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Lesen auf dem Handy zwischen Selbstständigkeit und Family-Time: Christin über Abendrituale, Bücherschränke und ein Buch, das um die Welt reist

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Podcast · Folge 45

Lesen auf dem Handy zwischen Selbstständigkeit und Family-Time: Christin über Abendrituale, Bücherschränke und ein Buch, das um die Welt reist

Die Fotografin hinter unseren Website-Bildern erzählt, wie sie mit einem Baby auf dem Arm zurück zum Lesen fand – und warum sie nie zählt, wie viele Bücher es sind

22. September 2023 · 55 Minuten · Ganze Folge hören ↓

Stand heute

Das Gespräch ist am 25. August 2023 aufgenommen, an einem gewittrigen Freitagvormittag, und am 22. September 2023 erschienen. Das Buchclub-Treffen mit Tara June Winch, von dem Helen erzählt, ist als Folge 42 zu hören, die erwähnte Q&A-Folge als Folge 43. Zu den drei Leserunden, über die die beiden sprechen, führen die Kacheln unten. Christins Instagram-Account ist laut ihrem Profil derzeit inaktiv. Ob die gemeinsame Holland-Reise im Dezember zustande kam, wissen wir nicht.

Der Einstieg ist bei uns immer eine gedankliche Reise: Christin setzt uns an einen Strand in Holland – Noordwijk, Bloemendaal oder Zandvoort – und stößt vormittags mit Kaffee an, abends mit einem selbst gemixten Caipi, denn ihr Mann sagt, sie mache die besten. Die beiden kennen sich seit Christins Eintritt in den Buchclub im März 2021 gut: Sie hat die Fotos von Helen gemacht, die auf unserer Website zu sehen sind, und mit Helen im Dezember 2022 einen ganzen Tag lang Vision Boards gebastelt. Nur übers Lesen selbst hatten sie bisher kaum gesprochen. Also geht es diesmal genau darum: wie eine selbstständige Fotografin und Mutter von zwei Kindern liest – auf dem Handy, abends, ein paar Seiten, ohne zu zählen –, um Bücherschränke, ein Buch mit einer Widmung aus Madagaskar und einen verlorenen »Großen Sommer«.

Christin

Fotografin, Rhein-Sieg-Kreis – im Buchclub seit März 2021

Christin lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und seit 2023 einem Hund in Hennef, ganz in Helens Nähe. Als Fotografin bietet sie unter anderem an, Familien im Urlaub oder in der Elternzeit zu begleiten – weil auf Urlaubsfotos meistens genau die Person fehlt, die fotografiert. Holland und das Meer sind ihr Sehnsuchtsort. Die Fotos von Helen, die im Feed, in den Stories und auf dieser Website zu sehen sind, hat sie im April 2022 in einem viel zu dunklen Airbnb aufgenommen, das sich vor Ort als altes Poolhaus entpuppte. Auf Instagram findet man sie als @christin.aul.

Vision Boards und ein Shooting im Poolhaus

Bevor es losgeht, erklärt Helen, woher sich die beiden kennen: Christin ist seit März 2021 im Buchclub, irgendwann fanden sie zusammen und machten das Shooting, dessen Bilder seit dem Website-Relaunch überall zu sehen sind – am 4. April 2022, wie sie gemeinsam rekonstruieren, in einem Airbnb, das fancy aussah und sich als zu dunkles altes Poolhaus erwies, sodass nur an der Tür und auf der Treppe fotografiert werden konnte. Christin ist jedes Mal stolz, wenn sie die Bilder sieht. Im Dezember 2022, an einem schweinekalten Tag mit Schnee in der Straße, haben die beiden außerdem stundenlang Vision Boards gebastelt – Helen hat davon so oft geschwärmt, dass sie es am Jahresende wiederholen und vielleicht andere mitnehmen will, am liebsten in einem gemieteten Haus in Holland. Der Hund, der dieses Jahr bei Christin eingezogen ist, klebte übrigens auf ihrem Board; sie hat, sagt sie, gefühlt nur eine Woche gewartet, um es umzusetzen.

Ihre beiden Lieblingsbücher aus dem Buchclub nennt Christin gleich zu Anfang: »So wie du mich kennst« von Anika Landsteiner, das sie verzaubert hat, obwohl sie die Autorin vorher nicht kannte – im Buchclub stößt man auf Bücher, die man auf keinem Büchertisch sehen würde. Bei der Abstimmung macht sie sich einen Screenshot der vier Favoriten und liest die Leseproben quer. Weil in dem Roman eine Fotografin vorkommt, hat sie sich darin wiedergefunden und danach vergeblich nach weiteren Büchern mit Fotograf*innen in der Hauptrolle gesucht – Tipps bitte an ihren Instagram-Account. Das zweite ist »Die Kunst des Verschwindens« von Melanie Raabe, auch wegen der Gespräche mit der Autorin und ihres Newsletters, den Christin, Fangirl wie Helen, sofort abonniert hat. Sie mag es, wenn Autorinnen ihre Sprache sprechen, als würde sie die Geschichte selbst erzählen.

Mit einer Hand am Handy

Wie viel Christin liest, wusste Helen bis dahin nicht. Die Antwort: fast nur digital, obwohl sie Bücher, Buchhandlungen und Bibliotheken liebt und sich dort stundenlang aufhalten könnte. Es ist praktischer, das Handy in die Hand zu nehmen und zwei, drei Seiten zu lesen. Zurück zum Lesen kam sie, als ihr Sohn auf die Welt kam: Beim Stillen ging Lesen nur mit einer Hand, und es fuhr sie so herunter, dass es das Baby gleich mit beruhigte. Dabei ist es geblieben. Ein gedrucktes Buch dauert bei ihr Monate, weil sie sich dafür aktiv hinsetzen muss und Licht braucht; das Handy ist das Abendritual, um herunterzukommen – fünf bis zehn Minuten, dann schläft sie. Es sei denn, ein Buch ist so spannend, dass sie es zu Ende lesen muss, wie »Am Ende bleiben die Zedern«: drei Uhr nachts, „oh Gott, was hast du getan?“. Sie hat mehrere Bücher parallel offen und entscheidet intuitiv; Thriller und Dramen gehen seit den Kindern nicht mehr so gut, Sebastian Fitzeks »Elternabend« musste nach dem eigenen Elternabend am Vortag natürlich trotzdem sein. Einen E-Reader hat sie nicht und versteht auch nicht recht, wozu – wer es ihr erklären kann, darf sich melden.

Tracken könnte man das alles gut, sagt sie, tut es aber nicht:

Deshalb kann man das ja gut tracken, glaube ich, mache ich aber nicht, weil für mich ist das Ganze kein Sport.Christin

Sie will niemanden beeindrucken, sondern liest für sich, wie andere für sich malen. Die iBooks-Historie hat sie nur vor der Aufnahme aufgemacht, um zu sehen, mit welchem Buch sie nach Studium und Ausbildung wieder angefangen hat. Manchmal zwingt sie sich auch bewusst, nicht zu lesen – beim Arzt, im Wartezimmer –, um sich nicht ständig von den eigenen Gedanken abzulenken. Helen kennt das von ihren Hörbüchern, bei denen sie eine gewisse Sucht entwickelt hat; beides habe seine Zeit. Zugleich hat Christin sich gerade mit einem Büchergutschein das neue Buch von Anika Landsteiner gegönnt – in der Buchhandlung hatte sie drei in der Hand und nahm, um vernünftig zu bleiben, zwei mit. Ein Papierbuch, das sie über Wochen begleitet, erlebt sie anders: Das Leben geht währenddessen weiter, die Geschichte kann in einem arbeiten, statt weggebingt zu werden.

Hörbücher: einschlafen oder auf den Beinen bleiben

Hörbücher kann Christin schlecht hören: Sie schläft dabei ein, und weil kein Lesezeichen gesetzt wird, fängt sie das Kapitel fünfmal von vorn an. Das liege daran, dass sie als Kind zum Einschlafen Hörspiele gehört hat – so antrainiert, dass sie sich heute in schlaflosen Phasen ein Hörspiel anmacht und die Uhr danach stellen kann. Ihr einziges offenes Hörbuch ist eines von Jay Shetty, dessen Inhalt sie im wachen Zustand ganz gut findet, dessen Sprecher sie aber nicht mag; zum Einschlafen, auf ihrer Akupressurmatte, funktioniert es zuverlässig. Helen macht es genau andersherum: Hörbücher und Podcasts hört sie nur auf den Beinen, nie im Liegen, aus Angst, etwas zu verpassen; zum Einschlafen greift sie zum Buch, in das sie im letzten Moment ein Lesezeichen legen kann. Dass ihr Kopf beim Hören abdriftet, stört sie nicht, weil sie vor allem Sachbücher hört und die wichtigsten Punkte mitnimmt – Buchclub-Bücher hört sie deshalb nie. Fazit der beiden: Macht einfach das, was für euch passt.

Ein verlorener »Großer Sommer«

In den Oktoberferien 2022 hatte Christin sich extra ein Buch für den Urlaub gekauft und genoss es, auf dem Spielplatz zu lesen, während die Kinder spielten – bis sie »Der große Sommer« von Ewald Arenz dort liegen ließ, halb gelesen. Sie ging zurück, fragte an der Rezeption, schaute in den Bücherschrank der Anlage: weg. Besonders traurig, weil sie das Buch bei einem Buchclub-Treffen in einer Buchhandlung gekauft hatte und es schon einmal im Regen nass geworden war. Am Ende kaufte sie es digital, um weiterlesen zu können. Helens Trost: Vielleicht reist es jetzt um die Welt.

Hectors Reise nach Madagaskar

Womit das Gespräch beim Thema Bücherschrank ist. Christin hatte vor ein paar Monaten mit Helen in Bonn ihre erste Bücherschrank-Erfahrung – für Helen, die an keinem Bücherschrank vorbeigehen kann, unvorstellbar – und nahm aus dem ziemlich leer gefegten Schrank »Hectors Reise« mit. Zu Hause fand sie auf der ersten Seite eine Widmung vom 3. Juli 2011: Das Buch war an einem Fluss in Madagaskar weitergegeben und danach von weiteren Menschen gelesen worden, und es möge sein Schicksal sein, um die Welt zu reisen und geteilt zu werden. Helen ist begeistert, auch weil Madagaskar ihr Traumziel ist. Das Buch selbst fand Christin stellenweise nicht so gut – Fremdgehen ist bei ihr ein Eselsohr in der Beziehung zu einem Buch –, und sie hat es inzwischen in den Bücherschrank des Kindergartens gestellt, ohne sich zu trauen, etwas hineinzuschreiben. Genau das will Helen künftig tun: Jemand aus der Schmökerrunde hatte erzählt, sie klebe ein Post-it mit einer Notiz in Bücher, die sie abgibt.

In Hennef hat Christin inzwischen zwei weitere Bücherschränke entdeckt, am Rathaus und beim Kinderschutzbund, nur für Kinderbücher – mit dem Eindruck, dass dort auch abgeladen wird, was niemand mehr braucht. Helen kennt das Problem, aber aus solchen Schränken ist auch ihr Etsy-Shop entstanden: Ein von außen unansehnliches altes Wörterbuch mit Zeichnungen darin wurde zu ihren ersten Briefumschlägen. Trotzdem sollte man sich fragen, ob das jeweilige Buch noch jemand haben will. Christin bringt alte Bücher auch in die Bibliothek in Hennef, die Helen gerade für Kinder süß findet. Womit sie beim nächsten Thema sind: Christins Großer kann inzwischen lesen, hat aber oft keine Lust; Vorlesen dagegen ist der Hit, ihr Mann habe durch die Kinder mehr Kinderbücher gelesen als je zuvor. Beim Elternabend, wo alle betonen, wie viel ihr Kind liest, fühlt sie sich verglichen – und will Lesen auch bei den Kindern nicht als Sport sehen, sondern als Vergnügen.

Warum Helen nicht mehr teilt, was sie liest

Helen geht da mit. In der Q&A-Folge, die sie kurz zuvor aufgenommen hat, wurde sie wieder gefragt, wie viel sie liest – und obwohl sie sonst gern teilt, was sie tut und isst, hat sie aufgehört, ihre Lektüre in den Stories zu zeigen. Es wirkte erschlagend, und sie kennt sich: Solche Vergleiche setzen auch sie unter Druck. Sie liest an den meisten Tagen etwas, und Bücher in der Anzahl hält sie ohnehin für wenig aussagekräftig. Notieren tut sie ihre Bücher trotzdem, um sie nicht zu vergessen, wenn jemand nach einem Tipp fragt. Christins iBooks-Historie hat derweil ihr erstes Buch nach der Lesepause verraten: nicht Harry Potter, wie sie dachte, sondern »Zwei nach Shanghai«, das Buch der Hoepner-Brüder über ihre Fahrradreise, das sie aus dem Fernsehen oder einer Zeitschrift kannte. Helen liebt Reiseliteratur – das Einzige, was sie im Studium gelesen hat –, hatte das Buch damals lange auf der Wunschliste und sah sogar nach Lesungsterminen; mit dem Rad ans Ende der Welt zu fahren, war für sie trotzdem nie eine Option, ein bisschen durch Bonn radeln reicht.

Fernsehen gibt es bei Christin kaum noch, auch für die Kinder wenig, weil Berieselung ihnen nicht guttut; und weil Instagram als „Infinity-Pool“ nicht viel besser ist, lautet die Konsequenz: dann lese ich halt. Neben Romanen sind das oft Elternratgeber wie die »Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten«-Reihe, die ihr den Druck nehmen. Ist ein Buch beendet, holt sie sich Inspiration im Buchclub oder im iBooks-Shop; mit Empfehlungs-Apps ist sie nie warm geworden. Helen bilanziert: Von rund 56 Buchclub-Büchern gab es genau eines, das sie wirklich nicht mochte, dafür viele, die sie selbst nie gegriffen hätte – der Buchclub führt ihr regelmäßig vor Augen, wie sehr sie in Schubladen denkt. Privat greift sie zu nichts, was schnulzig aussieht, und mag Bücher über andere Länder und über Frauen. Christin ist ein Cover-Mensch, außer sie kennt die Autorin schon. Zum Schluss schlägt sie vor, Helen selbst einmal interviewen zu lassen – vielleicht als Jahresabschluss –, und die beiden verabreden sich für Dezember: lesen, reflektieren, Caipis mixen, Vision Boards basteln. Christin schneidet dann wieder mit dem Lineal, Helen kreuz und quer.

Wie Christin ihr erstes Bücherschrank-Buch fand, was auf ihrem Vision Board klebte und welches Gewitter mitten in die Aufnahme platzte – das hörst du in der ganzen Folge.

Die ganze Folge hören

Die Bücher aus der Folge

Christins zwei Buchclub-Lieblinge, das Buch, das sie bis drei Uhr nachts wachhielt – und das, das sie auf dem Spielplatz verlor.

Buchcover »So wie du mich kennst« von Anika Landsteiner

So wie du mich kennst

Anika Landsteiner · Fischer Taschenbuch · 352 Seiten

Christins Lieblingsbuch aus dem Buchclub – wegen der Fotografin darin. Monatsbuch 02/22.

Bei Thalia ansehen*

Leserunde nachholenMonatsbuch 02/22

Buchcover »Die Kunst des Verschwindens« von Melanie Raabe

Die Kunst des Verschwindens

Melanie Raabe · btb · 400 Seiten

Ihr zweiter Liebling, auch wegen des Gesprächs mit der Autorin im Buchclub. Monatsbuch 02/23, hier als Taschenbuch.

Bei Thalia ansehen*

Leserunde nachholenMonatsbuch 02/23

Buchcover »Am Ende bleiben die Zedern« von Pierre Jarawan

Am Ende bleiben die Zedern

Pierre Jarawan · Piper Taschenbuch · 448 Seiten

Das Buch, das Christin nicht weglegen konnte – bis drei Uhr nachts. Monatsbuch 04/21.

Bei Thalia ansehen*

Leserunde nachholenMonatsbuch 04/21

Buchcover »Der große Sommer« von Ewald Arenz

Der große Sommer

Ewald Arenz · DuMont · 320 Seiten

Bei einem Buchclub-Treffen gekauft, auf einem Spielplatz in den Oktoberferien verloren, digital nachgekauft.

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Häufige Fragen

Wie liest Christin mit zwei Kindern und Selbstständigkeit?

Fast nur digital, auf dem Handy – ohne E-Reader. Angefangen hat das, als ihr Sohn ein Baby war: Beim Stillen ging Lesen nur mit einer Hand, und es beruhigte sie so, dass es ihn gleich mit beruhigte. Seitdem ist es ihr Abendritual: ein paar Seiten, bis sie nach fünf bis zehn Minuten einschläft – abends, wenn die Kinder sie nicht mehr brauchen. Ein gedrucktes Buch braucht bei ihr Monate, weil sie sich dafür aktiv hinsetzen muss; dafür erlebt sie die Geschichte dann anders, weil das eigene Leben währenddessen weitergeht.

Warum trackt Christin nicht, wie viel sie liest?

Weil Lesen für sie kein Sport ist: Sie will niemanden damit beeindrucken, wie viele Bücher sie geschafft hat, sondern liest für sich, wie andere für sich malen. Helen sieht das ähnlich – sie hat aufgehört, in den Stories zu teilen, was sie liest, weil es erschlagend wirken und andere unter Druck setzen kann. Bücher in der Anzahl sagen ihrer Meinung nach ohnehin wenig aus. Helen selbst notiert ihre Bücher trotzdem, um sie nicht zu vergessen, wenn jemand nach einem Tipp fragt.

Welche Buchclub-Bücher sind Christins Lieblinge?

»So wie du mich kennst« von Anika Landsteiner, in dem es um eine Fotografin geht – Christin hat sich darin wiedergefunden und seitdem vergeblich nach weiteren Romanen mit Fotograf*innen in der Hauptrolle gesucht. Und »Die Kunst des Verschwindens« von Melanie Raabe, auch wegen des Gesprächs mit der Autorin im Buchclub und ihres Newsletters. Beides Bücher, die sie im Laden nie gegriffen hätte – genau das schätzt sie am Buchclub. »Am Ende bleiben die Zedern« von Pierre Jarawan hat sie bis drei Uhr nachts durchgelesen.

Was ist die Geschichte mit dem reisenden Buch?

Christin hatte mit Helen in Bonn ihre erste Bücherschrank-Erfahrung und nahm »Hectors Reise« von François Lelord mit. Zu Hause entdeckte sie eine Widmung von 2011: Das Buch war an einem Fluss in Madagaskar weitergegeben worden, und es möge sein Schicksal sein, um die Welt zu reisen und geteilt zu werden. Sie hat es inzwischen in den Bücherschrank ihres Kindergartens in Hennef gestellt – von Bonn nach Hennef ist es also schon weitergereist. Helen, die an keinem Bücherschrank vorbeigehen kann, will sich seitdem überlegen, was sie in ihre abgegebenen Bücher schreibt.

Wer ist Christin?

Fotografin aus dem Rhein-Sieg-Kreis, seit März 2021 im Buchclub, Mutter von zwei Kindern; seit 2023 gehört ein Hund zur Familie. Sie fotografiert unter anderem Familien im Urlaub und in der Elternzeit – weil auf Urlaubsfotos meistens die Person fehlt, die fotografiert. Die Fotos von Helen auf unserer Website stammen von ihr, aufgenommen bei einem gemeinsamen Shooting im April 2022. Auf Instagram ist sie als @christin.aul zu finden.

Die ganze Folge zum Nachlesen

Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, auch bei der Zuordnung, wer gerade spricht. Maßgeblich ist die Aufnahme. Helens An- und Abmoderation und der eingesprochene Hinweis auf die Schmökerrunde stehen nicht hier. Namen von Buchclub-Mitgliedern, die im Gespräch fallen, sind durch die Rolle ersetzt.

Helen
Herzlich willkommen, Christin. Ich freue mich sehr, dass du heute endlich mal dabei bist. Das haben wir jetzt schon so lange geplant und dann immer, so wie ihr jetzt eigentlich auch, uns dann stattdessen ewig verquatscht. Wir haben jetzt schon eine Stunde so gequatscht und dachten, so jetzt drücken wir vielleicht mal auf aufnehmen. Aber vielleicht bevor wir einsteigen, erzähl doch mal, wer bist du, wo bist du, was machst du so?

Christin
Hallo Helen, du hast es schon gesagt, ich bin Christin. Ich komme hier aus dem Rhein-Sieg-Kreis, also ich bin ganz nah bei dir. Und ich bin seit März 21, ich hab extra noch mal geguckt, bei Mädels, die lesen und dann haben wir irgendwann den Kontakt zusammen gefunden und dann haben wir Fotos zusammen gemacht. Das sind die Fotos, die ihr auch im Feed kennt und in den Storys und genau ich bin Mama von zwei Kindern und wohne mit meinem Mann und der Familie in Hennef und wir haben ein Hund seit diesem Jahr. Helen weiß das, weil das auf meinem Vision Board draufklebte und ich gefühlt, irgendwie nur eine Woche gewartet habe, um es umzusetzen.

Helen
Ja, genau. Hab ich das zu verantworten? Ich weiß es nicht. Ich glaube schon. Ich bin auf jeden Fall total gespannt, mit dir so übers Lesen zu sprechen. Vor allem, wie du das mit Mama sein und auch so mit deiner Selbstständigkeit und so verbindest, wie das funktioniert, wie du die Zeit findest, noch die Nase in Bücher zu stecken. Aber ich habe dich ja im Vorfeld gefragt, wenn wir jetzt nicht uns digital treffen würden und wir alles machen könnten, wo würden wir uns treffen und womit würden wir anstoßen, um quasi auf diese Aufnahme anzustoßen?

Christin
Ja total cool. Ich habe bei der Frage direkt an Strand gedacht und an Holland und hatte da so so Noordwijk oder Bloemendaal oder Zandvoort im Kopf und ja, dachte dann, komm ein bisschen drauf an, wann wir uns treffen, ob das jetzt irgendwie vormittags ist, so wie wir uns sonst sehen, oder ob wir irgendwie abends zusammenkommen und hab dann geschrieben, Kaffee oder Caipi.

Helen
Gute Mischung.

Christin
Ja, zusammen jetzt vielleicht nicht. Genau, weil kein Koffein nach zwölf hatten wir gerade. Ja. Insofern, genau, ich habe dann auch lange überlegt, was ich sonst abends trinken würde. Ich bin sonst eigentlich nicht so ein Fan von irgendwelchen alkoholischen Getränken, außer was Caipi betrifft. Und mein Mann sagt immer, ich mach die Besten. Also es müsste ein eigener sein.

Helen
Oh, das klingt aber auch gut. Ja, vielleicht sind wir dann in Holland, trinken morgens einen Kaffee zusammen und abends mixst du uns einen Caipi. Und dann stoßen wir jetzt mit dem Caipi an und quatschen. Ja, super. Voll gut. Das klingt auch so ein bisschen wie die Idee, die vor allen Dingen ja auch in meinem Kopf rumwabert, aber was wir gemeinsam auch überlegt haben, tatsächlich zusammen nach Holland zu fahren und ja, da gemeinsam ein bisschen vielleicht das Jahr Revue passieren zu lassen. Das haben wir letztes Jahr gemacht, war auch so Mitte, Mitte Ende Dezember.

Christin
Ja, ich meine auch. Ich meine so 11. Dezember oder so, [unverständlich]. Da war es so super kalt, das weiß ich noch. Da hast du noch von deiner warmen Jacke geschwärmt und ich habe sehnsüchtig geguckt und dachte ich hätte auch gerne eine, da war es wirklich schweinekalt und es war auch Schnee. So, dass du auch ein bisschen Sorge dass du mit dem Auto vielleicht nicht so gut zu mir kommst, aber hat alles gut geklappt.

Helen
Ich glaube, das war vor allen Dingen, weil bei euch in der Straße der Schnee noch relativ hoch irgendwie lag. Also total verrückt eigentlich. Aber wir haben dann auch völlig falsch kalkuliert, wie viel Zeit wir brauchen, aber wir haben stundenlang dann gemeinsam Vision Boards gebastelt und darüber gesprochen, was wir da so anpinnen. Und seitdem versuchen wir eben die Sachen, die wir uns davor genommen haben, umzusetzen. Aber ich fand’s halt einfach, ich habe davon schon so oft geschwärmt, ich fand das so eine tolle gemeinsame Beschäftigung. Deswegen würde ich mich voll freuen, wenn das Ende des Jahres vielleicht klappt und wir da auch noch andere mitnehmen können. Aber da das noch nicht so fest steht, da werden wir darüber informieren, wenn es soweit ist. Was ich aber auch noch auf jeden Fall ergänzen wollte, ist, dass man deine Fotos ja vor allen Dingen bei uns auf der Webseite auch sieht. Das war quasi der Auslöser, warum wir dieses Shooting gemacht haben. Das war auch eine witzige Aktion letztes Jahr. Ich hatte dafür ein Airbnb gebucht, was so total fancy aussah. Und dann haben wir vor Ort aber schnell gemerkt, es ist viel zu dunkel und dann konnten wir es nur direkt an der Tür machen oder dort an der Treppe.

Christin
Also es war ja auch ein altes Poolhaus, muss man ja einfach auch sagen. So ein Keller im Grunde. Genau, also [unverständlich].

Helen
Ja, wahrscheinlich.

Christin
Aber ich mag die Fotos trotzdem so gerne, wenn ich die sehe, dass du sie nutzt. Das macht mich dann immer ganz stolz.

Helen
Ja, die sind echt toll. Aber es ist auch krass, weil das war ja schon irgendwie April 22.

Christin
War das 22 erst?

Helen
Ja, oder? Meinst du noch früher?

Christin
Mir ist so wie das Jahr davor, aber ja gut. Hab ich auch täuschen.

Helen
Ich glaube, es war 22 und da hatten wir dann den Relaunch von der Webseite. Aber ich bin auch gespannt.

Christin
Aber weißt du das besser als ich?

Helen
Das ist ja witzig. Ja, es war auf jeden Fall…

Christin
Nee, du hast recht, am 4. April 22, doch?

Helen
Ja, krass. Ah, wie verrückt irgendwie einfach, wie schnell die Zeit so vergeht. Aber ich bin auf jeden Fall glücklich, dass wir uns über den Buchclub kennengelernt haben. Haben.

Christin
Ich auch. Dass du in mein Leben getreten bist, bin ich sehr froh drüber. Ich finde das auch sehr sehr schön.

Helen
Möchtest du das nicht mehr missen?

Christin
Nee, auch, also überhaupt nicht.

Helen
Ich überlege gerade, also du bist jetzt aber schon seit dem Jahr davor dabei, also seit 21 und du hattest glaube ich auch sogar angegeben, dass du zwei Lieblingsbücher von den Mädels, die lesen.-Büchern hast. Vielleicht magst du die gerade noch mal nennen?

Christin
Das erste quasi, was ich benannt habe, war, »So wie du mich kennst« von Anika Landsteiner. Das hat mich total verzaubert. Ich kannte sie als Autorin bis dato gar nicht. Das ist sowieso etwas, was ich beim Buchclub so toll finde, dass du einfach auf Bücher stößt, die du weder jetzt auf so einem Büchertisch in der Bücherhandlung irgendwo siehst, sondern einfach, ja, auf Sachen gestupst wirst, die du halt interessant findest. Also ich hätte das wahrscheinlich so gar nicht gesehen, das Buch. Und so geht mir das auch häufig bei der Auswahl, dass ich dann, ich mache mir dann meinen Screenshot von den vier Favoriten und ziehe mir dann die Auszüge und lese dann immer quer und das hat mich schon sehr bereichert. Und das andere war »Die Kunst des Verschwindens« von Melanie Raabe. Auch da einfach auch durch die Gespräche mit ihr. Und dann ihr Newsletter. Da bin ich ja dann auch so Fangirl wie du, dass ich dann direkt alles, alles was sie so anbietet, direkt auch irgendwie abonniert habe und verfolgt habe und so. Und auch da, ja, ich mag das vor allem, wenn ich das Gefühl habe, dass die Autoren irgendwie meine Sprache sprechen. Also als würde ich die Geschichte erzählen. Das ist ja Quatsch, ich bin keine Autorin, aber da fühle ich mich immer sehr wohl. Und bei »So wie du mich kennst«, geht es ja auch um eine Fotografin. Da habe ich mich dann auch mit identifiziert ein Stück weit, wobei die Hauptperson ja ihre Schwester ist. Aber trotzdem habe ich dann im Anschluss auch direkt nach Büchern gesucht, wo es um Fotografen in der Hauptrolle, sage ich mal, geht. Habe aber bis jetzt noch nichts gefunden. Also es ist dann echt immer so ein bisschen ein Glück. Und wenn ich das irgendwo sehe, dass das da um Fotografen geht, dann freue ich mich. Aber das ist ehrlich gesagt selten.

Helen
Ja, also das wäre vielleicht eine gute Gelegenheit mal zu sagen, wo man dich bei Instagram findet, weil alle, die jetzt zuhören und einen Tipp haben für Bücher mit Fotografen in in der Hauptrolle, könnt ihr das gerne an welchen Instagram-Account schicken?

Christin
Mein Instagram-Account heißt christin.aul, also mit CH. Gerne einfach anschreiben. Gerne folgen.

Helen
Aber da findet man vor allen Dingen auch Bilder, die ein bisschen dahintransportieren, wo wir jetzt quasi gerade die Podcastaufnahme machen und anstoßen. Weil du hast ja diese schönen Bilder vorm Strand in Holland auf deinem Account. Mag ich sehr. Ich finde die, ich finde die so schön verträumt irgendwie. Also ich liebe, ich liebe die Stimmung von deinen Bildern total. Also lohnt sich auf jeden Fall mal da vorbei zu schauen.

Christin
Ich werde da ganz rot gleich. Es ist etwas, was ich sehr häufig höre und sehr zu schätzen weiß, wenn Menschen sagen, dass sie die Stimmung auf den Bildern schön finden, weil es oft auch die Stimmung ist, die ich gefühlt habe, wenn ich die Aufnahme gemacht habe. Also ich fotografiere halt wahnsinnig intuitiv, genauso wie ich auch intuitiv lese, da kommen wir schon gleich noch mal zu. Aber ja, man kann das gar nicht so richtig beschreiben. Ich mache es einfach und es funktioniert. Und ich bin halt super gerne unterwegs, auch mit meiner Familie. Und Holland und das Meer, das ist so ein Sehnsuchtsort. Ich hätte am liebsten ein Airbnb dort, wo ich dann auch selber dann immer hinfahren könnte und wenn ich nicht selber dort bin, das dann vermiete. Das ist so ein kleiner, ein kleiner anderer Traum, den ich habe. Ich mag es einfach sehr, sehr gerne dort. Ich fahre super gern dahin und ich finde es halt schön, wenn man im Urlaub eben auch Fotos machen kann oder also auch Fotos gemacht bekommen kann. Also, das biete ich ja auch an, dass ich Familien im Urlaub oder in ihrer Elternzeitreise fotografiere, weil ich gerade finde, mit Kindern das Leben verändert sich so krass und es ist aber auch so schön. Also mit Kindern dann am Strand Muscheln zu sammeln, das erinnert einen an die eigene Kindheit und man macht das halt mit kleinen Lieblingsmenschen zusammen und wenn es davon eben Bilder gibt, finde ich das immer so sehr schön. Und oft fehlt ja aber jemand bei den Urlaubsfotos. Nämlich der, der die Fotos macht. Deshalb gucke ich dann immer so ein bisschen wehmütig den Familien zu, wie der Papa oder die Mama Fotos machen kann am Strand oder was weiß ich wo in der Stadt. Aber einer hat quasi fehlt. Da ist so die Idee entstanden, dass ich dann, wenn ich dann selber irgendwo vor Ort bin und da ist noch jemand, der ja auch dort ist, gerne mit mir zusammen Fotos machen könnte, weil es wäre so schade, wenn es die nicht gäbe.

Helen
Voll, ja und die teils ja auch man hört in der Story. Ich finde das einfach total schön, so diese Momentaufnahmen. Das ist immer ein bisschen, finde ich, wie diese, wie heißt das nochmal, Marmeladenglas-Momente. Ich finde so sehen deine Bilder aus, das ist echt richtig, richtig schön. Bist du, also ich, du hast gerade, bevor wir auf aufnehmen gedrückt haben, auch gesagt, so über das Lesen selber sprechen wir sonst ja eigentlich gar nicht so viel. Und ich weiß, dass du, also du hast es dann manchmal schon mal fallen lassen, dass du dann bei manchen Büchern irgendwie, ja ich glaube jetzt nicht so die Nacht durchgelesen hast, aber schon halt dann viel liest. Aber ich habe gar kein Gefühl dafür, wie viel du so liest und ob du sehr regelmäßig liest oder einfach so Phasen hast. Oder ist ist das zum Beispiel so, dass du in den Urlaub eben ein Buch mitnimmst?

Christin
Tatsächlich bin ich, und das bin ich eigentlich ein bisschen schade, eine, die oft kein Buch in materieller Form da hat, sondern ich lese ultra viel digital. Das hat aber eher praktische Gründe. Also ich liebe Bücher, ich liebe Buchhandlungen, ich liebe Bibliotheken. Ich könnte mich da stundenaufhalten. Es gibt mir einfach ein ganz, ganz tolles Gefühl, auch der Geruch und so, aber für mich ist es praktischer, wenn ich mein Handy eben in die Hand nehmen kann und dann mal zwei, drei Seiten lese. Deshalb kann man das ja gut tracken, glaube ich, mache ich aber nicht, weil für mich ist das Ganze kein Sport. Ich will damit jetzt niemanden beeindrucken, wie viel ich lese und wie viele Bücher ich schon gelesen habe und fast nicht gesehen, Ich weiß, dass das manchen Spaß macht, für mich hat das aber keine Relevanz, weil ich das halt für mich mache und das ist für mich so ein Hobby, als würde ich für mich malen oder so. Und das mit dem Lesen, ich hab vorhin auch extra, das ist ganz cool, bei iBooks kannst du nämlich die ganze Historie sehen, wann du was gelesen hast. Das habe ich aber erst jetzt herausgefunden, bevor wir diesen Podcast angemacht haben, weil ich weiß, dass ich irgendwann wieder angefangen habe und ich wollte das mit welchem Buch. Ich habe vorher, Studium und Ausbildung und was alles so vorher war, nicht so den Bezug gehabt wieder zum Lesen als Kind schon eher mehr. Und dann ist mein Sohn auf die Welt gekommen und hat, ja, wie soll ich sagen, wir hatten eine etwas schwierige Beziehung beim Stillen am Anfang und ich habe mich immer sehr viel nervös gemacht und dann habe ich irgendwann angefangen zu lesen. Das ging halt mit einer Hand, nur mit dem Handy. Das Lesen hat mich so runtergefahren und beruhigt, dass es ihn automatisch beruhigt hat und seitdem ist es so geblieben. Also ich habe Ich hab das dann einfach immer weitergeführt, aber eben digital. Wenn ich ein Buch in haptischer Form da habe, dann dauert das wirklich mehrere Monate, bis ich es durchhabe. Weil dann setze ich mich halt aktiv hin. Ich brauche Licht. Da geht es nämlich schon weiter, weil die Kinder bei uns im Schlafzimmer schlafen. Es ist halt dunkel. Und auch da wieder, ich will halt nicht darauf verzichten, also man heißt digital. Ja. Und meistens ist es quasi so die Routine, um ins Bett zu gehen, um auch da wieder runter zu fahren. Und dann dauert das oft keine fünf bis zehn Minuten bis ich einpenne. Also es sind dann wirklich nicht viele Seiten, die ich da lese. Aber wie gesagt, es interessiert mich in dem Moment auch nicht. Es sei denn, es ist so spannend, dass ich es zu Ende lesen muss. Und das hatte ich unter anderem bei dem, wie hieß es mit den Zedern?

Helen
»Am Ende bleiben die Zedern«. Ja.

Christin
Das musste ich zu Ende lesen. Ich konnte nicht aufhören. Ich glaube, es war 3 Uhr nachts, als ich dann da lag und dachte, oh Gott, was hast du getan? Ja, also bei mir sind es dann wirklich immer so diese Ruhephasen, vor allem abends, wenn die Kinder uns nicht mehr brauchen, dann ist die Zeit da zum Lesen. Dann entscheide ich intuitiv, was ich lese. Ich habe oft mehrere Bücher offen sozusagen, die ich dann unterschiedlich dann angehe. Mit unterschiedlichsten Themen. Mal ist es was Heftigeres, aber eher selten. Seit ich Kinder habe, kann ich Thriller und Dramen nicht mehr so gut lesen. Manchmal ist es was Witziges. Also wir haben vorhin über Elternabend gesprochen, da war ich ja gestern. Und der Elternabend oder kein Elternabend, ich weiß nicht genau, wie der Titel war, von Sebastian Fitzek, den habe ich natürlich auch gelesen.

Helen
Hörst du auch mal ein Sachbuch?

Christin
Ja, aber dann wirklich vorrangig halt auf dem Handy

Helen
Oder hast du einen E-Reader?

Christin
Ich hab nur mein Handy, ich hab keinen E-Reader. Das hat sich mir noch nie erschlossen, warum man sich einen E-Reader besorgt, aber vielleicht kann mir da ja einer sagen, was das für Vorteile hat. Vielleicht hab ich dann auch einen, aber ja, ich hab’s halt immer dabei, auch mal um vielleicht Pausen zu zu überbrücken, wenn du beim Arzt sitzt oder so. Wobei ich mich manchmal auch aktiv dazu zwinge, jetzt mal nicht zu lesen, weil ich mich sonst ja wieder quasi ablenke.

Helen
Also dass man dann sagt, man wird die ganze Zeit beschallt, ob man jetzt einen Podcast hör hat oder ein Hörspiel oder bei dir Instagram-Stories rumhängt oder halt auch auf dem Buch liest. Kann ja dich von deinen eigenen Gedanken auch ablenken.

Christin
Und dann zwinge ich mich manchmal, jetzt bleibst du jetzt hier Sitz. Das hältst du jetzt aus.

Helen
Das hältst du jetzt mal kurz aus.

Christin
Ja, genau. Aber andererseits nutze ich das auf, gerade jetzt diese Woche habe ich das gemacht, dass ich dann sage, okay, pass auf, du hast noch ein Büchergutschein von der Buchhandlung. Jetzt überlegst du dir, welches Buch du haben willst, gehst dahin und kaufst dir das. Und tatsächlich ist es das neue von Anika Landsteiner auch. Und dann war ich aber in der Buchhandlung und dachte, oh. Hier Hier gibt es ja noch viel mehr zu sehen. Ja, und ich hatte dann drei Bücher in der Hand und dachte, die schaffst du ja im Leben nicht. Das kann nicht funktionieren. Nimm jetzt bitte das Buch, was du dir vorgenommen hast. Das habe ich auch gemacht. Ich habe dann die Mitte genommen, ich habe zwei mitgenommen. Ja, aber eben auch zu sagen, du gönnst dir jetzt dieses Buch, weil ich nämlich auch festgestellt habe, wenn ich dann ein Buch mal in Papierform lese und mich das so lange begleitet, erfahre ich die Geschichte ganz anders. Weil währenddessen geht ja mein Leben auch weiter und dann lese ich halt zu verschiedenen Lebensphasen, verschiedene Phasen in dem Buch. Und damit ist es nicht so durchgesuchtet, so Binge-Lesen, sondern halt ein bisschen wirklich, das kann dann in dir arbeiten. Das hoffe ich so ein bisschen bei dem Buch auch.

Helen
Ja, das finde ich richtig gut. Ich Ich finde das total cool, was du jetzt eben beschrieben hast, weil das war mir jetzt wirklich nicht bewusst.

Christin
Gut, dass wir immer darüber sprechen.

Helen
Aber es ist ja dann im Grunde eine ähnliche Geschichte. In der Zeit, wo ich auch so irgendwie unruhig war, bei mir vor allen Dingen irgendwie so der Kopf unruhig war. Aber ich denke, das ist ja bei dir dann vielleicht ähnlich gewesen, wenn das irgendwie mit dem Stillen nicht so klappt, dann machst du dir tausend Gedanken und so. Weil dazu können Bücher dienen. Sie können dich beruhigen, entspannen. Und dass du jetzt aber ähnlich an so einem Punkt bist wie ich, dass du dann auch sagst, gut manchmal vielleicht dann eben keine nicht zu Büchern zu greifen. Bei mir sind es ja vor allen Dingen auch so Hörbücher. Ich habe so eine gewisse Sucht entwickelt irgendwie. Dass ich jetzt auch manchmal denke, mach jetzt mal vielleicht einfach mal nichts an oder lies jetzt mal nicht, sondern bleib auch mal mit deinen eigenen Gedanken. Aber ich glaube, es hat so beides seine Zeit. Manchmal ist es vielleicht wirklich gut, dass man die eigenen Gedanken auch mal abschalten kann, wenn sie eben auch nicht so gut tun vielleicht. Aber Zeiten, wo man sich das zutraut und sich denkt, ich kann das jetzt auch aushalten, dass mein Kopf irgendwie unruhig ist, dann auch mal eben nicht zur Ablenkung zu greifen, finde ich total spannend, dass du das so beschrieben hast.

Christin
Ich kann zum Beispiel Hörbücher ganz schlecht hören. Ich mag das auch, aber da schlafe ich noch schneller ein. Und das Problem bei Hörbüchern ist ja dann, dass ich kein Lesezeichen in dem Sinne habe, weil das läuft ja dann weiter und kein Mensch weiß, wo ich aufgehört habe. Also fange ich das Kapitel wieder von vorne an und fange es aber möglicherweise fünfmal von vorne an und bin ich schon genervt, weil ich ja über diesen Punkt nicht hinwegkomme. [unverständlich] Das ist gar nicht so. Das liegt aber daran, dass ich als Kind viele Hörspiele gehört habe und oft auch zum Einschlafen. Das ist so antrainiert, das ist krass. Aber wenn ich mal so eine Phase habe, wo ich selber wirklich ultra schlecht einschlafen kann, ist das viel los oder es ist vielleicht spät oder manchmal habe ich dann auch so Tage gehabt, wo ein Mittagsschlaf einfach gut gewesen wäre und das hält mir sehr schwer. Und dann mache ich mir ein Hörspiel an und dann kannst du die Uhr nach stellen. Das funktioniert eigentlich immer, dass ich dort einschlafe. Da habe ich ein Hörbuch, das ist tatsächlich das einzige, was ich quasi momentan offen habe und ich habe im Grunde genommen nicht wirklich Ahnung, also ich kann hier raus nicht wirklich zitieren. »Live Like a Monk« ist das von Shetty. Ja, Jay Shetty, habe ich schon voll viel gehört, von aber noch gar nicht mich mit auseinandergesetzt. Also ich finde es inhaltlich, das was ich halt im wachen Zustand umgekriegt habe, ganz cool, wobei ich den Sprecher nicht so mag, da bin ich auch ein bisschen eigengebig zu. Nichtsdestotrotz ist es aber meine Literatur, wenn ich penne will. Also wenn ich wirklich jetzt runterfahre und ich habe auch so eine [unverständlich], so eine Akupunktur-, Akupressur-Matte. Ich will jetzt keine Werbung machen, du weißt, was ich meine. Und dann lege ich mich da drauf und dann mache ich diese Geschichte, hätte ich jetzt was gesagt haben und dann klappt das eigentlich wirklich [unverständlich].

Helen
Witzig. Ja, aber ich glaube, das ist vielleicht der Unterschied, weil ich höre es nie abends so zum Einschlafen.

Christin
Ja, aber auch mittags.

Helen
Ja, okay. Aber irgendwie glaube ich, ich bin mit, wenn ich irgendwie Hörbücher oder auch Podcasts höre, bin ich eigentlich immer auf den Beinen. Also ich mache das nicht so im Ruhezustand, weil da hätte ich auch zu viel Angst, was zu verpassen, wenn ich einschlafe. Also wenn ich quasi einschlafen will, dann greife ich zu einem Buch. Weil da kann ich irgendwie im letzten Moment noch schnell das Lesezeichen rein machen. Also ich schlafe zum Beispiel, ich schlafe nicht unbedingt jetzt mit dem Buch in der Hand ein, sondern ich lege es halt weg und dann schlafe ich. So ist das dann auch.

Christin
Ich mache das Handy dann aus und dann leg ich es weg.

Helen
Ja. Ja. Aber es ist vielleicht wirklich was dran, wenn das so antrainiert ist. Ich überleg halt gerade, also ich hab auch Hörbücher als Kind gehört, aber da war ich vielleicht schon etwas älter. Ich weiß gerade nicht, ob ich so als ganz Kleiner, ich doch, ich hab auf jeden Fall ja so Benjamin Blümchen und sowas. Ja, weiß ich nicht. Aber vielleicht ist das auch der, also vielleicht würde ich halt auch einschlafen, wenn ich das zum Einschlafen hören würde, aber da mache ich es irgendwie ganz bewusst nicht.

Christin
Aber hast du, wenn du so ein Hörbuch hörst, nicht irgendwann den Moment, wo dein Kopf irgendwie abdriftet?

Helen
Ja, doch.

Christin
Das geht mir dann häufig so, dass du denkst, ey halt mal stopp, jetzt hast du aber die Hälfte nicht mitbekommen. Jetzt musst du nochmal zurückspulen. Das nervt mich dann, weil ich dann denke, passt doch auf. Also da bin ich dann irgendwie schnell ablenkbar. Wenn ich es nicht lese, dann bin ich irgendwie mehr im Tunnel.

Helen
Ja, also ich glaube schon, dass ich das mache. Aber vielleicht jetzt auch nicht so krass, also ich habe jetzt nicht das Gefühl total abzuschweifen. Aber wer weiß, wenn ich einen Test danach machen müsste oder so, da würde ich mich nicht auch regelmäßig durchfallen. Aber ich höre halt vor allen Dingen eher Sachbücher. Und da ist es halt natürlich andauernd so, dass ich dann was so erzählt wird, denke, also so irgendwie auf mein Leben übertrage und so darüber nachdenke. Und in den meisten Fällen reicht es mir halt, die wichtigsten Punkte mitzunehmen. Wenn ich aber ein Sachbuch jetzt so mega cool finde, dann schreibe ich es mir zumindest noch mal auf und nehme mir vor, es irgendwann auch noch mal so zu lesen. Das ist jetzt bisher irgendwie auch noch nicht so richtig dann eingetroffen. Aber irgendwie hab ich meistens das Gefühl, das reicht mir so. Ich will jetzt auch nicht sagen, nur die Essenz, ich glaub, ich nehm schon ein bisschen mehr mit. Aber ich würde auf jeden Fall sagen, dass ich da zwischen auch abschweife und drüber nachdenke, was ich so gehört habe. Stört mich vielleicht einfach nicht so, aber ich hör halt nicht so häufig so Romane oder so. Obwohl auch da, ich glaube, das stört mich einfach nicht so. Ich bin ja auch da sehr lax und denke mir so, ja, wird schon passen. Ich mache das ja zum Beispiel wirklich eher nie mit Buchclubbüchern. Weil da hätte ich, glaube ich, auch so ein bisschen Sorge, vielleicht nicht genug mitzubekommen. Aber hauptsächlich, weil ich das ja so ein bisschen dann anleite in den Treffen und so. Ich glaube, wenn ich jetzt einfach Teilnehmerin wäre, auch da würde es mich dann vielleicht nicht so stören, da würde ich denken, ich habe ja das Wichtigste mitgenommen.

Christin
Ja, aber interessant.

Helen
Ja, aber es ist sehr individuell für mich. Wir können festhalten, macht einfach das, was für euch passt.

Christin
Ja, na klar, weil das in jeder Lebenssituation ja auch irgendwie anders ist. Ich finde es super praktisch, dass ich jederzeit auf jedes Buch, ob ich Lust habe, zugreifen kann. Wenn du jetzt sagst, Christin, schau dir mal dieses Buch an, oder es ist gerade irgendwas Thema im Buchclub, dann kann ich das easy aufrufen und kann auch die ersten Seiten schon lesen und merken, passt das oder nicht. Das finde ich halt ultra cool. Ich glaube, anders wäre ich vielleicht auch nicht zum Lesen gekommen mit den Kindern. Also wie gesagt, das fällt mir super schwer, mich hinzusetzen. Wenn ich lese jetzt ein Buch, vor allem wenn die wach sind oder da sind, dann ist viel Ablenkung da, dann müsste ich mich wirklich zurückziehen. Manchmal auch schwierig, wobei ich hatte letztes Jahr, das fand ich super traurig, ehrlich gesagt. Ich habe mir extra ein Buch gekauft, als wir in den Urlaub gefahren sind. In den Oktoberferien letztes Jahr. Und ich habe es sehr genossen, auf dem Spielplatz ein Buch zu lesen dort. Die Kinder waren mit sich selbst beschäftigt. Es war schönes Wetter. Dann habe ich dieses Buch dort liegen gelassen.

Helen
Bevor du fertig warst?

Christin
Bevor ich fertig war. Und dann war es so, dass ich wirklich, ich bin dann wieder hingegangen zum Spielplatz. Ich hatte gehofft, dass es noch da ist. Es war von Arenz, Der Sommer oder?

Helen
»Der große Sommer«.

Christin
»Der große Sommer«, genau. Und es war glaube ich auch das erste Buch, was ich von ihm gelesen hatte. Und es hat mir Spaß gemacht. Es hat halt irgendwie gut gepasst. Und das ist tatsächlich auch das Buch gewesen, was ich beim Buchclub-Treffen damals gekauft habe in der Buchhandlung in [unverständlich]. Deswegen war ich auch so traurig. Weil zum einen ist es auch ein bisschen nass geworden, von wegen Regen und so. Weil da ging es ja auch um Regen. Ich weiß gar nicht, wer mir das in der Buchhandlung gesagt hat. Aber es war so in meinem Kopf geblieben. Und dann war dieses Buch weg. Und dann habe ich an der Rezeption gefragt. Ich habe dann im Bücherschrank, die hatten dort einen, die gucken, ob es da einer reingestellt hat und da dachte ich, dieses Buch, das liest jetzt irgendwer anders. Da war ich sehr traurig und das habe ich gemacht. Ich habe dann letztendlich das Buch digital gekauft, damit ich es weiterlesen konnte. Also klar, ich hätte jetzt auf Deutschland warten können und das nochmal. Das wäre nicht das Gleiche gewesen.

Helen
Nein, das kann ich auch total nachvollziehen, was wir immer machen, ne?

Christin
Aber ich meine, da hat sich dann jemand anders nochmal drüber freuen können.

Helen
Ja, vielleicht geht es jetzt auch um die Welt und liegt wirklich im Bücherschrank. Uh, da fällt mir was ein. Du hattest ja vor ein paar Monaten zusammen mit mir deine erste Bücherschrankerfahrung, was ich unglaublich fand, weil ich kann an keinem Bücherschrank vorbeigehen. Und der war auch noch extrem leer, eigentlich an der super zentralen Stelle in Bonn, aber sehr, sehr leer gefegt, vielleicht weil er so zentral liegt. Und du meintest irgendwie, glaube ich, auch erst im Nachhinein, dass du noch nie in den Bücherschrank geguckt hast, aber hast dir irgendwie gedacht, hier mache ich das mal. Du hast ein Buch mitgenommen und dann zu Hause was entdeckt. Soll ich das mal raussuchen, was da drin stand? Ich glaube, ich habe es dir damals geschickt.

Christin
Ja, du hast es mir geschickt. Irgendwie so ein Buch, das um die Welt gereist ist.

Helen
Genau. Leider weiß ich gar nicht mehr, wie das Buch selber hieß. Es war auch ein ganz schmales. Aber es war, glaube ich, ein Buch, das schon so eigentlich bekannter, glaube ich, ist.

Christin
Ja? Kanntest du das?

Helen
Ich glaube, ich kannte das irgendwie vom Sehen oder so.

Christin
Aber eins auf jeden Fall, das meine ich schon, was älter war.

Helen
Ach guck mal, ich hab das hier. »Hectors Reise«. Genau, »Hectors Reise« war das und da drin stand auf der ersten Seite, Von vom 3.7.2011 hat da jemand reingeschrieben. Dieses Buch gab mir Katy auf dem, wie nennt sich diese? [unverständlich]-Fluss? [unverständlich]-Fluss in Madagaskar. Also dieses Buch war schon in Madagaskar.

Christin
Mega!

Helen
Danach wurde es von Bill und wiederum von seinen Verwandten gelesen. Möge es das Schicksal dieses Buches sein, um die Welt zu reisen und geteilt zu werden. Und das ist so wow, was?

Christin
Ich liebe das! Das ist so cool. Mein erstes Buch und dann das. Das war super schön. Das Buch selber, muss ich zugeben, hatte gute und stellenweise halt nicht so gute Stellen. Also ich finde halt immer, wenn es um so Fremdgehen geht und so, da bin ich immer so direkt so, ja.

Helen
Du bist für mich gestorben.

Christin
Ja, genau. Ja, da war halt so ein bisschen ein Knick drin, wie so ein Eselsohr in der Beziehung zu diesem Buch. Jetzt tatsächlich auch wieder in einen Bücherschrank getan. Bei uns im Kindergarten gibt es nämlich einen Bücherschrank und da habe ich es reingestellt. Ich glaube es ist tatsächlich auch nicht mehr da. Ich habe auch überlegt, habe ich mich da nicht getraut, ob ich auch was reinschreibe.

Helen
Das wäre eigentlich so gut. Ich weiß gar nicht, ob du im Schmökerrunden-Chat auch bist. [Helens eingesprochener Hinweis auf die Schmökerrunde – hier nicht im Wortlaut.]

Christin
Ich bin schon drin, ich bin Ich bin immer ein bisschen überfordert, weil dann immer so viel los bei mir ist und dann ist da irgendwie plus neun Nachrichten. [unverständlich] Ja.

Helen
Aber irgendwie vor kurzem war das, es ging glaube ich eher darum, was macht ihr mit gelesenen Büchern?

Christin
Stimmt.

Helen
Und ich meine, dass eine aus der Schmökerrunde gesagt hat, sie gibt die in Bücherschränke und klebt ein Post-it rein mit so einer kleinen Notiz so hier, Also ich glaube irgendwie so ein bisschen in die Richtung, was ich an dem Buch mochte oder so. Ich fand das so eine schöne Idee. Seitdem überlege ich so, was könnte ich da reinschreiben? Weil ich hatte eigentlich auch regelmäßig Bücher, die ich zum Bücherschrank bringe. Also ich finde Bücherschrank einfach die tollste Erfindung. Aber ich möchte glaube ich irgendwie ein bisschen wie so eine Abwandlung von dem, was bei dir in dem Buch stand. Weil ich finde das so eine schöne Idee, dass das Buch richtig so reist und um die Welt reist. Und ich war einfach, glaube ich, auch so begeistert, weil Madagaskar ist für mich so ein Traumziel, da möchte ich unbedingt mal hin. Und ich fand es total den schönen Start in deine Bücherschrank-Karriere.

Christin
Ja, ich auch. Ich habe dann auch gedacht, normalerweise müsste das Buch jetzt auch wirklich weiter reisen.

Helen
Ich meine, hat es ja, es ist von Bonn nach Hennef gekommen.

Christin
Wer weiß wo das noch hinkommt.

Helen
Ja, deswegen müsste es eigentlich drin stehen, finde ich.

Christin
Ja gut, das stimmt.

Helen
Okay, ja, fand ich total cool.

Christin
Ich habe auch in den Bücherschränken hier in Hennef, ich habe jetzt mittlerweile noch zwei entdeckt, einen am Rathaus und einen am Kinderschutzbund, das ist ein Second Hand Laden für Kinder. Und da ist ein Bücherschränk nur für Kinderbücher. Und tatsächlich muss ich aber sagen, dass ich das Gefühl habe, die sind so, wie soll ich sagen, dass da quasi mehr oder weniger der Müll reingestellt wird, ein Ding, den man halt nicht mehr braucht.

Helen
Das ist oft die Gefahr, glaube ich, auch wenn sich niemand so richtig verantwortlich fühlt, das vielleicht ein bisschen auch sauber zu halten und ich weiß auch nicht, warum Menschen irgendwie meinen, man könnte das dann so als Müllsammelstelle nutzen. Aber im Grunde ist, also weil ich Bücherschränke schon so lange liebe und weil da oft aber auch so ein bisschen Sachen drinstehen, wo man sich sehr sicher sein kann, die wird da nie jemanden rausholen, ist ja auch im Grunde der Etsy-Shop entstanden. Also ich hatte dann irgendwann mal so ein richtig olles, also von außen [unverständlich], olles altes Wörterbuch, wo ich dann aber durch Zufall, ich weiß auch gar nicht, warum ich da nachgegriffen habe, weil es sah jetzt wirklich nicht schön aus, aber irgendwie drin waren halt dann so Zeichnungen und ich dachte, oh, wie cool, daraus könnte man eigentlich was machen. Und das waren diese ersten Briefumschläge, die ich gemacht habe. Also jetzt sehe ich das auch mit anderen Augen und denke so, stellt ruhig euren Schrott da rein. Ich mache daraus was. Aber eigentlich finde ich auch, sollte man wirklich, ja, sich überlegen, würde das jetzt noch jemand haben wollen.

Christin
Ja. Ich habe auch schon mal alte Bücher in die Bibliothek gebracht. Allerdings glaube ich, haben sie die dann wiederum verkauft für den Förderverein. Also das machen die auch schon mal, dass sie das quasi als Spende nehmen und dann verkaufen. Aber das war so ein neues Buch damals, als ich dachte, Mensch, im Katalog war es noch nicht. Ich will euch was Gutes tun. Ich habe das Buch nie wieder gesehen. Ich weiß nicht, ob es halt ständig ausgeliehen ist.

Helen
Ja, vielleicht.

Christin
Könnte das nicht sein?

Helen
Ja, aber by the way, die Bibliothek in Hennef, die ist echt süß.

Christin
Also gerade auch für Kinder. Das ist ja auch so ein Thema, würde gerne meine Kinder mit dem Lesen auch begeistern. Mein großer ist jetzt so alt, dass er eben lesen kann und das wäre wirklich schön, wenn man das irgendwie toll begleiten könnte, dass es ihm auch Spaß macht. Also Vorlesen ist absolut der Hit. Das klappt super. Mein Mann sagt, er hat durch die Kinder mehr gelesen als selber als Kind in Kinderbüchern. Da gab es eine Buchreihe, da haben wir irgendwie 15 Bände durchgebracht mit den großen und ja, mal sehen. Das war jetzt bei meinem Elternabend auch Thema. Alle so, ja, ja, unser Kind liest und ich dachte so, naja, also er kann lesen, das ist nicht das Thema, aber er hat halt oft keine Lust. Ja. Und alle so, ja so mein Kind liest aber super viel. Dann fühlt man sich immer so ein bisschen verglichen. Das ist wieder so etwas, was ich nicht mag. Es passt wieder zu dem, was ich schon meinte, dass ich das nicht als Sport sehen mag. Ja. Halt wirklich als Vergnügen.

Helen
Geh ich total mit. Ich glaube deswegen, ich hatte für letzte Woche, nee was haben wir denn jetzt? Ich glaube, es war jetzt am Dienstag, dachte ich ursprünglich, ich habe keine Podcast-Folge, weil sich bei den Aufnahmeterminen was verändert hatte und habe dann so eine Q&A-Folge gemacht. Letztendlich hatten wir ja dann das Buchclub-Treffen mit Tara June Winch und dann dachte ich, zieh ich das vor, weil das war wirklich ein tolles Gespräch mit ihr. Aber da wurde ich auch irgendwie gefragt und das werde ich gefühlt jedes Mal gefragt, wenn ich Frage-Sticker bei Instagram machen. Wie viel ich lese, war glaube ich die Frage. Und ich habe ja auch eine Zeit lang geteilt, was ich so lese, aber immer, ich war immer schon so dann, ich habe mich nicht richtig wohl, weil eigentlich mache ich total gerne, ich empfehle super gerne, so und ich teile total gerne so, was ich, was ich lese, was ich tue, was ich esse, Ich liebe das, aber beim Thema Lesen hatte ich dann immer das Gefühl, das wirkt halt erschlagend irgendwie und das wirkt dann zu viel und ich kenne mich ja auch selber, mich setzt sowas auch unter Druck und so und deswegen, ich habe es dann jetzt halt erstmal auch pausiert, ich teile das nicht mehr. Ja, nicht weil ich das für mich behalten will, aber irgendwie, ja, weiß ich nicht, ich finde das setzt unter Druck. Und bei dieser Frage war ich dann halt auch erst mal so, wenn ich dachte, wie viel sagt das aus, wie viele Bücher ich tatsächlich lese. Also ich kann halt sagen, ich lese an den meisten Tagen etwas, auch nicht jeden Tag. Aber Bücher in der Anzahl finde ich auch gar nicht so aussagekräftig. Die können ja total umfangreich oder auch eben nicht umfangreich sein. Aber ich will vor allen Dingen nicht, dass das so irgendwie andere halt unter Druck setzt. Deswegen finde ich total schön und richtig, dass du das so auch, also noch nichtmals tracks für dich.

Christin
Ich glaube, ich mache das vor allen Dingen, weil ich die Bücher an sich nicht so vergessen will. Wenn mich dann jemand nach einem Tipp fragt, dann gucke ich nochmal so, was habe ich gelesen, aber das würde dir ja auch angezeigt werden.

Helen
Ja, genau. Und so habe ich zum Beispiel herausgefunden, was ich anfangs sagte, welches Buch quasi mein erstes Mal wieder reinzukommen.

Christin
Das musst du verraten.

Helen
Also ich hätte tatsächlich, ich hatte eigentlich ein anderes im Kopf, aber und zwar, ich muss das in einer Zeitschrift aufgeschnappt haben oder übers Fernsehen damals noch. Warte, ich will den Titel jetzt richtig vorlesen. »Zwei nach Shanghai«.

Christin
Nein!

Helen
Du kennst das, glaube ich, ne?

Christin
Ja, zwei Radfahrer, ne?

Helen
Genau, die Hoepner-Brüder mit dem Fahrrad. Und da gab es, glaube ich, auch ein Film oder YouTube-Folgen oder irgendwas.

Christin
Ja, genau. Also, ich glaube, es wurde, glaube ich, schon auch im Fernsehen ausgestrahlt. Aber ich glaube, vor allen Dingen war das deren YouTube-Projekt. Ich meine, die haben vielleicht auch irgendwo [unverständlich] oder so ein Interview gegeben.

Helen
Aber irgendwie kam ich da drauf und habe das dann gelesen, weil ich das so unwahrscheinlich fand, dass man mit einem Fahrrad so weit fährt. Und es hat mich sehr gecatcht und innerlich habe ich so gedacht, irgendwann machen wir auch so was. Die haben ja noch andere Reisebücher geschrieben, aber nichts hat mich so gepackt wie dieses. Und danach gab es sehr, sehr viele Harry Potter Bücher, die ich sehe. Also ich habe die auch doppelt dreifach gelesen gefühlt. Genau. Aber ich dachte, ich hätte mit Harry Potter wieder angefangen. Und da war ich erstaunt, dass es ein Reisebuch war.

Christin
Das mag ich auch richtig cool.

Helen
Vor allen Dingen, das war für mich lange Zeit so ein Buch, das stand auch so in meiner Wunschliste, auch so während des Studiums und so. Und dann war ich aber irgendwie, glaube ich, damals so zu knieselig und dachte, das kann ich mir nicht leisten. Und dann war ich immer auf deren Website, habe geguckt, ob die vielleicht mal in die Nähe kommen für eine Lesung, weil die das auch teilweise, glaube ich, in Fahrrad läden oder so gemacht haben in der Lesung. Aber je mehr Zeit halt auch vergangen ist, desto weniger haben die natürlich zu diesem Thema auch gemacht und dann hatte ich es irgendwann eher durch Zufall, ist das weiß ich nicht mehr, in meine Hände gekommen und dann dachte ich, das ist auch voll toll, weil tatsächlich ist das für mich so was, also ich liebe ja Reisen und ich liebe Reiseliteratur, auch schon immer, das ist auch, glaube ich, das einzige, was ich so während dem Studium dann gelesen habe. Aber für mich ist völlig klar, ich möchte nicht mit dem Fahrrad ans Ende der Welt fahren. Das war für mich auch schon immer klar. Ich habe auch schon viele solche Bücher gelesen, wo jemand mit, oder auch Filme geguckt, wo jemand mit dem Rad loszieht. Und ich habe immer gedacht, cool für euch, aber nee. Und das, obwohl ich echt gerne auch Rad fahre.

Christin
Ja, aber du musst es ja nicht übertreiben.

Helen
Also ein bisschen hier so durch Bonn radeln reicht ja.

Christin
Aber cool, voll schönes Startbuch.

Helen
Da konnte ich halt jetzt gucken, dass ich das, dass ich quasi mit iBooks damit angefangen habe. Fand ich spannend, hätte ich gar nicht so vermutet, hatte ich anders in Erinnerung.

Christin
Ja, genau.

Helen
Voll schön. Ich fand das total spannend, von dir so zu hören, wie du, ja wie du Lesen integriert hast. Also so wie ich das jetzt verstanden habe, ist es vor allen Dingen dadurch, dass du dein Handy immer dabei hast, dass du eben auch mal zwischendurch was lesen kannst, aber vor allen Dingen abends, um auch dann schnell einzuschlafen.

Christin
Ja, um runterzukommen. Es ist quasi so dieses Ritual, jetzt neigt sich der Abend so dem Ende zu und ich richte die Aufmerksamkeit auf mich, indem ich halt gucke, was tut mir jetzt gut, was möchte ich mir jetzt gerne reinziehen in den Moment. Wir gucken halt auch eigentlich überhaupt kein Fernsehen mehr. Also dadurch, dass es Streamingdienste gibt, läuft da halt maximal was für die Kids und auch das sehr, sehr wenig mittlerweile, weil wir gemerkt haben, es tut denen einfach auch nicht gut, wenn die halt auch die ganze Zeit berieselt werden. Die kommen aus der Schule, aus dem Kindergarten und würden dann das nächste kriegen. Und genau, dadurch ist es eigentlich so, dass man entweder dann bei Instagram rumhängt, was jetzt nicht unbedingt so viel besser ist als Fernsehgucken, finde ich. Das ist auch so ein Infinity-Pool, du kommst von einem ins tausendste irgendwie, das tut einem dann nicht gut und dann war halt so die Konsequenz dann auch, na dann lese ich halt. Ja. Und dann, was möchte ich denn heute lesen? War gerade vielleicht irgendwas mit den Kindern, also ich hab halt auch viel so Sachliteratur für die Kids. Also »Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten« für alle möglichen Altersgruppen hoch und runter, was ich auch echt empfehlen kann, weil es einen so den Druck nimmt. Du bist nicht alleine und man kriegt das alles hin.

Helen
Und jetzt bricht hier aber gerade die Welt zusammen. Ich hab eben hier auch schon…

Christin
Also gut, wer weiß. Ich dachte, ich hätte hier Donner gehört. Vielleicht hab ich ihn auch bei dir gehört.

Helen
Ja, bei uns.

Christin
Wir sind ja nicht so weit auseinander.

Helen
Hier hat es gedonnert und jetzt regnet es wirklich aus Kübeln. Hörst du das?

Christin
Ja, genau. Und dann lese ich auch manchmal etwas, was mich quasi auch mental beruhigt im Sinne von, ich weiß nicht, du machst alles richtig mit den Kids oder eine Handlungsempfehlung, wo du dann weißt, ok, morgen mache ich das so und so und dann kannst du dich halt auch entspannen, weil wir uns halt auch viel mit beschäftigen, was uns wichtig ist logischerweise. Oder auch als unser Hund eingezogen ist, da war das ja auch wieder alles neu. Ja, und das ist dann aber immer eine intuitive Entscheidung. Dann bin ich auch immer ganz froh, dass ich dann eine Weile ja so Bücher halt parallel habe. Wenn ich dann aber eins abgeschlossen habe, habe ich auch so ein Problem, weißt du, denke, jetzt ist es auch so. Was jetzt? Was mache ich jetzt? Und dann ist eben der Buchclub ganz toll, weil dann kann ich mir da halt Inspiration holen. Oder ich mache dann bei iBooks einfach auch quasi den Shop auf und dann wird dir ja auch was vorgeschlagen. Ich habe auch mal mit anderen Apps versucht, irgendwie mehr Inspiration zu holen, aber mit keiner bin ich so richtig warm geworden, dass ich da eine Vorschläge kriege, weil dann muss ich ja erst mal alles einpflegen, was ich schon gelesen habe, damit die wissen, was ich mag. Dann hat es auch manchmal nicht gepasst.

Helen
Freut mich aber, dass es dann mit dem Buchclub oft passt.

Christin
Ja, muss schon. Ich muss auch sagen, dass ich oft die Bücher jetzt von alleine nicht unbedingt gegriffen hätte, aber dann eigentlich immer positiv überrascht werde.

Helen
Also ich hatte, ich glaube in der gesamten Buchclub-Geschichte, ein Buch, das ich wirklich nicht mochte. Aber ich habe irgendwie für diese Q&A-Folge auch nachgeguckt, wie viele Bücher, ich glaube, waren es 56 oder so bis jetzt. Also echt schon viele und davon eins, dass ich nicht mochte. Also echt finde ich eine sehr gute Quote. Dafür oft eben Bücher, die einen überraschen und die man sonst vielleicht nicht genommen hätte.

Christin
Ich bin da auch so ein Cover-Mensch, wenn es mich anspricht oder den Titel nicht oder so. Maximal geht es noch, wenn ich quasi die Autorin mag und schaue ich mir das wiederum nicht an, wie es aussieht, sondern dann weiß ich, ich mag, wie sie schreibt und die Themen, die sie so behandelt, dann geht das schon. Aber ja, und ich finde, das wechselt auch. Ich war jetzt ja neulich, wie gesagt, in der Buchhandlung und da dachte ich so, Viele Bücher sehen sich jetzt gerade super ähnlich, so [unverständlich]. Dann würde es mir dann schwerfallen, mich zu entscheiden, weil es mich alles angesprochen hätte. Und dann wenn ich den Klappentext lese, denke ich, na, da wollte ich dich auch tatsächlich fragen, ob es etwas gibt, wo du direkt nein sagst. Also das möchte ich jetzt nicht lesen.

Helen
Ja, also ich glaube, ich denke total viel in Schubladen, das führt mir der Buchclub irgendwie sehr oft vor Augen. Ich bin total oft voreingenommen und denke so, oh nee. Aber ich kann gar nicht so richtig festmachen, woran es eigentlich liegt. Aber ich lasse mich halt dann immer drauf ein und irgendwie bin ich dann, also ich bin eigentlich auch immer froh, dass ich da nicht auf dieses erste Gefühl vertraut habe. Aber wenn ich jetzt so privat für mich lese, ich glaube ich kann eher sagen, was mich anspricht, als dass ich… Oder ja vielleicht… Also bei Cover würde ich sagen, ich greife überhaupt nicht zu irgendwas, was halbwegs schnulzig irgendwie aussieht oder irgendwie zu romantisch oder so. Also ich glaube von den Covern und so passt es schon sehr gut zu mir mit dem Buchclub. Das ist schon eher so die Richtung, die ich sonst auch greifen würde. Ich weiß nicht, ob ich immer so, also ich find’s manchmal schon auch anspruchsvoll, was wir gemeinsam lesen. Weiß jetzt gar nicht, ob ich das immer so machen würde, privat. Aber ich mag gerne… Generell auf jeden Fall, wenn das Buch was mit mir macht. Also einfach nur, um irgendwie was gelesen zu haben, das ist jetzt auch nicht mehr so für mich. Aber ich glaube, ich mag halt gerne, wenn es um andere Länder geht. Ich mag auch sehr gerne, wenn es um Frauen geht. Ja, muss ich mal mehr darauf achten, was ich so bei Klappentext, wann ich dann sage, nee.

Christin
Vielleicht sollten wir mal eine Podcast-Folge machen, wo du nicht Q&A machst oder Fragen vorliest, sondern wo dich einer mal so interviewt und Fragen stellt.

Helen
Ich stelle mich gerne zur Verfügung.

Christin
Können wir gerne machen.

Helen
Hatten wir glaube ich, ja doch mit einem Gast mal so ein bisschen, aber das waren auch Fragen, die im Fragesticker gelandet waren.

Christin
Ja, die darfst du ja vorher nicht wissen.

Helen
Ja genau, die hatte ich vorbereitet. Also die hat dann aus diesem Fragesticker für ihn rausgeholt. Nicht ganz das Gleiche. Ja, können wir gerne mal machen. Bin ich auf jeden Fall offen für. Vielleicht schon als Jahresabschluss. Aber ich fand das auf jeden Fall jetzt richtig schön. Ich habe es gefühlt auch nochmal anders jetzt kennengelernt zu haben. Deswegen danke auf jeden Fall, dass du dir an diesem gewittrigen Freitagvormittag die Zeit nimmst oder genommen hast. Mit mir am Strand in in Holland einen Caipi selbst gemixt von dir zu trinken.

Christin
Ja. Ja.

Helen
Es war ein Fest.

Christin
Das hat mir auch viel Spaß gemacht, danke schön.

Helen
Und vielleicht können wir das ja im Dezember dann tatsächlich nachholen.

Christin
Oh, das wäre so schön, oder wenn wir wirklich dieses Haus mieten. Das wäre so super.

Helen
Du dann da abends Caipis mixen.

Christin
Ich mach gerne Caipis, also auch wenn die anderen Menschen vielleicht Champagner trinken Es ist tatsächlich nicht so meine Sparte. Ich bin dann die, die Caipis macht.

Helen
Ja, voll gut. Und wir dann einfach ein bisschen Zeit haben zu lesen, zu reflektieren und vielleicht ja auch Vision Boards basteln.

Christin
Oh, unbedingt.

Helen
Das ist richtig toll.

Christin
Also ich kann jetzt nicht mehr darauf verzichten. Das war das erste Mal, dass ich es gemacht habe.

Helen
Ja, bei mir auch.

Christin
Ich bin dabei und ich brauche das jetzt. Ich brauche das jetzt für immer in meinem Leben.

Helen
Ja, deswegen. Selbst wenn wir uns aus den Augen verlieren, müssen wir uns auf jeden Fall immer einmal im Jahr auf jeden Fall. Wie du das dann machst, wenn du mal irgendwann auf Weltreise bist, ist mir egal.

Christin
Da musst du herkommen.

Helen
Ja, vor allen Dingen dieses, ich fand auch den Bastelanteil daran ganz cool. Aber ja, müssen wir uns auf jeden Fall mal Gedanken machen. Vielleicht wäre das was. Ende des Jahres sprechen wir über oder Anfang nächsten Jahres darüber, was auf diesem Vision Board auch gelandet ist bei uns. Weil das fand ich den spannenden Anteil daran, warum wir was ausgewählt haben.

Christin
Ich musste gerade daran denken, als du sagtest, basteln, wie ich meinte, ob du das nicht ein bisschen gerade ausschneidest. Und du dann meintest, ich finde das aber schön so. Und ich mich dann echt so geschämt habe. Weil ich dachte, du kannst doch jetzt nicht einfach Helen irgendwie [unverständlich], weil du irgendwie das jetzt rund ausgeschnitten hast.

Helen
Ja, dazu muss man sagen, ich habe alles einfach so kreuz und quer und alles krumm und schief ausgeschnitten. Und Christin wirklich, ich glaube, auch mit dem Lineal. Also du hast das super gemacht.

Christin
Zumindest geschnitten. Ja, genau.

Helen
Ja, und alles auch wirklich gefühlt mit demselben Abstand nebeneinander. Und bei mir war alles kreuz und quer. Und da hat sich auch schon mal direkt gezeigt, dass wir in der Hinsicht unterschiedlich ticken. Aber, weiß nicht, wir hatten zwar den gleichen Untergrund, nee, noch nicht mal, du hast ja dann noch mal einen anderen Untergrund gewählt. Vision Boards sehen schon sehr unterschiedlich aus, aber das gemeinsam zu machen, war halt einfach voll schön. Und da hat man ja dann alle Freiheiten und kann das gestalten, wie man mag.

Christin
Und Sushi hatten wir dann.

Helen
Es war ein toller Tag. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn wir das machen. Müssen wir gleich noch mal besprechen. Ich würde sagen, für diese Folge sind wir am Ende angekommen. Ich fand das total spannend und total schön, dass wir es jetzt endlich mal gemacht haben. Und ja, danke dir sehr für dieses schöne Gespräch.

Christin
Ich danke dir.

Helen
Bis dahin.

Christin
Das war wirklich schön. Mach’s gut. Tschüss.

Alle 153 Folgen im Archiv

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