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Ein Buchfestival im Wald: Wie das Book Bash entstanden ist

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Podcast · Folge 144

Ein Buchfestival im Wald: Wie das Book Bash entstanden ist

Melissa van der Kuip kommt aus der Eventbranche, nicht aus der Buchbranche. Sie hat trotzdem das erste Open-Air-Festival für die deutsche Buch-Community aufgebaut – mit vierzehn Themenwelten, Bühnenprogramm und Campingplatz

4. Februar 2026 · 37 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Ein Waldgelände in Brandenburg, auf dem sonst ein Technofestival stattfindet. Hexenhäuschen, ein Marktplatz, Bühnen zwischen den Bäumen – und ein Wochenende lang nichts als Bücher. So sah der Plan aus, den Melissa van der Kuip im Winter 2025/26 in der Hand hatte. Sie hatte vorher nie etwas mit Verlagen zu tun, war aber ihr Leben lang Leserin. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, wie aus dieser Idee ein Festival wird.

Melissa van der Kuip

Melissa van der Kuip

Veranstalterin des Book Bash Festivals

Sie ist gelernte Eventmanagerin, hat jahrelang in Agenturen gearbeitet und ist seit 2021 selbstständig. Aus der Verlagsbranche kommt sie nicht – gelesen hat sie aber schon immer, nach eigener Aussage »Generation Twilight«. Die Idee zum Festival entstand aus Eigenbedarf. Sie lebt in Berlin, wo auch die Book Bash UG sitzt. Bei Instagram findet man sie als meli_vanderk, das Festival als bookbash.festival.

Foto: privat

Aus Eigenbedarf entstanden

Melissa van der Kuip war nach der Pandemie unterwegs auf Messen und Lesungen – wie viele, die in den Lockdownjahren tiefer ins Lesen gefunden hatten und danach das Bedürfnis hatten, sich auszutauschen. Dabei hatte sie ein Gefühl, das sie nicht mehr losgelassen hat: Da fehlt noch was, da geht doch mehr.

Ihre Diagnose ist nüchtern und kommt von außen: In der Buchbranche tue sich zwar viel – es gebe immer mehr Imprints, die die Community und ihre Genres aufgreifen – aber die Verlagswelt sei nach wie vor eine sehr konservative, und an Innovation fehle es. Vor allem an Erlebnissen.

Dazu kommt ein struktureller Punkt, den sie klar benennt: Das Geschäft der Verlage sind Bücher, nicht Veranstaltungen. Wenn sie Events machen, sind es Marketingveranstaltungen – meist für wenige Leute, meist für Blogger*innen. Ein Festival ist nicht ihr Geschäftsmodell und wird es auch nicht werden.

Nicht darauf zu warten, dass es irgendein Big Player aus der Branche halt macht, sondern sich dann einfach die Ownership zurückzuholen in die Community.Melissa van der Kuip

Ihr war wichtig, dass auf diesem Festival jede*r teilnehmen kann – egal, wie viele Follower jemand hat.

Vierzehn Themenwelten auf einem gepachteten Festivalgelände

Am Anfang stand die Location, und die war für sie der eigentliche Rahmen: Erst als der stand, ließ sich überlegen, wie man ihn füllt. Gefunden hat sie ein Gelände in Brandenburg, auf dem seit Jahren ein Technofestival stattfindet und das dessen Veranstalter fest gepachtet haben. Der Vorteil: Es gibt bereits Infrastruktur und feste Bauten – unter anderem Hexenhäuschen, in die sie sich beim ersten Besuch verliebt hat. Das Gelände heißt Secret Forest, was aus ihrer Sicht ziemlich gut passt.

Auf dem Gelände: ein großer Marktplatz und drumherum vierzehn Areas, viele davon im Wald. Der Schwerpunkt liegt auf Fantasy, Romance und Dark Romance; zu jedem Genre gehören eine eigene Bühne und die passend gestalteten Themenwelten. Auf den Bühnen: Autor*innen-Talks und Lesungen, dazu Musik, Poetry Slam und Stand-up-Comedy. Daneben ein Signierbereich und ein Book Basar, auf dem die Verlage ihre Stände haben – der Buchmessen-Anteil des Ganzen.

Wie sie eine Area füllt, beschreibt sie als Legohaus, das man Stein für Stein zusammensetzt: vom Großen ins Kleine. Bei der Fantasy-Area steht zuerst die Bühne, dann kommt die Frage, was man dort noch entdecken wollen würde. Ihre eigenen Antworten: Airbrush-Tattoos, Schwertkampftraining, Zaubertränke basteln, sich die Zukunft vorhersagen lassen.

Die Verlage und Autor*innen ermutigt sie, sich selbst etwas zu überlegen, das über das Buch hinausgeht. Ein Beispiel, das sie erzählt: Eine Autorin, deren Roman von einer Hochzeit auf einem Spukschloss handelt, plante auf dem Festival eine Hochzeitsfeier.

Erst das Konzept, dann die Verlage

Bevor irgendetwas öffentlich wurde, ist die Idee ein paar Monate in ihrem Kopf gereift. Dann kamen Recherche, Locationsuche, Konzept und Finanzplan: Macht das überhaupt Sinn, wie teuer müssen die Tickets sein, ist das realistisch?

Der eigentliche Test kam auf der Leipziger Buchmesse. Sie hatte vorher viele Verlage angeschrieben, hatte dort Termine und ging mit dem Konzept hinein – ohne in der Branche irgendjemanden zu kennen. Ihre Frage war einfach: Ist das etwas, wo Verlage mitmachen würden? Die Resonanz war so positiv, dass sie es als Rückversicherung genommen hat. Im September folgten der Start des Ticketverkaufs und ein eigener Stand auf der Frankfurter Buchmesse.

Gerechnet hatte sie für das erste Jahr mit drei bis fünf Verlagen. Zum Zeitpunkt des Gesprächs hatten über zehn zugesagt. Ende Dezember erschien das erste Line-up mit neunzehn Autor*innen, ein zweites war für Ende Februar geplant.

Worauf sie am stolzesten ist, ist nicht die Größe, sondern das Vertrauen: Als absolute Newcomerin in einer fremden Branche anzuklopfen, hätte auch nach hinten losgehen können.

Fünftausend im ersten Jahr – und die Frage nach dem Sprung

Ihr Wunsch für das erste Jahr: fünftausend Menschen. Ausverkauft wäre das Gelände bei zehntausend. Ob das gleich im ersten Jahr gelingt, lässt sie offen – die Vision ist größer, inklusive weiterer Genrewelten, etwa für Thriller und Krimi.

Klein anfangen und wachsen war eine Option, die sie durchgerechnet und verworfen hat: Die Energie, die es braucht, ein Format aufzuziehen, ist bei tausend Besucher*innen dieselbe – nur trägt es sich dann finanziell nicht.

Es gibt einfach nur dann die Entscheidung: all in oder nicht.Melissa van der Kuip

Dass sie das als Risiko sieht, sagt sie offen. Ihre Methode dagegen ist unspektakulär: sich überlegen, was das Schlimmste ist, das passieren kann – und dafür planen. Beim Thema Wetter hat sie genau das getan und die Augustdaten der vergangenen Jahre nachgesehen; dazu kommen Flexzelte, unter die sich kurzfristig größere Flächen überdachen lassen. Und weil Bücher und Outdoor eine besondere Kombination sind, war auch das mitgedacht: Schließfächer für die Einkäufe, im Idealfall eine Möglichkeit, sich die Bücher direkt vom Gelände nach Hause schicken zu lassen.

Zelten muss man nicht

Wer möchte, campt mit eigenem Zelt auf der Wiese vor dem Gelände; alternativ gibt es Glamping-Zelte und kleine Hütten. Man muss aber nicht übernachten: Das Gelände ist mit dem Regionalzug aus Berlin in gut einer Dreiviertelstunde zu erreichen, vom Bahnhof aus fährt ein Shuttle. Wer mit einer Gruppe anreist, kann sich auch etwas in der Umgebung mieten und jeden Morgen hinfahren.

Ich kann aber auch alle beruhigen: Es wird auf jeden Fall ein gemütliches Festival. Es gibt richtige Toiletten.Melissa van der Kuip

Warum ausgerechnet jemand von außen

Im Gespräch wird deutlich, dass gerade die Branchenferne ein Vorteil war. Wer nie gehört hat, dass etwas «schon mal versucht wurde und nicht funktioniert hat», denkt anders über Formate nach. Und wer aus dem Eventmanagement kommt, hat für ein Festival das Handwerk parat, das der Buchbranche fehlt.

Der Sommer ist dabei kein Zufall: Lesungen häufen sich eher im Winter, die Buchmessen liegen im Frühjahr und Herbst. Der Festivalsommer ist in der Buchwelt eine Leerstelle – auch wenn Melissa van der Kuip selbst einräumt, dass der Teil der Lesecommunity, der sonst auf Festivals geht, wahrscheinlich klein ist. Genau deshalb war ihre größte Aufgabe in dieser Phase nicht die Planung, sondern die Kommunikation: das Format überhaupt bekannt zu machen.

Das erste Book Bash war für den 28. bis 30. August 2026 im Secret Forest bei Jüterbog angekündigt – gut ein halbes Jahr nach dieser Folge.

Die ganze Folge hören

Bücher aus dem Line-up

In der Folge selbst kamen keine Buchtitel vor. Hier drei Autorinnen, die im Programm des Book Bash standen – und je ein Titel von ihnen.

Buchcover »IZARA – Das ewige Feuer« von Julia Dippel

IZARA – Das ewige Feuer

Julia Dippel

Auftakt der IZARA-Reihe. Julia Dippel stand im Programm des Festivals.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »To Love a God« von Anna Benning

To Love a God

Anna Benning

Romantasy – eines der Genres, um die es auf dem Gelände ging.

Bei Thalia ansehen *

Buchcover »Copenhagen Cinnamon 1. Delicate« von Stefanie Neeb

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate

Stefanie Neeb

Romance. Auch Stefanie Neeb war im Line-up angekündigt.

Bei Thalia ansehen *

*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Häufige Fragen

Was ist das Book Bash Festival?

Ein Open-Air-Festival für die Buch-Community: eine Mischung aus Musikfestival und Buchmesse. Der Schwerpunkt liegt auf Fantasy, Romance und Dark Romance. Zu jedem Genre gehören eine Bühne mit Lesungen und Talks sowie gestaltete Themenwelten mit Mitmachaktionen; dazu kommen Musik, Poetry Slam, Stand-up-Comedy, ein Signierbereich und ein Book Basar mit Verlagsständen.

Wann und wo sollte das erste Book Bash stattfinden?

Angekündigt war es für den 28. bis 30. August 2026 auf dem Gelände Secret Forest bei Jüterbog in Brandenburg – mit dem Regionalzug rund eine Dreiviertelstunde von Berlin entfernt, dazu ein Shuttle vom Bahnhof.

Muss man auf dem Festival zelten?

Nein. Camping mit eigenem Zelt ist möglich, ebenso Glamping-Zelte und kleine Hütten. Man kann aber auch täglich anreisen oder sich in der Umgebung einquartieren.

Wer steckt hinter dem Festival?

Melissa van der Kuip, gelernte Eventmanagerin aus Berlin. Sie ist seit 2021 selbstständig, kommt nicht aus der Verlagsbranche und hat das Festival aus eigenem Bedürfnis heraus entwickelt. Veranstalterin ist die Book Bash UG mit Sitz in Berlin.

Wie ist die Idee entstanden?

Nach der Pandemie war Melissa van der Kuip selbst viel auf Messen und Lesungen unterwegs und hatte das Gefühl, dass ein Format fehlt: Verlagsveranstaltungen sind Marketingveranstaltungen für wenige Leute, ein großes Erlebnisformat für alle gab es nicht. Statt darauf zu warten, dass ein großer Player der Branche eines schafft, hat sie es selbst geplant.

Das ganze Gespräch zum Nachlesen

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, maßgeblich ist die Aufnahme. Intro und Abspann sind herausgenommen.

Helen
Herzlich willkommen Melissa. Ich freue mich sehr, heute mit Dir über das Book Bash Festival zu sprechen. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?

Melissa van der Kuip
Ich sitze gerade bei mir zu Hause in Berlin, auf dem Sofa vor meinem Bücherregal. Bei mir im Wohnzimmer tapsen ab und zu meine zwei Katzen ein bisschen durch die Gegend. Also nicht wundern. Und genau, ich habe eine Wasserflasche neben mir stehen, weil ich immer zu wenig trinke und ein Eistee als Spaßgetränk für unser Interview.

Helen
Sehr gut. Das klingt richtig gut. Bin ich von beidem Fan? Ich glaube tendenziell. Obwohl, mir kommt das so vor, weil es so früh dunkel wird. Aber ich hätte jetzt fast gesagt, ich weiß gar nicht, ob ich jetzt noch einen Eistee trinken würde mit dem Koffein. Aber doch, da bin ich dabei. Stoßen wir einmal damit an? Ich habe es dir gerade schon im Vorgespräch gesagt, dass ich vor Weihnachten ein Gespräch mit Sarah und Caro hatte, die auch gerade erst im Podcast waren und die beiden meinten Du musst dir unbedingt das Buch angucken, muss unbedingt mit Melissa sprechen, Das ist super cool, was sie da macht und ich hatte davon noch gar nicht gehört. Dachte das könnte hier für uns total super sein. Das könnte bestimmt viele interessieren. Habe mich so ein bisschen umgeschaut bei dir und dachte so, es klingt wirklich ziemlich cool Und warum habe ich davon noch nichts mitbekommen? Aber ja, vielleicht magst du mal erzählen was ist das genau, was du da gerade auf die Beine stellst?

Melissa van der Kuip
Genau. Sehr gerne. Ja, ich plane. Nächstes oder jetzt. Dieses Jahr. Es ist immer noch der Jahrestag. Ja, es hängt einem noch so nach. Also, dieses Jahr im August plane ich das erste Open Air Festival. Also quasi eine Mischung aus Musikfestival und Buchmesse. Und da. Also der Fokus soll einfach auf. Auf auf dem Erlebnis oder auf der Erlebniserfahrung liegen. Und ja, wir haben letztes Jahr im September gestartet, sozusagen mit der Kommunikation, waren dann auch mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse. Aber klar, es ist ein neues Format und deshalb ist es wichtig, dass so viele Menschen aus der Community wie möglich davon erfahren, dass es das jetzt geben wird im August. Ja.

Helen
Voll cool also, und das kommt mir jetzt auch nicht unbedingt wie ein kleines Unterfangen vor, was du dir überlegt hast. Ähm, also ich glaube, die beiden hatten gesagt, dass du aus der Eventbranche kommst, also deswegen. Wahrscheinlich ist es für dich nichts neues, aber ist wahrscheinlich trotzdem nicht ganz ohne oder so was so aufzuziehen.

Melissa van der Kuip
Ja, ja, auf jeden Fall. Also ich bin gelernte Eventmanagerin und dadurch kam auch die Idee und dadurch kam das Konzept. Und bei der Überlegung, wie ich das Ganze realisiere, war dann auch schnell klar. So was in der Art und Weise als Open Air Festival umzusetzen, macht mit wenig Leuten nicht so viel Sinn, weil dann einfach die Tickets auch am Ende viel, viel zu teuer werden. Deshalb Also wir hoffen schon. Community ist ja auf jeden Fall groß und wächst stetig. Und wie gesagt, die Art von Format gab es noch nie und das sind wirklich unglaublich viele tolle große Verlage dabei. Es wird unglaublich viel geboten werden an Programmen und deshalb hoffe ich auch, dass wir ganz viele Menschen davon begeistern können, dass wir am Ende auch wirklich eine große Gruppe sind.

Helen
Voll cool. Was erwartet einen da, wenn man jetzt im August nach Berlin dann auch kommt? Oder ist das nicht?

Melissa van der Kuip
Ja, also ein bisschen genau. Ein bisschen außerhalb natürlich in Brandenburg, aber. Also mit dem Regio von Berlin ist es irgendwie in fünf und vierzig Minuten fünfzig Minuten zu erreichen.

Helen
Also wenn man im August jetzt nach Brandenburg kommt, was erwartet einen da?

Melissa van der Kuip
Genau. Wir haben. Wir haben ein unglaublich cooles Gelände. Da findet sonst auch seit vielen Jahren ein Techno Festival statt und die haben dieses Gelände eben fest gepachtet. Dadurch gibt es da auch schon so eine gewisse Infrastruktur und feste Bauten, was wirklich cool ist. Die haben da schon so Hexenhäuschen stehen und als ich mir das angeguckt habe, habe ich mich direkt in die Location verliebt. Das ganze heißt auch Secret Forest, was das ganze auch noch cooler macht, weil der Name auch absolut passt. Und genau, wir haben einen riesengroßen Marktplatz und daneben ganz, ganz viele kleine Bereiche, so ein bisschen drumherum und im Wald. Und da werden unterschiedliche Themenwelten am Ende aufgebaut. Also der Fokus des Festivals ist auf jeden Fall Fantasy, Romance und Dark Romance. Zu den jeweiligen Genres gibt es dann auch einzelne Bühnen mit Programmen und eben drumherum dann die passenden Themenwelten, die auch dementsprechend dekoriert und gestaltet sind mit Aktivitäten. Also wir haben auf den Bühnen die Autoren für Talks und Lesungen. Es wird aber auch Musik Acts geben, es wird auch Entertainment geben, ein bisschen Poetry Slam, ein bisschen Stand up Comedy. Es wird einen Signierbereich geben, wo man sich seine Bücher signieren lassen kann. Es gibt auch einen Bereich der Bookbasar. Da werden dann eben auch die Verlage ihre Stände haben, da kann man auch ein bisschen shoppen. Also dass so ein bisschen der der Buchmessen Charakter und eben ansonsten gibt es ganz, ganz viele interaktive Sachen, die man machen kann. Erlebnisse, wo man einfach so ein bisschen in die Geschichten und die Fandoms eintauchen kann. Also das ist auf jeden Fall der Fokus, dass es eben nicht nur um die Bücher geht, sondern eben einfach darüber hinaus. Ja.

Helen
Das ist richtig cool und da habe ich wirklich das Gefühl, das passt mega zur Community, weil wir halt auch immer. Also ich sage immer, wir lesen nicht. Wir lesen natürlich auch, aber nicht nur, sondern wir erleben irgendwie die Bücher, weil wir zum Beispiel halt auch wir machen Kochabende, Filmabende, also alles eigentlich, was ich aus so einem Buch herausholen lässt, machen wir dann, weil wir passend zum Buch kochen und die Buchverfilmung zum Buch gucken. Und ich liebe das.

Melissa van der Kuip
Ich finde, man merkt ja auch in der Community oder online, dass eben der Wunsch da ist, sich mit anderen auszutauschen, sich zu sich zu connecten und das Lesen eben kein einsames Hobby ist, sondern man einfach dann doch auch die Verbindung zu anderen Lesenden sucht und voll.

Helen
Ja, und ich denke auch dieses, dass es übers Lesen so hinausgeht. Weißt du, dass du wirklich Halt da so eintaucht in eine Welt, ist halt total cool, weil das sonst ja viel im eigenen Kopf stattfindet und da weiß ich nicht. Das hört sich halt für mich wirklich so an, Du bist in so einer Buchwelt und das auch, finde ich noch mal anders als eine Buchmesse, weil es wirklich eher gerade wenn du sagst, das ist vielleicht so die Fantasyrichtung, die Fantasy Richtung und du hast Hexenhäuschen und so, also du fühlst das ja alles dann so, das ist irgendwie das finde ich richtig cool. So eine multisensorische Erfahrung.

Melissa van der Kuip
Ja, Mann, also auf jeden Fall. Und man kriegt ja das auch mit. Also Fantasy ist so das gängigste Beispiel, wo einfach ja Welten erschaffen werden und dann Fandoms daraus entstehen, weil es ja auch meistens oder oft im Fantasybereich dann Reihen sind und man den Charakteren über einen längeren Zeitraum folgt. Aber auch in den anderen Bereichen Romance oder Dark Romance ist das ja immer mehr so das Buch. Cosplay ist ein Ding und die Leute wollen sich da auch reinfallen lassen. Dann sieht man Fanart und KI, Bilder von den Charakteren und den Welten und also ja, das ist so der Wunsch ist auf jeden Fall da, dass über die Seiten so raus zu transportieren. Und ja, das ist, das wollen wir so ein bisschen zum Leben erwecken lassen und das ist auch, also da animieren wir auch die Verlage und die Autoren dazu, sich da Sachen zu überlegen, wie man eben einen Schritt weiter sozusagen aus dem Buch heraus die Geschichte erzählen kann. Wir haben zum Beispiel eine Autorin, richtig cool, die bringt eine Romans raus. Da geht es um eine Hochzeit auf einem Schloss, wo es spukt. Und die hat sich eben überlegt, auf dem Festival eine Hochzeitsfeier zu veranstalten.

Helen
Das ist ja richtig cool.

Melissa van der Kuip
Passend zu dem Buch. Und das sind einfach so Sachen, wo man, wo man dann einfach ja wirklich diese Geschichten einfach noch mal anders erleben kann.

Helen
Ja. Wie kam es dazu, dass du überhaupt auf die Idee kamst, es braucht ein Open Air Festival und vor allen Dingen auch in der Buchbranche. Also war das eher der Bereich, wo du auch schon unterwegs warst oder wie kam es überhaupt dazu?

Melissa van der Kuip
Also ich bin selber einfach. Also ich bin selber Bookie. Ich lese schon mein ganzes Leben lang. Ich bin absolut Generation Twilight sozusagen. Das ist mein meine Jugend gewesen und habe auch wie viele glaube ich während der Pandemie einfach noch noch mehr ins Lesen reingefunden und da dann auch so ein bisschen die Community BookTok Bookstagram kennengelernt. Und nachdem die Pandemie ja vorbei war, sind wir alle irgendwie auf Events und auf Messen wieder los geströmt, um uns auszutauschen und war selber auch auf Lesungen. Und wie gesagt, ich bin gelernte Eventmanagerin. Das ist so ein bisschen meine Komfortzone eigentlich. Mit der Verlagswelt an sich habe ich gar nichts vorher zu tun gehabt, außer eben sozusagen als Hobby. Und ja, dann war ich auf den ganzen Veranstaltungen und hatte einfach selber so ein bisschen das Gefühl, da fehlt noch was oder da geht doch mehr. Also es tut sich auf jeden Fall viel in den letzten Jahren. Es gibt ja immer mehr Imprints, die auch so ein bisschen die die Community einfach und das Genre auch nur aufgreifen. Aber trotzdem ist ja die Verlagswelt einfach noch eine sehr konservative und da fehlt es irgendwie ein bisschen an an Innovation einfach. Und dadurch ist so ein bisschen die Idee entstanden, dass die Erlebnisse da einfach fehlen und dass man da auf jeden Fall noch was schaffen kann, was in der Community, was die Community einfach braucht. Und ja, so ist die Idee entstanden.

Helen
Voll cool. Also ich finde das auch immer so inspirierend, wenn man einfach macht. Also ich bin selber auch nicht aus der Buchbranche und ich glaube, manchmal ermöglicht das auch dazu, dass man eben vielleicht ein bisschen so außerhalb der Box denkt irgendwie und sich vielleicht auch Sachen traut, wo andere sagen Boah! Sowas in der Art haben wir vor Jahren gemacht. Das hat gar nicht funktioniert oder so! Also ich. Mir fehlt manchmal ein bisschen der Mut, auch in der Buchbranche. Deswegen finde ich die Idee so cool.

Melissa van der Kuip
Ich darf auch nicht vergessen für die, für die Verlage, deren Geschäft sind ja die Bücher. Und wenn die Veranstaltungen machen, dann sind es Marketingveranstaltungen. Das heißt, selbst wenn da irgendwie was richtig Cooles gemacht wird, dann können da meistens nur sehr wenige Leute dran teilnehmen. Meistens sind es dann auch Blogger und es geht ja eigentlich irgendwie darum, Werbung zu machen. Das heißt, das Event ist da ja auch. Ist ja nicht deren Geschäftsmodell. Das ist nicht nicht deren Hauptfokus. Und ja, mir war es wichtig, da dann einfach was zu schaffen. Nicht darauf zu warten, dass es irgendein Big Player aus der Branche halt macht, sondern sich dann einfach die Ownership zurückzuholen in die Community und das sozusagen aus der Community für die Community zu machen und da was auf die Beine zu stellen, was auch einfach eine Plattform bietet für alle. So ein richtig cooles Event, wo aber auch einfach jeder teilnehmen kann, egal wie viele Follower er hat, oder?

Helen
Ja und das Oh ja, ich glaube, für viele, die hier zuhören, ist das vielleicht gar nicht so klar. Aber das ist auch so was, was ich oft mitbekomme und was mich ein bisschen nervt. Es gibt ja zum Beispiel auch diese Bloggerboxen und so und ich verstehe den Gedanken dahinter. Die haben eine Reichweite und dann zeigen die das und keine Ahnung. Aber ich denke manchmal so Boxen werden halt auch viel cooler eigentlich für die, die eben nicht die große Reichweite haben. So, weil das halt so cool durchdacht ist und bei Bloggern vielleicht auch ein bisschen sogar in der Ecke einfach nur verstaubt. Und auch diese ganzen Events werden immer nur für Influencer und Co gedacht. Und deswegen ich finde es. Ich finde es total klasse, dass du das machst, selbst wenn das nicht unbedingt so meine Genres sind. Aber ich finde irgendwie, dass das. Diesen Ansatz mag ich einfach total gerne. Was ich eben eben ging mir sowas durch den Kopf. Du hast bestimmt eine Zahl, wo du, wo du vielleicht auch mit an die Verlage gehst, so im Idealfall. Wie viele Leute werden da im August, wenn es jetzt nach deinen Wünschen geht, wie viele werden da zusammenkommen im August?

Melissa van der Kuip
Also mein Wunsch sind fünf tausend Leute. Das ist schon.

Helen
Krass.

Melissa van der Kuip
Ja, also, das ist schon so genau der Plan. Es wäre natürlich krass, wenn wir das tatsächlich im allerersten Jahr schon erreichen können. Ähm, ja. Maximale Auslastung, also. Wirklich absolut ausverkauft. Bis auf den letzten Platz wären wir bei zehn tausend Leuten. Das ist auf jeden Fall dann die Vision. Vielleicht irgendwann. Also wirklich ein riesengroßes. Das größte Communityevent überhaupt hinzukriegen. Und da eben auch natürlich jetzt im ersten Jahr ist natürlich auch der Fokus ganz klar in der Vision. Klar kann man vielleicht irgendwann auch eine Thriller und eine Krimiwelt noch integrieren und und und. Da sind ja, der ist ja auf jeden Fall noch Wachstumspotenzial da.

Helen
Aber das wirklich, Ich finde das so inspirierend, weil ich habe seit Jahren immer gedacht Boah, ich würde so gerne so ein Festival machen. Ich weiß gar nicht, ob ich so. Ich weiß gar nicht, ob ich an Open Air gedacht, aber irgendwie schwebte mir immer so dieses diese dieses Wort Festival im Kopf vor. Aber bei mir sind total schnell so irgendwie Ängste im Spiel. Ich habe es halt auch nicht gelernt. Es kommt natürlich auch noch dazu. Aber dass ich mir das selber nicht zutraue, dass ich dann auch überfordert bin mit allem, was man da irgendwie so machen muss. Und wir hatten letztes Jahr im Januar, also am achtzehnte, ist quasi unser Geburtstag. Da sind wir letztes Jahr fünf geworden und haben das quasi für unsere Verhältnisse groß im Thalia in Bonn gefeiert und hatten ein hundert fünfzig Leute da. Das war das Größte, was wir hier gemacht haben. Und da hatte ich auch noch einen Partner, quasi mit Thalia, die viel mit organisiert haben. Und das fand ich schon ganz schön. Also echt nicht so ohne. Und ich weiß gar nicht, ob ich in meiner Vision davon jemals von so vielen Menschen geträumt habe, obwohl die Community ja bei über elf tausend ist. Und das finde ich wirklich super inspirierend, dass du sagst ich denke das wirklich wie so ein riesen Festival einfach. Ich weiß nicht wie viel bei Festivals normalerweise sind, aber es gibt ja verschiedene Größen und also wirklich, wirklich cool. Hut ab.

Melissa van der Kuip
Danke dir. Ja, ich habe auch. Also. Natürlich ist es auf jeden Fall ein großes Risiko. Sozusagen in allen, in allen Bereichen. Und ich bin da aber auch super dankbar. Also bevor die Idee ist sozusagen ein paar Monate bei mir im Kopf gereift sozusagen. Ich habe dann auch viel Recherche betrieben, habe die Location gesucht, natürlich das ganze Konzept ausgearbeitet, den Finanzplan. So macht es überhaupt Sinn? Wie teuer müssen die Tickets sein? Ist das überhaupt alles so realistisch und umsetzbar? Und bin dann letztes Jahr zur Leipziger Buchmesse, sozusagen. Also Anfang des Jahres habe ich ganz viele Verlage angeschrieben, hatte dann ganz viele Termine auf der Leipziger Buchmesse und bin dann sozusagen los mit dem Konzept und wollte eben auch wissen, ist das denn überhaupt was, wo die Verlage sagen Cool, wir sind dabei, machen wir mit, weil ja, also wenn du überhaupt gar kein relevanter Player in dem ganzen Game bist, das alleine wäre absolut Wahnsinn. Und dann war aber auch wirklich die Resonanz so positiv. Natürlich. Es kam jetzt noch nicht ein Jahr vorher weiß noch keiner, wie sein Budget und sein Jahr aussah. Aber trotzdem so, dass der Zuspruch, dass die Idee cool ist, dass das Konzept passt, dass die da alle Lust drauf haben. Und genau das war so ein bisschen meine, meine Versicherung, sozusagen meine Rückabsicherung. Genau das, dass ich da Partner sozusagen an die Seite kriege, die da auch Bock drauf haben. Und genau dann wurde es sozusagen konkret. Und im September, im September kam dann der Ticketverkauf und der Stand auf der FBM und jetzt haben wir also wirklich mehr als ich dachte. Alleine so, wenn ich im ersten Jahr drei bis fünf Verlage kriege. Mega. Und jetzt sind es halt schon über zehn, die halt direkt gesagt haben wir machen mit. Und das ist ja dadurch glaube ich einfach, dass es wirklich einfach. Dann doch sehr schnell sehr wachsen kann. Es ist ja trotzdem auch eine sehr, sehr gut verknüpfte Connected Community in sich und hoffe, dass wir einfach dann, wenn alle Verlage da sind, alle Creator sind da alle die ganze Community Communities einfach da, um sich da zu treffen, dass das dann einfach so ein bisschen wie Jahrgangstreffen sich anfühlt.

Helen
Naja, und es ist oft ja nicht so viel im Sommer eigentlich so Lesungen und so habe ich das Gefühl, sind schon eher in den Winter rein. Die Buchmessen sind Frühling, Herbst oder vielleicht vergesse ich auch irgendwas, aber ich habe das Gefühl, so im Sommer ist halt auch viel einfach Pause. Aber es ist natürlich voll die Festivalzeit. Also richtig cool gedacht irgendwie.

Melissa van der Kuip
Ja, und es ist auch, also man, es ist halt eben der Festivalsommer. Aber man darf auch vergessen, dass glaube ich, die Lesecommunity gar nicht so sehr. Also ich glaube, der Teil, der sonst auf die typischen Festivals geht, ist sehr gering. Also ich merke ja jetzt auch in der Kommunikation, dass vielen das Format oder Festival glaube ich gar nicht so gängig ist. Ja, das ist auf jeden Fall, glaube ich, für viele eine neue, eine neue Erfahrung. So ein Open Air Festival. Und ja, ich kann aber auch alle beruhigen Es wird auf jeden Fall ein gemütliches Festival. Es gibt richtige Toiletten. Also wir werden keine, keine, keine Dixieklos hinstellen. Wir wollen ja alle irgendwie eine coole Zeit haben.

Helen
Das ist echt toll. Und wie lange geht das Festival?

Melissa van der Kuip
Von Freitag bis Sonntag.

Helen
Also man übernachtet da auch dann.

Melissa van der Kuip
Genau. Wir haben. Wir haben Campingplatz, Also eine Wiese davor. Da kann man campen mit seinem eigenen Zelt. Entweder oder. Es gibt eben auch die Möglichkeit, so Glamping Zelte oder kleine kleine Hütten Lodges zu buchen. Zusätzlich und dann da auch zu campen. Man muss aber nicht. Also es ist eben wie gesagt trotzdem auch mit dem Regio sehr gut erreichbar für alle, die vielleicht aus dem Umland kommen oder auch wenn man sagt wir sind eine Gruppe, wir mieten uns irgendwo ein Airbnb und fahren jeden Morgen dahin. Das ist auch absolut kein Problem. Und es wird dann auch vom Regiobahnhof quasi ein Shuttle zum Festivalgelände geben. Also das ist dann auch kein Problem mit den mit den Öffis einfach anzureisen.

Helen
Ich finde das so cool, weil ich also wir haben noch so ein anderes Format, eigentlich quasi nicht mehr. Das haben wir eher in den Lockdown Jahren gehabt, dass wir im Sommer ein digitales Ferienlager gemacht haben und dann die beiden Male, wo wir es gemacht haben, war das ein Klassiker, der auch dicker war und wo wir uns länger Zeit genommen haben hatten Lagerfeuer, Abende und so. Letztes Jahr haben wir tatsächlich überlegt, ob wir das Ferienlager ins Real Life holen und waren da auch schon in der Planung. Aber es ist auch. Es ist auch Dann sage ich, es ist an vielen Dingen gescheitert, aber auch, dass ich dachte Boah, ich weiß nicht, ob ich mir das zutraue. Und ich finde das so cool, weil ich so denke, da könnte man ja dann wirklich auch übernachten. Ein Faktor war für mich zum Beispiel auch, dass ich eigentlich nicht mehr so Lust habe, einfach nur irgendwo zu zelten. Und dann denke ich so wie geil, wenn es da Glamping Optionen gibt und dann hat man. Man hat so ein bisschen diese Ferienlager Festivalstimmung. Also ich finde es. Ich finde es irgendwie supercool und ich weiß, was ich auch cool finde, was du eben gesagt hast dass du so mit drei bis fünf so auf drei bis fünf Verlage gehofft hattest und das sind jetzt schon über zehn. Ich finde es so toll, wenn so dein Mut auch einfach belohnt wird. Ich weiß gar nicht, ob du das so als mutig empfindest, weil es für dich vielleicht normaler ist. Aber es ist ja schon was, gerade in der Buchbranche so was komplett neues, was du zumindest dem Anschein nach so alleine auch organisierst und so alleine irgendwie aus dem Boden stampft. Und ich finde es total toll, dass das dann belohnt wird.

Melissa van der Kuip
Danke dir auf jeden Fall. Also ich habe auch immer wieder Momente, wo ich mir denke Oh Gott. Also. Klar, wenn es schief geht, aber auf der anderen Seite, also irgendwie ist es auch. Ich glaube, man muss dann manchmal sich so überlegen, was denn das Schlimmste, was passieren kann und ja.

Helen
Und dafür dann planen?

Melissa van der Kuip
Ja, genau.

Helen
Ja, also ich will gar nicht irgendwie. Ich weiß gar nicht, ob ich es aussprechen soll. Manchmal denke ich auch, das hilft ja auch nicht. Aber so meine Vorstellung ist halt direkt bei Open Air. Was, wenn das Wetter nicht so gut ist? Und das erlebt man ja so oft bei Festivals. Aber ich glaube, August ist ein ganz guter Monat. Die Festivals sind oft im Juni und mittlerweile ist das echt ein regenreicher Monat.

Melissa van der Kuip
Hat sich echt verschoben. Wirklich? Also die Sommermonate eigentlich Juni, Juli, die sind. Meistens fallen die ins Wasser und ich glaube also jetzt, ich habe natürlich auch geguckt, so die letzten Jahre, wie war da das Wetter? Das lag immer zwischen fünfzehn und vier und dreißig Grad. Also ja, hoffen wir, dass man sich Stiefel ein. Und ein gewisses Risiko gibt es natürlich immer. Man kann aber viel mit Zelten oder auch so Flexzelte sind es. Sie sind dann wie einfach nur so spannen Dächer, die man zieht. Also ohne das das die an den Seiten zu sind, dann kann man da schon irgendwie relativ spontan große Flächen auch schon noch über ja überdachen. Und wir gucken natürlich auch. Also es geht ja um Bücher. Es ist natürlich auch Bücher und Outdoor und so ist natürlich irgendwie. Noch mal und wir gucken dann natürlich auch, dass es zum einen irgendwie Möglichkeiten gibt, mit Schließfächern und Spinden die Sachen wegzuschließen, wenn man dann auch mal shoppen war auf dem Festival, oder? Wir hoffen auch, dass es vielleicht sogar die Möglichkeit gibt, sich sozusagen vom Festivalgelände aus selber die Sachen per Post nach Hause zu schicken. Also dass man sich sozusagen in so einer Art Packstation, da muss man die Sachen auch gar nicht schleppen oder nicht mit nach Hause schleppen. Da überlegen wir uns schon, was es für Möglichkeiten gibt, das auch für alle irgendwie so praktikabel und komfortabel wie möglich zu machen.

Helen
Du brauchst dann da sonst im Zweifel so wirklich einen Gummistiefel und so Regenponcho Shop irgendwie, wo man sich im Zweifel noch eindecken kann. Ja, also. Aber ich finde, es klingt irgendwie nach einer richtig coolen Veranstaltung. Ich bin total gespannt, wie das so läuft. Also wir verlinken natürlich auch alles in den ShowNotes. Ich könnte mir vorstellen. Also wir lesen das bisher nicht so sehr. Ich glaube ehrlich gesagt von den Sachen, die du genannt hast, gar nichts. Aber, ähm, also nicht weiß, weil wir dafür nicht offen wären. Irgendwie ist das bisher nicht so ausgewählt worden. Aber ich weiß, dass super viele in der Community auch total andere Sachen noch lesen. Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass da viele jetzt Interesse dran haben und sich denken wie komme ich an Tickets, verlinken wir alles. Ähm. Aber ja, ich finde. Ich finde es einfach super inspirierend, weil ich so denke. Einfach aus so einer selbstständigen Sicht. Wie cool, dass du das so auf die Beine stellst, weil das vermutlich im Moment auch das ist, was du Vollzeit machst. Oder wie sieht das genau aus? Das wird jetzt viel Zeit in Anspruch nehmen.

Melissa van der Kuip
Auf jeden Fall. Also ich bin sowieso seit zwei tausend ein und zwanzig selbstständig. Also ich habe vorher jahrelang in Agenturen gearbeitet und bin seitdem aber selbstständig. Ich habe letztes Jahr jetzt auch noch einige Projekte und Kunden betreut. Dieses Jahr mache ich aber, wenn vielleicht noch mal irgendwie ein Kunde von sich kommt, mit einem kleinen Projekt vielleicht. Aber ich mache gerade sonst keine Akquise oder sowas, weil das wirklich ja das eigentlich mehr als ein Fulltimejob ist und mich dieses Jahr auf jeden Fall komplett einnehmen wird. Ja, ich habe auch ein paar Ideen, also ein paar Leute, die helfen in einzelnen Bereichen. Wenn ihr auch wenn wenn irgendjemand Lust hat und sagt ich habe da Bock drauf. Meldet euch gerne. Wir müssen auf jeden Fall noch paar mehr werden im Orgateam Und ja, versuchen das.

Helen
Vor allen Dingen wahrscheinlich vor Ort dann auch.

Melissa van der Kuip
Das sowieso. Genau da werden wir dann eh noch mal Helfer suchen, die Lust haben, beim Aufbau oder bei den Ständen vor Ort oder so zu helfen. Genau, aber auch vorher zum Beispiel. Also Dekoration natürlich bei so einem Open Air ist ein Riesenthema, wie du wirklich diese Welten kreieren kannst und was du dann da so aufbauen kannst. Und ja.

Helen
Und wie gehst du da vor? Also stellst du dir irgendwie ein Board auf Pinterest oder bastelt irgendwas bei Canva oder so, so wie wie wird aus einer Idee, die du im Kopf hast, irgendwie konkret? Also wie kommt das am Ende im August in die echte Welt? Das finde ich nämlich ganz oft schwer. In meinem Kopf macht alles ganz viel Sinn, aber das in die Realität dann irgendwie umzuwandeln.

Melissa van der Kuip
Ja, ja, das ist wie so ein wie so ein Haus, was ich so wie so ein Legohaus, was ich so langsam zusammensetzen. Also es fängt so ein bisschen an mit. Also ich glaube die die Location zu finden war wirklich schon schon sehr wichtig, weil es dann einfach einen Rahmen gibt und man dann überlegen kann, wie fülle ich jetzt diesen Rahmen aus? Und dann sich so Stück weit zu überlegen, Wir haben jetzt eben vierzehn Areas, was kann man da alles machen? Was, was bauen wir da auf, was packen wir da rein? Um dann zu überlegen, sozusagen, also vom Großen ins Kleine zu gehen, dann zu überlegen okay, wenn ich mir jetzt die Fantasy Area angucke, ich habe dann die Bühne, was kann man denn dann noch machen? Was würde ich denn da entdecken wollen? Ich würde mir vielleicht Airbrush Tattoos sprayen lassen. Ich möchte vielleicht Schwertkampftraining machen. Ich möchte vielleicht Zaubertränke basteln. Ich möchte mir vielleicht irgendwie die Zukunft vorhersagen lassen oder so und dann halt zu überlegen, was, wie, wie füllt man das Ganzes, das so Stück für Stück dann mit leben.

Helen
Das ist so cool einfach. Ich habe das Gefühl, dass wir da auch ähnlich ticken, weil irgendwie auch so dieses dass man also dieses Erlebnis das finde ich einfach das coole daran, dass du sagst man macht da irgendwie einen Schwertkampftraining und so, also es ist echt toll.

Melissa van der Kuip
Ja, es fängt jetzt halt bei den sozusagen also bei den klassischen, sag ich mal Unterhaltungsgenres, Fantasy, Romance, Dark Romance an, aber die meisten, auch viele auf BookTok lesen ja trotzdem auch Contemporary. Also ich lese ja auch eine Mischung, aber man hat eben bei diesen klassischen Gegenwartsliteratur Formaten eben ja noch mehr das Gefühl, wenn es da um Lesungen geht, da wird ja, also das sind dann halt sehr klassische Standardveranstaltungen, da wird ja noch viel weniger irgendwie ins Marketing gesteckt, was mal so ein bisschen out of the box ist. Und man muss halt, glaube ich, irgendwo mal anfangen und dann geht es vielleicht auch weiter. Aber ich glaube, dass man auch bei wichtigen Themen oder also bei bei so Gegenwartsliteratur zeitgenössischen Büchern, die rauskommen, glaube ich auch noch viel Potenzial hat, die ja erlebbarer zu machen oder die Geschichten noch anders emotional zu transportieren voll.

Helen
Also wir sind jetzt. Wir nehmen das hier. Mitte Februar würde ich sagen Mitte Januar. Auf was gerade so deine größte Herausforderung. Also wo? Wo steckst du gerade konkret drin?

Melissa van der Kuip
Also, wir haben jetzt Ende Dezember das erste Lineup gepostet. Also die ersten neunzehn Autoren sind sozusagen schon veröffentlicht. Jetzt bauen wir gerade das zweite Line up auf. Das wird sehr wahrscheinlich Ende Februar veröffentlicht werden. Und dann kommt natürlich die LBM für alle. Das ist ja dann sozusagen der nächste große Schritt. Und ja, jetzt, die große Herausforderung ist jetzt quasi die die Idee, das Format des Event in die Welt zu tragen. Also wenn ihr da Bock drauf habt, teilt es. Erzählt euren Freunden davon. und das einfach so viele Leute wie möglich jetzt davon erfahren und ja dann im besten Fall auch Tickets kaufen.

Helen
Ja, die Message ist klar, oder der Auftrag ist klar. Und worauf bist du am stolzesten? Bisher?

Melissa van der Kuip
Ich glaube tatsächlich, dass das Konzept so gut angenommen wird und wir so viele, so viel Zuspruch eben auch aus der Branche bekommen haben. Weil wie gesagt, ich komme nicht aus der Branche, ich kannte da niemanden. Und als absoluter Newbie da anzuklopfen und zu sagen, ich würde jetzt gerne was in eurer Branche machen, hätte ja auch nach hinten losgehen können. So, und da aber so so viel Zuspruch zu bekommen und auch das Vertrauen, also dass eben auch die Verlage sagen Hey, das hört sich gut an, so wie du das verkaufst, dass wir sehen, dass es ein gutes Konzept ist. Wir glauben, dass das funktioniert und dass es ein richtig cooles Event ist. Und wir wollen da mitmachen. Das ist eigentlich schon so das größte Kompliment für mich. Ja, was? Was mir dann auch ein bisschen natürlich den Rückenwind gibt, dass das jetzt auch. Dass es auch funktionieren wird, sozusagen. Und ja.

Helen
Also ich finde auch, dass du da mega stolz drauf sein kannst. Ich weiß nicht. Manchmal denke ich so, dass ich irgendwie schon auch vielleicht zu ängstlich manchmal bin. Also ich mache irgendwie viel, aber ich glaube es immer auch noch. Zumindest am Rande meiner Komfortzone. Und das wird ja auch am Rande deiner Komfortzone sein. Das ist einfach. Du hast was anderes gelernt und so, aber für mich wirkt es so voll krass und ich finde es super inspirierend, super cool, einfach auch. Ich finde, manchmal braucht man ja auch. Man muss das auch manchmal sehen bei anderen, dass irgendwie was Großes möglich ist, dass man sich das zutrauen kann. Und auch ich finde es halt so cool, dass du eine Idee hast und die umsetzt und so. Also ich finde, ich finde es super inspirierend und.

Melissa van der Kuip
Irgendwann kommt dann der Moment. Also ich habe ja auch überlegt, gibt es eine Möglichkeit sich da ran zu tasten, sozusagen also klein zu starten und zu wachsen und so? Und kam dann aber irgendwann an den Punkt, die Energie, die es trotzdem braucht, irgendwas aufzuziehen dafür, das halt dann vielleicht nur ein tausend Leute kommen oder so und dass sich aber dann irgendwie auch finanziell nicht trägt oder so die also das funktioniert dann einfach nicht sozusagen. Also und ja, irgendwann kam dann schon der Punkt, wo man dann überlegt okay, es ist einfach so, ja, springe ich jetzt oder nicht? Also es gibt einfach nur dann die Entscheidung allin oder nicht? Genau. Aber auf jeden Fall. Also wenn ihr, wenn ihr Bock habt auf das Event. Ich weiß gerade so Festivaltickets, ein ganzes Wochenende entscheidet man vielleicht auch irgendwie spontan. Wenn ihr aber sagt, ihr habt Bock auf das Format oder ihr habt Bock auf das Event, dann holt euch eure Tickets gerne auch früh, Also sowieso der Vorverkauf. Die erste Phase ist jetzt sowieso sozusagen am günstigsten, also. Und der Vorteil ist sowieso, dass unsere Festivaltickets Ich arbeite da mit einem echt coolen Ticketanbieter, die sind alle versichert. Also wenn ihr aus irgendeinem Grund auch nicht dann doch nicht zum Festival kommen könnt, weil die Cousine noch heiratet oder der Hund ist krank oder so, dann könnt ihr die Tickets bis acht Tage vorm Festival wieder zurückgeben und bekommt euer Geld zurück. Das heißt ihr habt auch quasi kein Risiko in dem Sinne falls falls eben doch was dazwischenkommt und könnt aber eben zeigen, dass ihr Bock auf das Event habt, dass ihr da dabei sein wollt. Ja, das.

Helen
Ist echt cool.

Melissa van der Kuip
Ein großer Support ist ja mega.

Helen
Und halt auch so, dann kann man sich erstmal Tickets besorgen und dann immer noch das Jahr planen. Also geht mal in den Link in den ShowNotes. Macht es einfach mal und dann schaut euch an, was so alles kommt. Ich finde also an sich, die Idee klingt einfach mega gut und wie etwas, was man ruhig mal im August einplanen kann.

Melissa van der Kuip
Wir haben auch. Also ich kann es noch nicht komplett verraten. Also wir haben wie gesagt ein super tolles deutsches Lineup und wir werden aber auch internationalen Besuch bekommen zum Festival. Und wir haben auf jeden Fall schon mindestens eine feste Zusage von einer ganz tollen Autorin, die auch noch nie in Deutschland war. Und ich weiß, dass ganz, ganz viele Leute unglaublich ausrasten werden. Wenn sie erfahren, wer kommen wird und. Ja, also das ist auch also da bin ich echt. Da freue ich mich schon sehr drauf.

Helen
Richtig, richtig cool. Also auch darauf kannst du mega stolz sein. Wie cool ist das denn? Also ohne zu wissen, wer es ist. Aber ich denke so, wenn du es als einzelne Person schaffst, eine Autorin nach Deutschland zu holen, die noch nie hier war. So, also voll cool. Sag doch vielleicht einfach noch mal allen wo findet man dich, wenn du mehr über dich erfahren will? Wo findet man mehr übers Festival? Wo sollte man hingehen?

Melissa van der Kuip
Also, wenn ihr euch fürs Festival interessiert, folgt uns auf jeden Fall. Also bookbash.festival heißt der Account auf Instagram oder auf Tiktok. Da posten wir regelmäßig alle Informationen, die es da eigentlich so gibt. Und ansonsten schaut bei der Webseite vorbei, da findet ihr auch das Programm bisher. Da gibt es vor allen Dingen auch die Seite mitmachen. Da können sich auch Autoren bewerben, wenn sie Teil des Line up sein möchten. Aussteller können ihre Stände buchen, Creator können sich da anmelden. Also schaut da einfach gerne mal vorbei, auch wenn ihr irgendwie Teil des Festivals sein wollt. Ja, und ansonsten auf den Social Media Kanälen.

Helen
Richtig cool. Danke auf jeden Fall, dass du uns ein bisschen in diese Welt mitgenommen hast, von deiner Idee erzählt hast. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich danach nicht alle denken. Wie geil ist das denn? Da will ich auf jeden Fall dabei sein. Ich bin total. Ich bin einfach. Ich glaube, ich bin auch so begeistert von dir. Und ich könnte mir vorstellen, das geht auch vielen anderen so! Weißt du, dass man sich denkt, das ist eine richtig tolle Idee. Das ist was Neues. Das will ich auch. Einfach deswegen schon unterstützen. Deswegen. Ja. Danke fürs Teilen. Danke, dass du dich traust und, sage ich mal vorgehst und für andere dann auch wieder den Weg ebnen. Weil ich glaube, man braucht ganz oft so jemanden. Also man muss das irgendwie sehen, dass Dinge möglich sind, um sich selber vielleicht auch was zu trauen. Ich würde sagen, wir trinken den Eistee jetzt in Ruhe zu Ende und verabschieden uns von den Mädels. Aber vielen, vielen Dank, dass du da warst und dir die Zeit genommen hast.

Melissa van der Kuip
Vielen Dank dir für die Einladung. Hat mich sehr gefreut.

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