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Podcast · Folge 127
»Afrika verkauft sich nicht« – und was danach mit dem Manuskript passierte
Hjördis Levnajic reiste sechs Monate von Kapstadt bis Addis Abeba. Die Verlage sagten ab. Acht Jahre später hat sie ihr Buch selbst veröffentlicht
Zum Auftakt fragen wir jede Gästin, wo wir gedanklich zusammensitzen und was wir dabei trinken. Hjördis Levnajic setzt uns in den Garten ihrer Mutter, zwischen Apfelbäume, und gießt Leitungswasser ein. Was langweilig klingt, ist bei ihr eine Pointe: Sie war zehn Jahre lang im Ausland unterwegs, oft dort, wo man Leitungswasser nicht trinken kann.
Hjördis Levnajic
Autorin
Nach dem Abitur ging sie für ein Soziales Jahr nach Paraguay, studierte Tourismus in den Niederlanden, in Frankreich und in den USA und heuerte danach mehrere Jahre auf Kreuzfahrtschiffen an. Dazu kamen viele kleinere Abenteuerreisen, häufig per Anhalter. 2017 reiste sie sechs Monate lang von Südafrika bis nach Äthiopien – die Reise, aus der ihr Buch »Rafiki« wurde. Sie hat zwei Töchter.
Ein Kindheitstraum, finanziert auf dem Kreuzfahrtschiff
Der Traum, durch Afrika zu reisen, ist so alt wie sie selbst – im Buch fängt sie damit an. »Im Prinzip kann man sagen, dieses Buch ist jetzt seit 38 Jahren in der Arbeit.« Auf den Kreuzfahrtschiffen sparte sie das Geld dafür zusammen. Im Februar 2017 startete sie in Kapstadt, ohne Route. Fest stand nur der Rückflug ab Addis Abeba, weil sie den Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin nicht verpassen wollte.
Sechs Monate wurden es. Ein Buchprojekt war die Reise ausdrücklich nicht – sie hält das im Nachhinein für den Grund, dass sie authentisch geblieben ist. Tagebuch schrieb sie trotzdem, weil ihr schon früh auffiel, dass andere die Dinge, die sie dort lernte, auch wissen sollten.
Der Satz, an dem das Manuskript acht Jahre hängen blieb
Zurück in Deutschland schrieb sie los und kontaktierte Verlage. Die Antworten, wenn welche kamen, liefen auf dasselbe hinaus: gut geschrieben, aber Afrika verkauft sich nicht. Südostasien, hieß es, könnte man verkaufen.
Sie versteht die Rechnung dahinter – Verlage müssen Bücher verkaufen, und viele gehen ungern Risiken ein. Akzeptieren wollte sie es trotzdem nicht, schon der Zahlen wegen: ein Kontinent mit weit über tausend Sprachen, der angeblich niemanden interessiert. Trotzdem verschwand das halbfertige Manuskript erst einmal in der Schublade. Dazwischen lagen zwei Kinder und, am ersten Tag nach der Elternzeit, ein Aufhebungsvertrag auf dem Tisch. Genau da hat sie die Schublade wieder aufgemacht.
Es gibt viel mehr Leute, die zu früh aufgeben, als es Leute gibt, die scheitern.Hjördis Levnajic
Drei Ängste, die den Schritt verzögert haben
Auf die Frage, warum es so lange gedauert hat, nennt sie drei. Die erste: keinen Erfolg zu haben und enttäuscht zu sein. Die zweite: das Internet, das sehr gemein sein kann – den Schritt in die Öffentlichkeit hat sie gescheut. Die dritte war die konkreteste: dass einzelne Passagen aus dem Buch gezogen und politisch benutzt werden. Auf der Reise lief nicht alles rund, und sie hatte Sorge, dass genau diese Stellen zitiert werden, um zu belegen, »so ist das nämlich in Afrika«.
Bemerkenswert ist, was sie über die Verlagsabsagen sagt: Man verlange von Verlagen, dass sie an ein Projekt glauben – und wenn sie es nicht tun, müsse man selbst genug daran glauben, um es allein zu machen. Genau daran hing es lange.
Warum es Self-Publishing wurde – und was dadurch möglich war
Sie ist sich sicher, dass ein Verlag das Buch anders gemacht hätte. Farbfotos: zu teuer, raus. Handgezeichnete Karten und ein handgezeichnetes Cover: unwahrscheinlich, denn auf Reisebüchern ist meistens die reisende Person mit Rucksack zu sehen. Und der Titel hätte vermutlich erklären müssen, dass hier eine Frau allein durch Afrika reist.
Genau das wollte sie nicht. Das Buch heißt »Rafiki«, Suaheli für Freunde, und ist den Menschen gewidmet, die ihr unterwegs geholfen haben. Jedes Kapitel beginnt mit einem Sprichwort aus dem jeweiligen Land. Erschienen ist es im April 2025 im Selbstverlag.
Was danach kam, beschreibt sie nüchtern. Bezahlte Werbung hat nicht funktioniert; sie hat das Geld lieber in ein Gewinnspiel für Leser*innen gesteckt als an eine Plattform. Sie hat sich vorher vorgenommen, ab hundert verkauften Büchern zufrieden zu sein – und hält Tiefstapeln für einen Gefallen, den man sich selbst tut. Der schönste Moment bisher: Eine Frau, die sie nicht kennt, hatte das Buch irgendwo im Internet aufgeschnappt, gelesen und erzählte auf einem Geburtstag davon – ausgerechnet der Tante der Autorin.
Loslassen bedeutet, frei zu sein
Der Untertitel meint zuerst die Ängste, die sie loslassen musste, um zu veröffentlichen. Er meint aber auch etwas, das sie auf den Reisen gelernt hat: Auf der Reise hatte sie keine Kontrolle – wenig Geld, kein Plan, wo sie schläft und was sie isst – und war deshalb erstaunlich angstfrei.
Mit zwei kleinen Kindern geht das nicht mehr, und auch das gehört zur Rechnung: »Diese ultimative Freiheit, die ich da hatte, die kann man nicht immer haben und die ist auch nicht immer angemessen.« Was man dann loslassen muss, ist der Gedanke, dass das schade ist.
Was sie mitgibt
Zum Schluss geht es um die Frage, wie man überhaupt anfängt. Ihr Rat an alle, die vor einem halbfertigen Buch sitzen, ist der Leitsatz oben. Und die größere Frage dahinter beantwortet sie mit einem Sprichwort aus Simbabwe, das in ihrem Buch steht: Egal wie lang die Nacht dauert, der Morgen kommt.
Wer unbedingt in einem bestimmten Verlag erscheinen will, sollte sich vorher ansehen, was dieser Verlag veröffentlicht, und dafür schreiben – das ist die eine Herangehensweise. Wem das eigene Buch wichtiger ist als der Weg dorthin, für den gibt es einen zweiten. Ihr eigener Wunsch für alle, die zuhören, ist größer als das Schreiben: »Ängste loslassen oder alles, was einen belastet.«
Wenn bei dir noch ein Manuskript in der Schublade liegt, hörst du in der Folge, was Hjördis Levnajic so lange abgehalten hat – und was am Ende geholfen hat.
Die ganze Folge hören
Das Buch aus der Folge
In dieser Folge geht es um genau ein Buch – das, um das sich das ganze Gespräch dreht.
Rafiki – Loslassen bedeutet, frei zu sein
Hjördis Levnajic
Sechs Monate von Kapstadt bis Addis Abeba, im Selbstverlag veröffentlicht. Mit Farbfotos, handgezeichneten Karten und einem Sprichwort zu Beginn jedes Kapitels.
*Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Häufige Fragen
Worum geht es in »Rafiki«?
Um eine sechsmonatige Reise von Kapstadt bis Addis Abeba im Jahr 2017 – und vor allem um die Menschen, denen Hjördis Levnajic unterwegs begegnet ist. Dazu kommen Themen wie nachhaltiges Reisen in ärmeren Ländern und die Frage, warum man Straßenkindern besser nichts gibt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Sprichwort aus dem jeweiligen Land.
Was heißt Rafiki?
Rafiki ist Suaheli und bedeutet Freunde. Der Titel ist eine Widmung an die Menschen, die ihr auf der Reise geholfen haben.
Warum hat sie das Buch selbst veröffentlicht?
Weil die angefragten Verlage abgelehnt haben, mit der Begründung, Afrika verkaufe sich nicht. Im Selbstverlag konnte sie das Buch so machen, wie sie es wollte: mit Farbfotos, handgezeichneten Karten, handgezeichnetem Cover und ohne einen Titel, der die Alleinreise einer Frau in den Vordergrund stellt.
Wie lange lag das Manuskript in der Schublade?
Von 2017 bis zur Veröffentlichung im April 2025 – mit Pausen und immer wieder ein paar weitergeschriebenen Kapiteln. Weil sie es über Jahre verteilt geschrieben hat, musste sie am Ende gründlich überarbeiten: Manches hatte sie zehnmal beschrieben.
Was rät sie Leuten, die selbst ein Buch veröffentlichen wollen?
Erwartungsmanagement mit sich selbst zu betreiben und tief zu stapeln, damit Raum für positive Überraschungen bleibt. Außerdem: sich klar zu werden, ob einem das eigene Buch wichtiger ist oder die Veröffentlichung in einem bestimmten Verlag – das führt zu zwei ganz unterschiedlichen Wegen. Und im Self-Publishing gibt es keinen Zeitdruck: Man kann ein Buch auch noch in fünf Jahren bewerben.
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Helen
Herzlich willkommen, Hjördis. Ich freue mich sehr, heute mit dir über den Traum Autorin zu werden, den mit unter vielleicht auch steiligen Wegtust dahin und die Reise deines Lebens zu sprechen. Ich weiß gar nicht, ob du es selber auch so nennen würdest, aber so hat sich das für mich angehört. Aber bevor wir damit starten, habe ich zwei Fragen an dich. Wo sind wir gerade und welches Getränk hast du uns mitgebracht?
Hjördis Levnajic
Wir sitzen gerade bei meiner Mutter im Garten und da gibt es mich ganz viele Apfelbäume und heute ist wunderschönes Wetter 20 Grad und trinkt Leitungswasser. Das hört sich jetzt erst mal ein bisschen langweilig an vielleicht, aber du hast es ja vielleicht schon ein bisschen angerissen. Ich war ganz viel in der Welt unterwegs und ganz oft gab es da kein Leitungswasser bzw. keins, das man trinken kann. Jetzt gerade waren wir wieder in Serbien. Mein Mann ist Serbe. Für einen Monat und auch da kann man das Leitungswasser nicht trinken. Und dann läuft man zum Supermarkt und es sind 40 Grad, dann ist das Wasser wieder alle und dann muss man wieder hin. Und dann sind wir gerade zurück und ich genieße es zum Wasserhahn zu gehen, ein Glas Leitungswasser einzuschenken und es zu trinken.
Helen
Boah voll, das kann ich irgendwie so, so gut nachvollziehen. Ich finde auch oft durchs Reisen lernt man sowas auch erst zu schätzen. Deswegen ein gutes Glas Leitungswasser würde ich sagen, schluss mir einmal mit an. So, ich weiß gar nicht so ganz genau wo ich am besten einsteige. Du hattest eine E-Mail schon vor einer Weile geschrieben. Wir sind bei allem immer super hinterher, also vor allen Dingen wenn ich mich um irgendwas kümmern muss. Deswegen hast du erst spät eine Antwort bekommen, aber du hattest uns quasi geschrieben, hey, ich habe hier oder ich veröffentliche beiden Buch. Wer ist das für euch? Und ich meinte ja, ich könnte mir das auf jeden Fall für den Podcast vorstellen. Und ich fand es total spannend, weil du glaube ich dann schon in der zweiten E-Mail oder so aufgegriffen hast, warum es länger gedauert hat quasi von dem Zeit, also das was du im Buch verarbeitest bis zu dem Zeitpunkt, dass das Buch auch tatsächlich erschienen ist. Vielleicht steigen wir da irgendwie mal ein, was ist das für ein Buch, das du geschrieben hast und warum hast du das erst Jahre später geschrieben?
Hjördis Levnajic
Okay, also ich bin jetzt 38 Jahre alt und im Prinzip kann man sagen, dieses Buch ist jetzt seit 38 Jahren in der Arbeit. Weil es war schon als ganz, ganz, ganz kleines Mädchen, so fange ich im Buch auch an, mein größter Traum durch Afrika zu reisen. Und da hat sich immer weiter entwickelt und ich habe natürlich mehr Skills irgendwie bekommen und habe dann auf dem Kreuzfahrtschiff gearbeitet, um das Geld dafür zu sparen und dann ging es endlich los, 2017. Jetzt nicht die Reise als Buchprojekt, sonst wäre sie glaube ich auch nicht authentisch, wenn ich dann sage so, ach ja, ich muss unbedingt noch da hinfahren, weil das soll in das Buch, sondern das war eine Reise, da hat mich einfach der Tag, von dem habe ich mich leiden lassen und von den Begegnungen. Und habe aber da bein natürlich Tagebuch geschrieben, weil ich schon gedacht habe, relativ schnell am Anfang der Reise, oh, das ist wirklich toll, das sollten mehrere Leute, sollten die Sachen, die ich da lerne, vielleicht auch einfach wissen. Und ja, und dann bin ich zurückgekommen und habe angefangen das aufzuschreiben und habe Verlage kontaktiert und so, das war 2017, also schon ein paar Monate inzwischen vergangen und die Verlage haben, wenn sie denn überhaupt geantwortet haben, gesagt, Afrika verkauft sich nicht. Und man muss halt glaube ich wissen, also die haben gesagt super geschrieben, aber Afrika verkauft sich nicht, so. Und ich glaube jetzt an alle, die, die träumen, ein Buch zu veröffentlichen, im Jahr werden glaube ich 60.000 Bücher in Deutschland veröffentlicht und Verlage, die gehen nicht gerne Risiken ein, sondern für die ist das existenziell, die müssen die Dinger verkaufen. Und wenn die glauben, dieses Thema verkauft sich nicht oder so, dann machen sie es halt nicht. Das ist schade, aber die denken halt wirtschaftlich, was auch verständlich ist. Und dann habe ich mich davon ganz schön demotivieren lassen und habe das dann erstmal so halbfertig in die Schublade gesteckt, gedacht, ach Mensch, ja, was soll ich jetzt tun? Okay, erst mal nix. Und dann lag es da, aber das heißt natürlich nicht, dass es aus dem Kopf ist. Und immer mal wieder ein bisschen weiter geschrieben. Und dann ich überleg grad, wie weit ich ins Detail gehe, wie viel ich überspringe. Naja, und letztendlich überspringe ich jetzt mal ganz viel und ich habe dann zwei Kinder bekommen. Deshalb können wir auch nicht mit Alkohol anstoßen, weil ich seit fünf Jahren entweder schwanger bin oder stille oder beides noch ein Grund für das Leitungswasser. Genau, und dann bin ich am ersten Tag raus aus der Elternzeit, lag der Aufhebungsvertrag auf dem Tisch. Und das war eine ganz schöne Zitrone, muss ich sagen, weil wir zwei Kindern dann neue Arbeit zu finden und so. Und da macht man die Schublade auf und denkt, ach ja, du liegst da ja immer noch mein Liebesbischlein. Und dann habe ich gedacht, jetzt Butter bei die Fische, ich mache das jetzt alleine.
Helen
Das hatten wir hier tatsächlich im Podcast auch schon ein paar Mal. Ich finde das auch immer wieder inspirierend irgendwie, wenn man einfach dann sagt, also vor allem, weil wir in so einer Zeit leben, wo das ja auch möglich ist, wo du selber möglich machen kannst. Ich würde gleich, glaube ich, gerne mal irgendwie auch darauf eingehen, was das so in dir war, dass überhaupt danach geschrieben hat, ein Buch, also dass das in die Welt muss. Aber vielleicht nochmal kurz zu einordnen, also wie lange warst du tatsächlich unterwegs bei dieser Reise?
Hjördis Levnajic
Es waren sechs Monate. Ich bin Februar 2017 in Kapstadt gestartet und halt wirklich ohne Plan. Also ich wusste nicht, vielleicht jetzt, also das Ziel war klar, das war Addis Abeba, die Hauptstadt von Äthiopien. Da hatte ich einen Rückflug gebucht, weil ich war insgesamt zehn Jahre im Ausland und man verpasst wahnsinnig viel, was in den Leben der Freunde und so passiert. Das ist halt leider so eine Nebenwirkung von so einem normalen Leben. Und meine allerbeste Freundin seit Kindheitstagen, die habt geheiratet und eine Woche vorher war der Junggesellenabschied und ich gesagt, den darf ich nicht verpassen. Das heißt, der Flug, der Stand, das war dann wirklich einen Tag vor ihrem Junggesellenabschied sollte ich zurückkommen. Aber ansonsten stand nichts. Ich wusste nicht, war ich Norden, Osten, Süden geht nicht von Südafrika, aber so und dann hat sich das so ergeben. Was war deine Frage?
Helen
Ja, genau, wie lange du unterwegs warst. Ich finde das irgendwie immer total spannend vor allem, wenn du sagst, so was zehn Jahre im Ausland, das ist echt, das ist ja auch irgendwie einfach nicht die Norm, das was viele sich gar nicht trauen. Vielleicht träumen schon viele davon, aber das machen eben nicht so viele. Würdest du aber trotzdem, also das finde ich jetzt eigentlich noch. spannender, weil ich das eben als seine Reise des Lebens, die Reise deines Lebens bezeichnet habe. Aber wenn du eh schon so viel unterwegs warst, würdest du diese Reise, die du im Buch verarbeitet hast, als die Reise deines Lebens bezeichnen? Oder war es einfach nur ein Teil davon?
Hjördis Levnajic
Nee schon. Das war so ein bisschen der Cherry on top of the cake, der finale Knall. Als ich über dich erfahren habe, so bei dir war das glaube ich auch vor dem 30. Geburtstag so ein Knack. Und bei mir auch. Ich habe die Reise angefangen mit 29, weil ich auch gedacht habe, oha, jetzt bin ich bald 30. Das war der große Traum. Das muss jetzt. Ich hatte damals meinen jetzt Ehemann kennengelernt und dem habe ich das gesagt. Gott, das ist jetzt sehr privat, aber es ist ja egal. Wir sind ja unter uns. Wir sind ja unter uns. Genau. Und ich habe, wir hatten damals gerade angefangen zu Daten. Wir haben beide auf Kreuzfahrtsschiffen gearbeitet und ich habe dann zu ihm gesagt, du verliebt dich lieber nicht in mich, weil ich gehe nämlich noch zwei, drei Jahre auf Weltreise und dann meinte er zu mir zwei, drei oder vier Jahre, ich warte. So, verflickst. Das war genau die falsche Antwort, weil ich dann gedacht habe, oh je, dann kann ich mich einfach wieder gehen lassen. Und dann habe ich daraus sechs Monate gemacht. Aber das war dann halt auch Afrika. Das ist, ich weiß nicht, besser geht es nicht. Also ich, deshalb habe ich gesagt, ich bin da total fein mit, dass es jetzt die sechs Monate durch Afrika waren und mit meinem 30. Geburtstag ich dann diesen normalen Leben einfach mal Tschüss sage. Und ich würde sagen, deshalb, ja, es war die Reise meines Lebens in den, so bis Ende 30, weil jetzt die Kinder, das ist mal meine ganz andere Reise.
Helen
Du hattest auch in diesem Fragenbogen, den wir zum Podcast verschicken irgendwie, sagt du, versuchst jetzt erfolgreich als Autorin zu werden. Und es gab ja auch in dir irgendwie diesen Traum des Buches zu veröffentlichen. Ich glaube, damit können sich super viele auch identifizieren. Aber was war, also warum, gerade weil es ja auch nicht leicht war, das Buch überhaupt in die Welt zu bringen. Also warum wolltest du das gerne? Warum jetzt allgemein Autorin werden oder warum dieses Buch?
Hjördis Levnajic
Ich glaube, beides. Aber zuerst, so warum überhaupt ein Buch? Dieses Buch, ich, da sind viele Sachen drin, von denen ich irgendwie finde mir Menschen müssten es wissen. Also allein schon der Satz, Afrika verkauft sich nicht. Ich mir denke, Mensch, auf diesem Kontinent werden mir als 2000 Sprachen gesprochen. Wie kann es sein, dass Verlage mir sagen, interessiert niemanden? Die haben gesagt, bist du durch Asien gefahren, Südostasien, ja, das könnten wir verkaufen, aber Afrika nicht. Und das ist so das eine, sich mir denkt, nie, das will ich irgendwie nicht akzeptieren oder auch so viele tolle Menschen sind. Und natürlich ist es eine Reise, auf dem Cover bin ich halt, also es ist ein Handgezeichnetes Cover. Das heißt, ich bin dann nicht mit meinem Gesicht drauf und dieses Buch heißt Rafiki, was Suaheli ist für Freunde, weil ich das so ein bisschen den Leuten, die mir da geholfen haben, widme. Also irgendwie, ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass ich das den Schulde und dass ich das Afrika schulde, deren Geschichten auch zu erzählen, weil das ist es eigentlich, die Geschichte von den Leuten, die da sind, könnte ich jetzt, ich komme dann von einem ins andere, ich könnte dir jetzt drei Stunden lang Geschichten von Menschen als ich da getroffen habe. Aber auch manchmal so Themen, wie Straßenkinder, gibt dir nichts und warum, also auch sowas, da ein bisschen zu sensibilisieren, wie reist man eigentlich auch nachhaltig, wenn man vor allem in ärmere Länder reist? Ich habe Nachhaltigkeit im Tourismus studiert und ja, vielleicht kann ich da auch ein bisschen was zu beitragen mit Rafiki. Also es sind einfach, und so ein bisschen, ich bin halt auch ein recht trotziger Mensch, also wenn mir jemand sagt, nee, das ist nichts, dann denke ich mir doch.
Helen
Watch me.
Hjördis Levnajic
Genau, watch me. Und irgendwie man verlangt ja von den Verlagen, dass die an das Projekt glauben und die sagen dann, okay, ich glaube da nicht dran, aber ich sollte doch da bitte schön schon dran glauben. Also ich will, dass die dran glauben, aber ich selbst glaube nicht genug daran, um das im Self-Publishing zu machen. Und warum ich auch so lange gebraucht habe, gezögert habe, als auch ein bisschen auch aus Angst und ich glaube ganz oft hält uns Angst ab von Dingen, die wir eigentlich machen möchten und vielleicht auch machen sollten. Und es waren drei Ängste, das eine ist, nicht Erfolg zu haben und dann einfach enttäuscht zu sein. Das zweite war das Internet, weil es kann sehr gemein sein. Ich weiß nicht, ob die ja schon Gemeinheiten im Internet irgendwie passiert sind oder auch nicht, aber ich glaube, es kann sehr gemeinsam, also diesen Schritt irgendwie in die Öffentlichkeit habe ich gescheut. Und das dritte war, dass ich Angst hatte, dass aus gewissen politischen Ecken Sachen rausgezogen werden aus dem Buch für das eigene Interesse. Also es war nicht immer alles Rosen auf der Reise und das passieren ja auch doofe Sachen. Und die passieren ja aber genauso in Europa oder sonst wo. Aber ich hatte halt Angst, dass aus gewissen politischen Ecken das dann rausgezogen wird. Diese eine Passage und gesagt wird hafzigste. So ist das nämlich in Afrika.
Helen
Ja, kann man nicht hin. Genau, genau. Das kann ich gut nachvollziehen. Der Untertitel ist ja, also das Buch heißt Rafiki, wir verlinken das auch in den Show Notes. Aber der Untertitel ist loslassen bedeutet frei zu sein. Was hat es damit auf sich? Was bedeutet das für dich?
Hjördis Levnajic
Also ich denke da vor allem an Ängste. Also da kann man jetzt bei dem Buch anfangen. Also jetzt diese Ängste losgelassen zu haben und mir die Freiheit zu geben, das jetzt zu veröffentlichen. So und das ist was, das habe ich auf meinen Reisen gelernt. Das vermisse ich auch sehr. Dieser komplette Kontrollverlust. Wir haben mal überlegen, wann sind wir nicht frei, wenn wir Angst haben, weil wir noch in Kontrolle sind sozusagen und wir haben irgendwie Angst darüber die Kontrolle zu verlieren. So, also das irgendwie aus der Hand zu geben. Und bei diesen Reisen, ich habe halt überhaupt keine Kontrolle. So, meistens habe ich wenig Geld dabei. Ich weiß nicht, wo ich wohne, ich weiß nicht, was ich esse. Also ich habe eigentlich, kann gar keine Angst haben, weil ja nichts Schlimmeres passieren kann als sowieso gerade ist. Und ich bin da halt komplett frei. Also absolute Narrenfreiheit und keiner sagt mir irgendwas, weil ich einfach alles, alle Ängste los lasse. Es ist jede Kontrolle los lasse. Und das war so, dass als die Kinder dann geboren sind, hat man mich gefragt und wie ist es Mama zu sein. Ich bin überhaupt nicht mehr frei. Ich denke irgendwie nur noch, wann ist der nächste Impftermin? Wann ist die? Weil ich halt Kontrolle haben muss und mich das in meiner Freiheit einschränkt. Das heißt natürlich kann man nicht immer komplett loslassen. Aber also diese ultimative Freiheit, die ich da hatte, die kann man nicht immer haben und die ist auch nicht immer angemessen. So, das war eine, eine Periode im Leben, wurde es total schön, weil ich habe das sehr, sehr, sehr genossen. Aber jetzt geht es nicht mehr und auch das ist in Ordnung. Und auch den Gedanken, dass es doof ist, muss man dann loslassen, um frei zu sein und das zu genießen mit den Kindern. Also ich weiß nicht, das ist ein bisschen vielleicht jetzt sehr philosophisch.
Helen
Nee, aber ich finde das voll spannend. Also ich könnte mir auch vorstellen, dass das was du beschreibst und du beschreibst, dass als was Positives, dass viele, die zuhören, sich denken, oh Gott, nee, das finde ich eigentlich genau schrecklich an dem, was sie da erzählt. Das will ich nicht. Also ich glaube es auch total, die Typssache, die Art, wie du auch da gereist bist, aber auf jeden Fall total inspirierend und ich kann das so nachvollziehen. Ich habe ein bisschen auch das Gefühl, ich habe so eine zweite Persönlichkeit, wenn ich irgendwie unterwegs bin. Also weil ich dann, manchmal denke ich dann so, euch hätte eigentlich gerne auch unterwegs irgendwie Routinen, aber es fällt mir echt schwer und ich genieße das ja auch in den Momenten irgendwie. Aber es ist so wie ein anderes ich.
Hjördis Levnajic
Ja, das ist doch schön. Das ist ja eigentlich auf das Reisen. Man soll ja mal kurz so aus dem eigenen Leben eigentlich mal eine Pause haben. Ja voll. Wenn du dann anderes ich hast, ist das super.
Helen
Ja, total. Was ich irgendwie auch spannend finde, weil ach nee, also du hast das Buch ja direkt nach der Reise geschrieben.
Hjördis Levnajic
Da habe ich angefangen. Genau, also ich hatte Tagebuch geschrieben, aber wenn ich dir das Tagebuch zeige, also ich kann die Schranstrift kaum selber lesen, weil ich einfach mal sehr müde war und dann so, okay, noch ein paar Notiz. Also, da aus dem Buch zu machen, ja, genau. Ja, Tagebuch geschrieben und dann langsam angefangen. Aber ich hatte halt auch gar keine Ahnung, wie ich, wie macht man? Das war ein Schranstrift und so. Also ich war total, ja, wirklich richtig, richtig beginner level.
Helen
Ja, ich mein irgendwie, das ist man aber ja immer, wenn man was Neues anfängt. Und ich glaube, je älter wir werden, desto mehr scheuen, wir uns irgendwie, habe ich oft den Eindruck davor, was neu anzufangen, weil wir irgendwie immer die Erwartungshaltung haben, wir müssten alles super machen, so, ne. Also statt einfach mal mit dieser Haltung daran zu gehen, ich mache es halt jetzt neu, ich kann das noch nicht wissen, wo ich mich jetzt erstmal üben oder ich muss es erstmal rausfinden. Aber nee, ich fand irgendwie den Gedanken spannend, wenn du es nämlich erst später geschrieben hast und dann ja auch zwischendurch Mutter geworden bist. Wie, also dann hast du das Buch ja vielleicht auch wirklich in dem Moment anders geschrieben, weil du selber schon anders auf diese Zeit geblickt hast oder nicht?
Hjördis Levnajic
Also das Problem ist, dass ich es über Jahre hinweg immer mal wieder geschrieben habe. Also dann habe ich mal Südafrika geschrieben und dann habe ich mal Botswana und so und halt nicht in einem Stück und dann habe ich mir jetzt nachher durchgelesen, oh, okay, das habe ich jetzt schon zehnmal gesagt, wie ich aussehe oder schon zehnmal beschrieben, wie dies oder jenes. Und das war ja also, am besten man schreibt es etwas schneller und nicht über sieben oder acht Jahre verteilt, sonst muss man nachher ordentlich wieder überarbeiten. Nee, ich glaube, also ja eigentlich, das schwierige Frage. Also viel hatte ich schon fertig, als ich dann Mama geworden bin. Es waren nur noch die letzten Kapitel und ich glaube, ich glaube gar nicht, dass ich das anders geschrieben habe, weil ich habe wie eine gespaltene Persönlichkeit. Also ja, ich bin Mama und dann bin ich halt ich, die verrückte Nomaden. Und das geht halt nicht beides zusammen, deshalb muss ich das einfach als gespaltenen Persönlichkeit akzeptieren. Und wenn ich beim Buch bin, bin ich halt mal kurz nicht Mama.
Helen
Ja, auch Leute, die mit Kindern irgendwie so verrückte Reisen machen, aber irgendwann werden die auch schulb, Lechteck und so, dann kann man das wahrscheinlich nicht mehr so gut. Ja, genau. Und es ist trotzdem noch so eine Abstufung, also ohne Essen irgendwie durch. Ja, gut. Nicht so, dass man übernachtet. Ja, das stimmt. Mama, ihr Wort of the year. Aber irgendwie, ich weiß nicht, ich könnte mir vorstellen, dass sich viele vielleicht, also in total vielem, was du so erzählt, auch wiederfinden. Und gerade auch, also ich glaube, dass viele, die hier zuhören, auch selber irgendwie so diese Traumvorstellungen vom Outdoor-Innen da sein haben. Ich weiß aber gar nicht, also ich finde das total spannend, du hast ja jetzt auch beschrieben, ja, du hattest irgendwie Angst vor den Reaktionen, Angst vor all dem, was kommt. Aber es ist ja eigentlich, also das ist ja vielleicht ja auch erst später aufgegangen, eigentlich auch erst mal eine totale Hürde, dass es Leute sehen und das auch Reaktionen kommen. War das so ein bisschen, ja, so ein Erwachen, dass viele deiner Ängste vielleicht auch erst mal gar nicht unbedingt eintreten, sondern dass die erste Hürde ist überhaupt mal dahin zu kommen?
Hjördis Levnajic
Genau, jetzt ist eher die Hoffnung, dass überhaupt mal eine Rezension kommt und wenn es nur ein Stern ist. Genau, die Angst hat jetzt die Seiten gewechselt. Ja, natürlich, jetzt ist das irgendwie der Struggle, dass man das Buch da in die Welt rausbekommt. Ja, aber trotzdem so ein bisschen bleiben diese Bauchschmerzen irgendwie, ich habe es vor allem Angst, weil es ist halt nicht irgendein Buch, es ist Teil vom eigenen Leben, ich glaube, das ist nochmal was anderes. So, wenn mir das jetzt jemand zerreißen würde, das wird anders weh tun, als wenn die Geschichte ist, die man sich so ausgedacht hat. Oder weil ich auch die Personen, die in den Buch sind, die kennen ich ja, das sind ja alles Menschen, die ich kenne. Und wenn dann jemand was gemeines über die schreiben würde, dann wird mir das auch weh tun. Aber ja, die Herausforderung ist jetzt erstmal, das in der die Leute zu bekommen, aber Angst davor, dass das nicht gelesen wird, habe ich eigentlich nicht. Wenn das so ist, dann ist das so, aber dann habe ich es auch so ein bisschen für meine Kinder geschrieben, dass die das irgendwann lesen können über diese Reise.
Helen
Das finde ich auch spannend, so die Vorstellung, dass man wirklich, also ich meine, das sagt man mir ja manchmal, aber dass man auch tatsächlich wie so eine Art Erbe hinterlässt. Auch damit, glaube ich, können sich viele identifizieren, dass das irgendwie wie so eine Art Dokument ist. Also mein Tante zum Beispiel hat immer ihr ganzes Leben gesagt, irgendwann schreibe ich mal meine Memo an. Jetzt denke ich, wo sie nicht mehr lebt, wäre total dran, würde ich vorher gerne lesen, aber sie ist halt nie dazu gekommen, hat es irgendwie nie geschafft. Und allein schon irgendwie mal so ein bisschen runterzuschreiben, wie war mein Leben, so was habe ich überhaupt alles erlebt, weil das interessiert Kinder ja sehr lange nicht. Und irgendwann kommt irgendwann ein Punkt, wo man dann auch Fragen stellt. Und das finde ich total cool. Also wenn das nicht zumindest mal ein Ansporn ist, vielleicht mal so ein bisschen was aufzuschreiben.
Hjördis Levnajic
Genau. Ja, und vieles könnte ich Ihnen jetzt auch noch nicht erzählen, was da ist. Sie wollen manchmal, dass ich daraus lese und dann lese ich so ein bisschen und überlegt mir dann währenddessen, wie ich das jetzt anders kindgerecht vorlesen könnte. Ja, genau. Und ich will das jetzt nicht zu schwer werden lassen, aber das Leben ist halt endlich. Ja, voll. Mir ist das so bewusst, weil ich sehr, sehr früh, also noch als Säugling, ganz doofen Unfall hatte und deshalb Epilepsie habe und irgendwie denkt man dann so. Also vielleicht war das auch deshalb so der Grund, warum ich so frei reisen konnte, weil ich gedacht habe, so ich weiß, dass das Leben endlich ist. Und hier ist das bewusst und ich will nicht hier einfach umsitzen und warten, dass das Ende kommt, ohne dass ich meine Träume verfolgt habe.
Helen
You speak my language. Also ich habe relativ, also mit 19 meinen Vater verloren und das war so die Lektion für alle in meiner Familie, so dass man die Dinge nicht aufschiebt. Also ich bin total happy auch, dass ich diese Lektion relativ früh gelernt habe, weil du siehst es so oft einfach. Es gibt so viele ungelebte Träume, weil man immer irgendwie meint, man hätte ja Zeit. Bitte an alle, die zuhören, lass euch das nochmal irgendwie so auf der Zunge zergehen. Man weiß es doch einfach nicht.
Hjördis Levnajic
Man weiß es einfach nicht. Und ich denke halt immer so, wenn ich eine Treppe hoch gehe oder so und dann in dem Moment habe ich einen epileptischen Anfall, dann ist das halt echt großer Mist. Ja. Ja. Und jetzt haben dann auch welche gesagt, ja, aber das finde ich total wahnsinnig mit Epilepsie diese Reise zu machen. Ja, naja, das könntest du mich jedes Mal fragen, wenn ich eine Treppe hoch gehe.
Helen
Ja, bist du wahnsinnig gefährlich. Lass das. Ebenerdiges Haus.
Hjördis Levnajic
Genau, nur noch, nur noch, wie heißen die Dinger, ebenerdige Häuser?
Helen
Bungalows.
Hjördis Levnajic
Ja, ich kann nur noch in Bungalows auch andere besuchen. Ja, genau.
Helen
Ja, aber ich glaube gerade, dass es auch dann total inspirierend zu hören, dass du das trotz allem auch gemacht hast.
Hjördis Levnajic
Trotz und wegen.
Helen
Trotz und wegen, ja, voll. Das finde ich richtig cool. Ich hoffe, dass ganz viele sich das zu Herzen nehmen, weil das ist mir wirklich auch super wichtig. Ich bin immer die im Freundeskreis, die auch immer mit dieser Keule kommt und sagt, ich weiß, ihr denkt nicht gerne drüber nach, aber es ist halt einfach so, also wenn ihr irgendwas machen wollt, dann macht es bitte. Weil ich das so so gut… Es zählt sich immer so abgetroschen an, weil Leute das zu sagen, ja, liebt dein Leben jetzt und so. Aber setz euch mal hin und denk mal drüber nach, was eure Träume sind. Und ja. Ich hab da immer so ein ganz mobiles Beispiel. Ich glaub damit können ganz viele nicht umgehen. Aber ich kann mir vorstellen, dass es was für dich ist. Ich hab das auch nicht erfunden. Ich hab das irgendwo mal gehört, dass du, obwohl ich glaube, die Person meinte Cancer for a day. Das finde ich irgendwie ein bisschen krass. Ja. Oder ich hab es falsch interpretiert, wie sie das meinte. Vielleicht eher so, dass du einen Tag lang die Vorstellung hast. Aber wenn man so ein Zeithorizont vielleicht von einem Jahr hätte, man bekommt jetzt vielleicht irgendeine Diagnose, also muss ja auch nicht krebs sein, irgendwas anderes. Man weiß, man hat ein Jahr. Das würde man in dieses Jahr packen. Weil ich finde, das ist ein bisschen anders, als wenn man jetzt irgendwie nur noch eine Woche hätte, weil keine Ahnung, da kann man irgendwie nicht so viel reinpacken und irgendwie muss man auch Dinge organisieren. Aber wenn man jetzt noch ein Jahr hätte, was wäre einem wichtig, in diesem Jahr zu erleben? Ich glaube, man fängt ganz anders mal auch über so was nachzudenken. Also ich finde es eher inspirierend. Ich merke aber sehr oft, ich merke das auf ganz die Lande sehr befremdlich wirkt, weil sich die meisten Menschen einfach nicht damit auseinandersetzen wollen. Und ich finde aber auch, es muss ja auch gar nicht so was krasses sein, aber so wie du das beschrieben hast, deine Kinder können irgendwann dieses Buch lesen und können von dieser Reise erfahren, wie cool ist das? Also einfach mal sich so hinzusetzen, so was, was wäre mir wichtig irgendwie, auch was wäre mir wichtig gemacht zu haben, was wäre mir wichtig, was überbleibt und so. Ich finde das eigentlich eher immer schön. Aber ich merke, dass das viel nicht so geht.
Hjördis Levnajic
Ja, vielleicht dann noch so mein Leitsatz auch bei diesem Buch, ist so ein bisschen, vielleicht hilft das auch ein paar, die jetzt so vor ihrem Buch sitzen und gerade nicht weiterschreiben können, vielleicht weil sie Angst haben, dass es nichts wird. Ich muss mal kurz wieder zusammenkriegen, weil ich den im Englischen mal gelesen habe. Es gibt viel mehr Leute, die zu früh aufgeben, als es Leute gibt, die scheitern. Also, und ich glaube, das stimmt wirklich, also einfach machen.
Helen
Ich glaube auch sogar, dass du eigentlich nur scheiterst, wenn du es nicht machst. Bei allen anderen Szenarien kommst du irgendwie weiter und lernst. Also, ja, aber ich glaube, so wäre, wir stecken bei so was viel zu sehr auch in unserem Kopf und das ist das dann wieder mit, einfach loslassen und frei sein.
Hjördis Levnajic
Genau, richtig.
Helen
So schließt sich der Kreis. Jetzt hast du es ja selber auch veröffentlicht. Ich finde das super empfaurend, dass es diese Möglichkeit gibt. Weil wenn du jetzt sagst, okay, ich verstehe Verlage, sind da irgendwie auch, irgendwie müssen natürlich auf einen Umsatz achten, die sagen, die haben die Erfahrung, vielleicht, dass es sich nicht verkauft. Ich finde aber, so sollte das nicht sein. Ich veröffentliche das. Und ich meine damit, ich glaube, die Art, wie du das veröffentlich hast, entsteht dir ja auch erstmal wenig an Kosten wirklich. Und dann ist es in der Welt und Leute können es bestellen, können es lesen. Und dann ist ja schon im April rausgekommen. Also wie, jetzt haben wir August. Wie ist es so? Was hat sich getan?
Hjördis Levnajic
Genau, vielleicht einmal noch zur selbstveröffentlichung. Ich weiß halt, ein Verlag hätte das nie so gemacht. Ich habe da Farbfotos drin, hätten die immer gesagt, zu viel Kosten, das nehmen wir raus. Du bist nicht berühmt. Das müssen wir hier werden. Da sind handgezeichnete Karten drin. Das ist, der Cover ist handgezeichnet. Reisebücher sind meistens halt die reisende Person, so auf dem Cover mit ihrem Rucksack oder so was. Und ich wollte das gerade nicht. Und der Titel hätte wahrscheinlich sein müssen, wie ich als Frau alleine durch Afrika reiste oder so, für ein Verlag, damit sich das verkauft. Aber genau das wollte ich halt alles nicht. Und deshalb, wie du sagst, self-empowernd. Ich konnte das jetzt so machen, wie ich das möchte. Und jetzt ist das so. Ich mein Buch. Verkaufen, ja noch nicht so richtig, aber ich weiß auch nicht richtig, wie ich das jetzt machen soll. Was soll ich denn lernen? Was schon mal schön ist, ich habe sehr viel gutes Feedback bekommen. Das ist schon mal gut. Aber es sind jetzt auch noch nicht wahnsinnig viele Leute, die es gelesen haben, die ich nicht kenne. Wobei gestern hat meine Tante mich angerufen. Die hat mein Buch an eine Freundin verschenkt und hat das auf den Geburtstagstisch gelegen. Und dann ist eine andere Frau gekommen, hat gesagt, das habe ich gelesen, das ist super. Und meine Tante so, wo hast du das denn? Das ist gar nicht bekannt. Und sie hat es irgendwo aufgeschnappt im Internet. Es ist über den Weg gelaufen. Das alleine ist ja schon total cool, oder? Ich habe immer noch Glücksgefühle. Das würde ja nicht ohne Internet passieren.
Helen
Ja, genau. Total, total super. Ich meine, das hast du ja gezeigt, dass da die analoge Welt von Büchern, diesen klassischen Bücher mit der digitalen verschmilzt und was ganz Tolles Neues dabei rauskommt. Wenn davon jemand erzählen kann, dann du.
Hjördis Levnajic
Ne, genau. Und jetzt habe ich so im September eine erste Lesung mit einer Volkshochschule hier. Und dann war es sehr aufregend. Genau. Und dann beim Selfpublishing-Buchpreis mitgemacht. Vielleicht haben da einige von deinen Zuhörerinnen auch mitgemacht. Das wird spannend. Mal gucken. Ja, also so, ich gehe das jetzt so langsam. So pü-a-pü, man tastet sich, finde ich, so vor. Also ich habe vorher echt Erwartungsmanagement betrieben mit mir selber. Und habe gesagt, okay, wenn ich bis da 100 Bücher verkauft habe, dann bin ich froh. Und also ich glaube auch da tut man sich selbst ein Gefallen, wenn man erst mal ganz tief stapelt und ganz viel Raum lässt und positiv überrascht zu werden. Das habe ich auf meinen Reisen auch so geliebt. Ich glaube, wir planen uns manchmal zu Tode. Und dann sind wir nur noch enttäuscht, weil unsere Erwartungen nämlich nicht getroffen werden können. So. Und das war halt bei meiner Reise nicht so, weil ich gar keine Erwartungen hatte. Also die einzige Hoffnung war, dass ich das überlebe. Ich hatte keine Erwartungen. Und dann wärst du halt ständig positiv überrascht, wenn irgendwas Cooles passiert.
Helen
Wahnsinn, viel Gutes zu fühlen. Das finde ich echt cool. Und was ja auch das quasi, was du jetzt beschrieben hast mit den zwei Lesungen beschreibt. Also vermute ich mal, dass das ja auch was ist, was du auch wieder initiiert hast, was du irgendwie Leuten vorgeschlagen hast. Also ich finde, das zeigt auch oft wie viel man da selber auch in der Hand hat. Und ich glaube, viele bleiben in diesem, da kann man nichts machen. Mein Buch ist jetzt draußen, aber es liest irgendwie kaum jemand. So, Schade. Aber auch, dass man da total viel zumindest probieren kann. Also man hat ja, es heißt nicht, dass es immer alles klappt, aber man kann es zumindest probieren. Man kann versuchen, anderen Leuten zu erzählen, warum das irgendwie für sie was wäre, warum das irgendwie wertvoll ist. Und auch das finde ich total empowernd und versuche immer irgendwie auch, wenn ich hier mit Self-Publisher, Innensprecher irgendwie zu vermitteln, dass man das auch wirklich ein bisschen selber steuern kann.
Hjördis Levnajic
Ja, und da gibt es halt auch nicht so die Patentlösung, sondern also jetzt zum Beispiel, wenn du totales Social Media oma, ich kann das nicht, ich mag das nicht. Also ich weiß nicht, es ist so, es, ja, keine Ahnung. Ich weiß nicht, wie. Ja. Und ich habe das dann so jetzt meine kleinen Baby-Schritte da gemacht und was versucht und da habe irgendwie Geld an Meta bezahlt, um Werbung zu scheiten. Und das hat überhaupt nicht funktioniert. Und dann habe ich gedacht, wie doof, ich will das in einem amerikanischen Konzern und nicht in den Rachen schütten das Geld, damit irgendjemand mein Buch sieht, sondern ich mache das jetzt so, hofft, dass dann jetzt ein kleiner Fuß in der Tür ist und die Tür immer ein Stückchen weiter aufgeht, wenn mehr Leute das sehen oder lesen oder mich hören oder so. Ja, also so pro April und habe dann das jetzt mit einem Gewinnspiel verbunden und habe gedacht, jeder, der das Buch kauft, der kann da irgendwie ein Metall nehmen. Und gebe ich lieber den Leser innen, was als Meta und Co. So, ich mir das jetzt überlegt.
Helen
Ja, verstanden. Das ist das für den Gewinnspiel.
Hjördis Levnajic
Ach so, genau. Wenn man das Buch hat, dann kann man ein Foto von dem Buch in diesem Gewinnspiel hochladen und mit jedem Teilnehmer geht ein Euro in den Jackpot. Also vielleicht ist der Jackpot nachher 10 Euro groß. Keine Ahnung. Aber kannst du abcaschen? Theoretisch. Wenn man das ganz viele Leute erzählt und ganz, ganz viele Leute. Also im Moment stehen wir bei 5 Euro.
Helen
Ja, cool. Das ist auf deiner Webseite, glaube ich, gewesen. können wir auch verlegen können. Wie lange gibt das noch?
Hjördis Levnajic
Bis 31.10.
Helen
Das könnte glaube ich auch noch hinhauen. Ich habe gerade nicht im Kopf, wann die Folge an sein geht, aber ich glaube, ich hoffe es haut hin. Ja voll spannend, ich glaube, man muss da auch wirklich so ein bisschen kreativ werden. Und auch das kann ja total gut Spaß machen, kreativ zu werden und sich einfach zu überlegen. So was habe ich alles in der Hand. Wen kenne ich alles? Wo könnte ich irgendwie anknüpfen und so und das ist doch cool und du hast halt bei einem Verlag sagen die oft diese erste Woche oder die ersten zwei Wochen nach der Veröffentlichung die sind, die irgendwie entscheidend sind. Aber du hast diesen Zeitdruck ja gar nicht. Du kannst das auch noch in fünf Jahren bewerben. Und das finde ich eigentlich total cool daran. Also ich muss immer sagen, ich bin echt sehr Fan vom Self-Publishing, weil ich finde, es gibt so viel Macht an einen selber auch zurück.
Hjördis Levnajic
Ja, ich finde das total beliebend. Das ist so eine aufregende Reise jetzt. Die ganze Zeit, wie du schon sagst, irgendwie überlegen und was könnte ich noch machen? Das würde ich nachher noch zum Globetrotter fahren und da ein paar Flyer für die Lesung hinlegen und das ist so irgendwie ganz anders und eine neue Reise. Genau, absolut, absolut. Immer was gerade zum Leben passt. Also was du vorhin auch gesagt hast mit dem sich Hinsatz mal überlegen, mich jetzt noch ein Jahr hätte, was würde ich da machen? Das kann man wahrscheinlich so alle drei, vier Jahre mal machen, weil das eigene Leben sich auch ändert. Also in diesem Moment jetzt gerade, wie meine Antwort wahrscheinlich nur mit meinen zwei Mädchen kuscheln. Einfach keine Funktion, Frage einfach nur noch mit den Kuscheln. Nur noch Essen bestellen und gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Aber vor fünf Jahren wäre das natürlich eine andere Antwort gewesen.
Helen
Ja, das ist ein guter Reminder, dass sich das auch weiterentwickelt.
Hjördis Levnajic
Total.
Helen
Und ich dachte auch gerade so, was wir im Grunde auch schon gesagt haben, aber das würde ich irgendwie gerne nochmal betonen. Also einerseits, wenn man irgendwie ein Buch schreiben und veröffentlichen will, dass man, dass es da wirklich Mittel und Wege gibt, es gibt einfach, es gibt natürlich Gatekeeper, wenn man bestimmte Wege einschlägt. Also wenn man unbedingt in einem Verlag veröffentlicht werden möchte, dann entscheiden die. Aber man muss nicht irgendwie sich von Leuten aufhalten lassen. Aber auch einfach, wenn man das Bedürfnis hat, was aufzuschreiben, dass man auch das einfach machen kann. Man muss ja gar nichts veröffentlichen. Und natürlich eben dieser Punkt, dass ja, wenn da irgendwas in einem brodet, dass man dem ruhig nachgeben kann und das mal verfolgen kann.
Hjördis Levnajic
Für die, die wirklich, also es gibt ja sozusagen zwei Herangehensweisen. Ich möchte unbedingt dieses Buch und das will ich veröffentlichen. Oder ich möchte unbedingt diesen Verlag und ich möchte unbedingt ein Buch veröffentlichen. Also was ist mir wichtiger, mein Buch, das genau, was ich hab, dass das rausgeht. Oder dass ich eine durch von einem Verlag veröffentlicht autoren werde. Wenn man unbedingt von einem Verlag veröffentlicht werden muss, er möchte, dann muss man sich halt, da muss man, bevor man schreibt, wahrscheinlich in deren Perspektive gehen und gucken, was veröffentlichten die denn? Weil die sind nicht gerne experimentierfreudig. Also für alle die, die jetzt zuhören und sagen, doch ich möchte gerne mal von dem Verlag veröffentlicht werden, dann müsste das Pferd von der Seite aufspannen und für die, was schreiben sozusagen.
Helen
Ja, genau. Also bei dem Grunde bist du dann, ich weiß gar nicht, wie man das so bezeichnen würde. Ich hab jetzt am ersten Moment gedacht, sowieso Kunde von denen.
Hjördis Levnajic
Der Dienstleister, wahrscheinlich.
Helen
Ja, also für die so. Ja, genau. Und deswegen musst du irgendwie deren Anforderungen irgendwie erfüllen. Und da erfinde ich total sinnvoll, sich dann im Vorfeld zu überlegen, was wäre für die denn spannend? Also wie könnte ich das erfüllen? Weil man damit ja auch die Chancen total erhöht. Ich finde das, also ich hoffe, dass ganz viele mit diesem Gefühl hier rausgehen. So wenn mir, wenn mir irgendwie sowas vorschwebt, dann kann ich das schaffen. Gibt es irgendwas, wo du denkst, ich wünschte, dass das am Ende sich alle zu Herzen nehmen, dass das hängen bleibt von der Folge?
Hjördis Levnajic
Ängste loslassen oder alles, was einen belastet. Wirklich, das muss nicht ein Angst sein. Also das kann auch eine toxischer Beziehung sein oder was auch immer, dass man das loslässt und sich die Freiheit so erreicht. Das würde ich mir für alle Menschen einfach wünschen.
Helen
Wenn es so leicht wäre.
Hjördis Levnajic
Ja, genau. Aber dass man sich hinsetzen überlegt, was hält mich denn jetzt wirklich ab, warum fühle ich mich nicht frei? Und da, es kann entweder sein, ich möchte irgendwo hinfliegen und ich habe aber Flugangst. Wenn man sagt, ja, aber das möchte ich unbedingt. Und diese Flugangst, die beschränkt mich dann dieser Freiheit, dann, da gibt es Kurse für oder so. Also wo irgendwo ein Leidensdruck ist, dass man da dann auch ran geht.
Helen
Ja, ich bin echt gut. Ich glaube auch, dass so ein bisschen der Gedanke hilft, wenn es jetzt halt vorbei wäre. Wenn mir das wichtig, diese Flugreise gemacht haben, also zu haben, oder würde ich dann noch ein weiteres Jahr in dieser Beziehung hängen, wo er nicht gut zu alt tut. Oder würde ich mich dann irgendwie jetzt auf den Weg begeben.
Hjördis Levnajic
Genau, und einfach diese und vielleicht, es wird immer alles irgendwie gut. Also das ist eine Lektion, die habe ich aus Simbabwe mitgenommen, die Menschen absolut beeindruckend. Die haben, also meine Kapitel, die fangen immer mit einem Sprichwort aus dem Land an. Und in Simbabwe ist das egal, wie lang die Nacht auch dauert, die morgen der Mahrung wertkommen. Und Simbabwe ist ein echt gebeuteltes Land. Also ich fahr zum letzten Mal 2019, wir haben unendlich Sonne, unendlich Wasserkraft. Also eigentlich das perfekte Land auf dieser Welt und die hatten keinen Strom, nicht mal am Flughafen. Also gar keinen Strom. Und das war sehr lustig. Am Flughafen riefen wir entständig mit irgendwelchen Zettel rum, da ist das Gate und die Zettel waren aber alle unterschiedlich und die Anzeige dafür nicht funktionierten. Also totales Chaos. Und die machen weiter und die sagen, irgendwann, es gibt immer irgendwann ein Happy End, waren auch immer. So auch das vielleicht allen mitgeben, die heute hier zuhören.
Helen
Das finde ich voll schön. Das ist ein schönes Schlusswort auch. Wo findet man dich? Wo findet man dein Buch?
Hjördis Levnajic
Genau, mein Buch entweder schreibt man mir eine nette E-Mail und ich schicke es euch nach Hause. Es muss eine nette E-Mail sein. Es muss eine nette E-Mail, nicht? Sei nicht Buch her, so wie bei E-Bail, dann mach ich mal. Kleider schrank viel viel. Ne. Genau. Oder man geht in eine Buchhandlung bestellt, das da oder natürlich online geht es auch. Mein Name, da müsste ich den jetzt Buch stabilieren und das dauert sehr lange, bis der fertig Buch stabiliert ist. Ich könnte es auch noch mal in die Show notes packen. Fantastisch. Genau, bei Instagram gehört es Unterstrich, L.E.V. oder so. Aber ja, wir verlinken uns sonst noch.
Helen
Ja, genau. Wir verlinken alles. Du hast ja auch eine Webseite, die wir verlinken können.
Hjördis Levnajic
Genau, findet ihr alles in den Show notes.
Helen
Ja, ich fand das irgendwie total spannend. Vor allem, weil ich habe dir das im Vorfeld gesagt, ich habe nicht so eine Agenda. Ich mag immer ganz gerne zu schauen, wo wir so landen und es ist irgendwie wie immer ein ziemlicher Deep Talk.
Hjördis Levnajic
Ich liebe das. Ich habe auch das Gefühl, eine Gleichgesinnte gefunden zu haben. Das leben eben auch dann doch irgendwie, also, dass man es leicht nimmt, aber auch ernst. Also, es ist endlich. Das hat mir total gut gefallen.
Helen
Ich würde sagen, wir wertschätzen jetzt noch mal, dass wir hier frisches Leitungswasser haben, trinken das zu Ende, genießen bis dann hier die Aussicht in den Garten und verabschieden uns an der Stelle von den Mädels und ja, ich sage danke für deine Zeit.
Hjördis Levnajic
Danke dir, Helen. Das hat Spaß gemacht.
Helen
Vielen, vielen Dank. Und an alle anderen. Habt noch einen schönen Tag.
Hjördis Levnajic
Und ein schönes Leben.




