Welche Bücher standen für Juni 2020 zur Auswahl?


Am 22. April hatte ich ein zweites Mal die Frage-Box in der Instagram-Story verwendet, um ganz direkt nach Buch-Vorschlägen für ab Juni zu fragen. Dieses Mal bekam ich gleich 20 Vorschläge 🙂 Zur Auswahl standen für den Juni dann ‘Während die Welt schlief’ von Susan Abulhawa, ‘Das Mädchen’ von Edna O’Brien, ‘Der Alchemist’ von Paulo Coelho und ‘Was Man Von Hier Aus Sehen Kann’ von Mariana Leky. Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch zwei Bücher gegenüber gestellt und in der ersten Runde war es bei beiden Abstimmungen relativ knapp:

Susan Abulhawa 42 % (62 Stimmen) – Edna O’Brien 58 % (84 Stimmen)

Paulo Coelho 37 % (68 Stimmen) – Mariana Leky 63 % (118 Stimmen)

In der zweiten Abstimmungsrunde war das Ergebnis mit 67 % (145 zu 71 Stimmen) für ‘Was Man Von Hier Aus Sehen Kann’ dann aber doch recht eindeutig.


Was Man Von Hier Aus Sehen Kann

Die Entscheidung fiel also auf Was Man Von Hier Aus Sehen Kann von Mariana Leky und da ich beim letzten Buchclub-Treffen gefragt worden war, wie viele eigentlich mitgelesen hätten und ich darauf keine Antwort geben konnte, habe ich seitdem immer in der Story abgefragt 😉 Im Juni hatten gleich 89 Mädels angegeben, dass sie mitlesen würden.

In ‘Was Man Von Hier Aus Sehen Kann’ geht es um ein Dorf im Westerwald. Immer wenn der alten Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf, wobei unklar ist, wen es treffen wird. In diesem Roman wird beschrieben, wie sich die Menschen im Dorf verhalten, nachdem sie von Selmas Traum hören.


Ihr müsst dringend mal ein bisschen mehr Welt hineinlassen.

Was Man Von Hier Aus Sehen Kann – Mariana Leky

Der Zeitplan

Bei dem vorigen Buchclub-Treffen war noch etwas vorgeschlagen worden, das ich gleich ausprobieren wollte. Da das Buch in drei Teile unterteilt war, habe ich für jeden Teil ein Bild gepostet, unter dem dann über den gelesenen Abschnitt gesprochen werden konnte, ohne fürchten zu müssen, die anderen zu spoilern. Diejenigen, die zu dem Zeitpunkt noch nicht so weit waren, konnten einfach die Kommentare ignorieren und zu einem späteren Zeitpunkt dorthin zurückkehren.

So sah also unser Zeitplan für Juni aus:


Wer ist Mariana Leky?

Mariana Leky wurde am 12. Februar 1973 in Köln geboren und ist eine deutsche Autorin. Neben einer Buchhandelslehre studierte Leky ab 1993 Germanistik und Empirische Kulturwissenschaften in Tübingen. Von 1994 bis 1996 besuchte sie das universitäre „Studio Literatur und Theater“. Von 1999 an studierte sie im Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Noch während des Studiums gewann sie mit Kurzgeschichten Preise beim Allegra-Wettbewerb und beim Niedersächsischen Literaturwettbewerb Junge Literatur. Ihr Debütband ‘Liebesperlen’ mit Erzählungen wurde 2001 veröffentlicht. 2004 erschien ihr erster Roman ‘Erste Hilfe’. Ihr 2017 veröffentlichter Roman ‘Was man von hier aus sehen kann’ stand 65 Wochen lang auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurde zum „Lieblingsbuch der Unabhängigen“ Buchhändler gekürt. Mariana Leky lebt in Berlin.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mariana_Leky


Was hat sie noch geschrieben?


Das Buchclub-Treffen

Am 29. Juni 2020 haben wir uns um 19 Uhr wieder über Zoom “getroffen” und über “Was Man Von Hier Aus Sehen Kann” gesprochen. 48 Mädels hatten sich angemeldet und von mir die Zugangsdaten bekommen, letztlich dabei waren 32. Wir haben wieder 1 1/2 Stunden über alle mögliche Themen und Stellen aus dem Buch gesprochen. 

Ich hatte vorab über die Fragebox in der Story Themen abgefragt, über die gesprochen werden sollten. Da war unter Anderem der Vater genant worden. Über ihn haben wir gesprochen, über seine Rolle, seinen Drang die Welt zu erkunden bzw. Welt hereinzulassen. Oder warum der Optiker nur einmal beim Namen genannt wird. Da haben wir dann darüber gesprochen, dass manche Personen bei ihrem Namen genannt wurden und manche nur bei ihrer Berufsbezeichnung. Jemand meinte auch, dass man sich bei einer Berufsbezeichnung eher eine bestimmte Person vorstellt. Also zum Beispiel wie ein typischer Optiker aussieht.

Ich glaube, in dem Zusammenhang hatte auch jemand gesagt, dass Mariana Leky dieses Stilmittel auch in anderen Büchern nutzt. Das schafft Distanz zu manchen Charakteren und eine besondere Nähe zu anderen. Es war generell total spannend, dass wenn wir ein Thema aufgegriffen haben, dazu ganz verschiedene Eindrücke geteilt wurden. Und im Nachgang hatten mir auch viele geschrieben, dass sie das total schön fanden. Viele meinten auch, sie hätten das Buch nicht gelesen, wenn es nicht ausgewählt worden wäre, aber dass es ihnen total gut gefallen hätte.

Wir haben über die verschiedenen Charaktere gesprochen: Luise natürlich, Frederick, Selma, Palm, Marlies… Ich glaube, wir haben über alle einmal gesprochen. Aber ansonsten über verschiedene Stellen, die im Kopf hängen geblieben sind oder die unklar waren. Zum Ende kam eine Frage zu einem Spruch, der immer wieder vorkam und da wurden verschiedene Theorien aufgestellt. Das war richtig schön zu sehen 🙂

Viele haben auch einfach nur zugehört oder eine war im Zug unterwegs und hat über den Chat teilgenommen. Richtig toll 🙂 Ich hatte ja für die einzelnen Abschnitte bereits während des Monats Postings veröffentlicht, unter denen sehr viel diskutiert wurde. Schaut also auch gerne dort vorbei, wenn ihr sehen wollt, was die anderen zum Buch gesagt haben.


Man kann sich die Abenteuer, für die man gemacht ist, nicht immer aussuchen.

Was Man Von Hier Aus Sehen Kann – Mariana Leky

Fazit

Bei meiner Abfrage “Hat dir das Buch gefallen und würdest du es weiterempfehlen?” vom 14. September haben 90 % der Mädels (bei 107 zu 12 Stimmen) für “Ja” gestimmt.