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Podcast · Folge 79
Nicht nur Krimis, sondern Erlebnisse
Nadine Brinkmann über ihre Arbeit im Literaturbüro, Europas größtes Krimifestival – und Lesungen in Tropfsteinhöhlen, Zirkuszelten und der JVA
Diese Folge ist für alle, die bei »Krimifestival« abwinken. Nadine Brinkmann ist seit Jahren in der Schmökerrunde – und arbeitet hauptberuflich im Westfälischen Literaturbüro in Unna, das gemeinsam mit der Kreisstadt Unna »Mord am Hellweg« veranstaltet, Europas größtes internationales Krimifestival. Was sie erzählt, dreht sich am Ende weniger um das Genre als um die Orte, an denen gelesen wird. Und um die Frage, was ein Literaturbüro eigentlich den Rest des Jahres macht.
Nadine Brinkmann
Westfälisches Literaturbüro in Unna, Schmökerrunden-Mitglied
Nadine Brinkmann arbeitet im Westfälischen Literaturbüro in Unna, einem von fünf Literaturbüros in Nordrhein-Westfalen. Sie kam 2010 über ein Volontariat dorthin, im Jahr des Kulturhauptstadtprojekts RUHR.2010, und war damals zum ersten Mal beim Festival dabei. Heute ist sie dort für die Buchhaltung und die Verträge mit Autor*innen und Künstler*innen zuständig – und organisiert die Ferienakademie NRW, die Schreibworkshops für Kinder und junge Erwachsene.
Ein Krimifestival über acht Wochen
Zum Setting wählt sie die Aussichtsplattform auf dem Nebelhorn, dazu eine Kräuterlimonade – und Helen findet gleich, dass Nebel gut zum Thema passt.
»Mord am Hellweg« gibt es seit 2002 und findet als Biennale alle zwei Jahre statt. Die Ausgabe, um die es hier geht, lief vom 14. September bis zum 8. November 2024 – acht Wochen, über hundert Veranstaltungen, ein 120 Seiten starkes Programmheft. Dazu kommen zwei Vorveranstaltungen und ein Nachklapp im Dezember: die Verleihung des Europäischen Preises für Kriminalliteratur, der 2024 an Donna Leon ging.
Der Hellweg ist dabei keine Stadt, sondern eine Region. NRW wird in zehn Kulturregionen aufgeteilt – Bergisches Land, Ruhrgebiet, Niederrhein und eben Hellweg. Auch das, sagt Nadine Brinkmann, hat sie erst durch ihre Arbeit im Literaturbüro gelernt.
Die Orte sind der Punkt
Wer ins Programm schaut, findet weniger Stadthallen als: eine JVA, alte Industriedenkmäler, eine Kirche in Gelsenkirchen, das Schiffshebewerk Henrichenburg, eine Saunalandschaft (die Saunen sind aus, muckelig warm ist es trotzdem), ein noch nicht fertiggestelltes Schwimmbad, ein Polizeipräsidium, das futuristische Colani-Ei in Lünen – und ein feststehendes Zirkuszelt für die Auftaktgala, mit Musik und Akrobatik.
Ihre schönste Erinnerung ist eine Lesung in der Dechenhöhle in Iserlohn. Weil es in der Höhle sehr kalt ist, war die Lesung geteilt: Der erste Teil fand oben im Museum statt, für den zweiten ging es hinunter in die illuminierte Höhle – und dort las der Autor seine Anthologiegeschichte, die genau dort spielt.
Ich habe noch keine schlechte Veranstaltung bei uns erlebt. Jede Veranstaltung ist für sich was Besonderes.Nadine Brinkmann
Das Buch zum Festival
Zu jedem Festival erscheint eine Anthologie, und ihr Entstehungsweg ist ungewöhnlich: Rund zwanzig Krimiautor*innen bekommen je einen der kooperierenden Orte zugeteilt. Im Jahr zwischen zwei Festivals sind sie dort zu Gast und recherchieren, um eine Geschichte zu diesem Ort zu schreiben. Der Ort muss wiedererkennbar sein – und ein Mord ist obligatorisch.
2024 hieß der Band »Verbrechen nebenan«. Denselben Titel trägt eine ganze Programmreihe: »Ort. Mord. Wort. – Verbrechen nebenan«, unter der die Anthologielesungen laufen. Eine zweite Sonderreihe hieß »Morden Frauen besser«, mit reinen Frauennächten – Nadine Brinkmann war bei einer in Hagen dabei: drei Krimiautorinnen, eine Moderatorin und eine rein weiblich besetzte Musiktruppe.
Ein Wochenende mit Nachtwächter
Ein Beispiel dafür, was »Erlebnis statt Lesung« heißt, ist das Krimi-Wochenende, buchbar mit einer oder zwei Übernachtungen: Freitagabend eine Nachtwächterführung mit Fackeln durch das historische Unna, samstags eine Führung durchs Lichtkunstzentrum, abends ein Meet and Greet mit Thrillerautor Andreas Gruber und seine Lesung, sonntags ein Krimi-Brunch mit Ralf Kramp, der eher lustige Krimis schreibt.
Das habe seinen Preis, sagt sie, und will das gar nicht verschweigen. Helens Einwand: Ein Wochenende würde man ja ohnehin bezahlen – hier bekommt man eben ein Programm dazu.
Wer macht das eigentlich?
Auf Helens Vermutung hin, das Literaturbüro erfinde das Programm allein, korrigiert sie: Die Festivalleitung liegt gemeinsam beim Literaturbüro und der Kreisstadt Unna, die zentrale Organisation beim Büro. Ohne die Kooperationspartner in den einzelnen Städten und Gemeinden ginge es nicht – die suchen oft selbst die Orte und veranstalten vor Ort mit.
Ihre eigene Rolle während des Festivals ist unspektakulärer, als man denkt: Buchhaltung, Verträge, Rechnungen. Vor Ort ist sie bei acht Veranstaltungen; Kolleginnen kommen auf zwanzig bis fünfundzwanzig. Dass es nur alle zwei Jahre stattfindet, hat einen einfachen Grund – man braucht das Jahr dazwischen, allein für die Anthologie-Recherchen und die Planung. Acht Wochen im Herbst lassen sich nicht jährlich stemmen.
Was ein Literaturbüro sonst macht
Der Auftrag ist Literatur- und Autor*innenförderung in NRW: Ansprechpartner für Autor*innen sein, Lesungen organisieren, Weiterbildungen anbieten – und sich um den literarischen Nachwuchs kümmern. Veranstaltungsort ist das Büro nebenbei auch: Lesungen mit rund vierzig Leuten passen hinein, schnuckelig und klein.
Das Projekt, an dem ihr Herz hängt, ist die Ferienakademie NRW: kreative Schreibworkshops für Kinder ab acht bis zu jungen Erwachsenen bis fünfundzwanzig, immer am Anfang und am Ende der Sommerferien. Das Besondere daran ist das Format – nicht einmal die Woche, sondern eine ganze Woche am Stück wie eine Ferienfreizeit, mit rund sechs Stunden Schreiben pro Tag unter Anleitung. Damit sei man bundesweit einmalig. Der Preis umfasst Kurs, Unterkunft und Vollverpflegung; nur die Anreise organisiert man selbst. In dem Jahr waren es fünf Kurse mit 130 Teilnehmenden, darunter Jugendliche aus anderen Bundesländern sowie je eine Teilnehmerin aus Luxemburg und Belgien.
Was sie daran mag, beschreibt sie als eigene kleine Welt: viel Respekt, viel Wohlwollen – eine Literatur-Bubble unter Gleichgesinnten, die dasselbe Hobby haben, das in der Schule oft nicht gefördert wird. Die Kurse gibt es seit 1997; Anmeldungen starten immer Mitte Februar.
Warum Krimis leichter wegzulesen sind
Der persönlichste Teil der Folge ist eine gemeinsame Beobachtung, für die beide keine sichere Erklärung haben. Nadine Brinkmann liest Krimis und Thriller vor allem im Urlaub – und nach einem Roman, der sie sehr beschäftigt hat, zur Entspannung. Was komisch klingt, weil der Inhalt ja härter ist.
Ihre Vermutung: Um Spannung zu erzeugen, arbeitet man oft mit kürzeren Sätzen, und man wird durch die Seiten gezogen – keine zwei Seiten Landschaftsbeschreibung. Helens Theorie geht in eine andere Richtung: Ein Mord ist weit genug von der eigenen Realität entfernt, während ein Roman je nach Thema den eigenen Nerv trifft. Beide räumen ein, dass sie das nicht wissen – und nehmen sich vor, dazu mal jemanden einzuladen, der Krimis schreibt.
Nebenbei läuft ein kleiner Genre-Kurs: Krimi ist ein weites Feld, von Cosy Crime bis zum harten Psychothriller. Was Cosy Crime genau ist, liest Helen im Gespräch nach – weniger Action, gemächlicheres Erzähltempo, dichte Atmosphäre und Lokalkolorit, der Fall oft nicht mal das Hauptthema.
Der eigentliche Effekt
Am Ende landet die Folge bei etwas, das nichts mit Krimis zu tun hat. Nadine Brinkmann war über ihre Arbeit bei Lesungen, zu denen sie privat nie gegangen wäre – Lyriklesungen, eine Reihe zu polnischer Reiseliteratur.
Dadurch bin ich auch selber offener geworden, dass man viel eher sagt: Ach, lass uns das mal machen, da gehen wir jetzt einfach mal hin.Nadine Brinkmann
Und daraus wird dann auch ihr Rat an alle, die mit dem Genre nichts anfangen können:
Sucht euch eine Nacht an einem tollen Ort raus, wo mehrere Autor*innen lesen – und lasst euch einfach überraschen.Nadine Brinkmann
Helen ergänzt: Wenn das Genre nichts für einen ist, dann eben die Location aussuchen. Oder die Band.
Die Bücher aus dem Gespräch
Fünf Titel, die in der Folge vorkommen – angefangen beim Festivalbuch, das Nadine Brinkmann ausführlich erklärt.
Verbrechen nebenan. Mord am Hellweg XI
Kriminalstorys
Das Festivalbuch, das Nadine Brinkmann im Gespräch erklärt: Rund zwanzig Krimiautor*innen bekommen je einen Ort in der Region zugeteilt, recherchieren dort im Jahr vor dem Festival und schreiben eine Geschichte darüber. Lokalkolorit ist Pflicht – und ein Mord auch.
Venezianisches Finale
Donna Leon
Der erste Brunetti-Fall. Donna Leon bekam beim Festival 2024 den Europäischen Preis für Kriminalliteratur – und Helen nimmt sich im Gespräch vor, endlich mal einen ihrer Krimis zu lesen.
Sörensen hat Angst
Sven Stricker
Der erste Sörensen-Krimi. Beim Festival las Sven Stricker in einem noch nicht fertiggestellten Schwimmbad – zusammen mit Bjarne Mädel, der Sörensen in den Verfilmungen spielt.
Mord im Orientexpress
Agatha Christie
Als Helen fragt, was Cosy Crime eigentlich ist, landen die beiden bei Agatha Christie und dem klassischen Whodunit – spannend, aber nicht blutig.
Der Schatten
Melanie Raabe
Auf Helens Frage, ob das, was wir gemeinsam lesen, auch mal Krimi war, fällt beiden Melanie Raabe ein – die laut Nadine Brinkmann zu hundert Prozent in dieses Feld fällt.
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49 Minuten über ein Festival in Höhlen und Gefängnissen, die Arbeit eines Literaturbüros – und darüber, warum sich ein Krimi leichter wegliest als ein Roman.
Die ganze Folge hören
Häufige Fragen
Was ist »Mord am Hellweg«?
Europas größtes internationales Krimifestival, veranstaltet vom Westfälischen Literaturbüro in Unna gemeinsam mit der Kreisstadt Unna. Es gibt das Festival seit 2002, es findet alle zwei Jahre im Herbst statt und läuft über rund acht Wochen mit über hundert Veranstaltungen in der Hellweg-Region.
Warum finden die Lesungen an so ungewöhnlichen Orten statt?
Weil das Festival als Erlebnis gedacht ist, nicht nur als Lesung. Im Programm stehen unter anderem eine JVA, Industriedenkmäler, eine Tropfsteinhöhle, eine Kirche, ein Schiffshebewerk, eine Saunalandschaft und ein Zirkuszelt – dazu oft Musik. Nadine Brinkmanns Argument: Auch wer Krimis nicht als sein Genre sieht, lernt so einen tollen Ort, neue Autor*innen oder neue Musik kennen.
Was hat es mit der Anthologie auf sich?
Zu jedem Festival erscheint ein Sammelband. Rund zwanzig Krimiautor*innen bekommen je einen der kooperierenden Orte zugeteilt, sind im Jahr zwischen den Festivals dort zu Gast und schreiben eine Geschichte dazu – mit viel Lokalkolorit, der Ort soll wiedererkennbar sein. Ein Mord ist obligatorisch. Der Band von 2024 heißt »Verbrechen nebenan«.
Was macht ein Literaturbüro?
Es ist für Literatur- und Autor*innenförderung zuständig: Ansprechpartner für Autor*innen, Organisation von Lesungen, Weiterbildungen und die Förderung des literarischen Nachwuchses. In NRW gibt es fünf davon; das Westfälische Literaturbüro sitzt in Unna und ist mit einem kleinen Saal auch selbst Veranstaltungsort.
Was ist die Ferienakademie NRW?
Kreative Schreibworkshops für Kinder ab acht Jahren bis zu jungen Erwachsenen bis fünfundzwanzig, organisiert vom Literaturbüro. Sie finden am Anfang und am Ende der Sommerferien statt, gehen eine ganze Woche am Stück und umfassen rund sechs Stunden Schreiben pro Tag. Der Preis schließt Unterkunft und Vollverpflegung ein, die Anmeldung startet Mitte Februar. Teilnehmen kann man auch von außerhalb NRWs.
Was ist Cosy Crime?
Eine Krimispielart, die sich von actionreichen Thrillern abhebt: nicht so brutal, nicht so blutig, gemächlicheres Erzähltempo, dichte Atmosphäre und viel Lokalkolorit – oft ist der Kriminalfall nicht einmal das Hauptthema. Im Gespräch landen die beiden dabei beim klassischen Whodunit à la Agatha Christie.
Mehr zum Festival und zum Literaturbüro
Die ganze Folge zum Nachlesen
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Helen
Herzlich willkommen Nadine. Ich freue mich sehr, heute mit dir über ein ganz bestimmtes Festival, über deinen Job, über deine Mitgliedschaft, schon seit Ewigkeiten, weil wir Mädels, die lesen. und der Schmökerrunde zu sprechen. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?
Nadine Brinkmann
Ja, hi. Wir sind auf der Aussichtsplattform der Gipfelstation des Nebelhorn und genießen da die Ruhe und trinken dabei eine Kräuterlimonade.
Helen
Ich finde, das klingt richtig gut. Und vor allen Dingen habe ich das Gefühl, dass es auch schon so vom Setting gut zu dem passt, worüber wir noch sprechen werden. Also gerade wenn es so, ja, ehrlich gesagt, ich denke bei Nebelhorn ist es neblig, aber vielleicht ist es gar nicht neblig. Na mal so schnell mal vor. Das würde voll gut dann passen.
Nadine Brinkmann
Das stimmt, ja.
Helen
Und Kräuterlimo immer gerne, würde ich sagen, stoßen wir einmal an und legen los. Ich habe dich vor allen Dingen eingeladen, weil du mitwirkst an einem Literaturfestival und ich dachte so, das klingt ja irgendwie interessant. Ich glaube, wir hatten uns schon mal so am Rande auf jeden Fall auch darüber unterhalten. Und dann habe ich es in einer Pressemitteilung oder so gesehen und gedacht, vielleicht können wir ja darüber mal quatschen. Und vor allen Dingen, wir haben diesen Termin schon länger geplant und jetzt geht das Festival schon fast los. Also gut, das ist schon geschafft. Aber es ist immer noch rechtzeitig, genau. erzähl mal, was machst du so beruflich und was hat das mit diesem Festival auf sich?
Nadine Brinkmann
Also ich arbeite im westfälischen Literaturbüro in Unna. Das ist eins von fünf Literaturbüros in NRW und wir veranstalten unter anderem, aber es ist schon eine der größten Sachen, die wir machen Europas größtes Krimifestival, Mord am Hellweg heißt das. Das ist eine Bienale, das heißt, die findet alle zwei Jahre statt und halt in diesem Jahr wieder und läuft dann über acht Wochen. Das heißt, wir starten am 14. September und enden wird das Festival am 8. November. Genau, es gibt zwei Vorveranstaltungen noch, die außerhalb des Festivalzeitraums statt finden, die erste, glaube ich, am 6. September. Und es gibt noch einen Nachklapp, da wird der europäische Preis für Kriminalliteratur verliehen. Der geht in diesem Jahr an Donna Leon. Und das findet im Dezember statt, genau.
Helen
Oh, der Name sagt mir, was ich glaube, dem Namen begegnete ich in Bücherschränken viel, kann das sein?
Nadine Brinkmann
Ja, auf jeden Fall. Donna Leon ist mit ihrer Venedig-Krimi-Reihe, glaube ich, ein Weltstar unter den Krimi-AuthorInnen. Ja.
Helen
Und ich finde das irgendwie auch inspirierend, wenn es an eine Frau geht. Vielleicht probiere ich einfach mal einen Donna Leon-Krimi.
Nadine Brinkmann
Ja, mach das doch mal.
Helen
Ich bin sowieso gar nicht so die Krimi-Leserin. Und wir hatten den Weihnachts-Krimi letztes Jahr. Den habe ich tatsächlich nicht mitgelesen. Ach, die kannst du nur. Aber ich glaube, das war der einzige Krimi-Fall.
Nadine Brinkmann
Nee, ich meine, ihr hättet, habt ihr nicht auch irgendwann mal was Ferdinand von Schirach gelesen oder vertrug mich? Ach so.
Helen
Ja, fällt das auch in die Kategorie?
Nadine Brinkmann
Ja, würde ich schon sagen, auf jeden Fall. Ah cool. Also, Krimi ist ja ein weit gefahrtes Feld. Das ist ja jetzt… Es gibt Cosy Crime, die so ein bisschen nicht ganz so hart sind. Dann gibt es natürlich die ganz harten Psychothriller.
Helen
Ah, und die fallen auch da rein? Ja. Weil da habe ich ja schon ein bisschen Erfahrung mit, würde ich sagen. Ja. Lese ich nicht mehr ganz so viel, aber so Nele Neuhaus, Sebastian Fitzek habe ich auch gelesen. Okay, er kann sich auch voll mitgehen. Okay, er kann sich auch voll mitgehen. Beim
Nadine Brinkmann
Krimifestival zu Gast möchte ich kurz sagen. Ja. Uhu,
Helen
aber das ist wahrscheinlich eine von den Veranstaltungen, die jetzt schon ausverkauft sind?
Nadine Brinkmann
Sebastian Fitzek ist schon ausverkauft, ich glaube Nele Neuhaus noch nicht. Uhu. Mhm.
Helen
Oh, das finde ich cool, weil ich fand es schon immer sehr, sehr spannend. Und ich habe das auch oft genutzt, wenn ich dann doch mal in der Lesetiefe war, weil ich wusste, das fällt mir dann relativ leicht, weil es ja spannend ist.
Nadine Brinkmann
Genau das. Es ist auch extra so gemacht. Genau das. Ich bin zum Beispiel, also ich lese natürlich Krimis und Thriller. Ich lese aber auch super gerne Romane und ja, Krimis und Thriller lese ich meistens im Urlaub und häufig auch, wenn ich einen krassen Roman habe, der mich echt beschäftigt habe, dann lese ich das dann zur Entspannung danach. Das klingt ein bisschen komisch, aber ich lese das wirklich zur Entspannung.
Helen
Eigentlich lustig, aber war heute oder gestern auch im Schmökerrunden-Chat-Thema, dass jemand gesagt hatte, sie kann sich im Urlaub dann eher auf diese harten Themen einlassen, nicht so sehr im erschressigen Alltag, fand ich auch total spannend. Aber was mir gerade einfällt, das könnte auch noch in die Kategorie fallen. Wir hatten zwar, das war als Roman ja herausgegeben worden, aber wir hatten ja auch Melanie Raabe. Ja. Und das war ja schon auch sehr, sehr spannend.
Nadine Brinkmann
Ja, und Melanie Raabe hat ja auch davor auch noch mehr was, was wirklich in die Krimi Richtung geht. Geschmack. Auf jeden Fall. Melanie Raabe fällt da zu 100 Prozent auch drunter.
Helen
Ja, cool. Ja, dann sind wir also von Mädels, die lesen. und auch ich privat absolut vertreten in diesem Fonds. Auf jeden Fall. Richtig gut. Und unsere Krimilesungen,
Nadine Brinkmann
die leben ja auch jetzt nicht nur von den AutorInnen, die wir einladen, sondern wir sind häufig auch an ungewöhnlichen Orten. Wir sind jetzt nicht immer nur in irgendeiner Stadthalle oder in der Bibliothek, sondern wir sind dieses Jahr sind wir in einer JVA zum Beispiel auch. Wir sind den alten Industriedenkmälern. Ich war schon in der Tropfsteinhöhle bei einer Lesung, die ganz toll war. Also wir haben auch immer ungewöhnliche Orte dabei oder halt auch dann tolle Musik dabei und so. Also das ist halt immer so ein Gesamtprogramm. Also ich würde immer sagen auch jemand, der jetzt vielleicht Krimis und Thriller jetzt nicht so zu seinem Hauptgenre zählt, das lohnt sich trotzdem zu einer Veranstaltung mal zu gehen. dann ist es vielleicht, dass die Musik noch richtig gut begeistert und man lernt immer tolle neue AutorInnen kennen, die man vielleicht nicht kennt und einfach was neues kennenlernt oder man lernt einen tollen Ort kennen. Ich finde, das lohnt sich immer. Also ich habe noch keine schlechte Veranstaltung bei uns erlebt. Es ist immer, jede Veranstaltung ist für sich was Besonderes.
Helen
Boah, ich finde das richtig cool. Gerade auch Orte. Also mir haben es oft Orte angetan. Und gerade wenn man da sonst nicht so hin kann, oder wenn man sonst vielleicht einfach nicht so hinfährt. Weil zum Beispiel, ich weiß nicht welche Tropfstahnhöhle das ist, aber es gibt hier einen in der Nähe. Da sind wir als Klassenfahrt früher immer hingefahren. Da habe ich jetzt irgendwie einfach nicht mehr ganz so den Reis, aber mit so einer Veranstaltung würde ich das dann schon nochmal machen wollen, weil ich kann mir das richtig gut vorstellen. Das erzeugt ja allein schon ein bisschen so ein Grusel-Faktor.
Nadine Brinkmann
Das war ganz toll. Das war in Iserlohn, in der Dechenhöhle. Vielleicht sagt ihr das was, die schon ziemlich bekannt. Und der Autor, der dort gelesen hat, die Lesung war 2 geteilt, weil es in der Höhle natürlich sehr kalt ist. Da ist natürlich so eine sehr niedrige Grundtemperatur halt. Und der hat den ersten Teil seiner Lesung, hat der im Museum, das war halt noch über der Erde gehalten und dann sind wir für den zweiten Teil, das war seine Anthologie. Das sollte ich vielleicht auch noch erklären. Das Festival bringt jedes Mal zum Festival eine Anthologie heraus, wo ungefähr 20 Krimi-Autor innen jeweils eine Geschichte beisteuern, weil wir haben Kooperationspartner, das Städte und Gemeinden in der Hellweg-Region und im Ruhrgebiet und den wird quasi ein Autor oder ein Autorin zugeteilt und die sind dann in dem Zwischenjahr des Festivals, sind die dort zu Gast und recherchieren dort, um ihre Geschichte zu diesem Ort zu schreiben, die immer viel Lokalkolorit natürlich auch beinhalten muss, also dass man diesen Ort wieder erkennt und es muss immer, also ein Mord ist obligatorisch auch und der hat dann dort seine Anthologie zu Iserlohn vorgelesen, die halt auch in der Höhle spielt. Also ein besseres Setting für diese Lesung gab es einfach gar nicht und dann ist man für diese Anthologie sind wir dann alle runter in diese Höhle, die war super illuminiert und ja das ist einfach eine ganz besondere Atmosphäre einfach.
Helen
Ich glaube, das glaube ich sofort. Also ich werde doch nochmal jetzt gleich ins Programm schanzen. Ja, das macht richtig Lust auch drauf. Ich glaube, ich habe gedacht wegen Krimifestival, das ist dann vielleicht nichts für mich. Aber ich finde so diese ganzen Rahmenbedingungen, das klingt richtig gut.
Nadine Brinkmann
Also wie gesagt, wir haben ganz super Sachen. Ich mache jetzt einfach so ein bisschen Werbung. Wir haben zum Beispiel auch ein Krimi-Wochenende.
Helen
Auf jeden Fall Werbung. Auf jeden Fall Werbung.
Nadine Brinkmann
Wir haben zum Beispiel auch ein Krimi-Wochenende im Angebot. Das kann man mit einer oder zwei Übernachtungen buchen. Das beinhaltet dann, bei zwei Übernachtungen hat man das größere Programm, deswegen erzähle ich das jetzt. Das fängt an, man reist an. Man hat dann freitagsabend, hat man eine Nachtwächterführung durch Unna, also so richtig dieses, das historische Unna mit Mordfällen und so weiter. Das ist so eine richtige Eventführung mit Fackelbegleitung und der Nachtwächter und Verkleidung und so. Und am nächsten Tag hat man eine Führung durchs Lichtkunstzentrum in Unna, Vormitas. Dann hat man Abendessen. Abends trifft man dann den Thriller-Autor Andreas Gruber persönlich zu einem Meet and Greet, ist dann bei seiner Lesung. Und am nächsten Tag hat man dann noch ein Krimi-Brunch mit Ralf Kramp. Das ist so einer der schreibt eher lustige Krimi-Brunch und das wird dann glaube ich auch sehr unterhaltsam. hat man ein vollgepacktes Wochenende, was aber nicht nur Krimi ist, sondern halt …
Helen
Ja, so ein Erlebnis.
Nadine Brinkmann
So ein Erlebnis halt einfach. Das kostet natürlich auch … Ich will das nicht verheimlichen, auch das hat natürlich seinen Preis.
Helen
Ja, klar, aber ich meine, hätte man ja auch so, wenn man irgendwie so ein Erlebnis …
Nadine Brinkmann
Richtig, hätte man halt auch so, aber so hat man halt dann schon ein Programm.
Helen
Das ist ja richtig cool. Weißt du, was ich mir gerade so vorstelle? Weil also, ihr als Literaturbüro, so stell ich mir das jetzt vor, ist jetzt vor, seid ihr diejenigen, die sich das Programm überlegen, die Orte scouting und überlegen werden?
Nadine Brinkmann
Ja, nicht nur wir. Also das muss ich zur Richtigkeit auch dazu sagen. Die Festivalleitung liegt bei uns, aber auch bei der Kreisstadt Unna. Also es besteht aus zwei Leuten, die Festivalleitung und wir haben die zentrale Festivalorganisation. Wir beiden. Und ohne die Koop-Partner oder Kooperationspartner vor Ort, also in den einzelnen Städten und Gemeinden wäre das nicht möglich. Also die leisten genauso ihren Teil. Aber wir bauen das Programm, aber die organisieren und veranschalten dann natürlich mit vor Ort. Also gar keine Frage.
Helen
Ja, aber so die gerade dieser Ideen-Teil, also sich zu überlegen, was man macht. Der nicht. Der nicht. Ich glaube, ich fahr dran. Sucht ihr noch Leute?
Nadine Brinkmann
Na ja, gut. Wir haben immer wieder Volontariatsstellen ausgeschrieben tatsächlich. Halt mich auf dem Laufenden.
Helen
Das klingt richtig, richtig cool. Also auch so, ich stelle mir vor, du grüßt auch Orte-Scouten oder so und du gehst irgendwo hin und denkst dir so, das wäre was fürs nächste Festival oder so.
Nadine Brinkmann
Ja, das läuft tatsächlich so. Das läuft halt in diesem Zwischenjahr, dann werden die Kooperationspartner angesprochen. Die suchen auch häufig dann Orte, aber dann hat man Termine vor Ort, um sich einzelne Sachen anzugucken. zu gucken. Dieses Jahr sind wir zum Beispiel in einem Schwimmbad, was noch nicht fertig gestellt ist. Also das stand schon relativ lange fest. Und da liest, die ist aber leider schon ausverkauft. Das sage ich gleich schon vorweg, da liest Sven Stricker und Bjarne Mädel ist zu Gast, der Sörensen, also Sven Stricker schreibt die Sörensen Krimis und die sind verfilmt worden und Bjarne Mädel spielt hat Sörensen, der ist mit dabei und Jan-Peter Pflug als Musiker noch. Ja. Bin richtig gut.
Helen
Also irgendwie voll cool. Ist denn eigentlich Melanie Raabe auch mit dabei? Sie bringt doch jetzt auch wieder irgendwie bei…
Nadine Brinkmann
Ja, die ist dieses Jahr leider nicht dabei, die war auch schon mal zu Gast auf jeden Fall. Also das Festival existiert seit 2002. Genau, da hat das erste Festival, das war lange vor meiner Zeit war das erste Mal 2010 dabei. Da waren wir Kulturhauptstadtprojekt von Ruhr 2010 und da habe ich mein Volontariat quasi im Literaturbüro gemacht und war das erste Mal beim Festival dabei.
Helen
Das klingt so cool. Also das werde ich mir auf jeden Fall nochmal anschauen. Ich würde auch sagen, es gibt ja wahrscheinlich irgendwie eine Programmübersichtsseite.
Nadine Brinkmann
Es gibt eine Website, genau. Und die können wir super gerne da reinpacken. Da kann man sich das ganze Programm angucken, auch direkt Karten drüber kaufen, genau.
Helen
Cool. Ich hatte noch so ein paar Fragen, weil so, also das hat, wie heißt es nochmal? Was weiß du? Mord am Hellweg. Und was ist dieses Hellweg?
Nadine Brinkmann
Das Hellweg ist eine Region quasi. Das Land NRW wird in zehn Kulturregionen aufgeteilt. Also du hast die großen beiden Teile Westfalen und Rheinland und dann hast du zehn Kulturregionen wie Bergisches Land, Ruhrgebiet, Niederrhein, genau. Und da ist Hellweg eine Region halt von, ja.
Helen
Sehr irgendwie interessant, ne? Tellen, ja. Man lebt in der im Land Nordrhein-Westfalen.
Nadine Brinkmann
Ja, das habe ich aber auch erst während meiner Arbeit im Literaturbüro gelernt.
Helen
Man lernt ja nie aus, ja. Super spannend. Und wie also was sind das für Städte, die jetzt da mit beteiligt sind?
Nadine Brinkmann
Pass auf. Ich lese mal kurz ab, bevor ich nichts vergesse. Allen, Hamm, Erwitte, Bad Sassendorf, Waldraub, Lühnenberg, Kramen, Kamen, Böhnen, Kreis Unna, Unnerdorf, Mundholz, Wicke, De, Frontenberg, Schwerte, Iserlohn, Hagen, Witten, Gelsenkirchen. Wobei teilweise natürlich das auch wieder ins Ruhrgebiet reinragt. Ja.
Helen
Super cool. Also lernt man ja alle eigentlich schon so noch ein bisschen was irgendwie mit dazu. Ich hatte irgendwie was mitbekommen, weil ich ja diese Google Alerts hab, wo Melanie Raabe irgendwie vertreten war. Ich weiß nicht mehr, war das Wuppertal. Und ich weiß auch nicht mehr, vielleicht war es auch ein Wuppertal fest, keine Ahnung. Auf jeden Fall, da hat sie, glaube ich, in einem Polizeipräsidium gelesen. Das wäre doch auch ein Ort für euch.
Nadine Brinkmann
Sind wir, glaube ich, tatsächlich dieses Jahr auch? Ich meine…
Helen
Echt? Ich bin gut. Ja. Ja. Also ich glaube, ich hatte sehr viel Spaß an dieser Orga. Einfach sich zu überlegen, wo könnte man das machen und was könnte man da machen. Richtig, richtig gut. Was macht denn abgesehen davon so, also was ist die Aufgabe eines Literaturbüros?
Nadine Brinkmann
Wir sind für die Literatur- und Autor*innenförderung in NRW zuständig. Das heißt, wir sind natürlich auch Ansprechpartner für Autorinnen. Wir organisieren Lesungen, sind aber auch für Weiterbildungen, Also Autor in den Weiterbildungen aber auch für den literarischen Nachwuchs zuständig.
Helen
Und also wie gibt es dann in Deutschland weit?
Nadine Brinkmann
Literaturbüros wird es Deutschland weit geben. Literaturbüros und Literaturhäuser, ja.
Helen
Ah, okay. Ist das ähnlich so von der Funktion den Literaturhau?
Nadine Brinkmann
Ja, aber da bin ich mir tatsächlich ein bisschen…
Helen
Ich stelle die schwierigen Fragen. Vielleicht ist das bei dem Literaturhaustern Unterschied. Obwohl ich weiß es überhaupt ehrlich gesagt gar nicht. Ich habe jetzt gerade gedacht, dass die halt auch gleichzeitig Veranstaltungsort sind.
Nadine Brinkmann
Ja, aber Veranstaltungsort sind wir auch. Wir haben jetzt nicht den Riesenplatz, aber Lesungen mit 40 Leuten kriegen wir bei uns. Wir haben halt auch Veranstaltungsraum bei uns. Das ist bei uns immer sehr schnuckelig und klein, aber auch immer schön.
Helen
Was ist denn jetzt aus dem Programm so was so dein Geheimtipp gerade ortemäßig, wo du denkst und was noch nicht ausverkauft ist, wo du denkst, da sollte man unbedingt mal hinschauen.
Nadine Brinkmann
Oh, jetzt muss ich mal einmal selber gucken. Noch mal scannen. Ja, noch mal scannen. Es sind halt über. Das sind über 100 Veranstaltungen, die habe ich nicht alle auswendig gelernt. Wie kannst du nur? Ja, wie kann ich nur? Persönlich spannend finde ich, es gibt in Lünen, gibt es das nennt sich Technologiezentrum Lünen, das Colani-Ei. Das muss man mal googeln. Das sieht sehr futuristisch aus. Das würde mich persönlich total reizen. Mal, wie man spricht, Colani-Ei. Nee, Colani-Ei, C-O-L-A-N-I. Wo den Klammern steht. Ja, genau.
Helen
Ah, das sieht ja cool aus. Ja, auf sowas hab ich Lust.
Nadine Brinkmann
Genau. Oder wir sind auch in einer Saunalandschaft. Das finde ich auch total spannend. Also die Saunen sind abgeschaltet, aber aber es wird trotzdem muckelig warm sein. Das finde ich auch super spannend. Ja, die in der JVA ist leider auch schon ausverkauft, sonst wäre das mein absoluter Favorit. Also das habe ich einmal mitgemacht, das ist schon richtig hochspannend.
Helen
Ja, das glaube ich, das hätte ich mir auch gut vorstellen können.
Nadine Brinkmann
Ach guck mal, wir haben ja auch hier eine wunderbare, ich zeig dir das jetzt mal. So eine richtige Programmführerin, ne? Ja, so Colani-Ei, ja JVA, Grundsquartier in meiner Heimatstadt in Hagen. Das ist halt im Museum. Dann haben wir eine Kirche in Gelsenkirchen.
Helen
Oh, in der Kircheveranterung finde ich irgendwie auch immer cool.
Nadine Brinkmann
Das Schiffshebewerk in Waltrop, Schiffshebewerk Henrichenburg, finde ich auch super spannend.
Helen
Also eigentlich sind alle irgendwie spannend, oder?
Nadine Brinkmann
Ja, gut, wir sind natürlich auch mal irgendwo in der Stadthalle oder in einer Bücherei natürlich. Aber wir haben immer echt super Orte dabei. Und natürlich, also was ich, ich glaube, die ist noch nicht ausverkauft. Unsere große Auftaktgala findet in einem Zirkuszelt, in einem feststehenden Zirkus. Und das ist wirklich, das ist nicht nur Krimilesung, sondern natürlich auch Musik, aber auch Akrobatik. Nein, cool. Die ist schon auch, das ist auch schon auf jeden Fall immer ein guter Tipp. Ja.
Helen
Und bist du denn jeden Tag unterwegs in den acht Wochen? Nein. Wie sieht dein Job dann aus, wenn das Festival läuft?
Nadine Brinkmann
Wenn das Festival läuft. Also wie gesagt, ich bin in dem Büro vor allem für die Buchhaltung zuständig und jetzt gerade mache ich auch die ganzen Verträge für die Autoreinen und Künstlerinnen und wir teilen diese ganzen Veranstaltungen immer auf. Also das heißt, sowohl mit der Kreisstadt Unna, mit den Leuten bei uns aus dem Büro, wird das aufgeteilt und natürlich mit den Koop-Partnern vor Ort keine Frage. Und dann sind je nach Größe der Veranstaltung immer, ich sag mal so, ist man alleine irgendwo, ist man zu zweit, mal zu dritt, kommt immer auf die Größe der Veranstaltung an und auch, ja, wie einfach so ein Ort zu händeln ist oder halt auch nicht. Also es gibt natürlich komplizierte Orte, wo man mehr Personal einfach braucht. Ja, klar. Und ich bin jetzt dadurch, dass ich die Buchhaltung mache und dann natürlich während des Festivals sehr viel zu tun haben werde, mit Rechnungen und Überweisen und so weiter und sofort betreue ich tatsächlich gar nicht so viele Veranstaltungen, aber ich werde bei acht, werde ich jetzt vor Ort sein. Die anderen Die anderen Kolleginnen genau, die sind mit Sicherheit bei 20, 25 Veranstaltungen vor Ort.
Helen
Wow, krass. Eine aufregende Zeit und dann alle erst mal danach Urlaub.
Nadine Brinkmann
Ja, so ungefähr. Das ist schon anstrengend auf jeden Fall. Das ist nicht zu unterschätzen. Deswegen dann auch nur alle zwei Jahre. Ja, erstens das, deswegen nur alle zwei Jahre, aber auch die Vorbereitung. Man braucht ein Jahr dazwischen. Also alleine für diese Anthologie-Recherchen, auch man Jahr dazwischen und auch um für Planungen, brauchst du ein Jahr dazwischen. Das kannst du nicht jedes Jahr machen. Du kannst nicht jedes Jahr in Herbst, acht Wochen so was abreißen. Das ist nicht möglich. Und wir machen ja auch noch andere Sachen. Das ist das, das ist ja halt auch noch dazu.
Helen
Aber ich finde, das hört sich so cool an. Also ich werde auf jeden Fall gleich mal das Programm durchgehen und auch mal gucken, wann ich es zeitlich auch hinbekommen kann. Aber dieses Colani-Eirites, mich einfach schon mal so sieht.
Nadine Brinkmann
Das ist cool, oder? Ja. Und wir haben dieses Jahr, also wir haben halt immer so ein paar Special-Sachen oder so ein paar Special-Reihen. Dieses Jahr ist zum Beispiel so eine Reihe, die nennt sich Ort. Mord. Wort.. Das ist so ein bisschen so eine regionaler Reihe. Also unter anderem die ganzen Anthologie logischerweise laufen da drunter, weil es also es heißt Ort. Mord. Wort., Verbrechen nebenan. So sollte ich es richtig formulieren. Auch unsere Anthologie hat den Untertitel Verbrechen nebenan. Und also da gibt es halt ein paar Lesungen und wir haben eine Sonderei, die nennt sich Morden Frauen besser. Da gibt es speziell halt zu Frauen, also wir haben reine Frauennächte zum Beispiel dabei. Also ich bin bei einer Veranstaltung in Hagen dabei, das ist eine reine, die ist rein mit Frauen besetzt, drei Krimiautorinnen, darf ich ja jetzt sagen, eine Moderatorin und eine reine Frauen-Musiktruppe. Ja.
Helen
Das ist ja auch cool. Was ich auch gerade wurde, dass mit den Verbrechen nebenan, das gibt ja glaube ich ein Podcast, der heißt Verbrechen von nebenan oder irgendwie so, ob ihr auch so ein True Crime Aspekt mit reinbringt.
Nadine Brinkmann
Haben wir jetzt tatsächlich auch zwei Lesungen zu, die nennen sich auch True Crime, laufen halt auch genau unter diesem Label. Genau, haben wir zwei, ich glaube eine findet tatsächlich auch im Polizeipräsidium statt, bin ich mir eigentlich relativ sicher, ja.
Helen
Ja, voll cool, das klingt irgendwie nach einer richtig coolen Veranstaltung.
Nadine Brinkmann
Lohnt sich vielleicht dafür mal nach, wie hellweg, in die hellwegregion zu reisen, ja.
Helen
Ja, richtig gut, auf jeden Fall. Ein bisschen was Neues kennenlernen. Ich finde es super cool, vor einigen Mal auch so Einblick zu bekommen. Ich weiß ja immer selber gar nicht so, was es in der Literaturlandschaft alles für Akteure, sag ich mal, gibt und das finde ich total cool. Und ich finde es dann auch so spannend, weil wir kennen uns ja jetzt schon länger durch so Mädels, die lesen., Hörrunde und so, aber dann einfach mal so ein bisschen zu erfahren, was machst du abgesehen davon, finde ich richtig cool. Was mich ein bisschen interessieren würde, also du hast gesagt, du liest Krimis und Co. vor allen Dingen eher so ein Urlaub. Hattest du schon mal das Gefühl, dadurch, dass du so viel mit Büchern auch beruflich und ja auch privat, ne, du bist schon lange beim Mädels, die lesen. zu tun hast, geht es dir dann auch manchmal auf den Keks und du denkst dir so, bleib mir weg mit Büchern oder eher genau andersrum?
Nadine Brinkmann
Also ich glaube ich hatte in meinem Leben immer mal Phasen wo ich wenig oder auch gar nicht gelesen habe. Zum Beispiel während meiner Studiums, ich habe fast gar nicht gelesen, weil man dabei auch viel anderes gelesen hat. Und ich merke das immer. Ich habe vor ein paar Jahren noch eine berufliche Weiterbildung gemacht. Die lief auch so für anderthalb Jahre, wo ich auch wahnsinnig viel lernen musste und so weiter. Da habe ich gar nicht gelesen. lesen. Also das sind tatsächlich so Momente, wenn ich da wirklich durch war mit Lernen oder mit Hausarbeiten vorbereiten, habe ich mich von Fernseher gesetzt und habe mich mit irgendwas da berieseln lassen. Da hatte ich keinen Kopf zum Lesen.
Helen
Das verstehe ich auch vor. Und ich glaube, das können auch alle nachvollziehen, gerade wahrscheinlich noch im Studium stecken. Auf jeden Fall.
Nadine Brinkmann
Also das waren so meine Phasen, wo ich wirklich kaum bis gar nicht gelesen habe. Aber Aber so, vor allem jetzt, seit ich bei Mädels hier lesen bin, les ich super viel einfach wieder. Dieses Jahr halt auch wieder, hatte ich auch wieder so eine Phase, ich bin umgezogen und auch das alles, was einen so rausbringt, wo man viel zu viel im Kopf hat, dann habe ich keinen Kopf, mich auf dem Buch zu konzentrieren. Dann schalte ich einen Fernseher an und lasse mich da auf eine Serie ein.
Helen
Das verstehe ich. Ich glaube manchmal wäre ich dann vielleicht eher so, dass ich dann zum Beispiel… also für mich ist dann… das klingt irgendwie falsch, aber so ein Thriller oder so ist für mich dann manchmal eher so… …leichte Literatur. Weil ich weiß auch nicht so genau warum, aber zumindest… …es lässt sich so gut einfach weglesen in der Regel. Und natürlich denkt man dann vielleicht irgendwie, wer könnte was irgendwie und wo entdecke ich irgendwelche Anzeichen oder so, aber… Ich glaube, ich muss mich zumindest weniger mit meinen Sachen auseinandersetzen. Und das finde ich oft bei den Büchern, die wir vielleicht auch gemeinsam lesen, schon eher. Das konfrontiert mich dann vielleicht mit eigenen Ängsten oder so. Da muss ich schon ein bisschen mich mehr darauf einlassen. Aber ich habe das auf jeden Fall auch gerade, wenn ich merke, ich mag jetzt irgendwie einfach, warum auch immer nicht lesen, dann freue ich mich auch, wenn ich einfach Also im Serien bin ich ja immer so ein bisschen fix und langzeit commitment, aber im Film. Das ist dann sehr gut. Ja oder dann halt.
Nadine Brinkmann
Ja, ich glaube aber auch, dass Krimis und Thriller, ich will jetzt niemanden beleidigen oder zu diffamieren, weil die sind meistens… Das ist ein sehr einfacher geschrieben. Ich kann das gar nicht genommen benennen. Das meine ich damit gar nicht. Aber ich glaube um Spannung zu erzeugen, hat man oftmals kürzere Sätze. Ja, vielleicht ist das so. Ich habe mein Gefühl, ob das stimmt sonst.
Helen
Ja, aber ich habe das nämlich auch schon öfter bemerkt, weil eigentlich das Inhaltliche ist ja viel krasser.
Nadine Brinkmann
Das Inhaltliche ist viel krasser. schrieben, wie irgendjemand total ermordet wird. Ja, und das siehst man dann so weg. Ja, ich…
Helen
Als wäre es nix. Ja, das wäre es nix. Das ist total verrückt. Aber vielleicht ist es dann wirklich so die… Oder ist es auch vielleicht weit… Ich sprach mal so. Vielleicht ist es auch zum Glück zu weit von der eigenen Realität entfernt und bei Romant trifft das, je nachdem, um was es geht, vielleicht dann eher den eigenen Nerv, dass man damit schwerer umgeht. Ich weiß es nicht.
Nadine Brinkmann
Voll die spannende Theorie. Ja, aber mir geht es genau an. Also beim Krimi, da bin ich dann halt einfach und ja, wahrscheinlich ist es nicht natürlich auch an der Spannung, dass man halt immer weiter durch die Seiten gezogen wird. Ja, weil man da meistens natürlich jetzt nicht zwei Seiten Landschaftsbeschreibung hat. Oder wie bei Anna Karenina. Da war ich raus. Also das waren ja eher so 50 Seiten. Obwohl nicht so Landschaftsbeschreibung, sondern eher Beschreibung von Landwirtschaft in Russland, weiß ich nicht, 18 Jahrhundert oder so. Da war ich dann auch so, oh mein Gott, das ist echt anstrengend. Ja, das ist dann halt wirklich anstrengend. Ja. Ja.
Helen
Aber das ist, also ich glaube vielleicht können wir mal irgendwie jemanden einladen, wer die Krimis schreibt und dann drüber genauer mal. Also gut, da hätten wir natürlich auch richtig gut mit Melanie Raabe drüber sprechen können. Auf jeden Fall. Vielleicht können wir sie nochmal einladen. Ja, sie ja auch diese unterschiedlichen. Ja. Ich kann sie das nochmal besser erklären, was das ausmacht.
Nadine Brinkmann
Ja, ich bin natürlich nicht vom Fach. Ich habe das handwerklich nicht gelernt. Ja. viel Blödsinn gerade erzählt haben.
Helen
Nee, aber ich meine, ich merk es ja auf jeden Fall irgendwie, ist es, obwohl es inhaltlich viel, viel krasser ist, als das, was wir so lesen, bei Mädels, die lesen., oft einfacher wegzulesen. Und das wird ja ein Grund haben. Also das fände ich auf jeden Fall eine spannende Folge. Auf jeden Fall. Falls wir bei den Zuhörerinnen jemanden dabei haben, der die krimis schreibt, meldet euch. Ach so, eine Sache fällt mir gerade noch ein, noch einmal, du eben von Cosy Crime gesprochen hast und ich fand es super faszinierend, dass es so ein Genre gibt. Wäre das so was wie der Weihnachtskrimi? Ich meine, du hast ihn nicht weggekommen. Ja, würde ich wahrscheinlich. Ich habe ihn nicht mitgelesen. Ich würde da wohl… Ich weiß nicht. Ich habe ihn nicht gelesen. Ich würde da wahrscheinlich eher auf Whodunit, so ein bisschen Agatha Christie in die Richtung. Ja, stimmt. Hat die wirklich auf den Kopf gezeigt. Was wäre so ein Cosy Crime Beispiel? Ich übertreibe dich immer mit meinem Fragen. Ich kann es auch mal googeln. Ich habe da noch nie von Gehörer.
Nadine Brinkmann
Nicht so brutal, auf jeden Fall nicht so blutig, würde ich sagen. Ein bisschen Wohlfühlatmosphäre mehr.
Helen
Also eigentlich würde man ja fast mal in das Praska nicht zusammen, ne? Ja, doch. Was versteht man unter Cosy Crime? Er hebt sich von den Thrillern mit reichlich Action, Mord und Totschlag ab und ist in erzählendem Stil verfasst. Auch das gemächlichere Erzähltempo ist ein Charakteristikum. Oft ist weniger der Kriminalfall das Hauptthema des Romans. Der Cosy Crime besitzt eine dichte Atmosphäre und Lokalkolorit. Das ist ja interessant. Was es alles irgendwie immer so gibt. Habt ihr dann auch sowas Cosy Crime-mäßiges aber also wo man irgendwie vielleicht gemütlicher irgendwo, weil das wäre ja dann vielleicht nicht so das JVA-Thema, ich war ja noch nie in einer, aber vielleicht eher so, dass dann in der Bücherei zum Beispiel vielleicht.
Nadine Brinkmann
So spontan war ich jetzt leider nicht, da müsste ich mich jetzt noch mal tiefer mit dem, wie gesagt, ich habe es nicht auswendig gelernt. Ich kann mit den Fiesen Fragen.
Helen
Aber das war nicht irgendwie spannend, weil ich habe noch nie davon gehört und weil ich halt finde, eigentlich müsste sich das Gegenteil ausschließen. Aber es gibt ja so viel, was ich nicht kenne. Ich stell mir irgendwie vor, man sitzt so gemütlich auf Sofa und lässt sich irgendwie was erzählen. Gibt es bestimmt auch in euren Programmen?
Nadine Brinkmann
Gibt es mit Sicherheit auch, ja, Ich überlege, wir sind auch irgendwo in einem Café, was auch ganz schön aussieht. Stimmt, Cosy Crime. Aber ich weiß gerade nicht, wer da liest. Das sage ich gerade ganz ehrlich. Das weiß ich gerade auswendig nicht und das finde ich jetzt in diesem 120 Seiten starken Programmheft auch spontan nicht.
Helen
Naja, wir können ja den Hörerinnen auch zutrauen, dass sie selber so ein bisschen das Programm durchforsten. Ich glaube, es macht auch einfach Spaß zu schauen, was es so alles gibt. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wenn man Cosy Crime liest, dann weiß man das vielleicht auch. Und dann gibt es ja vielleicht auch bestimmte Autor, in die dieses so verdienen unter denen kann man bestimmt auch einen Suchbergruf oder so suchen.
Nadine Brinkmann
Genau das.
Helen
Ich finde es irgendwie auf jeden Fall cool. Vielleicht brauchen wir auch mal ein Cosy Crime Roman. Nee, nicht Roman, dann ist ja kein Roman, ne?
Nadine Brinkmann
Nee, das ist Krimi.
Helen
Also ein Cosy Crime bei uns. Genau. Ich merke auf jeden Fall tiefer ich eintauche, wie wenig ich von der Buchwelt weiß. Aber so lernen wir alle gemeinsam dazu. Wollte ich sagen, so lernen wir alle gemeinsam dazu.
Nadine Brinkmann
Ja, aber was ich glaube, ich auch gerne noch erzählen würde, was ich mache, also weil da wirklich auch so ein bisschen mein Herz auch dran hängt bei meiner Arbeit im Literaturbüro. Also ich habe ein Projekt, was ich übernommen habe, was ich ja fast seit Anfang an quasi betreue und organisiere und das ist die Ferienakademie NRW bei uns und das sind kreative Schreibworkshops für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsener. Die leite ich nicht, sondern ich organisiere das Ganze. Die finden immer in den Sommerferien statt, immer am Anfang und am Ende der Sommerferien in NRW, sollte ich sagen. Ja, und richten sich an Kinder von acht bis junge Erwachsene bis 25 Jahre. Und das ist einfach eine ganz tolle Sache. Also, der wird quasi ja, das ist der literarische Nachwuchs, die halt gerne schreiben, was ja häufig in den Schulen gar nicht so gefördert wird. Und wir sind bundesweit einmalig damit, nämlich dieses Schreibworkshops, halt nicht nur einmal die Woche stattfinden, sondern wirklich am Stück eine Woche wie eine Ferienfreizeit ist man quasi in einem an einem Ort und schreibt einfach unter Anleitung natürlich also wir haben ganz tolle Kursleiterinnen auch und dann hat man sechs Stunden am Tag Schreibunterricht nenne ich das jetzt mal aber wo man ganz viel lernt wo man ganz viel schreiben kann und wo man vor allen Dingen auf viele Gleichgesinnte trifft halt die genau das gleiche Hobby haben und das merke ich immer wieder, das ist so eine ganz eigene Welt mit viel Respekt, mit viel, mit viel Wohlwollen und das ist so eine, so eine eigene kleine Literatur bubble, nenne ich das immer. Ja, da bin ich quasi jedes Jahr mit vor Ort als Betreuerin und das ist immer ganz, ganz toll. Ja.
Helen
War schön. Wie viele nehmen da so Teile oder wie viele Könnteile nehmen?
Nadine Brinkmann
Wenn wir ausgebucht sind, so wie in diesem Jahr sind das insgesamt. Es sind fünf Kurse, 130 Teilnehmerinnen.
Helen
Ja, und kann man das nur, kann man nur mitmachen, wenn man aus NRW ist?
Nadine Brinkmann
Nein, ich habe, also wir bewerben es vor allen Dingen in NRW. Logischerweise, wir sind in NRW, Literaturbüro, entsprechend treift natürlich unsere Bewerbung an den Schulen in NRW. Aber selbstverständlich landet auch mal der ein oder die andere bei uns auf der Website aus anderen Bundesländern. Ich habe Leute aus Rheinland-Pfalz, aus Hessen, aus Berlin, aus Bayern natürlich vereinzelt. Dieses Jahr tatsächlich auch zwei Teilnehmerinnen, eine aus Luxemburg, eine aus Belgien, die halt auf deutschsprachigen Schulen sind. Also ja, das, man kann auch teilnehmen, wenn man nicht aus NRW kommt. Das muss natürlich halt immer nur mit den Ferien Zusammenpassen. Das ist natürlich der Punkt.
Helen
Ja, man braucht hier dann wahrscheinlich auch irgendwie eine Unterkunft vor Ort, die man sich dann selber organisieren muss.
Nadine Brinkmann
Nein, nein, nein. Das ist ja eine Ferienfreizeit. Also ja, Anreise ist selbstständig. Also man muss halt irgendwie hin und wieder wegkommen. Aber der Preis beinhaltet den Kurs, Unterkunft und Vollverpflegung. Das ist alles Man ist eine Woche weg und man ist eine Woche oder sechs Tage ist man vor Ort und mit genauso schreibbegeisterten Leuten und schreibt.
Helen
Das ist voll das coole Angebot. Das ist voll das coole Angebot.
Nadine Brinkmann
Ich hätte es als, also ich glaube das gibt es seit 1997, also schon sehr sehr lange und hätte ich das, ich glaube das ist ein bisschen zu spät für mich angefangen, bzw. damals…
Helen
Das habe ich auch nicht mitgekriegt. Das wäre genau meins gewesen. Das wäre zu 100 Prozent genau meins gewesen. Ich habe als Jugendlicher auch geschrieben, vor allem mit einer Freundin zusammen. Ja gut, wir sind dann bei so einem VHS-Kurs gelandet, wo wir halt mit Abstand, mit großem Abstand. Wir waren 15 und die nächste war dann 30 Jahre alt. Ja, das war 60, ja. Ja. Aber ich, zum Thema Schreiben, wo ich denke, das könnte jetzt was für sich sein, Das hab ich letztens durch Zufall entdeckt. Ich weiß gar nicht mehr, was mich da hingeführt hat. Aber in irgendeinem Museum hier in der Nähe, vielleicht war es das Arp Museum in Rolandseck, denke ich. Da hab ich dann bei den Veranstaltungen gesehen, dass die einen Schreibworkshop im Museum anbieten. Also, dass man inmitten der Kunst so mehrere Stunden oder so einen Schreibworkshop hat, dann dachte ich auch so, das klingt ja richtig cool. vor, aber vielleicht melde ich mich an und dann dachte ich, das könnte ja auch was für dich sein. Und es ist zumindest noch eine, ist es, naja, es könnte auch gar nichts genannte, Rheinland-Pfalz, ich bin gerade gar nicht so ganz sicher. Aber es ist vielleicht erreichbar.
Nadine Brinkmann
Es ist erreichbar, ja, obwohl ich dazu sagen muss, ich, also ich habe als Jugendliche halt geschrieben, aber mittlerweile mache ich das nicht mehr. Ja, also das habe ich tatsächlich irgendwann verloren. Das Lesen läuft durch mein ganzes Leben, aber schreiben ist war irgendwann erledigt. Ja. Ja.
Helen
Aber hat die Ferienakademie auch eine eigene Webseite?
Nadine Brinkmann
Nein, die hat keine eigene Webseite, aber über unsere Literaturbüro-Website kann man sich darüber informieren. Also ja, die Kurse sind natürlich jetzt, wenn der Podcast rauskommt, schon gelaufen. Aber für die nächsten Jahre. Aber für die nächsten Jahre.
Helen
Aber wenn ich schickst du mir einfach die Links, dann packe ich das auch noch mal drin, Da könnte ich mir echt vorstellen, dass das doch einige interessiert für die eigenen Kinder.
Nadine Brinkmann
Ja, super gerne.
Helen
So ein stellvertretendes Interesse.
Nadine Brinkmann
Genau, super gerne. Also wie gesagt, falls da dann nichts, weil ich vermute, wenn der Podcast rauskommt, wird dann nur so ein kurzer Infotext sein. Anmeldungen starten immer so im Februar quasi, des Jahres, wo es dann stattfindet. So Mitte Februar und dann findet man dort auch mehr Informationen. Ja.
Helen
Richtig cool. Ja, das ist richtig cool. Und jetzt gerade denke ich so, vielleicht melde ich mich für diesen Schreib-Workshop im Museum. Und weil irgendwie klingt es einfach schon gut. Ja. Er sitzt zwischen den Kunstwerken und schreibt.
Nadine Brinkmann
Das klingt auch spannend, auf jeden Fall, ja.
Helen
Ja. Ich glaube sowieso irgendwie auch mit dem Lesen oder generell so sich auch mal was Neues einlassen. Deswegen finde ich, glaube ich, das Programm bei euch auch so cool, weil man dann neue Orte entdeckt. vielleicht neue Bücher, neue Autor, neue Musik. Das ist halt schon cool, deswegen gehe ich auch so gerne in Ausstellung, weil man einfach mal was, man kriegt so neue Impulse, neue Reize.
Nadine Brinkmann
Genau, man kriegt einfach viel mit. Also ich habe auch ja durch durch meiner Arbeit im Literaturbüro, wie gesagt, wir machen ja auch nicht nur Krimilesungen, sondern wir haben natürlich auch mal andere Lesungen, auch mal bei uns vor Ort, auch mal Lyrik-Lesungen. Wir hatten mal eine Reihe zu polnischer Reiseliteratur. Das war super spannend auch. Und ich habe so viele neue Autor-Innen kennengelernt und war halt auch bei Lesungen, wo ich privat wahrscheinlich eher gesagt hätte, ach, weiß ich jetzt nicht so, aber es war alles immer toll. Es war halt immer toll, ne? Man ist dann halt vor Ort, man sitzt ja irgendwo an der Quelle, man kriegt Sachen mit und ich habe so viele tolle Veranstaltung schon mitgemacht, wo ich privat vielleicht eher gedacht hätte, ach, weiß ich jetzt nicht. Aber und dadurch bin ich auch selber offener geworden einfach und… Das glaube ich ja. Ja, dass man viel eher sagt, ach lass uns das mal machen, da gehen wir jetzt einfach mal hin.
Helen
Ja, das finde ich auch generell cool. Was mir gerade eingefallen ist noch, gibt es auch ein Krimi-Dinner?
Nadine Brinkmann
Nein, das gibt es nicht.
Helen
Das wäre doch noch was für in zwei Jahren.
Nadine Brinkmann
Wir hatten tatsächlich auch mal so eine Veranstaltungsreihe, das haben wir aber irgendwann, haben wir das rausgenommen. Also ich glaube so die ersten Jahre gab es das tatsächlich, also meine ersten Jahre, da gab es das glaube ich noch. Da gab es noch so ein Label, das nannte sich Krimi-Dinner, ja tatsächlich. Aber wir haben zweimal Lesungen bei einem Krimi-Brunch.
Helen
Oh, ja, okay, das ist auch cool.
Nadine Brinkmann
Das ist ja aber nicht diese klassischen Krimi-Dinner-Lesung, wie man das kennt. Man muss selber einen Mordfall lösen, so läuft das nicht. Das ist dann wirklich eine Lese. Man ist einfach nur beim Mordfalllesen. Genau. Und unsere Krimi-Dinnerveranstaltung liefen auch genauso. Dann gab es ein Dreigangmenü. Und zwischen den einzelnen Gängen hat der Autor oder die Autorin dann halt aus dem Buch vorgelesen und ein bisschen was erzählt. Also es war jetzt nicht dieses klassische Wir suchen den Mörderspiel.
Helen
Ja, du bist halt auch voll, also wir hatten das ja auch überlegt für den Weihnachtskrimi letztes Jahr. Du bist halt wirklich dann auch sehr darauf angewiesen, dass die, die sich angemeldet haben, kommen und sich vorbereiten und das ist halt, glaube ich, einfach mit fremden Menschen echt schwierig auch zu organisieren. Deswegen, aber cool. Ich musste gerade nur daran denken, weil ich, also wegen Krimi und weil ich das schon öfter gehört hab, aber weil ich auch mal auf einer Lesung war, ich glaube im Rahmen der lit.COLOGNE, da hat, das war irgendwie eines von diesen Büchern der Inder, der auf seinen Fahrrad stieg und weiß ich nicht mehr so, Ja, schon mal gehört. Da gibt es ja irgendwie so verschiedene Bände. Und der Autor war da. Und das war in so einem, das ist, glaube ich, auch eigentlich eine Kirche gewesen oder so, auf der Hohe Straße in Köln. Der ist aber so ein Café oder sowas mit dran. Und da drin haben die dann essenpassend zu dem Buch gekocht. Und es war irgendwie so ein WDR-Sprecher, der auch so eine angenehme Stimme hatte, der es dann irgendwie vorgelesen hat. Und zwar glaube ich alles irgendwie schwedisch oder so was. Es war irgendwie auch eine richtig coole Kombi. Also noch mal so als Idee. Auf jeden Fall, ja. Ich bin irgendwie, glaube ich, das wäre mein Lieblingsjob, einfach Ideengeneratoren. Ja. Das kann man mich beauftragen. Ja. Ich fand es mega, mega spannend. Danke dir für die Einblicke und vor allen Dingen danke fürs Lustmachen. Weil ich habe das Gefühl, zumindest bei mir wäre das so gewesen, dass ich jetzt gedacht hätte, hm, ist nicht so richtig und dann kommt man gar nicht erst. Aber so könnte ich mir vorstellen, dass jetzt doch einige noch mal in das Programm schauen und auch jeden Fall machen.
Nadine Brinkmann
Und ich kann vor allem für jemanden, der vielleicht wirklich gar keine Krimis uns Thriller liest, dann sucht euch eine Nacht raus, sucht euch eine Nacht an einem tollen Ort raus, wo mehrere Autoren lesen und lasst euch einfach überraschen.
Helen
Ja, würde ich auch sagen, wenn man denkt, dass Genre ist nicht für mich dann zumindest eine richtig coole Location rauszupenden.
Nadine Brinkmann
Genau, oder eine richtig coole Band aussuchen zum Beispiel.
Helen
Ja, genau. Ah, das ist cool. Ich bin mich gespannt. Also wir verlinken alles, wo man irgendwie Tickets bekommt und sowas in den Show-Nodes. Sag nochmal gerade von wann bis wann findet das statt.
Nadine Brinkmann
Vom 14. September bis zum 8. November. Okay. Plus zwei Veranstaltungen vorher noch und am 8. Dezember ist die große Verleihung des Europäischen Preises für Kriminaliteratur. An Donna Leon.
Helen
Spannend. Also es kommen jetzt auch ein paar aufregende Monate auf dich zu, deswegen bin ich froh, dass wir das jetzt noch geschafft haben. Ja. Ja, und ich danke dir sehr für diese Einblicke.
Nadine Brinkmann
Ja supergerne. Danke, dass ich davon erzählen durfte.
Helen
Super, supergerne. Ich würde sagen, unsere Kräuter-Limot trinken wir jetzt auf der Aussichtsplattform aus und ich würde auch sagen, es ist neblich, auch wenn wir dann natürlich schon eine Aussicht haben. Auf jeden Fall. Für die Stimmung ist es neblig. Also deswegen lassen wir uns einfach ein bisschen von diesem Nebel einhüllen und quatschen noch in Ruhe zur Ende und verabschieden uns an der Stelle von den Mädels.




