonntagszeitung. Und genau, wer weiß, wo noch? Wir haben auf jeden Fall noch das Retreat jetzt im Juni. Da sehe ich einige von euch. Wir sind auch gerade so ein bisschen am überlegen, ob wir bei der Frankfurter Buchmesse wieder ein Event machen. Also wer weiß, was dieses Jahr noch so alles bringt? Ich drücke euch auf jeden Fall und danke euch sehr fürs zuhören für all die lieben Worte zum Podcast. Und wer weiß, was so kommt? Ich habe wirklich keine Ahnung. Es klingt jetzt so, als hätte ich irgendwie was so an teasern wollen. Ich habe gar keine Ahnung.

Bin selber ganz gespannt, was die Zukunft bringt, wie so oft. Bis dahin.

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