Welche Bücher standen für März 2020 zur Auswahl?


Im März gab es das erste Mal einen Vorschlag von jemand anderem als mir 🙂 Zur Auswahl standen ‘Was wir sind’ von Anna Hope, ‘Nachtzug nach Lissabon’ von Pascal Mercier, ‘Die Welt von Gestern’ von Stefan Zweig und ‘Eat, Pray, Love’ von Elizabeth Gilbert. Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch zwei Bücher gegenüber gestellt und in der ersten Runde war es bei beiden Abstimmungen ziemlich knapp:

Anna Hope 48 % (16 Stimmen) – Pascal Mercier 52 % (17 Stimmen)

Stefan Zweig 54 % (19 Stimmen) – Elizabeth Gilbert 46 % (16 Stimmen)

In der zweiten Abstimmungsrunde war das Ergebnis mit 72 % (23 zu 9 Stimmen) für ‘Nachtzug nach Lissabon’ dann aber doch ziemlich eindeutig.


Nachtzug nach Lissabon

Im März entschied sich die Mehrheit also für Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier, im Kontrast zum Vormonat eher ein Klassiker. Das Buch ist bereits 2004 im btb-Verlag erschienen, wurde in 32 Sprachen übersetzt und allein im deutschsprachigen Raum mehr als 2 Millionen Mal verkauft.

Da ich zu Beginn des Monats für eine Woche in New York war, habe ich es verpasst abzufragen, wie viele eigentlich mitlesen. Als ich nach meiner Rückkehr abgefragt habe, wer schon angefangen habe, hatten dies aber zumindest 5 Mädels angegeben :o) Und als ich am Ende des Monats nochmal gefragt habe, wer mitgelesen hätte, haben dies immerhin 6 Mädels angegeben. 


Wenn es so ist, daß wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist – was geschieht mit dem Rest?

Nachtzug nach Lissabon – Pascal Mercier

Wer ist Pascal Mercier?

Peter Bieri wurde am 23. Juni 1944 in Bern geboren und ist ein Schweizer Philosoph und Schriftsteller. Seine bislang fünf Romane erschienen unter dem Pseudonym Pascal Mercier, besonders erfolgreich war dabei Nachtzug nach Lissabon.

Bieri wuchs in einer kleinbürgerlichen Familie in einem Vorort von Bern auf. Sein Vater war Komponist. Die Matura legte er am Berner Gymnasium Kirchenfeld ab, wo er auch Latein, Griechisch und Hebräisch lernte. Nach der Matura begann Bieri ein Studium der Altphilologie in Bern, das er aber abbrach, weil er wegen einer Liebesbeziehung nach London zog. In Heidelberg studierte er Philosophie, Anglistik und Indologie. Er war Schüler von Dieter Henrich, Gerhard Knauss und Ernst Tugendhat. 1971 promovierte er mit einer Arbeit zur Philosophie der Zeit des englischen Philosophen John McTaggart Ellis McTaggart, 1981 habilitierte er sich an selber Stelle.

Nach Lehrtätigkeiten in Heidelberg und Marburg hatte er von 1993 bis 2007 den Lehrstuhl für Philosophie an der Freien Universität Berlin inne. Bieri war Mitbegründer des Forschungsschwerpunktes Kognition und Gehirn der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Ab 1995 trat Bieri unter dem Pseudonym “Pascal Mercier” auch als Romanautor in Erscheinung. Er lüftete sein Pseudonym anlässlich des Erscheinens seines zweiten Romans drei Jahre später. Der 2004 veröffentlichte Roman Nachtzug nach Lissabon wurde zum Bestseller. 2007 zog sich Bieri, verärgert über den Universitätsbetrieb, vorzeitig aus dem akademischen Beruf zurück. Dabei kritisierte er den von Drittmitteln dominierten Betrieb und das Wissenschaftsmanagement als „Diktatur der Geschäftigkeit“. 2010 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern.

Die Schwerpunkte seiner Forschung sind analytische Philosophie, Philosophische Psychologie, Erkenntnistheorie und Moralphilosophie. In dem Aufsatz „Was macht das Bewußtsein zu einem Rätsel?“ argumentiert Bieri gegen die Idee, dass die Neurowissenschaften das Phänomen „Bewusstsein“ erklärt hätten. Auch wenn wir immer mehr über die neuronalen Korrelate von Bewusstsein erfahren, so wissen wir dennoch nicht, warum diese Prozesse von Bewusstsein begleitet sind. Bieris Argumentation ähnelt hier der von Thomas Nagel, Joseph Levine und David Chalmers. Siehe dazu: Bieri-Trilemma.

Als Schriftsteller verwendet Bieri das Pseudonym „Pascal Mercier“, zusammengesetzt aus den Nachnamen des französischen Philosophen Blaise Pascal und des Schriftstellers Louis-Sébastien Mercier. Martin Halter kritisierte Bieris prätentiöse Manier, „den braven Berner im Spitzenjabot des französischen Philosophen“ vorzuführen. Unter seinem Pseudonym hat Peter Bieri bisher fünf Romane veröffentlicht: Perlmanns Schweigen (1995), Der Klavierstimmer (1998), Nachtzug nach Lissabon (2004; 2013 verfilmt), Lea (2007) und Das Gewicht der Worte (2020). In „Herz, Schmerz und viel Schicksal“ sieht die Kritik „sein Erfolgsrezept“, das Bieri, „literarische Wellness“ anstrebend, von Buch zu Buch nur geringfügig variiert anwende.

Bieri ist verheiratet mit der Malerin Heike Bieri-Quentin, mit der er in Berlin lebt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Bieri


Was hat er noch geschrieben?


Das Buchclub-Treffen

Am 31. März 2020 hieß es #wirbleibenzuhause und treffen uns stattdessen virtuell. Los ging es um 18 Uhr über Zoom und ich hatte vorab zumindest zwei Zusagen bekommen. Letztenlich waren wir doch nur zu zweit, aber es war total schön in Ruhe und trotz der Distanz (meine Gesprächspartnerin war zu der Zeit in Amsterdam) über das Buch sprechen zu können. Ganz besonders, da ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte, auch wenn ich die Story an sich mochte.


Fazit

Bei meiner Abfrage “Hat dir das Buch gefallen und würdest du es weiterempfehlen?” vom 14. September haben 75 % der Mädels (bei 27 zu 9 Stimmen) für “Ja” gestimmt.