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Podcast · Folge 143
Anfangen ist wichtig, dranbleiben wichtiger
Ramona Nemec spricht als Kielfeder seit ihrer Schulzeit im Internet über Bücher. Über den Druck, immer präsent zu sein, und die Grenze zwischen persönlich und privat
Von außen sieht so ein Buchaccount leicht aus: Empfehlungen, Retreats, Gespräche mit Autorinnen. Was man dabei übersieht, sind die Jahre davor. Ramona Nemec hat 2010 als Teenagerin angefangen, im Internet über Bücher zu sprechen – weil sie niemanden hatte, mit dem sie das tun konnte.
Ramona Nemec
Content Creator, Moderatorin und Social Media Managerin
Seit 2010 spricht sie unter dem Pseudonym Kielfeder über Bücher – auf Instagram, im Blog und bei YouTube. Beruflich ist sie über eine Ausbildung in die Buchbranche gekommen; heute macht sie Content für Verlage und Autor*innen, teils auch außerhalb der Buchwelt im Live-Entertainment- und Musicalbereich. Sie moderiert Veranstaltungen online wie offline und organisiert Leseretreats. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.
Foto: Mirjam Kilter
Ein Pseudonym aus Einsamkeit
Der Anfang war kein Karriereplan. »Da war ich noch ein Teenager und ich war halt einfach einsam. Ich hatte niemanden, mit dem ich über Bücher sprechen konnte.« In der Schule war sie recht isoliert – und wollte sich mit irgendjemandem über das austauschen, was sie gern machte.
Wer sich 2010 als Buchbloggerin vorstellte, hatte es nicht leicht: Da hätten sich die Verlage »dankend weggedreht«, sagt sie, weil das schlicht kein Thema war. Heute ist daraus ein Riesenmarkt geworden, mit Gagen und Honoraren.
Was sie heute macht
In einem Satz lässt sich das schwer beantworten. Grundsätzlich spricht sie im Internet über Bücher und die Liebe zum Lesen und versucht, andere dafür zu begeistern. Dazu kommt Content für Verlage und Autor*innen, teilweise auch außerhalb der Buchbubble – ins Live-Entertainment und den Musicalbereich sei sie »so reingerutscht«. Sie moderiert Veranstaltungen, online wie offline.
Und sie organisiert Leseretreats: Wochenenden für Bücherwürmer, an denen einfach gelesen wird. Eine Autorin ist immer dabei und meistens die ganze Zeit mit den Gästen zusammen – eine Art Pyjama-Talk statt der klassischen Lesung mit Wasserglas und Gegenübersitzen. Die Idee kam ihr nach eigener Erinnerung im Herbst 2024 – ein paar Wochen später hat sie sie umgesetzt.
Persönlich und privat sind zwei verschiedene Dinge
Kurz vor der Aufnahme hatte sie einen Post veröffentlicht, in dem sie offen über eigene Schwierigkeiten schrieb. Ob sie das Überwindung gekostet habe? Ja, ein bisschen – sie hat vorher noch einmal alles durchgelesen.
Was ihr dabei hilft, ist eine Unterscheidung, die sie für sich vor einiger Zeit getroffen hat: Es gibt Persönliches, das sie teilt, weil es zu ihr gehört und weil andere daran anknüpfen können. Und es gibt Privates, über das sie grundsätzlich nicht spricht. Dass sie depressive Phasen hat, sagt sie offen; was in ihrer Therapie besprochen wird, gehört für sie klar auf die andere Seite der Linie. Dasselbe gilt für Räume in ihrer Wohnung und für Menschen aus ihrem familiären Umfeld – manche zeigt sie, andere nie.
»Und dadurch, dass ich das, glaube ich, für mich relativ klar definiert habe, fällt es mir einfacher, dann halt Dinge herauszupicken.«
Der Sinn solcher Posts sei ja gerade, nicht nur eine Werbeplattform zu sein. Man gehe online auch, um in das Leben anderer Menschen zu schauen – nicht rund um die Uhr mit dem Gedanken, etwas kaufen zu wollen.
Anfangen ist wichtig. Dranbleiben ist fast wichtiger.
Der Gedanke, um den sich das ganze Gespräch dreht, kommt an dieser Stelle. In den letzten Jahren sind auf allen Plattformen viele neue Accounts entstanden – und mit ihnen der Frust: Warum habe ich noch keine tausend Follower, warum klicken so wenige auf Gefällt mir?
Die allerwenigsten werden über Nacht plötzlich berühmt. Mal mit einem Video irgendwie mit Millionenreichweite viral zu gehen ist möglich, aber selten.Ramona Nemec
Man müsse Menschen erst überzeugen, warum sie gerade dem fünftausendsten Account folgen sollten, der über Bücher spricht. Anfangen sei wichtig – aber dranbleiben fast noch wichtiger: auch dann präsent sein, wenn man keine Lust hat und der Abend schon wieder zu lang war. »Diesen inneren Schweinehund immer wieder zu besiegen, ist, glaube ich, noch mal viel entscheidender.«
Das gelte für alles, sagt sie: ob man eine Sprache lernen, abnehmen oder fit werden will. Man muss anfangen – und dann bereit sein, Hürden und Frust auszuhalten.
Der Druck kommt von innen
Ein Thema, das viele kennen, die etwas online aufbauen: die Angst vor dem Algorithmus, wenn man eine Auszeit nimmt. Bei ihr sei »Furcht« zu viel gesagt, korrigiert sie – es sei innerer Druck, und den mache sie sich größtenteils selbst. Perfektionismus gehört dazu, wenn auch nicht mehr so stark wie vor ein paar Jahren.
Auch die Erfahrung mit einem Burnout hat sie gemacht. Sie beschreibt sich als Workaholic, die manchmal mehr arbeitet, als ihr guttut – und sieht darin ein Muster der ganzen Bubble: Man hat immer das Gefühl, dranbleiben zu müssen, noch mehr tun zu müssen, nicht aufhören zu können.
Wie sie auswählt, was sie liest
Sie liest querbeet: viel Romance in allen Spielarten – auch klassische Liebesromane mit Protagonistinnen über vierzig, fünfzig –, dazu viel Spannung, also Thriller und gut erzählte Krimis. Was sie weniger mag: sehr junge Figuren, mit deren Problemen sie sich nicht mehr identifiziert, und stereotype Ermittlerfiguren. Zwischendurch Sachbücher, am liebsten feministische.
Ausgewählt wird nach Stimmung: »Ich bin Mood Reader.« Es gibt Phasen mit nur Romance, dann wieder nur Thriller, und monatelange Sachbuchphasen. Neue Titel begegnen ihr meist über Social Media – sie hat ein paar Accounts, deren Lesegeschmack dem ihren so nahe ist, dass sie sich darauf verlassen kann. Oder ganz klassisch: in der Buchhandlung stöbern und sich von Kurzbeschreibung oder Cover einfangen lassen.
Ein Traum, der an etwas Praktischem hängt
Nach Zehnjahresplänen gefragt, winkt sie ab: Wenn sie eine Idee hat, setzt sie sie relativ schnell um. Ein »Träumchen« nennt sie aber doch – ortsunabhängig arbeiten und reisen, weil sie sehr gern die Welt entdeckt.
Ausprobiert hat sie es schon: 2024 war sie mit ihrem Mann über ein halbes Jahr auf Weltreise, als Low-Budget-Backpacker, mit dem E-Reader statt physischer Bücher. Der Content darüber kam nicht so gut an. Ein gedrucktes Buch in der Hand, am besten mit Bücherregal im Hintergrund, funktioniere deutlich besser. Vielleicht, hofft sie, wächst die Toleranz für E-Books noch.
Die ganze Folge hören
Bücher aus dieser Folge
Drei Titel, die Ramona im Gespräch empfohlen hat.
People Pleasing
Ulrike Bossmann
Ihre Sachbuch-Empfehlung – überzeugt hat sie die Hands-on-Mentalität.
Grenzfall – Der Tod in ihren Augen
Anna Schneider
Ihre Krimi-Empfehlung: Band 1 der Reihe, die zwischen Deutschland und Österreich ermittelt.
Novel Haven – Levels of Love
Anabelle Stehl
Ihre Romance-Empfehlung – besonders mag sie Band 2; hier ist der Einstieg in die Reihe.
*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Ebenfalls im Gespräch: »Das Ende der Ehe« von Emilia Roig* und – als Helens Tipp an Ramona – »Morgen, morgen und wieder morgen« von Gabrielle Zevin*.
Häufige Fragen
Wer ist Kielfeder?
Das Pseudonym, unter dem Ramona Nemec seit 2010 im Internet über Bücher spricht – auf Instagram, im Blog und bei YouTube. Angefangen hat sie damit als Teenagerin, weil sie niemanden hatte, mit dem sie über Bücher reden konnte.
Was ist ein Leseretreat?
Ein Wochenende für Menschen, die gern lesen: Man liest gemeinsam, ohne Programmdruck. Bei Ramona Nemec ist immer eine Autorin dabei, die die meiste Zeit mit den Gästen verbringt – eine Art Pyjama-Talk statt klassischer Lesung mit Wasserglas und Gegenübersitzen.
Wie geht sie mit dem Druck durch den Algorithmus um?
Sie nennt es ausdrücklich nicht Furcht, sondern inneren Druck, den sie sich größtenteils selbst macht – verstärkt durch Perfektionismus. Das Gefühl, dranbleiben zu müssen und nicht aufhören zu können, hält sie für ein Muster der ganzen Bubble.
Wie unterscheidet sie zwischen persönlich und privat?
Sie hat für sich definiert, was sie teilt, weil es zu ihr gehört und weil andere daran anknüpfen können – und was grundsätzlich privat bleibt. Über depressive Phasen spricht sie offen; Inhalte aus ihrer Therapie gehören für sie klar auf die private Seite. Dieselbe Linie zieht sie bei Räumen in ihrer Wohnung und bei Menschen aus ihrem Umfeld.
Wie wählt sie aus, was sie als Nächstes liest?
Nach Stimmung – sie beschreibt sich als Mood Reader. Es gibt Phasen mit nur Romance, dann wieder Thriller oder monatelang Sachbücher. Neue Titel begegnen ihr meist über Accounts, deren Lesegeschmack dem ihren nahe ist, oder beim Stöbern in der Buchhandlung.
Das ganze Gespräch zum Nachlesen
Automatisch erstellt und nur grob korrigiert – es kann Fehler enthalten, maßgeblich ist die Aufnahme. Intro und Abspann sind herausgenommen.
Helen
Herzlich willkommen Ramona. Ich freue mich sehr heute mit Dir über. Ja, ich bin ehrlich gesagt gespannt, worüber wir so alles sprechen werden. Aber über deine sag ich mal Tätigkeiten in der Buchwelt zu sprechen, vielleicht auch ein bisschen über deine Lieblingsbücher. Wer weiß, wo wir so landen. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?
Ramona
Erstmal Hallo und ganz lieben Dank für die Einladung. Ich habe meinen Bratapfeltee vor mir. Ich liebe Tee. Also damit kann ich literweise irgendwie tagtäglich mich zulaufen lassen. Klingt ein bisschen komisch, aber ich trinke sehr viel Tee und wir sind in Hamburg im Homeoffice. Ich habe ein kleines Büro zu Hause, wovon ich arbeite. Und genau hier sind wir vor allem.
Helen
Wir müssten das eigentlich mit Video hier veröffentlichen, weil wir beide unsere Bücherwand im Hintergrund haben wie die perfekten Buchblogger.
Ramona
Aber so was von.
Helen
Also ich weiß nicht ganz, ob ich beim Bratapfeltee mitgehen. Ich würde mal probieren, deswegen lass uns anstoßen. Ich weiß nicht. Klingt nach Früchtetee und da bin ich immer so ein bisschen Sorge, aber ist ja winterlich. Wir stoßen an, also, ich habe dir vor Weihnachten irgendwie geschrieben, weil ich da noch mal ein Gespräch hatte und jemand meinte, ich muss eigentlich unbedingt mal die Ramona einladen. Und ich dachte so, wir sind ja auf LinkedIn schon länger connected. Deswegen habe ich irgendwie das Gefühl, ich kriege immer ein bisschen was mit. Aber zu ein hundert Prozent genau wusste ich auch gar nicht, was du so alles machst. Ich habe. Das letzte, was ich von dir gesehen hatte, war das mit dem Retreat. Und da bin ich natürlich auch immer on fire. Und weil du bei Chris Warnat im Podcast warst, aber ich habe das dann einfach gemacht, weil ich habe gedacht, ich schreibe jetzt direkt und denkt gar nicht weiter drüber nach und du hast dich auch direkt zurückgemeldet und gesagt Hättest du Lust darauf. Deswegen freue ich mich, dass wir jetzt. Was haben wir Mitte Januar schon sprechen. Das ging super fix. Lass uns vielleicht einfach mal damit anfangen. Was möchtest du zu dieser Frage? Weißt du, Was machst du so beruflich? Das würde ja bei dir irgendwie passen. Also, was machst du eigentlich so?
Ramona
Ja, das ist ganz schwierig in einem Satz zu beantworten, weil es mittlerweile irgendwie so viele verschiedene Dinge sind. Also ganz grundsätzlich spreche ich im Internet über Bücher und die Liebe zum Lesen und versuche andere Menschen davon zu begeistern. Ich mache aber auch sehr viel Content mittlerweile für andere Firmen und Menschen. Also unter anderem Verlage, Autorinnen, aber teilweise auch ein bisschen außerhalb der BuchBubble. Also viel so im Live Entertainment Musicalbereich. Irgendwie bin ich da so reingerutscht. Das ist ganz cool. Ja, ansonsten Ich moderiere auch Veranstaltungen online und offline. Und was du schon gesagt hast Genau. Ich organisiere auch Leseretreats, also Wochenenden für Bücherwürmer, wo man einfach liest. Bei mir ist dann auch immer noch eine Autorin dabei, die dann so eine Art Pyjama Talk mit uns und den anderen macht dies auch meistens die ganze Zeit mit dabei. Und ja, die Gäste können sich halt kennenlernen, mit Fragen löchern. Es ist einfach ein sehr entspanntes Miteinander und weniger so eine klassische Lesung mit Wasserglas und Gegenübersitzen.
Helen
Toll. Ich habe auch gerade gedacht, ob da vielleicht auch die Connection zu Sarah und Caro dann kam, weil die beiden hatten gesagt Du musst mit Ramona sprechen, weil Sarah ja glaube ich auch so ein bisschen im Musicalbereich irgendwie unterwegs ist und vor allem beide sehr dafür sind, dass man Lesungen auch mal anders denkt und nicht nur ein Wasserglas hinstellt. Ja, also ich finde, das klingt irgendwie super spannend. Vor allem, weil ich gerade dachte witzig mit den Leseretreats. Wir haben das bisher, wir hatten jetzt zwei und haben das sehr stark um ein Buch drum gestrickt und das fand ich irgendwie auch super cool und zum Beispiel jetzt das letzte mit Chris Warnat war, da haben wir dieses wir haben also das war spontan, dass die Mädels meinten lass uns doch mit Pyjama an den Kamin setzen. Und dann saß ich wirklich mit meinem Pyjama da und habe das Ganze moderiert und so, also null Hemmschwelle mittlerweile. Aber ich fand es irgendwie voll schön. Und jetzt, wo ich mich nochmal ziemlich erschöpft gefühlt habe und eine Auszeit hatte, dachte ich Lass uns einfach mal nur so lesen. Und ich habe das Gefühl, bei dir ist das so voll. Die coole Mischung aus diesen beiden Sachen. Die Autorin ist dabei. Deswegen geht es irgendwie schon um Buch. Aber es ist vor allen Dingen dieses Wir verbringen einfach ein Wochenende zusammen und lesen. Es klingt sehr, sehr entspannt. Ich glaube, das brauchen wir alle auch einfach noch viel, viel mehr.
Ramona
Definitiv.
Helen
Was ich bei dir auf der auf deiner Webseite auch interessant fand, das sagst du irgendwie. Ich stell dir die besten Bücher vor, weil du sehr viel liest und damit du also du. Also Ramona liest viel und gibst Empfehlungen und die Person, die irgendwie bei dir auf der Webseite landet, kann bei dir Tipps bekommen, quasi damit man sich die schlechten Bücher spart. Und ich fand das voll spannend, dass du das so sagst, weil ich dachte, dass ja schon auch mega individuell, also ob das gerade zu mir und meinem Leben oder so passt. Wie, wie siehst du das? Oder sagst du wirklich, es gibt so Bücher, die sollte einfach jeder lesen, weil die sind so gut und da wird jeder begeistert sein.
Ramona
Also die Aussage ist natürlich ein bisschen überspitzt, weil es sich jeder Lesegeschmack ist. So crazy individuell was was mir gefällt, kannst du total doof finden und umgekehrt. Das ist ja. Ja, dafür gibt es ja kein Rezept irgendwie für das perfekte Buch. Aber ja, ich glaube halt, wir folgen ja allen, also meistens Menschen im Internet, wo der Lesegeschmack recht ähnlich ist oder wo wir merken, wir connecten mit der Person auf die eine oder andere Weise, weil uns diverse Interessen verbinden. Und ich glaube schon, dass man dann in der Community Menschen hat, die doch ein recht ähnlichen Lesegeschmack haben, wo man sagen kann Hey, wahrscheinlich wird euch das eher gefallen und das eher weniger. Also die Erfahrung habe ich jetzt schon mehrfach gemacht, dass Menschen, die sich auch recht intensiv dann irgendwie mit Kommentaren und so beteiligen, doch auch immer recht ähnlich vom Geschmack her sind und wo ich auch gut auf deren Empfehlungen vertrauen kann. Genauso wie die halt auf meine Empfehlung irgendwie zurückgreifen. Das ist echt interessant, wie sich das so entwickelt, aber ich meine, da kann man ja auch von sich selber auch ausgehen, dass man ja auch vielleicht jetzt nicht jemandem folgt, der vielleicht was ganz anderes liest. Manchmal aus Interesse, aber dann doch eher dann Kanäle, wo man sagt, das trifft sich.
Helen
Ja, das stimmt. Da muss ich auch gerade tatsächlich an den Post denken, den du erst gestern veröffentlicht hast, mit dem man folgt häufig Menschen mit. Ich glaube, das war die Überschrift, mit denen man sich ja mit denen man irgendwie auf irgendeiner Ebene connecten kann. Und dann hast du Punkte geteilt, mit denen du gestruggelt hast oder immer noch Struggles. Und ich fand es voll spannend, weil ich glaube, da ist zu viel dran. Also ich kriege zum Beispiel häufig das Feedback, ich stecke gerade auch mitten in so einem Burnout wie ich jetzt oder irgendwie das, was du da erzählst. Das kenne ich genauso und ich fand das mega mutig deinen Post, weil du sehr viel natürlich auch teilst, wo du dich ja irgendwie verletzlich machst. Und dann dachte ich aber wieder so Mir wird das immer wieder gespiegelt, wie mutig das wäre, dass ich von meinem Burnout spreche. Und für mich ist das aber mittlerweile so normal, keine Ahnung. Also ich teile halt auch ganz viele Dinge. Natürlich nicht, weil da wäre ich vielleicht, da würde ich mich nicht so gerne mit verletzlich machen wollen, wo ich manchmal denke immer, ich bin so ein bisschen overstretch. Also ich teile wahrscheinlich mehr, als ich eigentlich wollte. Aber es gibt bestimmt ganz viele Bereiche, wo ich denke Oh, da fühle ich mich nicht so wohl mit. Und deswegen frage ich mich Hast du das? Also hat dich das Überwindung gekostet, das zu teilen, was du geteilt hast? Oder denkst du, Nee, das sind alles irgendwie Bereiche, die zwar vielleicht mit denen ich struggle oder gestruggelt habe, aber die ich irgendwie gerne teile, damit andere sich damit connecten können.
Ramona
Das ist eine ganz spannende Frage, weil ich tatsächlich gestern noch einige Zeit überlegt habe, ob ich das so teile, ob ich alles so teile. Ich bin das doch noch einmal einige Zeit durchgegangen. Ich habe mir noch mal alles durchgelesen, wo ich dachte Hm. Aber ich sag mal so, ich habe vor einiger Zeit schon für mich quasi definiert, was für mich persönlich ist, was ich rausgeben kann, was was also Teile meines Lebens sind, die ich teile, was was halt Persönlichkeit ausmacht. Ja, irgendwo auch. Und Dinge, die privat sind, die ich auf gar keinen Fall irgendwie teile, also weiß ich nicht. Es gibt so ich. Ich rede sehr offen darüber, dass ich Depressionen habe oder depressive Phasen immer wieder und damit können sich viele verbinden. Aber ich würde nie darauf antworten So, warum ist das so? Was bespreche ich in meiner Therapie? Was waren, warum war ich in der Klinik oder so? Das sind dann Dinge, wo ich sage, das ist privat. Darüber spreche ich nicht. Ich teile genug anderes, wo man irgendwie anknüpfen kann oder wo man sich vielleicht seine Dinge daraus zieht. Aber ich habe halt meine Grenzen, so wie ich keine Ahnung, nie meine gesamte Wohnung irgendwie zeigen würde und jedem jeden Raum schenken. Stuhl irgendwie. Ich denke, irgendwie gibt es auch Grenzen, aber ja, bestimmte bestimmte Orte, wo ich halt weiß ich nicht in der Wohnung filme oder was ich zeige ist okay oder auch aus meinem familiären Umfeld oder so, wo ich weiß, die Person zeige ich und die Personen sind komplett privat. Da würde ich nie drüber sprechen. So online. Ja, und dadurch, dass ich das glaube ich für mich relativ klar definiert habe, fällt es mir einfacher, dann halt Dinge herauszupicken, wo ich sage, dass das für mich okay. Da habe ich schon relativ oft drüber gesprochen und ob ich jetzt, weiß ich nicht, eine feste Zeit brauche, um meine Dinge zu erfüllen oder eine Deadline ist jetzt finde ich auch nicht so schlimm angreifbar, dass ich sage okay, da fühle ich mich tierisch unwohl mit. Aber ja, dadurch, dass die auch echt krass war, wo viele Leute geschrieben haben ja, das fühle ich voll Oder Ich kann damit sehr vielen Punkten übereinstimmen. Das fand ich echt spannend. Aber ja, Überwindung hat es trotzdem gekostet. Ein bisschen.
Helen
Verstehe ich. Ich glaube, manchmal sind es genau die Sachen, die dann am Ende halt, weil wir damit irgendwie connecten können. Es macht dich irgendwie menschlich. Es zeigt eine neue Facette. Vielleicht irgendwie, aber ich finde das voll spannend, weil ich glaube, das könnte mir auch vielleicht gar nicht schaden. So ein bisschen zu überlegen, was ist persönlich, was privat? Weil ich finde echt ein bisschen unangenehm, dieses Gefühl von einem Ich kann es nicht aussprechen, aber quasi wenn du zu offen bist, was heißt denn das eigentlich auf Deutsch dann? Also so ja, vielleicht irgendwie offen. Also die Vulnerability.
Ramona
Ja. Angreifbar. Auch verletzlich.
Helen
Verletzlich. Genau. Und wenn du davon Hangover hast Ich finde das super unangenehm. Und dann? Manchmal hilft nicht mehr unbedingt, dass die Leute sagen Das hat mir total geholfen, weil ich so denke Oh, ich weiß aber nicht so genau, ob ich eigentlich mich immer noch damit wohlfühle, es geteilt zu haben. Deswegen ja, ich finde es für den guten Tipp auch nochmal, aber ich würde sagen, wir verlinken den Post mal in den ShowNotes, dann könnt ihr gucken, ob ihr mit Ramona in diesen Punkten oder es reicht da ein Punkt connecten könnt. Einfach um dieses Gefühl zu haben Hey, die ist irgendwie wie ich oder die damit kann ich mich irgendwie identifizieren. Das ist mir auch schon mal so gegangen. Das geht mir vielleicht immer noch so und ich glaube wirklich, dass das auch dazu beiträgt, dass man nicht nur deine deine Buchtipps irgendwie gerne konsumiert, sondern eben, dass man explizit von dir hören möchte.
Ramona
Ja, ich meine, das ist ja eigentlich auch der Sinn und Zweck von solchen Posts, dass man halt nicht nur eine Art Werbeplattform ist, was ja auch nett ist, wenn man Buchempfehlungen bekommt. Aber eigentlich geht man ja auch online, um so ein bisschen in das Leben anderer Menschen rein zu gucken, um sich berieseln zu lassen. Das ist ja nicht immer nur Werbung. Man ist ja nicht 24/7 immer in den meisten Fällen nur mit dem Gedanken unterwegs Ich will jetzt was Neues kaufen. Also manchmal auch einfach so Unterhaltung. Also ich meine, warum gucken wir sowas wie Reality TV und so? Bestimmt nicht aus. Ich will was kaufen oder Bildungszwecken, sondern eigentlich aus Unterhaltung. Ich meine gut Reality TV wird es bei mir auch nicht geben. Also ich würde mich nie filmen, wenn ich mich mit meinem Mann oder sonst wem streite. Also so Dinge, wo ich so denke Nee, das ist halt. Ja, manche Menschen fühlen sich mit Dingen wohl, aber da gibt es so Dinge, wo ich sage Nee, das wird dann privat.
Helen
Ja, nee, verstehe ich voll. Ich habe vor Mädels gelesen. Hatte ich auch eher so ein Blog, sage ich mal, wo es. Es ging zwar auch nicht so sehr um mein Leben, sondern eher der der Ort, wo ich gelebt habe, weil ich. Ich habe damit super gestruggelt, wo ich gelebt habe und wollte irgendwie die schönen Orte auch so für mich einfach finden. Aber ich habe dadurch irgendwie es war eher halt ein persönlicher Account auch also da vor allem bei dem Instagram Account und da habe ich gefühlt viel, viel mehr aus meinem Leben geteilt, als ich das jetzt mache. Jetzt ist, finde ich, aber auch mit mehr Lesen noch mal ein bisschen anders. So, das habe ich vielleicht am Anfang auch noch mehr gemacht, aber das mache ich jetzt im Moment nicht mehr so. Und jetzt merke ich auch so richtig, dass ich das gar nicht so richtig will. Ich finde es spannend, wie man sich auch selber weiterentwickelt. Du machst das ja auch schon super lange, wie man ja wie sich so was einfach entwickelt, womit man sich wohlfühlt, was man doch nicht mehr möchte. Und ich meine, wir alle haben uns auch im Internet weiterentwickelt und mit Social Media und so, aber war das für dich immer schon klar, dass du in die Richtung Bücher gehen willst, oder? Weiß ich nicht. Wolltest du Tierärztin werden und bist dann plötzlich in der Buchbranche gelandet?
Ramona
Nee, also ich bin. Ich meine, ich mache. Seit zwei tausend zehn habe ich dieses Pseudonym Kielfeder, das ich online über Bücher spreche. Da war ich noch ein Teenager und ich war halt einfach einsam. Ich hatte niemanden, mit dem ich über Bücher sprechen konnte. Ich war in der Schule recht isoliert und ich brauchte einfach irgendwie. Ich wollte mit jemandem sprechen über das, was ich gerne mache und deshalb. Das Thema war schon immer klar, weil ich habe immer gern gelesen und das hat sich dann so entwickelt, würde ich sagen. Ich bin dann auch beruflich mit der Ausbildung in die Buchbranche reingestolpert und dadurch wurde das Thema Bücher noch größer und das hat sich irgendwie alles so verselbstständigt. Ich meine so zwei tausend zehn, Wenn man da gesagt hat, Hallo, ich bin Buchblogger, dann haben sich die Verlage auch ja dankend weggedreht, weil da war das einfach noch kein Thema. Und heute ist es ja auch ein Riesenmarkt mit unfassbaren Gagen und Honoraren und keine Ahnung was. Das hat sich ja auch extrem vergrößert. Aber ich sag mal, ich habe mich auch dahingehend weiterentwickelt, dass ich erstens meine Grenzen klarer gesteckt habe, was ich eigentlich möchte. Andererseits würde ich sagen, bin ich auch irgendwie erwachsener geworden. Ja, unweigerlich. Aber ich habe auch die Scheu vorm Ausprobieren so ein bisschen verloren. Also ich habe mal, als ich damals noch sehr, sehr jung war, versucht, auch mit sowas wie YouTube anzufangen. Diese Versuche habe ich immer noch irgendwo auf dem Rechner, wenn ich mir das angucke. Oh Gott, ein bisschen Fremdschämen, aber ein bisschen süß ist es auch. Was habe ich mich nie getraut hochzuladen. Und heute? Ja, nicht immer fühlt man sich nach Video und Foto. Aber es fällt mir insgesamt viel leichter, mit zu sprechen. Über mich, über meine ganzen Selbstzweifel hinauszugehen, die einen so begleiten. Aber ja, ich. Ich fand es spannend, als ich so gelesen habe, dass du das auch mit dem Burnout und keine Ahnung was erlebt hast, weil das sofort auch für mich so ein Anknüpfungspunkt war, weil ich gerne auch so ein Punkt bin, So ein Mensch, so ein Workaholic. Ich arbeite manchmal mehr, als mir gut tut. Das habe ich aber auch schon Erfahrungen mit einem Burnout gemacht. Und ich finde, da rutscht man auch in dieser ganzen BuchBubble schnell rein. Vielleicht auch allgemein der Social Media Welt, weil man immer das Gefühl hat, man muss dranbleiben, man muss noch mehr tun, man muss, man kann nicht aufhören. Weil wenn man gefühlt eine Woche nichts postet, dann sagt der Algorithmus Tschau Kakao und man ist irgendwie weg vom Fenster. und deshalb hat man auch diesen stetigen Druck, irgendwie weitermachen zu müssen, auch wenn man es gut findet, wenn es einem vielleicht auch mal nicht gut geht. Es ist ja schwierig, manchmal da die Balance zu halten und da glaube ich, kann ich auch noch ein gutes Stück weiter lernen in Zukunft. Ja, es ist erstaunlich, wie sich das entwickelt hat, auch seit seit so viel Jahren.
Helen
Ich finde es richtig krass, wenn du mal überlegst, das sind sechzehn Jahre zwei tausend zehn voll krass, einfach so, wie lange du das machst. Und gerade eben habe ich erst über so ein Thema nachgedacht, weil. Mittlerweile gibt es immer wieder mal die Gelegenheit, dass ich irgendwie vor Leuten und manchmal auch Jüngeren spreche. Also ich war jetzt irgendwie in letzter Zeit in so zwei Vorlesungen und so und irgendwie glaube ich, kam das dadurch, dass ich dann noch mal sehr betont habe, ich finde es echt wichtig, dass man irgendwie einfach auch mal anfängt. Ich habe auch selber so perfektionistische Züge. Manchmal mache ich die Dinge zu groß, aber irgendwie ist mir das beim Lesen von Anfang an gelungen. Einfach zu sagen, wir machen mal und gucken dann. Aber was ich jetzt heute so dachte und was ich voll erstaunlich auch bei dir finde und das eigentlich das beste Beispiel dafür ist, dass es genauso wichtig ist, dranzubleiben, weil es wird halt einfach dauern und es wird immer wieder Phasen geben, die wirst du wahrscheinlich ganz viel auch gehabt haben, wo du dich fragst, ob du das Richtige machst oder ob irgendwie, ob du es richtig machst und sowas. Und ich glaube, wir sehen halt häufig, also jetzt, wenn jetzt jemand zuhört und hört das erste Mal von dir, dann denkt man sich Boah, krass, die hat irgendwie vierzehn tausend Follower auf Instagram, die hat die Macht, diese Retreat, sie spricht mit Autorinnen und was weiß ich. Und man sieht das nur und denkt sich Krass, wie erfolgreich so ne. Aber man blendet, finde ich recht schnell. Diese sechzehn Jahre, die du drangeblieben bist aus und die du je irgendwie deine Selbstzweifel ja auch doch jedes Mal irgendwie überwunden hast oder irgendwie an dir gearbeitet hast. Und das finde ich voll cool. Noch als Reminder. Ich finde es wichtig, einfach mal anzufangen. Aber was man nicht vergessen darf, dass es für den Erfolg wahrscheinlich genauso entscheidend ist, dranzubleiben.
Ramona
Total. Das denke ich mir auch so oft. Weil also in den letzten Jahren sind ja auch super viele neue Accounts und Profile auf allen Plattformen aus dem Boden geschossen. Aber manchmal kriege ich mit, dass dann sehr schnell auch Frust bei den Menschen entsteht. Von wegen warum habe ich noch keine tausend? Warum klicken bei mir nur so und so viele aufs Liken und so? Und ich mir manchmal auch denke naja, die allerwenigsten werden über Nacht plötzlich berühmt. Mal mit einem Video irgendwie mit Millionenreichweite viral zu gehen ist möglich, aber selten. Das passiert nicht jedem Account jeden Tag. Und dass man plötzlich dann explodiert mit den mit der Reichweite und mit den Zahlen, das sind ja auch immer alles Sachen, die baut man sich Stück für Stück auf. Ich meine, man muss erst mal die Menschen überzeugen, warum sie einem überhaupt folgen sollten. Dem fünf tausendste Account, der über Bücher spricht. Das also wie du sagst, anfangen ist so wichtig. Aber dranbleiben ist fast noch wichtiger, da auch über diese Zeiten hinweg Content oder präsent zu sein, wenn man mal keinen Bock hat. Wenn ja der Abend schon wieder zu lang war und man trotzdem eigentlich so denkt. Eigentlich müsste ich noch was tun und so Ja, diesen inneren Schweinehund immer wieder zu besiegen ist glaube ich noch mal viel entscheidender.
Helen
Also ich fand es irgendwie heute echt nochmal so eine voll wichtige Erkenntnis, weil ich dieses Anfang so oft betone. Aber ich dachte heute so, aber ich bleibe halt auch dran. Ich habe krass viele schwierige Zeiten auch gehabt und gerade mein Kopf, der so, der mich oft in die Quere kommt, weil ich habe auch immer wieder depressive Phasen und es ist halt echt schwer, sich dann selber da auch wieder irgendwie rauszuholen oder auch mithilfe oder so, aber ich glaube, das wird auch echt irgendwie unterschätzt. Also man will irgendwie eigentlich, man will dieses Ergebnis haben, Vermeintlich. Aber ich glaube, du brauchst den Weg um auch. Also natürlich brauchst du den Weg, um zu dem Ergebnis zu kommen, aber du brauchst es glaube ich auch wegen dieser ganzen persönlichen Entwicklung, um dahin zu kommen. Klingt voll spannend.
Ramona
Ist ja letztlich bei jedem Thema so, ob man nun lernen möchte oder abnehmen möchte oder sportlich fit werden möchte. Man wird ja nicht einfach, nur weil man jetzt sagt so, ich lerne jetzt kochen und am nächsten Tag hat man irgendwie ein Kochbuch geschrieben, weil man so tolle Fähigkeiten entwickelt hat, dass er in jedem Bereich so ja, man muss anfangen, aber dann muss man halt auch gewillt sein, dranzubleiben und jegliche Hürden und jeglichen Frust auch auszuhalten.
Helen
Voll. Vielleicht auch noch mal ein guter Reminder für alle, die anfangen wollen zu lesen. Auch da kann es sein, dass es am Anfang halt einfach schwerfällt, einfach weil man andere Gewohnheiten hat bisher. So, vielleicht guckt man dann Reality TV und greift nicht zum Buch und einfach vielleicht auch, weil es dann am Anfang ein bisschen anstrengender ist und man ist nicht so gewohnt. Man liest dann auch nicht direkt so viel wie du, Ramona, sondern man man. Also ich meine, da ist ja auch jedes bisschen so ein Erfolg und ich glaube auch da einfach einfach dranbleiben. Aber ich hatte erst vor kurzem ein Gespräch mit einer Freundin, die irgendwie mit Tiktok eigentlich recht erfolgreich war in den letzten Wochen. Und da kann ich aber gar nicht mitreden. Gar keine Ahnung. Aber sie war dann so frustriert, weil sie meinte ja bisher gar nichts von mir viral gegangen und ich meine, ich habe keine Ahnung. Wie gesagt, von Tiktok. Vielleicht ist es auch mal anders, aber ich meinte so ich bin sechs Jahre auf Instagram und in sechs Jahren ist beim Lesen nicht ein einziger Post viral gegangen. Also ich weiß nicht, ob das so krass entscheidend ist. Vor allem glaube ich, was oft unterschätzt wird, ist auch ich weiß nicht, ob man das immer will. Du wirst ja auch überrollt dann in dem Moment. Und ob du die Leute anziehst, die du haben willst und so, Also das noch mal als Randnotiz. Aber ich fand auch spannend, was du zu dem Thema Auszeit gerade eben gesagt hast, weil du meintest, dass sich das auch stresst. Dann vielleicht mal nichts zu machen wegen dem Algorithmus und so und da frage ich mich, ob das, weil du auf einer persönlichen Ebene connectest, überhaupt so relevant für dich ist. Weil wir haben das jetzt im Team auch so ein bisschen die Sorge Ja, was, wenn wir jetzt über Weihnachten zwei Wochen raus sind? So keine Ahnung. Wir haben ein bisschen gepostet, was wir vorher geplant hatten, aber wir waren halt eigentlich nicht da, so alle zusammen und ich meinte so ich. Also erstens finde ich, dass der Algorithmus nicht unser Leben bestimmen sollte, wenn wir eine Auszeit machen wollen, sondern dann nehmen wir uns die. Und ich glaube also bei uns ist einfach wir sind ein Buchclub und die Leute werden nach Weihnachten auch wieder nach uns schauen. So. Aber ich glaube, dass das auch bei dir mit einem persönlichen Account genauso ist, weil sie sich ja an irgendeinem Punkt, spätestens selbst wenn sie nicht von selber daran erinnert werden, an dich denken werden und dann nachschauen Was macht eigentlich die Ramona im Moment irgendwie? Ich habe die schon eine Weile nicht gesehen und ich frage mich, ob das nicht bei dir ähnlich sein könnte, dass du dich gar nicht so vor dem Algorithmus fürchten musst.
Ramona
Ja, ich glaube, Furcht ist auch ein bisschen viel gesagt. Es ist halt viel innerer Druck. Und ich glaube auch, ja, ich habe auch ein Problem mit Perfektionismus, was auch nicht mehr so schlimm ist wie vor ein paar Jahren. Aber ich glaube, dass den Druck mache ich mir auch größtenteils selber. Ich meine, ich kenne es von mir selber auch, dass ich manchmal an Profile denke, die ich schon ein paar Tage Wochen nicht mehr auf meiner JU gesehen habe und dann einfach mal direkt aufs Profil klicke, ob da was ist, was ich verpasst habe. Aber ja, ich glaube, das ist auch viel selbstgemachter Druck.
Helen
Darin bin ich auch Meisterin, der könnte ich, da könnte ich irgendwie so ein Seminar drangeben, wie man sich selber total zerfleischt.
Ramona
Oder vielleicht gleich ein Wochenendseminar. Ich meine, nicht nur so Sind, in die Vollen gehen. Genau.
Helen
Wir brauchen viel mehr Zeit dafür. Ja, ich weiß auch nicht. Also, da versuche ich auch echt von. Wegzukommen. Was ich ganz oft denke, ist. Also im Englischen sagt man irgendwie so have grace with yourself. Und daran denke ich total auf dieses Nachsicht mit sich selber haben, das sage ich mir so oft, das sage ich auch anderen, weil wir eigentlich immer nur fies zu uns selbst sind. Gute Ratschläge an andere. Und bei uns sagen wir dann so Ja, aber das hättest du wissen müssen und was weiß ich. So, und da versuche ich wirklich, mir immer wieder zu sagen Ich habe jetzt Nachsicht mit mir selbst. Ich wusste es nicht besser oder ich habe es halt probiert und so und es halt auch so krass unproduktiv. Du kommst aus dieser Stadt, Du kommst da ja dann auch nicht weiter, wenn du dich total fertig machst. So nutzt die Zeit lieber, um jetzt irgendwie was zu verändern. Aber es ist verrückt, dass wir, dass wir uns so fertig machen. So würden wir niemals mit anderen sprechen.
Ramona
Nee, wir würden nie zu einer Freundin. So fies und so unnachgiebig reden wie mit uns selber. Das stimmt schon, Wir sind selbst unsere größten Kritikerinnen. Das ist.
Helen
Ja. Was findet man denn so für Buchtipps bei dir? Oder was hast du vielleicht auch in letzter Zeit geteilt, wo du denkst, das sollte man lesen.
Ramona
Also ich lese relativ viel querbeet, ich lese ganz viel Romance, also Liebesgeschichten aller Art muss jetzt auch nicht nur Romance sein, es kann auch klassische Liebesromane mit Protagonistinnen über vierzig fünfzig sein. Mir ist das eigentlich relativ schnuppe. Ich habe nur gemerkt, so ganz junge Leute lese ich nicht mehr so gerne, weil irgendwie diese fünfzehn sechzehn jährigen Probleme das ist. Damit kann ich mich nicht mehr ganz identifizieren, dann ist das weniger geworden. Ansonsten lese ich super viel Spannung. Also ich mag gerne Thriller oder auch gut erzählte Krimis. Ich stehe nicht so ganz auf diese stereotypen Ermittlungspersonen, die meist alkoholisiert und ein bisschen schwierig mit der Gesellschaft irgendwie umgehen? Keine Ahnung. Aber genau das lese ich gerne. Hin und wieder mal ein Sachbuch. Also es ist eigentlich gemischt.
Helen
Voll cool. Ich finde das auch so spannend, wenn man sich einfach immer wieder mal auf was anderes einlässt. Was ich bei Ich bin ja so ein Sachbuchfan, weil so Thriller. Also ich fand das Buch toll und da habe ich auch wieder gedacht ach so, früher hab ich das nur gelesen. Ich mag das zwischendurch total gerne. Romance und alles so in Richtung Liebesgeschichten. Ich weiß gar nicht warum, aber ich kann es mittlerweile gar nicht mehr. Also sobald es auch nur halbwegs eine Liebesgeschichte ist, bin ich relativ schnell raus. Ich weiß nicht so genau. Es stimmt vielleicht auch nicht ganz, aber es darf auf gar keinen Fall das Hauptthema sein. Da bin ich. Das nervt mich voll schnell. Ich weiß gar nicht warum. Es kommt mir irgendwie so ein bisschen, wo ich das gerade laut sage, denke ich Oh Gott, hoffentlich ist das nicht irgendwie.
Ramona
Nein, ist doch voll okay.
Helen
Also. Aber deswegen mit Sachbuch. Damit kriegst du mich immer. Da würde mich sehr interessieren. Was? Was für was für Sachbücher liest du so? Ist das Richtung. Weiß ich irgendein konkretes Thema, was du lernen willst oder irgendwie so? Weiß ich nicht. Persönlichkeitsentwicklung und so?
Ramona
Also es geht eigentlich nicht konkret darum, was ich lernen will, sondern ich finde es meistens thematisch interessant. Ich lese gerne feministische Sachbücher. So, »Das Ende der Ehe« von Emilia Roig fand ich letztes Jahr ziemlich interessant. Oder auch von Dr. Ulrike Bossmann. Dieses People Pleasing Sachbuch fand ich super spannend, weil es ja auch viel Hands on Mentalität irgendwie hatte. Ja, so in der Richtung lese ich ganz gern.
Helen
Dann beide bei mir auf der auf diesem Merkzettel sollte ich vielleicht noch mal hervorholen. Voll gut. Also gerade war das Thema People Pleasing. Grenzen setzen finde ich nicht. Immer noch nicht so leicht, aber ich arbeite dran.
Ramona
Dann kann ich das Buch wirklich sehr ans Herz legen. Ja.
Helen
Okay, ich Ich suche mir das vielleicht gleich direkt noch mal raus. Ich weiß auch nicht warum, Aber ich merke, dass mich das so krass blockiert bei allem. Ich habe das erst bei der letzten Buchbesprechung erzählt, weil wir irgendwie darüber gesprochen haben, dass ich mit einer Freundin so eine Gruppe, eine WhatsApp Gruppe habe, die die Neinsagerin heißt. Und dann teilen wir immer, wenn wir irgendwo nein gesagt haben und feiern uns gegenseitig dafür, weil wir das beide ultraschwer finden. Wir haben es beide auch einfach nicht mit irgendwie, dass ein Jahr für sich selbst blablabla verbunden, sondern halt es ist ein Nein gegenüber einer anderen Person, die das vielleicht nicht gut findet und deswegen wir wir üben es beide. Aber vielleicht würde mir das Buch auch helfen.
Ramona
Bestimmt. Aber das mit der Gruppe ist auch eine richtig gute Idee. Man muss sich öfter auch mal für die kleinen Dinge feiern.
Helen
Soll ja vor allen Dingen also so, dann merkt man auch erstmal, wie oft man überhaupt in so eine Situation kommt, wo man potenziell Nein sagen könnte. Und ich finde allein schon zu überlegen will ich eigentlich jetzt na ja sagen und nicht immer so, dass das so ein automatisches Goto ist. Das hat schon mal viel gebracht und mittlerweile habe ich das Gefühl, wir sagen relativ häufig Nein, also das scheint etwas zu bringen.
Ramona
Cool.
Helen
Aber wenn du Romance und Spannung liest und jemand vielleicht genau solche Buchtipps sucht, hast du vielleicht für die beiden Kategorien einen ganz besonderen Tipp, wo du denkst Body. Die liebe ich.
Ramona
Die Bücher also aus dem Spannungsbereich mag ich zum Beispiel sehr gerne. Die Krimis von Anna Schneider, das sind die Grenzfall Krimis. Da erscheint jetzt auch in zwei Wochen Band sechs, da freue ich mich schon riesig drauf, weil das eben halt nicht so diese Stereotypen sind, die verkörpert werden. Und ich finde auch diesen, sag ich mal, Grenzkonflikt. Also die Fälle werden immer grenzüberschreitend grenzübergreifend auf Deutschland und Österreich Seite ermittelt. Das finde ich ganz cool und man merkt einfach, dass sie da auch viel nach außen recherchiert hat und auf Romance Seite war. Da könnte ich so viele Bücher auspacken, aber irgendwie zuletzt hat mir sehr gut gefallen. »Novel Haven« von Anabelle Stehl, besonders der zweite Band. Das geht so um Gaming und natürlich die Liebe. Aber es ist nicht nur für totale Gaming Nerds. Also ich spiele auch gar nicht, dass man versteht, auch wenn man nicht im Thema drin ist. Aber es ist so wunderbar, wie sich die Protagonistinnen auch Kontra geben und so ein bisschen Feuer da ist. Ich mag es, wenn nicht alles nur Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern die auch so ein bisschen wie soll ich das beschreiben? Soll sich so ein bisschen ja Kontra geben und nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ja, das wären so zwei Empfehlungen.
Helen
Cool. Ja, verlinken wir auf jeden Fall auch noch mal! Was ich gerade bei dem Thema Gaming dachte, ist mir ein Buch eingefallen, was ich richtig geliebt habe und wo ich so dachte Ja, aber da gibt es eigentlich auch eine Liebesgeschichte. Also vielleicht habe ich es einfach nur falsch abgespeichert. Aber hast du morgen, morgen und wieder morgen? Glaube ich jetzt auf Deutsch von Gabrielle Zevin gelesen. Ich fand es mega. Weil irgendwie. Ich hatte so Rezensionen. Also ich fand das Cover glaube ich auch einfach schon toll und ich hatte so Rezensionen gesehen, wo Leute meinten, ich kann irgendwie gar nicht so genau sagen, worum es eigentlich ging, aber es war toll und ich dachte so okay, wer weiß. Und da geht es auch total ab, weil die Protagonistinnen sind Videospielentwickler und ich spiele auch überhaupt keine. Also ich habe früher Sims gespielt und seitdem denke ich, halte ich lieber davon fern. Ich bin total süchtig, so schnell in so einem Rabbithole. Ähm, also ich spiele halt gar nichts und dachte jetzt nicht, dass mich das so interessiert, aber ich fand voll viele Aspekte daran cool und es hat irgendwie auch so eine Liebesgeschichte drin und ich weiß nicht, ich finde das manchmal so cool, weil wenn mir jetzt jemand gesagt hätte, hier, guck mal, ein Buch über Videospielentwicklung oder so, hätte ich jetzt gesagt Ja gut, also das brauche ich nicht, Danke. Und das finde ich so cool an Romanen, weil du so sowas nebenbei irgendwie. Dann kannst du in so eine Welt eintauchen. Ich würde mir halt zum Thema Videospiele entwickeln. Kein Sachbuch dann wiederum kaufen und das finde ich manchmal so cool. Einfach was Romane so können.
Ramona
Das stimmt. Aber ich habe gerade mal parallel das Cover gesucht, das mir schon aufgefallen. Also ja, gelesen. Ich mochte.
Helen
Das sehr. Das ist mein Tipp für dich.
Ramona
Dann ja deine Empfehlung für mich. Unsere Wunschlisten werden länger, so wie das jetzt.
Helen
Aber echt. Also da glaube ich, läuft man sowieso ganz schnell Gefahr, wenn man in der BuchBubble abtaucht. Also ob es Podcasts zu dem Thema sind oder irgendwie Instagram Accounts und Co. Wenn es echt nachher mit so einer Liste an Büchern. Aber das wäre vielleicht ein hilfreicher Punkt auch noch für die, die zuhören. Wie wählst du denn aus, was du als nächstes liest? Weil du liest zwar sehr viel, aber du kannst ja auch nicht alle Bücher lesen. Wonach entscheidest du, was du als nächstes liest?
Ramona
Ja, nicht alle Bücher lesen zu können. In der Zeit, die man zur Verfügung hat, ist manchmal ein bisschen frustrierend, weil man so das Gefühl hat, man müsste doch mindestens drei gleichzeitig lesen, um dieser überaus Wahl gerecht zu werden. Ich bin Mood Reader, also ich wähle relativ spontan nach meiner Stimmung, wie gerade meine mein Schnabel gewachsen ist aus, was ich als nächstes lese. Also ich habe manchmal so Phasen, da lese ich nur Romance und dann bin ich da so ein bisschen übersättigt, dann brauche ich wieder irgendwie nur Thriller. Ich hatte auch mal so sehr heftige Sachbuch Phasen, wo ich monatelang nur Sachbücher gelesen habe. Ich weiß auch nicht, das ist ja sehr stimmungsabhängig und im. Also wenn es um Empfehlungen geht, wie ich da irgendwie Bücher auswähle, dann ist es meistens, dass sie mir auf Social Media begegnen. Ich habe auch so ein paar Accounts, wo ich genau weiß, der Lesegeschmack ist meinem sehr ähnlich, wo ich dann eher darauf vertrauen kann. Manchmal ist es auch einfach nur, dass ich in die Buchhandlung gehe und wirklich ganz klassisch stöbere, was da so auf den Tischen rumliegt und mich so ein bisschen von den Kurzbeschreibungen einfach einfangen lasse. Oder vom Cover.
Helen
Kowaja. Ich mache das. Ich würde fast sagen, wirklich so intuitiv. Also, ich ziehe so ein Buch raus und irgendwie merke ich. Also ich gucke eh schon so beim Rücken. So spricht mich das jetzt irgendwie an! Dann ziehe ich es raus und ich fühle relativ schnell, ob es das Richtige ist. Wenn ich es noch nicht direkt fühle, lese ich noch den Klappentext. Dann fühle ich es später. Oder manchmal probiere ich es auch einfach mal aus und lese rein. Aber ich habe das Gefühl, dass ich da voll krass mittlerweile so eine Intuition habe, die mir, glaube ich, in anderen Bereichen meines Lebens echt so ein bisschen noch fehlt. Aber witzigerweise beim Buch auswählen. Irgendwie ist sie da sehr cool. Das ist wahrscheinlich dann ähnlich auch so bei dir, dass du merkst, ich brauche das jetzt irgendwie gerade.
Ramona
Ja, genau.
Helen
Voll cool. Ich kriege ganz oft so eine Frage gestellt, die ich schwierig finde, aber seit ich sie gestellt finde, finde ich sie auch irgendwie selber ziemlich spannend. Und zwar im Grunde so. Was ist deine Vision? Wo siehst du dich in den nächsten Jahren? Hast du irgendwelche Sachen? Entweder auf der persönlichen Bucketlist oder auf der Kielfeder Bucket List. Also, was? Was schwebt dir so vor? Schwebt dir was vor? Weil ich denke immer so. Keine Ahnung. Wenn ich eine Idee habe, setze ich sie jetzt um. Deswegen. Ich finde es immer schwer zu sagen. Ich weiß ja nicht mal, was morgen ist.
Ramona
Ja, also, ich weiß auch nicht so richtig. Ich bin auch kein Mensch, der sagt Also in zehn Jahren habe ich das und das erreicht, weil ich bin ähnlich wie du. Wenn ich eine Idee habe, dann setze ich die auch relativ schnell um. Also weiß ich nicht. Das mit den Leseretreats war glaube ich 2024 im Oktober oder November und dann habe ich das auch ein paar Wochen später hochgezogen, einfach weil ich da Bock drauf hatte. Das ist dann nichts, wo ich sage okay, da denkt man jetzt erstmal ein Jahr drauf rum und schauen, ob wir es in drei Jahren das erste Mal realisieren. Wenn ich mich nach so einem wenn es so ein Träumer ist kein realer realer Plan. Wenn ich so ein Träumchen äußern könnte, würde ich sagen, ich würde am liebsten ortsunabhängig arbeiten und reisen, weil ich sehr gerne die Welt entdecke und mich da mein Konto und meine Möglichkeiten als Buchbloggerin so ein bisschen einschränken, Weil Bücher halt einfach ein sehr physisches Produkt sind und das nicht so gut digital funktioniert, wie ich gelernt habe. Deswegen ja, wenn ich einen Wunsch äußern dürfte, dann wäre es das. Ansonsten gucke ich, wie das Leben sich entwickelt. Ich meine dadurch, dass es mit der psychischen Gesundheit ja auch keine super stabile Sache ist und ich da eh die Erfahrung gemacht habe, es lohnt sich gar nicht so sehr vorzuplanen, weil manchmal kann man es einfach nicht planen. Da gucke ich wie es kommt und nehme es wie es kommt.
Helen
Ja, finde ich total legitim, obwohl mir dein Traum, den du nicht so richtig dich traust auszusprechen, so total erreichbar erscheint. So. Also ich bin da irgendwie so, dass ich denke, dass das kriegt man ja wohl hin. Und mir ist direkt auch eine Person eingefallen. Ich weiß gar nicht, ob du der Volks, aber ich glaube, dass sie das im Grunde macht. Ich habe immer den Eindruck, sie ist irgendwie überall. Und ich hatte mal, glaube ich, so einen Artikel gelesen, dass sie ihre also alles hier in Deutschland aufgegeben hat. Sie heißt auf jeden Fall Selin und ihr Account. Book of Finance, glaube ich und sieht also die Bilder, die sie zeigt. Da hat sie immer ein physisches Buch in der Hand. Also irgendwie macht sie das. Aber sie ist, glaube ich, eigentlich dauerhaft am Reisen. Vielleicht wäre das mal was, wo du hinschaust wie. Wie genau sie das eigentlich an?
Ramona
Ich Ich bin ja auch gereist. Also zwanzig, vier und zwanzig war ich über ein halbes Jahr mit meinem Mann auf Weltreise und wir waren Low Budget Backpacker unterwegs und ich hatte halt meinen E Reader dabei. Ich hatte keine physischen Bücher in der Zeit und habe halt meinen gesamten Content über eBooks gemacht quasi und das kam nicht so gut an, also es funktioniert deutlich besser. Ein physisches Buch und am besten noch ein Bücherregal im Hintergrund. Halt diese ganzen Standardsachen quasi zu haben. Deswegen ja, ich habe es ausprobiert. War leider nicht so, nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber wer weiß, vielleicht wird ja die Toleranz und der Buchstabe für eBooks in Zukunft auch noch ein bisschen höher. Ich habe manchmal das Gefühl, physische Bücher und eBooks sind nicht nicht gegeneinander aufzuwiegen. Physische Bücher wiegen immer mehr als eBooks, genauso wie es ja.
Helen
Auch spannend, weil das auch bei mir nahezu der einzige Punkt, obwohl ich jetzt später eigentlich nicht mehr wirklich so eine Rolle. Ich habe lange. Also bei uns schlagen die Mitglieder aus der Community die Bücher vor, wir losen aus und dann hatte ich eine Zeit lang, also bestimmt ein paar Jahre, immer ein Livestream gemacht und die Bücher vorgestellt. Und jetzt haben wir mal eine Umfrage gemacht, wo dann klar war, die sind gar nicht so gefragt, Also das braucht es nicht. Dann haben wir die weggelassen. Aber da habe ich dann lange gedacht, weil ich habe auch einen dauerhaften Reiseplan. Wie mache ich das dann so? Das zeige ich dann da. Das einzige, was ich denke, ich mache halt immer Videos für die Leseabschnitte und habe da das Buch in der Hand. Aber irgendwie. Das wäre auf jeden Fall niemals ein Grund, warum ich das nicht machen würde. Da fällt mir schon was ein. Aber ich finde es. Ich liebe das. Ich bin ja voll der Reisefan und ich finde es so cool, dass wir im Grunde die Möglichkeit haben, uns wie so ein Leben auszudenken. Was, wie, wie soll das aussehen? Und dann kann man zumindest irgendwie vielleicht kleine Bausteine dafür entwickeln oder irgendwie sich darauf hin bewegen und voll inspirieren. Ich fand es voll spannend, einfach so ein bisschen so einen Einblick zu bekommen. Vielleicht teilst du einmal noch mit uns. Wo findet man dich im Internet? Wo sollte man jetzt auf jeden Fall mal vorbeischauen, um mehr von Ramona und Kielfeder zu erfahren?
Ramona
Also ich bin ganz klassisch auf Instagram unterwegs. Ich habe auch einen eher stiefmütterlich behandelten YouTube-Account und habe auch einen Blog, falls noch jemand daran Interesse hat, ganz einfach nur zu lesen und nicht sich von Bildern oder so berieseln zu lassen.
Helen
Ja, und überall Kielfeder.
Ramona
Ja, genau.
Helen
Ja, wir verlinken es auf jeden Fall auch noch mal genau. Und ich würde sagen, wir trinken den Bratapfel Tee jetzt zu Ende und verabschieden uns an der Stelle von den Hörerinnen. Und ich danke dir sehr für die Zeit, die du dir genommen hast und für die Einblicke, die du uns gegeben hast.
Ramona
Ja, danke dir für die Einladung. Die Zeit ist ja wie im Flug vergangen. Ist ja unglaublich.
Helen
Ist krass, oder? Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell das geht.




