Welche Bücher standen für Oktober 2020 zur Auswahl?


Für Oktober standen ‘Der Gesang der Flusskrebse’ von Delia Owens, ‘Marianengraben’ von Jasmin Schreiber, ‘Little Women’ von Louisa May Alcott und ‘Lion: Der lange Weg nach Hause’ von Saroo Brierley zur Auswahl. In der ersten Abstimmungsrunde wurden alle vier Vorschläge über die Quizfunktion bei Instagram zur Auswahl gestellt und hier seht ihr die Übersicht der Stimmen:

Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens: 81 Stimmen

Marianengraben von Jasmin Schreiber: 67 Stimmen

Little Women von Louisa May Alcott: 136 Stimmen

Lion: Der lange Weg nach Hause von Saroo Brierley: 28 Stimmen

Somit standen in der zweiten Abstimmungsrunde ‘Der Gesang der Flusskrebse’ und ‘Little Women’ (hier dann wieder über den Umfrage-Button in Instagram) gegenüber. Das Ergebnis war mit 63 % (116 zu 200 Stimmen) für ‘Little Women’ eindeutig.


Little Women

Diesen Monat hat sich die Mehrheit also für ‘Little Women’ von Louisa May Alcott entschieden. Ein echter Kinderbuch-Klassiker, der 1868/1869 in drei Bänden veröffentlicht wurde. Wir lesen diesen Monat “nur” den ersten Teil, der auf Deutsch unter dem Namen “Betty und ihre Schwestern” erschienen ist. Bei der Abfrage haben 118 Mädels angegeben, dass sie mitlesen werden.

‘Little Women’ erzählt die Lebensgeschichte der Schwestern Meg, Jo, Beth und Amy, die gemeinsam mit ihren Eltern in Neuengland aufwachsen. Die kluge, jungenhafte Josephine („Jo“), die hübsche und fügsame Meg, die selbstlose und friedliche Beth und das Nesthäkchen, die egoistische Amy, werden von ihren kindlichen Luftschlössern bis hin zur Frauwerdung begleitet. Marmee, Mutter der vier kleinen Frauen, wacht aufmerksam über die Entwicklung und den Umgang ihrer Kinder. Der Vater ist im Krieg.

Das Buch wurde 2019 neu verfilmt und kam am 30. Januar 2020 in die deutschen Kinos. Im Rahmen der Oscarverleihung 2020 erhielt der Film insgesamt sechs Nominierungen, unter anderem als bester Film und Saoirse Ronan als beste Hauptdarstellerin.


Kein anderes Buch war für mich ein besserer Wegweiser durch meine Jugend. Louisa May Alcott gab ihren Figuren Mut, Entschlossenheit und unermüdliche Hoffnung – und somit auch den Leserinnen ihrer Zeit und den vielen Generationen, die darauf folgten.

Patti Smith

Der Zeitplan


Wer war Louisa May Alcott?

Louisa May Alcott wurde am 29. November 1832 in Germantown, Pennsylvania geboren und starb am 6. März 1888 in Roxbury, Massachusetts. Sie war eine US-amerikanische Schriftstellerin. Weltweit berühmt wurde sie als Autorin der Jugendbuch-Tetralogie Little Women, die auf Kindheitserlebnissen mit ihren drei Schwestern beruht.

Ihre Eltern waren Abigail May Alcott, die sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzte, und Amos Bronson Alcott, Pädagoge und bekennender Transzendentalist. Sie wurde 1832 als zweite von vier Töchtern in Germantown geboren. 1834 zogen die Alcotts nach Boston, wo Elizabeth Sewall Alcott, die dritte Tochter der Familie, zur Welt kam. Amos Bronson half dort die experimentelle Temple School zu gründen und trat mit Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau dem Transcendental Club bei.

Seit frühster Kindheit lebte Louisa Alcott in Armut, einerseits, weil das der antimaterialistischen Einstellung ihres Vaters entsprach, aber auch, weil er nicht mit Geld umgehen konnte. Als Konsequenz des Misserfolges von Amos’ Schulmodell musste die Familie 1840 erneut umziehen, diesmal nach Concord, Massachusetts. 1843 kam die Familie für kurze Zeit in Fruitlands, einer transzendentalen Einrichtung unter. Nach einer weiteren Station in gemieteten Räumen erstanden die Alcotts schließlich vom Erbe der Mutter und mit Hilfe von Emerson, der ein guter Freund der Familie wurde, ein Haus in Concord.

Amos unterrichtete seine Töchter zu Hause, doch lernten die Kinder viel durch die zahlreichen Freunde der Familie, wie Emerson, in dessen Bibliothek sie stöbern durften, Thoreau, mit dem sie die Natur und Umgebung erkundeten, Nathaniel Hawthorne und Margaret Fuller. 

Schon früh entwickelte Louisa eine Leidenschaft fürs Schreiben. Ihre Fantasie setzte sie regelmäßig in melodramatische Theaterstücke um, die sie mit ihren Schwestern für Freunde aufführten. Louisa selbst spielte vor allem gerne die wilden Rollen – Banditen, Bösewichte, Räuber – wie ihre Heldin Jo aus Little Women.

Unzufrieden mit den ärmlichen Lebensumständen ihrer Familie, schwor sich Louisa mit 15 Jahren, reich zu werden. Da die Gesellschaft arbeitssuchenden Frauen nicht viele Möglichkeiten bot, nahm sie jede Stelle an und arbeitete unter anderem als Lehrerin, Haushälterin und Näherin. Auch ihre Karriere als Schriftstellerin begründete sich auf ihrem Willen, ihre Familie finanziell unterstützen zu können. Zu Beginn erschienen Gedichte und Kurzgeschichten in beliebten Magazinen, dann veröffentlichte sie 1854 ihr erstes Buch, Flower Fabels, das Märchen für Emersons Tochter Ellen enthielt.

1856 war ein Jahr der Veränderung für die Familie. Erst starb Louisas jüngere Schwester Elizabeth, Vorbild für die Figur der Beth in Little Women, an Scharlach, dann heiratete ihre ältere Schwester Anna. Einige Zeit später begann Louisa für The Atlantic Monthly zu schreiben und ging 1862 freiwillig als Krankenschwester im Sezessionskrieg nach Georgetown. Da sie sich dort mit Typhus ansteckte, musste sie ihre Arbeit bereits nach sechs Wochen aufgeben. Die Folgen ihrer Behandlung mit Quecksilber begleiteten sie bis zum Lebensende. Ihre Briefe aus dieser Zeit bilden die Grundlage für ihr Werk Hospital Sketches, das 1863 veröffentlicht wurde und das Louisa zum ersten Mal einem breiteren Publikum bekannt machte.

Zudem veröffentlichte sie unter dem Pseudonym A. M. Barnard verschiedene Schauer- und Gruselromane, wie zum Beispiel A Long Fatal Love Chase oder Pauline’s Passion and Punishment. Auch diese Seite von Louisa findet sich in Jo aus Little Women wieder.

Wie ihre Mutter begann sie sich für Frauenrechte und das Frauenwahlrecht einzusetzen und engagierte sich für die Abschaffung der Sklaverei.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Louisa_May_Alcott


Was hat sie noch geschrieben?

Louisa May Alcott hat zahlreiche Bücher geschrieben. Hier sind nur die zu sehen, zu denen ich deutsche Ausgaben gefunden habe:


Das Buchclub-Treffen

Das Oktober-Buchclub-Treffen findet am 30. Oktober (vermutlich um 19 Uhr) über Zoom statt und wir werden in ca. anderthalb Stunden über das Buch sowie die Verfilmung von ‘Little Women’ sprechen.


Lust auf ein Quiz?

Am 12. Oktober habe ich in der Story einen “Persönlichkeitstest” mit vier Fragen und jeweils vier Antwortmöglichkeiten geteilt. Über diesen Test (der mit einem Augenzwinkern betrachtet werden sollte) kannst du herausfinden, welcher der vier March-Schwestern du am ähnlichsten bist. Wenn du Lust hast, kannst du den Test hier selbst ausprobieren. 


Schmökern & Schmausen

Am 17. Oktober habe ich ein neues IGTV-Format getestet: “Schmökern & Schmausen” mit einem Rezept zu Little Women. Falls du es selbst einmal ausprobieren möchtest, findest du das Rezept hier.