Welche Bücher standen für September 2020 zur Auswahl?


Für September standen ‘Abbitte’ von Ian McEwan, ‘Sturz der Titanen’ von Ken Follett, ‘Unorthodox’ von Deborah Feldman und ‘schnell.liebig’ von Lina Mallon zur Auswahl. In der ersten Abstimmungsrunde wurden alle vier Vorschläge über die Quizfunktion bei Instagram zur Auswahl gestellt und hier seht ihr die Übersicht der Stimmen:

Abbitte von Ian McEwan: 92 Stimmen

Sturz der Titanen von Ken Follett: 33 Stimmen

Unorthodox von Deborah Feldman: 128 Stimmen

schnell.liebig von Lina Mallon: 66 Stimmen

Somit standen in der zweiten Abstimmungsrunde ‘Abbitte’ und ‘Unorthodox’ (hier dann wieder über den Umfrage-Button in Instagram) gegenüber. Das Ergebnis wirkt mit 56 % für ‘Unorthodox’ zwar recht knapp, aber wenn man sieht, dass dahinter 192 Stimmen gegenüber 148 Stimmen stehen, ist es doch ziemlich deutlich.


Unorthodox

Bei meiner Abfrage in der Story hatten 113 Mädels angegeben, dass sie mitlesen würden.


Ich habe keine Vergangenheit, an die ich mich klammern könnte; die letzten dreiundzwanzig Jahre gehören jemand anderem, jemandem, den ich nicht mehr kenne.

Unorthodox – Deborah Feldman

Der Zeitplan


Wer ist Deborah Feldman?

Deborah Feldman wurde am 17. August 1986 in New York geboren und ist eine US-amerikanisch-deutsche Autorin. In ihrem autobiografischen Debütroman Unorthodox beschrieb sie ihre Kindheit und Jugend in der ultraorthodoxen jüdischen Glaubensgemeinschaft der Satmarer im New Yorker Stadtteil Williamsburg. Das Buch war in den USA sehr erfolgreich und wurde millionenfach verkauft, 2016 erschien es in deutscher Sprache. 2020 erschien die Netflix-Adaption basierend auf Feldmans Buch als Mini-Serie. Feldman ist auch Protagonistin des schweizerisch-deutschen Dokumentarfilms von 2018 #Female Pleasure.

Deborah Feldman wuchs in bescheidenen Verhältnissen im stark jüdisch geprägten Brooklyner Stadtteil Williamsburg auf. Ihre Familie gehört der jüdischen Glaubensgemeinschaft der Satmarer Chassiden an. Die Eltern, deren Ehe von Verwandten arrangiert worden war, lebten getrennt, da die Mutter die Glaubensgemeinschaft verlassen hatte; der Vater war geistig behindert und konnte nicht für die Tochter sorgen. Deborah Feldman wuchs bei ihren Großeltern auf, ursprünglich aus Ungarn stammenden Holocaustüberlebenden, die streng nach den Regeln der Satmarer lebten und das Kind dementsprechend erzogen.

Die Satmarer Chassiden, die den Holocaust als Strafe Gottes für angeblich mangelnde Frömmigkeit und übertriebene Assimilierung von Juden in Europa verstehen, leben ein abgeschiedenes Leben, dessen Alltag von vielen Verboten geprägt ist, um so einen befürchteten zweiten Holocaust zu verhindern. „Wir lernen in der Schule, Gott habe Hitler gesandt, um die Juden dafür zu bestrafen, sich selbst erleuchtet zu haben. Er kam, um uns zu reinigen, um alle assimilierten Juden zu vernichten, alle frejen Jidden, die dachten, sie könnten sich selbst vom Joch, die Auserwählten zu sein, befreien“, schrieb Feldman in Unorthodox.

Die Satmarer Chassiden lehnen den Zionismus und die Existenz des Staates Israel ab, da sie glauben, die Juden verstießen damit gegen Gottes Willen, der sie dazu bestimmt, bis zum Erscheinen des Messias in der Diaspora leben zu müssen. Deborah Feldmans Muttersprache ist Jiddisch, die englische Sprache galt als zu „weltlich“. In Unorthodox beschreibt Feldman, dass sie schon als junges Mädchen unter strengen Kleidungsvorschriften litt; sie musste stets ihren Körper und ihr Haar vollständig bedecken und unpraktische und altmodische Kleidung tragen. Die Farbe Rot war verboten, da sie als Farbe des Teufels galt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Deborah_Feldman


Was hat sie noch geschrieben?


Das Buchclub-Treffen

Das September-Buchclub-Treffen fand am 30. September über Zoom statt und insgesamt nahmen 33 Mädels teil. Es war eine richtig tolle Runde und wir haben in anderthalb Stunden über das Buch sowie die Netflix-Serie gesprochen. Elisa war so lieb und hat ein Protokoll erstellt, das ihr hier findet: Buchbesprechung Unorthodox.


Fazit

Bei meiner Abfrage “Hat dir das Buch gefallen und würdest du es weiterempfehlen?” vom 7. Oktober haben 96 % der Mädels (bei 118 zu 5 Stimmen) für “Ja” gestimmt.

Am 8. Oktober hatte ich über einen “Stimmungsbarometer” abgefragt, wie den Mädels der Film gefallen hat. Dabei war 1 “ganz schlecht” und 10 “super gut”. 83 Mädels haben geantwortet und die durchschnittliche Bewertung lag bei 8,9.