Welche Bücher standen für Mai 2020 zur Auswahl?


In der Mai-Abstimmung merkt man, dass am 1. April durch die Erwähnung von ‘Mädels, die lesen.’ in der Instagram-Story von @considerlena quasi über Nacht 500 neue Gesichter zum Buchclub dazu gestoßen sind 🙂 Zur Auswahl standen ‘Der Fliegenfänger’ von Willy Russell, ‘Das weibliche Prinzip’ von Meg Wolitzer, ‘Justizpalast’ von Petra Morsbach und ‘Noch ein Tag und eine Nacht’ von Fabio Volo. Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch zwei Bücher gegenüber gestellt und in der ersten Runde war es bei der einen Abstimmung ziemlich deutlich und bei der anderen ziemlich knapp:

Willy Russell 21 % (47 Stimmen) – Meg Wolitzer 79 % (176 Stimmen)

Petra Morsbach 45 % (98 Stimmen) – Fabio Volo 55 % (122 Stimmen)

In der zweiten Abstimmungsrunde war das Ergebnis mit 68 % (138 zu 64 Stimmen) für ‘Das weibliche Prinzip’ dann aber doch ziemlich eindeutig.


Das weibliche Prinzip

Leider habe ich in diesem Monat gar nicht abgefragt, wie viele mitlesen, was total schade ist, weil mich das total interessiert hätte. Aber da sich zum Buchclub-Treffen am Ende des Monats 26 Mädels angemeldet hatten, schätze ich, dass mindestens so viele mitgelesen haben 😉

Ich selbst hatte das Buch vorher zwar bereits auf dem Schirm gehabt, aber hätte es ohne den Buchclub wahrscheinlich erstmal nicht in die Hand genommen. Es war das erste Buch, das ich gelesen habe, das sich so intensiv mit dem Thema Feminismus beschäftigt hat und das fand ich total spannend. 


Die schüchterne Greer Kadetsky wäre gern anders: mutig, schlagfertig, selbstbewusst. Als sie auf die Frauenrechtlerin Faith Frank trifft, ahnt sie nicht, dass diese Begegnung den Eintritt in eine neue Welt markiert und zugleich ihr Leben, ihre Beziehungen und Überzeugungen auf eine harte Probe stellen wird.

Das weibliche Prinzip – Meg Wolitzer

Wer ist Meg Wolitzer?

Meg Wolitzer wurde am 28. Mai 1959 in Long Island, New York geboren und ist eine US-amerikanische Autorin. Sie ist die Tochter der Autorin Hilma Wolitzer. Wolitzer studierte Kreatives Schreiben am Smith College und an der Brown University und graduierte 1981. Sie ist mit dem Autor Richard Panek verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in New York City. 

Wolitzer begann mit dem Schreiben während ihres Studiums und veröffentlichte 1982 ihren ersten Roman. Sie unterrichtete Kreatives Schreiben an der University of Iowa und am Skidmore College. Vier ihrer Bücher wurden verfilmt. Wolitzer resümierte 2012 in einem Essay für die Sunday Book Review der New York Times den Status des weiblichen Schreibens: Die Bücher der Schriftstellerinnen würden im Buchhandel stets auf dem zweiten Regal (second shelf) für die nicht so wichtigen Neuerscheinungen platziert, die Verlage hätten sie schon mit Bucheinbänden dekoriert, die sie als Chick lit einordnen würden.

Der Essay wurde für Wolitzer auch zum Programm für ihre eigene Arbeit: Mit ‘The Interestings’ veröffentlichte sie 2013 einen Roman, der in Inhalt und Umfang an die Tradition der Great American Novel, des großen amerikanischen Gesellschaftsromans anknüpft: „Es ist das Buch, das ich wirklich schreiben wollte […] und ich habe tief Luft geholt und es getan. […] Ich habe versucht, größere Gewichte zu heben.“ Der Roman erhielt viel Lob von der Kritik und markierte einen Durchbruch sowohl für die Popularität Meg Wolitzers als auch für ihre Reputation als ernsthafte Schriftstellerin.

2015 war sie Jurymitglied der Auszeichnung Das außergewöhnliche Buch des Kinder- und Jugendprogramms des Internationalen Literaturfestivals Berlin.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Meg_Wolitzer


Was hat sie noch geschrieben?


Das Buchclub-Treffen

Am 28. Mai 2020 um 18 Uhr haben wir uns über Zoom zur Mai-Buchbesprechung “getroffen”. 26 Mädels hatten sich dazu angemeldet und von mir die Zugangsdaten bekommen, letztlich teilgenommen haben aber ungefähr 12.

Wir haben in 1 1/2 Stunden über alle möglichen Stellen aus dem Buch gesprochen, von denen viele aus einer Story-Abfrage vom Vorabend kamen. Ein wiederkehrender Punkt war, dass häufig gewisse “Zustände” eher nur an der Oberfläche gekratzt haben und nicht in die Tiefe besprochen wurden. Als Beispiele haben wir die Beziehung zwischen Greer und Cory besprochen. Da war für uns nicht ganz schlüssig, warum die sich so sehr nahe stehen. Dann warum Greer Faith so extrem anhimmelt, im Grunde lediglich wegen einer Rede. Und auch später, als sie dort gearbeitet hat, die Beziehung zwischen den beiden auch nicht besonders herausgestellt wurde. Oder auch die Szene am Ende, als Greer den Auftritt ihrer Mutter sieht und von jetzt auf gleich die jahrelange Distanz “überwunden” ist.

Wir haben darüber gesprochen, dass Greer den Brief ihrer Freundin nicht weitergibt. Da meinten einige, sie hätten es offen (der Freundin gegenüber) angesprochen. Wir haben darüber gesprochen, dass Greer Fleisch isst, obwohl sie Vegetarierin ist. Da waren wir eigentlich alle der Meinung, dass es in der Situation möglich gewesen wäre, ehrlich zu sagen, dass sie kein Fleisch isst. Und wir haben über Faith Freundin gesprochen, die so extrem gegen das Recht auf Abtreibung war. Und über so vieles mehr =)

 


Fazit

Bei meiner Abfrage “Hat dir das Buch gefallen und würdest du es weiterempfehlen?” vom 14. September haben 69 % der Mädels (bei 38 zu 17 Stimmen) für “Ja” gestimmt.